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Weil sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Kronjuwelen weggeschossen hat, ist Staatsanwältin Chastity Riley jetzt Opferschutzbeauftragte und damit offiziell kaltgestellt. Privat gibt es auch keinen Trost: Ihr ehemaliger Lieblingskollege setzt vor lauter Midlife-Crisis zum großen Rachefeldzug an, während ihr treuester Verbündeter bei der Kripo knietief im Liebeskummer versinkt. Da ist es fast ein Glück, dass zu jedem Opfer ein Täter gehört. Das Opfer ist ein Mann ohne Namen, der übel zugerichtet in ein Krankenhaus im Hamburger Osten eingeliefert wird. Alles sehr…mehr

Produktbeschreibung
Weil sie einen Vorgesetzten der Korruption überführt und einem Gangster die Kronjuwelen weggeschossen hat, ist Staatsanwältin Chastity Riley jetzt Opferschutzbeauftragte und damit offiziell kaltgestellt. Privat gibt es auch keinen Trost: Ihr ehemaliger Lieblingskollege setzt vor lauter Midlife-Crisis zum großen Rachefeldzug an, während ihr treuester Verbündeter bei der Kripo knietief im Liebeskummer versinkt. Da ist es fast ein Glück, dass zu jedem Opfer ein Täter gehört. Das Opfer ist ein Mann ohne Namen, der übel zugerichtet in ein Krankenhaus im Hamburger Osten eingeliefert wird. Alles sehr professionell gemacht, der klassische Warnschuss. Riley gewinnt nach und nach sein Vertrauen. Bei zwei bis acht Bier auf der Krankenstation nennt er ihr schließlich einen Namen. Nicht seinen, aber es ist eine Spur, und die führt nach Leipzig. Dort findet Riley einen Verbündeten und viel zu viele synthetische Drogen. Als ihr klar wird, wer hinter der Sache steckt, sieht sie ihre Chance, endlich einen der ganz großen Fische dingfest zu machen.
  • Produktdetails
  • Verlag: Osterwoldaudio
  • Anzahl: 5 Audio CDs
  • Gesamtlaufzeit: 375 Min.
  • Erscheinungstermin: 3. Juli 2017
  • ISBN-13: 9783869523750
  • Artikelnr.: 48071127
Autorenporträt
Buchholz, SimoneSimone Buchholz (Hanau, 1972) ha esordito come giallista nel 2008 con Revolver, pubblicato in Italia da Emons nel 2015. Le piacciono le nuvole in cielo e i gabbiani che non sanno cosa vogliono. Vive nel quartiere di Sankt Pauli, ad Amburgo, con il marito italiano e il figlio. Vincitore di vari premi, La notte del coccodrillo (Emons 2017) è stato per mesi al primo posto della classifica Krimi-ZEIT. Uomini in gabbia ha scalato la classifica della Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) e del canale r
Trackliste
CD 1
1Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 1
2Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 2
3Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 3
4Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 4
5Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 5
6Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 6
7Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 7
8Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 8
9Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 9
10Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 10
11Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 11
12Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 12
13Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 13
14Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 14
15Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 15
16Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 16
17Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 17
18Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 18
CD 2
1Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 19
2Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 20
3Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 21
4Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 22
5Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 23
6Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 24
7Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 25
8Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 26
9Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 27
10Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 28
11Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 29
12Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 30
13Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 31
14Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 32
CD 3
1Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 33
2Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 34
3Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 35
4Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 36
5Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 37
6Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 38
7Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 39
8Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 40
9Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 41
10Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 42
11Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 43
12Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 44
13Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 45
14Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 46
15Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 47
16Simone Buchholz: Blaue Nacht - Teil 48
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Für diesen Roman wurde Simone Buchholz mit dem Preis der CrimeCologne 2016 ausgezeichnet. Es ist vor allem ihre schnoddrige Heldin Chastity Riley, die dem Roman zum Erfolg verhalf. Eine Staatsanwältin, die nicht nur redet, sondern handelt und dabei manche Grenze überschreitet. Nach einem dramatischen Zwischenfall im Hamburger Hafen, bei dem Chastity unerlaubt ihre Schusswaffe mit durchschlagenden Folgen einsetzt, ist sie freigestellt und arbeitet als Opferschutzbeauftragte. Und schon gerät sie in einen gewaltigen Skandal mit viel Mord, Totschlag und allem, was so dazugehört. Chastity begibt sich auf die Jagd nach einem Oberschurken, der allzu lange ungestört seinen dunklen Geschäften nachgehen konnte. Es ist ein wahres Vergnügen, wie Sandra Borgmann, in manchen Szenen unterstützt von Achim Buch und Vanida Karun, in die Rolle der Staatsanwältin mit der großen Schnauze und dem empathischen Herzen schlüpft. Als Hörbuch kann sich "Blaue Nacht", zumal in der ungekürzten Fassung, durchaus mit der gedruckten Vorlage messen. Denn Sandra Borgmann zieht den Hörer tief hinein in die Hamburger Schattenwelt zwischen Tag und Traum, Verbrechen und Vergebung.

© BÜCHERmagazin, Margarete von Schwarzkopf (mvs)
"... er [ist] durchaus liebenswert, dieser Krimi, in dem mehr getrunken als ermittelt wird"
Juliane Liebert, Süddeutsche Zeitung 12.04.2016

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 09.05.2016

Großen Sauereien auf der Spur
Krimis in Kürze: Sally McGrane, Simone Buchholz und Donald E. Westlake

Reden wir doch mal übers Schreiben, lassen wir die labyrinthischen Plots, die logischen Löcher, die Realismus-Frage beiseite. Reden wir einfach darüber, wie ein Text klingt, über die spezifische Färbung der Prosa. Das ist bei Kriminalromanen nicht ganz so leicht, weil viele Autoren glauben, dass ein halbwegs origineller Ermittler und eine spannende Handlung schon ausreichten. Und deshalb freut man sich über ein Debüt wie das von Sally McGrane. Die Amerikanerin, die seit mehr als zehn Jahren in Berlin lebt und ein Faible für Russland hat, war bisher eine gute Journalistin, die für den "New Yorker" und andere renommierte Medien schreibt. Nun ist sie auch eine Romanautorin, von der man sich etwas erhofft. Ihr Debüt "Moskau um Mitternacht" (Europa Verlag, 312 S., geb., 17,99 [Euro]) hat dieses gewisse Etwas, diesen Ton, der einen sofort spüren lässt, dass die Dinge nicht den erwarteten Verlauf nehmen werden.

Der aussortierte CIA-Mann Max Rushmore soll in Moskau noch eine Routinesache abwickeln: den Nachlass einer verstorbenen Expertin für Nuklearabfall. Natürlich bleibt es nicht dabei. An den kleinen Beobachtungen, den lakonisch hingetupften Details merkt man, dass Sally McGrane sich in dieser Welt auskennt. Die Objekte ihrer Reportagen bleiben nicht bloße Versatzstücke - "Postfachstädte" aus Sowjetzeiten für Waffenentwicklung, ein sibirischer Stamm, der die Zeit für eine Landschaft hält, in der man sich vor und zurück bewegen kann, die geheimen U-Bahnen für die Parteibonzen in Moskau; all das wird durch Sprache und Komposition, durch das Changieren zwischen dem Erfundenen und dem, was nur erfunden scheint, zum besonderen Gewebe, das diesen Roman ausmacht.

Rushmores Weg durch Russland wirkt mitunter so, als hätte sich David Lynch von Andrei Tarkowski inspirieren lassen, um ein Land zu zeigen, das jenseits der klaren politischen Fronten erst einmal entdeckt und entziffert sein will. Sally McGrane liebt die kleinen Abschweifungen und Vignetten aus dem Alltag. Sie weiß, dass scheinbare Redundanz bereichernd sein kann, sie schreibt schnell und pointiert, und ihre Dialoge verraten ein gutes Ohr. Dieses Buch muss man gar nicht mit le Carré oder Forsyth vergleichen. Es steht sehr entspannt auf eigenen Füßen.

Von Simone Buchholz weiß man ja schon, dass sie nicht diese Vorabendgeschichten mit viel Lokalkolorit in leicht gehobenem Gebrauchsanweisungsdeutsch schreibt. In ihren Büchern um die Staatsanwältin mit dem hübschen Namen Chastity Riley schlägt das Herz von St. Pauli, und auch in "Blaue Nacht" (Suhrkamp Taschenbuch, 238 S., br., 14,99 [Euro]) heißen einige Ermittler wie Spieler des FC St. Pauli. Aber Buchholz ist zu smart, um es beim Kiezkolorit zu belassen. Der lässige, knappe Ton, der nie anbiedernd oder zu schnoddrig und pointenfixiert ist, macht die Geschichten charmant und interessant, obwohl die genreüblichen Spannungszutaten meist gar nicht so aufregend sind.

Das gilt auch für Chas' mittlerweile sechsten Auftritt, bei dem ein Patient mit lauter zerschlagenen Knochen sich als stiller Killer erweist und die Ermittler auf die Spur großer Sauereien führt. Aber Simone Buchholz hat einen eleganten Einfall, wie man hier die Grenzen der Ich-Erzählung überwindet. Am Ende jedes Kapitels stehen die Namen zentraler Figuren, in Rückblenden und in erkennbar eigener Tonlage trägt jeder durch seine kurzen Aussagen zur Erzählung bei. Wenn man etwas einwenden kann gegen dieses Buch, dann bloß, dass die Geschichte zu viele Details aus den Vorgängerromanen voraussetzt.

Bei Donald E. Westlake, mindestens genauso bekannt unter dem Pseudonym Richard Stark, gibt es nichts zu mäkeln. Der Mann gehört zum Kanon, und wenn jetzt, acht Jahre nach seinem Tod, ein Buch wieder aufgelegt wird, muss man das erwähnen, weil es die erste vollständige Übersetzung ist. "Fünf schräge Vögel" (Atrium Verlag, 288 S., geb., 19,99 [Euro]) heißt im Original "The Hot Rock", im Deutschen taufte man es damals "Finger weg von heißem Eis"; der Film, der 1972, zwei Jahre nach Erscheinen, entstand, wurde dann, weil das Drehbuch eine Romanfigur gestrichen hatte, "Vier schräge Vögel" genannt. Das ist der Fluch der törichten Tat.

Robert Redford spielte auf jeden Fall den Gauner John Archibald Dortmunder. Der Name, behauptet Westlake, verdanke sich dem einzigen Barbesuch seines Lebens, bei dem ihm hinterm Tresen eine Leuchtreklame für "DAB - Dortmunder Actien-Brauerei" erschien. Die ins Aberwitzige driftende Geschichte hat die Jahre bestens verkraftet. Die Idee vom großen Smaragdraub in New York, der fünfmal gelingt und doch zugleich scheitert, ist immer noch großartig. Ein denkwürdiges Dortmunder-Debüt war das - dem dreizehn weitere (meist unübersetzte) Romane mit dem Berufsgauner folgten.

PETER KÖRTE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Perlentaucher-Notiz zur WELT-Rezension

Rezensent Elmar Krekeler liebt die Vergespensterung a la Simone Buchholz. Die Autorin betreibt ihren Beruf mit einem Faible für Härte und Nebel, in welch letzterem sie bevorzugt Szenestorys aufscheinen lässt. St. Pauli lässt grüßen. Weitgespannte Bögen, Helden und Subhelden machen die Lektüre zwar nicht immer einfach, gibt Krekeler zu, doch wer dranbleibt, wird belohnt, meint er. Mit knochentrockenen Bildern, poetisch, liebevoll und verstörend. Zudem mit einer Staatsanwältin und Ermittlerin (hier: kaltgestellt), die Krekeler nicht missen möchte.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 12.04.2016

Auf dem Abstellgleis
Chastity Riley ermittelt bei Simone Buchholz in der „Blauen Nacht“
In der „Blauen Nacht“ wird ordentlich gesoffen. „Wenn mich jemand fragt, ob ich Wasser zu meinem Scotch möchte, antworte ich, dass ich durstig bin und nicht schmutzig“, wusste schon Joe E. Lewis, und Simone Buchholz’ Ermittlerin Chastity Riley ist in diesem Buch öfter in der Kneipe als auf dem Revier. Seitdem sie sich mit ihrem Vorgesetzen angelegt und einem Verbrecher „die Kronjuwelen weggeschossen hat“, ist die Ex-Staatsanwältin Opferschutzbeauftragte. Anders gesagt: auf dem Abstellgleis. Ihr derzeitiges Lieblingsopfer: ein geheimnisvoller Österreicher mit Decknamen Joe, dem alle Knochen gebrochen und der rechte Zeigefinger abgeschnitten wurde. Sie versorgt ihn im Krankenhaus mit Wein, Bier und Zigaretten, um seiner Geschichte auf die Spur zu kommen.
  Knappe Sätze bestimmen den Ton des Romans, Buchholz hat anscheinend eine strenge Obergrenze, wie viele Wörter ein Satz haben darf. Die liegt grob geschätzt bei fünf. Versucht sie, poetisch zu sein, wird es leider nicht nur für den geheimnisvollen Österreicher, sondern auch für den Leser zuweilen schmerzhaft. Trotzdem will man wissen, wer dieser Joe ist. Wovon man lieber ein bisschen weniger wissen würde, ist, wie es Rileys Freunden gerade so geht. Der eigentlich spannende Plot sackt während der (wenigen) Sexszenen und Kaffeekränzchen gelegentlich röchelnd in sich zusammen und fleht um Gnade. Gibt es aber nicht, ob man will oder nicht, man erfährt, ob Rileys Kumpel im Restaurant geduscht hat und ob und wie seine Haare glänzen, dabei geschehen da draußen Verbrechen! Riley, will man sagen, reiß dich zusammen, genug Kaffee getrunken! Gerade dadurch bleibt die Protagonistin aber auch angenehm nahbar; einigen Szenen, die leicht zum Kitsch verkommen könnten, gibt der lakonische Stil Erdung. Allgemein menschelt es heftig, die Vorgeschichte wird nicht nur aus Sicht der Protagonistin erzählt, sondern in kurzen Absätzen aus der Sicht aller Beteiligten, der Killer ist im Grunde ein netter Kerl und die Männer haben alle „unglaublich breite Schultern“.
  Ungewollt charmant ist auch, wie sich die Autorin, deren einzige Drogenerfahrung womöglich ist, dass sie mit 17 einmal mit zitternden Fingern einen Joint weitergereicht hat, Meth- und Krokodil-Abhängige vorstellt. Dennoch ist er durchaus liebenswert, dieser Krimi, in dem mehr getrunken als ermittelt wird, und dessen Epizentrum konsequenterweise die Kneipe ist, die ihm den Namen gibt, die „Blaue Nacht“. Am Ende des Tages, scheint die Botschaft zu sein, sind wir alle gleich, ob Ermittler, Killer, Barbesitzer oder Drogenabhängiger, „das wärmste Jäckchen ist das Cognäcchen“. Auf die Gerechtigkeit, und runter damit.
JULIANE LIEBERT
Simone Buchholz: Blaue Nacht. Suhrkamp Verlag, Berlin 2016. 238 S., 14,99 Euro. E-Book 12,99 Euro.
Das Vorbild zur Kneipe „Blaue Nacht“, sagt Simone Buchholz, geboren 1972, „war eine Eckkneipe am Hans-Albers-Platz. Früher ein herrlich klebriger Schuppen, in den man nur in Begleitung von St.-Pauli-Spielern reinkam.“
Foto: Droemer / Knaur
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