Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Baerbel82
Danksagungen: 28 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 536 Bewertungen
Bewertung vom 09.07.2020
Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1
Henning, Greta

Halligmord / Minke-van-Hoorn Bd.1


ausgezeichnet

Die Ruhe vor dem Sturm

Die ehemalige Meeresbiologin Minke van Hoorn ist nach dem Tod ihres Vaters als Kommissarin in ihre nordfriesische Heimat zurückgekehrt.
Gleich in ihrem ersten Fall hat sie einen Cold Case zu lösen: Auf der kleinen Hallig Nekpen hat die Flut menschliche Knochen freigelegt. Schnell ist klar, dass es sich bei dem Toten um Hinnerk Johannsen handeln muss. Er war Arzt und ist vor über 30 Jahren angeblich bei einer Explosion auf seinem Boot tödlich verunglückt.
Die Menschen auf der Hallig leben seit Generationen in einer verschworenen Gemeinschaft. Minke und ihr Kollege Klaus Wagenscheidt ermitteln. Schon bald stoßen sie auf ein komplexes Geflecht voller Lügen. Kurz darauf verschwindet auch noch David, der Sohn des alten Deichgrafen…
„Halligmord“ ist ein Krimi, der Spannung mit psychologischer Tiefe verknüpft. Die besondere Welt der friesischen Halligen, auch wenn diese hier fiktiv sind, ist wunderbar beschrieben. Storm und der Schimmelreiter lassen grüßen! Unerbittlich dreht Greta Henning an der Spannungsschraube bis zu einem Showdown, in dem Vergangenheit und Gegenwart auf dramatische Weise zusammentreffen.
Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Minke und ihr Bruder Bo, er ist Rechtsmediziner, sind mir sofort ans Herz gewachsen. Kollege Klaus, der kurz vor seiner Pensionierung steht, sorgt für humorvolle Einlagen. Er hat mich an Rupert aus den Ostfriesen-Krimis von K.-P. Wolf erinnert.

Fazit: Atmosphärischer Nordsee-Krimi. Gerne mehr davon!

Bewertung vom 08.07.2020
Verschollen in Palma
Kallentoft, Mons

Verschollen in Palma


sehr gut

Ein Vater im freien Fall

Mons Kallentofts Krimi-Reihen um Zack Herry und Malin Fors haben mich begeistert und auch „Verschollen in Palma“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
Stockholm, 2015: Tim Blanck fährt seine 16-jährige Tochter Emme zum Flughafen. Sie will mit zwei Freundinnen Party auf Mallorca machen. Aber sie kehrt nie zurück. Überwachungskameras erfassen Emme als sie in den frühen Morgenstunden einen Nachtclub verlässt und im Dunkeln verschwindet.
Drei Jahre später: Die spanische Polizei hat die Ermittlungen eingestellt. Tim, ein ehemaliger Polizist, ist nach Palma de Mallorca gezogen, um die Suche nach seiner vermissten Tochter fortzusetzen, während seine Ex-Frau Rebecka in Stockholm bleibt. Um zu überleben, arbeitet Tim als Privatdetektiv.
Mons Kallentoft hat seinen Mallorca-Krimi atmosphärisch und mit viel Lokalkolorit in Szene gesetzt. Alle beschriebenen Orte existieren zwar auch im realen Palma, aber dies ist ihre dunkle Variante. Es geht um Drogen, Gewalt, Prostitution und Korruption. In einem ganz eigenen Stil schildert der Autor seine Geschichte. Spannend, keine Frage.
„Verschollen in Palma“ ist eine erschütternde Geschichte über Trauer und Verlust und der grenzenlosen Liebe eines Vaters zu seinem Kind. Nichtsdestotrotz bin ich mit Tim bis zum Schluss nicht warm geworden. Sein Handeln konnte ich oft nicht nachvollziehen. Aber auch die dunkelste Reise muss irgendwann zu Ende gehen…

Fazit: Mallorca Noir. Keine locker leichte Urlaubslektüre!

Bewertung vom 06.07.2020
Letzte Spur: Ostsee (eBook, ePUB)
Kliewe, Karen

Letzte Spur: Ostsee (eBook, ePUB)


sehr gut

Die Vergangenheit holt einen immer ein

„Letzte Spur: Ostsee“ von Karen Kliewe ist der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe um die angehende Journalistin Johanna Arnold. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog. Meja rennt um ihr Leben. Wie konnte es dazu kommen? Sie stammt aus Schweden und war ihrem Freund Ric nach Deutschland, ins Ostseebad Rerik, gefolgt.
12 Jahre später. Johanna Arnold studiert in Paderborn Journalistik. Als sie ihre Großmutter in Rerik besucht, fällt ihr ein alter Zeitungsbericht in die Hände. Auf dem Foto grinst ihr ein Mädchen entgegen, das ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Voller Neugier stellt Ann Nachforschungen an und bringt Geheimnisse ans Tageslicht, die seit langem vergraben waren…
Karen Kliewe hat ihren Ostsee-Krimi durchaus spannend und mit viel Lokalkolorit in Szene gesetzt. Hier treffen wir auf eine ziemlich straight erzählte Geschichte. Schon bald erahnt man den Täter. Eine raffinierte Handlungsführung mit Irrungen und Wendungen hat mir gefehlt.
Mit Ann bin ich bis zum Schluss nicht wirklich warm geworden. Sie ist 26 Jahre alt, kommt aber total naiv rüber. Ständig hört sie eine Stimme, die ihr Tun kommentiert. Gut gefallen haben mir dagegen die Telefongespräche mit ihrer Freundin Marie. Das macht die Geschichte lebendig.

Fazit: Der erste Fall für die angehende Journalistin Johanna Arnold. Die Serie hat Potenzial, aber auch viel Luft nach oben.

Bewertung vom 04.07.2020
Paradise City
Beck, Zoë

Paradise City


ausgezeichnet

Schöne neue Welt

Deutschland in einer nicht wirklich fernen Zukunft: Liina, Rechercheurin bei der »Wahrheitspresse«, wird in die Uckermark geschickt, um eine Geschichte zu überprüfen. Eine Frau soll vor zwei Tagen von einem Schakal zerfetzt worden sein.
Währenddessen hat ihr Chef (und Geliebter) einen mysteriösen Unfall und liegt im Koma. Eine Kollegin wird ermordet. Beide haben an einer brisanten Story gearbeitet. Liina begibt sich auf eine gefährliche Suche nach der Wahrheit…
Die Welt scheint perfekt. Weil die Menschen die Kontrolle über ihr Leben abgegeben haben. Eine Gesundheits-App, eine KI, ein lernendes System überwacht unseren Körper. Aber, was ist mit der Freiheit? Vieles in „Paradise City“ beschreibt die bereits bestehende Situation. Denn die elektronische Gesundheitskarte und Fitness-Tracker gibt es schon heute.
„Paradise City“ von Zoë Beck hat alles, was einen guten Thriller ausmacht. Er ist spannend, hat einen glaubwürdigen Plot und eine Protagonistin, die sympathisch rüber kommt. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Auch mit Gesellschaftskritik spart die Autorin nicht. Es geht um Macht, Manipulation und Kontrolle - und die Rolle der Politik.

Fazit: Visionärer Thriller mit Frauenpower. Beste Unterhaltung!

Bewertung vom 02.07.2020
Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5 (eBook, ePUB)
Ahnhem, Stefan

Die Rückkehr des Würfelmörders / Fabian Risk Bd.5 (eBook, ePUB)


sehr gut

Der ultimative Kick

„Die Rückkehr des Würfelmörders“ von Stefan Ahnhem ist die Fortsetzung von „Der Würfelmörder“. Dieser Thriller erschien 2019 unter dem Titel „10 Stunden tot“. Den Vorgänger sollte man gelesen haben, sonst könnte es Verständnisprobleme geben. Denn Band 2 macht genau dort weiter, wo Band 1 aufgehört hatte.
Die brutale Mordserie von Helsingborg nimmt kein Ende. Ein Täter, der seine Opfer, Tatwaffe und Tatort durch die Entscheidung eines Würfels auswählt. Ohne erkennbares Motiv. Fabian Risk und seine Kollegin Irene Lilja ermitteln. Als wäre das nicht schon genug, versucht Fabian auch noch seinen Kollegen Ingvar Molander zu überführen, der vermutlich nicht nur seine Nachbarin umgebracht hat...
Erneut lässt uns der Autor in tiefe menschliche Abgründe blicken. Wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik. Auch aus der Perspektive eines Mannes, der den ultimativen Kick sucht. Ein Sklave voller kranker Zwangsgedanken. Ab und zu finden sich Bezüge zu den Vorgängern, erscheinen alte Bekannte und Feinde.
Die Handlung ist vielschichtig und temporeich, was zwar zusätzlich zu den Cliffhangern am Kapitelende und den zahlreichen überraschenden Wendungen die Spannung fördert. Aber genauso oft stiftet dies häufig Verwirrung. Die Szenen wechseln in so rasanter Folge zwischen den einzelnen Orten des Geschehens, dass der Leser manchmal kaum folgen kann und noch einmal zurückblättern muss.
Über das Wiedersehen mit Fabian Risk habe ich mich gefreut. Er ist mir inzwischen ans Herz gewachsen. Ein Mann, der mit seinem Bauchgefühl meist richtig liegt, sich nicht scheut, gegen den Strom zu schwimmen und eigene Wege zu gehen. Am Ende ist alles stimmig aufgelöst, wenn auch ein wenig unspektakulär.

Fazit: Packender Pageturner. 2. Hälfte eines Zweiteilers bei dem keine Fragen offen bleiben.

Bewertung vom 30.06.2020
Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3 (eBook, ePUB)
Winkelmann, Andreas

Der Fahrer / Kerner und Oswald Bd.3 (eBook, ePUB)


gut

Niemand ist der, der er zu sein scheint.

„Der Fahrer“ von Andreas Winkelmann ist bereits der dritte Fall für Jens Kerner und Rebecca Oswald. „Das Haus der Mädchen“ und „Die Lieferung“ hatte ich mit Begeisterung verschlungen. Doch diesmal wurde ich enttäuscht. Worum geht es?
Ein rätselhafter Prolog, ein gruseliges erstes Kapitel… Spannend, keine Frage! In einem weiteren Handlungsstrang gibt es ein Wiedersehen mit Jens und Rebecca. Was ist das für eine Sache zwischen Jens und seinem Bruder Karsten?
In Hamburg geht ein Serienkiller um. Die Opfer: junge Frauen, die nachts unterwegs waren. Viele waren Kundinnen beim neuen Fahrdienst namens MyDriver. Aber da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Jens und Becca ermitteln...
Soziale Netzwerke, Instagram und Co, aktuelle Themen. Aber Jens kommt hier mega unsympathisch rüber. Ein Verdächtiger wird so auffällig in den Vordergrund geschoben, dass er von Natur aus schon nicht in Frage kommt. Dazu gesellen sich haarsträubende Aktionen und zu viel Privatgedöns. Nee, nee, nee, das kann Herr Winkelmann doch besser. Nichtsdestotrotz ist das Buch flüssig geschrieben und nur schwer beiseite zu legen.

Fazit: Nicht so gut wie die beiden Vorgänger. Aber, passt gut auf, was ihr in den sozialen Medien macht!

Bewertung vom 19.06.2020
Tödliche Hetze (eBook, ePUB)
Gibert, Matthias P.

Tödliche Hetze (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Die einen kommen, die anderen gehen. So ist das halt im Leben.

Um es gleich zu sagen, „Tödliche Hetze“, der 4. Fall für Kommissar Thilo Hain und seine Kollegin Pia Ritter, ist der Hammer! Es handelt es sich um eine eigenständige, in sich abgeschlossene Geschichte, die ohne Vorkenntnisse lesbar ist. Worum geht es?
Die (fiktive) Handlung spielt ein Jahr nach der Ermordung des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni 2019. Es geht um rechtsradikal motivierte Angriffe auf Politiker und Journalisten. Mitglieder mit Verbindungen zu rechten Terroristen stehen unter Verdacht.
Kurz darauf gibt es mehrere brutale Anschläge auf Angehörige genau dieser Szene. Es geht um nackte, blanke Gewalt. Ein Racheakt? Thilo und Pia ermitteln in ihrem bisher schwersten und persönlichsten Fall...
Matthias P. Gibert hat erneut ein heißes Eisen angepackt. Eine erschreckend realitätsnahe Geschichte um extreme Gewalt, ein Netz aus Lügen, Erpressung und Verrat, in das auch die Polizei verstrickt zu sein scheint.
Akribische Polizeiarbeit, authentisch und nachvollziehbar dargestellt, das ist genau mein Ding. Die Weiterentwicklung der Charaktere. Auch die Mischung aus Kriminalfall und Privatleben. Erst ganz am Ende schließt sich dann der Kreis und mündet in einen fulminanten Showdown.

Fazit: Spannender Krimi um ein aktuelles, brisantes Thema. Hammerhart!

Bewertung vom 16.06.2020
42 Grad (eBook, ePUB)
Harlander, Wolf

42 Grad (eBook, ePUB)


sehr gut

Europa trocknet aus

Wolf Harlander geht gleich in medias res: ein Erdbeben in Italien. Folgen des Klimawandels?
Anschließend lernen wir Julius Denner kennen. Er studiert Hydrologie. Als er seine Oma besucht, entdeckt er, dass es im Heim ein Wasserproblem gibt. Ist die Erderwärmung daran schuld?
Damit nicht genug. In „42 Grad“ geht es auch um Cyberangriffe auf Wasserwerke, Brandstiftung und gewaltbereite Terroristen. Doch, wer steckt dahinter? Wo liegt das Motiv?
Die Felder sind trocken, das Wasser ist knapp. Wasserflüchtlinge, Menschen, die mit Tankwagen versorgt werden müssen. Bürgerkrieg. Ein erschreckendes Szenario, das der Autor sich ausgedacht hat. Nah an der Realität. Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven sorgen für Dynamik.
Ein Student, ein Unternehmensberater und eine IT-Spezialistin retten die Welt. Spannend, keine Frage. Hat man aber so oder so ähnlich schon einmal gelesen. Wirklich sympathisch war mir niemand. Die Jungs riskieren gefährliche Alleingänge, die Mädels kommen ziemlich naiv rüber.
Und die Moral von der Geschicht‘? Die Bösen sind immer die Russen... oder am Ende doch nicht? Vieles in „42 Grad“ beschreibt die bereits bestehende Situation. Das Ende dagegen ist starker Tobak.

Fazit: Packender Thriller um ein aktuelles Thema. Realitätsnah, bis auf das Ende.

Bewertung vom 13.06.2020
Möwentod / Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber Bd.2
Haller, Elias

Möwentod / Kommissare Hardy Finkel und Greta Silber Bd.2


sehr gut

Was ist eine Schweinebremse?

Wer ist die Person mit dem Loch im Herzen? Diese und andere Fragen beantwortet Elias Haller in seinem neuen Ostsee-Thriller „Möwentod“. „Küstenstill“, der erste Fall für Hardy Finkel und Greta Silber von der Kripo in Anklam, hatte mich begeistert und auch „Möwentod“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?
In Stralsund bricht eine Privatdetektivin in ein schäbiges Motelzimmer ein, am nächsten Morgen wird sie tot aufgefunden. Hardy und Greta ermitteln…
Dem starken Anfang folgt ein schwächerer Mittelteil. Danach eine überraschende Wendung. Der Leser wird auf eine wahre Achterbahnfahrt geschickt. Als dann im späteren Verlauf alles klar zu sein scheint, nimmt die Handlung nochmals eine überraschende Wendung.
Elias Haller hat seinen neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Unerbittlich dreht er an der Spannungsschraube. Nichts ist wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Es geht um Loverboys, Korruption und Bestechlichkeit. Es geht um Menschen, die vom Regen in die Traufe kommen.
Kurze Kapitel und wechselnde Perspektiven, auch aus Tätersicht, sorgen für Dynamik. Gut geschrieben, keine Frage. Hardy und Greta sind mir inzwischen ans Herz gewachsen, auch, wenn sie immer noch zu viel raucht. Und so freue ich mich schon auf die Fortsetzung, „Meereskalt“, die im August erscheinen soll.

Fazit: Fall Nr. 2 für Finkel und Silber. Gut, aber nicht so gut wie Küstenstill.

Bewertung vom 09.06.2020
Leben
Laub, Uwe

Leben


sehr gut

Das sechste Artensterben hat begonnen

„Sturm“ von Uwe Laub hatte mich begeistert und auch „Leben“ hat mich nicht enttäuscht. Worum geht es?

Im südafrikanischen Kruger Nationalpark sterben artenübergreifend Tiere, ganze Populationen werden ausgelöscht. Unaufhaltsam schreitet das Artensterben voran, breitet sich weltweit aus. Die Wissenschaftler stehen vor einem Rätsel. Dann erkranken die ersten Menschen, sie altern in rasantem Tempo, scheinbar über Nacht. Wird sich diese Entwicklung aufhalten lassen? Pharmaunternehmen arbeiten fieberhaft an einem Gegenmittel...

Bei einem Rundflug über den Kruger Nationalpark versucht Mark Brenner sich ein Bild der Lage zu machen. Was er sieht, ist erschütternd. Weit und breit kein Leben, unzählige verendete Tiere. Schnitt nach Deutschland. Der Münchener Pharmareferent Fabian Nowack ist selbst erkrankt und nimmt an einem Experiment teil, das zu einem rettenden Medikament führen soll. Währenddessen sucht die Botanikerin Davina DeBoni im Amazonasgebiet für einen Pharmakonzern eine geheimnisvolle Pflanze. Eigentlich ist ihr Auftrag abgeschlossen, doch ihr Chef schickt sie auf eine weitere, heikle Mission.

Uwe Laub beschreibt in seinem Thriller eindrucksvoll und bedrückend ein Horrorszenario. Die Story ist in drei Stränge aufgeteilt, die erst mal nichts miteinander zu tun haben, am Ende dann aber zusammenlaufen. Mark ist überzeugt, auf der richtigen Seite zu stehen. Aber kann man ihm wirklich trauen? Durch Fabians Augen erlebt man den schnellen Verfall der Erkrankten hautnah, spürt die Verzweiflung, Resignation. Von den Protagonisten war mir Davina am sympathischsten. Sie ist eine starke Frau.

Der Plot ist spannend, glaubhaft und realitätsnah. Bis zum letzten Drittel war ich gefesselt, doch dann überschlagen sich die Ereignisse und ich hatte das Gefühl, das Ende im Schnelldurchlauf zu erleben. Ein Ende, mit dem ich auch nicht ganz glücklich bin.

Fazit: Mix aus Fakten und Fiktion, der auch Verschwörungstheorien enthält. Gut, aber nicht so gut wie „Sturm“.