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Tommy, Andy und Steve leben in gut situierten Verhältnissen. Sie sind verheiratet, haben Kinder, sind beliebte Mitglieder im Golfclub und trinken hier und da ein Bierchen miteinander: Wer würde sie nicht für fürsorgliche Familienväter halten? Niemand ahnt etwas von ihrem lukrativen Nebengeschäft; einem Geschäft, das einst von Männern betrieben wurde, die, ebenso wie sie, als anständig galten. Alles könnte so reibungslos weiterlaufen wie bisher, denn ihre Ware ist begehrt. Doch als eine Frau aus ihrem Bekanntenkreis tot aufgefunden wird, stößt nicht nur die Polizei auf sie, sondern auch der…mehr

Produktbeschreibung
Tommy, Andy und Steve leben in gut situierten Verhältnissen. Sie sind verheiratet, haben Kinder, sind beliebte Mitglieder im Golfclub und trinken hier und da ein Bierchen miteinander: Wer würde sie nicht für fürsorgliche Familienväter halten? Niemand ahnt etwas von ihrem lukrativen Nebengeschäft; einem Geschäft, das einst von Männern betrieben wurde, die, ebenso wie sie, als anständig galten. Alles könnte so reibungslos weiterlaufen wie bisher, denn ihre Ware ist begehrt. Doch als eine Frau aus ihrem Bekanntenkreis tot aufgefunden wird, stößt nicht nur die Polizei auf sie, sondern auch der Privatdetektiv Jackson Brodie. Sein jüngster, völlig harmloser Auftrag führt ihn direkt zu den drei Ehrenmännern - und bald ist Brodie mittendrin in einem Fall um verschwundene junge Frauen und eine Zeugin, die sich nichts sehnlicher wünscht, als ihre schreckliche Vergangenheit endlich hinter sich lassen zu können ...
Mit einer rasanten Erzählweise, beeindruckenden Figuren und beißendem Humor legt Kate Atkinson in ihrem Roman die Bigotterie und die seelische Grausamkeit unserer Gesellschaft offen.
  • Produktdetails
  • Verlag: DuMont Buchverlag
  • Originaltitel: Big Sky
  • Seitenzahl: 476
  • Erscheinungstermin: 12. April 2021
  • Deutsch
  • Abmessung: 216mm x 142mm x 45mm
  • Gewicht: 663g
  • ISBN-13: 9783832180010
  • ISBN-10: 383218001X
  • Artikelnr.: 60562036
Autorenporträt
Kate Atkinson wurde bereits für ihren ersten Roman >Familienalbum< mit dem renommierten Costa Book of the Year Award ausgezeichnet. Mittlerweile stehen ihre Bücher regelmäßig auf den internationalen Bestsellerlisten. Für >Das vergessene Kind<, den vierten Band in der Reihe um den Privatermittler Jackson Brodie, erhielt sie den Deutschen Krimipreis 2012 und für ihren Roman >Die Unvollendete< den Costa Novel Award 2013. Kate Atkinson lebt in Edinburgh und gilt als eine der wichtigsten britischen A Anette Grube, 1953 in München geboren, hat Anglistik studiert. Sie hat u. a. Arundhati Roy, Richard Yates, Ch. N. Adichie, T. C. Boyle, Vikram Seth, Kate Atkinson und Mordecai Richler ins Deutsche übersetzt.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Dlf Kultur-Rezension

Rezensentin Sonja Hartl wird mitten hineingezogen in die Schattenwelt, in die Kate Atkinson ihren Ermittler Jackson Brodie im fünften Band ihrer Krimireihe führt: Hinter der Idylle einer nordenglischen Küstenstadt, in der sich Brodie eigentlich zur Ruhe setzen will, lauern Menschenhandel, Kindesmissbrauch und Gewalt. Eine Distanz zum Geschehen wird dem Leser da nicht vergönnt, meint Hartl. Besonders interessant zwischen den vielen Figuren, denen sich der Roman widmet, findet sie die Figur der Crystal: Wie alle Frauen in dem Roman, so Hartl, duldet sie die verbrecherischen Machenschaften ihres Mannes, um den Schein vom Glück aufrechtzuerhalten - die gewaltvolle und kriminelle Welt werde als eine männergemachte akzeptiert, analysiert die Rezensentin.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - Rezension
Frankfurter Allgemeine Zeitung | Besprechung von 03.05.2021

Entführt im Plattenbau
Krimis in Kürze: Groschupf, Atkinson und Jaumann

Vor ziemlich genau zwei Jahren hat Johannes Groschupf ein Buch veröffentlich, das zugleich Kriminal- und Großstadtroman auf der Höhe der Zeit war: "Berlin Prepper". Klar, dass man jetzt mit großen Erwartungen den diese Woche erscheinenden Thriller "Berlin Heat" (Suhrkamp, 256 S., br., 14,95 [Euro]) liest. Derjenige, den man den Helden nennen könnte, ist kein Prepper, sondern Zocker. Tom Lohoff ist Stammkunde in einem Wettbüro an der Potsdamer Straße, er ist beim Paten der Albaner-Mafia hoch verschuldet, und die Wohnungen samt Drogen, Mädchen und anderen Vergnügungen, die er als eine Art gehobener Hausmeister für Berlin-Touristen organisiert, sorgen gerade so für den Cashflow, mit dem das Zocken weitergehen kann. Tom ist definitiv nicht in Topform.

Auch als Ich-Erzähler ist er nur eine mäßig interessante Figur. Das hat Groschupf wohl gemerkt. Da musste also aufgerüstet werden. Nicht nur beim Wetter: Es ist ein heißer Sommer, der erste nach der Pandemie, was die große Gier nach all den Dingen auflodern lässt, die man entbehren musste. Auch beim Personal wird nicht gespart. Toms Vater ist ein ehemaliger DDR-Polizist, der sich etwas zu sehr mit der Stasi eingelassen hatte und jetzt bitter und sehr geschäftstüchtig ist; Romina, die Polizistin mit rumänischen Sinti- oder Roma-Wurzeln, redet übermäßig viel daher und findet großen Gefallen an Tom. Und mitspielen darf auch eine jederzeit wiedererkennbare Rechtspartei, deren Vorsitzender entführt und in einer von Lohoffs Plattenbauwohnungen gefangen gehalten wird.

Groschupf hat einen zügigen, lässigen Stil, der manchmal etwas zu selbstverliebt wirkt, was jedoch ganz gut zu Tom Lohoff passt. Damit ließe sich leben, wenn nicht der ganze Roman in Plot, Figuren und verrückten Einfällen ein bisschen überinstrumentiert wirkte. "Berlin Prepper" war da deutlich fokussierter.

Hart und krass wie bei Groschupf geht es auch in "Weiter Himmel" von Kate Atkinson (Dumont, 480 S., geb., 24,- [Euro]) zu. Aber wir sind in England, an der Ostküste, das Wetter ist schlechter, und natürlich ist es nicht so fiebrig und hip wie in Berlin. Man muss auch Atkinsons Privatdetektiv Jackson Brodie nicht kennen, um in den Roman zu finden. Brodie ist keine dominante Figur, bei der alle Fäden zusammenlaufen. Atkinson erzählt lieber aus verschiedenen Blickwinkeln und setzt die Perspektiven geduldig zum Panoramabild zusammen.

Es geht hier um Mädchenhandel mit jungen Frauen aus Osteuropa oder von den Philippinen. Die Männer, die das Geschäft betreiben, sind Familienväter, spielen Golf, sind Anwalt oder Transportunternehmer und haben eher das Problem, deutlich mehr zu verdienen, als ihr Brotberuf abwirft. Brodie, angeheuert von der Ehefrau eines dieser Männer, macht keine sonderlich überzeugende Figur.

Seine Klientin, Crystal, klassisches trophy wife mit trister Vergangenheit, die sie energisch hinter sich zu lassen beschlossen hat, ist die wahre Heldin dieses Romans, der nicht nur klug komponiert und gut geschrieben ist. Es imponieren vor allem die Empathie und Detailgenauigkeit, die Kate Atkinson jeder Akteurin und jedem Akteur ihres nicht gerade kleinen Ensembles gewidmet hat.

Mit seinem Kunstdetektiv Rupert von Schleewitz hat Bernhard Jaumann eine Nische erschlossen, die dem Verlag wohl ausbaufähig erschien. "Der Turm der blauen Pferde" (F.A.Z. vom 4. März 2019) brachte Freunde der Kunst mit nicht allzu blutdurstigen Freunden des Krimis zusammen. Der diese Woche erscheinende zweite Anlauf heißt "Caravaggios Schatten" (Galiani Berlin, 304 S., br., 15,- [Euro]) und nimmt ein Bild ins Visier, das in der Bildergalerie im Park von Schloss Sanssouci hängt: "Der ungläubige Thomas". Ein Kunstattentäter zückt das Messer, dann wird das Gemälde auf dem Weg zur Restaurierung auch noch gestohlen, und ein Schulfreund Schleewitz' ist der Attentäter.

Das bringt die Münchner Detektei mit ihren beiden verdienten Mitarbeitern ins Spiel, macht Schleewitz verdächtig und führt zurück in seine Internatszeit. Zugleich soll er bei der Rückgabe des Gemäldes, beim Artnapping, einer Variante des Kidnappings, vermitteln. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte nie auf. Die Erzählweise ist viel zu behäbig, die Querverbindungen zwischen Bild und Handlung sind recht hölzern konstruiert, und die Motive des Diebstahls inklusive der Aufklärung haben etwas leicht Amateurhaftes. Es muss halt nicht alles gleich in Serie gehen.

PETER KÖRTE

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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»Privatdetektiv Jackson Brodie, leiser Held großer Romane.«
DLF KRIMIBESTENLISTE

»[Ein Roman], der nicht nur klug komponiert und gut geschrieben ist. Es imponieren vor allem die Empathie und Detailgenauigkeit.«
Peter Körte, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG

»Eine[r] der besten Krimis dieses Halbjahres, sprachlich auch höchstem Niveau, thematisch auch zum Genre der rabenschwarzen Gesellschaftsromane passend.«
Werner Krause, KLEINE ZEITUNG

»Eine Story, die im Fluss bleibt und mitzieht.«
FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kate Atkinson ist Britin - mit einem ganz herrlich schwarzen Humor!«
Martina Bittermann, BREMEN ZWEI

»Aus zig (!) Erzählfäden spinnt Atkinson ein komplexes Netz der Düsternis.«
Silvia Feist, EMOTION

»Ein kritischer, nachdenklich machender Krimi mit bitterbösem Witz.«
Ulrike Schädlich, FREUNDIN

»Ihre Krimis sind weit mehr als Spannungsliteratur.«
Katharina Granzin, TAZ

»Klar, dass man nach der Lektüre unbedingt noch Lust auf die anderen drei Folgen hat.«
Birgit Eckes, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»[Ein] enorm abwechslungsreiche[r] und mitreißende[r] Thriller.«
Andreas Frane, NÜRNBERGER NACHRICHTEN

»Die meisterhafte Erzählerin Kate Atkinson hat einmal wieder einen Krimi geschrieben. [...] Mit jedem ihrer Krimis [schreibt sie] ein detailliertes, realitätsnahes, erdverbundenes Gesellschaftspanorama.«
Sylvia Staude, FRANKFURTER RUNDSCHAU

»Kate Atkinson zeigt wieder einmal, wie genial sie den Kriminalroman zur Bühne aller menschlichen Dramen machen kann.«
Hartmut Wilmes, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

»[Die Autorin] malt mit bissigem Humor und einem sehr feinen Gespür für das Verlogene [die] brüchige Oberfläche«
Günther Grosser, HEILBRONNER STIMME

»[Ein] hochspannende[r] Thriller«
Meike Dannenberg, BÜCHERMAGAZIN

»Anspruchsvoller und doch oft humorvoller Krimi mit liebenswerten Protagonisten und wichtigem Hintergrundthema.«
KRONEN ZEITUNG

»Kate Atkinson zu lesen bedeutet, einer Meisterin bei der Arbeit zusehen zu dürfen. Die Konstruktion, der Stil, die Charaktere, der Humor - das alles ist überdurchschnittlich, wenn man genau hinsieht.«
Christian Endres, COMICDEALER.DE

»Ein spannendes und sehr zeitgenössisches Gesellschaftsporträt.«
VORHANG AUF MAGAZIN

»Atkinson erzählt so präzise, subtil und klug, dass es eine Freude ist.«
Kirsten Reimers, DER FREITAG

»Atkinson [ist] eine nicht nur suchtbildende, sondern vor allem höchst raffinierte Erzählerin«
Thomas Bodmer, WELTWOCHE

»Ein flüssig erzählter Roman, der viel über die mafiösen Verbindungen in unseren Staaten preisgibt. Und das ohne erhobenen Zeigefinger, sondern meisterhaft ironisch in der Handlung eingebettet. Ein tolles Buch.«
Horst Tress, MAGAZIN-KÖLLEFORNIA

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