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Einst verschwanden ihre Schwestern spurlos. Jetzt leitet Hildur Rúnarsdóttir die Einheit für vermisste Kinder in den Westfjorden, und ihr altes Trauma holt sie wieder ein
Sie surft auf den eisigen Wellen des Atlantiks, umgeben von der rauen Natur Islands, um ihren größten Schmerz zu vergessen. Was wurde aus ihren Schwestern, die seit über zwanzig Jahren vermisst werden? Diese Frage stellt sich Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir jeden Tag, wenn sie als Leiterin der Einheit für vermisste Kinder in den abgelegenen Westfjorden unterwegs ist. Doch als eine Lawine die Gegend erschüttert und…mehr

Produktbeschreibung
Einst verschwanden ihre Schwestern spurlos. Jetzt leitet Hildur Rúnarsdóttir die Einheit für vermisste Kinder in den Westfjorden, und ihr altes Trauma holt sie wieder ein

Sie surft auf den eisigen Wellen des Atlantiks, umgeben von der rauen Natur Islands, um ihren größten Schmerz zu vergessen. Was wurde aus ihren Schwestern, die seit über zwanzig Jahren vermisst werden? Diese Frage stellt sich Kriminalbeamtin Hildur Rúnarsdóttir jeden Tag, wenn sie als Leiterin der Einheit für vermisste Kinder in den abgelegenen Westfjorden unterwegs ist. Doch als eine Lawine die Gegend erschüttert und darunter ein Mann mit durchtrennter Kehle auftaucht, hat Hildur es schon bald mit einer Serie von grausamen Morden zu tun, die ihr alles abverlangt. Dabei ahnt sie nicht: Auch die Suche nach ihren Schwestern hat gerade erst begonnen ...
Autorenporträt
Die Finnin Satu Rämö zog vor zwanzig Jahren für ein Auslandssemester nach Island, um isländische Kultur und Literatur zu studieren. Heute arbeitet sie als Autorin, Bloggerin und Mentorin und lebt mit ihrem isländischen Mann und ihren zwei Kindern in der Kleinstadt Ísafjörður im Nordwesten Islands. Nach zahlreichen erfolgreichen Sachbüchern, in denen sie über ihre Wahlheimat schreibt, gelang ihr mit »Hildur ¿ Die Spur im Fjord« auf Anhieb der Durchbruch als Krimiautorin. Der Auftakt der Reihe um die außergewöhnliche Kommissarin Hildur Rúnarsdóttir begeisterte die Leser*innen in ihrer Heimat und stand wochenlang auf Platz 1 der Bestsellerliste.
Krimi des Monats October 2023
Krimitipp Oktober:
Satu Rämö, „Hildur. Die Spur im Fjord“


Es war im November 1994, als die Mädchen Rósa und Björk Hand in Hand in einen dunklen Tunnel gingen. Sie waren 8 und 6 Jahre alt. Danach wurden sie nie wieder gesehen. Es gab noch eine dritte Schwester: Hildur Rúnarsdóttir. Sie war nicht mit Rósa und Björk unterwegs.

Sie lebt. Sie ist Anfang 30, und wir sind im Jahr 2019 auf Island, genauer gesagt, in Ísafjörður. Hildur arbeitet als Kriminalbeamtin und ist in ihrem Bezirk, dem Gebiet der Westfjorde, auch für vermisste Kinder zuständig. Vermisst wie ihre Schwestern. Hildurs Chefin heißt Elísabet Baldursdóttir, wird aber von allen nur Beta genannt. Eigentlich sind die Westfjorde eine ruhige Gegend. In ganz Island gibt es wenige Verbrechen.

Doch bald nachdem der finnische Kollege Jakob Johanson – er ist kurz vor dem Abschluss der Polizeischule und Austauschstudent – in Ísafjörður angekommen ist, begräbt eine Lawine mehrere Häuser. Sommerferienhäuser, die leer stehen sollten. Aber in einem liegt eine Leiche: der ortsbekannte Pädophile Jón. Sein Hals ist von einem Ohr zum anderen aufgeschlitzt.

Es ist November 2019, und Hildur hat geahnt, dass etwas passieren wird. Etwas Schlimmes. Sie hat die Gabe, die „Hrafntinnas Erbe“ genannt wird. Hrafntinna war eine der bekanntesten Weissagerinnen Islands. Viele Isländer reisten von weither zu ihr, um sie um Rat zu fragen. Hrafntinna war die Großmutter von Hildurs Tante Tinna, und Tinna ist fest davon überzeugt, dass die Gabe auf Hildur übergegangen ist. Ja, Hildur hat Vorahnungen, doch sie sieht nichts Genaues. Nur unmittelbar vor dem Ereignis wird der Druck in ihrem Inneren fast übermächtig. Hildur kennt das, und ihr Zaubermittel gegen diese belastenden Zustände ist Sport. Surfen, Laufen, Eigenkörpertraining. Sie ist fast schon besessen davon, sich körperlich zu verausgaben. Und seit einiger Zeit tut sie das gerne mit ihrem Nachbarn, mit dem sie nicht nur Sport treibt, sondern auch eine unverbindliche Affäre hat.

In der isländischen Hauptstadt Reykjavík, ebenfalls im November 2019: Anwalt Heiðar Arason fährt mit dem Aufzug zur Tiefgarage. Es wird seine letzte Stunde sein. Jemand tötet ihn mit seinem Wagen, einem weißen Range Rover.

Bei der Obduktion von Jón findet Hákon, der einzige Pathologe Islands, etwas in dessen Mundhöhle: ein Büschel dünner blonder Haare. Als dieser seltsame Fund auch in Heiðars Mund entdeckt wird, gibt es viele offene Fragen. Was haben der erfolgreiche und skrupellose Anwalt aus Reykjavík und ein armselig lebender Pädophiler in den Westfjorden gemeinsam? Wie hängt all das zusammen, und welches Motiv könnte der Mörder haben?
Wir ahnen es: Diese beiden Toten sind nicht die letzten. Das Team aus Ísafjörður hat es mit einer Serie zu tun.

Autorin Satu Rämö erzählt diesen ersten Hildur-Krimi einfach wunderbar. Die Figuren sind so gut gezeichnet, dass sie einem schnell ans Herz wachsen. Man will sofort Band 2 lesen, der im Frühjahr 2024 erscheinen wird. Ob der Island-Pullover strickende finnische Kollege Jakob Johanson, der das Stricken aus Verzweiflung über einen schrecklichen Sorgerechtsstreit für sich als Rettung entdeckt hat, oder natürlich Hildur mit ihren hellseherischen Fähigkeiten und ihren Traumata (mehr zu Hildur lesen Sie übrigens in unserem Ermittlerinnenporträt). Rämö gelingt es, dass die Lesenden eintauchen in die Welt in Ísafjörður und ganz nebenbei viel über Island und die Eigenheiten des Lebens dort erfahren. Und natürlich begleiten wir die hochspannenden Ermittlungen. Auch hier setzt Rämö auf ihre ganz besondere Art zu erzählen. Glaubwürdig, authentisch und psychologisch stimmig. Und die Auflösung, wer der Serienkiller ist: Puh, was für eine Überraschung!

Alles zum Krimi des Monats
Rezensionen
»[H]ält nicht nur einen spannenden Kriminalfall bereit, sondern beschert dem Leser auch noch eine Reihe interessanter Charaktere [...] Zusammen mit der wunderbar beschriebenen Landschaft mit viel Islandatmosphäre ergibt das einen unglaublich gut zu lesenden, spannenden Islandkrimi der sowohl Krimifans als auch Islandfans begeistern dürfte.« Süddeutsche Zeitung
Ermittlerporträt
Ermittlerinnenporträt Hildur Rúnarsdóttir

Hildur Rúnarsdóttir, so lebendig und so viel Potenzial! Wie schön, dass wir lesend mit dabei sein können und dass es für Band 2 und 3 schon Erscheinungstermine gibt. Was hat es mit der kleinen Hildur gemacht hat, dass ihre beiden Schwestern als Kinder spurlos verschwunden sind? Wie kommt jemand klar mit so einem Trauma? Für Hildur ist die Lösung Sport, sehr viel Sport. Sie surft bei eisigen Temperaturen, denn Surfen ist für Hildur das Fundament ihres Lebens. Das Meer ist nicht kalkulierbar, und das Spiel mit dieser Gefahr ist genau Hildurs Ding. Das ist ihre Art zu leben.

Beim Surfen verschwindet auch die Beklemmung, die Hildur spürt, wenn sie eine Vorahnung hat. Dass sie die Gabe des Hellsehens angeblich geerbt hat, nimmt die Kriminalbeamtin im isländischen Ísafjörður so hin. Was soll sie auch dagegen tun? Sie spürt es, wenn etwas Schlimmes passieren wird. Und in ihrem ersten Fall spürt sie eine Menge, denn es gibt mehrere Tote. Und das in Island, wo die Mordrate sonst so gering ist. Wo die Menschen ihre Häuser nicht absperren oder ihre Autoschlüssel stecken lassen, gerade hier in den Westfjorden ...

Was den Schmerz über die vermissten Schwestern angeht: Eine Therapie hat Hildur hinter sich. Nichts für sie. Irgendwann ist sie mitten in einer Sitzung gegangen und hat die Behandlung beendet. Von dem gesparten Geld kaufte sie sich zwei Surfbretter. Reden ist eben nicht für alle Menschen gut. Selbst vor Freysi, mit dem sie gern zusammen ist, will sie ihre Probleme nicht ausbreiten. Freysi ist ihr Nachbar, Sportlehrer, und aktuell auch der Geliebte von Hildur. Etwas Festes will sie nicht. Bisher hatte Hildur nie jemanden an ihrer Seite gehabt, sich auch nicht danach gesehnt.

Die einzige Verwandte, zu der Hildur noch eine Beziehung hat, ist ihre Tante Tinna. Bei ihr wuchs Hildur nach dem Tod ihrer Eltern auf und sie besucht sie jede Woche. Tinna ist auch die Einzige, die von Hildurs Vorahnungen weiß und überzeugt ist, dass sie die Gabe von Hrafntinna geerbt hat, einer der bekanntesten Weissagerinnen in Island und Tinnas Großmutter. Früher war es nicht gleich ein Zeichen von Geisteskrankheit, mit dem verborgenen Volk zu sprechen. Aber heute? Da geht man eher zur Psychoanalytikerin ....

Zur Polizei kam Hildur übrigens nach ihrem Studium der Geschichte in Reykjavík. Die Vergangenheit ihres Landes interessiert sie sehr. Im Sommer reiste sie oft durch Island und ließ kein Heimatmuseum aus. „Die Vergangenheit war für sie wie eine stabile Wand, an die man sich lehnen konnte.“ Nur ihre eigene Vergangenheit wohl eher nicht. Aber zurück zur Polizei: Nach dem Examen war Hildur klar, dass ein akademisches Leben nichts für sie ist. Sie braucht es, sich auch körperlich auspowern zu können. Irgendwann war dann die Polizei genau die richtige Wahl. Viel Sport, viel Körperarbeit. Heute ist sie also Kriminalbeamtin und kommt mit ihrer Chefin, Beta, bestens aus. Und auch der neue Austauschkollege Jakob Johanson scheint das kleine Team hervorragend zu ergänzen. In den Westfjorden gibt es genau zehn Polizisten, und die sind für alles zuständig. Ob für Mord oder Verkehrskontrollen.

Dass Hildur in „Die Spur im Fjord“ auch eine neue Spur gefunden hat, um vielleicht doch noch das Schicksal ihrer verschwundenen Schwestern aufzuklären, macht genauso Lust auf Band 2 wie die Antwort auf die Frage, wie es mit Hildur und ihren Vorahnungen wohl weitergehen wird.