Benutzername: simsa
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Bewertungen

Insgesamt 231 Bewertungen
Bewertung vom 14.09.2017
Rock my Body / The last ones to know Bd.2
Shaw, Jamie

Rock my Body / The last ones to know Bd.2


ausgezeichnet

Dee Dawson lässt nichts anbrennen. Sie sieht gut aus, Männer stehen auf sie und das weiß sie auch.
Auch Joel von der Band The Last Ones to Know ist ein Lebemann, liebt schöne Frauen und Groupies sind bei ihm immer willkommen.

Als sich jedoch Dee und Joel zum ersten Mal sehen, spüren beide die Anziehungskraft, die zwischen ihnen besteht. Beide wollen eine lockere Affaire und viel Spaß zusammen haben. Schließlich sind Beziehungen nichts für ihr Leben.
Doch es gibt Vorfälle die Ansichten ändern und so wird aus viel Spaß eine immer engere Freundschaft...



Ich liebe diese Buchreihe und bin mit „Rock my Body“ beim zweiten Buch angekommen.

Hier gibt es die Reihenfolge:

1) Rock my Heart
2) Rock my Body
3) Rock my Soul
4) Rock my Dreams

Mittelpunkt dieser Bücher ist die aufstrebende Rockband „The Last Ones to Know“. Es gibt vier Musiker und somit auch vier Bücher, das übliche Spiel halt.

Allerdings werden die Geschichten aus dem Blickwinkel der Frauen erzählt, die mit dem jeweiligen Musiker eine Freundschaft eingehen. In diesem Fall Dee, beste Freundin von Rowan aus dem ersten Buch und Joel, Bassist der Band.

Wo Rowan aus dem ersten Buch sofort der Liebling aller Leserinnen ist, hat es Dee hier schon schwerer. Sie ist halt ganz anders von ihrem Charakter her. Sehr locker was das Thema Sex betrifft, sehr locker im Umgang mit Kleidung und dem College.
Dies alles empfand ich aber als recht erfrischend, schließlich ist Dee, die ihren Weg geht und auf andere Meinungen wenig wert legt. Rowans einmal ausgenommen. Also eine taffe Protagonistin, die jedoch schon viel in ihrem Leben mitmachen musste.

Jamie Shaw hat bei ihren Büchern eine ganz besondere Art zu erzählen. Auch wenn es hier freizügiger als noch im ersten Buch ist, passiert hier nichts, was an den Haaren herbeigezogen ist. Wir Leserinnen müssen uns auf den Charakter einlassen und dann handelt Dee immer wieder realistisch, was ich hier immer wieder lobend erwähnen kann.

Es ist eine Geschichte, die mit ihren beiden Figuren Wärme in meine Lesestunden brachte, aber auch eine gewisse Spannung. Schließlich weiß man nie woran man bei ihnen ist und ob sie alte Gewohnheiten beibehalten, oder sich doch auf einen evtl. Partner einlassen würden.

Auch wenn sicherlich einige die Augen verdrehen, mir war nicht immer klar wie dieses Buch ausgeht. Gibt es ein Happy End? Steht sich ein Protagonist selbst im Weg und es gibt eine Auflösung im nächsten Buch? Gerade zum Ende hin empfand ich als alles offen.

Schön war auch, dass es hier fließende Übergänge gibt. Das heißt, die Geschichte der Beiden ging bei „Rock my Heart“ los und wurde hier weitergeführt und auch die Geschichte der kommenden Protagonisten fand hier einen gelungenen Anfang.

Mein Fazit:
Diese Bücher sind eine runde Sache. Einmal angefangen, kann man sie nicht mehr aus der Hand legen und suchtet sie in einem durch.
Die beste Reihe in diesem Jahr für mich.

Bewertung vom 10.09.2017
Der Nebelmann, 1 MP3-CD
Carrisi, Donato

Der Nebelmann, 1 MP3-CD


ausgezeichnet

Als der Starermittler Vogel mitten in der Nacht aufgegriffen wird, ist nicht nur seine blutverschmierte Kleidung etwas, dass der Polizei Rätsel aufgibt.
Ein Psychologe wird eingeschaltet, um zu erfahren, was passiert ist. Wem gehört das Blut? Wie klar ist der Ermittler noch bei Verstand? Und was machte er zu dieser Zeit in den Wäldern?

Doch Vogel hat etwas zu erzählen und er beginnt mit seiner Ankunft in jenem kleinen Ort in den Alpen und der Suche nach einem verschwundenen Mädchen... Und sein Bericht wird alle verblüffen...



Dieses Hörbuch ist mein Jahreshighlight!
Ja, ich kann es hier und heute so sagen. Ich bin begeistert und ich denke, dass mich nichts so umhauen wird, wie „Der Nebelmann“ von Donato Carrisi.

Damit steht mein Favorit im Jahr 2017 fest, kommen wir nun zum Inhalt und zu meiner Bewertung.

In letzter Zeit stolperte ich in den sozialen Netzwerken, bei Buchvorstellungen und in Zeitschriften immer über dieses Cover. Es ist kühl gehalten, es lockt mit einer optischen Spannung und es zeigt einen Blick auf ein verschneites Waldstück.

Zunächst überlegte ich noch, warum „Der Nebelmann“ ausgerechnet in den warmen Monaten des Jahres erscheinen musste, wo die Geschichte doch perfekt für Sofaabende in den kalten Tagen ist.
Doch dieses Buch darf nicht warten.

Da ich dem ungekürzten Hörbuch mit seinen 9 Stunden lauschen durfte und mich der Sprecher Uve Teschner schon bei den ersten Worten in den Bann gezogen hat, war schnell klar, dass es eine Geschichte ist, die durch ihre Umsetzung in Wort und Schrift, aber auch mit einer Stimmgewalt präsentiert wird, die mich komplett überzeugen kann. Selten habe ich einen Sprecher erlebt, der seine Aura bis zu mir transportieren kann und der mich mit dem gesprochenen Wort so abholt.

Die Geschichte rund um das verschwundene Mädchen, die Suche der Ermittler und das Strippenziehen im Hintergrund ist anders, als ich es zunächst vermutet hätte.
Es ist eine Geschichte über gut und böse und der Frage, welche Rolle man welcher Person zuordnen darf.

Sie beginnt mit der Erzählung von Vogel, dem erfahrenen, medienerprobten Ermittler, der uns Zuhörer mitnimmt. Uns in die Anfänge führt und uns aufzeigt, wie man bei der Suche wirklich vorgeht.

Später wird dieses Buch aber auch von Martini erzählt. Einem Lehrer, der durch Zufälle in das Fahndungskreuz der Ermittler gerät und an dem ein Exempel statuiert wird, ohne wirklich zu wissen, was mit dem Kind passiert ist.

Denn lebt das vermeintliche Opfer noch? Was ist wirklich passiert und wer ist schuldig oder unschuldig? Fragen über Fragen, die immer weiter aufgeklärt werden und dabei so manche Überraschung bieten. Denn jeder wird am Ende mit einem offenen Mund vor dem Hörbuch sitzen und den „Nebelmann“ so schnell nicht vergessen.

Der Erzählstil von Donato Carrisi ist hierbei sehr deutlich, er verschönt nichts, zeigt dabei Abgründe auf und die gleichzeitig so unterhaltend sind, dass man der Geschichte gut folgen kann bzw damit nicht enden mag.

Mein Fazit.
Ich war überrascht von diesem Hörbuch, von seinen Wendungen, seinen tollen Charakteren und der guten Umsetzung. Ein Highlight!

Bewertung vom 03.09.2017
Rock my Heart / The last ones to know Bd.1
Shaw, Jamie

Rock my Heart / The last ones to know Bd.1


ausgezeichnet

Rowan ist eigentlich nicht der super aufgestylte Typ und trotzdem lässt sie sich von ihrer besten Freundin Dee einkleiden und geht mit ihr gemeinsam zu einem Konzert der angesagten Band „The Last Ones to Know“. Die Stimmung ist gut und Rowan freut sich auf den Abend. Als sie jedoch in der Ferne ihren Freund entdeckt, der knutschend mit einer anderen Frau zusammen ist, bricht eine Welt für sie zusammen.
Sie verläßt das Lokal und trifft draußen auf Adam Everest. Er ist der Leadsänger und Frauenschwarm der Band und ausgerechnet er ist es, der Rowan ablenkt und sie für einen kurzen Moment die Katastrophe vergessen lässt. Und dieser Moment ändert alles...



Ich habe diesen ersten Teil der Reihe schon einige Zeit bei mir im Regal gehabt und bin nun so froh ihn endlich gelesen zu haben.

Aber zunächst kommt einmal die Reihenfolge:
1) Rock my Heart
2) Rock my Body
3) Rock my Soul
4) Rock my Dreams

Weswegen ich so froh bin dieses Buch gelesen zu haben? Es ist einfach unglaublich unterhaltend geschrieben und ich habe nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder ein Buch in einer Nacht durchgelesen.

Die Autorin Jamie Shaw hat eine Art zu schreiben, die mich komplett fesselt. Sie hat Charaktere in diesem Buch vereint, die alle harmonieren, die alle ihre Berechtigung haben und jede Person, egal wie wichtig ihre Rolle in diesem ersten Buch war, mochte ich sehr.

Rowan und Adam als Paar des Buches harmonieren wunderbar. So ist ihre Freundschaft ein stetiger Begleiter in diesem Buch, wird aber niemals peinlich oder kitschig. Es ist vielmehr so, dass man sich beim Lesen, als Frau, sehr gut in Rowan hineinversetzen kann. Handlungen beider Personen waren stimmig und dies ist kein Buch das man peinlich berührt zur Seite legt um es dann wieder lesen zu können, nein, man merkt wie sich etwas zwischen den beiden aufbaut und man merkt auch, dass dies ihre Zeit braucht.

Wie der Weg dahin verläuft, dass muss natürlich jeder selber lesen. Allerdings wird diese Reihe ja bei uns Bloggern sehr gehypt und ich habe sehr oft ein Problem mit Büchern, die mir überall über den Weg laufen. Hier kann ich es voll verstehen.
Das Lesen brachte für mich eine Wohlfühlzeit in der ich abtauchen konnte und dies war schon länger nicht mehr möglich.
Ich fand es erfrischend ein Buch zu lesen in dem zwar Funken sprühen, in dem es aber nicht in jeder zweiten Szene zur Sache geht. Es ist gerade der Aspekt, der mich begeistert hat denn er hatte Sex nicht nötig um etwas Großes aus der Geschichte zu machen.

Ihr merkt ich bin begeistert und ich bin auch froh gewesen. Denn dadurch, dass ich doch etwas mit dem Lesen gewartet habe, brauchte ich keine Wartezeit auf die Folgebänder verschwenden. Ich konnte ein schnelles „Not-Buch-Shopping“ einlegen und starte gleich im Anschluß an diese Rezension mit dem zweiten Teil (was meinen Leseplan zwar durcheinander wirft, aber auch sehr notwendig ist).

Mein Fazit:
Ich liebe Rockmusiker. Ihr auch? Wenn ja, lest dieses Buch! Es ist unterhaltend, lustig, mit viel Liebe, Gefühl und einem großen Knistern. Ich bin sehr begeistert.

Bewertung vom 13.08.2017
Ich bin die Angst / Francis Ackerman junior Bd.2 (6 Audio-CDs)
Cross, Ethan

Ich bin die Angst / Francis Ackerman junior Bd.2 (6 Audio-CDs)


ausgezeichnet

Eine Mordserie erschüttert Chicago. Der Anarchist treibt sein Unwesen und tötet Frauen auf bestialische Weise.
Marcus Williams, der ein Teil der Sheperd Organisation ist, bleibt ihm auf der Spur. Doch ausgerechnet Marcus braucht die Hilfe vom Serienkiller Francis Ackerman, um das Morden zu stoppen.



Francis Ackermann, der Mann ohne Gnade, wie ich ihn auch gerne nenne, ist zurück. Vor ein paar Monaten habe ich mich ja bereits dem ersten Hörbuch der Reihe gewidmet und meine Rezension dazu verfasst.
Leider musste ich zu „Ich bin die Nacht“ auch einiges an Kritik loswerden, trotzdem wollte ich wissen wie es hier weitergeht.

Die Reihenfolge:

1) Ich bin die Nacht
2) Ich bin die Angst
3) Ich bin der Schmerz
4) Ich bin der Zorn
5) Ich bin der Hass (Februar 2018)

Wie gesagt, das erste Hörbuch entsprach nicht zu 100% meinem Geschmack, weil es einfach zu viele Baustellen hatte und ich fand, dass es eine Überhandlung in der Geschichte gab.

Nun bin ich bei „Ich bin die Angst“ doch recht begeistert. Wieder habe ich dem Hörbuch gelauscht und wieder war ich sehr angetan vom Sprecher Thomas Balou Martin. Er hat die Gabe ein Gefühl für die Umgebung und die Handlung zu schaffen und dies allein mit der Stimme. Er verleiht Personen eine Aura und ich hatte durchaus das Gefühl es wären mehrere Sprecher am Werk. Also ein ganz großes Lob, ich bin begeistert.

Der Fall an sich ist grausam, aber ich denke, das wissen alle Leser und Hörer der Reihe. Ein Mörder geht um und tötet Frauen. Das Schlimme, sie werden gezwungen bei ihrem Mord zuzuschauen. Langsam und grausam sind sie bei Bewusstsein, wenn ihnen die Lebenskraft genommen wird.

Das Schöne ist hier aber, dass diese Morde nur ein Teil vom Ganzen sind. Es gibt halt diese Taten, gleichzeitig merkt man aber recht schnell, dass sie nicht Francis Ackerman ausübt. Jener Serienmörder, der sich seinen Lebensweg mit Leichen pflastert.
Es ist jemand anderes, der hier als Anarchist in Chicago wütet und der Marcus einen neuen Fall für die Shepherd Organisation bringt.

Francis Ackermann hingegen ist zwar präsent, aber in einer anderen Rolle, was ich total interessant fand. Er ist das Böse im Hintergrund, das lauert und wartet, aber hier zum Teil in einer helfenden Rolle fungierte.

Natürlich ist „Ich bin die Angst“ nichts für schwache Gemüter. Mein Kopfkino war vorhanden und es war nicht immer schön, wenn man sich bildlich vorstellen musste, was gerade passierte.

Trotzdem war es spannend, es war fesselnd und es war so, dass ich immer den Drang verspürte weiterhören zu müssen. Durch verschiedene Wendungen, die es hier auch gab, entstand keine Langeweile und im Gegensatz zum ersten Buch fühlte ich mich sehr gut unterhalten.
Natürlich gab es auch hier viele kleine Geschichten zu einer großen verpackt, wenn ich es mal so formulieren darf, aber es wirkte hier nicht überlaufen und machte Spaß.

Aus diesem Grund habe ich mir nun auch Teil 3 und 4 aus der Bücherei geholt. Dieses Mal in schriftlicher Form und ich hoffe sie auch zeitlich zu schaffen, aber ich bin nun von dieser Reihe überzeugt und dies trotz eines mauen ersten Teils.

Mein Fazit:
Ich mag das Zusammenspiel zwischen Ermittler und Killer. Auch wenn es hier nicht Francis Ackerman war, der gejagt wurde, es unterhält und bietet Platz für mehr. Ich bin gespannt wie es weitergeht.

Bewertung vom 04.08.2017
Die sieben Farben des Blutes
Wilhelm, Uwe

Die sieben Farben des Blutes


gut

Drei Frauen wurden im letzten Jahr brutal ermordet. Die Hauptstadt hat einen Serienkiller und dieser spricht von „Heilungen“, er verkündet die Morde im Internet und seine Anhängerschaft nimmt stetig zu.
Nun war es einige Zeit lang ruhig. Doch Dionysos, wie er sich nennt, ist zurück.
Helena Faber ist ihm auf der Spur. Die Staatsanwältin setzt alles daran den Täter zu finden, doch was soll man machen, wenn man selber in das Visier des Täters gerät?



„Die sieben Farben des Blutes“ von Uwe Wilhelm reizte mich sofort. Der Klappentext lockte, es ist ein Buch von einem deutschen Autor und der Schauplatz ist unsere Hauptstadt und spielt nicht in den USA, wie in so vielen anderen Thrillern. Was will man mehr?

Momentan bin ich wieder in meinem alten Lieblingsgenre „Thriller“ angekommen. Lange war es ruhiger bei mir und ich bin nun wieder mit Leseeifer dabei.
Auch dieses Buch nimmt sich wenig zurück, was die Taten von Dionysos betrifft. Es ist blutig, brutal und bringt seine Leser sehr nah ans Geschehen.
Wer mich kennt weiß, dass ich dies liebe. Es darf in einem Thriller ruhig deutlich beschrieben werden, was vorgefallen ist. Wobei es natürlich auch immer auf den Schreibstil und die Geschichte an sich ankommt.

Uwe Wilhelm bietet seiner Protagonistin Helena Faber einen guten Hintergrund. Sie ist eine erfolgreiche Frau, geht in ihrem Job auf, ist alleinerziehend und dabei aber nicht prüde. Man begleitet sie in diesem Buch nicht nur auf der Arbeit, sondern lernt auch Hintergründe kennen, was mich sehr begeistert hat. So bekam sie ein Gesicht, einen Charakter und ein Stück weit konnte ich mich in sie hineinversetzen.

Das Buch an sich ist spannend geschrieben. Mir war allerdings schnell klar, wer hinter den Morden steht... und zwar komplett. Dies brachte dem Ganzen aber keinen Abbruch, weil ich durchaus vermutet hatte dabei nicht ganz richtig zu liegen. Doch hey, ich bin halt auch eine gute Ermittlerin geworden.

Und dies ganze hatte bis zu einem bestimmten Punkt auch einen sehr guten Unterhaltungsfaktor. Dann allerdings passierte etwas mit Helena, was ich nicht passend fand. Zwar ist es für das große Ganze ein wichtiger Bestandteil, aber für mich als Leserin wirkte es wie eine Notlösung, auch wenn ich es damit nicht zu böse ausdrücken möchte.

Ich habe mich auf diese Änderung eingelassen, aber fühlte mich damit nicht wohl. Es war so „hergesucht“ um dann zu einem Ende zu kommen. Helena fand ich beeindruckend, clever und sympathisch und dann kam dieser Punkt und sie tat mir leid, aber sie war dadurch für mich auch nicht mehr für voll zu nehmen, eben weil diese Cleverness fehlte.
Und dieser Umstand hat mir das Buch im letzten Drittel echt vermiest. Es war ein guter und solider Thriller, der dann deutlich abschwächte.
Sehr schade!

Mein Fazit:
„Die sieben Farben des Blutes“ hatte eine Wendung bei der Protagonistin, die mich nicht überzeugen konnte und die ich unpassend für den Verlauf fand. Das hat es mir etwas die Freude am Lesen genommen.

Bewertung vom 24.07.2017
Leo - Schattentränen 1
Hale, Sophia

Leo - Schattentränen 1


ausgezeichnet

Leo ist gut in der Schule, hat einen kleinen, aber sehr guten Freundeskreis und hilft seinen Eltern wo er nur kann. Und Leo ist schwul.
Seine besten Freunde wissen Bescheid und in der Schule ist dies kein wirkliches Thema, doch seine Familie ist unwissend. Sein Vater, der zu Gewaltausbrüchen neigt und Leo regelmäßig mit Schlägen missbraucht, darf von dieser Tatsache nichts wissen.
Und doch ist da Cole, ihm gehört Leos Herz und für ihn würde er sich auch bei seiner Familie outen. Doch alles kommt ganz anders, als er es je vermutet hätte...



Ich glaube ich habe die Gay-Romane für mich entdeckt. „Schattentränen – Leo“ von Sophia Hale war mein zweites Buch in diesem Genre und auch hier war ich sehr begeistert von diesem Roman.

Gelesen habe ich das eBook von Bookshouse in einer Leserunde bei Lovelybooks. Dies war eine tolle Gelegenheit einen Roman zu versuchen, der mich interessierte und den ich gemeinsam mit anderen Lesern und ihren Meinungen besprechen konnte.

Leo hat kein leichtes Leben, dies wird schon nach wenigen Seiten klar. Er steht unter stetigem Druck zu Hause, er möchte nur noch raus und frei sein und er möchte so leben wie er ist, ohne sich zu verstellen.

Ich gebe zu, über die Heftigkeit mit der dieses Buch beginnt war ich sehr geschockt. Bereits auf den ersten Seiten zu weinen und den Protagonisten zu befreien zu wollen, dies habe ich nicht so oft. Aber die Geschichte geht weiter und auch Leos Weg beginnt Höhen und Tiefen zu nehmen.

Dabei muss ich ganz klar sagen, dass es spannend ist diesen Wendungen zu folgen. Sein Freundeskreis mit Roy als bestem Kumpel ist ein so fester Part und Stütze in Leos Leben, sie geben ihm immer wieder Hoffnung und fangen ihn bei schlimmen Dingen auf. Auch wenn niemand ahnt, wie schlimm sein Leben ist.

Roy ist es auch, den ich zu Beginn als sehr korrekt empfand. Er hilft Leo wo er kann, ist zwar nicht begeistert von seiner Schwärmerei für Cole, aber auch da unterstützt er und ist so ein Freund, wie man ihn sich nur wünschen kann.

Der Schreibstil von Sophia Hale ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Sie schreibt sehr anschaulich, lässt ihren Protagonisten nicht zu leicht davonkommen und berichtet so, dass es bis zur letzten Seite fesselnd ist und man am Buch bleiben mag.

Ich selber hätte noch lockere 50 Seiten weiterlesen können und habe dieses Buch mit einem „Hach“ und einem wehmütigen Gefühl beendet. Mich hat es sehr begeistert.

Das Einzige was ich wirklich bemängeln muss und dies tut mir auch sehr leid. Ich hatte manchmal Probleme mit dem Zeitverlauf. Im Lauf des Romans gibt es Zeitsprünge die auch etwas weiter reichen und ein „8 Monate später“ über dem Kapitel hätten mir da etwas geholfen. So hätte ich den Werdegang dann noch etwas besser einordnen können.

Mein Fazit:
Ja es hat mich überzeugt. „Schattentränen – Leo“ von Sophia Hale ist ein Buch, das mich gefesselt hat und durch seine Wendungen immer wieder schocken bzw. überraschen konnte. Ich würde sehr gerne mehr von der Autorin lesen.

Bewertung vom 20.07.2017
Harry Potter und der Stein der Weisen / Harry Potter Bd.1 (1 MP3-CDs)
Rowling, Joanne K.

Harry Potter und der Stein der Weisen / Harry Potter Bd.1 (1 MP3-CDs)


ausgezeichnet

Harry Potter... der Junge der überlebte...

Lange Zeit dachte Harry Potter er sein ein ganz normaler Junge. Bei seinen Verwandten lebend, von denen er eher gehasst als geliebt wird, ereilt ihn plötzlich ein Brief. Aber nicht irgendeiner... ein Brief aus Hogwarts. Eine magische Schule die ihm mitteilt, dass sein erstes Schuljahr in Kürze beginnt.
Was hier schon aufregend klingt, ist der Beginn einer spannenden und außergewöhnlichen Reihe.



Wer kennt die Harry Potter-Reihe nicht? Um es kurz zu machen, ich bin ein Hufflepuff, der Hut hat es gesagt. :)

Es ist wohl eines der meist gelesenen Bücher aller Zeiten. Die Geschichte rund um Harry, Hermine und Ron und die Geschichte gegen das Böse in Gestalt von Lord Voldemort.
Ich selber bin damals in das Geschehen eingestiegen, als Band 4 den deutschen Markt eroberte. Von da an gab und gibt es kein Halten mehr.

Joanne K. Rowling hat mit ihren Büchern eine eigene Welt erschaffen in die sicherlich jeder gerne flüchten mag. Sie erzählt in diesem Buch von harten Zeiten, Verlust, Freundschaft, Zusammenhalt und davon das man immer an sich glauben muss.
Was kann es besseres als Unterhaltung geben?

Dabei ist „Harry Potter und der Stein der Weisen“ der Beginn dieser Reihe und der Beginn des ersten Schuljahres in Hogwarts.
Wir lernen allerhand Gestalten, Zauberer und Zaubersprüche kennen. Beginnen noch einmal mit der Schule für Hexerei und hüpfen damit in das erste Abenteuer.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich die Geschichte nun unbedingt auch einmal als Hörbuch testen wollte. Und unbedingt musste es die Version sein, in der Rufus Beck dem Werk seine Stimme gibt. Ich weiß, dass es auch eine Neuauflage mit anderem Sprecher gibt, aber warum nicht dem Besten lauschen?

Und was soll ich sagen? Es ist eines die Bücher selber zu lesen, man kann sie auch ansehen (ich wundere mich, wie viel dort weggelassen wurde) und man kann sich von Rufus Beck verzaubern lassen. Jede Figur bekommt seine eigene Stimme, dadurch seinen eigenen Wiedererkennungswert und eine ganz eigene Aura. Er schafft es mich direkt in Harrys Welt zu katapultieren, mich diese Geschichte noch einmal neu erleben zu lassen und ich durfte abtauchen, in wohl eine der schönsten und fesselndsten Geschichten aller Zeiten.

Mein Fazit:
Auch wenn man die Geschichte schon kennt, Rufus Beck zu lauschen lohnt sich auf jeden Fall. Ich bin schier begeistert und dieses Hörbuch ist ein ganz toller Gewinn für jeden Potter-Fan.

Bewertung vom 16.07.2017
Rotwild / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.2 (5 Audio-CDs)
Voosen, Roman; Danielsson, Kerstin S.

Rotwild / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.2 (5 Audio-CDs)


sehr gut

Es ist kurz vor Mittsommer, als in einem Wald ein Toter gefunden wird. Von Pfeilen durchstochen erinnert der verstorbene Lehrer doch sehr an einen frühchristlichen Märtyrer.
Als kurz darauf eine weitere Leiche auftaucht, befürchten Ingrid Nyström und Stina Forss es mit einem Ritualmörder aufgenommen zu haben.
Wer wird der oder die Nächste sein? Und wie kann man den Täter stoppen?



Ich liebe nordische Krimis. Es gab eine Zeit, da war ich sehr versessen hinter allem was aus Skandinavien kommt. Die Autoren haben eine andere Herangehensweise an einen Kriminalfall oder an einen Thriller und so war ich sehr gespannt auf „Rotwild“ von Roman Voosen. Hierbei handelt es sich um einen zweiten Teil der Reihe, was mich als Neuling aber überhaupt nicht störte.

Die Reihenfolge kommt hier:

1) Später Frost
2) Rotwild
3) Aus eisiger Tiefe
4) Der unerbittliche Täter

Was bei diesem (Hör-)Buch so interessant für mich war ist die Tatsache, dass es sich bei einer der Ermittlerinnen um eine Deutsch-Schwedin handelt. Interessant aus dem Grund, weil man natürlich ein gemeinsames Heimatland hat und bestimmte Dinge kennt, die Stina Forss ebenso geläufig sind.

Der Fall an sich war für mich anders, als ich es vermutet hatte. Natürlich war ich gespannt, was christliche Märtyrer mit einer Reihe von Morden zu tun haben. Aber vor allem merkte ich recht schnell wie blutig dieses Buch ist. Wo viele skandinavische Autoren gerne Taten andeuten, geht Roman Voosen hier ins Volle. Er schildert genau die Zurichtung der Leichen und lässt dabei wenig Spielraum für eine etwas unblutigere Version.
Ich mag so etwas. Es darf ruhig deutlich beschrieben werden, was passiert, wie ein Tatort aussieht und wie die Personen ums Leben kommen. Dies aber natürlich nur, wenn es in die Geschichte passt. Und hier passt es, wie ich finde.

Gelesen wird „Rotwild“ von Nina Petri, die schwedische Namen, Orte, etc. so echt ausspricht, dass ich es sehr genossen habe. Denn es gibt natürlich einen Unterschied zu der eigenen Version, wenn wir ein ausländisches Buch lesen und zu der wirklichen Aussprache. Vielen Dank dafür, es war ein Genuss.

Was mich allerdings störte und da kann wohl nur ich selber etwas dafür, waren die Namen an sich. Ich gebe zu, ich hatte dann doch ein Problem jeden Namen der richtigen Person zuordnen zu können. Ich denke dies liegt daran, dass wenn man ein Buch liest man auch das Namensmuster der Buchstaben mit der Person verbindet und man es in einem Hörbuch lediglich hört.
Dies schwächte im Laufe der Geschichte zwar ab, kam bei mir aber trotzdem immer wieder vor.

Der Fall an sich ist spannend erzählt, überrascht und bringt eine kluge Wendung in den Handlungsverlauf. Auch wenn ich mir recht schnell dachte worum es im Großen und Ganzen geht, ich war die komplette Zeit über gefesselt von dem Buch.

Natürlich werde ich hier weiterlesen. Der erste Teil „Später Frost“ wartet hier bereits auf mich und die Ermittlerinnen Nyström und Forss machen Lust auf mehr.

Mein Fazit:
Ein toller Krimi aus Schweden. Ich war gefesselt, überrascht und lauschte gebannt. Mein Punktabzug gilt hier lediglich der Tatsache, dass ich mich mit den Namen manchmal schwer getan habe.

Bewertung vom 30.06.2017
The Girl Before
Delaney, J. P.

The Girl Before


gut

Neu anfangen, mit alten Dingen abschließen zu können und ohne viel Schnickschnack leben. Emma und Jane sind sich in dieser Sache einig.
Emma überlebte einen Einbruch, Jane verlor ihr ungeborenes Baby. Die Frauen kennen sich nicht, sie werden nicht zusammen leben, trotzdem gibt es eine Gemeinsamkeit: Beide waren/sind Mieterin in der Folgate Street 1.
Ein Haus mit harten Regeln, eigensinnig erbaut und doch faszinierend. Emma fand hier ihren Tod...



„The girl before – Sie war wie du, jetzt ist sie tot“ von JP Delaney besticht durch seinen spannenden Klappentext und das Kopfkino, das sofort einsetzt.

Doch beginnen wir am Anfang. Nein, Folgate Street 1 ist kein Horrorhaus. Es ist ein architektonisches Meisterwerk, gebaut um seine Bewohner zu formen. Sie werden angeregt in Perfektion zu leben, sich auf das nötigste zu beschränken und das Haus hilft, damit dies gelingt. Zum Teil mit moderner Technik, zum Teil durch die strikten Regeln des Architekten.

Ich selber habe gleich schon zu Beginn gewusst, dass ich in einem solchen Haus nicht leben könnte. Die Kontrolle abzugeben und nach fremden Regeln zu leben... das wäre nicht meins. Und doch gebe ich zu, dass es auf der anderen Seite faszinierend ist.
Auch Emma und Jane geht es so. Zwar zu keiner gemeinsamen Zeit und doch sind sie sich sehr ähnlich.

Die Faszination in diesem Buch geht nicht nur vom Haus, sondern auch vom Architekten und den Protagonisten aus.
Da gibt es natürlich die Mieterinnen mit ihrer Vorgeschichte, aber auch Edward Monkford den Architekten. Er lebt spartanisch und möchte dies sowohl bei seinen Häusern auch bei seinen Mietern durchsetzen.
Von ihm geht eine besondere Atmosphäre aus, die man aber zu keiner Zeit einschätzen kann und dies macht Edward auch so interessant. Er bleibt ein Rätsel.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Emma und Jane. Jeweils im Wechsel und ohne Gänsefüßchen berichten sie, was gerade passiert. Dabei ist es mal spannend, aber auch schockierend. Trotzdem konnte mich das Buch nicht durchgehend fesseln.
Es gab immer mal wieder Momente in denen ich mir einfach eine Schippe mehr Spannung gewünscht hätte. Natürlich blieb beim Lesen immer das große Fragezeichen im Kopf, was mit Emma geschah und wie es Jane ergehen wird, aber der Spannungsbogen flaute immer mal wieder ab.

Auch der Schreibstil hat mir nicht zu 100% gefallen. Ich mochte den Erzählwechsel, trotzdem fand ich es zum Teil einfach unübersichtlich ob gesprochen oder gedacht wurde. JP Delaney hat einen flüssigen Stil, der für mich aber nicht fesselnd genug war. Zum Ende hin kam etwas Spannung auf, allerdings darf man dieses Buch nicht mit seinem Lieblingsthriller vergleichen.

Mein Fazit:
Ein unterhaltendes Buch über ein Haus mit Eigenleben und harten Regeln. Es war unterhaltend in Emmas und Janes Welt einzutauchen, trotzdem fehlte es mir an spannenden Elementen um mich dauerhaft fesseln zu können.

Bewertung vom 30.05.2017
Die Känguru-Chroniken / Känguru Chroniken Bd.1 (4 Audio-CDs)
Kling, Marc-Uwe

Die Känguru-Chroniken / Känguru Chroniken Bd.1 (4 Audio-CDs)


sehr gut

Es ist Vorlaut, es ist frech und sein neuer Mitbewohner.



Selten habe ich bei einem Hörbuch so lachen müssen, wie bei den „Känguru-Chroniken“.
Vom Autor Marc-Uwe Kling persönlich und vor seinem Publikum eingelesen, verbreitete es schon zu Beginn eine super Stimmung.

Man stelle sich die fiktive Situation vor, dass es an der Tür klingelt und ein Känguru vor einem steht. Ein echtes Känguru, wohl gemerkt.
Und nicht nur irgendeines, sondern ein aufdringliches, bestimmendes und leicht verrücktes Exemplar. Trotzdem ist das Känguru mit seiner schrägen Art zu jeder Zeit sympathisch, nur tauschen möchte man sicherlich nicht.

Das gelesene Zusammenspiel von Autor und Beuteltier ist hier aber auch sehr gelungen. So gibt es wilde Diskussionen über Bud Spencer-Filme, den Kommunismus und über Schnapspralinen.

Zwar steht auch dieses erste Buch bereits in meinem Bücherregal, trotzdem muss ich sagen, dass das persönliche Einsprechen vom Autor so nie selber gelesen werden kann. Ich mag dieses verstellen der Stimme, mit dem er das Känguru charakterisiert. Es war etwas ganz besonderes, brachte das Vorlaute recht gut zur Geltung und die doch manchmal zurückhaltende Stimme vom Autor hervor.

Ich selber werde ganz sicher auch die anderen beiden Bücher hören und lesen.

Hier noch einmal die Reihenfolge:

1) Die Känguru-Chroniken
2) Das Känguru-Manifest
3) Die Känguru-Offenbarung

Diese drei Bücher gibt es übrigens auch in einem Schuber, welcher Buchliebhaber bestimmt reizen wird.

Mein einziger Kritikpunkt ist ein wenig die Länge im Mittelfeld. Die Spritzigkeit zu Beginn und am Ende fehlte mir zwischendrin etwas. Trotzdem hat es mich zu jederzeit gut unterhalten und war der perfekte Begleiter in den Arbeitstag und zum Feierabend hin.

Mein Fazit:
Wer lachen möchte und gute Unterhaltung mag, sollte sich „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling nicht entgehen lassen. Sicherlich kein ganz neues Hörbuch, aber eines das man nicht verpassen darf.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.