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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: simsa
Wohnort: bei Bremen
Über mich: Ich liebe Bücher und Ihr findet mich auch auf unserem Blog: http://kapitelleserin.blogspot.de/
Danksagungen: 98 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 276 Bewertungen
Bewertung vom 21.09.2019
Neun Fremde
Moriarty, Liane

Neun Fremde


sehr gut

Neun Fremde, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, ein Wellness Hotel, welches einen kompletten Neustart im Leben verspricht und zehn Tage Aufenthalt... dies ist die Geschichte über die Liane Moriaty in ihrem Roman schreibt.

Dabei berichtet jede der vorkommenden Figuren aus seiner Sicht
über das vergangene Leben und die gegenwärtige Situation.
Langsam lernt man die Personen kennen, entwickelt Zu- aber auch Abneigungen und taucht in diesen kurzen Tripp ein.

Liane Moriaty beginnt sehr flüssig mit ihrem Buch. Ich war begeistert von jeder Figur und fragte mich, worauf alles hinauslaufen wird.
Allerdings gab es auch Längen und schwächere Momente, die sich gerade in der Buchmitte zogen.

Trotzdem liest man gerne weiter und ist verblüfft über den Verlauf. Es gab Dinge mit denen ich nie gerechnet hätte, aber auch ein Ende das nahe geht und bei dem man sich bestimmt etwas für das eigene Leben mitnehmen kann.

Ich bin nach dem Ende von "Neun Fremde" sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

Bewertung vom 10.06.2019
Die Lüge
Edvardsson, Mattias

Die Lüge


ausgezeichnet

Dieses Buch wird ganz klar mein Highlight 2019 sein und Mattias Edvardsson ist ein Autor, von dem ich 100%tig mehr lesen werde.

Die Geschichte rund um den geheimnisvollen Mord von Chris Ohlsen, bleibt spannend von der ersten bis zu letzten Seite. Dabei ist es der Schreibstil, der wahnsinnig mitreißt und uns Leser nicht loslassen wird, bis auch die letzte Seite gelesen wurde.

Adam, Ulrika und Stella sind eine Vorbildfamilie. Er ist Pfarrer, sie Rechtsawältin und Stella ihr einziges Kind. Doch von jetzt auf gleich ändert sich alles. Stella wird verhaftet und das Wort Mord steht im Raum.

Dabei wird dieses Geschehen aus drei Perspektiven erzählt. Zunächst kommt Adam zu Wort. Wir begleiten ihn vom ersten Tag an und erleben die momentane Situation, aber auch die Vergangenheit mit. Auch bei Stella und Ulrika sind wir so dabei und schwanken zwischen Schuld und Unschuld.

Es wird spannend, dies sei gesagt, es unterhält und mir war es ein Vergnügen, dieses Buch zu lesen.
Von der ersten bis zur letzten Seiten sehr gelungen.
Ich habe nichts zu meckern.

Bewertung vom 23.04.2019
Blind / Milla Nova ermittelt Bd.1
Brand, Christine

Blind / Milla Nova ermittelt Bd.1


weniger gut

"Blind" sprach mich sowohl vom Cover, als auch vom Klappentext her an und auch auf der Leipziger Buchmesse stolperte ich immer wieder über dieses Buch.
Alles fängt auch unterhaltend an. Wir lernen Nathaniel kennen, begleiten ihn durch seinen Alltag und erleben auch diesen Anruf mit. Und wie Leserinnen und Leser wissen auch was passiert ist. Auch die Journalistin Milla begleiten wir bei ihrem Job.
Und dann läuft alles zusammen...
Was sich aber auf den ersten Seiten ganz gut gelesen hat, wurde für mich immer zäher. Keine Sorge, es gibt Elemente die unterhalten, allerdings fehlte mir die Nähe zu den Personen des Buches. Sie waren da, ich konnte aber keine Bindung aufbauen, konnte nicht in die Geschichte abtauchen und mich zog die Spannung leider auch nicht in den Bann.
Auch Nathaniel war einfach kein Charakter, den ich gerne begleitet habe. Und diese Punkte machen für mich den Lesespaß leider nur durchschnittlich gut.
Sehr schade.

Bewertung vom 20.01.2019
Das Ende ist erst der Anfang
Baker, Chandler

Das Ende ist erst der Anfang


ausgezeichnet

Für mich ist "Das Ende ist erst der Anfang" von Chandler Baker ganz sicher eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.
Die Geschichte von Lake bringt uns Leser in ein Wechselbad der Gefühle. So lesen sich die 400 Seiten sehr lebendig und flüssig, sie bringen uns aber auch den Tränen nahe, zum Schmunzeln, aber auch zum Nachdenken.

Lake hat in diesem Buch ein sehr großes Problem. Nicht nur ihre beiden besten Freunde sind gestorben, auch ihr Bruder ist schwer behindert und nicht mehr er selber. Da Lake in ein paar Tagen 18 Jahre alt wird, hat sie allerdings die Möglichkeit, einen Toten ins Leben zurückzuholen.
Nun muss sie sich entscheiden zwischen ihrer Familie, ihren Freunden, deren Lieben und ihren eigenen Gefühlen.

Es gibt in diesem Buch so viel Tiefe, so viel Liebe und Hoffnung, dass ich ganz Hin und Weg war. Kaum konnte ich dieses Hardcover zur Seite legen und wenn ich nicht gerade gelesen habe, dachte ich über das Leben und alles was dazu gehörte nach.
Ein wertvolles Buch und ein ganz großer Lesetipp.

Bewertung vom 21.10.2018
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


sehr gut

Da ich bereits einige Bücher von Rose Snow gelesen habe, war ich auch auf diesen ersten Band der Trilogie gespannt.

Und was soll ich sagen... ich wurde nicht enttäuscht. Bereits auf den ersten Seiten wird man in die Geschichte hineingeschmissen. Startet mit June in England neu und lernt Blake und Preston kennen. Der eine eher dunkel und verschlossen und der andere Zwilling offen, aber auch seltsam.

Natürlich zog es mich gleich zu Blake hin, trotzdem war es sehr spannend, dem Verlauf des Buches zu folgen. Auch wenn es in der Mitte einen kleinen Hänger für mich gab, konnte ich die Geschichte kaum vergessen und freute mich immer nach Feierabend zurück zu meiner Lesezeit zu kommen.

Der Schreibstil ist sehr mitreißend und fesselnd, er bringt Situationen und Personen nahe und macht einfach Spaß.

Das zweite Buch ist schon vorbestellt.

Bewertung vom 04.08.2018
Der magische Dolch / Podkin Einohr Bd.1
Larwood, Kieran

Der magische Dolch / Podkin Einohr Bd.1


ausgezeichnet

Die Geschichte von Podkin Einohr war für mich als erwachsene Person einfach spannend zu lesen und dies will schon etwas aussagen.

Wir lernen Podkin kennen und sein Leben ist recht beschaulich. Er ist der Sohn vom Stammesoberhaupt, lebt ein ruhiges und faules Leben. Doch dies alles ändert sich von jetzt auf gleich und Podkin muss mit seinen Geschwistern fliehen.
Hier beginnt die eigentliche Story, die nicht nur dunkel ist, sondern auch spannend und voller unterhaltender Elemente.
Ich selber konnte mir zunächst nur schlecht vorstellen, wie eine Geschichte aus Tier-Sicht funktionieren kann, da mich aus diesem Bereich bisher kein Buch überzeugen konnte. Mit Podkin Einohr klappt dies aber sehr gut. Ich blendete sein tierisches Wesen sogar aus und konnte mich sehr gut in seine Lage versetzen.

Hervorzuheben ist hier sicherlich, dass auch Jungen endlich mal ein Buch bekommen haben, dass sie fesseln wird. Der Markt hat so viele Geschichten für Leserinnen, hier ist es aber so, dass beide es mögen werden, Jungen aber auch endlich einmal auf ihre Kosten kommen.

Zum Schreibstil kann ich sagen, dass er sehr anschaulich und flüssig ist. Mir hat es einfach gut gefallen. Ein klarer Tipp von mir.

Bewertung vom 03.06.2018
Die Weiße Rose / Das Juwel Bd.2
Ewing, Amy

Die Weiße Rose / Das Juwel Bd.2


sehr gut

In diesem zweiten Teil der Juwel-Reihe von Amy Ewing möchte ich gar nicht so viel zum Inhalt sagen, schließlich ist nicht jedem das Ende des ersten Teils bekannt.

Hier die Reihenfolge:

1) Das Juwel – Die Gabe
2) Das Juwel – Die weiße Rose
3) Das Juwel – Der schwarze Schlüssel

Ich muss gestehen, dass mir dieses Buch sogar noch etwas besser gefallen hat, als der erste Teil. Sicherlich, wir kennen uns nun aus in dieser Welt der verschiedenen Schichten, Zonen und Rangordnungen und doch darf man hier die „Einzige Stadt“ noch etwas genauer betrachten.

Es ist ein Ausbrechen aus dem Juwel und ein Betreten der verschiedenen Orte, was für mich seinen ganz eigenen Reiz mit sich brachte.

Wieder begleiten wir Violet, die noch stärker hervortritt, als im ersten Teil. Sie ist stark, sie weiß was sie will und ist unheimlich mutig, wenn es um die Sicherheit und den Schutz ihrer Lieben geht. Dies macht Spaß zu lesen, gerade weil sie mit ihrer Art mitreißt und man ihr auf Schritt und Tritt folgen möchte.

Aber auch die Veränderungen, der Widerstand und die Schritte, die in diesem Buch eingeleitet werden, hat die Autorin Amy Ewing wunderbar umgesetzt. Sie schreibt sehr echt und den Ereignissen sehr nahe. Ich hatte sehr oft das Gefühl, Dinge auch spüren zu können, Orte zu betrachten und selber auf der Flucht zu sein.

Was hier bei diesem Buch allerdings hervorzuheben ist, war das Tempo, mit dem es voran geht. Ich konnte der Geschichte seht gut folgen und es war perfekt, dass alle Geschehnisse in genau der richtigen Zeit kamen und ich dadurch Violets Geschichte nicht zur Seite legen konnte. Somit habe ich es beinahe in einem Rutsch durchgelesen.

Und an ein Aufhören ist nicht zu denken, denn wer hier, genau wie beim Vorgänger, den letzten Satz liest, weiß, dass es ohne den nächsten Teil nicht gehen wird. Man kann sich der Story nicht entziehen.

Mein Fazit:
Selten, dass mich ein zweiter Teil mehr mitziehen konnte, als der Beginn einer Trilogie. Hier war es so und ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen.

Bewertung vom 29.05.2018
Das Glück an Regentagen
Stapley, Marissa

Das Glück an Regentagen


gut

Mae hat alles verloren.
Nach einer Trennung weiß sie nicht wohin mit sich und ihren Leben und kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück. In das alte Hotel ihrer Großeltern und zurück in ihr Zuhause.
Doch auch dort ist nichts mehr wie es war. Ihre Großmutter scheint verwirrt, ihr Großvater ist nicht auffindbar und ER ist wieder da. Gabe, ihr bester Freund, ihre große Liebe und der Mann, der ihr Herz in tausend Stücke zerschlagen hat.



Ich lese recht selten Leseproben, aber bei „Das Glück an Regentagen“ lockte mich nicht nur das Cover, sondern auch dieser wunderschöne Titel.

Und ja, nachdem mir die Leseprobe sehr zugesagt hatte, musste auch das komplette Buch ausprobiert werden.

Wir lernen in diesem Roman nicht nur Mae und das Scheitern ihrer Beziehung kennen, sondern treffen auch in kurzen Abschnitten auf ihre Mutter, erleben Kapitel mit ihren Großeltern und Gabe. Jeder berichtet aus seiner Perspektive über gerade geschehenes, lässt die Vergangenheit aufleben und uns somit Teilhaben an dem Großén und Ganzen.

Dabei ist „Das Glück an Regentagen“ kein dicker Wälzer. Mit seinen gerade einmal 304 Seiten ist es ein kleines Büchlein, welches von der Größe perfekt für laue Sommerabende geeignet ist.

Vor jedem Kapitel, die eine gute Länge von ca. 10 Seiten haben, bekommen wir Tipps, was man an Regentagen unternehmen kann. Diese Tipps hängen auch im Hotel von Maes Eltern und sind ein Vermächtnis ihrer Mutter.
Jeder einzelne Vorschlag brachte mir ein Lächeln und zeigt auf, dass man sich auf keinen Fall von so Kleinigkeiten, wie dem schlechten Wetter aufhalten lassen darf.

Zur Geschichte kann ich allerdings sagen, dass ich sie durchwachsen fand. Das Buch lässt sich sehr schnell lesen und die Geschichte kommt voran, allerdings lässt die Autorin Marissa Stapley ihre Figuren sehr hölzern wirken. Es gibt im Erzählfluss immer wieder kleine Sprünge und wenig Gefühl, so dass ich Personen zwar mochte und auch ihr Handeln verstehen konnte, allerdings sehr schlecht eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte.

Der Schreibstil macht ein flüssiges Lesen dadurch nicht unmöglich, aber auch nicht so, dass man sich zurücklehnt und genießt.

Bei der Geschichte war es für mich auch so, dass in Maes Leben gravierende Dinge geschehen, die für mich viel zu schnell zur Seite gelegt werden, was ich schade fand. Denn ein wenig mehr Ausarbeitung und dieser Roman hätte deutlich umfangreicher und vielleicht auch spannender werden können.

Mein Fazit:
Ein durchwachsener Roman, der mir irgendwie gefallen hat, der es aber auch schwer machte die Figuren in sein Herz zu lassen.

Bewertung vom 22.05.2018
The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
Finn, A. J.

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?


sehr gut

Anna Fox ist an ihr Haus gebunden. Vor 10 Monaten war sie das letzte Mal vor der Tür, doch durch einen schweren Schicksalsschlag, kann sie einfach nicht mehr nach draußen gehen.
Und so verbringt Anna in ihrem New Yorker Stadthaus die Zeit damit, ihre Nachbarn durch eine Kamera zu beobachten. Sie nimmt durch die heimliche Sicht an deren Leben teil und erlebt so auch den Einzug der Familie Russel.
Diese ist Anna sofort sympathisch und dann zerbricht Annas Welt erneut, als sie Zeugin eines grausamen Mordes in eben dieser Familie wird. Doch weder die Polizei, noch Ärzte und Bekannte glauben ihr. Hat sie sich alles nur eingebildet?



„The woman in the window“ hatte für mich bereits durch seinen Klappentext eine Spannung, der ich mich nicht entziehen konnte. Sicherlich, es erinnert einiges an „Das Fenster zum Hof“ und doch ist das Buch anders.

Anna ist erschöpft, sie ist getrennt von ihrem Mann und ihrer Tochter und leidet an einer Angststörung, die sie das Haus nicht verlassen lässt.
Dies allein fand ich bereits faszinierend. Hinzu kommt, dass A.J. Finn einen ganz besonderen Schreibstil hat. Er schafft eine Atmosphäre mit Annas Einsamkeit und lässt sie dennoch in einem Mittelpunkt stehen, auch wenn Besuch in ihrem Leben alles andere als häufig vorkommt.

Wie Leserinnen und Leser erleben ihren Alltag, wir bemerken ihre Verletztheit und den Willen anderen Menschen mit einer ähnlichen Störung via Internet zu helfen. Dies macht die Protagonistin auf der einen Seite zerbrechlich, aber auch wiederum stark.

Dann passiert der Mord und das Buch bekommt ein anderes Licht. Anna steht mit ihrer Zeugenaussage vor einer Wand. Niemand schenkt ihr Glauben, niemand unterstützt sie und auch hier schafft es A.J. Finn uns Leserinnen und Leser zu spalten. Bleiben wir bei unserer Protagonistin, oder zweifeln auch wir?

Dieses Spiel macht die Geschichte aus, die mich mit ihrer Atmosphäre überzeugen konnte.
Allerdings und hier kommen wir zu meinem Punktabzug, es hat nicht über die kompletten 544 Seiten funktioniert.
Der Beginn ist stark, das Ende auch gelungen und der Mittelteil weist leichte Längen auf in denen mir nicht genug passierte und ich mir vorkam, als würde ich mich im Kreis drehen.

Mein Fazit:
Ein unterhaltendes Buch, welches sich unheimlich gut lesen lässt, dass aber seine kleinen Schwachstellen hat.

Bewertung vom 15.05.2018
Heimweh-Blues und heiße Schokolade / Die Trabbel-Drillinge Bd.1
Janotta, Anja

Heimweh-Blues und heiße Schokolade / Die Trabbel-Drillinge Bd.1


gut

Für den großen Traum der Mutter aufs Land ziehen. Was nicht nur schwierig klingt, ist auf der einen Seite ein Loslassen von Problemen in der Großstadt, aber auch ein Treffen auf gemeine Klassenkameraden, lästernde Dorfbewohner und die Sehnsucht zurück.
Die Drillinge Franka, Vicky und Bella halten zusammen wie Pech und Schwefel, doch ein gemeiner Zeitungsartikel bringt Unruhe in ihr Leben und somit geben sie dem Wunsch der Mama nach und ziehen aufs Land um ein Hotel zu eröffnen.




Da es sich bei „Die Trabbel-Drillinge – Heimweh Blues & Heisse Schokolade“ um den Auftakt einer neuen Kinderbuchreihe handelt, war ich sehr gespannt auf das, was kommen wird.

Zunächst einmal hat es mir gefallen, dass es sich hier um Drillinge handelt. Jede für sich ist eine eigene Persönlichkeit. Bella ist die Fashion-Ikone. Sie liebt Mode und Dekorationen. Vicky ist der Kopf der Geschwister, sie mogelt alle drei durch Prüfungen und ist unheimlich klug. Franka ist ein Herzchen, sie liebt Schokolade, Rezepte und ist das sensibelste Drillingsmädchen.

Franka ist auch das Mädchen, das wir hier begleiten. Wir bekommen ihr Gefühlsleben mit, merken wir sie sich manchmal außen vor fühlt, aber doch ein wichtiger Teil ihrer Familie ist.
Hinzu kommt die Tragik mit dem Umzug, denn die Kinder der Klasse nehmen die Drei sehr schlecht auf.

Und hier kommt der Punkt, der mir nicht gefallen hat. Ich fand die Drillinge schon sehr hochnäsig. Sie waren mir nicht wirklich sympathisch und waren den neuen Nachbarn gegenüber sehr altklug, was ich überhaupt nicht mochte.
Der Konflikt Stadt- gegen Dorfkind wurde mit Klischees bedient und ich war schon etwas vor den Kopf gestoßen. Die einen sind anscheinend so fortschrittlich und die anderen leben hinter dem Mond. Ich fand es nicht gut und ja, ich weiß, dass es sich hier um ein Kinderbuch handelt. Aber muss man Protagonisten nicht mögen um ein Buch zu genießen?

Es ist aber auch so, dass die Geschichte ab der Mitte kippte und ich den Charakteren näher kam. Ich fand gefallen an jeder der Schwestern und sie wurden auch offener, auch wenn ich ganz ehrlich sagen muss, dass die Klassenkameraden und Nachbarn alles andere als einfach sind.

Sehr gerne mochte ich in diesem Buch die lockere Oma, die Gemeinschaft die diese Familie bildet und den Zusammenhalt.
Auch das Ende war sehr gut gelöst und ich bin wirklich versöhnt geworden.

Da es einen zweiten Teil geben wird, bin ich sehr gespannt, wie mir dieser gefallen wird. Ich denke nämlich, dass gerade Bella und Vicky erst auftauen mussten, um mir sympathisch zu werden.

Für Mädchen ab ca. 8 Jahren ist dieses Buch aber bestimmt ein großen Abenteuer. Ich bin gespannt was meine Tochter sagen wird.

Mein Fazit:
Ein Buch, das ein wenig braucht um zu gefallen, dann aber Spaß macht.