Benutzername: simsa
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Bewertungen

Insgesamt 240 Bewertungen
Bewertung vom 19.11.2017
Nicht mein Märchen Boxset (eBook, ePUB)
Tippetts, E.M.

Nicht mein Märchen Boxset (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Man stelle sich vor, dass man selbst durch einen Zufall einen der angesagtesten Schauspieler in Hollywood kennenlernt. Alles ist wie im Traum, denn er scheint ehrlich interessiert zu sein, nur man selbst hat so gar kein Interesse...

So ergeht es Chloe Winters, die mit ihren Freunden zu einem Drehtag des neuen Jason Vanderholt-Films geht. Als Statistin ist alles aufregend und tatsächlich, auch Jason kommt um die Menge zu begrüßen. Viele weibliche Fans werden zittrig, manche weinen oder kreischen und einige fallen sogar in Ohnmacht.
Doch durch einen Zufall landet Jason Vanderholt auch bei Chloe und kommt mit ihr ins Gespräch. Und obwohl es ja eigentlich mehr als unwahrscheinlich ist, der Schauspieler scheint ernsthaft interessiert an der Studentin zu sein.
Doch Chloe, die einen harten Weg in ihrem Leben hinter sich hat, interessiert sich so gar nicht für Jason.
Sie steht halt einfach nicht auf Märchen...

Und so beginnt diese unterhaltende Reihe rund um Chloe und Jason. Sie beginnt leise, wird aber immer spannender und lässt sich kaum aus der Hand legen.
Für mich war die Mischung aus der Liebesgeschichte zwischen dem girl next door und dem Hollywoodstar einfach toll, gleichzeitig gibt es da diese Thrillerelemente, die vor Spannung nur so strotzen.

Der Schreibstil ist locker und leicht, hat aber seine gefühlvolle und fesselnde Seite.

Wer also Bücher fernab von dem normalen Mix sucht, ist hier richtig.

Bewertung vom 06.11.2017
Unsere verlorenen Herzen
Sutherland, Krystal

Unsere verlorenen Herzen


gut

Mit seinen 17 Jahren war Henry noch nie verliebt. In der letzten Zeit drehte sich alles in seinem Leben um die Schülerzeitung und seine besten Freunde Lola und Murray.
Doch eines Tages ist sie da.
Grace.
Ein Mädchen, das so gar nicht in ihre Umgebung passen will. Mit Jungenklamotten und einem leichten Schmuddellook entspricht sie nicht dem üblichen Ideal und doch trifft sie Henry mitten ins Herz.



Dieser Roman wurde mir vom cbt Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle dafür.

Bei „Unsere verlorenen Herzen“ von Krystal Sutherland handelt es sich um ein Buch, das so ganz anders ist, als man es zunächst vermuten würde.
Ein Cover, welches mit seinen Herzen sofort ins Auge sticht und das mich persönlich gleich dazu brachte den Klappentext zu lesen.

Henry, aus dessen Sicht dieses Buch geschrieben wurde, nimmt uns mit zu seiner ersten großen Liebe. Als er Grace zum ersten Mal sieht, findet er sie faszinierend und besonders. Sie ist anders als alle anderen Mädchen an der Schule. Mit ihren männlichen Klamotten, dem kaputten Bein und ihrem Schmuddellook geht sie ihm nicht aus dem Kopf.

Beide nähern sich an, arbeiten gemeinsam an der Schülerzeitung und trotzdem herrscht diese Distanz zwischen ihnen. Bis Grace unverhofft Nähe zulässt.

Allerdings ist man auf dem falschen Weg, wenn man denkt das es sich hier um eine rosarote Geschichte handelt. Dieses Buch behandelt sensible Themen wie Verlust, Freundschaft und Vertrauen. Und eben diese so intensive Mischung, findet man bei einem Jugendbuch recht selten.

Krystal Sutherland schreibt sehr lebendig diese Geschichte. Sie lässt Emotionen und Geheimnisse einwirken und hat auch vor berührenden Themen keine Scheu.
Verziert werden ihre Worte immer wieder mit Anspielungen auf Filme, Musik und kleinen Zitaten. Dies war für mich ein Punkt, den ich von Beginn an geliebt habe.

Mein Problem mit dieser Geschichte war allerdings, dass ich Grace nicht mochte. Ich kenne ihre Geschichte, aber ich fand sie unfair und unsensibel ihren Mitmenschen gegenüber, was ihr bei mir keine Pluspunkte brachte.
Auch eine Bindung zu der gemeinsamen Geschichte mit Henry und ihr funktionierte für mich leider nicht so richtig.
Dies brachte mich beim Lesen ab und an ins Stolpern, auch wenn es ein ansonsten flüssiger Schreibstil ist.

Ihre besten Freunde Lola und Murray hingegen fand ich klasse und auch ihren Zusammenhalt mit Henry habe ich geliebt.

Mein Fazit:
Ein besonderes Buch mit sensiblen Themen, das für mich allerdings nicht zu 100% funktioniert hat. Es gibt leider leichte Abzüge in der B-Note.

Bewertung vom 28.10.2017
Der blinde Mörder
Atwood, Margaret

Der blinde Mörder


gut

Zehn Tage nach Beendigung des 2. Weltkrieges fuhr Laura mit dem Auto von einer Brücke.
Ihre Schwester Iris, mit der sie den größten Teil ihres jungen Lebens verbrachte, erzählt in ihren alten Tagen vom Leben als Kind, bis hin zum Unfall von Laura.
Eine bewegende Lebensgeschichte beginnt...



Ich habe den Roman „Der blinde Mörder“ von Margaret Atwood bereits vor einigen Jahren gekauft und seit dem zierte es mein Bücherregal. Viel positives habe ich gerade in der letzten Zeit über die Autorin gehört und als die YouTuberin Janine auf ihrem Kanal „Poesielos“ die ersten Zeilen des Buches anlas war sehr schnell klar, es wird eines meiner nächsten Bücher werden.

Ganz spontan haben wir dann aus diesem Vorhaben eine gemeinsame Leserunde gemacht und dabei sehr tolle Gespräche zu eben diesem Buch geführt.

„Der blinde Mörder“ ist ein Buch, welches in 15 Abschnitten aufgegliedert wurde und durch diese Abschnitte zwei verschiedene Erzählstränge bietet.
Dieser Aspekt war mir vor dem Lesen nicht unbedingt bewusst und brachte dadurch aber eine kleine Überraschung mit sich.

Im Wechsel lesen wir somit die Geschichte von Iris und ihrer Schwester, die wir seit ihrer Kindheit begleiten dürfen.
Iris, die bereits 83 Jahre alt ist, schreibt ihr Leben nieder und wir Leserinnen und Leser dürfen diesem, aber auch ihrer Gegenwart folgen.

In den anderen Abschnitten geht es um „Der blinde Mörder“. Ja, was hier als Titel des Buches besteht, ist auch im Buch ein Buchtitel. Das Skandalbuch, welches Laura geschrieb und welches kurz nach ihrem Tod veröffentlicht wurde, schlägt heute noch Wellen. Diese Abschnitte erzählen von der Entstehung des Romans und von einer Geschichte zweier Liebenden, die sich erst im Laufe des Buches zu erkennen geben. Wir erfahren von der Geschichte in der Geschichte, die sehr viele phantastische Elemente mit sich bringt und eine wichtige Rolle spielt.

Und hier sind wir auch schon an einem Kritikpunkt angelangt. Gerade diese Geschichte im Buch war es, die mich gleich zu Beginn fast zu Aufgeben gebracht hatte. Es ist so ein krasser Gegensatz zum Rest des Buches, dass ich mich damit erst einmal abfinden und anfreunden musste.

Im Gegensatz dazu mochte ich die Erzählungen von Iris aus ihrem Leben. Zwar hatten auch diese Kapitel ihre Längen, waren aber deutlich unterhaltender, zumindest zu Beginn.

Was im Laufe der Geschichte passiert, ist wie ein großes Puzzle zu betrachten. Wir Leser kennen bestimmte Teile, aber viele andere auch nicht und bauen auf den ca. 700 Seiten das komplette Bild zusammen.
Dabei war ich immer wieder am Rätseln, was auf mich zukommen wird, welche Geschehnisse zum Tod von Laura führten und wie diese Abschnitte mit „Der blinde Mörder“ damit zusammenhängen.
Und gerade der letzte Punkt war für mich immer interessanter und zum Ende hin noch besser als Iris und ihre Geschichte.

Ich hoffe Ihr konntet mir folgen, denn wie man sicherlich merkt, Margaret Atwood hat hier eine sehr komplexe Geschichte geschrieben.

Der Schreibstil der Autorin war es jedoch, der mich komplett mitgenommen hat. Wo es an der Story immer wieder Kleinigkeiten gab, die ich bemängeln muss, war es ihre Erzählart, die mich schier begeistert hat. Sie hat eine sehr ausdrucksstarke und sehr bildliche Art das Geschehene aufzuzeigen und Figuren ein Gesicht zu geben.

Ich habe mir schon weitere Werke von Margaret Atwood notiert, weil ich unbedingt wieder in den Genuss dieses Stils kommen möchte.

Mein Fazit:
„Der blinde Mörder“ war anders als ich dachte und er hatte durchaus seine Längen, trotzdem hat die Geschichte ihren Charme. Charaktere denen man folgen möchte und eine Geschichte mit vielen Lücken die es aufzuklären gilt, machen Spaß und unterhalten, wenn auch mit kleinen Abstrichen.

Bewertung vom 22.10.2017
Mörderisches Weinviertel
Kiraly, Bettina

Mörderisches Weinviertel


sehr gut

Sieben Kurzgeschichten, bei denen der Tod immer zugegen ist.

Die Autorin Bettina Kiraly entführt uns mit „Mörderisches Weinviertel“ in eben diese Weingegend. Und dabei sei gesagt, dass es in den sieben Kurzgeschichten alles andere als freundlich zugeht.

Mir selber gefallen Kurzgeschichten recht gut, wenn ich den Kopf frei bekommen möchte, aber nicht zu viel Zeit zur Verfügung habe.

Bei diesem Buch war ich so gespannt auf das was kommen wird, dass ich es als Runterbringer an einem Samstagabend genutzt habe. Eingekuschelt auf dem Sofa habe ich die 63 Seiten genossen und den Abend damit ausklingen lassen.

Die Kurzgeschichten sind mal hinterhältig, mal überraschend, mal trügerisch und mal sehr gemein. Kurz gesagt, sie sind das, was wir Leserinnen und Leser von Kriminalgeschichten erwarten.

Jede von Ihnen ist auf wenigen Seiten beendet und so schnuppern wir beim Lesen wirklich nur in kleine Episoden hinein, allerdings ist der Unherhaltungsfaktor immer groß.

Da ich den Schreibstil von Bettina Kiraly sehr schätze, war auch dieses kleine Büchlein etwas sehr unterhaltendes. Und bei so mancher Geschichte hätte ich mir auch eine Langform vorstellen können.

Mein Fazit:
Wer kleine Krimigeschichten für zwischendrin mag, ist hier genau richtig. Ich wurde gut unterhalten.

Bewertung vom 15.10.2017
Alles, was ich sehe
Curtis, Marci Lyn

Alles, was ich sehe


ausgezeichnet

Maggie ist blind. Nach einer Hirnhautentzündung sieht sie nichts mehr. Gar nichts.
Ihr Leben hat sich von Grund auf verändert, ihre Freunde sind nicht mehr da, sie spielt kein Fußball mehr und passt sich ihren neuen Lebensumständen mehr schlecht als recht an.
Doch dann passiert es. Maggie sieht. Zwar nicht viel, aber sie sieht!
Schuld an dieser Tatsache ist der zehnjährige Ben. In seiner Umgebung ist das Sehen möglich und Maggie damit überglücklich.
Doch Mason, Bens Bruder zweifelt an ihrer Blindheit und Maggie versucht ihn von ihrer Behinderung zu überzeugen. Soll ihr Sehen doch vorerst ein Geheimnis bleiben?




Es gibt Verlage, die einfach sehr stimmig sind. Und der Königskinder Verlag gehört ganz sicher dazu. Wunderschöne Cover, außergewöhnliche Bücher und viel Liebe zum Detail sind die Dinge, die mir hier sofort einfallen.
Nun schließt dieser Herzensverlag seine Türen und passend dazu habe ich nun endlich ein Königskind gelesen.

Maggies Geschichte ging mir ans Herz. Ein Teenager, mitten im Leben, beliebt und erfolgreich verliert alles, was ihn ausmacht. Zumindest sieht Maggie dies so.
Sie lebt vor sich hin, nimmt die neuen Herausforderungen als Blinde nicht wirklich an und schmiedet keine Pläne mehr.

Als sie Ben das erste mal sieht (ja sieht!), ist ihr Leben seit Beginn ihrer Erkrankung wieder hoffnungsvoll.

Dies zu erleben, Maggie zu begleiten und den sehr unterhaltenden und wortwitzigen Ben zu kennenzulernen, war ein Lesegenuss auf jeder Seite.
Natürlich ist man auch als Leserin verwundert, warum Maggie ihn sehen kann. Wie kann so etwas passieren?
Aber ich muss gestehen, diese Frage war nicht vorantreibend beim Lesen. Ich habe es genossen ihre Veränderung zu erleben. Zu merken, wie sie auf das Leben zugeht, wie sie auch die dunkle Zeit besser übersteht und vor allem, das stetige Weiterleben.

Jedoch gibt es auch einen Part, den Maggie überwinden muss. Schließlich ist es Mason, Bens Bruder, der an ihrer Blindheit zweifelt und dies, obwohl sie sich wirklich Mühe gibt autentisch zu wirken. Schließlich ist sie es außerhalb der Ben-Blase ja.

Das Mason auch noch der Leadsänger von Maggies Lieblings-Indie-Band ist und sie immer mehr hinter ihr sehendes Geheimnis kommt, muss jeder im Detail selber lesen.

Für mich war der Schreibstil von Maci Lyn Curtis einfach perfekt. Er war sehr einfühlsam und trotzig, passte perfekt zu jedem Charakter und hat ihm dadurch auch Leben geschenkt. Ich habe gelacht, geweint und gelitten. Habe dieses Buch umarmt, es immer wieder in die Hand genommen und jede Seite genossen.

Ein kleines Juwel, welches man gelesen haben sollte.

Mein Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte über Veränderungen im Leben, die Liebe und die Wunder, die uns jeden Tag umgeben.

Bewertung vom 08.10.2017
Via dell'Amore - Jede Liebe führt nach Rom
Lamprell, Mark

Via dell'Amore - Jede Liebe führt nach Rom


gut

Rom ist die ewige Stadt. Schon immer zog es Menschen in die Metropole und schon immer suchten auch Liebende die Nähe zu dieser kulturträchtigen Stadt.
So ergeht es auch Alice, die aus ihrem Alltag zumindest für ein paar Tage ausbrechen möchte, auf der Suche nach einem Abenteuer.
Oder auch Constance und Lizzie, die mit der Asche ihres verstorbenen Henry die letzte gemeinsame Reise antreten.
Auch Alec und Meg sind in Roma angekommen. Zerstritten und mit einem besonderen Grund, versuchen sie ihre Liebe wieder zu beleben.



Ein Cover das sofort anspricht, war mein erster Eindruck von „Via dell´ Amore – Jede Liebe führt nach Rom“ von Mark Lamprell.
Es passt für mich perfekt in diese herbstliche Jahreszeit, schließlich ist das Cover auch in Herbsttönen gehalten, es lockt mit einem letzten Gruß aus dem Sommer und macht neugierig auf eine Stadt, die wohl jeden zu sich lockt.

Mit dem Lesen begonnen, fand ich sofort gefallen an den kleinen Zitaten aus verschiedenen Klassikern, die jedes Kapitel zieren. Macht es doch den Beginn eines neuen Abschnitts interessant und besonders.

Erzählt wird das Buch aus verschiedenen Perspektiven. Erleben wir doch mit Alice den Ausbruch aus ihrem öden Alltag und den ständigen Verpflichtungen ihrer Familie.
Dürfen wir die Seniorinnen Constance und Lizzie zu ihrer besonderen Aufgabe begleiten und auch Meg und Alec sind mit von der Partie, schließlich sind sie auf der Suche nach einer besonderen Fliese und der hoffentlichen Kittung ihrer Eheprobleme.

All diese Personen reisen an, erleben eigene Handlungsstränge, begegnen sich nicht und befinden sich doch in unmittelbarer Nähe zueinander. Schauplatz ist natürlich Rom und die Gemeinsamkeit ist das Finden der Liebe.

Was sehr romantisch klingt, hatte für mich hier auch sehr gute Ansätze. Gerade Alice mochte ich sofort, ist sie doch ein besonderer Mensch und auch die anderen Geschichten in der Geschichte fand ich spannend.
Aber... und dies kommt leider auch... es reichte mir nicht für eine sehr gute Geschichte. Ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, dass zu wenig auf jede Person eingegangen wird. Natürlich erfahren wir Hintergründe und natürlich gibt es eine Linie, die sich durch das Buch zieht, jedoch konnte ich zu niemanden eine wirkliche Bindung aufbauen. Es war unterhaltend und gut, aber auch nicht mehr.

Ich vermisste das Mitfiebern und auch die Tiefe einer jeden, sehr gut erdachten, Geschichte.

Für mich hätte hier eine der drei Stränge gereicht, um einen wundervollen Roman zu erzählen, der den Sommer noch einmal zurückbringt. So war es nur eine kleine wärmende Flamme, die mich leider nicht erreichen konnte.

Mark Lamprell mag Rom und dies merkt man hier durchaus. Die Atmosphäre der Stadt und auch ihrer Bewohner wird wundervoll transportiert. Wir befinden uns mittendrin und gehen durch die Gassen, erleben Sehenswürdigkeiten und Personen.
Wären doch nur die Geschichten besser ausgearbeitet, wäre es ein perfektes Buch geworden.

Mein Fazit:
Rom ist wunderschön und ein Reiseziel, welches ich durchaus habe. Dieses Buch brachte auch die wunderschönen Seiten der Stadt mit sich, allerdings konnte es von seinen Handlungssträngen nicht überzeugen. Dafür fehlt hier einfach die Tiefe jeder Geschichte.

Bewertung vom 27.09.2017
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt (MP3-Download)
Yoon, Nicola

Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt (MP3-Download)


ausgezeichnet

Kit und Shawn kennen sich schon aus der Schulzeit und haben eine gemeinsame Vergangenheit.
Als die Gitarristin bei der Band „The Last Ones to Know“ vorspielt, kommt sie prompt in die Gruppe. Ist Kit doch talentiert und eine wirkliche Rockröhre. Und doch, Shawn bleibt skeptisch und auch Kit weiß nicht, wie stark seine Erinnerung an früher ist.
Denn Kit konnte ihn nie vergessen...




Ich weiß, ich wiederhole mich. Ich liebe, liebe, liebe diese Buchreihe. Sie ist einfach großartig und auch diesen dritten Teil habe ich inhaliert.

Hier kommt die Reihenfolge:

1) Rock my Heart
2) Rock my Body
3) Rock my Soul
4) Rock my Dreams

Shawn war bis dato immer mein Liebling der Band. Wird er doch so beschrieben, wie ich mir einen optischen Traummann vorstelle. Nicht zu klein, dunkelhaarig und zuvorkommend.
Er ist aber auch ein Frauenheld, lässt nichts anbrennen und lehnt auch eindeutige Angebote von Groupies nicht ab.

Kit hingegen hat ein vorlautes Mundwerk, ist eine Kämpferin und die einzige Schwester ihrer vier Brüder. Das diese da ein genaues Auge auf ihr Schwesterherz haben ist klar.

Und beide Protagonisten haben eine gemeinsame Vergangenheit, eine gemeinsame Nacht und es ist lange nicht wirklich klar, in wie weit auch Shawn noch Kit und diese Nacht zusammenbringen kann.

Eine sehr spannende Geschichte beginnt, bei der hier sicherlich das Besondere ist, dass zu jederzeit klar war, was Kit empfindet, aber auch, dass sie es auf keinen Fall zulassen möchte.
Die Funken sprühen, es gibt so viele Verzweigungen im Handlungsverlauf und eine Geschichte, die mal wieder super ist.

Jamie Shaw hat eine Art zu erzählen, die sehr nah am Leben ist. Ihre Protagonisten führen Handlungen aus, die stimmig sind, nicht an den Haaren herbeigeholt und in die man sich hineinversetzen kann. So etwas mag ich und so etwas lese ich nicht so häufig.
Als Paar des Buches harmonieren Kit und Shawn sehr gut miteinander und auch wenn nicht immer klar ist, ob die Geschichte in diesem Buch überhaupt abgeschlossen sein wird, es bleibt herzerwärmend und spannend.

Ein ganz toller Pluspunkt in diesem dritten Buch waren für mich Kits Brüder. Der Beschützerinstinkt eines jeden von ihnen, der Zusammenhalt in der Familie und die Liebe mit der sie sich um ihre Schwester kümmern, fand ich einfach klasse. Auch wenn ich es mir hart vorstelle, hier die Schwester zu sein, denn es kann mitunter sehr bestimmend zugehen. Aber Kit weiß sich ja zu wehren.

Mein Fazit:
Ihr liebt Bücher über Rockstars? Lest diese Buchreihe! Auch das dritte Buch hat mich begeistert und jedes einzelne Buch hat so einzigartige Protagonisten, dass es keine Wiederholungen gibt.

Bewertung vom 22.09.2017
Deine letzte Nachricht. Für immer.
Trunko, Emily

Deine letzte Nachricht. Für immer.


ausgezeichnet

Es gibt sie und jeder kennt sie.
Letzte Nachrichten.
Letzte kleine Notizen.
Letzte SMS/WhatsApp Nachrichten und dann nichts mehr.
Funkstille.
Für immer.



„Deine letzte Nachricht. Für immer.“ ist das zweite Buch von Emily Trunko. Es enthällt jene letzten und sehr persönlichen Versuche der Kommunikation.
Kleine Schnipsel aus einer gemeinsamen Zeit und kleine Erinnerungen, die schmerzhaft, aber auch wunderschön sein können.

Ich selber habe dieses Buch vom Loewe Verlag durch eine Bloggeraktion erhalten und mich wahnsinnig gefreut. Ist es doch allein schon von der Aufmachung her ein wirklicher Blickfang.
Mit seinem glänzenden Cover, den bunten Regentropfen und dem kleinen Lesebändchen war ich sofort schockverliebt, anders kann ich es kaum beschreiben.

Wer hier allerdings auf einen ganz normalen Roman hofft, der ist auf der falschen Spur. „Deine letzte Nachricht. Für immer“ ist eine Zusammenstellung von Nachrichten, die Emily Trunko erhalten hat. Auf ihrem Trublr-Blog hat sie diese gesammelt und schließlich in einem Buch zusammengefasst.

Diese Aktion gab es schon in ihrem Bestseller „Ich wollte nur, dass du noch weißt“.

In diesem Buch dreht sich alles um Abschiede.
Und für alle interessierten Leserinnen und Leser sei gesagt, haltet die Taschentücher bereit. Viele Taschentücher. Sehr viele...

Ich ging beim Lesen so vor, dass ich zunächst stöberte. Schließlich wusste ich durch den Trailer bereits, was ungefähr auf mich zukommen würde. Zumindest dachte ich es.
Was dann passierte war das komplette durchlesen dieser Nachrichten und der kleinen Anmerkungen, die unter einigen zu finden sind. Diese erklären zum Teil einfach die Situation der Personen.

Es sind rührende Briefe. Es sind gemeine Aktionen und Beendigungen von Beziehungen. Und es sind persönliche Erinnerungen an Menschen, die geliebt wurden, die nie wieder zurückkommen können und die vermisst werden.
Ich habe Rotz und Wasser geheult, ich habe gelächelt und ich bin sehr begeistert. Ein Buch, welches ich nicht vergessen werde.

Gelesen habe ich es nun schon zum 2. Mal und immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich es kurz in die Hand nehme und darin blätter. Einfach um bestimmte Seiten zu finden und zu schätzen, was ich habe. Denn auch dies bringen die kleinen Botschaften. Persönliches Glück mit der eigenen Situation und Erinnerungen an die eigene Vergangenheit.

Illustriert wurde jede Seite von Zoe Ingram, die mit ihren liebevollen Zeichnungen und bunten Seiten dieses Buch erst so schätzenswert und besonders macht.
Es ist einfach etwas, dass man gelesen haben sollte. Wunderschön.

Mein Fazit:
Ein Buch, welches ich schätze, welches mich glücklich macht und innehalten lässt.

Schätzt auch die unscheinbaren Momente!
Seid glücklich und gebt nicht zu schnell auf!

Bewertung vom 20.09.2017
Die Verschwörung von Shanghai
Xiao, Bai

Die Verschwörung von Shanghai


weniger gut

Shanghai 1931
Am Hafen der Stadt findet ein Attentat statt. Eine Person stirbt und die Frau des Opfers verschwindet spurlos. War sie das ausführende Organ bei diesem Vorfall?
Die Suche führt in ein Shanghai, welches nicht nur durch seine Schönheit glänzt, sondern von Rebellengruppen, Gängstern und dem Waffenhandel geprägt ist.



Für mich ist es durchaus mal interessant, etwas andere Bücher zu lesen. Fernab vom Mainstream und vom allgemeinen Hype.
Aus diesem Grund war ich sehr froh, „Die Verschwörung von Shanghai“ von Xiao Bai in einer Lovelybooks-Leserunde versuchen zu dürfen.

Xiao Bai, der Autor des Buches, ist einer der wenigen asiatischen Schriftsteller die mir auf dem deutschen Buchmarkt spontan einfallen würden. Ansonsten wäre mir nur Haruki Murakami einfallen, den ich persönlich großartig finde.

Zum Buch muss ich sagen, dass es seinen ganz eigenen Charme hat. Es ist sicherlich keine Geschichte, die man in einem Rutsch lesen kann und kein Buch, welches einfach zu lesen ist.

Mein erster Eindruck nach den ersten 50 Seiten war, dass es von den Personen her sehr überladen ist. Natürlich sind es auch zumeist asiatische Namen die hier die Charaktere zieren, aber auch westliche Personen spielen in der Geschichte eine Rolle.

Wenn man sich an diese Vielzahl gewöhnt hat, kann man mit der eigentlichen Geschichte beginnen, so erging es mir zumindest.

Allerdings war auch hier das Problem, dass mir der Stil nicht zusagte. Ich kam einfach zu keinem flüssigen Lesegenuss, weil ich das Gelesene nicht mitleben konnte. Man muss sich halt vorstellen, dass ich beim Lesen in der Geschichte bin. Ich lebe sie mit, bin vor Ort und laufe durch Shanghai, die Gefahr immer im Nacken. Doch der Funke sprang einfach nicht über.

Gleichzeitig muss ich trotzdem positiv erwähnen, dass die Schauplätze und die Atmosphäre sehr gut transportiert wurden. Diesen Aspekt hatte ich vor Augen und konnte ihn fast spüren. Ich hatte lediglich das Problem, dass ich mich auf keine Person gezielt einlassen konnte. Gerade dies ist für mich der wichtigste Punkt beim Lesen.
Jedes Kapitel befand sich aus der Sichtweise einer anderen Person erzählt, natürlich waren sie mit der Zeit vertraut, für mich kam damit immer ein großer Cut, der mir alles zerstörte, was ich gerade genossen hatte.

Zum Ende hin nimmt die Geschichte allerdings an Fahrt auf und ein Durchhalten wurde für mich damit belohnt. Es wird spannend, unterhaltend und ich war dann doch zufrieden.

Was auch noch lobenswert zu erwähnen ist. Am Ende des Buches gibt es ein Personenverzeichnis, auf das man bei Fragen natürlich immer zurückgreifen kann.

Mein Fazit:
Ich glaube für den Schreibstil von Xiao Bai bin ich einfach nicht bereit. Es war eine andere Geschichte als ich zunächst erwartet hatte, was allerdings damit zusammenhängt, dass ich mich in dem Schreibstil nicht fallenlassen konnte.

Bewertung vom 14.09.2017
Rock my Body / The last ones to know Bd.2
Shaw, Jamie

Rock my Body / The last ones to know Bd.2


ausgezeichnet

Dee Dawson lässt nichts anbrennen. Sie sieht gut aus, Männer stehen auf sie und das weiß sie auch.
Auch Joel von der Band The Last Ones to Know ist ein Lebemann, liebt schöne Frauen und Groupies sind bei ihm immer willkommen.

Als sich jedoch Dee und Joel zum ersten Mal sehen, spüren beide die Anziehungskraft, die zwischen ihnen besteht. Beide wollen eine lockere Affaire und viel Spaß zusammen haben. Schließlich sind Beziehungen nichts für ihr Leben.
Doch es gibt Vorfälle die Ansichten ändern und so wird aus viel Spaß eine immer engere Freundschaft...



Ich liebe diese Buchreihe und bin mit „Rock my Body“ beim zweiten Buch angekommen.

Hier gibt es die Reihenfolge:

1) Rock my Heart
2) Rock my Body
3) Rock my Soul
4) Rock my Dreams

Mittelpunkt dieser Bücher ist die aufstrebende Rockband „The Last Ones to Know“. Es gibt vier Musiker und somit auch vier Bücher, das übliche Spiel halt.

Allerdings werden die Geschichten aus dem Blickwinkel der Frauen erzählt, die mit dem jeweiligen Musiker eine Freundschaft eingehen. In diesem Fall Dee, beste Freundin von Rowan aus dem ersten Buch und Joel, Bassist der Band.

Wo Rowan aus dem ersten Buch sofort der Liebling aller Leserinnen ist, hat es Dee hier schon schwerer. Sie ist halt ganz anders von ihrem Charakter her. Sehr locker was das Thema Sex betrifft, sehr locker im Umgang mit Kleidung und dem College.
Dies alles empfand ich aber als recht erfrischend, schließlich ist Dee, die ihren Weg geht und auf andere Meinungen wenig wert legt. Rowans einmal ausgenommen. Also eine taffe Protagonistin, die jedoch schon viel in ihrem Leben mitmachen musste.

Jamie Shaw hat bei ihren Büchern eine ganz besondere Art zu erzählen. Auch wenn es hier freizügiger als noch im ersten Buch ist, passiert hier nichts, was an den Haaren herbeigezogen ist. Wir Leserinnen müssen uns auf den Charakter einlassen und dann handelt Dee immer wieder realistisch, was ich hier immer wieder lobend erwähnen kann.

Es ist eine Geschichte, die mit ihren beiden Figuren Wärme in meine Lesestunden brachte, aber auch eine gewisse Spannung. Schließlich weiß man nie woran man bei ihnen ist und ob sie alte Gewohnheiten beibehalten, oder sich doch auf einen evtl. Partner einlassen würden.

Auch wenn sicherlich einige die Augen verdrehen, mir war nicht immer klar wie dieses Buch ausgeht. Gibt es ein Happy End? Steht sich ein Protagonist selbst im Weg und es gibt eine Auflösung im nächsten Buch? Gerade zum Ende hin empfand ich als alles offen.

Schön war auch, dass es hier fließende Übergänge gibt. Das heißt, die Geschichte der Beiden ging bei „Rock my Heart“ los und wurde hier weitergeführt und auch die Geschichte der kommenden Protagonisten fand hier einen gelungenen Anfang.

Mein Fazit:
Diese Bücher sind eine runde Sache. Einmal angefangen, kann man sie nicht mehr aus der Hand legen und suchtet sie in einem durch.
Die beste Reihe in diesem Jahr für mich.