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Benutzername: Tuppi
Danksagungen: 189 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 614 Bewertungen
Bewertung vom 20.10.2018
Tod im Bayerischen Wald
Haslauer, Manuela

Tod im Bayerischen Wald


ausgezeichnet

Ein schweres Puzzle.

Der Bankdirektor aus Bodenmais wird auf dem Weg ins Wochenende in seinem Auto erschossen.
Der Straubinger Kommissar Mike Zinnari hat sein freies Wochenende und möchte das mit seiner Freundin in Böbrach verbringen. Er springt „nur kurz“ für seine Kollegin ein, da er sich in der Nähe befand und ihr so die Fahrt zu den Kollegen nach Regen ersparen konnte.
Amy Brunner verbringt ein paar Wochen in Hausbach, um ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen.
Und dann hat der ehemalige Bankdirektor von Bodenmais einen tödlichen Autounfall, weil seine Bremsen nicht funktionierten.

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben. Es hat mich angesprochen, weil ich früher oft zum Urlaub in der Gegend war und mich dort einigermaßen auskenne. Ich hatte auch gleich detaillierte Bilder im Kopf und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Der Kommissar war mir von Anfang an sympathisch, ebenso wie der Polizist Andi und auch die Urlauberin Amy - aber es gab auch unangenehme Charaktere, wie Kommissar Hauser.

Die Geschichte nahm ordentlich Fahrt auf und die Spannung war fast körperlich spürbar. Das Ende war überraschend und alles wurde aufgeklärt. Ich hoffe auf eine Fortsetzung, denn ich möchte gerne wissen, wie es in der Dienststelle Regen und bei Amy weiter geht.

Ein Krimi, der alles beinhaltet, was ein Buch für mich ausmacht: Spannung, Lokalkolorit, Nebenschauplätze und Unterhaltung.

Bewertung vom 28.09.2018
Die Welle
Rhue, Morton

Die Welle


ausgezeichnet

Eine Bewegung kann auch zerstörerisch sein.

Ben Ross ist Lehrer in einer ländlichen High School in Amerika. Als er mit seiner Klasse die Nazizeit in Deutschland durchnimmt, glauben die Schüler nicht, dass eine kleine Minderheit so viel Macht haben könnte.

Das Buch besteht auf einer wahren Begebenheit. Das zeigt, dass gezielte Manipulation jederzeit aus dem Rufer laufen kann. Der Lehrer wollte damit die Schüler nur wachrütteln und aufmerksamer machen. Aber dann lies sich die Bewegung nicht mehr stoppen.

Der Schreibstil war angenehm und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Das Experiment brachte viele Vorteile, die Schüler wurden zur Gemeinschaft, sie lernten besser und es gab keine Außenseiter mehr. Der Lehrer sah die positiven Aspekte und wollte die Aktion noch eine Weile fortsetzen. Als er merkte, welchen Schaden das ganze anrichtete, war es fast nicht mehr aufzuhalten...

Das Ende hat mir sehr gefallen. Ein tolles Buch, das zum nachdenken anregt.

Bewertung vom 22.09.2018
Lebensgefährlich schön
Michéle, Rebecca

Lebensgefährlich schön


ausgezeichnet

Die Hotelmanagerin sorgt für Gerechtigkeit.

Auf Higher Barton wird die Misswahl ausgetragen. Die Organisatorin Sheila Branson ist nicht überall beliebt. Als ihre Leiche gefunden wird, mangelt es nicht an Verdächtigen...

Es geht weiter in Cornwall. Und wieder mit einer Toten.

Ich habe mich beim lesen sofort wieder „zu Hause“ gefühlt. Die einzelnen Charaktere sind mir über die Jahre sehr ans Herz gewachsen. Christopher Bourke musste alte Fälle aufarbeiten: einen Einbruch, der 7 Jahre zurück lag - doch dann gab es die Tote und er hatte wieder alle Hände voll zu tun. Und Sandra, die das Hotel leitet, musste sich mit 12 jungen Frauen und deren Misswahl-Betreuern auseinander setzen. Als Christopher seinen Täter hatte, zweifelte Sandra an dessen Schuld - und dann geschieht ein weiterer Mord.

Die Geschichte wurde sehr detailliert beschrieben. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und war gefesselt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Schön, dass alle alten Bekannten wieder dabei waren. Die Zusammenhänge waren für mich nicht erkennbar und mein Verdacht stellte sich dann doch als falsch heraus. Das Ende hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf das nächste Band.

Bewertung vom 17.09.2018
Glücksorte in Karlsruhe
Jennerjahn-Hakenes, Birgit; Eppele, Klaus

Glücksorte in Karlsruhe


ausgezeichnet

Augen auf!

Das Buch beschreibt 80 sehenswerte Orte in Karlsruhe und lädt ein, sie zu erkunden. Zu jeder dieser Sehenswürdigkeiten gibt es mind. eine interessante Geschichte und ein schönes Foto. Ich habe „meine“ Stadt teilweise neu entdeckt.

Schade finde ich allerdings, dass es keine Übersicht gibt. Ein einfacher Ortsplan, auf dem man die Nummern geographisch einordnen kann, wäre das Sahnehäubchen. Am Anfang des Buches findet man die Ortsteile alphabethisch aufgelistet mit den Nummern, in denen sie vorkommen.

Ich stamme aus einem Nachbarort von Karlsruhe und kenne viele Ecken der Stadt - aber ich habe auch Orte erfahren, die mir noch unbekannt sind. Das Buch hat mich inspiriert, diese „neuen“ Stellen zu erkunden. Und durch das Buch werde ich jetzt auch wieder anders durch die Stadt gehen und die Blicke öfter mal schweifen lassen – auch über bekannte Stellen, die nicht mehr unbeachtet an mir vorbei fliegen sollen. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne.

Bewertung vom 12.09.2018
Dark Lake
Bailey, Sarah

Dark Lake


gut

Mehr Schein als Sein.

Ein Jogger bemerkte am Sonny Lake die Leiche einer jungen Frau. Die Lehrerin wurde ermordet und Detective Gemma Woodstock ist mit ihrem Kollegen Felix McKinnon für die Aufklärung zuständig. Gem war mit der Toten auf der Schule.

Ich hatte Probleme, mich in der Geschichte zurecht zu finden. Alles wurde gut dargestellt und ich konnte es mir auch vorstellen - aber ich fand keinen richtigen Zugang. Die Kommissarin war mir zu oberflächlich und mir weder sympathisch noch unsympathisch. Bei der Arbeit war sie gründlich, aber privat passte vieles nicht zusammen. Ihre Art lag mir einfach nicht. Beide Kommissare waren in einer festen Beziehung und trotzdem begannen sie eine Affäre und lebten ein Doppelleben. Auch die Zeitsprünge haben mich lange irritiert. Ich konnte das Buch nicht zügig lesen und musste es oft aus der Hand legen.

Das Ende hat mich überrascht. Erst ganz zum Schluss wurde alles aufgeklärt. Dadurch wurde ich zumindest fürs Durchhalten belohnt...

Bewertung vom 27.08.2018
Ohne Spur (eBook, ePUB)
Beck, Haylen

Ohne Spur (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Psychoterror mit der Angst um die Kinder.

Audra befand sich mit ihren beiden Kindern auf der Flucht vor ihrem Ehemann. Kurz vor dem Ziel wird sie von der Polizisten angehalten, der in ihrem Kofferraum Marihuana findet. Eine herbeigerufene Polizistin kümmert sich um die Kinder, während Audra eine Nacht in der Zelle verbringen muss. Der Polizist leugnet, Kinder im Auto gesehen zu haben. Wird Audra ihre Kinder wiedersehen?

Das Buch ist spannend geschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Audra flieht vor ihrem Mann von New York nach Arizona, doch bevor sie dort ankommt, werden ihre Kinder entführt. Die Polizei spielt ein sonderbares Spiel, das der Öffentlichkeit ein falsches Bild vermittelt. Audra wird als Mörderin ihrer Kinder vorverurteilt. Dann taucht ein Mann auf, der ihr glaubt, weil seiner Frau das gleiche passiert ist. Er sucht immer noch nach Antworten und seiner Tochter.

Am Ende kam alles raus und die Wahrheit ans Licht. Leider wurde nicht berichtet, was mit Danny passiert ist, auch wenn man Rückschlüsse auf das Geschehen ziehen konnte.

Bewertung vom 23.08.2018
Die Flöte von Rungholt
Bertram, Gerit

Die Flöte von Rungholt


sehr gut

Eine Okarina bringt Glück.

Eli Ben Ascher hat alles verloren: seine Familie, Freunde und Verlobte. Sie wurden auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie Juden waren. Er ist dem nur entkommen, weil er zu der Zeit als Händler unterwegs war. Kurzerhand änderte er seinen Namen und sein Äußeres und begab sich auf die Reise, an deren Beginn er eine Okarina geschenkt bekommt, die ihm Glück bringen soll.

Das Buch ist unterteilt in 2 Abschnitte. Teil 1 beginnt im Sommer 1944, aber kurz darauf geht es im Herbst 1360 weiter. Endres gelingt die Flucht und er kann ein neues Leben beginnen. Aber dann wird sein Geheimnis entdeckt und er muss erneut fliehen. Teil 2 beginnt mit der Flucht während der Sturmflut.

Den Sinn der zeitlichen Sprünge habe ich lange nicht verstanden.

Die Geschichte hat mich von Anfang an gefesselt. Ich konnte mich sehr gut in Endres hineinversetzen und konnte mir alles bildlich vorstellen. Ich habe mit ihm gelitten, mich mit ihm über sein neues Leben und seine neue Liebe gefreut und dann wieder darum gebangt. Wie viel Leid kann ein Mensch ertragen, bevor er daran zerbricht?

Das Ende war zwar abrupt, hat mir aber gefallen - nach einem wahnsinnigen Feuerwerk kommt endlich die Ruhe.

Bewertung vom 14.08.2018
Deadline
Pineiro, Rogelio J.

Deadline


ausgezeichnet

Ein riesiger Steuerbetrug.

Mike Ryan ist ein Computergenie und die Firma SoftCorp möchte ihn unbedingt für sich nach Austin gewinnen. Das Angebot ist so gut, dass Mike es annimmt.
Gleichzeitig ermittelt das FBI gegen ein Hightechunternehmen in Austin wegen Geldwäsche.

Das Buch ist unterteilt in 4 Abschnitte. Teil 1 beschreibt die Kontaktaufnahme von SoftCorp zu Mike, um ihn als Mitarbeiter zu gewinnen. Und zeigt die missglückten Operationen des FBI. Teil 2 gibt einen Einblick auf die Hintergründe. Und die FBI-Agentin Karen Frost, die ständig auf Hindernisse stößt. Teil 3 geht tiefer in die Geschehnisse und vermittelt ein klares Bild. Und Karen gelingt immer wieder die Flucht vor ihren Gegnern. Teil 4 zeigt einen ShowDown, der alles aufdeckte.

Das Buch ist spannend geschrieben. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und hatte sofort Sympathien und auch Antipathien. Die technischen Hintergründe wurden verständlich beschrieben und waren für mich als Laien nachvollziehbar. Die Kreise zogen sich über die Finanzbehörde bis zu hochangesehenen Politikern.

Bewertung vom 08.08.2018
Die spektakulärsten Kriminalfälle in Baden
Bürger, Udo

Die spektakulärsten Kriminalfälle in Baden


gut

Chronologische Auflistung der Prozesse mit Todesurteil in Baden.

In Baden gab es zwischen den Jahren 1815 und 1932 insgesamt 70 Hinrichtungen.

Der Autor beschreibt 62 Kriminalfälle, unterteilt in 21 Ortschaften. Kurz und bündig werden die Fakten und anschließend das Urteil nach Zeitungsartikeln und Gerichtsakten beschrieben. Am Ende gibt es noch eine tabellarische, nach Datum sortierte Auflistung der 70 Hinrichtungen.

Bewertung vom 07.08.2018
Perfekt sein muss nur, wer sonst nichts kann
Wolff, Steffi von

Perfekt sein muss nur, wer sonst nichts kann


sehr gut

Schluss mit Fremdsteuerung!

Ich musste viel schmunzeln. Die Autorin bringt es auf den Punkt: wir lassen uns oft von Werbung, Trends oder Meinungen von Anderen leiten. Aber irgendwann merkt man: was man selbst will und macht, tut einem gut!

Ich bin zwar noch keine 50, aber doch schon - wenn auch langsam - auf dem Weg dorthin. Und trotzdem habe ich mich in vielen ihrer Sätze wiedererkannt und bin sehr oft ihrer Meinung. Lebenserfahrung bringt Sicherheit und mit dem Alter wird man gelassener - wenn man es zulässt.