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Benutzername: Tuppi
Danksagungen: 205 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 711 Bewertungen
Bewertung vom 31.05.2021
Nordwestzorn / Soko St. Peter-Ording Bd.2
Jensen, Svea

Nordwestzorn / Soko St. Peter-Ording Bd.2


ausgezeichnet

Vertuschung einer Tragödie.

Im Sommer 2004 ist der 9-jährige Florian in St Peter-Ording verschwunden. 16 Jahre später kehrt Carsten in seine Heimat zurück, der damals in einem Indizienprozess freigesprochen wurde. Aber die Einheimischen halten ihn nach wie vor für den Täter, auch wenn der Junge seither nicht mehr aufgetaucht ist.

Ich habe mich gefreut, die Fortsetzung von Nordwesttod zu lesen, da mich der erste Fall von Niklas und Anna total begeistert hat. Und auch in diesem Buch war ich sofort wieder gefesselt und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Schön, wieder von der Truppe zu lesen, auch wenn der Anlass so unerfreulich war. Ich hatte sofort wieder Sympathien und Antipathien und habe mit den Ermittlern mitgefiebert. Es war fast wie „nach Hause kommen“, auch wenn ich noch nie vor Ort war. Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der nicht langweilig wurde.

Die Soko war zuständig für alte Fälle und rollte das Verschwinden von Florian neu auf. Dabei entdeckten sie ungeheuerliche Fehler der damaligen Beamten, bei denen es wie überall Wichtigtuer und Quertreiber gibt. Aber auch aktuell gibt es Querulanten, die es auf Niklas abgesehen haben.

Die Spannung war durchweg vorhanden und der Fall nahm am Ende eine unvorhersehbare Wendung. Wenn ich mit allem gerechnet hätte, aber damit nicht! Unfassbar und kaum vorstellbar. Alles wurde lückenlos aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Ich hoffe sehr, dass es weitere Fälle mit Niklas und Anna geben wird!

Bewertung vom 31.05.2021
Hundstage für Beck / Nick Beck Bd.1 (eBook, ePUB)
Voss, Tom

Hundstage für Beck / Nick Beck Bd.1 (eBook, ePUB)


sehr gut

Weggabelung.

Nick Beck hat ein Alkoholproblem. Nachdem seine Partnerin bei einem Einsatz ums Leben gekommen ist, macht er sich Vorwürfe. Er fühlt sich schuldig an ihrem Tod und hat sich deshalb in die Provinz versetzen lassen. Am ersten Jahrestag ihres Todes fährt er betrunken nach Hause, als er ein Hindernis überfährt. Zu seinem Entsetzen ist es eine junge Frau, bekleidet nur mit einem BH. In Panik packt er die Tote und möchte sie verschwinden lassen.
Cleo Torner ist Kommissarin beim LKA und schwanger. Ihr Vorgesetzter versetzt sie aus diesem Grund von der Front der Abteilung Rauschgift und Organisierte Kriminalität an einen Schreibtischjob bei der Abteilung regionale Kriminalitätsbekämpfung. Sehr zu ihrem Leidwesen.
Cleo und Nick sollen sich gemeinsam um die verschwundene Nichte des Millionärs der Stadt kümmern.

Der Autor hat einen angenehmen Schreibstil und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Nick und Cleo waren mir sympathisch und ich hatte Mitleid mit beiden. Alkohol ist Teufelszeug, das Geschehenes nicht vergessen, sondern den Menschen unvernünftig werden lässt.

Im Laufe der Zeit kam einiges zum Vorschein, mit dem ich nicht gerechnet habe. Aber alles war schlüssig und am Ende kam dann (fast) alles ans Licht. Ich fand den Abschluss gelungen und es blieben für den Leser keine Fragen offen. Und es gab eine interessante Vorschau auf Band 2. Ich würde sehr gerne weiterlesen, aber muss mich noch gedulden…

Bewertung vom 24.05.2021
Der 7. Patient / Kommissar Steiner Bd.2 (eBook, ePUB)
Olden, Martin

Der 7. Patient / Kommissar Steiner Bd.2 (eBook, ePUB)


weniger gut

Wächter über Leben und Tod.

Hans Keitel, 86, rannte durch den Wald, um seinem Verfolger zu entkommen.
Kommissar Steiner lies sich von München nach Frankfurt versetzen, weil er mit dem Chef nicht auskam.
Ingeborg Zimmer, 81, schwärmt für ihren Arzt Dr. Kupfer. Dessen Arzthelferin beschäftigte etwas, das sie nicht erzählen wollte.

Der Schreibstil war gewöhnungsbedürftig. Die unflätige Ausdrucksweise und aggressive Art von Steiner haben es mir schwer gemacht, Sympathie für ihn aufzubringen. Arrogant, besserwisserisch und gewalttätig führte er sich bei Kollegen, Verdächtigen und Ärzten auf. Ich habe bis weit nach der Hälfte des Buches mit mir gekämpft, um es nicht in die Ecke zu pfeffern. Hätte es mehr Seiten gehabt, hätte ich es sicherlich abgebrochen…

Die Story war auch etwas langatmig und es war lange nicht klar, was die 3 Handlungsstränge miteinander zu tun haben - mit Ausnahme der ermordeten Sprechstundenhilfe, die der Kommissar aufzuklären hatte. Mit seltsamen und teilweise moralisch sehr fraglichen Methoden kam er dem Rätsel auf die Spur. Nach 3/4 des Buches wurde es etwas besser, da wollte ich dann auch unbedingt wissen, wie es ausgeht. Und die letzten 15 Seiten wurden dann endlich spannend und die Geschichte nahm eine unerwartete Wendung. Das Ende hat mich überrascht, der Fall wurde gelöst und es blieben keine Fragen offen.

Bewertung vom 20.05.2021
Jede Liebe führt nach Rom
Lamprell, Mark

Jede Liebe führt nach Rom


gut

Amor macht Überstunden.

Alice ist 19 Jahre alt und besitzt nur wenig Selbstwertgefühl. Sie ist ständig der Meinung, dass sie alle enttäuscht. Ihr Professor brachte sie dazu, in den Semesterferien nach Rom zu reisen. Am Flughafen lernt sie 4 Studenten kennen, die ebenfalls gerade angekommen sind.
Constanze ist gerade Witwe geworden und will ihrem verstorbenen Mann seinen letzten Wunsch erfüllen. Deshalb reist sie mit ihrer Schwägerin und Henrys Asche nach Rom. Dass sie keine „alten Schachteln“ sind, die man übers Ohr hauen kann, hat der Hotelier unsanft gelernt.
Alec und Meg sind seit fast 20 Jahren ein Paar und haben sich mit der Zeit entfremdet. Wegen Fliesen für die Renovierung reisen sie gemeinsam nach Rom. Kann die Stadt ihre Liebe wieder entfachen? Ihr Taxi hatte einen Unfall und Alec kam ins Krankenhaus.
Zwischendurch gab es immer wieder eine Episode vom „Geist der Liebe“, was ich eher störend als interessant fand.

Das Buch ist locker und flüssig zu lesen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. 3 unterschiedliche Schicksale führen zur gleichen Zeit in die ewige Stadt der Liebe. Ich musste immer wieder schmunzeln über die Eigenart der 3 Gruppen und ihren heimischen Gegenübern. Vorurteile sind manchmal sehr amüsant.

Die meisten Charaktere waren mir sympathisch, aber Meg hat es mir unheimlich schwer gemacht. Sie hat nicht nur Alec zur Weißglut gebracht, sondern auch mich. Ich hätte sie mehr als einmal schütteln können… Wieso hat Alec sich das die ganze Zeit gefallen lassen?!? Constanze war zwar nicht so schlimm wie Meg, aber ich habe Lizzie für ihre Engelsgeduld bewundert. Und Alice ist hin- und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und eigenen Wünschen…

Den Sinn des Buches habe ich lange nicht wirklich verstanden, aber es war unterhaltsam. Das Ende fand ich gelungen, aber etwas abrupt und nicht komplett gelöst. Nach einigen Wirren gab es für fast jeden einen gelungenen Abschluss.

Bewertung vom 11.05.2021
Ein Ort für die Ewigkeit
McDermid, Val

Ein Ort für die Ewigkeit


ausgezeichnet

Eine Dorfgemeinschaft hält zusammen.

Im Dezember 1963 verschwand die 13-jährige Schülerin Alison Carter in Scardale. Kriminaloberkommissar George D. Bennett in Derbyshire fährt mit den Dorfpolizisten zur Mutter des Mädchens. Es ist der dritte vermisste Teenager innerhalb des letzten halben Jahres im Umkreis von 30 Meilen. Bisher gibt es keine Spur, alle sind wie vom Erdboden verschluckt

Das Buch ist unterteilt in 2 Bücher und jedes in 3 Teile. Buch 1 beginnt im Dezember 1963, Teil 1 beschreibt das Verschwinden des Mädchen, die Suche nach ihr und das Verhalten der Bewohner. Mit einer schwerwiegenden Entdeckung endete Teil 1 und ging in Teil 2 über, in dem Indizien auftauchten, die auf eine unglaubliche Tat hindeuteten. In Teil 3 findet der Prozess statt.
Buch 2 beginnt mit Teil 2 im August 1998 und darauf folgt Teil 1 im Februar 1998. George war inzwischen im Ruhestand und bereit, den Fall Alison Carter mit einer Journalistin in einem Buch herauszubringen. In Teil 3 kam dann eine unerwartete Wendung ins Spiel.

Der Schreibstil ist angenehm und spannend. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und hatte sofort Sympathien und Antipathien gegenüber den einzelnen Charakteren. Die Dorfgemeinschaft war extrem und alles wurde gut beschrieben - auch die Eigenarten. Die Presse hätte ich erwürgen können, durch deren reißerische Artikel kam es zu Selbstjustiz, die einen unschuldigen Mann das Leben kostete. George Bennet war mir, ebenso wie Tommy Clough, sympathisch und sie haben alles versucht, um Alison zu finden, sind aber an Sturheit, Inkompetenz und Arroganz gescheitert.

Der Fall entwickelte sich zu einem tragischen Ende, das aber ohne Leiche nur auf Indizien beruht. Und der skrupellose Täter wurde von einen erfolgreichen Anwalt vertreten. Kein Fall für schwache Nerven, mir erging es wie den ermittelnden Beamten: die heftigen Beweise gehen unter die Haut und mir drehte sich ebenfalls der Magen um.

35 Jahre später lässt George es endlich zu, dass die Schatten der Vergangenheit endlich verblassen. Mithilfe seiner Familie und der Journalistin Catherine lässt er die Erinnerungen zu und versucht seinen Frieden finden. Aber dann kam etwas ans Licht, dass seine Weltanschauung ins Wanken brachte. Das Ende war heftig, aber ich fand es schlüssig und gut. Ein Thriller der Extraklasse!

Bewertung vom 05.05.2021
Mord macht hungrig

Mord macht hungrig


sehr gut

Kurzweiliges Lesevergnügen.

19 Kurzkrimis mit 8 bis 19 Seiten versprechen appetitliches Vergnügen. Nach jedem Krimi gab es ein passendes Rezept.

Von den Autoren kannte ich nur 2, eine davon Tatjana Kruse, die über den stickenden Kommissar a.D. Siggi Seifferheld schreibt. Da ich diesen sehr gerne lese, habe ich mir auch diese Anthologie besorgt. Mich konnten 13 Fälle überzeugen, 6 Krimis fand ich okay und keine einzige Geschichte war nicht mein Fall. Von den Rezepten fand ich 7 gut, 7 klangen interessant und 5 waren nicht mein Fall.

Bewertung vom 28.04.2021
Die Wächter des Schicksals / Ascalon - Das magische Pferd Bd.2
Felten, Monika

Die Wächter des Schicksals / Ascalon - Das magische Pferd Bd.2


sehr gut

Herrlich mystisch und geheimnisvoll.

Auf dem Birkenhof therapiert Muriels Mutter Renate kranke Pferde. Eines Tages kommt ein neuer Patient: der edle Wallach Ascalon. Muriel ist fasziniert von dem schönen Pferd und spürt eine seltsame Verbundenheit zu dem Tier.

Das Buch ist angenehm zu lesen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Muriel ist ein aufgeweckter Teenager mit einer vorlauten kleinen Schwester. Sie liebt Pferde über alles und verbringt jede freie Minute mit ihnen. Als Ascalon auf den Hof kommt, weiß keiner was mit dem Pferd los ist. Plötzlich wurde das Dressurpferd bockig und unberechenbar und Renate soll herausfinden, warum. Aber sie hatte keinen Erfolg, sie bekam keinen Bezug zu Ascalon, der immer wilder und gefährlicher wurde.

Muriel spürt eine besondere Beziehung zu Ascalon und hat seltsame Träume, die sich völlig real anfühlen. In ihrer Gegenwart war Ascalon lammfromm und lies sich füttern und streicheln, während er ansonsten tobte und randalierte.

Was es mit Ascalon auf sich hatte, wurde erst gegen Ende deutlich. Mir haben die Wendungen und der Ausgang des Buches sehr gut gefallen.

Bewertung vom 23.04.2021
Zwei Frauen
Hellmann, Diana Beate

Zwei Frauen


sehr gut

Der Kampf gegen den Krebs.

Eva ist Baletttänzerin aus Leidenschaft, es war das was sie je wollte. Ihre Balettlehrerin drillte sie bis zur völligen Erschöpfung. Ihre Jugend fiel der Ausbildung zum Opfer. Und als sie endlich Erfolg hatte, brach sie zusammen und kam ins Krankenhaus, nach der Untersuchung wurde sie in die Strahlenklinik verlegt. Ihre Zimmerkameradin war eine junge Frau, die ihre Angst und Unsicherheit mit derber Aussprache überdeckte…

Das Buch ist angenehm zu lesen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Eva hat mir unsagbar leid getan! Frau Gruber war eine herrische alte Schachtel, die ihr das Leben schwer machte. Aber um Erfolg zu haben und ihren großen Traum zu erreichen, tat Eva alles. Und als sie gerade ihr Ziel vor Augen hatte, brach sie zusammen. Nach vielen Untersuchungen stand fest, dass sie Krebs hat - und das wollte sie nicht akzeptieren. Claudia, mit der sie das Zimmer teilte, hat diese Phase schon hinter sich und aus anfänglicher Abneigung wurde mit der Zeit Freundschaft.

Es wurde sehr gut beschrieben, wie Eva durch die Krankheit gegangen ist: von nicht wahrhaben wollen über nicht akzeptieren bis hin zum aufgeben und dagegen ankämpfen. Der Weg ist lang und hart! Hoffnung, dann wieder Rückschläge - dann die Realisierung der verlorenen Kindheit und das Begraben des großen Traums, erfolgreiche Tänzerin zu werden. Einfühlsam und sehr authentisch!

Claudia war mir auch sympathisch und ich verstand ihre Art mit der Diagnose fertig zu werden: durch rüpelhaftes und aufsässiges Auftreten. Und auch ich bewunderte Ihre Entschlossenheit und ihren Mut, sich für die Forschung zur Verfügung zu stellen.

Das Buch hat mich tief berührt und auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle gebracht. Das Thema Sterbehilfe regt zum Nachdenken an und das Ende fand ich bemerkenswert. Nach 26 langen Monaten durfte Eva die Strahlenklinik verlassen. Ich gebe dem Buch 4,5 Sterne.

Bewertung vom 16.04.2021
Die Elemente des Todes
Fischer, Claus C.;Petermann, Axel

Die Elemente des Todes


gut

Profiler vs Sadist.

Daniel sieht sich nicht als Mörder, sondern als Helfer in der Todessehnsucht, denn er begegnete den Leute nur, wenn diese sterben wollten. Hauptkommissar Kiefer Larsen sieht das anders, nachdem er die Morde entdeckt…

Die Geschichte wechselt ständig zwischen und in den Jahren 1994 und 1996, dadurch hatte ich ziemliche Probleme in die Geschichte reinzufinden. Es fing an im Sommer 1996, dann war Frühling 1996, dann war Winter 1994, dann war Sommer 1996, dann war Winter 1994 - das war lange sehr verwirrend und hat mir das lesen und verstehen ziemlich erschwert.

Larsen war mir sympathisch. Er hat vor Jahren seine Tochter verloren, die er nicht aus dem brennenden Haus retten konnte und daran ist auch seine Ehe zerbrochen. Er gab sich die Schuld und hatte immer noch Alpträume. Nach einem Sabatjahr in Amerika, bei der er seine Profilermethoden beim FBI verfeinerte, kehrt er nach Bremen zurück, wo ihn ein Mord empfing. Akribisch ging er an die Arbeit und setzte Puzzleteil um Puzzleteil zusammen.

Daniel war mir zu aalglatt und total von sich überzeugt - aber wie soll ein Sadist sonst sein? Dass er die Leute um den Finger wickeln konnte, war schier unglaublich!

Das Buch war spannend und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen, aber es wäre besser gewesen, wenn der Ablauf chronologisch gewesen wäre. Diese ständigen Zeitwechsel waren ein großer Nachteil. Es dauerte über 150 Seiten, bis ich einigermaßen im Lesefluss war und nur noch wenig Probleme damit hatte.

Gegen Ende wurde es nochmal heftig - nichts für schwache Nerven. Den Schluss fand ich seltsam. Der Fall, bzw. die Fälle wurden zwar aufgeklärt - aber es blieben noch viele Fragen offen: was bezweckt Daniel mit der geplanten Hochzeit? Was ist mit der Ziehtochter Mellie? Was hatten die Ersatzeltern zu verbergen? Und noch einige mehr, auch was Larsen angeht. Ich weiß nicht, ob die im nächsten Fall beantwortet werden und ob ich das Buch überhaupt lesen möchte… Der Fall an sich war interessant und spannend, ich vergebe 2,5 Sterne.

Bewertung vom 13.04.2021
Juwelen
Steel, Danielle

Juwelen


sehr gut

Rückblick auf ein bewegtes Leben.

Als Sarah Whitfield an ihrem 75sten Geburtstag auf ihre Kinder und Enkel wartete, dachte sie zurück auf ihr bewegtes Leben: eine glückliche Kindheit, schmerzhaftes Erwachsenwerden, das Wiederfinden in ein fröhliches Leben und das unerwartete Auftauchen einer großen Liebe, die nach einigen Wirrungen in das große Glück führte.

Das Buch ist angenehm zu lesen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und hatte sämtliche Gefühlsregungen: Freude, Hass, Mitleid, Staunen und Hoffnung. Wie bei dieser Autorin üblich, durften die Taschentücher nicht zu weit weg liegen. Ich habe das Buch genossen und wollte es gar nicht aus der Hand legen.

Sarah war mir von Anfang an sympathisch und ich fand es unsagbar traurig, dass ich mit meinen Vorahnungen in Bezug auf Freddie richtig lag. Als sie sich danach so sehr geißelte, tat sie mir unsagbar leid. Dass sie sich so sehr bestrafte und kein bisschen Freude zuließ, war furchtbar. Aber zum Glück waren ihre Familie und auch William genauso stur und hartnäckig. Doch dann kam noch der Krieg und Sarahs Leben stand abermals Kopf.

Sarah blickt auf ein Leben voller Höhen und Tiefen zurück. Schicksalsschläge trafen sie hart, aber immer wieder folgten auch Momente voller Glück. Sie ließ sich nicht unterkriegen und wuchs an den Herausforderungen. Erstaunlich, was ein Mensch alles ertragen kann, ohne daran zu zerbrechen.