Benutzername: Tuppi
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Bewertungen

Insgesamt 562 Bewertungen
Bewertung vom 21.10.2017
Auf Eis gelegt / Sandra Flemming Bd.1
Michéle, Rebecca

Auf Eis gelegt / Sandra Flemming Bd.1


ausgezeichnet

Nicht immer ist das offensichtliche auch richtig!

Sandra Flemming rechnet damit, den Managerposten im neuen Hotel auf Higher Barton zu erhalten. Aber dann erhält sie doch nur den Posten der Assistentin. Manager wird der arrogante Harris Garvey.
Als er überraschend verschwindet bekommt Sandra seinen Posten. Kurz darauf findet man seine Leiche.
Sandra ist nicht die einzige, die mit ihm aneinander geraten ist. Aber sie hat das größte Motiv...

Ein neues Buch über Higher Barton, aber ohne Mabel. Trotzdem habe ich viele bekannte Charaktere wiedergetroffen.

Meiner Meinung nach ist eine Vorgeschichte aus den früheren Büchern nicht zwingend erforderlich. Zwar entgeht dem Leser dadurch ein schönes Leseerlebnis, aber diese Geschichte beginnt neu.

Den Schreibstil finde ich sehr unterhaltsam und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Es gab Sympathien und Antipathien und die Spannung war durchweg vorhanden. Das Ende hat mich überrascht und ich habe das Buch mit einem Lächeln aus der Hand gelegt.

Bewertung vom 17.10.2017
Knockin' on Heaven's Door
Schweiger, Til; Jahn, Thomas

Knockin' on Heaven's Door


sehr gut

Im Himmel reden alle über das Meer.

Rudi und Martin lernen sich im Krankenhaus kennen. Nach der Diagnose „unheilbar krank“ kommen sie ins selbe Zimmer.
Sie haben nur noch wenige Tage zu leben und unterhalten sich darüber, dass im Himmel über das Meer geredet wird. Aber Rudi war noch nie am Meer. Damit er mitreden kann, wollen sie ans Meer. Dazu schnappen sie sich das erstbeste Auto und fahren los. Allerdings gehört das Auto einem Drogenbaron und der möchte es zurück, weil sich im Kofferraum 1 Million Mark befinden...

Am Anfang gab es ein Personenregister mit der kurzen Info über die einzelnen Figuren. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht der verschiedenen Personen geschrieben. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und habe so auch die verschiedenen Sichtweisen einer Situation erfahren.

Auch wenn es ein ernstes Thema war, so musste ich doch immer wieder lachen. Humorvoll wurde die Geschichte beschrieben und ich konnte in Martin und Rudi nicht die Gangster sehen, die die Polizei verfolgte.

Aus anfänglicher Abneigung wird nach kurzer Zeit gegenseitiges Verständnis und sogar Freundschaft.

Bewertung vom 02.10.2017
Nachts am Brenner / Commissario Grauner Bd.3
Koppelstätter, Lenz

Nachts am Brenner / Commissario Grauner Bd.3


gut

Nicht immer ist der Abschlussbericht richtig.

Commissario Johann Grauner, Polizeidienststellenleiter in Bozen, wird an den Brenner gerufen. Der Bahnvorsteher Guiseppe Bertoldo hat im Morgengrauen auf dem Weg zur Arbeit Zähne und Gehirnmasse auf der Straße gefunden. Im Wald wurde dann die dazugehörende Leiche gefunden: der 87-jährige Jakob Voltinger.

Es war mein erstes Buch dieses Autors und der Schreibstil war angenehm. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Commissario Grauner konnte ich lange nicht einordnen. Am Fundort der Leiche entfernte er eine Visitenkarte von einem Konditor, der schon lange tot ist. Es hatte irgendwas mit dem Tod seiner Eltern zu tun. Sein Kollege hat es gesehen, bekam aber auch keine Erklärung.

Im Laufe der Zeit gab es immer mehr Hinweise auf eine Verbindung zu dem Mord an Grauners Eltern - die wahren Hintergründe kamen aber erst sehr spät ans Licht.

Der Fall reichte bis ans Ende des Zweiten Weltkriegs. Spannend ergaben die losen Fäden der Ermittlungen am Ende ein komplexes Bild. Aber der Epilog brachte noch eine ungeheuere Überraschung.

Bewertung vom 18.09.2017
Beichtgeheimnis / Baltasar Senner Bd.1
Schreiner, Wolf

Beichtgeheimnis / Baltasar Senner Bd.1


sehr gut

Hochwürden ermittelt...

Pfarrer Balthasar Senner hält eine Beerdigung. Bevor der Trauerzug zum Grab aufbricht, wird er in den Beichtstuhl gebeten. Eine ihm unbekannte Frau erzählt von ihren Mordgelüsten am Sparkassendirektor. Kurz darauf hat dieser einen Unfall und stirbt. Hat die Frau etwas damit zu tun? Aber wie soll der Pfarrer herausfinden, wer da im Beichtstuhl saß? Außerdem ist er an das Beichtgeheimnis gebunden...

Das Buch ist angenehm geschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Balthasar war mir sehr sympathisch. Und der Sparkassendirektor hatte nicht nur Freunde.

Balthasar ist ein neugieriger Mensch. Durch die Beichte der Frau wusste er, dass der Unfall nicht zufällig passiert ist. Aber durch das Beichtgeheimnis war er gebunden und konnte niemanden informieren. Also suchte er selbst nach Informationen. Dadurch deckte er eine Verschwörung auf und konnte am Ende sogar eine alte Geschichte aufdecken.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und das Ende war schlüssig. Alles wurde aufgeklärt und abgeschlossen.

Bewertung vom 12.09.2017
Wahrheit / Broken Shore Bd.2
Temple, Peter

Wahrheit / Broken Shore Bd.2


schlecht

Ein Buch mit unsympathischen Protagonisten, das ich nicht lesenswert finde.

In einem der teuersten neuen Wohnkomplexe von Melbourne wurde eine junge Frau tot aufgefunden. Genickbruch und alle persönlichen Dinge inklusive Kleidung fehlen. Stephen Villani ermittelt und muss zusehen, wie ihm Unternehmer mit Hilfe von Politikern die Arbeit erschweren.

Ich hab mich mit dem Buch sehr schwer getan. Der Schreibstil liegt mir nicht, auch wenn ich nicht erklären kann warum. Es war verständlich und ich konnte es mir vorstellen. Allerdings war mir nicht immer klar, was mir das Gelesene sagen soll. Es gab keine Zusammenhänge. Und immer wieder irgendwelche Einwürfe, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ich war öfter kurz davor, das Buch abzubrechen.

Villani war mir nicht wirklich sympathisch. Die Art, wie die Leute miteinander umgegangen sind fand ich erschreckend unpersönlich. Selbst Liebschaften oder die Familienverhältnisse waren emotionslos.

Zu der toten Frau kam noch die Sorge um eine riesige Feuerwalze, die sich unaufhaltsam näherte und das väterliche anwesen bedrohte. Ein weiterer Mordfall: zwei verstümmelte und gefolterte Männer, sowie ein erschossener. Aber alles immer mal wieder kurz angeschnitten und dann irgendwelche Ereignisse aus der Vergangenheit.

Das Ende fand ich nicht gelungen. Die Mörder wurden zwar ermittelt, aber nicht verhaftet. Die Feuerwalze war heftig. Villanis jüngste Tochter wurde ermordet, aber er hat nicht mehr mit seiner Exfrau gesprochen.

Bewertung vom 12.09.2017
Gefährliche Saat
Kubo, Jens

Gefährliche Saat


sehr gut

Ein brandaktuelles Thema sehr gut verpackt.

Djamal ist Deutscher und mit seiner Mutter in Berlin unterwegs, als er von 2 betrunkenen Jugendlichen angepöbelt wird. Er schlägt zurück und als er wieder zu sich kommt, wird er in Handschellen in ein Polizeiauto gesetzt.
Etwa zur selben Zeit findet in Frankreich ein Terroranschlag statt. Ein Mann konnte entkommen und ist unterwegs nach Deutschland.

Es werden abwechselnd beide Geschichten erzählt, wobei es von Anfang an eine Überschneidung gibt: die Mutter von Djamals Freundin erfährt seine Geschichte und arbeitet mit dem BND und BKA an der anderen Geschichte. Erschreckend ist, dass sich alles genau so abspielen könnte.

Ein junger, integrierter Mann wird angegriffen und obwohl er sich nur wehrt, muss er sich dafür verantworten. Dass er noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist, interessiert keinen. Aber er war vor kurzem das erste Mal im Irak und hat dort seine Verwandtschaft besucht. Und er hat einen fanatischen Cousin, von dem er sich aber seit langem distanziert. Denn mit dessen Gesinnung hat er nichts am Hut. Aber dann lernt er einen Mann kennen, dem er vertraut, ohne seine genauen Ansichten zu kennen.

Vivien Mainhardt, die Mutter von Djamals Freundin, versteht sich gut mit dem jungen Mann und hat nicht das geringste daran auszusetzen, dass er bei ihr ein und aus geht. Bei der Arbeit trifft sie zufällig auf Marc Bauer vom BND, für den sie früher schon Gefühle hatte. Aber Djamal, auf den sich Bauers Ermittlungen erweitern, steht zwischen den Beiden.

Das Aufgreifen durch die Polizei verändert Djamal. Obwohl er westlich orientiert ist, stellt er auf einmal alles in Frage. Die Ungerechtigkeit der Polizei, die Anfeindungen in der Bevölkerung und die allgemeine Gefährdung durch arabisches Aussehen, sowie die Aufmerksamkeit von Yusuf bringen ihn zum Zweifeln.

Und dann gab es einen Anschlag, mitten in Berlin und Djamal gerät wieder in die Fänge der Ermittler.

Das Ende fand ich zwar logisch, aber ich hätte es mir anders gewünscht. Djamal hat in letzter Sekunde das Richtige getan, aber dennoch wurde er nicht dafür belohnt. Und ich hätte gerne noch erfahren, welche Erlebnisse Vivien nach 10 Jahren immer noch so sehr beschäftigen...

Bewertung vom 17.08.2017
Eisige Stille
Frasier, Anne

Eisige Stille


ausgezeichnet

Ein Psychopath versetzt junge Mütter in Angst und Schrecken.

Ein Anruf brachte Ivy Dunlap in ihr altes Leben zurück. Vor 16 Jahren ist sie untergetaucht und hat in Kanada mit neuem Namen ein neues Leben begonnen. Jetzt muss sie zurück nach Chicago, um mit dem Leiter der Mordkommission, Detective Max Irving, den Madonna-Mörder zu fassen. 16 Jahre war dieser Serienmörder von der Bildfläche verschwunden und jetzt ist er wieder aufgetaucht. Max ist alles andere als begeistert, dass er sich auch noch um Ivy kümmern muss.

Das Buch ist spannend und ich habe es nur ungern aus der Hand gelegt. Aber es ist auch sehr unter die Haut gegangen. Tote Babys sind mehr als heftig.

Ivy war mir von Anfang an sympathisch. Was sie durchgemacht hat war heftig. Dass sie es überlebt hat und nicht daran zerbrochen ist grenzt an ein Wunder.

Max war mir ebenfalls sympathisch. Als alleinerziehender Vater eines pubertierenden Jungen hat er es nicht leicht. Und dann bekommt er auch noch eine Frau vor die Nase gesetzt, als er einen Serienmörder fassen soll. Er hält Ivy für jemanden, der ein Buch über Psychopathen schreiben möchte. Dass sein Chef, Abraham Sinclair, ihm das eingebrockt hat, nimmt er ihm übel. Richtig unsympathisch war sie ihm nicht - aber ihre Anwesenheit störte ihn.

Erst nachdem Ivy Max die Wahrheit erzählt hat, änderte sich das Verhalten in Sympathie und Achtung. Sie war nicht mehr Eindringling, sondern helfende Mitarbeiterin. Es entstand sogar Freundschaft.

Das Ende war atemberaubend. Ein heftiger Showdown mit guten Ausgang, es blieben keine Fragen offen.

Bewertung vom 17.08.2017
Crashkurs
Hummler, Birgit

Crashkurs


ausgezeichnet

Sind spekulative Investmentgeschäfte im Finanzwesen selten oder üblich?

Andreas Bialas hatte einen Herzinfarkt und fällt aus. Hanna Stankowski übernimmt deshalb die Leitung des Dezernats für Tötungsdelikte bei der Kripo Stuttgart. Sie bekommt die Akte mit dem tödlichen Verkehrsunfall von vor zwei Tagen, da die Untersuchungen eine angesägte Spurstange feststellten.

Ich habe mich beim lesen sehr wohl gefühlt und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Hintergründe der Anlageberatung wurden gut erklärt, sodass auch ich als Laie es einigermaßen verstand. Es handelt sich um das zweite Buch dieser Reihe, aber auch Quereinsteiger finden sich problemlos zurecht, da die Fälle nicht aufeinander aufbauen.

Hauptkommissarin Hanna und ihr Team waren mir sympathisch. Zumindest bis auf Dieter, den arroganten Kollegen, der sich von Frauen nichts sagen lässt. Hanna ist etwas überfordert und muss privat damit fertig werden, dass ihre Tochter das Haus verlassen und nach Chile gehen möchte. Luca ist wegen seiner Freundin nicht ganz bei der Sache, die ihn psychisch fertig macht. Und Andreas fehlt an allen Ecken mit seiner professionellen Art. Staatsanwalt Frentzel ist zwar etwas chaotisch, aber auf ihn ist Verlass. Aber in dem Fall gibt es keine Erfolge. Erst als Hanna Kontakt mit Andreas aufnimmt wird es besser. Die beiden arbeiten perfekt miteinander und ergänzen sich hervorragend. Auch Gerd Stoevesand vom LKA war wieder mit von der Partie.

Der Unfall entwickelte sich zu einem Anschlag und ein Verdächtiger wurde auch gefunden. Aber dann passierte ein weiterer identischer Unfall. Wieder ein Vermögensberater mit einer angesägten Spurstange... Und dabei bleibt es nicht. Für die Ermittler entwickelt es sich zu einer scheinbar unlösbaren Aufgabe mit unterschiedlichen Facetten...

Die Handlung spielt in Stuttgart und enthält viel Lokalkolorit. Ich kenne mich in der Stadt nicht wirklich aus, konnte mich aber mit den eingestreuten Hinweisen doch recht gut zurechtfinden.

Das Ende hat mir sehr gefallen. Spannend und in letzter Sekunde wurde das Schlimmste verhindert. Alles wurde aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Und auch privat beginnen schöne Zeiten für Hanna.

Bewertung vom 12.08.2017
Die Moortochter
Dionne, Karen

Die Moortochter


sehr gut

Eine junge Frau erzählt ihre Geschichte.

Helena lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern auf der einsamen Upper Peninsula. Eines Tages hört sie in den Nachrichten, dass ihr Vater aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Dadurch kommt die Vergangenheit wieder zum Vorschein und damit ihre Angst. Sie ist mit ihren Eltern im Moor aufgewachsen, abgeschieden von der Zivilisation. Als sie 12 war, hat sie erfahren, dass ihre Mutter entführt wurde. Sie wurden aus der Gefangenschaft befreit und ihr Vater kam ins Gefängnis. Als sie 18 wurde, hat sie ihren Namen und ihr Aussehen geändert und ein neues Leben begonnen.
Jetzt ist er geflohen und sicher auf dem Weg, um sich zu rächen.

Das Buch ist interessant geschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Helena hat ihr Leben in der Zivilisation gefunden und das Trauma ihrer Vergangenheit überwunden. Ihr Mann und die beiden Kinder sind ihr ganzes Glück. Und plötzlich ist dieses Glück in Gefahr - denn der Mann, den sie ins Gefängnis gebracht hat, möchte es zerstören.

Manche Kapitel beginnen mit einem Auszug aus dem Märchen "die Tochter des Moorkönigs" von Hans Christian Andersen. Und dann erzählt Helena ihre Geschichte. Sie wechselt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und zeigt, wie ihr Leben ist und war. Sie erzählt von einer unbeschwerten Kindheit und von der Veränderung durch das Erfahren der Wahrheit. Beeindruckend und gefühlvoll erzählt Helena ihre Geschichte. Gegen Ende musste ich immer mal wieder innehalten, damit ich das Gelesene auch verarbeiten konnte.

Das Ende war schlüssig.

Bewertung vom 04.08.2017
Ein Kinderspiel
Roth, Mila

Ein Kinderspiel


ausgezeichnet

Das ungleiche Paar meistert die Aufgabe wieder prima!

Janna hatte einen simplen Botenauftrag, der sich allerdings nicht als einfach rausstellte, denn sie hatte mehrere Verfolger. Auf ihrem Zick-Zack-Kurs blieben sie an ihr dran, sodass sicher war, dass sie verfolgt wurde.
Danach fährt sie mit Markus als Ehepaar getarnt nach Polen, um 2 Jugendliche sicher nach Deutschland zu bringen.

Es freut mich mitzuerleben wie sich Janna und Markus über die Zeit verändern. Die Freundschaft tut ihnen gut. Janna wird selbstbewusster und Markus umgänglicher. Markus' Kollegen fällt die Veränderung ebenfalls auf, denn Janna darf Dinge, die er noch nie aus der Hand gegeben hat. Während sich der Chef darüber freut, reagieren die Kolleginnen darauf sehr verschnupft.

Das Ende war schlüssig und hat mir sehr gut gefallen. Alles wurde aufgeklärt und die nächste Mission ist schon in Sicht...

Ich liebe diese Serie und freue mich schon auf das nächste Abenteuer.