Benutzername: Tuppi
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Bewertungen

Insgesamt 556 Bewertungen
Bewertung vom 17.08.2017
Eisige Stille
Frasier, Anne

Eisige Stille


ausgezeichnet

Ein Psychopath versetzt junge Mütter in Angst und Schrecken.

Ein Anruf brachte Ivy Dunlap in ihr altes Leben zurück. Vor 16 Jahren ist sie untergetaucht und hat in Kanada mit neuem Namen ein neues Leben begonnen. Jetzt muss sie zurück nach Chicago, um mit dem Leiter der Mordkommission, Detective Max Irving, den Madonna-Mörder zu fassen. 16 Jahre war dieser Serienmörder von der Bildfläche verschwunden und jetzt ist er wieder aufgetaucht. Max ist alles andere als begeistert, dass er sich auch noch um Ivy kümmern muss.

Das Buch ist spannend und ich habe es nur ungern aus der Hand gelegt. Aber es ist auch sehr unter die Haut gegangen. Tote Babys sind mehr als heftig.

Ivy war mir von Anfang an sympathisch. Was sie durchgemacht hat war heftig. Dass sie es überlebt hat und nicht daran zerbrochen ist grenzt an ein Wunder.

Max war mir ebenfalls sympathisch. Als alleinerziehender Vater eines pubertierenden Jungen hat er es nicht leicht. Und dann bekommt er auch noch eine Frau vor die Nase gesetzt, als er einen Serienmörder fassen soll. Er hält Ivy für jemanden, der ein Buch über Psychopathen schreiben möchte. Dass sein Chef, Abraham Sinclair, ihm das eingebrockt hat, nimmt er ihm übel. Richtig unsympathisch war sie ihm nicht - aber ihre Anwesenheit störte ihn.

Erst nachdem Ivy Max die Wahrheit erzählt hat, änderte sich das Verhalten in Sympathie und Achtung. Sie war nicht mehr Eindringling, sondern helfende Mitarbeiterin. Es entstand sogar Freundschaft.

Das Ende war atemberaubend. Ein heftiger Showdown mit guten Ausgang, es blieben keine Fragen offen.

Bewertung vom 17.08.2017
Crashkurs
Hummler, Birgit

Crashkurs


ausgezeichnet

Sind spekulative Investmentgeschäfte im Finanzwesen selten oder üblich?

Andreas Bialas hatte einen Herzinfarkt und fällt aus. Hanna Stankowski übernimmt deshalb die Leitung des Dezernats für Tötungsdelikte bei der Kripo Stuttgart. Sie bekommt die Akte mit dem tödlichen Verkehrsunfall von vor zwei Tagen, da die Untersuchungen eine angesägte Spurstange feststellten.

Ich habe mich beim lesen sehr wohl gefühlt und konnte mir alles sehr gut vorstellen. Die Hintergründe der Anlageberatung wurden gut erklärt, sodass auch ich als Laie es einigermaßen verstand. Es handelt sich um das zweite Buch dieser Reihe, aber auch Quereinsteiger finden sich problemlos zurecht, da die Fälle nicht aufeinander aufbauen.

Hauptkommissarin Hanna und ihr Team waren mir sympathisch. Zumindest bis auf Dieter, den arroganten Kollegen, der sich von Frauen nichts sagen lässt. Hanna ist etwas überfordert und muss privat damit fertig werden, dass ihre Tochter das Haus verlassen und nach Chile gehen möchte. Luca ist wegen seiner Freundin nicht ganz bei der Sache, die ihn psychisch fertig macht. Und Andreas fehlt an allen Ecken mit seiner professionellen Art. Staatsanwalt Frentzel ist zwar etwas chaotisch, aber auf ihn ist Verlass. Aber in dem Fall gibt es keine Erfolge. Erst als Hanna Kontakt mit Andreas aufnimmt wird es besser. Die beiden arbeiten perfekt miteinander und ergänzen sich hervorragend. Auch Gerd Stoevesand vom LKA war wieder mit von der Partie.

Der Unfall entwickelte sich zu einem Anschlag und ein Verdächtiger wurde auch gefunden. Aber dann passierte ein weiterer identischer Unfall. Wieder ein Vermögensberater mit einer angesägten Spurstange... Und dabei bleibt es nicht. Für die Ermittler entwickelt es sich zu einer scheinbar unlösbaren Aufgabe mit unterschiedlichen Facetten...

Die Handlung spielt in Stuttgart und enthält viel Lokalkolorit. Ich kenne mich in der Stadt nicht wirklich aus, konnte mich aber mit den eingestreuten Hinweisen doch recht gut zurechtfinden.

Das Ende hat mir sehr gefallen. Spannend und in letzter Sekunde wurde das Schlimmste verhindert. Alles wurde aufgeklärt und es blieben keine Fragen offen. Und auch privat beginnen schöne Zeiten für Hanna.

Bewertung vom 12.08.2017
Die Moortochter
Dionne, Karen

Die Moortochter


sehr gut

Eine junge Frau erzählt ihre Geschichte.

Helena lebt mit ihrem Mann und den beiden Töchtern auf der einsamen Upper Peninsula. Eines Tages hört sie in den Nachrichten, dass ihr Vater aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Dadurch kommt die Vergangenheit wieder zum Vorschein und damit ihre Angst. Sie ist mit ihren Eltern im Moor aufgewachsen, abgeschieden von der Zivilisation. Als sie 12 war, hat sie erfahren, dass ihre Mutter entführt wurde. Sie wurden aus der Gefangenschaft befreit und ihr Vater kam ins Gefängnis. Als sie 18 wurde, hat sie ihren Namen und ihr Aussehen geändert und ein neues Leben begonnen.
Jetzt ist er geflohen und sicher auf dem Weg, um sich zu rächen.

Das Buch ist interessant geschrieben. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Helena hat ihr Leben in der Zivilisation gefunden und das Trauma ihrer Vergangenheit überwunden. Ihr Mann und die beiden Kinder sind ihr ganzes Glück. Und plötzlich ist dieses Glück in Gefahr - denn der Mann, den sie ins Gefängnis gebracht hat, möchte es zerstören.

Manche Kapitel beginnen mit einem Auszug aus dem Märchen "die Tochter des Moorkönigs" von Hans Christian Andersen. Und dann erzählt Helena ihre Geschichte. Sie wechselt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit und zeigt, wie ihr Leben ist und war. Sie erzählt von einer unbeschwerten Kindheit und von der Veränderung durch das Erfahren der Wahrheit. Beeindruckend und gefühlvoll erzählt Helena ihre Geschichte. Gegen Ende musste ich immer mal wieder innehalten, damit ich das Gelesene auch verarbeiten konnte.

Das Ende war schlüssig.

Bewertung vom 04.08.2017
Ein Kinderspiel
Roth, Mila

Ein Kinderspiel


ausgezeichnet

Das ungleiche Paar meistert die Aufgabe wieder prima!

Janna hatte einen simplen Botenauftrag, der sich allerdings nicht als einfach rausstellte, denn sie hatte mehrere Verfolger. Auf ihrem Zick-Zack-Kurs blieben sie an ihr dran, sodass sicher war, dass sie verfolgt wurde.
Danach fährt sie mit Markus als Ehepaar getarnt nach Polen, um 2 Jugendliche sicher nach Deutschland zu bringen.

Es freut mich mitzuerleben wie sich Janna und Markus über die Zeit verändern. Die Freundschaft tut ihnen gut. Janna wird selbstbewusster und Markus umgänglicher. Markus' Kollegen fällt die Veränderung ebenfalls auf, denn Janna darf Dinge, die er noch nie aus der Hand gegeben hat. Während sich der Chef darüber freut, reagieren die Kolleginnen darauf sehr verschnupft.

Das Ende war schlüssig und hat mir sehr gut gefallen. Alles wurde aufgeklärt und die nächste Mission ist schon in Sicht...

Ich liebe diese Serie und freue mich schon auf das nächste Abenteuer.

Bewertung vom 31.07.2017
Das Haus der schönen Dinge
Rehn, Heidi

Das Haus der schönen Dinge


ausgezeichnet

Eine rührende Familiengeschichte über 3 Generationen.

Jacob und Thea Hirschvogel eröffnen Ende des 19. Jahrhunderts ein Kaufhaus in München. Schnell werden sie erfolgreich, denn das außergewöhnliche Ambiente spricht die gehobenere Gesellschaft an.
Leider besitzt ihr Sohn Benno kein Interesse an dem Kaufhaus, dafür aber Tochter Lily.

Heidi Rehn steht für interessante Unterhaltung mit ernstem Hintergrund. Auch mit diesem Buch konnte sie mich begeistern. Ihr lebhafter Schreibstil gab mir das Gefühl, die Geschichte tatsächlich mitzuerleben.

Die Familie Hirschvogel war mir sympathisch. Thea und Jacob gehen in der Arbeit im Kaufhaus auf und auch Tochter Lily besaß die Begeisterung dafür. Benno, der Erstgeborene, interessiert sich mehr für Medizin und Sepp, der Jüngste, war sehr kränklich.

In Sachen Liebe ist es für Benno und Lily nicht leicht. Lily verliebt sich in einen Hallodri - aber daraus entstehen 2 Kinder, die sich auch für das Kaufhaus interessieren.

Aber der Erste Weltkrieg und auch die Zeiten vor dem Zweiten Weltkrieg sind nicht einfach, und dann kommen die Nazis an die Macht...

Freundschaften entstehen, zerbrechen und manche leben wieder auf. Intrigen, Affären und Verleumdungen machen die Geschichte interessant. Und auch die Liebe steht oft vor großen Hürden. Das Ende war plausibel.

Bewertung vom 13.07.2017
ReeperWahn
Wolff, Steffi von

ReeperWahn


weniger gut

Dumm und dümmer.

Herbert ist der Herausgeber vom Kiez-Report, einem Sex-Schmuddelblättchen. Cholerisch und mit notorisch schlechter Laune macht er seinen Mitarbeiterinnen das Leben schwer. Die 5 Frauen, die für ihn arbeiten, bleiben jeweils nur dort, damit die anderen 4 nicht alleine sind.

Gerlinde hat ein Krokodil mit Kontaktlinsen als Haustier, das der Vormieter in der Badewanne vergessen hatte. Außerdem muss der Nachbar von obendrüber durch ihr Schlafzimmer, weil seine Wohnung keine Eingangstür, sondern nur eine Falltür mit Strickleiter hat, die zu ihrem Schlafzimmer führt. Und außerdem steht der Gerichtsvollzieher vor der Tür, wegen den Schulden ihres Ex-Mannes.

Brigitte ist über alle Maßen vergesslich und beschwert sich immer, dass ihr Mann, den sie immer anders nennt, sich von ihr trennen will.

Peggie hat sich für ihren Mann dürr gehungert und jetzt setzt er ihr seine Affäre vor die Nase, die nun sofort bei ihm einzieht.

Heidi möchte immer mit Weisheiten glänzen, verpfuscht es aber, weil sie immer etwas falsch erzählt. Außerdem hatte sie noch nie einen Freund.

Und Liesel hat Fotos vom Chef bekommen, um über einen neuen Puff zu schreiben. Auf den Bildern hat sie ihren Mann in eindeutiger Stellung mit einer Nutte erkannt.

Nachdem sie mehrere Flaschen Sekt getrunken hatten, hatten sie eine Idee: Herbert muss sterben. Dann geht es ihnen besser. Erst Herbert und dann noch die Mistkerle, die ihnen das Leben so schwer machen. In einer Kneipe gehen sie auf Mördersuche und finden sogar jemand. Oscar saß wegen Mord schon im Knast und hat eine furchtbare Hausstauballergie und 2 Kuscheltiere, die er nicht hergibt.

Heinrich, das Krokodil, ist eigentlich ganz friedlich und tut niemandem was, außer den Vögeln, die ihm die Zähne säubern - aber als der Gerichtsvollzieher sich auf ihn setzt, schnappt er zu. Nun hat Gerlinde einen Toten am Hals und den Mordauftrag in Planung.

Die Story ist dermaßen an den Haaren herbei gezogen und total übertrieben, sodass sie fast schon wieder gut ist. Allerdings musste ich spätestens nach jedem Kapitel eine Pause machen, denn ich konnte während dem Lesen immer wieder nur noch den Kopf schütteln über so viel Dummheit, Naivität und Ungeheuerlichkeiten.

Das Ende war genau so grotesk wie das ganze Buch.

Bewertung vom 07.07.2017
Dark Web
Etzold, Veit

Dark Web


ausgezeichnet

Ist das Darknet wirklich anonym?

Der Prolog zeigt ein Gespräch zwischen dem Börsenhändler Oliver Winter und der russischen Mafia im August 2015.

Buch 1 wechselt zwischen 2010, als der russische Geheimdienst die Hegemonie wiederherstellen möchte, 2014 mit einem Menschen-Schleuser, 2015 mit einem Auftragskiller, einer Ermittlerin gegen Internetkriminalität, einer Delegationsreise in Silicon Valley, einem Berliner Aktienhändler und dem Leiter der IT-Sicherheit der EZB.

Buch 2 gibt einen guten Einblick in das Darkweb. Oliver startet mit seinem Kumpel Narcobay, eine Handelsseite für Drogen - seine Karriere in den dunklen Seiten des Netzes beginnt. Und Holos, das deutsche Google, startet. Jasmin von BND hat das Gefühl, dass damit nicht alles in Ordnung ist, aber ihr Chef tut das ab. Und aus einem tschechischen Kinderheim werden Mädchen adoptiert, ohne dass Fragen gestellt werden.

Im Buch 3 wird die Russenmafia Geschäftspartner bei Narcobay. Jasmin sucht mit Hilfe von Freunden beim BKA immer noch nach Ungereimtheiten bei Holos, aber die Firma steht solide da. Und Oliver bekommt vom Puppendoktor sämtliche Details zu dessen lebenden Dolls.

Buch 4 bringt die einzelnen Handlungsstränge zusammen und endet in einem gewaltigen Showdown.

Das Buch ist spannend. Mit den verschiedenen Handlungssträngen kam ich gut zurecht. Ist es wirklich so einfach, im Dark-Web illegal zu agieren? Erschreckend!

Ab Buch 3 geht die Geschichte an die Nieren. Die Beschreibungen der lebenden Dolls waren sehr heftig.

Oliver hat mir von Anfang an leid getan. Das Pech an der Börse, ausgelöst durch seine Frau, hätte ihn in den finanziellen Ruin getrieben - hätte ihm nicht ein Bekannter die Möglichkeit gegeben, dies abzuwenden. Was anfangs relativ harmlos begann, wurde schnell zu einem furchtbaren Strudel, aus dem es kein Entkommen gab. Aber irgendwann bekam sein Gewissen wieder die Oberhand. Gegen die Russenmafia zu agieren ist aber ein sehr gefährliches Spiel...

Auch Jasmin war mir sehr sympathisch. Als Mutter eines Säuglings und mit einem Künstler als Lebenspartner ist es nicht einfach in diesem Job. Zumal sie auch noch sehr ehrgeizig, beharrlich und ambitioniert ist.

Antonija war auch ein interessanter Charakter. Ein Allroundtalent mit vielen Identitäten, die zwischen gut und böse variiert. Aber trotzdem nicht unsympathisch wurde.

Das Ende war logisch. Leider gab es die ein oder andere unschöne Szene - aber harmonisch und ganz glücklich kann die Geschichte ja nicht enden, sonst würde es nicht passen.

Die 5 Stufen der digitalen Welt: Internet -> Clear Web -> Deep Web -> Dark Web -> Cthulhu Web.

Bewertung vom 21.06.2017
Schlussblende / Tony Hill & Carol Jordan Bd.2
McDermid, Val

Schlussblende / Tony Hill & Carol Jordan Bd.2


sehr gut

Die Arbeit mit Psychopathen geht an die Substanz.

Der Prolog zeigt den erfolgreichen Fernsehstar Jacko Vance, der auf einer Abendveranstaltung eine junge Frau aussucht und sie zu einem geheimnisvollen Treffen bittet. Für eine Rolle im Fernsehen lässt sie die Schule gerne ausfallen...

Teil Eins beschreibt die neue Arbeitsstelle von Detective Chief Inspector Carol Jordan, in der sie ihr Team auf auffällige Brände aufmerksam macht, sowie die neue National Offender Profiling Task Force unter Leitung von Dr. Tony Hill, der seinen neuen Mitarbeitern die Hintergründe von Serientätern nahe bringt, und des Fernsehstars Micky Morgen, die mit Jacko Vance verheiratet ist.
Als Shaz aus Dr. Hills Team einen Zusammenhang zwischen den vermissten Mädchen und dem TV-Star Vance herausfand, wurde sie von ihren Kollegen ausgelacht.

Teil Zwei beginnt mit dem Auffinden der bestialisch zugerichteten Leiche von Shaz.

Ich habe mich beim lesen sehr wohl gefühlt und konnte mir alles sehr genau vorstellen. Leider auch die niederträchtigen Gemeinheiten des Psychopathen.
Der erste Band dieser Reihe lag schon einige Zeit zurück, aber es hat nicht lange gedauert, bis die Erinnerung wieder da war. Carol ist mir immer noch sympathisch, ebenso wie Dr. Hill. Und auch die meisten neuen Gesichter konnte ich gut leiden. Shaz war eine ehrgeizige junge Frau, die sich nur einen Fehler erlaubte: um dem ironischen Spott ihrer Kollegen zu entgehen, suchte sie alleine nach dem Beweis für ihre These.

Am Ende kam dann doch alles raus und beide Fälle wurden spektakulär gelöst. Leider war dann aber doch nicht alles ganz abgeschlossen, sodass ich einen Stern Abzug gebe.

Bewertung vom 15.06.2017
P.S. Ich liebe Dich
Ahern, Cecelia

P.S. Ich liebe Dich


ausgezeichnet

Ein wunderschönes Buch, bei dem man viele Taschentücher braucht.

Holly ist mit 29 Witwe geworden. Ihr Mann Gerry verlor den Kampf mit dem Krebs. Und Holly fällt in ein tiefes Loch. Doch eines Tages bekommt sie einen Brief. Gerry hat das vorausgesehen und ihr für jeden Monat einen Brief mit einer bestimmten Aufgabe dagelassen.

Das Buch hat mich tief berührt. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und habe Hollys Stimmungen regelrecht gefühlt. Ich habe mit ihr geweint und mit dem Schicksal gehadert, konnte aber auch mit ihr über die Erinnerungen lachen. Aber ich bin heilfroh, dass ich immer wieder in mein wirkliches Leben zurück durfte und hoffe, das mir so ein Schicksalsschlag erspart bleibt.

Holly ist eine lebenslustige Frau, die einen Wunsch hatte: mit 30 wollte sie einen Mann, ein Kind und einen tollen Beruf haben. Aber an ihrem 30sten Geburtstag hatte sie nichts davon. Nur die Erinnerung an Gerry und ihre gemeinsame Zeit. Ihre Arbeit hatte sie gekündigt, um die verbleibende Zeit bis zu seinem Tod gemeinsam mit ihm zu verbringen. Und danach igelte sie sich ein. Wollte von niemandem etwas wissen, weder Freunde noch Familie kamen an sie ran. Doch dann tauchten Briefe auf. Gerry will sie mit kleinen Aufgaben ins Leben zurück bringen. Liebevoll versucht er, ihr über den Verlust hinweg zu helfen.

Auf ihren schweren Weg der Trauer wurde sie von ihrer Familie und Freundinnen begleitet - auch wenn alle manchmal an ihre Grenzen kamen. Aber das Leben geht weiter...

Bewertung vom 08.06.2017
Die Bestimmung des Bösen
Corbin, Julia

Die Bestimmung des Bösen


sehr gut

Wie selektiert man für die biologisch überlegene Spezies?

Auf der Reißinsel, einem Naturschutzgebiet bei Mannheim, werden die Leichen von zwei jungen Frauen gefunden. Die Hauptkommissare Alexis Hall und Oliver Zagorny sollen die Morde aufklären. Die Biologin Karen Hellstern untersucht die Insekten, die in den Toten gefunden wurden.
Zwischendurch gibt es immer wieder Rückblenden auf die Erfahrung eines junges Mädchens und eines jungen Mannes von vor 25 Jahren bis vor 4 Jahren.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Spannung war durchweg vorhanden. Ich konnte mir anfangs keinen Reim auf die Rückblenden machen, doch irgendwann habe ich den Sinn verstanden.

Alexis ist eine sympathische junge Kommissarin, die sich gut in der Männerwelt zurechtgefunden hat. Ihr Privatleben ist ziemlich durcheinander, da sie aufgrund ihrer Erfahrungen in der Kindheit und Jugend keine wirkliche Nähe zulässt. Ihre Eltern waren Mörder und ihr Adoptivvater sah in ihr das Forschungsobjekt, um das Killer-Gen zu erforschen.

Weitere Morde und mysteriöse Vorkommnisse bringen Alexis immer mehr in die Isolation, da sie sich nicht traut, mit jemandem darüber zu reden. Das Ende hat mich total überrascht und der neue Spannungsbogen, als eigentlich alles schon aufgeklärt war, fand ich super. Es blieben keine Fragen offen.