Autor im Porträt

Toptitel von Tatjana Kruse

Klappe zu, Gatte tot

Broschiertes Buch
Wer sagt denn, dass Mord eine todernste Sache sein muss? Alles im Leben birgt Komik, auch der Tod. Und alles im Leben lässt sich heiter angehen, sogar ein Auftrags- und vor allem ein Rachemord.
Hier beißen nicht nur Ehemänner unfreiwillig ins Gras - auch kurpfuschende Schönheitschirurgen, prahlende Arbeitskollegen, grobmotorische Stripper und Männer, die zufällig das falsche Aftershave verwendeten, müssen gezwungenermaßen ins Licht am Ende des Tunnels gehen. Mit einer ordentlichen Portion schwarzem Humor werden sie vom Leben zum Tode verbracht. Wobei es mitnichten männerfeindlich zugeht: hie und da stirbt auch eine hochnäsige Cousine oder eine Grande Dame des deutschen TV-Talks.
Gelegentlich werden auch nur die Schlafzimmertresore abfindungssatter Ex-Banker geknackt, völlig leichenlos und unblutig. Kurzum, die ganze Bandbreite des fiktiven Verbrechens wird in diesem Sammelband augenzwinkernd serviert: Monty Python meets Coen Brüder - mitten auf den Lachmuskeln der Leser.
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9,50 €

 

Leichen, die auf Kühe starren

Broschiertes Buch
STILLLEBEN MIT LEICHENTEILEN: KRIMIVERGNÜGEN IN KITZ!Skilehrerterror oder rabiate Hinterseer-Fans? Tote zwischen Touristenattraktionen!Zwischensaison im Tiroler Tourismusort Nr. 1: Die Gäste haben Kitzbühel verlassen. Es könnte so friedlich sein unterhalb der Streif. Fast schon langweilig. Doch da findet man ein Männerbein in der Eisgrube des Eishockeystadions, eine manikürte Männerhand im Schwarzsee und einen Männerkopf in einer Truhe des Stadtmuseums. Wenn man die drei Teile zusammensetzt, bilden sie allerdings kein Ganzes. Will heißen, es handelt sich um die Reste von drei verschiedenen Leichen. Und das ist erst der Anfang! Wo normalerweise Sportgrößen und Promis in schöner Eintracht Weißwürste speisen, kann einem jetzt durchaus der Appetit vergehen: Es geht mörderisch zu! Zimmermädchen Luisa kennt die dunkelsten Geheimnisse ihrer Gäste und ermittelt, tatkräftig und gewieft, auf eigene Faust - denn nirgends ist man den Schurken näher als in ihren Hotelbadezimmern ... Doch bald
ist auch Luisas Haut in Gefahr ... Krimödienkönigin in Kitz: Lachtränengarantie!Wo Tatjana Kruse mordet, ist niemand sicher. Jedenfalls nicht vor den Pointen, die Kruse "völlig ungeniert gleich salvenweise aus der Hüfte" schießt (Focus, Ralf Kramp). Es ist ein Feuerwerk aus Gags und Lachern, das von der "Königin der Krimödie" abgefeuert wird. Diesmal hat sie sich einen ganz besonderen Tatort ausgesucht: Zwischen Hahnenkamm und Stanglwirt, zwischen Reichen, Schönen und Toten treiben Ganoven ihr Unwesen. Ist ein Skilehrer im Sommerloch ausgerastet und zum Serienmörder geworden? Oder sind gefährliche Kriminelle in Kitz unterwegs, um die Dienste der hervorragenden Schönheitschirurgen hier in Anspruch zu nehmen? Ein paar äußerst dubiose Gestalten treiben sich in der Stadt herum (also noch mehr als ohnehin schon), und auch die Hinterseer-Fan-Gruppe benimmt sich noch seltsamer als sonst. Und dann fällt auch noch die Presse ein ... "Herrlich, wie Kruse Kitzbühel auf die Schippe nimmt: großartig getroffen und trotzdem liebevoll!""Endlich ein neuer Krimi von Tatjana Kruse: Keine kann es besser, keine schreibt lustiger! Nach einem Buch von ihr bin ich jedes Mal bester Laune!"
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12,95 €

 

Tatjana Kruse

Kruse, TatjanaTatjana Kruse, Jahrgangsgewächs aus süddeutscher Hanglage mit Migrationshintergrund (Vater Schweizer, Mutter Friesin), lebt und arbeitet in Schwäbisch Hall (kein Synonym für eine Bausparkasse, sondern die vermutlich kleinste Metropole der Welt). Seit dem Jahr 2000 schreibt sie Kriminalromane, aber ihre wahre Liebe gilt den Sahnehäubchen des Genres: den Kurzkrimis. Folgerichtig erhielt sie ihren bisher einzigen Literaturpreis, den "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft, für ihren Kurzkrimi "Cool-Man schlägt zu". Bei KBV erschienen von ihr bereits drei Kurzkrimi-Sammlungen.www.tatjanakruse.de

Kundenbewertungen

Finger, Hut und Teufelsbrut / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.3

Bewertung von Tuppi am 03.01.2013
Ich freu mich schon auf Band 4! Dieses Mal tritt eine junge Inderin auf die Journalistin MaC zu und erzählt ihr, daß der indische Kulturattaché bei seinem Besuch entführt werden soll. Während sie zusammen mit Siegfried Seifferheld versucht mehr darüber herauszufinden, wird die junge Inderin vor ihren Augen entführt. Als sie auf der Pressekonferenz den jungen Botschafter informieren wollen, wird auch dieser vor ihren Augen gekidnappt. Seifferheld ist ein sympathischer Mann, der nach einem Banküberfall angeschossen wurde und sich deshalb im Vorruhestand befindet. Seine Freundin, die Reporterin MaC ist inzwischen bei ihm eingezogen. Seine Nichte Karina ist Mutter geworden und muß sich mit ihrem Freund auseinandersetzen, der ihr nicht glaubt, daß dieses "Chinesen-Balg" sein Sohn ist. Auch seine Tochter Susanne ist Mutter geworden und deren Mann hat unter den Zurückweisungen seiner Liebe zu leben. Und dann mischt sich auch noch seine Kollegin ein und schickt Susanne die Polizei auf den Hals. Seifferhelds Schwester Irmgard ist mittlerweile verheiratet. Als Pfarrer befindet sich ihr Mann als Missionar in Afrika, weshalb Irmgard vorübergehend wieder zu ihrem Bruder zieht. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Figuren sind wunderbar beschrieben und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Autorin schreibt sehr angenehm und mit einem Humor, der mich total anspricht. Bei den Szenenwechseln steht jeweils ein lockerer Spruch, bei denen ich ständig lachen musste. Das Leben von Siegfried Seifferheld ist alles andere als langweilig. Die Geschichte ist vielseitig und das Verbrechen nur ein Teil davon. Am Ende wurde alles aufgeklärt. Die "Tat" ebenso wie die Vaterschaft von Karinas Kind, die Eheprobleme von Susanne und Irmgard und das Beziehungschaos von MaC und Siegfried. Sehr interessant fand ich das "who is who" am Anfang des Buches, in dem die einzelnen Figuren aufgelistet sind.

Pizza, Pasta, Sanddorngrog

Bewertung von duskgecko am 31.01.2013
Wieder ein Inselkrimi von Tatjana Kruse bei dem ich Tränen gelacht habe. Einfach zu komisch wie Ugo ständig im Rampenlicht steht und die Tarnung aufzufliegen droht.Melisande Wagenkötter in jedem einen potentiellen Attentäter sieht und diese dann auch überwältigt und das Chaos quasi anzieht. Dazu Karsten Wong der durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist ,die Ordnung aufrecht hält und stoisch Tee kocht der einem die Schuhe auszieht. Dazu weiter abgedrehte Leutchen die es nicht einfacher machen die erfundenen Identitäten der 'Mustermanns' alias Wagenkötter/Wong/Canoli aufrecht zu halten. Habs in einem Rutsch durchgelesen und kann es kaum erwarten bis wieder ein Inselkrimi rauskommt! Einfach saukomisch!

Finger, Hut und Teufelsbrut / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.3

Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 18.02.2015
Ein "Krimi", bei dem man aus dem lachen kaum heraus kommt. Ich fand Band 1 und 2 schon klasse und dieser steht den beiden in nichts nach. Total chaotische Familienverhältnisse, ein außergewöhnlicher Freundeskreis und das ganze gemischt mit kriminalistischen Ermittlungen. Eine gelungene Mischung. Schade. das der Band viel zu schnell zu Ende war.Ich freue mich schon sehr auf Band 4. Reihenfolge der Siegfried Seifferheld-Reihe: 1. Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich 2. Nadel, Faden, Hackebeil 3. Finger, Hut und Teufelsbrut 4. Gestickt, gestopft, gemeuchelt 5. Sticken, stricken, strangulieren 6. Der Tod stickt mit

Finger, Hut und Teufelsbrut / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.3

Bewertung von tassieteufel am 15.06.2012
Im Hause Seifferheld herrscht mal wieder Chaos pur! MaC ertappt ihren Siggi bei trautem Geplauder mit einer Radioreporterin und zieht kurzer Hand aus, dafür zieht Siggis Schwester Irmi wieder ein, denn der frisch getraute Gatte ist auf Missionsreise in Afrika. Tochter Susanne kämpft mit ihren Pfunden und Nichte Karina versucht eine plausible Erklärung dafür zu finden, wieso sie von ihrem afrikanischen Freund Fela ein asiatisches Baby bekommen konnte. Siggi soll seine eigene Sticksendung im Radio moderieren und der VHS Männerkochkurs hilft bei der Einrichtung eines Bistros. Eigentlich genug Stress für Siegfried Seifferheld, doch wird er mal wieder gegen seinen Willen in einen Kriminalfall verwickelt. Eine indische Studentin hat angeblich Informationen darüber, das der indische Kulturattaché, der Schwäbisch Hall einen Besuch abstatten will, entführt werden soll und bis auf Siggi und MaC scheint niemand die Sache sonderlich ernst zu nehmen. Als dann erst die junge Frau und kurz drauf der Kulturattaché entführt werden, ist natürlich alles in heller Aufruhr und nur Siggi scheint hier den Durchblick zu haben. Ich gebs zu, den inzwischen dritten Fall für den pensionierten Kommissar Seifferheld habe ich weniger wegen des Krimifalls gelesen, als vielmehr wegen des chaotischen Familienlebens drumherum. Denn auch wie schon in den 2 Vorgängern ist der Krimifall eher Randgeschehen und dient allenfalls dazu, das verwickelte Familienleben von Seifferheld noch etwas aufzupeppen. Wer also einen spannenden, gut ermittelten Krimi sucht, der ist hier mit Sicherheit falsch! Wer sich aber für liebenswert-schräge Figuren, die von einer bizarren Situation in die nächste geraten, begeistern kann, der wird hier viel Freude haben! Ich habe stellenweise laut lachen müssen und mich eigentlich das ganze Buch über köstlich amüsiert. Ganz so ernst nehmen kann man das Ganze freilich nicht, ich denke da nur an den trommelnden Pfarrer mit Reizdarm....... Insgesamt ist Tatjana Kruse mit ihrem 3. Seifferheld Krimi wieder ein herrlich humorvolles Buch voller witziger Ideen gelungen, das man nur schwer aus der Hand legen kann und die 300 Seiten hatte ich im Nu durchgelesen. Jedes Kapitel ist mit einem witzigen Spruch oder gelungenem Zitat überschrieben und es gibt auch wieder diverse locker-flockige Polizeiberichte aus Siggis Feder. Fazit: hier werden mal wieder die Lachmuskeln trainiert! Auch Seifferhelds dritter Fall hat mich begeistert und mir launige Lesestunden beschert. Bleibt zu hoffen, daß es noch einige Fälle für den stickenden Kommissar a.D. aus Schwäbisch Hall und seine schräge Familie geben wird.

Jeder Mann ein Treffer

Bewertung von sommerlese am 13.06.2016
Mara, 44 Jahre alt, startet nach dem Ende ihrer Beziehung einen radikalen Neuanfang und zieht nach Hamburg. In dieser Großstadt wird sich ja wohl neben einem neuen Job auch ein neuer Mann finden. Sie beendet ir langweiliges Kleinstadtleben und zieht zum ersten Mal in eine WG. Dort tummeln sich wahrlich schräge Vögel, die ihr aber bald schon ans Herz wachsen. Ob sie wohl ihre große Liebe findet? Auf jeden Fall erlebt sie so einige bunte Abenteuer! Tatjana Kruse mag ich als Krimiautorin sehr gern und auch mit diesem Roman ist ihr eine lustige Lektüre gelungen. Sie hat einfach einen Erzählstil, der mit spitzen Bemerkungen und flotten Beschreibungen den Leser zum Lachen oder Schmunzeln bringt. In "Jeder Mann ein Treffer" erlebt ihre Protagonistin Mara einen Neuanfang und lernt nach ihrem biederen Kleinstadtleben viele neue Leute und andere Lebensweisen kennen. Sie kommt mir manchmal vor, als wenn sie erst aus der Schule entlassen wäre, scheinbar waren die letzten 20 Jahre an ihr ohne große Erlebnisse vorbei gegangen. Die Enttäuschung, von ihrer Jugendliebe gegen eine jüngere Frau ausgetauscht zu werden, steckt ihr noch in den Knochen. Doch da ist sie in der turbulenten WG genau richtig. Sie bringen sie dazu, sich in das Großstadtleben zu werfen und von nun an wird kein Trübsal geblasen. Sie macht einige Männerbekanntschaften, die soviel darf ich schon verraten, auch nicht gerade das Gelbe vom Ei sind. Sogar amoröse Abenteuer der besonderen Art erlebt sie und das ist für ihr gewohntes eintöniges Landei-Sexleben schon echt gewagt. Auf alle Fälle lebt Mara richtig auf, wird unternehmungslustig, wagt alle möglichen Dinge und macht Mut, nach einer Trennung nicht die Flinte ins Korn zu werfen, sondern lebenslustig durchzustarten. Egal, was da kommt, oder in diesem Fall wer da ihr alles in den Weg tritt. Der typische trockene Humor Tatjana Kruses sorgt auf jeder Seite für lustige Episoden aus Maras neuem Leben und damit folgt ein Lachknaller dem nächsten. Sie ist manchmal herrlich unbeholfen, hat das Herz auf dem rechten Fleck und findet auf einmal wieder richtig Spaß am Leben. Sie wird selbstsicher, weiß auf einmal was sie will und wird ihren weiteren Weg schon erfolgreich machen. Auch wenn ihre Männerbekanntschaften hier eher Nieten waren, hat mir das Buch gefallen. Wer sich gut von einem Frauenroman gut unterhalten lassen möchte, dem kann ich dieses Buch gern empfehlen. Ich geniesse den bissigen Humor der Autorin immer sehr!

Gestickt, gestopft, gemeuchelt / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.4

Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 05.03.2015
Wieder ein spannender Fall für Siggi Seifferheld . Spannend bis zum Schluss und -wie immer- herrlich komisch. Es gibt allerlei Situationskomik und auch einige Unterhaltungen regen zu Lachsalven an. Nebenbei ermittelt der Kommissar im Ruhestand auch noch den Mörder der beiden Damen, was sich als komplizierter, als zunächst angenommen, erweist. Reihenfolge der Siegfried Seifferheld-Reihe: 1. Kreuzstich, Bienenstich, Herzstich 2. Nadel, Faden, Hackebeil 3. Finger, Hut und Teufelsbrut 4. Gestickt, gestopft, gemeuchelt 5. Sticken, stricken, strangulieren 6. Der Tod stickt mit

Gestickt, gestopft, gemeuchelt / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.4

Bewertung von tassieteufel am 26.08.2013
Die Schwäbisch Haller Freilichtspiele stehen unter keinem guten Stern. Kurz nacheinander werden 2 junge Hauptdarstellerinnen in ihrem Wohnheim grausam in der Badewanne ermordet. Während die Polizei noch im Dunkeln tappt, stößt der pensionierte Kommissar Siggi Seifferheld auf eine brisante Spur: Erpressung. Im Tagebuch der ersten Ermordeten finden sich verschlüsselte Hinweise auf verschiedene Liebhaber der Toten. Aber auch privat hat Seifferheld mal wieder viel um die Ohren, Tochter Susanne will heiraten, Nichte Karina schreitet gegen das Unrecht mit diversen illegalen Aktionen zur Tat, Schwester Irmgard hat vorrübergehend ihren trommelnden Helmerich verlassen und seine Marianne ertappt ihn mal wieder ungerechter Weise in der ein oder anderen verfänglichen Situation. Auch der vierte Fall für den pensionierten Kommissar Seifferheld wird von Autorin Tatjana Kruse gewohnt launig, pointiert und mit viel Sinn für Situationskomik erzählt. Alle lieb gewonnenen Figuren aus den Vorgängern sind wieder mit dabei und natürlich nimmt Seifferhelds nicht ganz so einfaches Privatleben einen großen Raum ein. Doch im Gegensatz zum 3. Teil bleibt hier der Krimifall immer präsent und wird von Siggi auch solide ermittelt. Auf die Lösung wäre ich so auch nicht gekommen, aber das Ganze ist logisch und in sich auch schlüssig. Ein wenig vermißt habe ich diesmal die schrägen, slapstickartigen Szenen in die sich Seifferheld immer so gekonnt hineinmanövriert und die zusätzlich zu dem humorigen Schreibstil immer noch für diverse Lacher gesorgt haben, aber das ist sicher Ansichtssache. Gefahrhund Onis sorgt mit seinem seltsamen wiederkehrenden Begrüßungsritual für eine Art Running Gag und auch Pfarrer Helmerich brachte mich mit seinem „Abgasausstoß“ öfter mal zum lachen, insgesamt muß man aber sagen, dass sich der schräge Charme der Figuren langsam ein wenig abnutzt, etwas frischer Wind oder ein neuer schrulliger Charakter könnten der Reihe auf jeden Fall gut tun, zumal man hier doch der Reihe nach lesen sollte und das Buch auf Grund von Siggis umfangreichem Privatleben für Quereinsteiger nur bedingt empfehlenswert ist. So hatte ich nach Teil 4 das Gefühl, das mir ein zwar gutes aber mit der Zeit langweilig werdendes Konzept vorgesetzt wurde. Der Schreibstil ist leicht, locker, flott und launig, jedes Kapitel im Buch wird mit einem recht passenden Zitat und einem leicht schrägen Polizeibericht aus Seifferhelds Feder eröffnet, was das Buch in netter Weise abrundet. FaziT: gewohnt launige, amüsante und etwas schräge Unterhaltung, die Autorin hat wirklich ein Händchen für Situationskomik und schräge Figuren, ein hartgesottener Krimifan wird hier wohl keine Freude haben, aber Liebhaber von bizarren Geschichten und verschrobenen Charakteren werden sich hier köstlich amüsieren.

Finger, Hut und Teufelsbrut / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.3

Bewertung von sommerlese am 07.06.2018
Siegfried Seifferheld, Kommissar a.D., ist nach einem Unfall nicht mehr im Dienst. Inzwischen hatte er sein Coming-Out als leidenschaftlicher Sticker und freut sich, nun über sein Hobby eine Radiosendung moderieren zu dürfen. In seinem Leben ist es alles andere als ruhig, denn er lebt in einem Haushalt mit lauter Frauen. Als er von einer jungen Inderin erfährt, dass der indische Kulturattaché entführt werden soll, fängt er sofort an zu ermitteln. Dieses Mal geht es undercover in einen indischen Kochkurs. Von dieser Slapstick-Krimi-Reihe kenne ich die ersten beiden Bände und auch hier konnte ich wieder viel lachen und wurde gut unterhalten. Wie es in dieser Krimireihe üblich ist, setzt Tatjana Kruse auf einen kniffligen Krimifall, bei dem sie ihre ausgesprochen skurrilen Figuren unterhaltsam einsetzt und die Familiengeschichte eher im Vordergrund steht. Wer hier nicht lachen kann, dem ist auch nicht zu helfen. Die Grundlage für die amüsanten Charaktere bildet die Familie von Siegfried Seifferheld, allesamt Frauen mit Besonderheiten. Auch in diesem Band ist Siggis Freundin MaC total eifersüchtig, Schwester Irmgard ist inzwischen mit einem Pastor verheiratet, der jedoch gerade allein auf eine Afrikamission reist (und unter einem Flatulenz-Problem leidet), Tochter und Nichte sind gerade junge Mütter und haben so ihre Probleme und Hund Onis ist immer noch verliebt in seinen rosa Teddy und er ist neben Siggi der einzige männliche Bewohner. Diese Familie ist schon reichlich durchgeknallt, aber gerade ihre Besonderheiten machen sie so liebenswürdig und interessant. Tatjana Kruse hat hier Figuren erschaffen, wie man sie sich besser nicht hätte ausdenken können. Ihrem flotten und eingängigen Schreibstil kann man wunderbar folgen und so ist das Buch auch schnell gelesen. Tatjana Kruse hat einfach ein Gen für die Komik und ihre eingebauten Sprüche und ihr enormer Sprachwitz sind zum Schreien komisch. Sogar die Kapitelüberschriften sorgen für Lacher und zeigen, worauf es im jeweiligen Kapitel geht. Die Krimihandlung ist eher Nebensache, aber auch sie sorgt für gute Unterhaltung und die Aufklärung bringt überraschende Informationen ans Licht. Diese Reihe lebt von ihren ausgefallenen skurrilen Charakteren und von der durchgängig eingebrachten Situationskomik. Wer gerne lustige Krimis liest, bei dem die Figuren im Vordergrund stehen, sollte diese Reihe mal näher ansehen.

Gestickt, gestopft, gemeuchelt / Kommissar Siegfried Seifferheld Bd.4

Bewertung von Tuppi am 13.07.2013
Ich hoffe, es wird einen weiteren Band geben! In Schwäbisch Hall finden die Freilichtspiele statt. In der Nacht nach der Premiere wird die Hauptdarstellerin ermordet. Vom Täter fehlt jede Spur. Die Polizei tappt im Dunkeln, aber Siggi Seifferheld findet heraus, dass es sich um ein Theatermitglied handeln muss. Und dann geschieht ein zweiter Mord ... Seifferheld ist ein sympathischer Mann, der nach einem Banküberfall angeschossen wurde und sich deshalb im Vorruhestand befindet. Doch Ruhe ist ein Fremdwort für ihn. Sein Privatleben ist sehr aufregend, denn die Familienmitglieder halten ihn genauso in Atem wie sein Männerkochkurs, die Zeitungskolumne für den Polizeibericht, der Stammtisch und sein Hobby. Aber er kann die Finger nicht von den Ermittlungen lassen. Seine Freundin, die Reporterin MaC, ist zwischenzeitlich bei ihm ein- und wieder ausgezogen. Der Schreibstil ist locker und flüssig. Die Figuren sind wunderbar beschrieben und ich konnte mir alles bildlich vorstellen. Die Autorin schreibt sehr angenehm und mit einem Humor, der mich total anspricht. Bei den Szenenwechseln steht jeweils ein Zitat, das mich oft zum Schmunzeln brachte. Das Leben von Siegfried Seifferheld ist alles andere als langweilig. Die Geschichte ist vielseitig und das Verbrechen nur ein Teil davon. Am Ende wurde alles aufgeklärt. Der Mörder war für mich eine Überraschung. Während die Polizei einen Täter festgenommen hatte, war Siggi gleich klar, dass dieser es nicht gewesen sein konnte. Also hat er weitergesucht und wurde schließlich auch fündig. Sehr interessant fand ich das "who is who" am Anfang des Buches, in dem die einzelnen Figuren aufgelistet sind.

Jeder Mann ein Treffer

Bewertung von Tuppi am 14.02.2013
Eine Frau sucht ihren Weg. Mara wurde von ihrem langjährigen Partner wegen einer jüngeren Frau verlassen. Sie geht zum Friseur, kauft sich neue Kleider, kündigt ihren Job und erwirbt eine Bahnfahrkarte nach Hamburg - dort möchte sie neu anfangen. Im Zug lernt sie die rüstige Frau Knesebeck kennen, die mit Lebensweisheiten nicht spart. In Hamburg angekommen, zieht Mara in eine WG, die ihr von einer entfernten Verwandten vermittelt wurde, und beginnt als Aushilfe in dem Buchladen ihrer Verwandten. Ich kannte Tatjana Kruse bisher nur als Krimiautorin und war neugierig auf ihre Werke im Genre Belletristik. Der Schreibstil ist locker und ich habe mich schnell zurechtgefunden. Ich konnte mir die einzelnen Charaktere ebenso gut vorstellen wie die beschriebenen Orte und Situationen und hatte das Gefühl, dass ich alles live miterlebe. Mara ist 44 und steckt in der Midlife-Crisis, nachdem ihr Freund sie für eine jüngere Frau verlassen hat. Sie bricht ihre Zelte in der schwäbischen Provinz ab und beginnt einen Neuanfang in der Metropole Hamburg. Dass das nicht so einfach ist, merkt sie recht schnell. Und die Männer? Sind auch in Hamburg nicht immer das Wahre. Den Buchtitel finde ich irritierend. Entweder müsste man ein Fragezeichen dahinter stellen oder einen anderen Titel wählen. Schließlich lernt Mara zwar einige Männer kennen, aber das waren dann doch klare Nieten. Die Autorin erklärt den Titel auf der letzten Seite damit, dass man auch trifft, wenn man danebenschießt. Das Ende ist stimmig, aber trotzdem fehlte mir in diesem Buch das gewisse Etwas. Ich werde der Autorin weiterhin als Krimileserin treu bleiben und gebe dem Buch dreieinhalb Sterne.
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