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Benutzername: gaby2707
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Bewertungen

Insgesamt 1121 Bewertungen
Bewertung vom 23.10.2021
Friesenwinterzauber
Janz, Tanja

Friesenwinterzauber


sehr gut

Eindrucksvolle Weihnachten in St. Peter-Ording
Obwohl es nicht ihr Traum ist, freut sich Isabel Poertgen sehr auf den Weihnachtsurlaub mit ihrem Freund Jens auf Hawaii. Bis er ihr kurz vor Antritt der Reise erklärt, dass er die nicht mit ihr sondern mit seiner neuen Freundin machen wird. Isabel versteht die Welt nicht mehr. Da kommt ihr die ungewöhnliche Bitte ihrer betagten Nachbarin Helma Osterfeld, sie an den Weihnachtstagen in ihre alte Heimat nach St. Peter-Ording an die Nordsee zu begleiten, gerade recht. Helma traut sich die lange Fahrt von Rosenheim in den hohen Norden alleine nicht mehr zu. Also machen sich die beiden Frauen zusammen mit Isabels Leonbergerhündin Mari auf den Weg zu Helmas Schwester Jule Frerich und deren Mann Harms. Was sie in St. Peter-Ording alles erleben, das müsst ihr schon selbst heraus finden.

Das Cover mit seinen vielen kleinen glitzernden Elementen ist ein echter Hingucker und stimmt richtig schön auf den Winter und die Weihnachtszeit ein.
Gleich nachdem ich das Buch aufgeschlagen habe, bekomme ich eine Karte von St. Peter-Ording mit den wichtigsten Handlungsorten aus den Romanen.
Nachdem ich den Prolog gelesen habe, der im Jahr 1987 in München gesettet ist, habe ich mich gefragt, wie der sich wohl in die Geschichte eingliedern wird. Fast zum Schluss der Geschichte beantwortet sich dann diese Frage von selbst.
Ich habe mich beim Lesen der Geschichte auf der Halbinsel Eiderstedt und in den Familien Frerich und Friedrich richtig wohl gefühlt. Tanja Janz schafft sehr schnell eine richtig heimelige Atmosphäre, auch wenn es hier und da zu einigen Turbulenzen kommt. Ich habe mir an der Nordseeküste bei den Spaziergängen mit Isabel und Mari den Wind um die Nase wehen lassen. Wenn ich an die einsamen Strände, die kleinen Weihnachtsmärkte und die wirklich sehr zugewandten Menschen dort denke, bekomme ich gleich Meerweh.
Die Autorin schafft es mit ihren eindringlichen, sehr detailgenauen Beschreibungen mein Kopfkino anzuschalten und mich mit vielen ausdrucksstarken Szenen und Bildern in die eindrucksvolle Gegend hinein zu versetzen. So meine ich, wie Frau Osterfeld, riechen zu können, dass bald Schnee kommt, der dort im Norden sehr selten ist. Und ich habe den Duft der Salzwiesen in der Nase.
Die Menschen, die ich hier kennenlerne, sind mir durchweg sehr sympathisch. Naja, Menschen wir Jens, die nicht zu dieser Gruppe zählen, gibt es halt auch immer und überall. Ganz besonders hat sich der kleine Milo Peters in mein Herz geschlichen. Durch ihn erfahre ich hier einiges zur Verhaltenstherapie mit Hunden. Er macht dank Therapiehund Mari und Therapiepferd Noorder einen riesigen Schritt in seine Zukunft.
Was mich ein kleines bisserl gestört hat, sind die vielen Zufälle, die sich hier ergeben.
Trotzdem hatte ich wunderschöne Lesestunden mit diesem winterlich-weihnachtlichen Wohlfühlroman in Nordfriesland.
Dafür gibt es von mir 4,5 Sterne.

Bewertung vom 21.10.2021
Winterzauber an der Seine
Baggot, Mandy

Winterzauber an der Seine


ausgezeichnet

Einfach wunderschön!

Bei mir beginnt die Vorweihnachtszeit schon Mitte Oktober, wenn ich den ersten Weihnachtsroman lese. Diesmal sollte diese verzauberte Zeit mit „Winterzauber an der Seine“ von Mandy Baggot beginnen.

Bei diesem Buch ist das Cover nicht nur ein Hingucker, da es überall glitzert. Wenn ich mit den Fingern über das Cover streiche, wird auch mein Tastsinn gefordert. Einfach wunderschön gestaltet.

In ihrem Roman hat sich Mandy Baggot neben der Liebe einem ernsten Thema gewidmet: der Organspende. Dieses Thema bindet die Autorin sehr gekonnt, ohne mahnend oder auffordernd zu wirken, federleicht in die Geschichte ein. Aber vielleicht macht sich doch der ein oder andere darüber seine Gedanken.

In ihrer Heimatstadt London, im Stadtteil Kensington, lerne ich die 26-jährige Keeley Andrews und ihre Eltern Lizzie und Duncan kennen. Keeley, die sich nach einem schweren Autounfall, bei dem ihre jüngere Schwester Bea gestorben ist, und den auch sie fast nicht überlebt hätte, langsam wieder ins Leben zurück gekämpft hat, ist genervt von ihrer über fürsorglichen Mutter. Klar, da sie eine neue Niere bekommen hat, muss sie sich an bestimmte Regeln halten. Aber Mama behandelt sie wie ein Kleinkind, das nichts selbst entscheiden kann. Würde sie am liebsten in Watte packen. Ich dagegen bewundere die junge Dame, die fast jeden Tag im Krankenhaus nach der sterbenskranken Erica sieht und ihr soviel Lebensmut gibt, sie immer wieder aufheitert.
Als eines Tages die Einladung einer gewissen Silvie Durand ins Haus flattert, die sie nach Paris einlädt, dauert es nicht lange bis Keeley diese Einladung annimmt. Silvie ist die Mutter ihrer Nierenspenderin Ferne, die sie gerne kennenlernen würde. Zusammen mit ihrer besten Freundin Rach macht Keeley sich auf in die schon weihnachtlich geschmückte Stadt an der Seine und der Liebe um hier auch über ihre Zukunft nachzudenken.

Mich hat die Geschichte von Keeley, die ich immer näher kennenlerne und die mir ab der ersten Seite sympathisch war, sehr berührt. Was für eine starke junge Frau, die doch mit ihren Ängsten und ihrer inneren Zerrissenheit zu kämpfen hat. Aber auch Erica habe ich bewundert, wie sie ihren nahenden Tod annimmt und nicht daran verzweifelt. Obwohl es immer wieder diese tragischen Momente gibt, lässt der britische Humor, den die beiden jungen Frauen und auch Rach ausstrahlen, der Traurigkeit oder Wehmut kaum Raum. Vielmehr überwiegt der positive Blick in die Zukunft, auch wenn Keeley noch nicht weiß, wohin sie die führen wird.
Aber auch Ethan Bouchard, der zweite Hauptdarsteller neben Keeley und bester Freund der verstorbenen Ferne Durand, hat mich mit seiner Geschichte überzeugen können. Überhaupt stellen sich mir die vielen Menschen, die ich hier kennenlerne, mit ihren Ecken und Kanten, mit ihren ganz eigenen Geschichten sehr gut vorstellbar vor. Berührt hat mich die kleine Waise Jeanne mit ihrem Hund Bo-Bo. Auch ein entlaufener Pinguin Pepe oder wuschelige Kaninchen haben in der Geschichte einen Platz gefunden. Warum oder was die hier zu suchen haben? Das müsst ihr schon selbst beim Lesen herausfinden.

Und dann Paris! Die Stadt, in der ich durch Keeley auf einer speziellen Karte viele Orte kennenlernt, die man nicht in einem Touristenführer findet. Wo ich die verschiedenen Häuser der Hotelkette Paris Parfait durchstreife. Aber auch die Gerüche in der Stadt, die nicht jeder Nase gefallen, sind Thema. Durch die vielen französischen Worte fühle ich mich sofort in diese Stadt und in die Geschichte hinein gezogen.

Ein stimmungsvoller, zauberhafter, wundervoller weihnachtlicher Roman mit einer teils traurigen, teils lebensbejahenden romantischen Geschichte. Einfach nur wunderschön!

Bewertung vom 21.10.2021
Mein lustiger Schneemann
Mühl, Joschi

Mein lustiger Schneemann


ausgezeichnet

Ein tolles Buch für kleine Kinderhände

Dieses kleine Buch „Mein lustiger Schneemann“ mit zweizeiligen Versen von Joschi Mühl und liebevoll gestalteten Bildern von Denitza Gruber aus dem arsEdition Verlag ist mit seinem kleinen Format und seinen dicken Pappseiten genau das richtige für kleine Kinderhände. Fast unkaputtbar.
Die 10 Reime erzählen, wie es dem Schneemann ergeht, als er auf das Rentier vom Weihnachtsmann trifft und dann eine neue Nase bekommt.
Ein wunderschönes Mitbringsel für alle kleinen Bücherfreunde ab 18 Monaten.

Bewertung vom 20.10.2021
E.T.A. Hoffmann
Petzel, Jörg;Hesse, Bernd

E.T.A. Hoffmann


ausgezeichnet

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann

Im kommenden Jahr jährt sich der Todestag (25. Juni) des deutschen Schriftstellers der Romantik, der seinen Namen von Ernst Theodor Wilhelm Hoffmann in Anlehnung an den von ihm bewunderten Wolfgang Amadeus Mozart in Ernst Theodor Amadeus Hoffmann änderte zum 200. mal. Hierzu hat der Eulenspiegelverlag eine wunderbare Anekdotensammlung dieses einzigartigen Dichters von Bernd Hesse und Jörg Petzel herausgegeben.
Interessierte Leser finden hier eine eine Vielzahl kleiner Anekdoten, die den Witz, die Einmaligkeit und das Leben des Juristen, Komponisten, Kapellmeisters, Zeichners und Karikaturisten aufzeigen.

Nach einem Geleitwort der Autoren widmet sich das Buch den Jugendjahren von E. T. A. Hoffmann in Königsberg, seinen Jahren in Glogau-Berlin und Posem; Plock-Warschau und Berlin; Bamberg-Dresden und Leipzig und wieder Berlin. Wir begegnen seinen Figuren dem Zwerg Zinnober, Fräulein Scuderi, dem Mönch Medardus, dem sprechenden und schriftstellernden Kater Murr und vielen anderen.

Eine wunderbare Hommage an das Leben und die Werke dieses aussergewöhnlichen Menschen. Ein Muss für alle, die seine Werke lieben und für die, die ihn ein bisserl näher kennenlernen wollen.

Bewertung vom 17.10.2021
Das kleine Chalet in der Schweiz / Romantic Escapes Bd.6
Caplin, Julie

Das kleine Chalet in der Schweiz / Romantic Escapes Bd.6


ausgezeichnet

Eine wunderschöne Liebesgeschichte in einer traumhaften Kulisse

Das Cover macht einen so verträumten Eindruck, dass es mir sofort aufgefallen ist. Und ich habe mich sehr gerne von Manchester in England in den kleinen Ort Reckingen in den Waliser Bergen in der Schweiz entführen lassen.

Mina Campbell hat sich gerade von ihrem Freund Simon getrennt und will für 2 Wochen bei ihrer Patentante Amelie, die in der Schweiz ein kleines Chalet führt, ausspannen und sich überlegen, wo ihr Lebensweg hingehen soll. Fast verpasst sie in Zürich den Zug, der sie nach Reckingen bringen soll. Doch der schnellen Auffassung eines jungen Mannes ist es zu verdanken, dass sie in den Zug stürzt bevor sich die Zugtür hinter ihr schließt. Als sie das erste Mal in Lukes blaue Augen schaut, ist es um sie geschehen. Mehr noch. Luke ist der Meinung, dass das Schicksal sie beide hier zusammen geführt hat. Aber Mina ist sich sicher, dass es besser ist, wenn sie sich von ihm fernhält. Warum?
Das müsst ihr beim Lesen dieses wunderschönen Wohlfühlromanes selbst heraus finden.

Julie Caplins Roman ist nicht nur eine wunderschöne Liebesgeschichte. Sie zieht mich mit ihren Beschreibungen der walisischen Landschaft schnell hinein in eine Gegend, die einfach magisch sein muss. Wenn sie z.B. den Ausblick auf die Berge Aiger und Jungfrau beschreibt, bekomme ich gleich Fernweh und möchte im nächsten Zug dorthin reisen. Auch das kleine Chalet würde ich sofort ein oder zwei Wochen buchen. Die Atmosphäre dort strahlt eine solche Gemütlichkeit aus und bei den Torten, die es zum nachmittäglichen Kaffee gibt, läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Dazu ganz viel Käse und Schokolade – einfach lecker. Eines der Tortenrezepte bekomme ich am Schluss der Geschichte als Goodie dazu.

Bei den Personen, die ich hier kennenlerne, ist nicht einer dabei, den ich unsympathisch finde. Naja, vielleicht die Frau von David. Alle anderen haben eine so herzliche Art und sind so einzigartig in ihrem Tun und Sein, dass ich gerne mit ihnen befreundet sein würde.

Als sich Luke und Mina auf so ungewöhnliche Weise kennenlernen, war mir sofort klar, dass es hier ein Happy End geben würde. Das hat mich aber bei dem ganzen Hin und Her zwischen den Beiden und den ganzen Turbulenzen zwischendurch überhaupt nicht gestört. Ich habe mich riesig mit den Beiden gefreut, als es endlich so weit war.

Für mich war es der erste Roman aus der Romantic-Escapes-Reihe, den ich von Julie Caplin gelesen habe. Aber es wird nicht der letzte bleiben. Ich bin schon sehr gespannt auf die neue Geschichte um Minas Schwester Hannah.

Ein absoluter Wohlfühlroman, der mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt hat.

Bewertung vom 16.10.2021
Rehragout-Rendezvous / Franz Eberhofer Bd.11
Falk, Rita

Rehragout-Rendezvous / Franz Eberhofer Bd.11


ausgezeichnet

Diesmal dreht die Oma ab

Endlich ist er da, der 11. Fall für Franz Eberhofer aus Niederkaltenkirchen. Natürlich darf auch sein bester Spezl der Birkenberger Rudi nicht fehlen. Denn ohne den läuft ja nix. Aber von vorn:
Die ganze Familie Eberhofer sitzt am Heiligen Abend neben dem Christbaum und singt Weihnachtslieder, mehr schlecht als recht. Trotzdem sehr idyllisch, könnte man meinen. Aber ganz so ist es dann doch nicht.
Die Panida, die die Frau vom Leopold ist und seine beiden Kinder weilen bei der Familie in Bangkok, was den Leopold ganz traurig macht.
Dann kommt eins zum anderen: der Herr Bürgermeister bricht sich im Skiurlaub die Hüfte und dem Franz seine Susi, die Gmeinwieserin, soll die Stellung halten. Aber Susi hat größeres vor mit der Gemeinde und pudelt sich als Frau Bürgermeisterin ganz schön auf.
Die Oma hat vom jahrelangen kochen, backen, putzen und Wäsche machen die Nase voll und will nicht mehr. Sie will endlich ihren Lebensabend so richtig genießen, flackt den ganzen Tag im Bett oder geht zum Kartenspielen zu ihrer Freundin der Mooshammer Liesl. Da kann man sich schon vorstellen, was da für ein Chaos im Hause Eberhofer herein bricht. Nur dass der Leopold so gut kochen kann, das hätte wohl niemand vermutet.
Auch beim Metzger Simmerl hängt der Haussegen schief, da sich Sohn Max mit der Ivana verlobt hat, was Mama Simmerl gar nicht passt. Nun soll der Franz dafür sorgen, dass die Ivana verschwindet, sonst bekommt er beim Simmerl keine Leberkässemmeln und sonst auch nix anderes mehr.
Der Mooshammerin fällt ein, dass sie in diesem Jahr noch kein Rehragout vom Steckenbiller Lenz bekommen hat. Ob der wieder, wie schon viele Male vorher, einfach so mir nichts dir nichts nach Südafrika in Urlaub geflogen ist? Oder steckt da doch mehr dahinter? Jedenfalls hat der Franz und damit auch der Rudi einen neuen Fall und allerhand zu tun.

Da ich mir vor 2 Wochen erst im Kino das „Kaiserschmarrndrama“ angeschaut habe, hatte ich beim Lesen die Stimmen von Franz, Rudi, Susi, dem Papa und der Oma im Ohr. Die Bilder dazu haben sich ganz von selbst eingestellt. Also ich habe den hoffentlich kommenden Kinofilm schon im Kopf durchgespielt.

Auf alle Fälle ist auch diese Geschichte aus Niederkaltenkirchen wieder voller witziger Dialoge, amüsante Ermittlungsarbeit, interessanter Familiengeschichten und vor allem voller sehr guter Unterhaltung.
Das Nachwort hat mich dann etwas traurig zurück gelassen.

Bewertung vom 14.10.2021
Die Tote mit der roten Strähne
Kent, Kathleen

Die Tote mit der roten Strähne


sehr gut

Brutal, aber richtig gut

Bei Kathleen Kents Thriller „Die Tote mit der roten Strähne fällt als erstes das wirklich toll gestaltete Cover auf. Grundsätzlich sehr schlicht, zieht sich die rote Federung rundherum und besticht durch die Haptik, wo ich meine jedes einzelne Haar spüren zu können.

Dann lerne ich Detective Betty Rhyzyk kennen, lange rote Locken, lesbisch mit polnischen Wurzeln, die seit kurzem beim Dallas Police Department die Ermittlungen gegen einen mexikanischen Drogendealer leitet. Ein lange geplanter Einsatz geht schief, der Drogenboss Tomás „El Gitano“ Ruiz entkommt, ein Kollege verliert im Kugelhagel sein Leben und auch ein Passantin erwischt es.
Doch nicht nur der Kampf gegen mexikanische Drogenkartelle, auch ein verrückter Stalker und eine religiöse Sekte machen Rhyzyk das Leben schwer. Gut, dass sie ihre Lebenspartnerin Jackie hat, die sie immer wieder ins hier und jetzt zurückholt. Bis eines Tages..
Mehr wird hier nicht verraten.

Und schon bin ich mittendrin in einem actionreichen und zum Teil sehr brutalen Thriller. Langsam bringt mir Kathleen Kent die einzelnen Figuren nahe: zuerst natürlich Betty Rhyzyk, ihre Freundin Jackie Walden, ihr Team Seth Dutton, Bob Hoskins, Tom Craddock und Kevin Ryan und viele andere, die hier kleine oder größere Rollen spielen.

Die kleinen Episoden, die Betty zwischendurch immer wieder erzählt oder derer sie sich in Gedanken widmet, lockern den Fall auf und geben auch das ein oder andere Private preis. So finde ich es klasse, dass sie mit ihrem Kollegen Seth 1 x in der Woche in ein Lokal geht um zwei Drinks zu nehmen. Nie mehr und nie 2 x in das gleiche Lokal. Seth ist auch der Einzige, der sie „Riot“ nenne darf.

Diese kleinen Ausflüge neben den Fall machen für mich auch das viele Blut, die Gewalt und die blutigen Szenen lesbar. Normalerweise ist das gar nicht mein Fall. Hier aber konnte ich sehr gut damit umgehen.
Was auch die Brutalität etwas raus nimmt, sind immer wieder kleine Längen, wo alles sehr detailliert erklärt wird. Wenn die nicht wären, würde die Spannung noch einen Tick höher ausfallen.

Ein, wie ich finde, gelungener Auftakt um die Thrillerreihe mit Detective Betty Rhyzyk. Ich bin schon auf den nächsten Fall gespannt.

Bewertung vom 13.10.2021
Dinosaurier im Freibad / Dinosaurier Bd.2
Hochwald, Dominik; Ihle, Jörg

Dinosaurier im Freibad / Dinosaurier Bd.2


ausgezeichnet

Genau so klasse wie Band 1

In „Dinosaurier in Omas Garten“ haben wir Leon, Sophie und ihre Oma, die Dinosaurier in ihrem Gewächshaus aufzieht, schon kennengelernt. Nun sind die Beiden wieder bei ihrer Oma in den Ferien und dabei, als ein kleiner Wassersaurier, ein Plesiosaurus, aus seinem Ei schlüpft. Natürlich hat Oma auch hier schon eine Lösung: ein altes, nicht mehr genutztes Freibad, wo sich schon die großen Wassersaurier tummeln. Hier ist allerdings das Gitter vor einem Abflussrohr defekt und der kleine Plesiosaurus flutscht hindurch. Da er sich die meiste Zeit unter Wasser bewegt, ist die Suche nach ihm gar nicht so einfach. Aber schließlich schaffen es Leon, Sophie und Oma den Kleinen zurück ins Freibad zu holen. Hier wird jetzt kräftig gewerkelt, damit so etwas nicht wieder passiert. Sogar der Herr Graf und die großen Dinos helfen bei den Reparaturen mit.

Unser Enkel ist ganz wild auf Dinosaurier und ist begeistert von der Oma, in deren Gewächshaus „echte“ Dinos aufwachsen, die dann, wenn sie zu groß geworden sind, ins Anwesen vom Herrn Grafen übersiedeln oder wie hier ins Freibad.

Auch dieser 2. Band ist sehr gut bei unserem Kleinen angekommen und wir müssen ihm die Geschichte immer wieder vorlesen. Die Geschichte ist sehr einfach geschrieben, so dass sie Kinder ab ca. 3 Jahren gut verstehen können. Trotzdem ist auch hier schon eine gewisse Spannung drin und obwohl wir ja wissen, dass alles gut geht, fiebern wir jedesmal von neuem bis zur Rettung mit.

Eine lustige Geschichte von Dominik Hochwald und Jörg Ihle mit wunderschönen Illustrationen von Petra Fritz aus dem Coppenrathverlag. Ein Muss für alle kleinen Dinofans.

Bewertung vom 13.10.2021
Der kleine Wal - Zu Hause im Ozean
Scharmacher-Schreiber, Kristina

Der kleine Wal - Zu Hause im Ozean


ausgezeichnet

Wissenswertes über die Wale in einer zauberhaften Geschichte verpackt

Der kleine Pottwal lebt mit seiner Mutter und ganz vielen Tanten und anderen Pottwalkindern im großen Ozean. Hier lernt er im Schutz seiner Mama alles was er für sein weiteres Leben braucht und erlebt kleine Abenteuer. Als eines Tages ein Walbulle vorbei kommt und dann weiter zieht, ist es auch für ihn Zeit, nach Norden zu ziehen, wo sich alle Walbullen immer wieder treffen.

Ich finde es so toll, wie es Kristina Scharmacher-Schreiber schafft, sachliche Informationen rund um das Leben der Wale in eine so liebevolle, abenteuerliche und fröhliche Geschichte zu verpacken. Dazu die sehr stimmungsvollen, in hellen und dunklen Tönen gehaltenen Illustrationen von Christine Faust, die die Welt der Wale zum Leben erwecken. Besser kann man Kindern die Unterwasserwelt nicht nahe bringen und erklären. Auf der letzten Doppelseite gibt es noch mal geballte Informationen zum Thema Wale. Sehr interessant, auch für mich.

Ein spannendes Abenteuer des kleinen Wales, den wir sofort ins Herz geschlossen haben, mit vielen Infos über ihn und seine Artgenossen und dem Leben im Ozean.

Bewertung vom 13.10.2021
Der Delfin
Bambaren, Sergio

Der Delfin


ausgezeichnet

Herzerwärmend und wunderschön

Der kleine Delfin Daniel lebt mit seiner Familie in einer kleinen, sicheren Lagune, die durch eine Felswand vom Meer getrennt ist. Als er erfährt, dass die Welt ausserhalb seines kleinen Reiches noch weiter geht, lässt ihn das Fernweh nicht mehr los, er nimmt all seinen Mut zusammen und mit einem großen Sprung auf die andere Seite zu gelangen. Auf seiner Reise findet er neue Freunde, setzt sich aber auch mancher Gefahr aus. Besonders die weise Meeresschildkröte Serafina macht ihm Mut, wenn seine Angst ihn mal wieder übermannt. Und Augustin, die Seerobbe will mit ihm sogar das Meer erobern. Einmal mit den Wellen schwimmen. Ob dieser Traum für den kleinen Delfin wahr wird und was der kleine Delfin alles erlebt...

das erfahrt ihr in der wunderschönen, sehr poetischen Geschichte "Der Delfin: Die Geschichte eines Träumers" von @sergio_bambaren mit traumhaften Illustrationen von @mlle.joelle.tourlonias, die bei @verlagarsedition erschienen ist.
Der kleine Defin Daniel ist so ein herziger Kerl, dass wir ihn gleich ins Herz geschlossen haben. Und er hat einen großen Wunsch, den er sich mit Mut und Zuversicht erfüllt. Aber er lernt auch die Gefanren auf der anderen Seite der Lagune und das Heimweh kennen.
Im Vergleich zu vielen anderen Büchern für die Altergruppe ab 4 Jahren enthält jede Seite schon sehr viel Text. Die Kinder sollten also schon etwas geübt im Zuhören sein. Allerdings kann man sich auch sehr gut nur die wunderschönen Bilder anschauen und dazu selbst kleine Geschichten erfinden.
Eine wunderschöne Geschichte über den Mut sich seine Wünsche und Träume zu erfüllen und auch seine Freunde dazu anzuspornen.