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Bewertungen

Insgesamt 374 Bewertungen
Bewertung vom 20.02.2019
Roman Quest - Flucht aus Rom
Lawrence, Caroline

Roman Quest - Flucht aus Rom


sehr gut

Liebe Blogleser und Freunde guter Jugendliteratur und Historienliebhaber,

heute darf ich euch den neuen Roman von CAROLINE LAWRENCE vorstellen. Er ist am 15.02.2019 im arsEdition Verlag erschienen und trägt den Titel ROMAN QUEST - FLUCHT AUS ROM.

Die kindgerechten Worte der Autorin zu Beginn der Geschichte machen deutlich, dass ein spannendes Abenteuer auf die Jungleser wartet. Die kurzen Kapitel mit den prägnanten Überschriften helfen, dass die Geschichte flotter, leichter und lebendiger wirkt.

Die drei Hauptprotagonisten (Juba, Fronto und Ursula) wurden sehr stimmig ausgewählt und ergänzen sich perfekt. Es entsteht eine gewisse Leichtigkeit beim Lesen, da man sich problemlos in die Charakteren versetzen kann. Aber nicht nur Spannung erwartet den Leser, sondern gleichzeitig auch noch ein bisschen Geschichtsunterricht.

Bewertung vom 19.02.2019
Das kleine Hotel an der Küste
Laureano, Carla

Das kleine Hotel an der Küste


ausgezeichnet

Natürlich war es das Cover, das mir sofort ins Auge gestoßen ist. Es wirkt sehr lebendig, so dass ich fast schon den Duft der Rosen, das Tosen der Wellen wahrnehmen konnte.

Es impliziert für mich eine gewisse Kraft und Energie, die bildhaft durch die Wellen dargestellt wird, die gegen die Felsen donnern. Ob der Roman jedoch ein Energiespender war? Genau dieses galt es nun herauszufinden.

Der Leser erfährt die Schönheiten der Landschaft, da die Autorin durch ihre bildhafte Sprache eine ganz besondere Atmosphäre schafft. Man fühlt sich sofort in diese schottische Landschaft versetzt.

Aber nicht nur die Landschaft wurde bildhaft beschrieben, auch die Protagonisten wirkten sehr lebhaft, so dass ich mich direkt angesprochen fühlte.

Beleuchten wir die Protagonisten etwas. Da wäre zum Beispiel Andrea, die sich sehr geradlinig gibt, man aber dennoch spürt, dass tief in ihrem Inneren ein ziemliches Durcheinander herrscht. Sie zeigt eine Fassade, die aber durch James' Familie etwas zum bröckeln beginnt. Gerade die kleine Emmy hat es Andrea sehr angetan, wenngleich sie auch etwas Angst vor ihren eigenen Gefühlen hatte. Oder waren es Erinnerungen?

Die Brüder James und Ian zeigen sich sehr interessiert an Andrea, so dass man auch hier gewisse Sympathien entwickeln konnte. Dennoch ist eine gewisse Rivalität zwischen den beiden zu spüren. Aber worauf begründet sich diese Rivalität?

Diese und noch weitere Fragen begleiten den Leser auf mehr als 300 Seiten und am Ende ... ja, das verrate ich natürlich nicht.

Bewertung vom 19.02.2019
Das Seehospital
Glaesener, Helga

Das Seehospital


sehr gut

Schon auf den ersten Seiten lernen wir Frida kennen. Sie arbeitet in einem Krankenhaus, möchte studieren, um Ärztin zu werden. Sie erscheint sehr zielstrebig und wissbegierig. Obwohl die Zeiten für sie gerade sehr schwierig sind, und sich auch eine neue Liebe anbahnt, zögert sie keinen Moment, um ihrer Familie beizustehen. Hier hatte ich wirklich großen Respekt vor der Entscheidung.

Nachdem sich aber nun irgendwie alles nach Friede, Freude, Eierkuchen angehört bzw. -gelesen hatte, kam das große Erwachen. Fridas Mutter zeigte sich sehr kaltherzig und erst so nach und nach, kam heraus, weshalb ihre Gefühle so unterkühlt wirkten. Es war einfach die Angst. Angst davor, als arme Kirchenmaus dastehen zu müssen.

Richtig spannend wurde es dann, als Lou verschwunden war. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang dachte, dass sie ins Wasser gegangen ist, da sie auf keinen Fall der arrangierten Hochzeit zustimmen wollte. Seltsam fand ich allerdings schon, dass sich so wenig Menschen an der Suche beteiligt hatten.

Ja und dann ging es ja auch schon im zweiten Teil weiter und schwupps schon war Lou in Hamburg. Und nun kam eigentlich die Wende im Roman, denn plötzlich drehte sich alles nur noch um Lou und ihre Geschichte in Hamburg. Was war aber zwischenzeitlich mit dem Seehospital? Die Geschichte darum, wurde völlig an die Seite gedrängt und auch nur noch selten angesprochen. Die komplette Story hatte sich nun verlagert. Ich möchte nicht sagen, dass Lous Geschichte uninteressant war - bei weitem nicht - aber dennoch war ja der Titel "DAS SEEHOSPITAL" und nicht Lou's Abnabelung oder "die Geschichte eines gefallenen Mädchens" oder ähnlichem. Ja, ich kann schon sagen, dass ich hier etwas enttäuscht wurde.

Bewertung vom 19.02.2019
Tief ins Herz
Pinborough, Sarah

Tief ins Herz


ausgezeichnet

Vor einigen Tagen erhielt ich per Post einen Thriller, der mich sofort irgendwie in seinen Bann zog. Zuerst wollte ich ihn nochmal zur Seite legen, aber immer wieder hatte das Cover meinen Blick angezogen. Klar, dass ich ihn dann doch mal etwas näher betrachtet und auch ein bisschen darin gelesen habe. Und schwupps...schon war ich mitten im Prolog. Wer, wie ich, sehr gerne Thriller liest, wird hier beim Prolog schnell feststellen, dass zwischen den Zeilen Enttäuschung, Wut, Schmerz und Rache zu spüren sind. ER will sie vernichten. Ich war wirklich gespannt, um wen es sich hierbei handeln würde und was genau passiert war. Deshalb hatte ich auch keine Chance - ich musste sofort weiterlesen. Und so lernt der Leser auch recht schnell Lisa kennen. Sie zeigt sich als stets besorgte Übermutter, die ihre Tochter nicht aus den Augen lässt. Sie hat nahezu panische Ängste, dass Ava jemals etwas passieren könnte. Man spürt beim Lesen schon so eine gewisse Beklemmung. So , als würde Lisa einem selbst die Luft abstellen. Aber auch die kleinen, dezenten Hinweise auf die Vergangenheit, lassen den Leser aufhorchen und voller Spannung weiterlesen. Dann tritt aber auch Ava auf. Sie hat ein Geheimnis, von dem noch nicht mal ihre besten Freundinnen eine Ahnung haben. Hier stellte sich mir immer wieder die Frage, wer dieser Facebook-Bekannte war. Ob er wohl etwas mit dem Prolog zu tun hatte? Auch hier ist immer wieder diese unterschwellige Gefahr spürbar, die die Autorin geschickt in die einzelnen Szenen einbringt. Aber ein weiteres Geheimnis umgibt ja Mutter und Tochter noch. Nämlich ein Geschehnis aus der Vergangenheit, dass immer nur leicht angedeutet wird, aber immer im Hintergrund schwelt. Und auch die Geschichte mit Daniel wird immer wieder kurz angesprochen und bleibt weiterhin geheimnisvoll. Mit diesen unausgesprochenen Fakten bzw. Geschehnissen wird der Leser dann in den zweiten Teil des Buches geführt. Und hier lösen sich dann immer mehr Geheimnisse auf, die aber alle gleich spannend, tragisch und fast schon unglaublich sind. Das Ende gleicht dann einem großen Showdown, bei dem ich aufatmend das Buch sinken lassen. Zu vieles war passiert, als dass ich das Buch einfach so wieder ins Regal hätte stellen können. Ich musste mich erstmal sammeln und ausatmen.

Bewertung vom 06.02.2019
Im Wingert lauert der Tod
Godau, Angelika

Im Wingert lauert der Tod


gut

Ich bin ein Fan regionaler Krimis und konnte bzw. wollte auf einen Pfalz-Krimi auf keinen Fall verzichten.

Ob es nun an den mangelnden Vorkenntnissen bezüglich der Protagonisten lag oder ich einfach nicht so richtig in die kriminalistische Geschichte gefunden habe... ich weiß es nicht. Fakt ist jedoch, dass mich weder Protagonisten noch Story so wirklich mitgerissen haben. Es war einzig und allein dem Deckel Alli zu verdanken, dass ich immer weiter gelesen habe.

Es waren auch die kleinen feinen dialektischen Einlagen, die ich interessant fand, die jedoch aber zur Spannung wenig beigetragen hatten.



Bewertung vom 05.02.2019
Königin Charlotte von Württemberg
Haug, Hans

Königin Charlotte von Württemberg


ausgezeichnet

Wer, wie ich, in Baden-Württemberg geboren ist und auch dort lebt, wird bestimmt schon desöfteren mit der Geschichte des Landes konfrontiert worden sein. Folglich dürften auch König Wilhelm II und Königin Charlotte nicht unbekannt sein. Durch den Kauf dieses Buch wollte ich einfach noch mehr über das Herrscherhaus wissen und fand, eine wirklich interessante und spannende Lektüre mit vielen Fotos und Informationen.

Bevor ich mich jedoch weiter dem Inhalt bzw. der Biografie der Königin widme, möchte ich noch ein paar Worte zum Autor loswerden. HANS HAUG ist Nachfahre der seit dem 17. Jahrhundert in Bebenhausen ansässigen Klosterküferfamilie Erbes und ausgewiesener Kenner der Dorfgeschichte.

Aber kommen wir nun zur Geschichte Königin Charlottes. In der vorderen Klappeninnenseite befindet sich die Stammtafel der Königin von Württemberg. Und sogleich blickt man auch auf ein hübsches Foto, das die Königin, als modern und aufgeschlossen darstellt. Aber auch auf den folgenden Seiten findet man tolle archivarische Fotos, Abbildung von Gemälden und Begebenheiten aus dem Leben der einstigen Herrscherin. Am Ende warten dann noch kleine Anekdoten.

Bewertung vom 04.02.2019
Ein Löwe unterm Tannenbaum
Kramer, Irmgard

Ein Löwe unterm Tannenbaum


ausgezeichnet

Wer kennt es nicht?! Alle Jahre wieder kommt die Kiste mit dem Weihnachtsdeko auf den Tisch, man packt aus, ist erstaunt, aber auch erfreut, dass es nun schon wieder soweit ist.

Dem kleinen Löwen geht es ähnlich. Auch er wird jedes Jahr wieder nach Weihnachten in die Kiste gepackt und hofft, im nächsten Jahr verkauft zu werden. Und plötzlich war es soweit - ein Wunder! Ein Kaufinteressent! Und was für einer!

Die Autorinnen erzählen hier in einer kindgerechten Sprache, untermalt von wunderschönen Zeichnungen, die Bemühungen des Löwen, in 24 Tagen das Herz seines neuen Besitzers zu gewinnen.

Bewertung vom 01.02.2019
Der Insasse
Fitzek, Sebastian

Der Insasse


sehr gut

Ich war bereits nach den ersten Seiten so gefesselt, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen. Nur noch eine Seite, und noch eine, und noch eine. Nur noch dieses Kapitel, okay, das Nächste auch noch und plötzlich war das Ende da.

Aber, ich möchte wirklich nicht vorgreifen und kommen somit zur Story.

Welches Gefühl muss wohl ein Vater haben, dessen Sohn spurlos verschwindet? Aber dessen nicht genug. Man kennt den Täter, der dieser schweigt beharrlich. Ich glaube, dass sich kaum einer von uns, in diese Lage versetzen kann und möchte. Es muss einfach furchtbar sein.

Aber welche Chancen hat man, an Informationen zu gelangen? Und hier hat FITZEK eine Story dazu kreiert. Eine Story, die erschüttert, betroffen macht, aber auch den Kampfgeist weckt. Ich habe wirklich mit jedem Schritt mitgefiebert und jede noch so kleine Information zum Verbleib des Jungen "analysiert".

Bewertung vom 30.01.2019
Parceval - Seine Jagd beginnt / Ralf Parceval Bd.1
Landow, Chris

Parceval - Seine Jagd beginnt / Ralf Parceval Bd.1


sehr gut

Schon auf den ersten Seiten verspürt man die Sucht, immer weiterlesen zu wollen. Eine Leiche ... in einem Auto... na ja, soweit eigentlich nichts ungewöhnliches. Aber das der Fahrgastraum inklusive dem Toten bis zum Armaturenbrett mit Beton ausgegossen war ... das war schon gewaltig. Jeder noch so geübte Thrillerleser wird an dieser Stelle erstmal kräftig schlucken, aber wie ich, sofort weiterlesen wollen.

Durch die kurzen Kapitel schafft der Autor viel Spannung und eine teilweise sehr düstere Stimmung. Die Nerven liegen sozusagen blank und das Fingernagelknabbern geht weiter.

Parcevals Figur bleibt zwar bis zum Schluß irgendwie undurchsichtig, aber dennoch strahlt sie das gewisse Etwas aus. Oder ist es gerade das Unnahbare, was so anziehend wirkt. Obwohl er sehr aktiv und gewaltbereit ist, gibt es doch Momente, in denen er verletzlich wirkt.

Bewertung vom 28.01.2019
Die Klosterbraut
Schörghofer, Manuela

Die Klosterbraut


sehr gut

Besonders gut gefällt es mir, wenn, wie im vorliegenden Fall, das Personenverzeichnis mit Herausstellung der historischen Persönlichkeiten vorangestellt wird. Toll fand ich auch das Verzeichnis der Städte- und Flussnamen von damals und heute.
Aber dem war noch nicht genug, es folgte ein Glossar mit den gängigsten Begriffen aus dem Klosterleben.

Aber kommen wir nun zum Inhalt. Der Roman beginnt im 1. Teil mit dem Zeitabschnitt: Mai bis September 1226 und umfasst eigentlich das Kennenlernen der Protagonisten untereinander bis hin zur Hochzeit und dem Eintritt ins Kloster.

Auf den ersten Seiten lernen wir direkt Franka kennen. Sie zeigt sich kämpferisch und klug, aber manchmal auch ein kleines bisschen naiv. Obwohl die stellenweise einen sehr rauen und fordernde Kommandoton anschlägt, scheint sie bei der Männerwelt damit Erfolg zu haben, na ja, zumindest bei Wulf. Aber dazu später mehr.

Ihre Schwester Melinda hingegen, ist einfach nur schön und weiß das auch. Ihr Verhalten ist äußerst fragwürdig, aber wenn man immer nur auf die Schönheit reduziert wird, muss man ja auch nicht mehr können.

Stellenweise hatte mich die Geschichte der beiden Mädchen an ein Märchen erinnert. Schneeweißchen und Rosenrot? Oder gar Aschenputtel? Für mich hatte hier der Roman die Historie verlassen um in die Märchenwelt abzutauchen.

Auch das Verhalten der Eltern fand ich stellenweise wirklich merkwürdig und nur sehr wenig oder gar nicht nachvollziehbar. Gerade im Hinblick auf den Handlungszeitraum (im Jahr 1226) hatten die Kinder respektive die Töchter, wohl nicht diese verbalen Freiheiten, wie sie beschrieben wurden. Ich darf hier einfach nur an die respektlosen Kommentare beim Essen erinnern. So was geziemt sich doch für eine Tochter aus gutem Hause einfach nicht. Aber bei Franka haben sie einfach alles durchgehen lassen. Hauptsache sie packt ihre Sachen und geht endlich ins Kloster.

Einen Aufreger fand ich ebenfalls, als der Vater Franka als die "hässliche" Wulf borstellte. Er hatte zwar nicht das Wort hässlich verwendet, sondern eher so drumrum. Aber ganz ehrlich, welcher Vater (zu damaliger Zeit) spricht so voller Überzeugung von seiner liebenden Tochter? Gut, solches Verhalten fördert natürlich den Wunsch ins Kloster zu gehen. Aber klar war auch, dass weder Wulf noch Franka mit dieser Entscheidung wirklich glücklich sein würden.

Der 2. Teil spielt von Februar 1227 bis Frühjahr 1229 und umfasst das Klosterleben und die Reise ins Heilige Land.
Hier scheint mir Franka um einiges reifer. Ihre Gedanken sind nun klarer und somit auch nachvollziehbarer. Auch das Klosterleben mit seinen Höhe und Tiefen und den unterschiedlichen Charakteren, kann die Liebe zu Wulf nicht zum erlöschen bringen. Man spürt beim Lesen, welch tiefer Schmerz ihr die Liebe zusetzt und wie sehr sie mit der Situation hadert. Dennoch hat sie ihr Ziel vor Augen, das sie auch weiterhin verfolgt.

Wulf macht seinen Traum wahr und schließt sich dem Kreuzzug an. Klar, dass er auch hier so manches Abenteuer bestehen muss, aber auch neue Kontakte und Freundschaften können geknüpft werden. Er scheint mir in dieser Zeit auch etwas bodenständiger geworden zu sein.
Schade fand ich, dass in diesem 2. Teil Melinda etwas kurz kommt. Sie bleibt für mich zwar weiterhin gefühlskalt und eine Zicke, jedoch hatte sich die Autorin nun mehr auf Franka, die kleine Krimigeschichte im Kloster und Wulf eingeschossen, so dass von Melinda keine Rede mehr war. Her hätte ich mir gewünscht, dass auch ihr Leben (ohne Wulf) ab und an ins Licht gerückt wäre. Ist sie Wulf treu geblieben? Wie verlief ihr Leben weiter?

Der 3. Teil umfasst den Zeitraum Frühjahr 1231 bis Mai 1232 und somit die Rückkehr und den Austritt aus dem Kloster.

Im letzten Teil hatte die Autorin nochmal alles gegeben. Die anfänglichen Schwierigkeiten waren hier komplett vergessen und alle Rätsel wurden gelöst. Meine Vermutung