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Chattys Bücherblog
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Bretten

Bewertungen

Insgesamt 620 Bewertungen
Bewertung vom 19.06.2022
Tod beim Camping-Dinner
Anger, H. K.

Tod beim Camping-Dinner


gut

Auf mehr als 300 Seiten schildert die Autorin ihre eigene Urlaubsreise zwischen dem Werratal und Süddeutschland, und schafft damit den Spagat zwischen Reiseführer und Krimi. Der Spannungsanteil ist zwar vorhanden, jedoch nur gering, da der Fokus eher auf Land und Leute gerichtet ist. Wer also einen echten Krimi, mit Spannung und Action erwartet, wird enttäuscht durch die Seiten blättern. Mit "Tod beim Camping-Dinner" schafft sie zwar den Anschluss an den Vorgängerband, jedoch fehlt das gewisse Etwas. Ob es an den beiden Protagonisten, Henrik und Carsten, liegt, die Kathrin als Hauptprotagonistin verdrängen? Nein, ich denke, dass das Zusammenspiel zwischen Reiseführer und Krimi nicht wirklich harmoniert. 

Wer Spaß am Camping in Süddeutschland hat, und nebenbei noch nach einer leichten Krimilektüre sucht, dem kann dieses Buch empfohlen werden.

Bewertung vom 16.06.2022
Der Klang des Bösen / Jula Ansorge Bd.4
Kliesch, Vincent

Der Klang des Bösen / Jula Ansorge Bd.4


ausgezeichnet

Mit "Der Klang des Bösen" führt der Autor Vincent Kliesch seine Auris Reihe fort. Über 350 Seiten grenzenlose Spannung sorgen für einen angenehmen Lesegenuss, der mich Raum und Zeit vergessen ließ. Könnte man wirklich jemanden ermorden, den man liebt? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch den vierten Band. Die kurzen Kapitel ermöglichen es dem Leser, selbst zu kombinieren und sich der Spannung hinzugeben. Die Protagonisten wurden so detailliert charakterisiert, so dass man auch ohne Vorkenntnisse dieses Buch lesen bzw. verstehen könnte. Es bringt allerdings deutlich mehr Spaß, die Vorgängerbände bereits zu kennen. Schnell wird man eine sog. Sucht erkennen, die die beiden Autoren Kliesch und Fitzek gekonnt auszunutzen wissen. Am Ende wartet dann ein fieser Cliffhanger. 

Ich hoffe, dass Vincent Kliesch noch viele Idee hat und uns schon bald mit einer weiteren Fortsetzung beglücken wird.

Bewertung vom 15.06.2022
Immer der Liebe entgegen (Zeit für Rügen)
Holmgren, Hanna

Immer der Liebe entgegen (Zeit für Rügen)


ausgezeichnet

Wenn nichts mehr geht, dann geht's ans Meer.

Mit dem Rügenroman Immer der Liebe entgegen hat mich die Autorin wieder für sich begeistert. Ihre brillanten Beschreibungen und detaillierten Charakterisierungen machen es einfach, sich in die Geschichte einzufinden und ein wenig Sehnsucht zu entwickeln.

Die Story beinhaltet einfach alles, was eine gute Urlaubslektüre ausmacht:  Sehnsuchtsort, Abenteuer, Spannung und natürlich eine große Portion Liebe.

Mich hatte dieser Roman von der ersten bis zur letzten Seite förmlich mitgerissen, so dass ich auf eine Fortsetzung hoffe.

Bewertung vom 10.06.2022
Oma geht campen
Kölpin, Regine

Oma geht campen


sehr gut

Mit dem zweiten Band der unterhaltsamen "Oma in allen Lebenslagen"Reihe von Regine Kölpin, dreht sich alles um eine rüstige 73jährige, die mit ihrer Ersatzfamilie zum Camping fährt. In diesem Roman "Oma geht campen" steckt sehr viel Wahrheit, so dass die Protagonisten und ihre Handlungen durchweg realistisch erscheinen. Das Klischee der alten, grauen Oma wird hier gänzlich aufgehoben. Und ganz ehrlich, ich hätte gerne auch so eine Oma gehabt.

Bewertung vom 08.06.2022
Fuhlsbütteler Blutjuwelen
Bertschik, M.H.B.

Fuhlsbütteler Blutjuwelen


ausgezeichnet

Mit dem hanseatischen Krimi "Fuhlbütteler Blutjuwelen" präsentiert die Autorin einen Privatdetektiv, der nicht nur Vanillepudding über alles liebt, sondern auch noch sehr ehrgeizig seine Fälle meistert. Er zeigt sich sehr menschlich und seine Handlungen waren nachvollziehbar, ebenso wie alle weiteren Protagonisten detailliert charakterisiert waren und dem Krimi eine Eigendynamik verschafft hat. Die Story war sehr vielseitig, obwohl es kleinere logische Fehler gab, die aber der Spannung keinen Abbruch taten. Insgesamt wirkte die Geschichte auf mich gut durchdacht. Ich hoffe nun auf eine baldige Fortsetzung mit dem sympathischen Ermittler Fuchs.

Bewertung vom 08.06.2022
Schreib oder stirb
Fitzek, Sebastian;Beisenherz, Micky

Schreib oder stirb


weniger gut

Mit Schreib oder Stirb hatte sich der bekannte Thrillerautor Sebastian Fitzek auf ein Schreibexperiment eingelassen. Zusammen mit dem Micky Beisenherz wird auf mehr als 300 Seiten versucht, auf Biegen und Brechen einen Gag nach dem Anderen zu zünden und ganz nebenbei noch den Spannungsbogen für einen Thriller zu gestalten. Leider kam der Humor nicht an. Ich fand ihn völlig überzogen und auch störend. Die Story hätte vielmehr zu bieten gehabt, wenn man die gekünstelten Kalauer einfach weggelassen hätte. Das Buch wurde als außergewöhnlich angeboten, was es tatsächlich auch ist. Meines Erachtens war es eher außergewöhnlich schlecht. Ich hoffe sehr, dass Fitzek wieder zu seiner alten Form findet und sich einfach nur auf das Schreiben von Thrillern beschränkt. Alle anderen Genre sind einfach nicht sein Ding. Und was man nicht kann, sollte man auch sein lassen.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 21.05.2022
Mord und Wischmopp / Pamela Schlonski Bd.1
Munter, Mirjam

Mord und Wischmopp / Pamela Schlonski Bd.1


sehr gut

Mit "Mord und Wischmopp" startet eine humorige Krimireihe um eine Putzfrau, dessen Handlungsort im Ruhrpott angesiedelt ist. Neben dialektischen Einwürfen wird der Leser in die Welt der Raumpflege, aber auch die Ermittlungen zu einem Tötungsfall geworfen. Die Hauptprotagonistin wurde sehr detailliert charakterisiert, so dass ich schnell eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Die Ermittlungen des Kommissars oder anderweitige Freundschaften, haben die Geschichte umrahmt, sich aber nie in den Vordergrund gedrängt. Der Fokus liegt gänzlich auf Pamela. Mir hat der über 380 Seiten umfassende humorige Krimi sehr gut gefallen, so dass ich schon gespannt auf die Fortsetzung warte.

Bewertung vom 30.04.2022
Stille Befreiung
Hammesfahr, Petra

Stille Befreiung


ausgezeichnet

Puh, selten habe ich einen Roman gelesen, der mich derartig durch die Seiten gepeitscht hat. Gefühlschaos pur! Die Autorin schafft auf mehr als 430 Seiten eine nahezu beängstigende Grundstimmung mit seelischen und körperlichen Qualen. Brutalität, Unterwerfung, Vergewaltigung, um nur ein paar Schlagworte zu nennen. Für mich war es weniger ein Roman, sondern vielmehr ein Psychothriller. Ohne Unterlass erhält der Leser Einblicke in die brutale Welt eines Peinigers. Ich war jedesmal nach dem Lesen so aufgewühlt, dass ich kaum zur Ruhe bzw. Schlaf gefunden habe.
Dieses Buch beschreibt eine Geschichte, wie sie leider nicht nur im Kopf der Autorin vorkommt. Es ist erschreckend, wie Menschen agieren und dominieren. Mir fehlen noch immer die passenden Worte.

Bewertung vom 24.04.2022
Die Winzerstochter vom Rhein
Walter, Martina

Die Winzerstochter vom Rhein


gut

In dem mehr als dreihundertseitigen Roman lädt die Autorin zu einem genussvollen Lesevergnügen ein. So war zumindest meine Erwartung. Schon das ansprechende Cover ließ auf gute historische Unterhaltung hoffen. Anfangs hatte ich jedoch etwas Schwierigkeiten mich mit dem Schreibstil anzufreunden. Mir fehlte der fließende Verlauf und auch die Weichheit der Worte. Auch die Protagonisten erschienen mir unnahbar. Nach etwa achtzig Seiten nahm die Geschichte Form an und die Sätze waren flüssiger. Jedoch waren mir die Protagonisten durchgängig zu blass. Ich konnte keinen Bezug zu ihnen aufbauen, so dass die Emotionen leider ausbleiben. Auch der Rest der Geschichte war irgendwie farblos. Nicht uninteressant, aber auch nicht griffig, was ich sehr schade fand. Das Thema und auch die Idee des Romans waren sehr gut, leider konnte die Ausführung die Erwartungen nicht erfüllen. Das Ende war mir etwas zu schnell, zu abrupt, ganz so, als hätte die Autorin schnell fertig werden wollen. Kurzum, der Mittelteil war gut, Anfang und Ende jedoch stark ausbaufähig. 

Bewertung vom 23.04.2022
An der Mordseeküste
Minck, Lotte

An der Mordseeküste


gut

Auch in diesem dritten Band der heiteren Reihe um die Mitarbeiterin einer Sex-Hotline, Loretta Luchs, zeigt die Autorin wiedermal ihren tiefsinnigen Humor. Der dieses Buch liest, sollte besser die Vorgängerbände ebenfalls gelesen haben, alleine schon, um die Hintergründe von Andeutungen besser zu verstehen und auch die Beziehungen und Handlungen der einzelnen Protagonisten nachvollziehen zu können. Loretta schlittert auch dieses Mal wieder in einen Mordfall und zeigt den ortsansässigen Polizisten sehr deutlich, was sie von ihren Ermittlungsarbeiten hält. Mir ist das ehrlich gesagt, inzwischen ein bisschen zu viel, wie sich Loretta hier produziert. Klar, sie ist die Größte, die Beste, aber nach den drei Bänden muss ich hier einfach mal ein Päuschen einlegen, da mir ansonsten die Protagonistin eher unsympathisch wird. Ich finde es inzwischen einfach nur sehr überspannt und der anfängliche Humor einer Krimödie bleibt immer mehr auf der Strecke. Schade!