Autor im Porträt

Toptitel von Oliver Pötzsch

Das Mädchen und der Totengräber / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.2

Broschiertes Buch
Geht in Wien ein tödlicher Fluch um?
Wien 1894: Totengräber Augustin Rothmayer wird von Inspektor Leopold von Herzfeldt um einen ungewöhnlichen Gefallen gebeten: Der kauzige Totengräber vom Wiener Zentralfriedhof, der jede Spielart des Todes kennt, soll ihm alles über das Konservieren von Verstorbenen erzählen. Es geht um Leopolds neuen Fall: Im Kunsthistorischen Museum wurde ein Sarkophag mit einer Leiche gefunden. Doch es handelt sich nicht um eine jahrtausendealte Mumie. Der Tote ist ein berühmter Professor für Ägyptologie, dessen Leichnam erst vor Kurzem nach altem Ritus präpariert wurde. Schnell wird spekuliert, der Professor sei einem uralten Fluch zum Opfer gefallen. Doch weder Rothmayer noch von Herzfeldt glauben an eine übersinnliche Erklärung. Sie sind sich sicher: Es war Mord!
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Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Broschiertes Buch
Wenn in Wien der Tod umgeht, gibt es nur einen, der ihm alle Geheimnisse entlocken kann
1893: Augustin Rothmayer ist Totengräber auf dem berühmten Wiener Zentralfriedhof. Ein schrulliger, jedoch hochgebildeter Kauz, der den ersten Almanach für Totengräber schreibt. Seine Ruhe wird jäh gestört, als er Besuch vom jungen Inspektor Leopold von Herzfeldt bekommt. Herzfeldt braucht einen Todes-Experten: Mehrere Dienstmädchen wurden ermordet - jede von ihnen brutal gepfählt. Der Totengräber hat schon Leichen in jeder Form gesehen, kennt alle Todesursachen und Verwesungsstufen. Er weiß, dass das Pfählen eine uralte Methode ist, um Untote unter der Erde zu halten. Geht in Wien ein abergläubischer Serientäter um? Der Inspektor und der Totengräber beginnen gemeinsam zu ermitteln und müssen feststellen, dass sich hinter den Pforten dieser glamourösen Weltstadt tiefe Abgründe auftun ...
Wien zur Jahrhundertwende - Bestsellerautor Oliver Pötzsch entführt uns mit diesem spektakulären Mordfall in die dunkelsten Ecken der Stadt
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12,99 €

 

Oliver Pötzsch

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitet seit Jahren als Filmautor für den Bayerischen Rundfunk, vor allem für die Kultsendung quer. Neben seiner beruflichen Tätigkeit erforschte Pötzsch seine Familiengeschichte. Er ist selbst ein Nachfahre der Kuisls, die vom 16. bis zum 19. Jahrhundert die berühmteste Henker-Dynastie Bayerns waren.Die Forschungen hat er in einigen Historienromanen verarbeitet. Oliver Pötzsch lebt in München.

Kundenbewertungen

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von hasirasi2 aus Dresden am 02.06.2021
„Ein Mozart summender Totengräber, der mit Leichen spricht. Mir bleibt auch nichts erspart.“ (S. 64) Inspektor Leopold von Herzfeldt stammt aus Graz und ist neu bei der Wiener Polizei. Schon vor seinem Dienstantritt stolpert er in die Ermittlungen zum bestialischen Mord an einem Dienstmädchen, die er mit den neuesten technischen Möglichkeiten wie z.B. der Tatort-Fotografie vorantreiben will. Doch stattdessen soll er den versuchten Grabraub von Bernhard Strauß, einem Halbbruder des berühmten Komponisten, auf dem Zentralfriedhof aufklären – schließlich steht er noch ganz unten in der Hackordnung bei der Polizei und muss sich die spannenden Fälle erst verdienen. Dabei lernt er den ungewöhnlichen Totengräber Augustin Rothmayer kennen, der genau wie Leopold nie lockerlässt und den Dingen auf den Grund geht. Als weitere getötete Dienstmädchen auftauchen und der Fall höchste Priorität bekommt, wird Leopold dem Ermittlerteam doch noch zugeteilt. Unerwartete Unterstützung bekommt er dabei ausgerechnet von Augustin Rothmayer und der Telefonistin Julia Wolf. „Das Buch des Totengräbers“ ist der Auftakt einer neuen Reihe von Oliver Pötzsch und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Wie schon bei der „Henkerstochter-Saga“ lässt der Autor die Vergangenheit lebendig werden, Wiens dunkle Seiten, vor allem die düstere Stimmung des Zentralfriedhofes und der Wiener Unterwelt, um die Jahrhundertwende vor unserem inneren Auge wieder auferstehen. Außerdem hat mich fasziniert, was die Wissenschaft damals alles schon konnte, dass es erste Taschenkameras, Fahrräder und Autos gab – an deren Zukunft man natürlich nicht geglaubt hat. Leopold ist ein Mann der neuen Zeit. Er hat bei dem berühmten Grazer Staatsanwalt und Untersuchungsrichter Hans Gross „Kriminalistik“ studiert, ein damals gänzlich neues Fachgebiet, in dem z.B. Spuren gesichert, Fotos und Tatort- und Täteranalysen gemacht werden. Man verlässt sich nicht mehr nur auf die Aussagen von Zeugen, sondern sucht nach Indizien. „Ein Mord ist wie ein großes Rätsel, das gelöst werden muss.“ (S. 78) Weil diese Wissenschaft noch so neu ist, wird Leo von seinen Kollegen und Vorgesetzten nicht ernst genommen. Aber auch sonst eckt er gern an. Er stammt aus gutem Hause, ist immer (zu) gut angezogen und ein Einzelgänger, hat Schwierigkeiten, sich unter- oder in einem Team einzuordnen. Außerdem ist er Jude, was nicht allen passt, und hat ein Geheimnis, wegen dem er Graz verlassen musste. Bei der Arbeit lernt er die Telefonistin Julia Wolf kennen, die sich im Dienst als Lämmchen gibt, privat aber ihrem Nachnamen alle Ehre macht. „In einer Welt, in der die Männer das sagen haben, müssen wir Frauen uns eben verkleiden, wenn wir nicht untergehen wollen.“ (S. 299) Ihre verschiedenen Facetten faszinieren ihn. So eine Frau hat er bisher noch nicht kennengelernt. Der heimliche Star des Buches aber ist für mich der Totengräber Augustin Rothmayer. Dieser entstammt einer uralten Totengräberdynastie, weiß so ziemlich alles über den Tod und Leichen und schreibt gerade an einem umfassenden Totengräberalmanach. Zudem ist er extrem gebildeten, philosophiert und musiziert gern und hat Beziehungen in höchste Kreise. Und auch er verbirgt ein Geheimnis und ein weiches Herz unter seiner rauen, immer muffig und nach Tod riechenden Schale. Die drei raufen sich trotz ihrer sehr verschiedenen Biographien zusammen und gehen ungewöhnlichen Wege, um den Fall aufzuklären. Dabei sitzen sie einigen Irrtümern und Vorurteilen auf, rätseln, ob es doch Vampire und Wiedergänger in Wien gibt und bringen sich selbst in Lebensgefahr … „Das Buch des Totengräbers“ ist ein echtes Highlight: Ein extrem spannender Krimi mit wunderbar unangepassten Ermittlern und viel Wiener Schmäh, hervorragend recherchiert. Ich fiebere der Fortsetzung entgegen!

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8

Bewertung von Oli aus Stuttgart am 07.06.2020
Ein perfekter historischer Roman „Ich denke, es braucht beides“, sagte der Mönch mit sanfter Stimme. „Glaube und Medizin. Und auch hier gilt das, was Paracelsus schon sagte: Die Dosis macht das Gift.“ Auszug Seite 280. Die angesehene Arztfamilie Fronwieser ist in der Münchener Gesellschaft nach ihrem Umzug aus Schongau mehr oder weniger angekommen. Und das natürlich nur weil die hohe Gesellschaft nicht weißt, dass die Magdalena Fronwieser eigentlich eine Henkerstocher ist. Die Magdalena ist auch diejenige die sich nach ihrer alten Heimat und ihren Vater sehnst. Außerdem bereitet ihr jüngere Sohn ihr Sorgen und sie hofft das ihr Vater, der vom Beruf Henker ist, einen guten Einfluss auf Paul haben wird. Also reißt die Familie Fronwieser nach Schongau um den Henker Jakob Kuisl zu besuchen. Derzeit befindet sich aber der andere Sohn Peter zusammen mit dem Kronprinzen Max Emanuel auf der Staatsreise. Magdalena bangt um ihren Sohn auch weil die Gerüchte über die Pestkrankheit sie immer öfter erreichen. Außerdem geschieht eine Reihe seltsame Pestmorde in Kaufbeuren, welche nur den medizinischen Rat in der Stadt betrifft. Wird die Familie Kuisl die Rätsel lösen können? Das Geheimnis und die Spannung halten bis zu den letzten Kapiteln an. Das Cover ist entsprechen dem Thema gewählt. Es zeigt eine Pestarztmaske, welche im 17-ten Jahrhundert getragen worden war. Und da es im Buch hauptsächlich um die Pest und die Ärzte geht, welche die Ursachen für die Pest suchen, ist der Wahl des Covers sehr gut gelungen. Oliver Pötzsch hat bereits mehrere Bücher über die Familie Kuisl geschrieben. Es ist aber keine Voraussetzung für das Lesen dieses Buches. Auch ohne Vorwissen von den vorherigen Büchern kommt man schnell in die Geschichte rein und lernt schnell alle wichtigen Charaktere kennen. Aus dem Klappentext konnte man denken, dass es nur um die Pest geht. Allerdings hat der Autor auch einige Überraschungen eingebaut wie politische Intrigen und einige Mordaufträge. Alle Themen sind miteinander so gut kombiniert, dass man das Buch kaum aus den Händen weglegen kann. Von mir eine klare Leseempfehlung und auf jeden Fall 5 Sterne für einen gelungenen historischen Roman.

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8 (eBook, ePUB)

Bewertung von Tauriel am 25.06.2020
Die Pest in Kaufbeuren? Dies ist mittlerweile die achte Episode um die Henkerstochter Magdalena aus der Feder von Oliver Pötzsch. Es ist der erste Roman dieses Autors für mich und ich konnte der Handlung auch ohne Kenntnis der Vorgänger-Bände gut folgen. Am Anfang des Buches findet sich eine Karte vom mittelalterlichen Kaufbeuren und eine Personenbeschreibung ,das finde ich persönlich immer sehr hilfreich. Der Autor beschreibt präzise und realitätsnah diesen historischen Kriminalroman. Sehr schnell werde ich mit der Familie Kuisl warm und auch wenn die Familienmitglieder verschiedene Wege einschlagen,bin ich aktuell immer auf dem Laufenden .Durch den flüssigen Erzählstil ,habe ich das Gefühl das ich hautnah dabei bin. Egal ob ich mit Magdalena und Simon auf der Suche nach Peter gehe,oder mit Sophia und Paul auf mitternächtlichen Streifzügen unterwegs bin. Ein großes Thema,das sich wie ein roter Faden durch dieses Buch zieht ist die Pest . Eigentlich ausgerottet,doch scheinbar machen sich perfide Gesellen diese Krankheit zu nutze,um eigene Ziele damit zu erreichen. Es ist schon erschreckend,wieviel Parallelen dieser Roman mit der heutigen (Corona-)Zeit hat.Obwohl das vom Autor nicht so beabsichtigt war. Das andere Thema ist das traditionelle „Tänzelfest“.Fällt es wegen diverser ungeklärter Mordfälle ins Wasser? Auch wenn jeder einzelne der Kuisl Familie andere Ziele verfolgt,so springt doch jedes Puzzleteil am Ende der Geschichte an die richtige Stelle und das Große Ganze kommt dabei heraus. Im Anschluss an diesen Mittelalter-Krimi kommt noch ein kleiner Reiseführer von Kaufbeuren und Umgebung hinzu und versetzt mich ohne Probleme wieder an die Schauplätze des Romans zurück. Sehr gerne habe ich diesen spannenden Roman gelesen ,ich habe mich gut unterhalten gefühlt und kann ihn nur empfehlen.Gerne mehr von diesem Autor. Fazit:Wer einen spannenden historischen Roman mit Krimianteilen sucht,wird hier fündig.

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von Heike aus NRW am 13.06.2021
Der Kriminalbeamte Leopold von Herzfeldt, der aus gutem Hause stammt und eigentlich eine größere Karriere vor sich hatte, kommt plötzlich nach Wien und macht sich dort sofort bei den Kollegen unbeliebt. Sofort bei seiner Ankunft erfährt er von einer Leiche und begibt sich zum Tatort - sehr zum Missfallen der Kollegen, zumal er dort neuartige Ermittlungsmethoden präsentiert. Ein Krimi im frühen Wien. Es gibt mehrere Leichen und die Frage, ob und wenn ja, wie diese zusammenhängen. Der schräge Totengräber Augustin Rothmayer spielt eine große Rolle bei den Ermittlungen, und weist häufig auf wichtige Spuren hin. Die Hauptfiguren sind gut beschrieben, der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Das Buch ist sehr gut zu lesen, obgleich es zu einer vergangenen Zeit spielt. Besonders gut haben mir die Beschreibungen der damaligen Zeit gefallen, man kann sich gut in die Geschehnisse hineinversetzen. Die unterschiedlichen kriminellen Fälle sind sehr gut miteinander verknüpft. Ich kann das Buch weiter empfehlen und werde auch weitere Bücher dieser Reihe lesen.

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von Isis55 aus Hamburg am 01.06.2021
Mit Begeisterung habe ich die Henkerstochter-Reihe von Oliver Pötzsch gelesen. Um so gespannter war ich auf den ersten Teil der neuen Serie. Der Krimi ist im Wien des späten 19. Jahrhunderts angesiedelt, es gibt mehrere ungewöhnliche Todesfälle. Der aus Graz stammende Inspektor Leopold von Herzfeldt nimmt mit damals neuen kriminalistischen Methoden die Suche nach dem Täter auf. Unterstützt wird er vom Wiener Totengräber Augustin Rothmayer. Dieser schreibt an seinem "Almanach für Totengräber", aus dem Passagen am Anfang jedes Kapitels zitiert werden. Mich hat das Buch begeistert. Der Schreibstil ist flüssig und packend, der Spannungsbogen wird bis zum Schluss aufrecht erhalten. Die Charaktere sind glaubwürdig und der historische und fachliche Bezug sind gewohnt sauber recherchiert. Auch das Cover passt hervorragend zum Buch. Ein wirklich gelungener Serienauftakt, ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Band.

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8

Bewertung von gaensebluemche am 02.07.2020
"Die Henkerstochter und der Fluch der Pest" ist nicht der erste und sicherlich nicht der letzte Roman von Oliver Pötzsch; gut so! Der Autor nimmt die Leser in eine Welt mit, die im Wandel ist: von Althergebrachtem zur Moderne, vom Aberglauben zu Wissenschaft und Aufklärung. In dieses Milieu setzt der Autor eine Familie, die für sich erkannt hat, dass das menschliche Wesen, und insbesondere die Frau, so viel mehr kann, als nur vom Leben zum Sterben zu gelangen und nebenbei ein paar Kinder zu gebären. Die Protagonistin ist schlau und gewitzt, fürsorglich und tapfer. Sie weiß, dass ihre Familie das Wichtigste auf der Welt ist und dass sie alles dafür tun würde, um Schaden von ihr abzuwenden. Gleichzeitig kämpft sie jedoch vehement gegen Geschlechterungleichbehandlung und Klassenmoral an, die sie weder verstehen will noch als naturgegeben ansieht. So behandelt die Geschichte auch brandaktuelle Themen wie Krankheit, Tod, Hysterie angesichts einer unüberschaubaren und gefährlichen Situation und den menschlichen Drang nach Schuldzuweisung. Auch ohne das umfangreiche Nachwort des Autors findet der Leser zahlreiche Parallelen zu den aktuellen Entwicklungen. Dabei ist die Geschichte weder sensationslüstern erzählt noch kommt sie platt daher wie manche historische Romane. Im Gegenteil: Der Autor schafft es, sehr authentisch und nachvollziehbar zu erzählen und den Leser tief in die historischen Zusammenhänge eintauchen zu lassen. Fazit: Die Geschichte wiederholt sich, im Guten wie im Schlechten. Seid gewappnet!

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von Gina aus Ellerau am 07.06.2021
Bereits das Buchcover hat mir sehr gefallen. Es handelt sich hier um einen klassischen Krimi im typischen Stil von Oliver Pötzsch. Fast jedes Kapitel begann mit einer Einleitung aus dem Buch des Totengräbers. Manchmal witzig aber oft sehr makaber. Einfach herrlich zu lesen. Der schrullige Totengräber war absolut klasse, ich konnte ihn mir immer sehr gut vorstellen und er hätte meiner Meinung nach noch viel häufiger in diesem Buch auftauchen können. Witzig, dreckig und mit tollem Humor. Leider hatte ich die Geschichte schon ab der Hälfte des Buches durchschaut und wusste wer der Mörder war. Trotzdem war es nicht langweilig. Ich habe dieses Buch geliebt und es in kürzester Zeit verschlugen. Man kann es kaum aus der Hand legen. Das schaffen nur wenige Autoren. Wer die Henkerstochter mag, der sollte dieses Buch unbedingt kaufen. Ich hoffe, es wird ein Mehrteiler. Eine absolute Kaufempfehlung von mir. Erscheinen weitere Teile, wäre ich sofort dabei. Danke

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von Thoronris am 05.07.2021
Dieser Krimi von Oliver Pötzsch besticht von Anfang an durch die lebendige Kulisse, die das Wien zum Ende des 19. Jahrhunderts bietet. Auch wenn „Das Buch des Totengräbers“ ein Krimi, ist sind es die vielen kleinen Details, durch die man sich als Leser in das alte Wien zurück versetzt fühlt, die das Buch herausragend machen. Zudem kann man von Anfang an miträtseln und geschickte Platzierung winziger Details ermöglichen es, dass man vor dem Ermittler auf so manche Spur kommt. Das unterhaltsame Duo eines deutschen Inspektors und eines grimmigen Totengräbers ist zudem so originell, dass man sich auf jeder Seite gut unterhalten fühlt. Der historische Kriminalroman „Das Buch des Totengräbers“ ist eine schriftstellerische Meisterleistung. Nicht nur gelingt es Oliver Pötzsch, den Leser von Anfang bis Ende miträtseln zu lassen, er nimmt uns gleichzeitig mit in eine andere Zeit, an einen zumindest mir unbekannten Ort. Mit komplexen, durchaus fehlerhaften Hauptpersonen und einem grauenhaften Fall ist hier Spannung von der ersten Seite an vorhanden

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest / Henkerstochter Bd.8

Bewertung von harakiri aus Ostalb am 14.05.2020
Magdalena Kuisl und ihr Mann Simon haben es geschafft: Simon praktiziert in München als Arzt. Doch so richtig angesehen sind sie in der Gesellschaft nicht. So freut sich Magdalena auf einen Besuch in ihrer Heimatstadt Schongau. Doch die Pest wütet in Deutschland und so strandet die Familie in Kaufbeuren und wird von einer grausamen Todesserie überrascht. Magdalena und ihr Vater wären nicht sie, wenn sie nicht zu ermitteln beginnen würden. Das Buch erschien irgendwie gerade richtig. Ähnlichkeiten mit aktuellen Ereignissen sind – laut einem Nachwort von Oliver Pötzsch – rein zufällig. Dennoch liest sich der neue Roman als historische Reminiszenz. Ich habe mich sehr über einen neuen Roman des Autors gefreut, zu sehr mag ich die Kuisls schon vom ersten Band an. Pötzsch lässt die Vergangenheit lebendig werden und man fühlt sich als Leser versetzt in die stinkenden Gassen des 17. Jahrhunderts. Der Roman ist wieder spannend aufgebaut und durch das Erwachsenwerden der beiden Söhne nun auch breiter aufgestellt. Allerdings wird Henker Kuisl langsam alt und ich hoffe, dass er uns dennoch noch durch einige Bücher begleiten darf, denn was wäre so ein Roman ohne diesen Brummbär? Fazit: Mir hat es wieder sehr gut gefallen, die Kuisls bei ihrem neuesten Abenteuer zu begleiten und ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Das Buch des Totengräbers / Inspektor Leopold von Herzfeldt Bd.1

Bewertung von bblubber aus Bamberg am 20.07.2021
1893 in Wien. Der junge Inspektor Leopold von Herzfeldt bringt neuen Wind in die Hauptstadt. Neue Methoden bei der Ermittlung. Das gefällt erst mal den wenigsten. Aber er trifft den Totengräber Augustin Rothmayer und gemeinsam kommen sie einem Verbrecher auf die Spur. Das Buch des Totengräbers ist der erste Band einer neuen historischen Krimi-Reihe. Die Kuisl-Krimis von Pötzsch habe ich gern gelesen und seine Duologie über Faust war einfach der Hammer. Also keine Frage, dass ich auch dieses Buch hier lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen und hat immer mal wieder ein Aufblitzen von Ironie und Humor zu bieten, ohne dabei albern zu werden. Genau die richtige Mischung. Der historische Hintergrund wurde solide recherchiert und es ist spannend, wie hier die Anfänge der modernen Kriminalistik beschrieben werden. Volle Punktzahl und bitte bald mehr davon.
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