© Des Willie
Anthony Horowitz
Anthony Horowitz hat seit seinem 20. Lebensjahr sein Hobby zum Beruf gemacht. Nun schreibt Horowitz als freier Autor und gehört mittlerweile zu den erfolgreichsten und gefragtesten Schriftstellern im englischsprachigen Raum. Er arbeitet auch für das Theater sowie als Drehbuchautor für Film und Fernsehen. Anthony Horowitz lebt mit seiner Frau, seinen zwei Söhnen und seinem Hund im Norden von London.
Kundenbewertungen
Tod zur Teestunde ist der mittlerweile dritte Roman rund um Susan Ryeland und es ist wieder ein ganz klassischer, gut geschriebener, raffinierter und spannender Band geworden. Susan kehrt nach London zurück um als Lektorin einen jungen Autor zu unterstützen der sich an die Fertigstellung des letzten Atticus Pünd Kri...
Tod zur Teestunde ist der mittlerweile dritte Roman rund um Susan Ryeland und es ist wieder ein ganz klassischer, gut geschriebener, raffinierter und spannender Band geworden. Susan kehrt nach London zurück um als Lektorin einen jungen Autor zu unterstützen der sich an die Fertigstellung des letzten Atticus Pünd Krimis begeben hat. Interessant ist wieder wie der Autor Anthony Horowitz es geschafft hat die zwei Fälle, den Atticus Pünd Krimi und die Ermordung des jungen Autors, geschickt verwoben niedergeschrieben hat, denn die beiden Fälle gehen Hand in Hand - quasi ein doppeltes Krimi-Vergnügen! Dumm nur für Eliot Crace das in dem Pünd-Krimi auch seine eigene Familiengeschichte eine vermeindliche Rolle spielt und er durch die Beschäftigung mit dem Fall und der Überzeugung das es damals als Hintergrund einen echten Mord gab, den an seiner Großmutter, und er draufhin leider sein Leben lassen muss. Aber Susan gibt nicht auf (wäre auch nicht gut, immerhin gerät sie selbst unter Verdacht) und macht sich daran für Klärung zu sorgen.
Ein tolles Buch, sehr zu empfehlen!
Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe
"Tod zur Teestunde" ist der neue und voraussichtlich letzte Kriminalroman des britischen Schriftstellers Anthony Horowitz um die Lektorin Susan Ryeland. Das 568 Seiten umfassende Buch knüpft an die 2018 und 2022 erschienenen Vorgängerbände "Die Morde von Rye Hall" u...
Großartiger dritter Band der Susan Ryeland-Reihe
"Tod zur Teestunde" ist der neue und voraussichtlich letzte Kriminalroman des britischen Schriftstellers Anthony Horowitz um die Lektorin Susan Ryeland. Das 568 Seiten umfassende Buch knüpft an die 2018 und 2022 erschienenen Vorgängerbände "Die Morde von Rye Hall" und "Der Tote aus Zimmer 12" an. Es ist sicherlich hilfreich, die beiden ersten Romane der Reihe gelesen zu haben, doch auch ohne dieses Basiswissen findet man sich schnell zurecht, zumal immer wieder Bezug auf Ereignisse der ersten Bände genommen wird.
Die Ich-Erzählerin Susan hat sich von ihrem Freund Andreas getrennt, mit dem sie auf Kreta ein Hotel führte. Als freie Lektorin arbeitete sie auf der Insel als Lektorin und betreute eine Serie von skandinavischen Kriminalromanen. Inzwischen ist sie 55 Jahre alt und kehrt nun nach London zurück. Michael Flynn, ihr Chef und Verleger von Causton Books, plant die Fortsetzung der erfolgreichen Atticus Pünd-Serie. Nach dem Tod von Alan Conway, der durch die Bücher reich und berühmt wurde, soll der junge Autor Eliot Crace, dessen Großmutter Miriam eine erfolgreiche Kinderbuchautorin war, drei Fortsetzungsromane schreiben. Da Susan bereits Alan Convay als Lektorin zur Seite stand, geht ihr Chef davon aus, dass sie auch für Eliot die ideale Lektorin sein wird. Die ersten Kapitel des Manuskripts von "Pünds letzter Fall" gefallen Susan, in der Geschichte geht es um den Tod von Lady Margaret Chalfont, die in ihrem Feriendomizil in Südfrankreich vergiftet wurde. Im Laufe der Lektüre erkennt Susan, dass Eliot in seinem Roman die Geschichte seiner eigenen dysfunktionalen Familie erzählt ...
Wie schon in den vorherigen Susan Ryeland-Büchern gibt es auch hier innerhalb des Buches ein zweites Buch. Beide Geschichten sind meisterhaft und mit viel Raffinesse miteinander verknüpft. Wir folgen Susan im Hier und Jetzt, erleben ihre Zusammenarbeit mit Eliot und begleiten sie bei ihren Ermittlungen, nachdem ein Mord geschehen ist und Susan unter Verdacht gerät. Parallel dazu tauchen wir ein in das Leben von Lady Chalfont und ihrer Familie, die die Sommermonate des Jahres 1955 in Südfrankreich verbringt. Es kommt zu einem Todesfall, bei dessen Aufklärung Atticus Pünd dem französischen Ermittler Frédéric Voltaire zur Seite stehen wird.
"Tod zur Teestunde" hat mir sehr gut gefallen, ich mochte den intelligenten Schreibstil und die schöne Sprache. Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an, stetig baut sich mehr Spannung auf und bleibt bis zum Ende auf hohem Niveau. Die Handlung ist gut durchdacht, die Auflösung hat mich überrascht. Es gibt mehrere Tote, viele Verdächtige und Wendungen, es werden Geheimnisse aufgedeckt, und ich habe mich vom Autor auf falsche Fährten locken lassen.
Die Charakterzeichnung seiner Haupt- und Nebenfiguren ist Anthony Horowitz hervorragend gelungen, ich mochte Susan und Atticus Pünd bereits in den beiden ersten Krimis der Reihe und fand es faszinierend, wie sich die zahlreichen Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenfügten. Das Buch, das neben den beiden Krimihandlungen auch Wortspiele und Anagramme enthält, hat mich absolut begeistert, ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.
Leseempfehlung für alle, die ruhige und intelligent geschriebene Krimis ohne blutiges Gemetzel lieben.
Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt...
Das ist meine erste Berührung mit Susan Ryeland. Es fängt ziemlich harmlos an, Susan fühlt sich auf Kreta persönlich nicht wohl und es zieht sie zurück in die englische Heimat, London. Als Lektorin wird ihr ein neues Buch angeboten, das ziemlich interessant klingt. Also greift sie zu und das Drama gewinnt an Fahrt.
Trotz der beinahe 600 Seiten wird es nicht langweilig, im Gegenteil, nach und nach baut sich ein zweiter Fall auf, verschachtelt Buch im Buch. Immer wieder überschneiden sich die Stränge, Personen und Geschehnisse. Susan wird immer mehr hineingezogen in beide Fälle. Ich liebe die Anagramme und die doppelten Charaktere. Es ist eine gute Mischung aus Sherlock Holmes und Escape Rätseln. Mit durchweg britischem Understatement und Humor, ich fühlte mich bestens unterhalten. Also bestens geeignet für Leser, die die guten alten Krimis lieben und sicherlich auch eine prima Filmvorlage.
Als Liebhaberin der Horowitz-Krimis im Allgemeinen und der Susan-Ryland-Reihe im Speziellen, musste ich “Mord zur Teestunde” natürlich lesen. Schließlich geht es in den Krimis darum, dass eine Lektorin in Kriminalfälle hineingezogen wird, die mit der von ihr lektorierten Krimi-Reihe rund um den Detektiv “Attic...
Als Liebhaberin der Horowitz-Krimis im Allgemeinen und der Susan-Ryland-Reihe im Speziellen, musste ich “Mord zur Teestunde” natürlich lesen. Schließlich geht es in den Krimis darum, dass eine Lektorin in Kriminalfälle hineingezogen wird, die mit der von ihr lektorierten Krimi-Reihe rund um den Detektiv “Atticus Pünd” zusammenhängen. Aber sein Autor, Alan Conway, ist seit dem letzten Band (“Moonflower Murders”) tot. Und dennoch gibt es diesen dritten Band der Reihe - weil anscheinend die Schauspielerin, die Susan in den Verfilmungen spielt, das angeregt hat.
Susan ist also zurück aus Griechenland und lebt wieder in London, wo sie als freiberufliche Lektorin arbeitet. Als ein Verleger, für den sie freiberuflich Schwedenkrimis lektoriert, ihr einen neuen Atticus-Pünd-Roman, verfasst von dem jungen Autor Elitot Crace, zur Bearbeitung vorschlägt, möchte Susan am liebsten die Flucht ergreifen. Schließlich wäre sie wegen den Pünd-Romanen fast gestorben. Doch natürlich lässt sie sich wieder darauf ein und wird in ein Netz aus dunklen Geheimnissen, Intrigen, Hass und Neid innerhalb einer schwerreichen Upperclass-Familie gezogen, das noch viel dichter und unentrinnbarer scheint, als jemals zuvor.
Teilweise ist dieses Buch drei Bücher in einem: Erstens ist es natürlich “Mord zur Teestunde”, geschrieben von Anthony Horowitz. Dann haben wir das hauptsächliche “Buch im Buch”, nämlich den Atticus-Pünd-Roman “Pünds letzter Fall”, geschrieben von Eliot Crace, den die Hauptfigur Susan Ryland lektorieren soll. In “Pünds letzter Fall” schreibt wiederum der schwerkranke Pünd selbst sein Opus Magnum “The Landscape of Criminal Investigations”, das wir auch wiederum in einem kurzen Auszug und in einem anderen Schriftbild abgedruckt bekommen. Wir haben also Metafiktionalität auf die Spitze getrieben und sowas liebe ich einfach: Buch im Buch im Buch. Die ganzen Verweise, Analogien, Anagramme und Hinweise, die in den Büchern versteckt sind, machen einfach sehr viel Spaß. Wenn man sowas mag natürlich. Für diejenigen, die nicht so in der Buchbranche und ihren Mechanismen “drin” sind, liefert “Mord zur Teestunde” unglaublich viel Hintergrundwissen. Wie berechenbar sind Bestseller? Gar nicht. Stephen Kings “Carrie” wurde, so erzählt es Susan Ryeland, von 30 Verlagen abgelehnt. Sie spricht auch über Makulatur, also das, was mit Büchern passiert, die gedruckt, aber nicht verkauft wurden. Bittere Wahrheiten, über die unter Schreibenden und Verlegenden lieber nicht so offen geredet wird.
Der Fall war wie immer super spannend und undurchschaubar. Wer hinter allem steckt - und es gibt ja mehrere Verbrechen - hätte ich nicht rausbekommen. Als ich angefangen habe mit dem Roman und schon voll in Susans derzeitigem Leben drin war, war ich zunächst enttäuscht, als der Pünd-Roman eingeschoben wurde. Aber der hat mich dann auch wieder so gepackt, dass ich dann enttäuscht war, als es wieder um Susan ging. Ich weiß nicht, wie Horowitz das macht, aber er kann es einfach. Ich habe so eine Buch-im-Buch-Geschichte noch nie so gut gelesen wie von ihm. Ich bin schwer begeistert und sehr enttäuscht, wenn das wirklich der letzte Band rund um Susan Ryeland gewesen sein sollte. Ach komm, Anthony, sei nicht so: Mach’s noch einmal! Bitte!
Aus dem Englischen von Lutz-W. Wolff
Wie Sherlock Holmes
In diesem Buch ist es spannend. Aber man muss auch ganz genau aufpassen. Des es ist wie bei Sherlock Holmes. Jedes Detail zählt. Erschwert durch verschiedene Zeitebenen. Und wieder ermittelt die Lektorin Susan Ryeland sehr unfreiwillig. Denn wenn sie es nicht tut, wird sie als Mörderin abgeführt...
Wie Sherlock Holmes
In diesem Buch ist es spannend. Aber man muss auch ganz genau aufpassen. Des es ist wie bei Sherlock Holmes. Jedes Detail zählt. Erschwert durch verschiedene Zeitebenen. Und wieder ermittelt die Lektorin Susan Ryeland sehr unfreiwillig. Denn wenn sie es nicht tut, wird sie als Mörderin abgeführt. Gut, dass sie sich mit dem ermittelnden Polizisten sehr gut versteht. Doch was ist passiert. Sie bekommt endlich wieder einen Auftrag. Sie soll einen neuen Atticus Pünd-Roman lektorieren. Der letzte Fall von Atticus. Ein neuer Schriftsteller wird sich an diesem Stoff versuchen. Und er ist auch kein Unbekannter. Es ist der Sohn der berühmten Kinderbuchautorin Miriam Crace. Susan ist kein Fan von Eliot Crace. Aber sie will es dennoch versuchen. Doch benimmt sich der Schriftsteller sehr komisch. Und dann stirbt er auch noch bei einem Unfall mit Fahrerflucht...
Ein ebenso ungewöhnlicher wie vielschichtiger Krimi mit der Ermittlerin Susan Ryeland, der uns von Kreta - wo sich Susan trotz aller Versuche nicht einleben konnte, was ich im Leben nicht verstehen werde - zurück nach England führt. Susan ist Verlegerin, braucht Arbeit und kommt durch ihre alten Kontakte zu einem kl...
Ein ebenso ungewöhnlicher wie vielschichtiger Krimi mit der Ermittlerin Susan Ryeland, der uns von Kreta - wo sich Susan trotz aller Versuche nicht einleben konnte, was ich im Leben nicht verstehen werde - zurück nach England führt. Susan ist Verlegerin, braucht Arbeit und kommt durch ihre alten Kontakte zu einem kleinen Verlag. Ihr erster Auftrag: sie soll den Krimi eines jungen Autors redigieren, der eine bereits bekannte Ermittlerfigur, nämlich Atticus Pünd,mit dem Susan schon einmal zu tun hatte, neu belebt. Dieser Krimi spielt in Nizza und hat - so scheint es Susan - eine frappierende Ähnlichkeit mit der eigenen Familie des Autors, des jungen Eliot Crace, Enkel einer berühmten Kinderbuch-Autorin. Susans Arbeit wird bald durch einige dramatische Ereignisse unterbrochen...
Teilweise wird hier das Format Buch-im-Buch genutzt, das ich sehr schätze, wenn es gut gemacht ist. Bei Anthony Horowitz kann man sich auf eine gelungene Umsetzung verlassen, die ich mit großem Genuss gelesen habe. Wie immer bei diesem Autor muss man sich auf etliche Überraschungen gefasst machen! Very british: spannend und atmosphärisch zugleich!
Obwohl ich bisher alle Romane aus Anthony Horowitz‘ Reihe über Susan Ryeland gelesen habe, bin ich immer dankbar, wenn der Autor die komplexen Ereignisse der letzten Bände zusammenfasst und in Erinnerung ruft.
In gewohnter Manier ist auch „Tod zur Teestunde“ ein Buch im Buch. Zunächst erfahren wir, dass Susa...
Obwohl ich bisher alle Romane aus Anthony Horowitz‘ Reihe über Susan Ryeland gelesen habe, bin ich immer dankbar, wenn der Autor die komplexen Ereignisse der letzten Bände zusammenfasst und in Erinnerung ruft.
In gewohnter Manier ist auch „Tod zur Teestunde“ ein Buch im Buch. Zunächst erfahren wir, dass Susan Ryeland aus Kreta zurückgekehrt ist und wieder in London lebt. Dort soll sie den letzten Band der Atticus Pünd-Reihe lektorieren. Da der Autor der Reihe, Alan Conway, im letzten Band ums Leben kam, soll ein unbekannter Autor namens Eliot Crace das Buch im Stil von Conway weiterschreiben. Der Name Crace ist allerdings sehr bekannt, denn Eliots Großmutter schrieb eine höchst erfolgreiche Kinderbuchreihe namens „Little People“, in der herzensgute Menschen in einer heilen Welt leben. Im Gespräch mit Eliot erfährt Susan allerdings, dass Eliots Kindheit unter einem Dach mit der Großmutter alles andere als idyllisch war. Außerdem deutet er an, dass seine herrische Großmutter keines natürlichen Todes gestorben sei. In dem Buch, das er nun schreibt, finden sich viele Parallelen zu seinem eigenen Leben, viele Familienmitglieder kommen dabei nicht gut weg. Ihnen ist das Buch ein Dorn im Auge, in ihren Augen ist Eliot ein Nestbeschmutzer, der dem immer noch lukrativen Familienunternehmen schaden will. Als Eliot dann bei einem Unfall ums Leben kommt, gibt es eine ganze Reihe von Leuten, denen sein Tod gelegen kommt. Hauptverdächtige in den Augen der Polizei ist allerdings Susan Ryeland selbst.
Wie immer bei Horowitz‘ Büchern habe ich „Tod zur Teestunde“mit großem Vergnügen gelesen, auch wenn ich dieses Mal das eine oder andere Detail nicht sehr glaubhaft fand und in der Mitte des Buchs ein paar Längen aufkamen. Insgesamt tat dies dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Die eingestreuten Anagramme sind wirklich clever. Ich bewundere Leute, die sich sowas ausdenken. Als treue Leserin freue ich mich schon auf den nächsten Band aus dieser unterhaltsamen Reihe, die im übrigen ganz hervorragend von Lutz-W. Wolff übersetzt wird!
Gelungen verschachtelt
Lektorin Susan Ryeland ermittelt – und das bereits zum dritten Mal! Nachdem ihr langjähriger Starautor Alan Conway bereits in „Die Morde von Pye Hall“ zu Tode kam und sie schließlich nach Kreta auswanderte, versucht sie jetzt, in der britischen Verlagsbranche erneut Fuß zu fassen. Und...
Gelungen verschachtelt
Lektorin Susan Ryeland ermittelt – und das bereits zum dritten Mal! Nachdem ihr langjähriger Starautor Alan Conway bereits in „Die Morde von Pye Hall“ zu Tode kam und sie schließlich nach Kreta auswanderte, versucht sie jetzt, in der britischen Verlagsbranche erneut Fuß zu fassen. Und erhält ein unerwartetes Angebot: Ein junger, bislang eher erfolgloser Autor namens Eliot Crace soll Alan Conways Reihe um den Meisterdetektiv Atticus Pünd um einen weiteren Band ergänzen. Was läge näher, als dass sie das Lektorat übernimmt? Susan ist allerdings nicht restlos begeistert: Crace ist kein einfacher Charakter und bringt sie mit Teilen ihrer Vergangenheit in Kontakt, die sie lieber gemieden hätte. Sein Buch „Pünds letzter Fall“ startet zwar recht gelungen, doch Susan kommt bald dahinter, dass Crace darin seine eigene Familiengeschichte verarbeitet. Um die Hintergründe zu verstehen, stellt sie Nachforschungen an und stößt in ein Wespennest. Kurz darauf ist sie nicht nur wieder arbeitslos, sondern auch noch mordverdächtig …
Susan Ryelands zweiten Fall habe ich leider verpasst, aber mindestens an „Die Morde von Pye Hall“ knüpft „Tod zur Teestunde“ wunderbar an: Es geht nicht nur um Susans Geschichte, sondern auch um das Buch im Buch. „Pünds letzter Fall“, ein klassischer Krimi im Agatha-Christie-Stil, wird in drei langen Passagen zu großen Teilen erzählt – so großen Teilen, dass Susan Ryeland zwischendurch stark in den Hintergrund rückt. Gleichzeitig macht es Spaß, sich zunächst in das Cosy Crime zu vertiefen und sofort im Anschluss die kritischen Anmerkungen der Romanlektorin unter die Nase gerieben zu bekommen. Dass Eliot Crace seinen Krimi als Schlüsselroman über die eigene Familie konstruiert, führt beide Geschichten raffiniert zusammen. Und dann überschlagen sich die Ereignisse irgendwann. Es ist mir ein Rätsel, warum der Insel Verlag relativ spät stattfindende Romanereignisse auf dem Buchrücken spoilert – davor findet genügend anderes statt, das die Leser*innen bei Laune hält. „Tod zur Teestunde“ ist spannend, unterhaltsam, twistreich und lädt auf verschiedenen Ebenen zum Miträtseln ein. Manches Mal habe ich mir gewünscht, ich hätte „Die Morde von Pye Hall“ vor diesem dritten Band noch einmal gelesen – die Geschichten sind ungeahnt eng miteinander verwoben. Die toll verschachtelte Komposition hat mich über die ein oder andere nicht komplett logische Aktion hinwegsehen lassen, die mich bei einer weniger komplexen Geschichte vielleicht gestört hätte. Von Susan Ryeland würde ich gerne wieder lesen – und falls verschlungene Pfade doch noch zu einem weiteren Atticus-Pünd-Fall führen sollten: umso besser! Anthony Horowitz ist einfach ein Meister seines Genres.
Ich liebe die Krimis von Anthony Horowitz, denn sie sind in ihrer Art zu erzählen immer etwas ganz Besonderes und heben sich von der Masse ab.
Alan Conway ist tot, aber die Atticus-Pünd-Reihe soll dennoch weitergehen und so soll Eliot Grace, ein junger Autor, den letzten Band der Reihe schreiben.
Und auch hier werd...
Ich liebe die Krimis von Anthony Horowitz, denn sie sind in ihrer Art zu erzählen immer etwas ganz Besonderes und heben sich von der Masse ab.
Alan Conway ist tot, aber die Atticus-Pünd-Reihe soll dennoch weitergehen und so soll Eliot Grace, ein junger Autor, den letzten Band der Reihe schreiben.
Und auch hier werden wieder mehrere Erzählebenen geschickt miteinander verwoben.
Im letzten Fall von Atticus Pünd geht es um den Mord an Lady Chalfont, aber eigentlich ging es Eliot Grace darum über den Tod seiner Großmutter zu schreiben und im Roman den Mörder zu entlarven - und kurze Zeit später ist der Autor tot. Ausgerechnet Susan Ryeland, seine Lektorin, wird verdächtigt. Aber dies ist ja schon der dritte Fall für Susan Ryeland.
Anthony Horowitz schreibt auch hier wieder genial und es ist wieder ein Krimi im Krimi mit einer verblüffenden Auflösung - wie immer ein Hochgenuss.
Klassisch
Zum Inhalt:
Der Autor wurde ermordet, aber seine Romanfigur Atticus Pünd soll weiterleben. Die Lektorin Susan wird reaktiviert und soll den verantwortlichen und leicht labilen Autor bei seinem Buch "Pünds letzter Fall" unterstützen. Eliot ist der Enkel einer beliebten Schriftstellerin, die jedoch laut ...
Klassisch
Zum Inhalt:
Der Autor wurde ermordet, aber seine Romanfigur Atticus Pünd soll weiterleben. Die Lektorin Susan wird reaktiviert und soll den verantwortlichen und leicht labilen Autor bei seinem Buch "Pünds letzter Fall" unterstützen. Eliot ist der Enkel einer beliebten Schriftstellerin, die jedoch laut seiner Aussage einige dunkle Seiten hatte und keines natürlichen Todes gestorben wäre. Seine Vergangenheit verarbeitet Eliot zwar auf gekonnte Weise in dem Buch, kann aber nicht aus seiner dünnen Haut, überwirft sich mit allen anderen (auch Susan) und kommt zu Tode. Um ihre Unschuld zu beweisen kommt Susan nicht umhin, den Mord aufzuklären und ganz nebenbei auch das Rätsel um die berühmte Großmutter zu lösen. Das bringt sie in große Gefahr.
Mein Eindruck:
Horowitz schafft die perfekte Balance zwischen spannendem Krimi und humorvoller (und wohl auch selbstironischer) Sicht auf das Verlagswesen und den Umgang mit zum Teil sehr egozentrischen Schriftstellern. Seine Ich-Erzählerin agiert charmant und glaubhaft, die weiteren Charakterzeichnungen zeigen Witz, Tiefe und Liebe zum Detail. Dass nicht alles Gold ist, was glänzt und schwierige Themen angesprochen werden, aber nicht unbedingt auf die übliche politisch korrekte Weise gelöst werden, macht doppelt Spaß. Denn so bleibt selbst der krimigeübte Mensch vor dem Buchdeckel lange im Unklaren, wie sich die Zusammenhänge zeigen und wer letztendlich verantwortlich ist. Dass man zwei Krimis zum Preis von einem bekommt (auch der Mord im Buch wird von Atticus Pünd meisterhaft geklärt), macht besonders glücklich.
Mein Fazit:
Hoffentlich ist "Pünds letzter Fall" nicht Pünds letzter Fall