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Frieda ist jung und will eigentlich nur frei sein. Doch sie wächst in einer streng katholischen Stadt auf, die ihr nicht erlaubt, das Leben zu führen, das sie führen möchte. Als sie an einem späten Winternachmittag im Jahr 1963 einen zugefrorenen Fluss betritt, weiß sie nicht, dass sich gleich alles für sie verändern wird. Auf dem Eis trifft sie den verheirateten Otto. Sie erleben eine Liebe, die stürmisch beginnt und schicksalhaft endet: Sie wird schwanger, verliert das Kind, wird gezwungen zu schweigen. Ihr ganzes Leben lang behält sie ihre Erinnerungen daran für sich. Doch das Tr...
Frieda ist jung und will eigentlich nur frei sein. Doch sie wächst in einer streng katholischen Stadt auf, die ihr nicht erlaubt, das Leben zu führen, das sie führen möchte. Als sie an einem späten Winternachmittag im Jahr 1963 einen zugefrorenen Fluss betritt, weiß sie nicht, dass sich gleich alles für sie verändern wird. Auf dem Eis trifft sie den verheirateten Otto. Sie erleben eine Liebe, die stürmisch beginnt und schicksalhaft endet: Sie wird schwanger, verliert das Kind, wird gezwungen zu schweigen. Ihr ganzes Leben lang behält sie ihre Erinnerungen daran für sich. Doch das Trauma und die Trauer um das verlorene Kind bleiben ¿ trotz der späteren Heirat, trotz des Sohns, den sie noch bekommt. Im Alter von 81 Jahren ist Frieda plötzlich wieder allein und muss in ein Pflegeheim. Der stille Kummer kehrt mit Wucht zurück. Erst da wagt sie, nach dem zu suchen, was sie verloren hat. »In ¿Kontur eines Lebens¿ erzählt Robben die Geschichte vieler Frauen aus einer Zeit, die noch nicht so weit hinter uns liegt. Ein besonderer Roman, der Mitgefühl vermittelt.« DAGBLAD VAN HET NOORDEN
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JAAP ROBBEN, geboren 1984, ist Dichter, Schriftsteller, Dramatiker und Übersetzer. Seit 2004 publiziert er Lyrik, Romane, Jugendbücher und Essays. Seine Werke wurden vielfach ausgezeichnet, verfilmt und in mittlerweile fünfzehn Sprachen übersetzt. Mit seinem Roman >Summer Brother< stand er auf der Longlist des International Booker Prize. Jaap Robben lebt in Deutschland.
Produktdetails
- Verlag: DuMont Buchverlag GmbH
- Seitenzahl: 320
- Erscheinungstermin: 15. August 2023
- Deutsch
- ISBN-13: 9783832160777
- Artikelnr.: 67840453
»'Kontur eines Lebens' erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe und eines großen Verlustes in einer unbarmherzigen Zeit.« Ludger Kazmierczak, DEUTSCHLANDFUNK KULTUR »Jaap Robben findet in seinem Roman 'Kontur eines Lebens' einen guten und zarten Ton für ein menschliches Drama, das in Westeuropa bis weit ins 20. Jahrhundert immer wieder vorkommt. [...] Sehr zu Recht erinnert Jaap Robben [...], dass die Geburt eines Kindes noch vor einigen Jahrzehnten in einer Tragödie enden konnte, wenn sich die Mutter nicht an gesellschaftliche Regeln hielt.« Bettina Baltschev, DEUTSCHLANDFUNK »'Kontur eines Lebens' erzählt die Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe und eines großen Verlustes in einer unbarmherzigen Zeit.« Ludger
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Kazmierczak, WDR 5 SCALA »Das Ergebnis ist ein wunderbar erzählter Roman, der lange nachwirkt.« Bettina Baltschev, KOPJE KOFFIE PODCAST »Es mag in unseren [...] Zeiten, beinahe schon riskant sein, sich als 40-jähriger Mann in den Kopf einer über 80-jährigen, leicht dementen Frau zu begeben und auch anschaulich ihre körperlichen Erfahrungen zu beschreiben. Jaap Robben wagt es und gewinnt - und wir mit ihm.« Stephan Hermsen, WESTFÄLISCHE ALLGEMEINE ZEITUNG »Bemerkenswerte Stimme aus den Niederlanden [...] Jaap Robben findet für dieses Drama einfach immer die richtigen Worte, stets an der richtigen Stelle.« Uta Deitenberg, WESTFALENPOST »Die Schilderung von Frieda während unterschiedlicher Lebensabschnitte überzeugt und geht zu Herzen.« Sven Trautwein, MERKUR.DE »Realistisch, warmherzig.« Hanna Styrie, KÖLNISCHE RUNDSCHAU »Wie anders Moralvorstellungen und Lebenswelten im Vergleich zu heute waren, macht Jaap Robbens Buch [...] bewusst. Zugleich ist der Roman in zentralen Fragestellungen absolut aktuell. [...] Vorgelesene Passagen machten [...] einen einfühlsamen Umgang mit unausgesprochenen Empfindungen spürbar.« Angela Wilms-Adrians, RHEINISCHE POST »Was dieses Buch für mich so besonders macht, ist genau diese unmittelbar direkte Art und Weise, wie Jaap Robben die Geschichte von Frieda erzählt, unglaublich behutsam und völlig ohne Drama und Kitsch. So verleiht er dieser Frau, stellvertretend für so viele andere, Kapitel für Kapitel immer mehr an Kontur, ganz so, wie es der Titel verspricht.« Ute Rodde, AACHENER ZEITUNG »[...]einen der bemerkenswertesten Romane des vergangenen Jahres.« Stephan Hermsen, NEUE RUHR ZEITUNG »Bewegend, nachdenklich und emotional« Verena Jaburg, SCHWARZWÄLDER BOTE »Eine sehr berührende Geschichte, die in einem noch lange nachklingen wird. Sehr zu empfehlen.« Elisabeth Kemper, MEDIENPROFILE/BUCHPROFILE »Robben schildert plastisch die bigotte Atmosphäre der 1960er-Jahre, überzeugt mit der psychologisch glaubwürdigen Zeichnung der Protagonistin und scheut sich nicht, die Schattenseiten des Alterns in klare Worte zu fassen.« Regine Mitternacht, EKZ-BIBLIOTHEKSSERVICE »[...] Jaap Robben hat mit Schemerleven vor allem eines gemacht: Er hat als Mann einen feministischen Roman geschrieben« Lisa Mensing, Alles außer flach. Essays über aktuelle Literatur aus den Niederlanden und Flandern. »Dem Autor Jaap Robben gelingt es, mit großem Einfühlungsvermögen aus der Sicht einer Frau zu erzählen, wie eine 'verbotene' Liebe, eine ungewollte Schwangerschaft und eine einsame Trauer sich nachhaltig auf ein Leben legen. Ein wunderbar erzählter Roman, der lange nachwirkt.« Ingrid Mosblech-Kaltwasser, DER-KULTUR-BLOG.DE »Dieses Buch ist für mich auf jeden Fall ein Highlight des Jahres und wird einen dauerhaften Platz in meinem Bücherregal finden, in dem nur Bücher Platz finden, die ich auch nochmals gerne lesen möchte. Deshalb eine klare Kaufempfehlung!« Werner Lukaszewicz, LESERATTE BLOG
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Eine berührende Geschichte, die nachwirkt;
Obwohl ich bereits mehrere Romane zu diesem Thema gelesen habe, bin ich immer noch erstaunt, wie sich die Welt und die Moralvorstellungen in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Die Geschichte spielt zwar in den Niederlanden, könnte aber …
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Eine berührende Geschichte, die nachwirkt;
Obwohl ich bereits mehrere Romane zu diesem Thema gelesen habe, bin ich immer noch erstaunt, wie sich die Welt und die Moralvorstellungen in den letzten Jahrzehnten geändert haben. Die Geschichte spielt zwar in den Niederlanden, könnte aber ähnlich überall in Europa stattgefunden haben. Das Leben der jungen Frieda ist durch die Moralvorstellungen ihrer Zeit derart eingeschränkt und es gelingt dem Autor brillant, dies zu vermitteln. Als alte Frau erinnert sich Frieda wieder an ihre erste Liebesgeschichte und die Kapitel der Gegenwart und der Vergangenheit wechseln sich ab. Ihre damalige Perspektivlosigkeit wird nachvollziehbar geschildert und wie die Unwissenheit über den Ausgang des damaligen Geschehens Friedas ganzes Leben geprägt hat und sich in vielen Kleinigkeiten festgesetzt hat, wird sehr einfühlsam beschrieben. Ein sehr angenehmer Schreibstil, weshalb ich das Buch nicht mehr weglegen konnte.
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Meine Meinung
Sehr berührende Geschichte um eine Frau, die man nicht so schnell vergisst
Es gibt Erinnerungen von fremden Menschen, die dermaßen schmerzhaft sind, dass sie einem sogar beim Lesen traurig stimmen. Diese Geschichte ist fiktiv und hat es bestimmt im realen Leben …
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Meine Meinung
Sehr berührende Geschichte um eine Frau, die man nicht so schnell vergisst
Es gibt Erinnerungen von fremden Menschen, die dermaßen schmerzhaft sind, dass sie einem sogar beim Lesen traurig stimmen. Diese Geschichte ist fiktiv und hat es bestimmt im realen Leben öfter gegeben, als man sich vorstellen kann. Was mich immer wieder in Staunen versetzt ist die Tatsache; dieses Drama ist in den 60er Jahren angesiedelt und somit eigentlich noch nicht allzu lange her.
Ich lerne die über 81-jährige Frieda zuerst in einem Pflegeheim in der Gegenwart kennen. Der Autor weiß, wovon er schreibt, denn die Verzweiflung und Resignation, die ältere Menschen befällt, wenn sie aus ihrem gewohnten Leben gerissen werden, hat er sehr sensibel dargestellt. Ich habe es bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit in Altenheimen schon sehr oft so erlebt.
Ihr geliebter Ehemann Louis stirbt unerwartet und Frieda hat somit niemanden mehr, der daheim ihre Pflege übernehmen kann. Ihr Sohn Tobias räumt die elterliche Wohnung aus und versucht seiner Mutter Trost zu spenden. Auch seine schwangere Frau Nadine verhält sich sehr liebevoll gegenüber Frieda. Was beide nicht wissen: Frieda hat in ihrer Vergangenheit einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen müssen. Die Erinnerungen holen sie ein, und sie weigert sich, weiterhin zu schweigen.
In der Vergangenheit durfte ich die junge Floristin Frieda Tendeloo kennenlernen, die in einem streng katholischen Elternhaus aufwuchs.
Beim Schlittschuhlaufen an der Waal lernte sie den verheirateten Otto kennen und lieben. Sie erlebte mit ihm ihre erste große Liebe und genoss sie in vollen Zügen. Doch ihre Affäre blieb nicht ohne Folgen. Frieda wurde schwanger und erlebte den größten Alptraum, der einer Frau widerfahren kann. Sie musste nach der Geburt ihr Kind weggeben, um über die Familie keine Schande zu bringen.
Die körperlichen und seelischen Qualen, die Frieda erleiden musste, haben mich erschüttert und voller Unglauben zurückgelassen. Im tiefsten Mittelalter konnte man kaum schlimmer mit einer ledigen Mutter umgegangen sein. Die Szenen auf der Geburtsstation sind einfach nur unmenschlich. Darauf möchte ich aber nicht näher eingehen. Die Reaktionen der Eltern fand ich am schlimmsten. Unfassbar, wie sie ihre eigene Tochter im Stich ließen, sie als Schlampe bezeichneten und ihr rieten, das Kind zur Welt zu bringen und es hinterher einfach vergessen. Über ihre große Liebe Otto möchte ich nichts schreiben, da mir nur böse Worte dazu einfallen. Es gibt keine Entschuldigung dafür, eine junge Frau so allein ihrem Schicksal zu überlassen.
Jaap Robben hat mit Frieda eine Figur gezeichnet, der ich großen Respekt zolle. Sie ist an ihrem unendlich großen Leid gewachsen und hat dennoch ein normales Leben geführt.
Der Schreibstil ist flüssig und die verschiedenen Zeitebenen wunderbar integriert. "Kontur eines Lebens" enthält so viel mehr, als ich verraten möchte. Ich kann eine klare Empfehlung aussprechen. Mir wird Frieda Tendeloo noch lange im Gedächtnis bleiben.
Danke, Jaap Robben, für diese wertvolle Geschichte
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Zum Inhalt:
Frieda wächst in einem streng katholischen Haushalt auf und arbeitet in einem Blumenladen. Von einen Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben, als sie dem verheirateten Otto begegnet. Eine stürmische Liebe beginnt und es kommt wie es kommen muss. Sie wird schwanger und …
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Zum Inhalt:
Frieda wächst in einem streng katholischen Haushalt auf und arbeitet in einem Blumenladen. Von einen Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben, als sie dem verheirateten Otto begegnet. Eine stürmische Liebe beginnt und es kommt wie es kommen muss. Sie wird schwanger und damit beginnt ein Spießrutenlauf, selbst die Eltern schmeißen sie raus. Aber erst im Alter stellt sie sich der Geschichte.
Meine Meinung:
Ich fand das Buch ungeheuer berührend. Man mag sich als Frau von heute kaum vorstellen, wie eingeschränkt die Frauen doch früher waren oder gar dass Eltern einen raus schmeißen, weil man unverheiratet schwanger wurde. Frieda hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, Otto hätte ich zwischendurch echt schlagen können, wobei er natürlich auch im Zwiespalt war. Liebe nimmt nun mal keine Rücksicht auf Umstände. Den Schreibstil habe ich als sehr angenehm empfunden.
Fazit:
Berührend
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Nach dem Tod ihres Mannes kann Frida Tendeloo nicht mehr alleine leben und zieht in ein Pflegeheim. Mit dieser Veränderung in ihrem Leben kommen auch Erinnerungen hoch, die Frida sehr beschäftigen. Sie denkt an ihren verheirateten Liebhaber Otto, mit dem sie ein Kind bekam, für das …
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Nach dem Tod ihres Mannes kann Frida Tendeloo nicht mehr alleine leben und zieht in ein Pflegeheim. Mit dieser Veränderung in ihrem Leben kommen auch Erinnerungen hoch, die Frida sehr beschäftigen. Sie denkt an ihren verheirateten Liebhaber Otto, mit dem sie ein Kind bekam, für das sie nie da sein durfte. Obwohl ihr Leben später in geordneten Bahnen verlief, waren da immer Trauer und Zorn. Ihr Geheimnis hat sie nie jemanden anvertraut, auch ihrem Mann nicht. Doch nun hat sie den Mut, sich ihrer Vergangenheit zu stellen.
Dies ist ein sehr berührender Roman, der authentisch die Werte und Regeln der damaligen Zeit beleuchtet. Da ich selbst in der Zeit aufgewachsen bin, kenne ich auch diese Enge, in der die Regeln der Kirche, Anständigkeit und die Meinung anderer das Maß der Dinge waren. Wer unehelich schwanger wurde, war in Augen der Menschen und der Kirche unten durch. Selbst in den Familien fanden nicht verheiratete schwangere Frauen keinen Halt und keine Unterstützung. Auch Frida muss dieses Ausgestoßensein miterleben.
Ich konnte Fridas Gefühle, ihre Trauer und Leiden gut nachvollziehen. Frida steht hier für so viele junge Frauen in jener Zeit. Was sie erlitten hat, ist kaum zu ertragen und ich kann nicht fassen, wie Menschen sich so verhalten können. Auf der einen Seite wird Nächstenliebe gepredigt, auf der anderen Seite wird ein Mensch aus der Gemeinschaft ausgestoßen, nur weil er sich nicht so verhalten hat, wie alle es erwarten. Doch Frida ist stark. Sie erträgt es und hat später noch ein Familienleben, auch wenn ich die Beziehung zu ihrem Sohn recht kühl finde.
Ein toller und authentischer Roman, der mir unter die Haut gegangen ist. Empfehlenswert!
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Die 81 jährige Frieda geht in ein Seniorenheim, als ihr Ehemann Louis gestorben ist. Hier im Unbekannten kehren lange verdrängte Erinnerungen mit aller Macht zurück. Ein Leben in den 1960 in den damals streng katholischen Niederlanden, wo es für Frauen nur eine Alternative gab - …
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Die 81 jährige Frieda geht in ein Seniorenheim, als ihr Ehemann Louis gestorben ist. Hier im Unbekannten kehren lange verdrängte Erinnerungen mit aller Macht zurück. Ein Leben in den 1960 in den damals streng katholischen Niederlanden, wo es für Frauen nur eine Alternative gab - heiraten. Eigene Lebenswege, Glück und Intimitäten vor der Ehe? Das war nicht möglich. Und in diese Zeit hinein lernt Frieda ihre große - aber leider verheiratete - Liebe Otto kennen. Es kommt fast wie erwartet, trotz Vorsichtsmaßnahmen wird Frieda schwanger. Was danach beginnt, schildert der Autor sehr eindringlich mit plastischen Bildern: das, was diesen 'gefallenen' Mädchen/Frauen angetan wurde ist menschenverachtend oder eher Frauenverachtend.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen - zum einen der Zeit in den 60 er Jahren und in der Jetztzeit, in der Frieda einen Sohn mit ihrem verstorbenen Mann hat, eine Schwiegertochter, die selber schwanger ist. Die Figuren sind einfühlsam beschrieben und auch wenn Frieda recht abweisend erscheint, habe ich mich ihr sehr nahe gefühlt und konnte mich gut in ihre Situation hineinversetzen. Motiviert durch ihren Sohn Tobias, dem sie im Laufe der Geschichte etwas von der Vergangenheit offenbart, fängt Frieda an nach Otto zu forschen … doch mehr sei hier nicht verraten. Mich hat das Buch sehr berührt und ich empfehle es sehr gerne weiter.
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Gebundenes Buch
Ich bin begeistert!
Der Roman "Kontur eines Lebens" hat mich wirklich begeistert und teilweise zu Tränen gerührt.
Der Autor schildert die Lebensgeschichte von Frieda in den unterschiedlichen Lebensabschnitten auf so einfühlsame Weise, dass ich das Buch kaum aus der Hand …
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Ich bin begeistert!
Der Roman "Kontur eines Lebens" hat mich wirklich begeistert und teilweise zu Tränen gerührt.
Der Autor schildert die Lebensgeschichte von Frieda in den unterschiedlichen Lebensabschnitten auf so einfühlsame Weise, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Es geht um ihr uneheliches geborenes Kind, die damit einhergegangene gesellschaftliche und familiäre Ausgrenzung und ihren weiteren Lebensweg. Erst im hohen Alter beginnt sie lange verdrängtes aufzuarbeiten und sich mit ihrer Vergangenheit auseinander zu setzen.
Die Geschichte ist sehr berührend und deckt einen gesellschaftlichen Missstand auf, der noch gar nicht zu lange zurückliegt. Ein wirklich gelungener Roman, eine starke Geschichte mit sehr starken Charakteren, der durchweg spannend war und keine Längen hatte. Ich kann den Roman nur weiterempfehlen!
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Gebundenes Buch
Frieda Tendeloo ist in ein Altenheim gezogen, weil sie nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr allein leben kann. Ihr Sohn und dessen schwangere Freundin unterstützen sie zwar, aber das Verhältnis scheint auf den ersten Blick nicht sehr innig zu sein.
Im Altenheim blickt Frieda zurück …
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Frieda Tendeloo ist in ein Altenheim gezogen, weil sie nach dem Tod ihres Mannes nicht mehr allein leben kann. Ihr Sohn und dessen schwangere Freundin unterstützen sie zwar, aber das Verhältnis scheint auf den ersten Blick nicht sehr innig zu sein.
Im Altenheim blickt Frieda zurück auf ihr Leben und Erinnerungen drängen ans Licht, Erinnerungen an ihre Jugend und ihre erste und große Liebe und alles das, was sie damit verbindet und was sie erlebt hat. Vieles davon hat sie verdrängt, nichts davon hat sie jemals erzählt, auch nicht ihrem verstorbenen Mann und ihrem Sohn.
Auch wenn Frieda auf Anhieb keine Sympathieträgerin ist, so kommt der Leser ihr doch im Verlauf des Romans sehr nah und kann im Rückblick dann auch Vieles verstehen. Das Leben hat diese alte Frau geprägt und ihre Reaktionen sind nur in Verbindung mit ihrem Erlebten besser zu verstehen.
Das Schicksal von Frieda hat mich sehr bewegt. Sie ist in einer Zeit aufgewachsen, in der Gefühle nicht gerne gezeigt wurden und in der es noch viel wichtiger war als heute was andere über einen denken.
„Kontur eines Lebens“ ist ein Roman, der mich emotional sehr mitgenommen hat, obwohl ich das zu Beginn der Geschichte keinesfalls erwartet habe. Ich würde sagen diese Geschichte war traurig und perfekt.
Copyright © 2023 by Iris Gasper
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Gebundenes Buch
Versuch es zu vergessen!
Der bewegende Roman beginnt mit dem Anblick der blassen Füße von Friedas verstorbenem Ehemann. Immer wieder kehrt sie gedanklich dazu zurück, und es wird einen ganzen Roman und ein ganzes Leben lang dauern, ehe wir verstehen, weshalb sich ausgerechnet …
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Versuch es zu vergessen!
Der bewegende Roman beginnt mit dem Anblick der blassen Füße von Friedas verstorbenem Ehemann. Immer wieder kehrt sie gedanklich dazu zurück, und es wird einen ganzen Roman und ein ganzes Leben lang dauern, ehe wir verstehen, weshalb sich ausgerechnet dieser Eindruck so schmerzlich in Friedas Seele einbrennt.
Unaufgeregt und in ruhigem Erzähltempo nimmt uns Jaap Robben auf zwei Zeitebenen mit in Friedas Leben. Da ist die ältere und frisch verwitwete Dame, die entwurzelt und ins Heim gebracht wird in die Obhut fremder Menschen. Es ging mir beim Lesen zu Herzen, wenn in nüchterner, unverklärter Sprache geschildert wird, wie Friedas persönliche Dinge von ihrem Sohn entrümpelt werden, wie die gebrechliche Frau von einem Pfleger gewaschen und angekleidet wird. Parallel erfahren wir, wie Frieda sich als junge Frau auf eine Affäre mit einem verheirateten Mann einlässt. Es kommt, wie es kommen muss, und Ida, wie sie damals noch genannt wurde, wird schwanger und damit der gesellschaftlichen und familiären Ächtung ausgesetzt.
Es ist vor allem das Schweigen, das uns aus dieser Geschichte entgegenbrüllt. Das Schweigen, in das Frieda ihr ganzes Leben lang die herzzerreißenden Ereignisse in ihrer Vergangenheit hüllen musste. Genau dieses Schweigen hat sie später stets von ihrer eigenen Familie getrennt, die nie verstehen konnte, was hinter ihrer vermeintlichen Launenhaftigkeit steckte, nämlich abgrundtiefer Schmerz. Und noch viel schlimmer das Schweigen einer ganzen Gesellschaft und das scheinheilige Vergessen. Für mich war es ein berührender Wendepunkt der Erzählung, als Frieda dieses Schweigen endlich durchbricht.
Mich hat dieser Roman in seiner eindringlichen Schlichtheit zutiefst bewegt, geschmerzt und am Ende zu Tränen gerührt und mit dem dringenden Bedürfnis zurückgelassen, meine Töchter zu umarmen.
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Gebundenes Buch
Frieda ist 81 und gerade Witwe geworden. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr geliebter Louis vor ihr geht. Nun steht sie allein da, kann dir Aufgaben die ihr Mann bis dato erfüllt hat nicht selbst wahrnehmen und so zieht sie ins Altersheim.
Aber nicht nur die neue Umgebung macht ihr …
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Frieda ist 81 und gerade Witwe geworden. Nie hätte sie damit gerechnet, dass ihr geliebter Louis vor ihr geht. Nun steht sie allein da, kann dir Aufgaben die ihr Mann bis dato erfüllt hat nicht selbst wahrnehmen und so zieht sie ins Altersheim.
Aber nicht nur die neue Umgebung macht ihr zu schaffen, auch jahrzehntelang verdrängte Erinnerungen treten zu Tage und machen ihr das Leben schwer.
In jungen Jahren war sie schwanger, durfte sich aber nie um ihr Kind kümmern. Auch den Vater hat sie nie wieder gesehen und es lässt ihr keine Ruhe, sodass sie sich, mit Hilfe ihres Sohnes, auf die Suche macht.
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Jaap Robben geht auf sehr einfühlsame Weise auf ein Thema ein, dass wenig bekannt ist und lange totgeschwiegen wurde. Es geht um den Umgang mit Totgeburten in der Nachkriegszeit. Auch Schwangerschaften außerhalb einer Ehe und Mütterheime werden beleuchtet und es ist ein ums andere Mal unfassbar so etwas zu lesen.
Dies alles wird auf wunderbare Weise an der Geschichte von Frieda erzählt, die wir auf zwei Zeitstrahlen verfolgen. Friedas Geschichte ist nur eine von vielen, zeigt aber das Schicksal vieler junger Mütter der damaligen Zeit auf.
Schwanger von einem verheirateten Mann, streng katholisch erzogen, kommt es für Friedas Eltern natürlich nicht in Frage das Kind zu behalten, obwohl Frieda dies gern möchte. Erst wird sie zu einem Abbruch gedrängt, als es dafür zu spät ist, soll sie in einem Mütterheim entbinden und das Kind zur Adoption freigeben.
Schaut man sich die Geschichte der Mütterheime an, schaut man auf Grauen und die absolute Entmündigung von Frauen. Viele wurden dort hingeschickt, schon Monate vor der Geburt um die Schwangerschaft zu verheimlichen, mussten dort arbeiten, später entbinden und haben nie erfahren, was aus dem Kind geworden ist. Es gab keinerlei Mitspracherecht oder gar die Möglichkeit sich für das Kind zu entscheiden. Viele dieser Heime liefen unter Schirmherrschaft der Kirche, wurden von Nonnen geführt, hatten mit Nächstenliebe aber sehr wenig zu tun.
Frieda verlässt daraufhin ihr zu Hause und versucht sich mit Ottos Hilfe selbst durchzuschlagen, trifft aber auf immer mehr Probleme. Als ledige Frau, noch dazu schwanger findet sie nirgends eine Unterkunft. Sie verliert ihre Arbeit, da ihr Chef befürchtet, das ihr „Zustand“ seinem Geschäft schadet. Als sie endlich eine Wohnung findet, herrschen dort so miserable Zustände, dass sie letztendlich ihr Kind verliert. Nur die Füße bekommt sie zu Gesicht, bevor es weggebracht wird, niemand erzählt ihr was los ist und als sie im Krankenhaus versucht Antworten zu bekommen, wird ihr geraten zu vergessen, da sie sonst in eine Psychatrie eingeliefert wird. Und genau dies tut sie… Sie verdrängt die Erlebnisse, baut sich ein neues Leben auf, heiratet, bekommt einen Sohn. Aber wie das mit Traumata so ist… irgendwann kommen sie wieder.
Die Tatsache, dass Sternenkinder damals anonym, meist in irgendwelchen hinteren Ecken von Friedhöfen begraben wurden, ohne dass die Eltern davon wussten, ist mehr als grausam. Ein Abschied wird verweigert und damit auch die Möglichkeit damit abschließen und es verarbeiten zu können. Viele sind daran zerbrochen, wurde in psychiatrische Einrichtungen abgeschoben, haben sich ein Leben lang nicht davon erholt.
Wenn ich solche Geschichten lese, fällt es mir tatsächlich immer sehr schwer zu begreifen, dass wir uns hier nicht im Mittelalter befinden, sondern gerade mal 60 Jahte in die Vergangenheit blicken. In eine Vergangenheit, in der Frauen keinerlei Rechte an ihrem Körper hatten, als sie als nicht mündige Personen behandelt wurden, als sie ohne Mann nichts wert waren, keine Arbeiten und keinen Wohnraum bekommen haben. Und so ist dieser fiktive Roman nicht nur ein Blick in die Geschichte und Freude darüber, was bis dato in Hinblick auf Frauenrechte geschafft wurde, sondern auch ein Mahnmal in einer Zeit, in der sich vieles wieder rückständig anfühlt.
Die Protagonistin ist nicht immer nett, hat viele Ecken und Kanten, reagiert teilweise ungehalten, aber sie ist sehr authentisch. Mit Blick auf ihre Vergangenheit erschließt sich vieles im Verhalten und so mochte ich sie trotz allem unglaublich gern. Sie hatte mein vollstes Mitgefühl und auch meine Wut hinsichtlich der Ungerechtigkeit, der sie ausgesetzt war.
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Im Fazit eine riesengroße Empfehlung meinerseits.
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Gebundenes Buch
Nach dieser Lektüre muss ich erst einmal tief durchatmen und mich sammeln.
Jaap Robben erzählt die Geschichte von Ida, einer alten Dame, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes die gemeinsame Wohnung aufgeben muss und ins betreute Wohnen zieht. Ihr Sohn Tobias hilft ihr dabei und …
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Nach dieser Lektüre muss ich erst einmal tief durchatmen und mich sammeln.
Jaap Robben erzählt die Geschichte von Ida, einer alten Dame, die nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes die gemeinsame Wohnung aufgeben muss und ins betreute Wohnen zieht. Ihr Sohn Tobias hilft ihr dabei und erfährt das lang gehütete Geheimnis seiner Mutter.
Abwechselnd folgen wir Ida als junge Frau, die sich auf einen älteren verheirateten Mann einlässt und als alte pflegebedürftige Frau, die sich mit der neuen Lebenssituation vertraut machen muss und gleichzeitig ihre Vergangenheit aufarbeitet.
Diese Geschichte hat mich tief berührt, Robben schafft es nicht nur authentisch aus der Sicht einer Frau zu schreiben, er schafft es sogar absolut glaubwürdig aus der Sicht einer alten Frau zu schreiben - keine Szene, kein Gedanke wirkt aufgesetzt oder unglaubwürdig: Ida ist eine lebendige Person aus Fleisch und Blut.
Ich habe sehr mit ihr mitgefühlt, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart (mit Ü 55 ist man näher am Altersheim dran, als an seiner Teenagerzeit), ich war wütend auf die Gesellschaft der frühen 60er Jahre, ich war entsetzt über die Kirche, ich war frustriert als Frau... ich habe so ziemlich alle Emotionen durchlebt, die man im Laufe eines Buches durchleben kann.
Jaap Robben ist ein guter Beobachter und ein einfühlsamer Erzähler, sein Schreibstil ist geradlinig und klar, aber auch stellenweise sehr bildgewaltig. Bravo - genau so geht Literatur!
Ein nicht einfach zu verdauendes Buch, aber äußerst empfehlenswert - Birgit Erdmann hat für uns das Ganze aus dem Niederländischen übersetzt.
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