Ann Leckie
eBook, ePUB
Der Rabengott (eBook, ePUB)
((Titelideen: Rabenturm))
Übersetzer: Pfingstl, Michael
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»Es ist ein reines Vergnügen, etwas so Anderes, so Wunderbares zu lesen.« Patrick Rothfuss Seit Jahrhunderten wird das Königreich Iraden von einem Gott beschützt: Er heißt der Rabe und residiert in einem Turm in der mächtigen Hafenstadt Vastai. Von dort wacht er über das Reich. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an seinen menschlichen »Statthalter« kundtun. Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der "Statthalter" muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe, mit...
»Es ist ein reines Vergnügen, etwas so Anderes, so Wunderbares zu lesen.« Patrick Rothfuss Seit Jahrhunderten wird das Königreich Iraden von einem Gott beschützt: Er heißt der Rabe und residiert in einem Turm in der mächtigen Hafenstadt Vastai. Von dort wacht er über das Reich. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an seinen menschlichen »Statthalter« kundtun. Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der "Statthalter" muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen. Als Mawat, der rechtmäßige Erbe, mit seinem Freund, dem Kämpfer Eolo, in der Hauptstadt eintrifft, sitzt bereits ein Regent auf dem Herrscherstuhl - sein Onkel. Mawats Zorn kennt keine Grenzen und während er versucht, sein Reich zurückzuerobern, entdeckt Eolo, dass der Turm des Raben ein dunkles Geheimnis birgt: In seinem Fundament harrt eine Prophezeiung, die, wenn sie sich erfüllt, Iraden für immer zerstören könnte. Die preisgekrönte Science Fiction-Autorin Ann Leckie legt mit dem Rabengott ihren ersten High Fantasy-Roman vor. »Scharfsinnig, vielschichtig und, wie immer bei Leckie, hochintelligent.« Kirkus Review
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Ann Leckie, geboren 1966 in Toledo, Ohio, ist eine amerikanische Science Fiction- und Fantasy-Autorin. Für ihre Science-Fiction Romane wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Hugo Award, dem Nebula Award, dem British Fantasy Award und dem Locus Award. »Der Rabengott« ist ihr erster High Fantasy Roman, der ebenfalls auf der Shortlist für den Hugo Award stand.
Produktdetails
- Verlag: Klett-Cotta Verlag
- Seitenzahl: 368
- Erscheinungstermin: 16. März 2024
- Deutsch
- ISBN-13: 9783608122923
- Artikelnr.: 69361428
»sehr eigen und ganz wunderbar versponnen« Angela Wittmann, Brigitte, 11. Juli 2024
Der Rabengott ist ein Fantasy Roman der Autorin Ann Lecki in der es viel um die Entstehung von Göttern geht. Der Klappentext lässt das auf den ersten Blick nicht vermuten. Ich habe ehrlich gesagt eine etwas andere Geschichte erwartet als die, welche ich gelesen habe.
Der Schreibstil ist …
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Der Rabengott ist ein Fantasy Roman der Autorin Ann Lecki in der es viel um die Entstehung von Göttern geht. Der Klappentext lässt das auf den ersten Blick nicht vermuten. Ich habe ehrlich gesagt eine etwas andere Geschichte erwartet als die, welche ich gelesen habe.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, denn die Geschichte wird von einem Erzähler geschildert welcher eine Romanfigur direkt anspricht. Beispiel sinngemäß: „ Als ich dich das erste Mal sah rittest Du auf einem Pferd“. In diesem Stil geht es die ganze Geschichte über weiter. Dazwischen werden Szenen eingefügt in der es darum geht wie eine Gottheit entsteht.
Die eigentliche Geschichte aus dem Klappentext steht dabei eher im Hintergrund und es ergeben sich viele Stellen an denen sich die Geschichte zieht. Richtige Spannung kam bei mir nicht auf und bei einigen Seiten im Buch musste ich darum kämpfen an der Geschichte dran zu bleiben.
Wer sich mal auf eine andere Art von Fantasy Geschichte einlassen möchte liegt mit dieser Geschichte richtig. Wer lieber eine spannende Geschichte möchte wird von diesem Buch eher enttäuscht sein. Bei mir liegt es dazwischen, ich fand es mal interessant solch ein Buch gelesen zu haben, aber auf Dauer würde es mir nicht gefallen mehr davon zu lesen.
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Anders als erwartet
"Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der "Statthalter" muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen."
... und so macht sich Mawat auf den Weg um seinen ihm zustehenden Platz …
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Anders als erwartet
"Der Vogel des Rabengottes ist tot, und die göttliche Regel schreibt vor, auch der "Statthalter" muss unverzüglich sterben, um Platz für seinen Nachfolger zu machen."
... und so macht sich Mawat auf den Weg um seinen ihm zustehenden Platz einzunehmen. Ihm zur Seite steht dabei sein Freund Eolo.
Nun könnte man eine spannende Geschichte erwarten, dem ist aber nicht wirklich so. Die komplexe Welt der Götter, da steckt viel Liebe zum Detail drin. Die Autorin hat hier wirklich gute Arbeit geleistet. Die Geschichte ist interessant, aber etwas langatmig.
Der Erzählstil/Schreibstil ist schon gewöhnungsbedürftig und ich musste mich erstmal daran gewöhnen. Das liest sich nicht mal schnell so nebenbei. Aus zwei Perspektiven erzählt erfährt man sehr viel über diese Welt, bleibt aber den vielen Figuren eher fremd. Die Ich-Form hat mich kaum abgeholt, die Du-Form war interessanter, unterhaltsamer.
Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine ganz andere Geschichte erwartet und war deshalb nicht ganz so begeistert von diesem Roman. Er war interessant und hat seine spannenden Momente, aber eben anders.
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Die Gedanken des Gottes im Stein
Ungewöhnlicherweise wird die Geschichte so erzählt, als ob eine Gottheit über eine wichtige Person spricht. Die Gottheit selbst schwadroniert mehr als ausschweifend und mystisch über ihre Entwicklung. Philosophiert ausführlich und verirrt …
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Die Gedanken des Gottes im Stein
Ungewöhnlicherweise wird die Geschichte so erzählt, als ob eine Gottheit über eine wichtige Person spricht. Die Gottheit selbst schwadroniert mehr als ausschweifend und mystisch über ihre Entwicklung. Philosophiert ausführlich und verirrt sich in spirituelle Welten. Zudem meint er/sie, dass die sogenannten Götter ein Recht auf Opfergaben haben. Ab und an erzählt er/sie Geschichten, die er/sie gehört habe. Diese Teile konnten mich so gar nicht begeistern.
Interessant sind die kurzen Berichte über die Verwaltung in der Burg. Essenmarken!!!
Auch die Pläne des Nicht- Statthalters und das Verschwinden seines Vaters bieten Potenzial.
Aber immer wieder „spricht“ und philosophiert der steinerne Gott. Das war nicht die erwartete spannende Abenteuergeschichte, nein, wirklich nicht.
Aus dem Englischen von Michael Pfingstl.
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Schwierig zu lesen
"Der Rabengott" von Ann Leckie hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen.
Hier in diesem Königreich gibt es eine ganz bestimmte Form der Regierung. Ein Statthalter und ein Rabe gehören zusammen und wenn einer stirbt, ist auch der andere weg. Dabei geht …
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Schwierig zu lesen
"Der Rabengott" von Ann Leckie hat mich vom Klappentext her sehr angesprochen.
Hier in diesem Königreich gibt es eine ganz bestimmte Form der Regierung. Ein Statthalter und ein Rabe gehören zusammen und wenn einer stirbt, ist auch der andere weg. Dabei geht es aber um den Menschen, der Rabe ist ein Gott.
Seltsam nur, wenn man die Arbeit als Statthalter von seinem Vater übernehmen will und dort sitzt schon jemand auf dem Thron und der Vater ist verschwunden. So beginnt die Geschichte, eigentlich sehr spannend und vielversprechend.
Ich wollte die Geschichte auch wirklich sehr mögen, gerade weil es mal etwas anderes in der Fantasy ist und auch ein Einzelband.
Ich kam mit dem Schreibstil überhaupt nicht klar und dann auch mit der Erzählung an sich nicht. Mich stört es nicht, wenn es Längen gibt, ich mag ausführliche Beschreibungen und lange Bücher. Hier fehlte mir aber der rote Faden, die Geschichte ging für mich nicht voran, sie war nicht spannend und teilweise musste ich mich zum weiterlesen zwingen.
Zum Ende kann ich nichts sagen, weil ich davor dann doch noch abgebrochen habe und das passiert mir sehr selten, aber irgendwann war mir egal, was hier jetzt geschehen wird.
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Anspruchsvolle Shakespeare-Neuinterpretation
Das Cover hat mich sofort magisch angezogen. Es verströmt eine düstere Atmosphäre und lädt so gelungen zum Blick hinter den Umschlag ein.
Zum Inhalt: Der Rabengott wacht über Vastai – im Austausch gegen ein …
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Anspruchsvolle Shakespeare-Neuinterpretation
Das Cover hat mich sofort magisch angezogen. Es verströmt eine düstere Atmosphäre und lädt so gelungen zum Blick hinter den Umschlag ein.
Zum Inhalt: Der Rabengott wacht über Vastai – im Austausch gegen ein Menschenopfer, sobald der aktuelle Vogel stirbt. Als Mawat nach Hause zurückkehrt, erwartet er, das Erbe seines Vaters als neuer Statthalter anzutreten, findet aber stattdessen seinen Onkel auf dem Thron vor und schwört auf Rache.
Der Schreibstil wirkt dank der neutralen Du-Perspektive einzigartig, erschwert dadurch aber sowohl den Einstieg ins Buch als auch das Einfühlen in die Charaktere. Die High Fantasy Geschichte erfordert außerdem viel Konzentration und selbstständige Schlussfolgerungen von den Lesenden. Zu Beginn habe ich mich etwas desillusioniert gefühlt, wurde dann aber immer mehr in den Bann politischer Intrigen gezogen.
Ein Großteil der Handlung wird von weitschweifigen sprachphilosophischen Überlegungen und der Reflektion über das komplexe Glaubenssystem eingenommen, was in einem langsamen Erzähltempo und vielen inneren Monologen resultiert. Ein actiongeladenes Epos sollte man hier also nicht erwarten. Stattdessen verfolgt man die Zuspitzung schleichenden Unheils und obwohl wir es hier nicht mit einem Schlachtenepos zu tun haben, ist der Showdown dennoch beeindruckend.
Da die Charaktere so wenig Raum einnehmen, fällt es mir schwer, sie einzuschätzen. Sie bleiben bedingt durch die Erzählperspektive schlicht fremd. Was mir allerdings sehr gefallen hat, ist die ungezwungene Diversität der ProtagonistInnen.
Obwohl ich etwas anderes erwartet habe, konnte mich das Buch nach einer längeren Eingewöhnungsphase doch noch für sich einnehmen und ich werde es sicher irgendwann noch einmal lesen. Wer sowohl anspruchsvolle High Fantasy als auch die Eigenarten klassischer Literatur mag und auf der Suche nach einem Buch zum Entschleunigen und langsamen Lesegenuss ist, sollte hier einmal reinlesen.
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Zum Inhalt:
Das Königreich wird seit Jahrhunderten vom Gott Rabe beschützt. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an die menschlichen Statthalter kundtun. Wenn der Vogel des Rabengottes tot ist, muss auch der Statthalter sterben, so sieht es die …
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Zum Inhalt:
Das Königreich wird seit Jahrhunderten vom Gott Rabe beschützt. Seinen göttlichen Willen lässt er über einen Rabenvogel an die menschlichen Statthalter kundtun. Wenn der Vogel des Rabengottes tot ist, muss auch der Statthalter sterben, so sieht es die göttliche Regel vor. Als der rechtmäßige Erbe eintrifft sitzt bereits ein Regent auf dem Herrscherstuhl, dessen Onkel.
Meine Meinung:
Die Grundidee des Buches laut dem Klappentext hatte mir gut gefallen, aber ich konnte mich überhaupt nicht mit dem Buch anfreunden. Sprachlich ist das Buch gut gelungen, aber die Story konnte mich nicht einfangen. Die Idee, dass eine Gottheit über wichtige Personen spricht, hat einerseits etwas, andererseits fand ich das auch verwirrend und eigentlich waren mir diese Teile einfach zu viel und dadurch das komplette Buch eher zäh.
Fazit:
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Das Buch hat eine sehr interessante Erzählperspektive, die definitiv nichts für jedermann ist. Der Leser erfährt die Geschichte aus der Perspetive einer zunächst namenlosen und unbekannten Figur, die Eolos Handlungen verfolgt und sie Eolo erzählt. Da diese Figur nicht …
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Das Buch hat eine sehr interessante Erzählperspektive, die definitiv nichts für jedermann ist. Der Leser erfährt die Geschichte aus der Perspetive einer zunächst namenlosen und unbekannten Figur, die Eolos Handlungen verfolgt und sie Eolo erzählt. Da diese Figur nicht allwissend ist, bedeutet das, der Leser erfährt keine Tatsachen über die Hintergründe und Absichten der agierenden Personen, denn alles ist lediglich eine Interpretation der erzählenden Figur, und die weiß eben nicht viel mehr, als der Leser.
Dies macht den Erzählstil sehr eigenwillig und speziell. Man muss sich darauf einlassen können. Wenn man das kann, macht es aber ausgesprochen großen spaß, dieses Buch zu lesen.
Die Geschichte selbst ist geteilt in der Gegenwart, in der unser Erzähler berichtet, was Eolo sagt und tut, und den Teilen, in dem der Erzähler seine eigene Geschichte erzählt.
Lange bleibt hierbei undurchsichtig, wer eigentlich dieser Erzähler ist, und wie seine Geschichte mit der Gegenwart zusammenpassen, was sehr zur Spannung beiträgt. Letzten Endes erhält man ein weitestgehend rundes, stimmiges Bild, auch wenn nicht alle Fragen geklärt werden. Auch dies passt natürlich sehr zum Stil des Buches. Auch der Punkt, an dem es endet, empfinde ich als ausgesprochen passend und gut gewählt.
Optisch gefällt mir das Cover sehr und dem Buch passend.
Alles in allem eines der besten und vielschichtigsten Bücher, die ich kenne, aber ganz klar auch eines, das definitiv nichts für jeden ist. Es ist einfach in seiner Gesamtheit anders und speziell.
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Gebundenes Buch
Die Autorin Ann Leckie hat mit ihrem Roman „Der Rabengott“ einen hoch-interessanten und außergewöhnlichen Beitrag für das Fantasy-Genre geleistet. Sie zeichnet eine Welt, in der Götter jeder Gestalt und Größe über die Geschicke der Menschen herrschen …
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Die Autorin Ann Leckie hat mit ihrem Roman „Der Rabengott“ einen hoch-interessanten und außergewöhnlichen Beitrag für das Fantasy-Genre geleistet. Sie zeichnet eine Welt, in der Götter jeder Gestalt und Größe über die Geschicke der Menschen herrschen und bereits kleine Veränderungen das Gleichgewicht der Dinge empfindlich stören können. Dieser Tatsache muss sich auch das Königreich Iraden stellen, nachdem das derzeitige „Instrument“ des Rabengottes unter verdächtigen Umständen stirbt und der Statthalter des Raben spurlos verschwindet. Als menschliches Sprachrohr des Gottes, ist es ihm bestimmt dem Vogel in den Tod zu folgen, um den Gott durch sein Opfer zu stärken. Doch ohne das Opfer und mit einer umstrittenen Erbfolge, bleibt der Rabengott geschwächt und angreifbar. Eine Gelegenheit, auf die ein mächtiger Feind schon lange gewartet hat.
Optisch ist das Buch ein absoluter Hingucker mit seinen metallisch glänzenden Designelementen, der Hochprägung von Motiven und Schrift und nicht zuletzt dem toll gestalteten Buchschnitt. Es ist wirklich schön anzusehen!
Inhaltlich hat sich Der Rabengott als ganz ordentliche Überraschung entpuppt. Ausgehend vom Klappentext habe ich eine mehr oder weniger klassische High-Fantasy Erzählung erwartet, vorgefunden habe ich dann ein tiefsinniges, schlicht gehaltenes Mysterium in einer High Fantasy Welt.
Gleich als erstes fällt das Buch durch seine außergewöhnliche Erzählverfahren auf. Es gibt einen Ich-Erzähler, der über die Geschehnisse seiner Vergangenheit berichtet, reflektiert und darauf hinwirkt seine Vergangenheit, mit der Gegenwart zu verknüpfen. Die gegenwärtigen Ereignisse der Geschichte in Vastai werden von demselben Erzähler wiedergegeben, jedoch macht er sich hierfür die 2. Person Singular zu Nutzen. Im Grunde erzählt er die Geschichte also dem Protagonisten Eolo, ist dabei aber gebunden an die Grenzen seiner Eigenen Wahrnehmung und kann häufig nur Vermutungen über Eolos Motive und Gefühle anstellen. Lange bleibt unklar, um wen genau es sich bei dem Erzähler handelt, was in Verbindung mit den interessanten Erzählperspektiven eine sehr andere Leseatmosphäre erzeugen. Dazu muss ich sagen, dass ich einige Zeit gebraucht habe, um mich auf den Schreibstil einzulassen und obwohl ich mich gut daran gewöhnen konnte, konnte er mich doch nicht ganz für sich gewinnen.
Die Wahl der Erzählperspektive hatte meiner Meinung nach auch zur Folge, dass die Charaktere, obwohl interessant, weitestgehend unzugänglich und oberflächlich für mich blieben. Das Kennenlernen der Charaktere hängt nämlich von den Beobachtungen und Vermutungen eines unzuverlässigen Erzählers ab, sowie von dem Interesse dieses Erzählers an dem jeweiligen Charakter, sodass der Zugang zu den Figuren insgesamt sehr begrenzt ausfällt. Wie sehr das einem zusagt (oder eben nicht) ist einfach eine Frage der persönlichen Präferenz. Ich hätte mir da einfach etwas mehr gewünscht.
Auch die Handlung von Der Rabengott entspricht nicht dem üblichen Schema eines klassischen Fantasy Romans.
Das Tempo ist behäbig, was vor allem damit zu begründen ist, dass die Gegenwartserzählung rund um Eolo regelmäßig durch die Einblicke in die Vergangenheit des Erzählers pausiert wird. Hinzu kommt, dass die Handlung von Anfang bis Ende auf einen Ort und einen begrenzten Personenkreis beschränkt ist. Die Protagonisten tun auch nicht wirklich etwas, außer hie und da eine Unterhaltung zu führen, von A nach B zu gehen oder in einem Fall fast ausschließlich auf derselben Stelle zu sitzen. Es gibt vereinzelte Szenen, die Spannung reinbringen, allerdings sind diese eher flüchtig in die Geschichte mit eingebunden. Action sollte man eher keine erwarten. Unterm Strich macht die Handlung also keine großen Sprünge und trotzdem funktioniert sie, irgendwie. Tatsächlich empfinde ich die Langsamkeit und Geduld der Story nach Beendigung des Buches sogar als ziemlich geniales Stilmittel, denn es spiegelt aufs Genauste das Wesen des mysteriösen Erzählers wider.
Alles in allem war Der Rabengott eine interessante aber auch durchwachsene Leseerfahrung, daher würde ich das Buch mit 3.5 Sternen bewerten.
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Gebundenes Buch
Anspruchsvoll und innovativ
„Der Rabengott“ von Ann Leckie hat mich mit seiner atmosphärischen High-Fantasy-Welt und der faszinierenden Erzählperspektive in den Bann gezogen. Es gibt zwei Erzählebenen, die die Vergangenheit der Gottheiten und die Gegenwart beleuchten, …
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Anspruchsvoll und innovativ
„Der Rabengott“ von Ann Leckie hat mich mit seiner atmosphärischen High-Fantasy-Welt und der faszinierenden Erzählperspektive in den Bann gezogen. Es gibt zwei Erzählebenen, die die Vergangenheit der Gottheiten und die Gegenwart beleuchten, und die Vergangenheit hilft uns dabei, die Gegenwart besser zu verstehen. Besonders beeindruckend finde ich die innovative Erzählperspektive in der zweiten Person Singular, die das Buch so besonders macht und mit der ich zum ersten Mal in Berührung kam. Das Geheimnis darum, wer genau über den Protagonisten Eolo spricht, hat mich zusätzlich gereizt.
Allerdings muss ich zugeben, dass das Buch nicht für jeden geeignet ist und etwas Geduld erforderte. Die Sprünge in die Vergangenheit waren manchmal zäh und haben mich beim Lesen herausgefordert. Auch fand ich die Figuren teilweise zu eindimensional und ihnen fehlte es an Tiefe, was es schwierig machte, mich mit ihnen zu identifizieren. Obwohl es einige überraschende Wendungen gab, war die Trennung von Gut und Böse oft zu klar und die Handlung dadurch etwas vorhersehbar.
Das Ende des Buches hat mich dann jedoch mit einem Knall überrascht und die letzten 50 Seiten waren wirklich packend, das Pacing plötzlich deutlich schneller. Die offene Gestaltung des Endes lässt Raum für Spekulationen und die Hoffnung auf eine Fortsetzung, die ich trotz der genannten Mankos auf jeden Fall lesen würde.
Fazit: Insgesamt ist „Der Rabengott“ eine ambitionierte High-Fantasy-Geschichte, die meiner Meinung nach trotz einiger Längen und fehlender Figurentiefe durch ihre Besonderheiten und das mitreißende Ende definitiv lesenswert ist.
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Gebundenes Buch
Leider muss ich sagen, dass mir die Erzählweise nicht so zugesagt hat. die Geschichte wird aus Sicht von jemanden erzählt und man versteht als Leser nicht sofort wer der erzählende Beobachter ist.
Außerdem finde ich es zum Teil zu kompliziert wie diese verschiedenen …
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Leider muss ich sagen, dass mir die Erzählweise nicht so zugesagt hat. die Geschichte wird aus Sicht von jemanden erzählt und man versteht als Leser nicht sofort wer der erzählende Beobachter ist.
Außerdem finde ich es zum Teil zu kompliziert wie diese verschiedenen Götter und Verhältnisse zueinander und mit den Menschen beschrieben werden. Das alles ist zu theoretisch und für meinen Geschmack zu wenig in die Geschichte eingebunden. die handelnden Personen erhalten zu wenig Aufmerksamkeit und Seiten.
Ehrlicherweise muss ich sagen dass ich die Kapitel in denen es um diese verschiedenen Götter geht irgendwann nur noch überflogen und überblättert habe, weil es mir viel zu langweilig war. die Geschichte um den verschwundenen Stadthalter und mawad wäre toll, aber wie gesagt: leider gefallen mir diese götterabschnitte überhaupt nicht
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