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Ann-Sophie Kaiser
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Unter den Linden 6
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Drei Frauen, ein Wunsch: Die Welt entdeckenBerlin, 1907: Die junge Wissenschaftlerin Lise kommt nach ihrer Promotion an die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Dass Frauen in Preußen offiziell noch nicht an Universitäten zugelassen sind, kann sie nicht aufhalten. Schon bald arbeitet sie neben Otto Hahn. Das Schicksal führt sie mit zwei Frauen zusammen: Hedwig musste die Unterschrift ihres Mannes fälschen, um die Uni besuchen zu können - denn ohne die Zustimmung des Ehemannes geht nichts. Anni arbeitet als Dienstmädchen beim berühmten Friedric...
Drei Frauen, ein Wunsch: Die Welt entdecken
Berlin, 1907: Die junge Wissenschaftlerin Lise kommt nach ihrer Promotion an die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Dass Frauen in Preußen offiziell noch nicht an Universitäten zugelassen sind, kann sie nicht aufhalten. Schon bald arbeitet sie neben Otto Hahn. Das Schicksal führt sie mit zwei Frauen zusammen: Hedwig musste die Unterschrift ihres Mannes fälschen, um die Uni besuchen zu können - denn ohne die Zustimmung des Ehemannes geht nichts. Anni arbeitet als Dienstmädchen beim berühmten Friedrich Althoff und liest sich heimlich durch dessen Bücherregal. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu engen Verbündeten, die gemeinsam um ihr Glück, die Liebe und das Recht auf Wissen und Bildung kämpfen. Denn die Widerstände in der männlichen dominierten Universitätswelt sind hoch.
Die Figur Lise erinnert an Lise Meitner (1878-1968), eine der bekanntesten Physikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war die erste deutsche Physik-Professorin und entdeckte die Kernspaltung.
"Ob Frauen studieren dürfen? Ob Frauen studieren können? Ob Frauen studieren sollen? Mir persönlich erscheinen diese Untersuchungen ebenso müßig, als wollte jemand fragen: Darf der Mensch seine Kräfte entwickeln? Soll er seine Beine zum Gehen gebrauchen?" Hedwig Dohm
Berlin, 1907: Die junge Wissenschaftlerin Lise kommt nach ihrer Promotion an die Friedrich-Wilhelms-Universität Unter den Linden, um bei Max Planck zu forschen. Dass Frauen in Preußen offiziell noch nicht an Universitäten zugelassen sind, kann sie nicht aufhalten. Schon bald arbeitet sie neben Otto Hahn. Das Schicksal führt sie mit zwei Frauen zusammen: Hedwig musste die Unterschrift ihres Mannes fälschen, um die Uni besuchen zu können - denn ohne die Zustimmung des Ehemannes geht nichts. Anni arbeitet als Dienstmädchen beim berühmten Friedrich Althoff und liest sich heimlich durch dessen Bücherregal. Die drei unterschiedlichen Frauen werden zu engen Verbündeten, die gemeinsam um ihr Glück, die Liebe und das Recht auf Wissen und Bildung kämpfen. Denn die Widerstände in der männlichen dominierten Universitätswelt sind hoch.
Die Figur Lise erinnert an Lise Meitner (1878-1968), eine der bekanntesten Physikerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie war die erste deutsche Physik-Professorin und entdeckte die Kernspaltung.
"Ob Frauen studieren dürfen? Ob Frauen studieren können? Ob Frauen studieren sollen? Mir persönlich erscheinen diese Untersuchungen ebenso müßig, als wollte jemand fragen: Darf der Mensch seine Kräfte entwickeln? Soll er seine Beine zum Gehen gebrauchen?" Hedwig Dohm
Ann-Sophie Kaiser ist in Berlin geboren und lebt auch heute noch hier. Sie hat für ein kurzes Semester Physik an der Humboldt-Universität studiert, bevor sie erkannt hat, dass sie lieber etwas mit Schreiben machen möchte. Sie liebt es, in den Berliner Seen zu schwimmen und sich bei ausgedehnte Stadtspaziergänge durch die Kieze in das historische Berlin zurückzudenken. "Unter den Linden 6" ist ihr erster historischer Roman.
Produktdetails
- Verlag: Ullstein HC
- 2. Aufl.
- Seitenzahl: 464
- Erscheinungstermin: 1. Juni 2020
- Deutsch
- Abmessung: 205mm x 135mm x 43mm
- Gewicht: 554g
- ISBN-13: 9783550200601
- ISBN-10: 3550200609
- Artikelnr.: 58013797
Herstellerkennzeichnung
Ullstein Buchverlage GmbH
Friedrichstr. 126
10117 Berlin
www.ullstein.de
+49 (030) 23456-300
Frauenpower für die Gleichberechtigung
1907-1915 Berlin. Lise hat sich schon immer für Naturwissenschaften interessiert und ihr Studium in Wien absolviert. Nun möchte sie unter Professor Max Planck an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin Unter den Linden ihr Forschungen …
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Frauenpower für die Gleichberechtigung
1907-1915 Berlin. Lise hat sich schon immer für Naturwissenschaften interessiert und ihr Studium in Wien absolviert. Nun möchte sie unter Professor Max Planck an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Berlin Unter den Linden ihr Forschungen betreiben, aber hier werden ihr Steine in den Weg gelegt, da Frauen in Preußen zum Studium nicht zugelassen sind. Doch Lise lässt sich nicht von ihren Träumen abbringen und arbeitet bald an der Seite von Otto Hahn. Durch Zufall lernt sie Hedwig und Anni kennen, die ebenfalls so wissensdurstig sind wie Lise. Während Hedwig sich die Unterschrift zur Erlaubnis von ihrem Ehemann erschleichen musste, verschlingt die aus einfachsten Verhältnissen stammende Anni neben ihrer Tätigkeit als Dienstmädchen jedes Buch, das sie zwischen die Finger bekommt. Lise, Anni und Hedwig verbindet der Wunsch, dass Frauen das gleiche Recht auf Bildung haben wie die Männer und lassen sich von diesem Traum nicht abbringen…
Ann-Sophie Kaiser hat mit „Unter den Linden 6“ einen unterhaltsamen historischen Roman vor der Kulisse des den bildungspolitischen Wandels vorgelegt und dem Leser drei unterschiedliche Frauenschicksale präsentiert, die in ihrem gemeinsamen Kampf für mehr Bildung eng zusammenwachsen. Der Schreibstil ist flüssig, sehr detailverliebt und bildhaft. Der Leser taucht schnell in die Handlung hinein und darf über Perspektivwechsel mit Lise, Hedwig und Anni drei mutige Charaktere kennenlernen, die zwar aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten stammen, jedoch ihr unbändiger Wissensdurst sie eint. Gemeinsam mit den drei Frauen nimmt der Leser an den Universitätsvorlesungen teil, darf Lise bei ihren Forschungen mit Otto Hahn über die Schulter schauen. Die Autorin hat für ihre Hauptprotagonistin die Physikerin Lise Meitner gewählt, die als eine der bedeutendsten Forscherinnen des vergangenen Jahrhunderts gilt und eine Koryphäe auf dem Gebiet der Kernspaltung war. Die Mischung mit fiktiven Protagonisten wie Anni und Hedwig ist sehr gelungen und lässt die damalige Zeit umso lebendiger wirken. Ihr mutiger Einsatz für mehr Recht auf Bildung und Gleichberechtigung war der Vorstoß für all die Möglichkeiten, die Frauen heutzutage offen stehen.
Die Charaktere werden sehr lebendig in Szene gesetzt, wirken authentisch und glaubwürdig, was es dem Leser leicht macht, ihren Spuren zu folgen und ihnen über die Schulter zusehen. Lise ist eine Frau, die genau weiß, was sie will und alles dafür tut, um ihr Ziel zu erreichen. Sie lässt sich durch Schikane und abfällige Bemerkungen nicht aus dem Konzept bringen, auch wenn es sie verletzt, sondern verfolgt ihren Weg unbeirrt weiter. Sie ist mutig und auf eine gewisse Art selbstbewusst. Hedwig sitzt in einer arrangierten Ehe fest, jedoch ist sie zu allem entschlossen für mehr eigene Bildung und mehr Frauenrechte. Anni wirkt zu Beginn etwas zurückhaltender, doch ihre Eigenmächtigkeit und ihr Mut, sich heimlich bei ihrem Dienstherrn Bücher auszuborgen, um ihren Wissensstand zu erweitern, ist bemerkenswert, stammt sie doch aus einfachsten Verhältnissen.
„Unter den Linden 6“ ist ein durchweg unterhaltsamer historischer Roman, der starken Frauen eine Bühne bietet und Dinge wie Gleichberechtigung, Emanzipation sowie das Recht auf Bildung in den Fokus rückt. Durch die Vermischung von Wahrheit und Fiktion ist die Geschichte kurzweilig und fesselnd. Verdiente Leseempfehlung!
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Drei ganz unterschiedliche Frauen treffen in Berlin 1907 zusammen. Lise, eine aufstrebende Physikerin, Hedwig, die heimlich studieren muss und zuletzt Dienstmädchen Anni, die Bildung nur aus der Bibliothek ihres Dienstherren kennt. Alle drei möchten mehr wissen, und gleichzeitig auch …
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Drei ganz unterschiedliche Frauen treffen in Berlin 1907 zusammen. Lise, eine aufstrebende Physikerin, Hedwig, die heimlich studieren muss und zuletzt Dienstmädchen Anni, die Bildung nur aus der Bibliothek ihres Dienstherren kennt. Alle drei möchten mehr wissen, und gleichzeitig auch anderen Frauen den Zugang zur Bildung erleichtern. Denn in Preußen geht nichts ohne die Zustimmung der Männer, und die wollen das zarte Geschlecht dann doch lieber in der heimischen Küche wissen.
Kaisers Roman ist ein quirliger Ausflug ins frühe 20te Jahrhundert. Die drei Frauen sind zwar von unterschiedlichem Stand und Temperament, sie eint aber ihr Wunsch nach Bildung. Die Freundschaft, die eher durch Zufall entsteht, wirkt sehr echt und trotz allem auch realistisch. Ich mochte alle drei, Lise ist die einzige historische Persönlichkeit und dadurch natürlich noch etwas spannender. Über ihren Werdegang erfährt man sehr viel, und natürlich auch über die Schwierigkeiten, die ihr in der Männerdomäne begegnen. Anerkennung war ihr oft nicht vergönnt, obwohl sie Entscheidendes auf ihrem Gebiet geleistet hat. Auch das Setting ist sehr stimmig; detailreich und sehr bildhaft beschrieben, taucht man schnell in die Zeit ein. Die Autorin hat einen sehr lockeren Stil, sodass sich der Roman sehr flüssig liest. Manche Wendung war mir etwas zu vorhersehbar, aber der historische Flair hat vieles für mich wettgemacht. Ein wirklich schöner, wenn auch manchmal seichter Roman über die Anfänge des Studiums für Frauen.
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Kämpfe, wenn du etwas erreichen willst!
Berlin, 1907! Der Leser begleitet drei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, durch einige ereignisreiche Jahre ihres Lebens. Lise Meitner, die bekannte Physikerin, Anni, ein Dienstmädchen und Hedwig, die unglücklich …
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Kämpfe, wenn du etwas erreichen willst!
Berlin, 1907! Der Leser begleitet drei Frauen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, durch einige ereignisreiche Jahre ihres Lebens. Lise Meitner, die bekannte Physikerin, Anni, ein Dienstmädchen und Hedwig, die unglücklich verheiratete wissensdurstige Frau. Jeweils aus der Sicht einer dieser Frauen erzählt das Buch von den bewegten Jahren jener Zeit. Alle vereint die Gewissheit, dass Frauen die gleichen Rechte zustehen sollten wie Männern. Uns so erfährt man einiges über Radiochemie und Radioaktivität, ebenso wie über unerfüllte und erfüllte Liebe, über Gewohnheiten und Gepflogenheiten höherer Herrschaften, über das quirlige Berlin mit den noch nicht ganz zugehörigen Dörfern Charlottenberg, Groß-Lichterfelde, Dahlem.... Es ist eine aufregende Zeit mit aufregenden Ereignissen und sehr liebenswerten ProtagonistInnen!
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"Unter den Linden 6" von Ann-Sophie Kaiser ist ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!
Heutzutage unvorstellbar: Es ist das Jahr 1907 und Frauen müssen es sich erkämpfen, an der Universität studieren zu dürfen. Drei junge, unterschiedliche …
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"Unter den Linden 6" von Ann-Sophie Kaiser ist ein tolles Buch, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann!
Heutzutage unvorstellbar: Es ist das Jahr 1907 und Frauen müssen es sich erkämpfen, an der Universität studieren zu dürfen. Drei junge, unterschiedliche Frauen verbünden sich, jede auf ihre Art kämpft für ihre Rechte. Auch der heraufziehende Weltkrieg spielt mit ins Geschehen...
Mir haben die drei Hauptfiguren -Hedwig, Lise und Anna- sehr gefallen, man konnte sich gut in sie hineinversetzen und man konnt ihre Beweggründe für ihr Handeln und ihren Kampf um Gleichberechtigung gut verstehen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Der Roman ist ein anspruchsvoller und toll zu lesender historischer Roman.
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Die Berliner Alma Mater, die wir heute unter dem Namen Humboldt-Universität kennen, hieß Anfang des 20. Jahrhunderts noch Friedrich-Wilhelms-Universität "Unter den Linden". Zu dieser Zeit spielt der Debütroman von Ann-Sophie Kaiser "Unter den Linden 6" (die …
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Die Berliner Alma Mater, die wir heute unter dem Namen Humboldt-Universität kennen, hieß Anfang des 20. Jahrhunderts noch Friedrich-Wilhelms-Universität "Unter den Linden". Zu dieser Zeit spielt der Debütroman von Ann-Sophie Kaiser "Unter den Linden 6" (die heutige Adresse der Universität). Die Autorin verknüpft in ihrem Roman die Schicksale dreier Frauen, die für ihr Menschenrecht auf Bildung hart kämpfen müssen. Dabei wählt sie für ihre Darstellung eine historische Figur aus, die Physikerin Lise Meitner (1878-1968) und zwei fiktive Frauen: Hedwig (eine privilegierte Tochter eines Industriellen und später Studentin) und Anni (ein Dienstmädchen, das nach Bildung und Wissen strebt). Alle drei Hauptfiguren, aus deren Sicht abwechselnd erzählt wird, werden von fiktiven und historischen (Otto Hahn, Max Planck, etc.) Nebenfiguren flankiert - eine gängige Praxis in historischen Romanen.
Die erzählte Zeit umfasst die Jahre 1907 bis 1915. Es sind Jahre des Aufbruchs für die deutschen Frauen - im Laufe dieser Jahre dürfen sie sich erstmals als Studentinnen immatrikulieren (davor war nur Gasthörerschaft mit Ausnahmeregelung erlaubt), Studentinnenverbindungen gründen und wissenschaftliche Stellen an den Unis anstreben. Trotz allem werden ihnen von vielen rückständig denkenden Männern nach wie vor Steine in den Weg gelegt, ihre wissenschaftliche Arbeit weniger anerkannt. Frau sein war ein Handicap in der Wissenschaft (und ist es leider oft noch heutzutage). Von all diesen Entwicklungen erzählt die Autorin in ihrem gut zu lesenden historischen Roman.
Die Geschichte von Lise (Meitner) war für mich mit Abstand die spannendste. Immerhin hat sie bahnbrechende Erfolge auf ihrem Forschungsgebiet zu verzeichnen und war die erste deutsche Professorin. Auch kommt sie im Roman sehr sympathisch, zurückhaltend und freundlich rüber. Leider wurden ihre Erfolge nicht so anerkannt, wie die ihrer männlichen Kollegen.
Hedwig war mir als Figur weniger sympathisch, ich kann gar nicht sagen, woran es genau liegt. Sie ist kämpferisch, ehrgeizig und hat ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, aber irgendwie hat sie mich nicht so mitreißen und überzeugen können als literarische Figur.
Bei Anni hätte ich mir gerne mehr Auseinandersetzung mit der Lektüre gewünscht. Es wird zwar gesagt, dass sie gerne Romane liest und in ihrer Geschichte werden auch zeitgenössische Autoren genannt (Thomas Mann, Alfred Döblin, Hermann Hesse, etc.), aber so richtig lesen bzw. über das Gelesene reflektieren sehen wir sie nicht. Während die Studieninhalte von Lise (Physik) und Helene (Geschichte) auch inhaltlich im Roman zum Tragen kommen, wird Annis Leidenschaft für die Literatur nur oberflächlich vermittelt. Das fand ich etwas schade.
Nichtsdestotrotz hat Ann-Sophie Kaiser hier einen sehr lesenswerten Roman mit einem wichtigen Thema geschrieben. Die Geschichte weiblicher Bildung und die erstmalige Öffnung der Universitäten für Frauen zum Inhalt eines belletristischen Werkes zu machen, ist aller Ehren wert. Ein gut recherchierter historischer Debütroman, mit ganz kleinen Abzügen in der B-Note. Das ausführliche Nachwort der Autorin ist ebenfalls sehr informativ.
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Kampf um Bildung und Frauenrechte Anfang des 20. Jahrhunderts
„Unter den Linden 6“ ist ein Roman, dessen Handlung in Berlin im Jahr 1907 spielt. Lise Meitner ist Physikerin und kommt mit dem Ziel in die Stadt, ihre wissenschaftliche Forschung bei Max Planck fortzusetzen. Schnell muss …
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Kampf um Bildung und Frauenrechte Anfang des 20. Jahrhunderts
„Unter den Linden 6“ ist ein Roman, dessen Handlung in Berlin im Jahr 1907 spielt. Lise Meitner ist Physikerin und kommt mit dem Ziel in die Stadt, ihre wissenschaftliche Forschung bei Max Planck fortzusetzen. Schnell muss sie feststellen, dass es Frauen in Preußen nicht möglich ist, sich zu immatrikulieren. Auch Anni ist neu in Berlin, allerdings unfreiwillig, um eine Stelle als Dienstmädchen anzutreten. Hedwig hingegen möchte studieren und ist Teil einer Gruppe von Frauen, die für mehr Rechte und Mitbestimmung von Frauen kämpft. Die drei sehr unterschiedlichen Frauen treffen sich zufällig und werden Freundinnen. Sie verfolgen ihre Ziele und müssen immer wieder feststellen, welche Hürden es für Frauen in Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts gibt.
Zwischendurch hatte ich etwas Sorge, dass der Roman sehr in Richtung Liebesroman „kippen“ könnte und war kurzzeitig ein bisschen skeptisch. Dies ist, meiner Meinung nach glücklicherweise, nicht passiert. Natürlich geht es auch um Gefühle, Liebe und Männer, aber eben nicht ausschließlich und es kommt zu keiner Romantisierung. Stattdessen werden Sinnfragen gestellt und es wird die Ungeduld der Frauen, die täglichen Ungerechtigkeiten und mangelnde Anerkennung für von Frauen Geleistetem beschrieben. Besonders gut konnte ich die Verzweiflung und auch Wut von Lise nachvollziehen, die große Leistungen für den wissenschaftlichen Fortschritt erbringt und trotzdem nicht annähernd ausreichend gewürdigt wird.
Die drei Protagonistinnen sind mehrdimensional und sympathisch beschrieben. Der Kampf gegen Widerstände und der damit verbundene Mut wechseln sich mit Passagen ab, in denen die Hauptcharaktere keine Kraft mehr haben und fast aufgeben wollen. Die Entwicklung der Charaktere ist detailliert beschrieben und wirkt realistisch und nicht romantisch oder gar fantastisch. Auch die Freundschaft zwischen den Dreien wirkt nicht unrealistisch, obwohl sie aus so unterschiedlichen Verhältnissen kommen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen und ich bin gerne dabeigeblieben.
Ich habe auf den etwa 450 Seiten sehr viel gelernt, in erster Linie über Berlin bzw. Preußen und die gesellschaftlichen Verhältnisse in den Jahren vor dem 1. Weltkrieg. Aber auch im Bereich Physik und der Entwicklung der wissenschaftlichen Gebiete habe ich dazugelernt. Wirklich lesenswert und lehrreich sind die Anmerkungen der Autorin am Ende des Romans.
Insgesamt hat mich „Unter den Linden 6“ positiv überrascht und bis auf wenige kurze Passagen sehr überzeugt.
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Zum Inhalt:
Als Lise, Hedwig und Anni sich kennenlernen, hätten ihre Lebenswege nicht unterschiedlicher sein können. Lise, die in Wien schon promoviert hat; Hedwig, die die Unterschrift ihres Mannes fälschen muss, um an die Uni zu können und Anni, das Dienstmädchen, dass …
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Zum Inhalt:
Als Lise, Hedwig und Anni sich kennenlernen, hätten ihre Lebenswege nicht unterschiedlicher sein können. Lise, die in Wien schon promoviert hat; Hedwig, die die Unterschrift ihres Mannes fälschen muss, um an die Uni zu können und Anni, das Dienstmädchen, dass heimlich liest. Und alle sind auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück.
Meine Meinung:
So richtig viel wusste ich nicht über Lise Meiner und bin überrascht, was für eine interessante Frau sie gewesen sein muss und wie sie mit den Schwierigkeiten ihrer Zeit hat kämpfen müssen. Dieses Buch erzählt auf sehr anschauliche Weise den Kampf der Frauen in unterschiedlichen Situationen und verknüpft sie sehr geschickt. Das Buch liest sich ungeheuer gut und hst einen tollen Schreibstil, der einen durch das Buch fliegen lässt.
Fazit:
Toll erzählt
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Empfehlenswert
„Unter den Linden 6“ stand lange auf meinem Wunschzettel. Ich wollte es unbedingt lesen, da ich mehr über Lise Meitner erfahren wollte. Nachdem mich bereits als Jugendliche Marie Curie fasziniert hat, habe ich mich sehr auf das Buch um Lise Meitner und ihr Forschen …
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Empfehlenswert
„Unter den Linden 6“ stand lange auf meinem Wunschzettel. Ich wollte es unbedingt lesen, da ich mehr über Lise Meitner erfahren wollte. Nachdem mich bereits als Jugendliche Marie Curie fasziniert hat, habe ich mich sehr auf das Buch um Lise Meitner und ihr Forschen rund um das Thema Radioaktivität und Kernspaltung gefreut. Aber auch das Thema „Gleiche Bildung für alle“ interessiert mich sehr, da es ein wirklich wichtiges Thema ist. Ich habe selber studiert und es damals immer auch etwas als selbstverständlich angesehen, dass Frauen studieren dürfen und auch das, was sie wollen. Natürlich wusste ich, dass das nicht immer so war, aber man denkt viel zu wenig drüber nach. Erst als ich das Buch gelesen habe, wurde mir wieder bewusst, wie viel wir heutzutage den mutigen Frauen zu verdanken haben, die sich damals so sehr dafür eingesetzt haben, dass Frauen eben auch studieren dürfen.
Die drei Protagonistinnen Lise, Anni und Hedwig wurden sehr gut dargestellt. Alle drei waren mir sympathisch, ich habe sie für ihren Mut bewundert und bei Niederlagen mit ihnen mitgelitten. Auch zahlreiche andere Personen, die sich zur damaligen Zeit einen Namen gemacht haben, wurden sehr gut eingebracht. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiet. Die Textpassagen zum Thema Radioaktivität haben mir ebenfalls sehr gefallen. Auch dafür ein großes Lob an die Autorin, die es geschafft hat, dieses doch eher schwierige Thema so verständlich und gar nicht trocken zu beschreiben.
Ebenfalls sehr gut dargestellt wurden das Berlin zur damaligen Zeit und die heutige Humboldt-Universität. Sehr interessant fand ich auch die Geschichte der Universität.
Der Schreibstil war flüssig, das Buch lies sich schnell lesen.
Für dieses Buch gebe ich verdiente 5 Sterne.
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Ann-Sophie Kaisers historischer Roman "Unter den Linden 6" erzählt die spannenden, vielfältig informativen & berührenden Erlebnisse der höchst unterschiedlichen jungen Freundinnen Lise (Meitner, historisch), Anni & Hedwig (beide fiktiv) in Berlin 1907 - 1915. …
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Ann-Sophie Kaisers historischer Roman "Unter den Linden 6" erzählt die spannenden, vielfältig informativen & berührenden Erlebnisse der höchst unterschiedlichen jungen Freundinnen Lise (Meitner, historisch), Anni & Hedwig (beide fiktiv) in Berlin 1907 - 1915.
Er verfügt über ein interessantes Nachwort sowie bereichernde Innenklappen (wobei ich auf der Berlinskizze das Hotel Adlon vermisse).
Inhaltlich sprach er mich ungemein an.
Leider bestätigten mir Google & Wikipedia einige zum Abzug von Sternen führende mehr oder weniger grobe Schnitzer.
Hier 3 Beispiele:
Zu Beginn des 1. Weltkrieges dürften die begeisterten Massen als Hymne nicht das "Deutschlandlied", sondern die "Kaiserhymne" gesungen haben.
Der gut in die Zeit passende Ausdruck "Mich dünkt" (in etwa "Mir scheint") hat weder etwas mit Gülle noch mit Kuhmist zu tun und wird deshalb auch nicht "düngt" geschrieben,
In einem Satz "beißen" sich "obgleich" & "dennoch".
Mit einem sorgfältigeren Lektorat wäre das Buch ein Anwärter auf mein Jahreslesehighlight 2020 gewesen! Schade!!
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Die Geschichte dreier mutiger, fortschrittlicher Frauen, die in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Studium an die Universität in Berlin kommen - für die damalige Zeit ein absolutes Novum und vor allem von Männern, aber auch von vielen Frauen, überhaupt nicht gerne gesehen. …
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Die Geschichte dreier mutiger, fortschrittlicher Frauen, die in Berlin zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Studium an die Universität in Berlin kommen - für die damalige Zeit ein absolutes Novum und vor allem von Männern, aber auch von vielen Frauen, überhaupt nicht gerne gesehen. Lise hat bereits in Wien studiert und möchte nun in Berlin weiter studieren und bei Max Planck arbeiten. Auf der Zugfahrt trifft sie Anni, die in Berlin eine Stellung als Dienstmädchen antreten möchte, aber auch sehr wissbegierig ist. Auf dem Bahnsteig lernen die beiden dann Hedwig kennen, die gerade ihren Mann verabschiedet, der zu einer Kur fährt. Um studieren zu können, fälscht diese die Unterschrift ihres Mannes. Lise ist angelehnt an Lise Meitner, die die erste deutsche Pysikprofessorin war. Die anderen beiden sind fiktive Personen, die es so aber durchaus gegeben haben könnte. Dies erläutert die Autorin auch in Anmerkungen. Ich mag es sehr, wenn es solche Informationen gibt, damit man weiß, was pure Fiktion und was rekonstruierte Vergangenheit ist. Ein Roman über starke Frauen, den Kampf um das Recht auf Gleichberechtigung und Bildung.
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