Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: amalia6.12
Danksagungen: 1 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 10 Bewertungen
Bewertung vom 05.10.2020
Die Stimme
Tremayne, S. K.

Die Stimme


ausgezeichnet

Gänsehautgarantie

"Die Stimme" war mein erstes Buch von S.K. Tremayne, aber ganz bestimmt nicht mein letztes.
In dem Thriller geht es um Jo, die die Luxuswohnung ihrer Freundin nutzen darf. Diese Wohnung ist mit einem Smart-Home-System ausgestattet, für ein möglichst angenehmes Leben. Doch Electra macht weit mehr als nur auf Fragen zu antworten oder das Licht auszuschalten. Sie treibt Jo quasi in den Wahnsinn und niemand glaubt ihr. Und auch Jo selber zweifelt an sich ... Electra ist doch nur ein Computer.

Das Buch lässt sich gut und schnell lesen, es ist spannend geschrieben, so dass ich immer gedacht habe, ein paar Seiten schaffe ich noch. So hatte ich das Buch dann auch schnell durch. Jo ist eine ganz natürliche Person, so dass man sich gut mit ihr identifizieren konnte. Man leidet mit ihr und würde ihr gerne beistehen. Und dabei fragt man sich als Leser selber immer wieder, ob es nun wirklich Elektra war?

Das Thema ist sehr aktuell und spannend umgesetzt. Das Ende war nicht vorhersehbar. Von mir gibt es für diesen Thriller 5 Sterne und ich werde sicher noch weitere Bücher des Autors lesen.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.09.2020
Madame Curie und die Kraft zu träumen / Ikonen ihrer Zeit Bd.1
Leonard, Susanna

Madame Curie und die Kraft zu träumen / Ikonen ihrer Zeit Bd.1


ausgezeichnet

Hör nie auf an dich zu glauben

Marie Curie hat mich schon als Teenager fasziniert. Vielleicht weil ich selber eher wenig Ahnung von Physik und Chemie habe, vielleicht auch, weil mich das Leben von Frauen in vergangenen Zeiten und deren Herausforderungen schon immer beschäftigt haben.
Das Buch hat mir unheimlich gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben und lässt sich leicht lesen. Nachdem ich bereits einen Film über Marie Curie gesehen habe, in dem jedoch nicht ihre Kindheit und Jugend thematisiert wurden, hat es mir besonders gut gefallen, mehr über diese Zeit zu erfahren. Es war eine wirklich harte Zeit für Frauen damals und es ist bewundernswert, wie sich viele Frauen durchgesetzt und für ihre Ziele und Träume gekämpft haben. Marie hat Großes geleistet, nicht nur in der Wissenschaft und wurde zum Vorbild vieler Frauen.

Die Autorin hat es geschafft, Personen und Ereignisse sehr gut darzustellen, so dass ich mich wunderbar in die Geschichte und die Zeit hineinversetzen konnte. Der Roman ist kein bisschen trocken, sondern lebendig geschrieben.

Das Cover ist einfach nur wunderschön und passt hervorragend zum Buch!

Ich vergebe verdiente 5 Sterne!

Bewertung vom 24.08.2020
Wo die Sterne tanzen
Herzog, Katharina

Wo die Sterne tanzen


gut

Konnte mich nicht wirklich erreichen

Da ich die Bücher von Katharina Herzog immer sehr gerne lese, hatte ich mich entsprechend auf ihr neues Buch gefreut. Leider konnte es mich nicht wirklich "erreichen".
Das Buch spielt auf zwei Handlungsebenen. Zum einen in der Gegenwart im Jahr 2019, wo Nele nach Juist zurückkommt, um das Haus ihrer verstorbenen Oma zu verkaufen und zum anderen in Rückblicken auf Neles Entwicklung vom Kind zur erwachsenen Frau.
Neben Nele kommen im Roman zahlreiche Personen vor und auch zahlreiche Handlungsstränge. Mir war es schon fast zu viel und einiges wurde auch zu schnell "abgefrühstückt". Einiges, wie das Reh, das vor den Kindern, u.a. der kriegstraumatisierten Aliya, erschossen wird, hätte man sich sparen können. So etwas möchte ich in einem leichten Sommerroman nicht lesen.

Mit den vielen Personen bin ich nicht wirklich warm geworden. So richtig ans Herz gewachsen ist mir keiner. Am ehesten noch Ben. Neles Gehampel zwischen Ben und Henry fand ich eher anstregend und zudem fand ich sie auch ungerecht gegenüber Ben. Auch Neles Verhalten ihrer Mutter gegenüber fand ich nicht immer in Ordnung. Auch, wenn ihre Mutter ihr im Alter von 17 Jahren einmal unrecht getan hat, finde ich es doch überzogen, es ihr mit 35 immer noch unterschwellig vorzuwerfen. Insgesamt war mir Nele zu "selbstgerecht", das arme Mädchen, das vom Vater verlassen wurde, ihrer eigenen Tochter aber "eine Affaire, um eine Hauptrolle zu ergattern" als Vater aussucht.

Der Roman ist flüssig geschrieben und lässt sich leicht weglesen. Die Landschaft Juists wird schön beschrieben, so dass man sich beim Lesen wie vor Ort fühlt.

Ich vergebe 3 Sterne und freue mich schon auf den neuen Roman von Katharina Herzog, der mich themen- und personentechnisch hoffentlich wieder mehr erreichen wird.

Bewertung vom 16.08.2020
Die Sommer
Othmann, Ronya

Die Sommer


ausgezeichnet

Bewegend und zum Nachdenken anregend

Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf "Die Sommer" und wurde nicht enttäuscht.

In dem Buch erzählt Leyla von ihrem Leben zwischen zwei Welten; auf der einen Seite dem Leben in Deutschland, wo sie zur Schule gehen darf, studieren soll, wo sie alle viel Platz haben und wo sie mit ihren Eltern weitesgehend alleine ist. Auf der anderen Seite gibt es die Sommer im kleinen Dorf in Nordsyrien. Hier wohnen ihre Verwandten, die Großeltern, Tanten, Onkel, Cousins und Cousinen. Das Leben hier ist ganz anders als Leylas Leben in Deutschland, immer sind Leute um sie herum, die Kinder wachsen ganz anders auf als Leyla. Ihre Cousine hat andere Wünsche im Leben, interessiert sich mehr für Frisuren und empfindet Leyla als arrogant. Leyla dagegen fühlt sich "nicht dazugehörend" und erst als Erwachsene gelingt es ihr, sich selbst aus Sicht der Cousine zu sehen.
Leylas Zerrissenheit zwischen Deutschland und Syrien, die Frage in ihr "Wo gehöre ich hin" wurde immer wieder deutlich. Ich stelle es mir sehr schwer vor, sich zu keinem Land so richtig zugehörig zu fühlen. Es hat mich traurig gemacht, dass Leyla sich so einsam fühlen musste, da sich in ihrem Umfeld in Deutschland niemand so wirklich für die Situation in Nordsyrien interessierte.

Beim Lesen des Buches wurde mir immer wieder bewusst, wie gut es uns in Deutschland doch geht und welche Möglichkeiten / Freiheiten wir eigentlich haben.

Bewertung vom 01.07.2020
Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis / Die Purpurküste Bd.1
Ziegler, Silke

Die Frauen von der Purpurküste - Isabelles Geheimnis / Die Purpurküste Bd.1


ausgezeichnet

Isabelle und Amelie

Isabelle und Amelie

„Isabelles Geheimnis“ ist der erste Teil der „Die Frauen von der Purpurküste“. Nach einem schweren Schicksalsschlag nimmt sich Amelie in Südfrankreich eine Auszeit und hofft hier, einen schweren Verlust akzeptieren zu lernen. Hier lebt ihre Familie väterlicherseits, unter anderem ihre Oma Isabelle, die bereits 93 Jahre alt ist. Bei einem Besuch im Seniorenheim vertraut Isabelle ihrer Enkelin ihr Tagebuch an, das sie im Sommer 1944, während der Zeit der Besetzung Frankreichs durch die Deutsche Wehrmacht, geführt hat. Nieamand zuvor hat je in dem Tagebuch lesen dürfen und niemand aus Isabelles Familie und Freundeskreis weiß, was damals, 1944, im Leben von Isabelle passiert ist.

„Isabelles Geheimis“ hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Personen wurden sehr gut dargestellt und authentisch dargestellt. Man lernt beide Hauptpersonen, Isabelle und Amelie, sehr gut kennen und ich habe mit beiden mitgelitten. Vor allem das Schicksal der jungen Isabelle ging mir sehr nahe.
In beide Lebenssituationen konnte ich mich sehr gut hineinversetzen und damit auch ihr Handeln nachvollziehen.

Das Setting in Südfrankreich hat mir sehr gefallen. Der Ort wird sehr anschaulich dargestellt, so dass man Amelie gedanklich wunderbar dorthin folgen kann. Man glaubt selber den Ort vor sich zu sehen, wenn man mit Amelie von der Dachterrasse steht, meint das Meer zu hören, wenn man mit ihr auf der Kaimauer sitzt und man kann den Duft der leckeren Baguettes und Dips, die sie zubereitet nahezu beim Lesen riechen. Mir hat das Buch spontan Lust auf einen gemütlichen Abend im Garten mit Kerzen, Baguette, Wein und Dip gemacht.

Für mich war „Isabelles Geheimnis“ ein Buch, das ich, hätte ich nicht zwischendurch arbeiten müssen, nicht hätte aus der Hand legen können. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Band der Reihe.

Bewertung vom 23.06.2020
Zu wahr, um schön zu sein
Engelmann, Gabriella

Zu wahr, um schön zu sein


sehr gut

Locker, leicht und viel Hamburg

Die Romane von Gabriella Engelmann habe ich schon immer gelesen. Angefangen als Studentin, als ihre Protagonistin auch in meinem Alter war, weiter über die Inselromane und die "Altes Land" Romane. Ich habe sie immer alle geliebt und verschlungen, so dass ich fieberhaft auf das neue Buch von Gabriella Engelmann gewartet habe.

Die Handlung versprach sehr lustig zu werden, besonders gespannt war ich neben Caro auf ihre Mutter mit ihren Kalendersprüchen. Und natürlich habe ich mich darauf gefreut, dass der Roman in Hamburg spielt. Ich war selber schon sehr oft dort und mag es, Romane zu lesen und die Handlungsorte zu kennen, zu wissen, wie es dort aussieht.

Das Buch ließ sich leicht lesen und ich mochte Caro. Sie war nett und einfach eine ganz normale Frau, in der ich mich an vielen Stellen wiedererkennen konnte. Trotzdem konnte sie und auch die anderen Personen nicht an die Personen aus den oben genannten Romanen ranreichen. Auch die Handlung der anderen Romane hat mir besser gefallen. Dieser Roman war sehr lustig, ich musste mehrmals lachen, aber mir fehlte das Warmherzige, das ich aus den bisherigen Romanen von Gabriella Engelmann kenne.
Teilweise fand ich den Roman ein bisschen zu "gewollt lustig".

Trotzdem hatte ich schöne Lesestunden und die Zeit verflog beim Lesen regelrecht. Für mich gibt es 4 Sterne.

Bewertung vom 23.06.2020
Der Sommer der Islandtöchter
Baldvinsson, Karin

Der Sommer der Islandtöchter


ausgezeichnet

Neuanfang auf Island

Auf „Der Sommer der Islandtöchter“ habe ich mich sehr gefreut. Zum einen war ich sehr gespannt auf den Handlungsort Island, zum anderen mag ich Romane, die auf zwei Zeitebenen spielen, sehr gerne. Während die zweite Zeitebene sonst oft die Zeit vor oder während des zweiten Weltkriegs umfasst, begibt sich „Der Sommer der Inseltöchter“ in das Jahr 1978.

Ich bin gut in den Roman hineingekommen, der Schreibstil war angenehm flüssig und anschaulich. Hannahs neues Haus, das Cafe und die Landschaft Islands wurden wunderschön bildlich beschrieben, so dass ich mir alles genau vorstellen konnte. Schön fand ich auch einzelne kurze isländische Sätze oder Redewendungen, die auch übersetzt wurden.
Auch die Zeitreise in den Sommer 1978 hat mir sehr gefallen. Hier hat die Autorin ebenfalls alles sehr bildlich beschrieben und einige zeitlich damals aktuelle Ereignisse einfließen lassen. Ich kann mich zwar an das Jahr 1978 nicht mehr erinnern, aber ich habe mich gut in die Zeit versetzen können.

Hannah und Monika mochte ich beide sehr gerne. Beide haben eigene Wünsche und Träume, die sich aus verschiedenen Gründen nicht verwirklichen lassen. Hier habe ich besonders mit Monika mitgelitten, die von ihren Eltern dazu gedrängt wird, einen Lebensweg einzuschlagen, der nicht der ist, der sie glücklich macht.

Ich war während des Lesens sehr gespannt, wie sich die Wege von Monika und Hannah kreuzen werden. Gut gefallen hat mir, dass die Lösung sich langsam aufgebaut hat. Es kam nicht alles kompakt am Schluss und auch nicht gleich am Anfang. So blieb die Spannung erhalten, aber es war auch nicht so, dass man das Gefühl hatte, die Autorin musste das Rätsel jetzt noch schnell auflösen.

Vorne im Roman befindet sich noch ein Rezept eines isländischen Kuchens, der sehr lecker klingt und hinten ist eine kleine Karte von Island, in der die Handlungsorte des Romans eingezeichnet sind.

Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen, da ich schöne Lesestunden hatte.

Bewertung vom 23.06.2020
Die Liebe fällt nicht weit vom Strand
Jebens, Franziska

Die Liebe fällt nicht weit vom Strand


gut

Perfekt für den Strandkorb

„Die Liebe fällt nicht weit vom Strand“ ist perfekt für einen Tag am Strand, auf der Terrasse oder auch für einen verregneten Sommertag geeignet. Es lässt sich schnell lesen, da es flüssig geschrieben ist.
Die Geschichte spielt im Sommer in Hamburg und in Dänemark. Ich mag sowohl Hamburg als auch Dänemark sehr gerne und habe bereits sehr viele schöne Urlaub in Dänemark verbracht. Angesichts des Klappentextes hätte ich mir gewünscht, dass ein bisschen mehr Dänemark-Feeling rüberkommen würde. Leider hätte die Handlung an jedem beliebigen Ort an einer Küste handeln können. Die Szenen in Dänemark wurden schön beschrieben, mit Meer, Wind, Dünen und Sonnenuntergang, aber mir hat diese speziell dänische gefehlt. Gerade Sophie, die so gerne kocht und von einem Foodtruck träumt, da hätte man ein bisschen mehr „Hygge“ mit reinbringen können. Kerzen, leckeres Gebäck, gemeinsames gemütliches Beisammensitzen. Es gab zwar ein Picknick am Strand, aber vor dem Hintergrund Foodtruck und Dänemark hätte es mich gefreut, wenn es mehr um Essen und Genießen gegangen und weniger um Film drehen und nachbereiten gegangen wäre. Die Vorgeschichte, wie Sophie zu ihrer neuen Stelle kommt, hätte für meinen Geschmack etwas kürzer ausfallen können, dafür hätte ich mir mehr Zeit in Dänemark gewünscht. Auch dem Kennenlernen und der gemeinsamen Zeit von Sophie und Nick, den Sophie in Dänemark kennenlernt, hätte man mehr Platz einräumen können.

Sophie ist mir sympathisch gewesen. Sie ist immer etwas nervös und möchte es gerne allen recht machen, so dass sie selber oft auf der Strecke bleibt. Etwas anstrengend fand ich, dass in jeder noch so kleinen Situation, in der Sophie sich nicht gleich wohl oder sicher gefühlt hat, ihr Bauch gegluckert oder so lautstark geknurrt hat, dass sogar der Hund gebellt hat. Reizdarm hin oder her, das war doch ein wenig zu viel.

Schön fand ich wiederum, dass der Roman nebenher die Botschaft vermittelt, dass das Leben zu kurz ist, um nicht das zu machen, wovon man träumt. Dass man manchmal mehr auf seinen Bauch hören sollte. Und das Glück auch die kleinen Dinge sind wie Himbeeren pflücken, Marmelade kochen oder am Meer zu sitzen.

Ich vergebe 3 Sterne, da es für mich zu viel um den Film und die Arbeit in der Redaktion und zu wenig um Strand und Liebe ging, was ich mir auf Grund des Buchtitels erhofft und auf Grund des Klappentextes erwartet hatte.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.06.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2


ausgezeichnet

Eine tolle Fortsetzung

„Sophias Träume – Die Farben der Schönhei“ ist der zweite Teil der Trilogie um Sophia. Band 2 knüpft nahtlos an Band 1 an. Für alle, die Band 1 nicht gelesen oder einiges nicht mehr präsent haben, werden die wichtigsten Ereignisse kurz wiederholt, so dass man schnell (wieder) im Geschehen ist.
Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm. Ich war sofort von der Geschichte gefesselt, da diese gleich spannend beginnt. Warum ist Henny, Sophias Freundin, plötzlich so abweisend zu ihr? Ist sie krank? Hat es etwas mit Hennys Verlobten zu tun, der Sophia nicht mag? Und was ist mit Sophias Sohn? Ist er wirklich tot, wie es ihr in der Klinik gesagt wurde und von der sie auch einen Totenschein für ihn ausgestellt bekommen hat? Oder ist an dem Brief, den ihr jemand anonym hat zukommen lassen und in dem behauptet wird, ihr Sohn würde leben, doch etwas dran?

Sophia mochte ich wieder sehr gerne. Trotz ihres Erfolges bei Helena Rubinstein und des Jobangebots von Elizabeth Arden ist sie natürlich geblieben. Sie ist warmherzig, ein bisschen schüchtern, zurückhaltend und bescheiden, trotzdem eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Während sie in Band 1 die eher unsichere junge Frau war, die ihren Weg gesucht hat, wird sie in diesem Band zu einer erwachsenen Frau, die immer mehr Selbstvertrauen gewinnt.
Während Sophia im 1. Band für Helena Rubinstein eine Creme entwickelt und damit ihrer Leidenschaft nachkommt, arbeitet sie im 2. Band für Helena Rubinsteins Konkurrentin Elizabeth Arden. Auch hier geht es um Kosmetik, doch Sophia wird eine ganz andere Aufgabe zugeteilt. Das hat mir gut gefallen, da es so zu keiner Wiederholung kam.

Die historischen Ereignisse der Jahre 1929 bis 1934 wurden im Roman gut eingearbeitet. Zudem hat es mir gut gefallen, dass immer wieder etwas Neues passiert, so dass man immer weiterlesen möchte. Dabei wird es aber nie so viel, dass man als Leser das Gefühl hat, es würde zu viel auf einmal passieren.

Mir hat der 2. Band sehr gut gefallen, weshalb ich sehr gerne 5 von 5 Sternen gebe und jetzt schon dem 3. Band entgegenfiebere, der leider erst Ende November erscheinen wird.

Bewertung vom 23.06.2020
Unter den Linden 6
Kaiser, Ann-Sophie

Unter den Linden 6


ausgezeichnet

Empfehlenswert

„Unter den Linden 6“ stand lange auf meinem Wunschzettel. Ich wollte es unbedingt lesen, da ich mehr über Lise Meitner erfahren wollte. Nachdem mich bereits als Jugendliche Marie Curie fasziniert hat, habe ich mich sehr auf das Buch um Lise Meitner und ihr Forschen rund um das Thema Radioaktivität und Kernspaltung gefreut. Aber auch das Thema „Gleiche Bildung für alle“ interessiert mich sehr, da es ein wirklich wichtiges Thema ist. Ich habe selber studiert und es damals immer auch etwas als selbstverständlich angesehen, dass Frauen studieren dürfen und auch das, was sie wollen. Natürlich wusste ich, dass das nicht immer so war, aber man denkt viel zu wenig drüber nach. Erst als ich das Buch gelesen habe, wurde mir wieder bewusst, wie viel wir heutzutage den mutigen Frauen zu verdanken haben, die sich damals so sehr dafür eingesetzt haben, dass Frauen eben auch studieren dürfen.

Die drei Protagonistinnen Lise, Anni und Hedwig wurden sehr gut dargestellt. Alle drei waren mir sympathisch, ich habe sie für ihren Mut bewundert und bei Niederlagen mit ihnen mitgelitten. Auch zahlreiche andere Personen, die sich zur damaligen Zeit einen Namen gemacht haben, wurden sehr gut eingebracht. Hier hat die Autorin sehr gut recherchiet. Die Textpassagen zum Thema Radioaktivität haben mir ebenfalls sehr gefallen. Auch dafür ein großes Lob an die Autorin, die es geschafft hat, dieses doch eher schwierige Thema so verständlich und gar nicht trocken zu beschreiben.
Ebenfalls sehr gut dargestellt wurden das Berlin zur damaligen Zeit und die heutige Humboldt-Universität. Sehr interessant fand ich auch die Geschichte der Universität.

Der Schreibstil war flüssig, das Buch lies sich schnell lesen.

Für dieses Buch gebe ich verdiente 5 Sterne.