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Ungelesenes Mängelexemplar
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Jens Lerby ist Profiler in Kopenhagen und hasst die Kälte. Ausgerechnet er wird nach Grönland geschickt, in eine Gemeinde der Inuit, um bei einem grausamen Fall zu helfen: Ein Mann wurde offenbar von etwas wie Walrosszähnen durchbohrt. Schnell kommt unter den Inuit das Gerücht auf, ein Amarok, ein Mischwesen aus Walross und Wolf, sei für den Tod verantwortlich. Jens glaubt kein Wort davon. Bei seinen Ermittlungen hilft ihm die junge Inuit Pally. Als ein weiterer Mord geschieht und dunkle Nacht über der Eiswüste heraufzieht, beginnen Jens und Pally zu ahnen, dass der blutrünstige Amarok...
Jens Lerby ist Profiler in Kopenhagen und hasst die Kälte. Ausgerechnet er wird nach Grönland geschickt, in eine Gemeinde der Inuit, um bei einem grausamen Fall zu helfen: Ein Mann wurde offenbar von etwas wie Walrosszähnen durchbohrt. Schnell kommt unter den Inuit das Gerücht auf, ein Amarok, ein Mischwesen aus Walross und Wolf, sei für den Tod verantwortlich. Jens glaubt kein Wort davon. Bei seinen Ermittlungen hilft ihm die junge Inuit Pally. Als ein weiterer Mord geschieht und dunkle Nacht über der Eiswüste heraufzieht, beginnen Jens und Pally zu ahnen, dass der blutrünstige Amarok in Wahrheit ein Mensch aus Fleisch und Blut ist - und den Inuit eine noch viel größere Gefahr droht ...
Fynn Haskin wurde im rauen Winter 1969 geboren - vielleicht ist das der Grund, warum er schon früh eine Vorliebe für Schnee und Eis entwickelt hat. Seinen Urlaub verbringt der Reisejournalist und Weltenbummler bis zum heutigen Tag auf Bergeshöhen oder in den kühlen Regionen dieser Erde. Kaum eine Gegend hat ihn so begeistert wie Grönland. Besonders die spektakuläre Landschaft und die Kultur der Inuit haben ihn nachhaltig beeindruckt und zu Der Mondmann inspiriert.
Produktdetails
- Verlag: Bastei Lübbe
- 1. Aufl. 2022
- Seitenzahl: 400
- Erscheinungstermin: 25. November 2022
- Deutsch
- Abmessung: 212mm x 132mm x 33mm
- Gewicht: 468g
- ISBN-13: 9783404188659
- ISBN-10: 3404188659
- Artikelnr.: 70590682
Herstellerkennzeichnung
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"Der Roman bietet interessante und ungewohnte Einblicke in eine Lebenswelt, die wir uns kaum vorstellen können." Ute Krebs, Freie Presse, 04.02.2023 "Ein faszinierender, ungewöhnlicher Thriller, der in eine atemberaubende Landschaft entführt." Cornelia Hoppe, News - Das Magazin, 02.2023 "Eine hochspannende Geschichte, die viele interessante Informationen über die Lebensumstände und die Kultur der Inuit enthält." Kölner Stadtanzeiger, 25.11.2023
Broschiertes Buch
Rückbesinnung
Der Profiler Jens Lerby übt seinen Beruf in Kopenhagen aus. Allerdings ist er berufsmüde, ausgelaugt, hat ein nicht befriedigendes Privatleben und so kam es zu einer derben Beleidigung des Polizeipräsidenten. Da dies nicht der erste Vorfall dieser Art war, wird er …
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Rückbesinnung
Der Profiler Jens Lerby übt seinen Beruf in Kopenhagen aus. Allerdings ist er berufsmüde, ausgelaugt, hat ein nicht befriedigendes Privatleben und so kam es zu einer derben Beleidigung des Polizeipräsidenten. Da dies nicht der erste Vorfall dieser Art war, wird er strafversetzt, um einen ungelösten Fall in einem kleinen grönländischen Dorf zu klären. Er soll sich rückbesinnen und einer Suspendierung entgehen. Lerby macht sich voller Vorurteile auf den Weg in die eisige Kälte...
Dort wurden drei Männer grausam ermordet, wobei es den Anschein hat, dass sie von Walrosszähnen durchbohrt wurden. Dies wiederum gibt alten grönländischen Mythen neue Nahrung und das Dorf lebt in Angst und Schrecken. Lerby muss sich mit der alten grönländischen Kultur, ihren Schamanen und ihren Dämonen auseinandersetzen. Dies wiederum gibt dem Leser tiefe Einblicke und Hintergrundinformationen über die dortigen Traditionen, die Gebräuche und die dadurch bedingte heutige Lebensweise. Dies fand ich äußerst interessant, da man in eine andere Gedankenwelt abtaucht, in der andere Werte eine große Rolle spielen.
So kommt es auch bei Lerby durch die engen Kontakte zu den Einheimischen zu einer Rückbesinnung, und der anfangs sehr arrogant auftretende Profiler wird immer sympathischer, da er anfängt, Emotionen zu entwickeln und Empathie zu fühlen. Dies ist eine weitere Stärke dieses Krimis.
Das Krimigeschehen selbst ist nicht sehr spektakulär, teilweise geht es recht gemächlich zu, Spannung ist trotzdem vorhanden und man fühlt sich als Leser gut unterhalten. Das Ende ist auf jeden Fall schlüssig, es bleiben keine offenen Fragen zum Fall.
Die Beschreibungen des Autors sind sehr präzise und atmosphärisch, man spürt förmlich die Überheblichkeit des Profilers zu Anfang und man bibbert mit ihm in der eisigen Kälte. Dazu kommt ein gut lesbarer Schreibstil, der einen abtauchen lässt in eine andere Welt. Es bleibt zu hoffen, dass es weitere Bände mit diesem Ermittler gibt. Empfehlenswert!
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Kalte Spannung im ewigen Eis
Jens Lerby der Polizist aus Dänemark wird in ein einsames Dorf in Grönland geschickt um einen Mord aufzuklären. Die dortlebenden Inuit begegnen ihm mit Skepsis, denn für sie steht der Mörder schon fest. Es ist der Amarok ein mystisches …
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Kalte Spannung im ewigen Eis
Jens Lerby der Polizist aus Dänemark wird in ein einsames Dorf in Grönland geschickt um einen Mord aufzuklären. Die dortlebenden Inuit begegnen ihm mit Skepsis, denn für sie steht der Mörder schon fest. Es ist der Amarok ein mystisches Halbwesen aus Wolf und Walross. Lerby taucht ein in die Welt des Eises, der Sagen und Bräuche und begibt sich auf eine gefahrvolle Reise, wo das Böse nicht nur als Legende sondern auch in Fleisch und Blut nach weiteren Opfern sucht.
Eine atmosphärisch dichte und gelungene Geschichte, die den Leser in die Sagenwelt der Inuit und des ewigen Eises führt. Spannend erzählt und mit seinen sympatischen und sehr eigenen Protagonisten perfekt in Szene gesetzt. Absolut lesenswert.
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Broschiertes Buch
Ein griesgrämiger Ermittler landet in der grönländischen Provinz, um bei der Aufklärung eines grausamen Mordfalles zu helfen. Die einheimischen Inuit sind überzeugt, dass der Tupilaq aus den alten Legenden zurückgekehrt ist. Und selbst dem skeptischen Jens Lerby kommen …
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Ein griesgrämiger Ermittler landet in der grönländischen Provinz, um bei der Aufklärung eines grausamen Mordfalles zu helfen. Die einheimischen Inuit sind überzeugt, dass der Tupilaq aus den alten Legenden zurückgekehrt ist. Und selbst dem skeptischen Jens Lerby kommen irgendwann Zweifel...die doch sehr unterschiedlichen Charaktere - Moderne trifft Tradition, um es salopp zu formulieren - waren gut herausgearbeitet und ergänzten sich perfekt, boten sogar die ein oder andere witzige Situation.
Insgesamt ein solider Thriller - der Anfang war mir zwar etwas zu gemächlich, der Mittelteil dafür sehr spannend und überzeugend, die Auflösung nicht ganz nach meinem Geschmack aber schlüssig. So bin ich am Ende mit einem spannenden, mysteriösen Krimi zufrieden, der für mich vor allem einen interessanten Einblick in die Kultur der Inuit vermittelt hat, über die ich jetzt gerne noch mehr erfahren möchte. Und einer Fortsetzung der Reihe - die mit dem Titel eventuell schon angedeutet wird - wäre ich nicht abgeneigt.
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Alte Tradition vereint mit neuer Welt, sehr spannend
Fynn Haskin ist hier gelungen, was sehr oft in einer lauen Geschichte enden könnte. Die Verbindung Jahrtausende währender Tradition, alter Lebensweisen mit neuer, moderner Welt. Die Problematik der Inuit werden in „Der Mondmann: …
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Alte Tradition vereint mit neuer Welt, sehr spannend
Fynn Haskin ist hier gelungen, was sehr oft in einer lauen Geschichte enden könnte. Die Verbindung Jahrtausende währender Tradition, alter Lebensweisen mit neuer, moderner Welt. Die Problematik der Inuit werden in „Der Mondmann: Blutiges Eis“ verdeutlicht, angesprochen und gut erklärt. Das verläuft weder belehrend noch wertend, sondern wird fliesend in den laufenden Fall eingebaut.
Der Spannungsbogen ist gut angesetzt. Sein Hoch war für mich gegen Ende des Buches, wobei der Epilog die Geschichte schön rund ausfließen lässt. Die Auflösung der Morde ließ keine Fragen mehr offen, auch kann sich der Leser vorstellen, wie es für Kommissar Lerby weitergehen könnte.
Sehr durchdacht fand ich den Titel. Er wird in der Geschichte aufgegriffen. Oder eher umgekehrt, er bildet sich aus Erzählungen der Inuit und schafft auch dadurch eine gewisse Verbindung. Gefällt mir.
Die Figuren handeln ihrer jeweiligen Herkunft und Vergangenheit gemäß nachvollziehbar. Sie wirken authentisch und sympathisch,auch mit ihren Problemen in Beruf und Privatleben. Letzteres wird stückweise eingebaut, drängt sich aber bei keiner Figur in den Vordergrund. Der rote Faden ist und bleibt der Fall.
Ein Buch, das jeder Krimifan gerne zur Hand nehmen wird. Vor allem, wenn er auch an uns eher unbekannten Kulturen interessiert ist.
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Broschiertes Buch
Eisige Spannung in ungewohntem Setting
Ein Thriller, der in Grönland spielt – das liest man nicht alle Tage! Die harsche Umgebung des ewigen Eises spielt eine tragende Rolle in Fynn Haskins Thriller „Der Mondmann – Blutiges Eis“ und bietet dadurch neben Spannung auch …
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Eisige Spannung in ungewohntem Setting
Ein Thriller, der in Grönland spielt – das liest man nicht alle Tage! Die harsche Umgebung des ewigen Eises spielt eine tragende Rolle in Fynn Haskins Thriller „Der Mondmann – Blutiges Eis“ und bietet dadurch neben Spannung auch interessante und ungewohnte Einblicke in eine ganz andere Lebenswelt. Kleinere Schwächen kann man diesem spannenden Setting durchaus verzeihen.
Jens Lerby ist ein meist schlecht gelaunter alternder Polizist, der mit seinem Leben weder auf beruflicher noch auf professioneller Ebene so recht zufrieden ist. Dabei weiß er als Ermittler genau, was er tut. Als er vom heimischen Dänemark nach Grönland beordert wird, um einen blutigen Dreifachmord aufzuklären, ist er alles andere als begeistert. Vor Ort stellt er schnell fest, dass unter den Inuit einiges an Aberglauben kursiert und er mit seinen konventionellen Methoden und dem Kopf durch die Wand nicht weiterkommt. Er muss sich anpassen an eine Lebenswelt, in der Tradition auf Moderne prallt: Autoritäten wie der örtliche Schamane werden geschätzt, zugleich sind die Nachwirkungen des Kolonialismus in Form sozialer Probleme und Alkoholismus noch deutlich zu spüren. Lerby beginnt so etwas wie Verantwortung für sein eigenes Land zu übernehmen, als ihn die junge Pally, die ihm bei den Ermittlungen hilft, mit diesen Themen konfrontiert.
Die Aufklärung des Verbrechens erweist sich derweil als geradezu aussichtslos: Die Leichen türmen sich nur so, und die ungnädige Eiswüste rings um die Siedlung verwischt viele Spuren und macht Ausflüge zu Tatorten und das Folgen vielversprechender Hinweise zu einer Todesfalle. Lerby und Pally werden immer wieder mit der Möglichkeit konfrontiert, dass etwas Übernatürliches, ein Dämon der lokalen Legenden, seine Finger im Spiel haben könnte. Dadurch wird eine bedrohliche und teils klaustrophobische Atmosphäre erzeugt, die eine echte Stärke des Romans ist. Zugleich ist das Ermittlungsgeschehen kein echter Spannungsträger, denn es tritt hinter den ausführlichen Schilderungen der Umgebung, Gesprächen mit Einheimischen und manch gefahrvoller Situation im Schnee zurück: Es gibt kaum Verdächtige und wenig Hinweise, sodass die Auflösung zum Schluss eher mit den Schultern zucken lässt – Mitermitteln während dem Lesen ist kaum möglich.
Für Ermittlungswütige nicht ganz das richtige Buch, dafür aber ein unheimlich atmosphärischer Roman, der ordentlich Spannung mitbringt und Einblicke in eine ganz andere Welt bietet. Lesenswert, nicht nur für Winterbegeisterte.
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Broschiertes Buch
Gleich vorneweg: Cover und Klappentext lassen einen eher blutrünstigen Roman erwarten; wer also die Schilderung von Grausamkeiten etc. erwartet, wird hier enttäuscht werden.
Die Ermittlerfigur ist kein Sympathieträger, und er tritt zu Beginn den Inuit auf Grönland in der …
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Gleich vorneweg: Cover und Klappentext lassen einen eher blutrünstigen Roman erwarten; wer also die Schilderung von Grausamkeiten etc. erwartet, wird hier enttäuscht werden.
Die Ermittlerfigur ist kein Sympathieträger, und er tritt zu Beginn den Inuit auf Grönland in der herablassenden, unduldsamen und besserwisserischen Art gegenüber, die an die Einstellung der europäischen Kolonialmächte im 19. Jahrhundert erinnert. Der Autor beschreibt sehr schön, wie sich das Verhalten des Ermittlers Schritt für Schritt ändert. Er erkennt, wie sehr die harten Bedingungen der Natur das Leben und Denken der Inuit bestimmen, und er lernt nicht nur Respekt vor ihren Mythen zu haben, sondern auch ihre Verbindungen zu einer geistigen Welt zu schätzen. Seine beginnende Freundschaft mit dem Schamanen ist das äußere Zeichen dieses respektvollen Umgangs miteinander.
Der Erzähler romantisiert jedoch nicht, sondern er thematisiert auch die Auswirkungen der dänischen Gesetzgebung auf die Inuit. Ihnen wurde mit dem Verbot des Robbenfangs die wichtigste Nahrungsquelle und damit ihre traditionelle Lebensweise genommen. Die Folgen sind übel: Alkoholismus, Gewaltbereitschaft und eine außergewöhnlich hohe Suizidrate.
Als Leser merkt man deutlich, dass der Autor mit Herzblut das Leben der Inuit vorstellt. Er wird jedoch niemals belehrend, sondern seine Informationen begleiten die Handlung wie selbstverständlich. Seine Liebe zu Grönland ist unübersehbar, und er beschreibt äußerst anschaulich z. B. eine Fahrt mit dem Kajak (jetzt weiß ich, dass das Wort ein Inuit-Wort ist) durch das Packeis oder die verschiedenen Färbungen des Wassers auf dem Weg zur Eis-Abbruchkante.
Der Schluss dagegen ist enttäuschend. Ein Ende wie in einem amerikanischen Bandenkriegsfilm, noch dazu mit erklärenden Dialogen, und abschließend eine große Jubelfeier - dieser plakative Showdown lässt die innere Logik vermissen und passt nicht zu dem ansonsten eher ruhigen Erzählen.
Trotzdem: mir hat das Eintauchen in die heutige Kultur der Inuit so gut gefallen, dass ich dem Autor diesen Schluss nicht nachtrage.
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eBook, ePUB
Ausgerechnet nach Grönland wird der dänische Profiler Jens Lerby in Fynn Haskins Thriller „Der Mondmann – Blutiges Eis“ strafversetzt. Er, der Eis und Schnee hasst, landet in der eisigen und schneebedeckten Einöde der (fiktiven) Gemeinde Illokarfiq. Das Setting …
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Ausgerechnet nach Grönland wird der dänische Profiler Jens Lerby in Fynn Haskins Thriller „Der Mondmann – Blutiges Eis“ strafversetzt. Er, der Eis und Schnee hasst, landet in der eisigen und schneebedeckten Einöde der (fiktiven) Gemeinde Illokarfiq. Das Setting allein hat ja schon enormes Potenzial. Und die drei Morde, in denen er ermitteln soll, bringen nicht nur Spannung mit sich, sondern auch eine Menge Informationen über Leben und vor allem Traditionen und Glauben der Inuit. Und diese Kombination ist es, die das Buch für mich zwar nicht einzigartig, aber dennoch sehr besonders macht.
Aber von vorn.
Drei Tote werden in einem verlassenen Wohncontainer gefunden, getötet durch Perforation mit „einem konisch geformten Gegenstand von etwa vierzig Zentimetern Länge und wenigstens fünf Zentimetern Durchmesser.“ Unter den Einheimischen verbreitet sich schnell das Gerücht, ein Amarok sei der Täter. Fallanalytiker Lerby weigert sich allerdings, dieses mythische Mischwesen aus Walross und Wolf als Täter zu sehen und beginnt seine Ermittlungen in der Gemeinde an der Südostküste der Insel. Er lehnt Grönland und die Einheimischen mindestens genauso sehr ab, wie diese ihn und hat es daher schwer, Unterstützung bei seiner Arbeit zu finden. Die junge Ethnologin Pally, die Enkelin des örtlichen Schamanen, ist eine der wenigen, die ihm freundlich gegenüberstehen und hilft ihm, die Sitten und Gebräuche besser zu verstehen. Und nach und nach wird allen klar, dass sich hinter dem mystischen Wesen kein Dämon verbirgt, sondern ein Killer aus Fleisch und Blut. Aber da ist es auch schon fast zu spät.
„Der Mondmann“ ist nicht mein erster Grönland-Thriller (wer Thriller dieser Art mag, dem seien an dieser Stelle auch die Bücher von Mads Peder Nordbo ans Herz gelegt), aber er kann auf jeden Fall mit den anderen problemlos mithalten. Klar, der Autor hat das Rad nicht neu erfunden. Die Geschichte wurde so oder so ähnlich schon oft erzählt, aber das macht nichts, denn Fynn Haskin versteht sein Handwerk hervorragend und schaffte es schnell, mich zu fesseln. Die Spannung braucht zwar eine Weile, bis sie sich aufbaut, aber erstmal in Fahrt gekommen, ist der Spannungsbogen sehr hoch. Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen, weshalb ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Die Charaktere, die Fynn Haskin seiner Leserschaft serviert, sind gut ausgearbeitet. Auf der einen Seite ist der unangepasste, unbequeme und raue Ermittler, mit 50 Jahren mitten in der Midlife-Crisis mit Eheproblemen und einer tiefsitzenden Abneigung gegen Eis und Kälte (er mag nicht mal Eis im alkoholischen Getränk). Auf der anderen Seite sind die frisch verlassene junge Ethnologin Pally und, vor allem, der herrische und traditionelle Schamane. Ich hatte von allen direkt ein Bild vor Augen. Aber wirklich gepackt hat mich die Beschreibung des Settings. Die Landschaft ist so dicht und atmosphärisch geschildert, dass man die Kälte fast körperlich fühlen kann. Und auch der Klimawandel und die Einheimischen und die Probleme, die ihnen die Kolonialisierung durch Dänemark gebracht hat, kommen nicht zu kurz. Angesprochen werden sowohl die hohen Selbstmordraten und die vielen Menschen mit Alkoholproblemen, viele kämpfen also mit ganz anderen, sehr viel realeren Dämonen, als einem Tupilaq oder Amarok. Aber die grönländische Mythologie, der Glaube der Ureinwohner und der Versuch, wieder eine eigene Identität zu finden, sind sehr spannende Themen, die Fynn Haskins Buch für einen Thriller sehr gut und sensibel beschreibt.
Alles in allem war „Der Mondmann – Blutiges Eis“ ein hochspannender Thriller, der so viele Nebenthemen anpackt, dass die Ermittlungen fast zur Nebensache wurden und der Schluss für mich vorhersehbar und fast Beiwerk war. Aber ich habe das Buch praktisch verschlungen und hoffe vom Autor auf weitere Bücher dieser Art. Von mir eine klare Lese-Empfehlung und fünf Sterne.
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Broschiertes Buch
Mord im Eis
"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist im wahrsten Wortsinn eiskalter Thriller, der in der eisigen Landschaft von Grönland spielt.
Dort gibt es Opfer, deren Tod auf sehr gewaltsame und ungewöhnliche Weise geschehen ist, sehr schnell verbreiten sich auch …
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Mord im Eis
"Der Mondmann - Blutiges Eis" von Fynn Haskin ist im wahrsten Wortsinn eiskalter Thriller, der in der eisigen Landschaft von Grönland spielt.
Dort gibt es Opfer, deren Tod auf sehr gewaltsame und ungewöhnliche Weise geschehen ist, sehr schnell verbreiten sich auch Gerüchte und Mythen um den Tupilaq, ein hevorgerufenes Mischwesen, dass Rache nimmt.
Jens Lerby, frisch aus Kopenhagen nach Grönland zwangsversetzt, bringt seine eigenen Dämonen mit. Er hat private Probleme und kommt auch mit den ortsansässigen Inuit nicht sonderlich zurecht. Hinter seiner rauen Art ist er ein guter Ermittler, aber auch das stellt sich erst nach und nach heraus.
Mir hat der Schreibstil gefallen, einfach, ruhig, ohne allzu reißerische Darstellungen. Wirklich klasse fand ich hier die eingestreuten Beschreibungen von der Landschaft und den Menschen dort vor Ort. Es war so bildhaft, dass mir beim Lesen schon ab und an kalt wurde.
Die Spannung stieg schnell an und blieb auch meistens erhalten, bei der Suche nach dem Täter tappte man auch sehr lange im Dunkeln, das war sehr gut konstruiert.
Gut waren auch einige der Nebenfiguren angelegt, die hier eine größere Rolle einnahmen, man lernte sie im Laufe der Lektüre besser kennen und konnte auch so einige Entwicklungen mitverfolgen. Sie wirkten teils sehr echt und lebensnah.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, wurde sehr gut und spannend unterhalten und kann es gerne weiter empfehlen, für alle, die mal eine eiskalte Lektüre suchen.
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Broschiertes Buch
Spannend und ganz besonders;
Die Geschichte um den eigenwilligen, dänischen Polizei-Profiler Jens Lerby, der nach Grönland entsendet wird, um eine unheimliche Mordserie aufzuklären, ist ausgesprochen spannend. Der Schreibstil ist angenehm, das Buch ist wirklich gut geschrieben. …
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Spannend und ganz besonders;
Die Geschichte um den eigenwilligen, dänischen Polizei-Profiler Jens Lerby, der nach Grönland entsendet wird, um eine unheimliche Mordserie aufzuklären, ist ausgesprochen spannend. Der Schreibstil ist angenehm, das Buch ist wirklich gut geschrieben. Besonders gut hat mir gefallen, wie in diesem Fall, der nur in Grönland spielen kann, moderne Untersuchungsmethoden, grönländische Mythen und sehr spezielle, aber sympathische Hauptfiguren zu einem homogenen Ganzen zusammengefügt werden. Die lokalen Besonderheiten, die z. B. zu einem eingefrorenen und daher konservierten Tatort führen, sind mal etwas ganz anderes und neu und es wird gut dargestellt, wie sich Jens auf die speziellen Gegebenheiten einstellt. Nebenher werden ein paar historische Details zu Grönland eingestreut, für mich wirklich ein sehr gelungenes Ganzes!
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Broschiertes Buch
Dieser Thriller bringt den Leser wirklich in eisige Gefilde. Und das nicht nur durch die geografische Lage - nämlich ein einsam gelegener Ort in Grönland, sondern auch die Bewohner des Ortes zeigen dem Ermittler Jens Lerby die kalte Schulter. Fremde sind hier nicht gerne gesehen, denn zu …
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Dieser Thriller bringt den Leser wirklich in eisige Gefilde. Und das nicht nur durch die geografische Lage - nämlich ein einsam gelegener Ort in Grönland, sondern auch die Bewohner des Ortes zeigen dem Ermittler Jens Lerby die kalte Schulter. Fremde sind hier nicht gerne gesehen, denn zu oft haben die Eingebohrenen unter den Entscheidungen der in weiter Ferne sitzenden Regierung gelitten. Und Lerby ist nunmal ein Staatsvertreter ohne Ortskenntnisse oder Verständnis gegenüber der Lebensweise der Menschen in dieser eisigen Landschaft. Mir hat dieser Thriller gut gefallen. Die vorkommenden Personen sind sehr interessant und man merkt die gegenseitigen Vorurteile der Ureinwohner und der Bewohner des Dänischen Festlandes. Und Jens Lerby steckt gerade in einer Lebenskrise und wird dann zu diesem kalten Ort geschickt. Er kommt ziemlich griesgrämig rüber und hat auch kein Verständis für die Besonderheiten in Grönland. Er kommt mir erst sehr unbelehrbar vor, aber sein Verhalten ändert sich doch im Laufe der Handlungen. Dagegen stehen die Bewohner des Ortes. Auch hier ist nicht alles immer in Ordnung, denn die Menschen haben gegen die Natur und für ihre alten Lebensweisen zu kämpfen. Diese Darstellung hat mir gut gefallen. Sie hat die Zerrissenheit der Menschen gut dargestellt. Die Balance zwischen den heutigen Gesetzen, auch zum Erhalt der Natur, und ihrer alten Art und Weise zu leben. Sie müssen einen Kompromiss finden. Die Personen waren mir eigentlich sehr sympathisch. Gerade Pally hat mir gut gefallen, aber auch ihr Großvater hat mich beeindruckt. Er versucht die alten Traditionen aufrecht zu halten, aber er weiß schon um die Notwendigkeit der Anpassung ans heutige Leben. Aber gerade seiner Enkelin gegenüber ist er da nicht ganz gerecht. Sie versucht eben in beiden Welten zu leben und alles zu verstehen. Die Morde auf der Insel sind wirklich bestialisch. Und die gefährliche Umgebung fördert die Spannung noch zusätzlich. Die Vermischung zwischen Wahrheit und Fiktion fand ich sehr gut. Hier werden uralte Ängste heraufbeschworen. Mir hat die detailreiche Schildung der Umgebung gut gefallen. Man zitterte ja fast vor Kälte beim Lesen. Der Text an sich lässt sich gut und flüssig lesen. Die Spannung nimmt im Laufe der Handlung zu. Aber es kommt auch die persönliche Lebenssituation der Protagonisten gut rüber. Sie stecken in ihren eigenen Lebenskrisen und müssen eigentlich Entscheidungen für ihr weiteres Leben treffen. Und diese Einbindung in die Ermittlungen dieser schlimmen Morde ist hier gut gelungen. Die Protagonisten kommen sehr authentisch rüber und das macht das Geschehen auch sehr lebendig. Es ist ein interessanter Thriller und ich kann ihn mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
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