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Liebe in Zeiten der LügeSériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt. Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sér...
Liebe in Zeiten der Lüge
Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt. Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine "ketzerische" Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will ...
Sériol, 1308. Als die junge Alissende abgezehrt und verwahrlost das idyllische Pyrenäendorf erreicht, wird sie freundlich aufgenommen und erhält eine Anstellung als Magd. Dass ihre neuen Herren Katharer sind, wie viele andere Bewohner des Dorfes, bemerkt sie erst im Lauf der Zeit. Doch Glaubensfragen sind Alissende ohnehin gleichgültig, ein voller Bauch ist ihr wichtiger. Ihr Glück scheint vollkommen, als sie den Schäfer Simon kennenlernt und sich in ihn verliebt. Von seinem Sitz in Pamiers aus blickt Bischof Durand voll christlicher Sorge und Missfallen auf Sériol. Spione haben ihm zugetragen, dass dort eine "ketzerische" Ordination stattgefunden habe. Fest entschlossen, das Dorf von denen, die vom wahren Glauben abgefallen sind, zu säubern, lässt er alle Verdächtigen festnehmen. Zurück bleiben die Kinder und Alissende, die sich nun nicht mehr heraushalten kann und will ...
Winterberg, Liv
Liv Winterberg wurde 1971 geboren und studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie arbeitet als freie Autorin und Rechercheurin für Film und Fernsehen und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Ihr erster Roman 'Vom anderen Ende der Welt' wurde gleich ein Bestseller. Mit ihren insgesamt vier Romanen hat sich Liv Winterberg als starke Stimme im historischen Genre etabliert.
Liv Winterberg wurde 1971 geboren und studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Sie arbeitet als freie Autorin und Rechercheurin für Film und Fernsehen und lebt mit ihrer Familie in Berlin. Ihr erster Roman 'Vom anderen Ende der Welt' wurde gleich ein Bestseller. Mit ihren insgesamt vier Romanen hat sich Liv Winterberg als starke Stimme im historischen Genre etabliert.
Produktdetails
- dtv Taschenbücher 26018
- Verlag: DTV
- Seitenzahl: 400
- Erscheinungstermin: 23. Juli 2014
- Deutsch
- Abmessung: 210mm x 135mm x 36mm
- Gewicht: 552g
- ISBN-13: 9783423260183
- ISBN-10: 3423260181
- Artikelnr.: 40015216
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Unter Katharern
Anfang des 14. Jahrhunderts gelangt die junge Alissende, vertrieben aus der Heimat und seit langer Zeit auf der Flucht, in das kleine ( fiktive ) Pyrenäendorf Sériol. Sie und ihre beiden Begleiter werden dort freundlich aufgenommen. Das Leben hier ist zwar eher …
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Unter Katharern
Anfang des 14. Jahrhunderts gelangt die junge Alissende, vertrieben aus der Heimat und seit langer Zeit auf der Flucht, in das kleine ( fiktive ) Pyrenäendorf Sériol. Sie und ihre beiden Begleiter werden dort freundlich aufgenommen. Das Leben hier ist zwar eher bescheiden, aber die Dofgemeinschaft inklusive Pfarrer scheint sehr harmonisch und durchaus zufrieden zusammen zu leben. Alissende fühlt sich hier von Anfang an wohl, verliebt sich sogar in einen der Hirten. Als Säugling von der leiblichen Mutter ausgesetzt und schon frühzeitig den Tod ihrer Ziehmutter betrauert, bedeutet dieser neue Lebensabschnitt ein großes, unerwartetes Glück für die junge Frau. Offenbar hat sie hier endlich eine neue Heimat gefunden.
Doch nach und nach muss Alissende erkennen, dass es auch hier Probleme gibt. Sie ist in eine Gemeinschaft von Katharern geraten, die von der katholischen Kirche immer noch verfolgt werden. Und irgendjemand scheint die Einwohner verraten zu haben. Aber wer? Wem kann sie trauen? Abermals stellt sich ihr die Frage, ob es nicht besser wäre, erneut zu fliehen? Oder soll sie um ihr Glück kämpfen?
Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen, der Schreibstil ist angenehm, zuweilen recht bildhaft und man kann dem Geschehen gut folgen. Das gewählte Thema und der historische Hintergrund sind recht interessant.
Allerdings habe ich von der gesamten Ausführung mehr erwartet. Das Buch hat einen sehr spannenden, etwas mystisch angehauchten, vielversprechenden Einstieg. Danach flacht die Spannung aber leider über längere Strecken hinweg stark ab und von Mystik gibt es keine Spur mehr. Ich hatte den Eindruck, dass die Geschichte nur noch so vor sich hinplätschert. Erst zum Ende hin gewinnt sie wieder etwas mehr an Fahrt. Obwohl mir auch hier schon früh klar war, wer zu den Verätern gehört.
Die einzelnen Charaktere sind zwar ganz interessant angelegt, sind mir insgesamt aber eher zu oberflächlich geblieben. So richtig mitfühlen konnte ich mit keiner der handelnden Personen. Alissendes Wunsch nach Geborgenheit und einer Heimat konnte ich zwar nachvollziehen und verstehen, aber stärkere Emotionen konnte ihr Schicksal bei mir nicht auslösen. Hier wäre sicher noch mehr Potential vorhanden gewesen, um dem Ganzen mehr Tiefe zu geben.
Auch über die Lebensweise der Katharer hätte ich mir noch detailliertere Informationen gewünscht.
Mein Fazit zu diesem Buch ist also: es bietet durchaus ein paar angenehme, unterhaltsame Lesestunden zum Entspannen, geht aber für mich nicht genug in die Tiefe. Insbesondere in Hinblick auf die beiden ersten Romane der Autorin ( " Vom anderen Ender der Welt " und " Sehet die Sünder ), die mir beide sehr gut gefallen haben, wurden diesmal meine Erwartungen nicht voll erfüllt.
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Die Katholikin Alissende flüchtet mit den Söhnen ihrer jüdischen Arbeitgeber aus Paris. In dem Pyrenäendorf Sériol finden die drei, nach einem äußerst anstrengendem Marsch, eine neue Heimat. Die Dorfbewohner nehmen sie unvoreingenommen in ihrer Mitte auf und …
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Die Katholikin Alissende flüchtet mit den Söhnen ihrer jüdischen Arbeitgeber aus Paris. In dem Pyrenäendorf Sériol finden die drei, nach einem äußerst anstrengendem Marsch, eine neue Heimat. Die Dorfbewohner nehmen sie unvoreingenommen in ihrer Mitte auf und versorgen sie mit dem Nötigsten. Alissende findet eine Anstellung als Magd und fühlt sich in der neuen Umgebung schnell heimisch. Doch bald stellt sich heraus, dass fast alle Bewohner des Dorfs der Religionsgemeinschaft der Katharer angehören. Alissende ist der Glaube der Menschen nicht wichtig, denn sie beurteilt ihre neue Heimat nach anderen Gesichtspunkten. Dem zuständigen Bischof ist der ketzerische Glaube der Dorfbewohner allerdings ein Dorn im Auge. Er beschließt deshalb, mit aller Härte gegen den Irrglauben anzugehen. Und schon bald beherrschen Angst und Misstrauen das Dorfleben....
Der Einstieg in den historischen Roman gelingt mühelos, da Liv Winterberg die Protagonisten und Handlungsorte so lebendig beschreibt, dass man sie beim Lesen regelrecht vor Augen hat. Dadurch kann man ganz in die Handlung eintauchen und das Geschehen auf sich wirken lassen.
Das Dorfleben wirkt intakt und die Bewohner scheinen gut miteinander auszukommen. Die Atmosphäre ist zunächst sehr locker, sodass man sich nicht wundert, dass die Hauptprotagonistin Alissende sich dort schnell heimisch fühlt. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Im Zentrum der Handlung steht Alissende und das Leben im Dorf. Man erhält allerdings auch Einblicke in die Vorgänge am Bischofssitz. Als der Bischof die ersten Bewohner zur Befragung einbestellt, merkt man schnell, wie die Atmosphäre im Ort umschlägt. Freunde und Nachbarn misstrauen sich plötzlich und sind nur noch auf den eigenen Vorteil bedacht. Da man sich mittlerweile beim Lesen selbst schon ein wenig im Dorf eingelebt hat, kann man den Umschwung sehr gut nachvollziehen.
Liv Winterbergs Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Dadurch fliegt man förmlich über die Seiten und stellt sich beim Lesen stets die Frage, wie das wohl alles enden mag. Die Hauptprotagonistin Allisende wirkt sehr sympathisch, sodass man ihr Schicksal interessiert verfolgt. Allisende findet in dem Ort nicht nur eine neue Heimat, sondern auch einen Mann, den sie von Herzen liebt. Dieser Handlungsstrang nimmt allerdings nicht zuviel Raum ein. Eine allzu romantische Liebesgeschichte braucht man hier nicht zu befürchten.
Ich habe mich beim Lesen dieses historischen Romans gut unterhalten und konnte ganz in die Welt des kleinen Dorfes eintauchen. Im Mittelteil hatte ich leider hin und wieder das Gefühl, dass die Handlung etwas auf der Stelle tritt und dass es nicht recht voran geht. Im letzten Teil steigt die Spannung dann allerdings wieder an. Ein Personenregister, ein Glossar und ein interessantes Nachwort zum historischen Hintergrund der Romanhandlung runden das gelungene Leseerlebnis ab.
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Inhalt
Der Roman setzt im Jahr 1308 in den französischen Pyrenäen ein. Die junge Alissende ist mit zwei Männern, Hugo und Hans, auf der Flucht. Alissende, die christlich getauft wurde hat ihre Ziehmutter früh verloren und fand Aufnahme als Magd in einen wohlhabenden …
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Inhalt
Der Roman setzt im Jahr 1308 in den französischen Pyrenäen ein. Die junge Alissende ist mit zwei Männern, Hugo und Hans, auf der Flucht. Alissende, die christlich getauft wurde hat ihre Ziehmutter früh verloren und fand Aufnahme als Magd in einen wohlhabenden jüdischen Haushalt in Paris. Als die jüdische Bevölkerung enteignet und verjagt wurde, begaben sich Alissende, Hans und Hugo auf den Weg nach Süden in Richtung Mallorca, wo ein Onkel der Familie lebt.
In dem kleinen Dorf Sériol in den Pyrenäen finden die ausgehungerten Reisenden liebevollen Unterschlupf, Nahrung und Arbeit. Alissende fühlt sich sehr schnell heimisch und möchte im Dorf bleiben, während Hans und Hugo weiterziehen. Im Haushalt des wohlhabenden Bauern Benoit findet die junge Frau Anstellung als Magd. Sie führt ein sehr zufriedenes Leben, findet unter den anderen jungen Leuten im Dorf zum ersten Mal Freundinnen und lernt den Hirten Simon kennen, in den sie sich verliebt.
Aber etwas ist besonders an Sériol. Obwohl es im Dorf eine Kirche und eine Pfarrer gibt, gehören einige Bewohner den Katharern an, einer Abspaltung der katholischen Kirche, die verboten ist und deren Angehörige verfolgt werden. Der Bischof im benachbarten Pamiers versucht die Katharer (Ketzer) auszurotten und bedient sich dabei ausgeklügelten Verhörmethoden und Spitzeln.
Einzelne Bewohner werden im Kerker festgehalten, eine Hütte wird angezündet und das Misstrauen unter den Dorfbewohnern wächst.
Meine Meinung
Die Ausgangslage, die sich aus der Kombination der Vertreibung der Juden durch die Christen und durch den innerchristlichen Glaubensstreit in Südfrankreich ergibt, empfand ich sehr vielversprechend. Das Thema der Katharer hat mich interessiert und die ländliche Region der Pyrenäen finde ich reizvoll. Die Landschaft, die Dörfer und die Häuser sind sehr anschaulich dargestellt.
Die Dorfbewohner, sowie die Hauptfiguren sind ausführlich charakterisiert, dass man eine gute Vorstellung von ihnen und ihrem Zusammenleben in der dörflichen Gemeinschaft gewinnt. Alissende erscheint für meinen Geschmack etwas zu lieb und glatt, so dass sie auf mich nicht wirklich glaubhaft wirkt.
Leider flacht der interessante Anfang ziemlich bald ab und die Handlung verliert sich etwas in unbedeutenden Szenen des dörflichen Lebens. Ich finde es immer schön, wenn Kinder in Büchern eine gewisse Rolle spielen. Aber gerade die Dialoge unter den Kindern und zwischen Mägden und Kindern empfand ich nicht immer zur Zeit passend und nicht selten kamen sie mir unnatürlich und aufgesetzt vor, so dass sie mich etwas ermüdeten. Über die Katharer konnte ich dem Buch einzelne isolierte Teilinformationen entnehmen, aber um einen Überblick über diese Glaubensgemeinschaft zu gewinnen, musste ich zusätzlich recherchieren. Auch das informative Nachwort und das an sich hilfreiche Glossar haben mir da nicht gereicht. Das kann ich aber dem Buch nicht anlasten, weil die Autorin die Geschichte konsequent aus der Perspektive der einfachen Landbevölkerung erzählt und diese Menschen waren eben nicht so gut informiert über kirchengeschichtliche Zusammenhänge, wie man das heute ist.
Durch die angenehme sprachliche Ausdrucksweise lässt sich das sehr schön gestaltete Buch sehr flüssig lesen. Wer gerne Liebesromane vor historischer Kulisse liest, wird bestimmt Freude an diesem Roman haben. Ich persönlich hatte etwas andere Erwartungen, was die Historie betrifft. Auch hat es mir an Spannung gefehlt, so dass ich dem Buch 3 Sterne verleihe.
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Die junge Alissende hat in ihrem Leben schon viel mit gemacht, als sie im Pyrenäendorf Seriol Asyl findet. Als Säugling wurde sie von ihrer Mutter verstoßen, da diese meinte, Alissende wäre ein "Wechselbalg", ein Kind des Teufels. Doch Alissende hatte Glück und …
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Die junge Alissende hat in ihrem Leben schon viel mit gemacht, als sie im Pyrenäendorf Seriol Asyl findet. Als Säugling wurde sie von ihrer Mutter verstoßen, da diese meinte, Alissende wäre ein "Wechselbalg", ein Kind des Teufels. Doch Alissende hatte Glück und wurde von Sybilla gefunden. Sybilla selbst wurde Christin, doch sie lebten in einer jüdischen Gemeinschaft. Nach Sybillas Tod wurde Alissende nur noch geduldet. Als dann die katholische Kirche mit der Vertreibung der Juden begann, flüchtete Alissende. Sie war völlig überrascht, wie herzlich sie in der neuen Dorfgemeinschaft aufgenommen wurde, wenn sie auch manches dort seltsam erschien. Die Dorfbewohner gehörten zu den "Guten Menschen", Katharer, eine Glaubensrichtung die eigentlich schon vernichtet zu sein schien. Der Schäfer Simon hat Alissendes Herz erobert, doch warum möchte Simon schnellstens Seriol verlassen? Nachdem er den Pfarrer Pons in das Dorf brachte, überschlugen sich die Ereignisse. Viele Dorfbewohner wurden vom Bischof Durand verhaftet und nach Pamiers gebracht, nur ein paar Kinder, Alissende und Simon blieben zurück und kämpften ums Überleben und um die Inhaftierten.
Ein historischer Roman nach wahren Begebenheiten. Man merkt die genauer Recherche Liv Winterbergs dem Roman an, man lebt und leidet mit der Dorfgemeinschaft mit. Sehr gut und spannend geschrieben.
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Nach ihren erfolgreichen Titeln „Vom anderen Ende der Welt“ (dtv 21451) und „Sehet die Sünder (dtv 24940) liegt nun mit „Der Klang der Lüge“ der dritte Roman von Liv Winterberg vor. Dieses Mal entführt sie den Leser ins frühe 14. Jahrhundert nach …
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Nach ihren erfolgreichen Titeln „Vom anderen Ende der Welt“ (dtv 21451) und „Sehet die Sünder (dtv 24940) liegt nun mit „Der Klang der Lüge“ der dritte Roman von Liv Winterberg vor. Dieses Mal entführt sie den Leser ins frühe 14. Jahrhundert nach Südfrankreich in ein Pyrenäendorf, wo sich die Bevölkerung größtenteils der religiösen Katharerbewegung angeschlossen hat.
Im Mittelpunkt steht das Schicksal der jungen Alissende, die mit ihren beiden Ziehbrüdern vor der Judenverfolgung aus Paris geflohen ist. In dem idyllischen Bergdorf Seriol finden sie ein neues Zuhause. Alissende bekommt eine Anstellung als Magd und verliebt sich in den Schäfer Simon. Glaubensfragen sind der jungen Frau gleichgültig. Dem Bischof Durand von Pamiers jedoch nicht, ihm sind die Katharer von Seriol ein Dorn im Auge. Er will das Dorf wieder dem wahren Glauben zuführen und lässt festentschlossen die Bewohner verhaften. Nur Alissende und ein paar ältere Kinder können entkommen. Sie bleiben in Seriol … doch was wird die Zukunft bringen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive der jungen Alissende erzählt. Dazwischen sind immer wieder kurze Kapitel eingefügt, in denen der Bischof Durand zu Wort kommt. So gelingt es der Autorin, die Charaktere der verschiedenen Protagonisten umfassend darzustellen. Sie ergeben ein fantastisches und doch gut recherchiertes Bild der Zeit vor 700 Jahren. Ein Glossar und ein kurzes Nachwort zum historischen Hintergrund tragen außerdem zum besseren Verständnis bei. Die 400 Seiten sind eine gute Mixtur aus Realität und dichterischer Freiheit.
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Sybilla rettet ein kleines , das von der Mutter im Wald ausgesetzt wurde, vor dem Tod. Die Mutter dachte, dass ihr Kind ein Wechselbalg sei. Aber schon 9 Jahre später verliert Alissende ihre Ziehmutter, denn Sybilla stirbt. Als Bedienstete hat sie kein einfaches Leben. Als ihr letzter …
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Sybilla rettet ein kleines , das von der Mutter im Wald ausgesetzt wurde, vor dem Tod. Die Mutter dachte, dass ihr Kind ein Wechselbalg sei. Aber schon 9 Jahre später verliert Alissende ihre Ziehmutter, denn Sybilla stirbt. Als Bedienstete hat sie kein einfaches Leben. Als ihr letzter Dienstherr, ein Jude, verhaftet wird, flieht sie mit den Söhnen in eine Gegend, wo auch noch Juden toleriert werden. In Sériol, das von Katharern bewohnt wird, wird sie wieder Dienstmagd. Dort lernt sie den Schäfer Simon kennen und lieben.
Doch Bischof Durand verfolgt Ketzer und bald schon sind die Bewohner von Sériol nicht mehr sicher. Nur die Kinder und Allissende können entkommen.
Diese historische Geschichte ist wundervoll erzählt. Lebendig wird die Landschaft beschrieben. Die Charaktere sind gut beschrieben und ihre Handlungen nachvollziehbar dargestellt. Alissende ist eine mutige und sympathische Person, die ihr schweres Leben mit Bravour meistert.
Obwohl die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, ist es doch eine fiktive Liebesgeschichte, die im Mittelpunkt dieses Buches steht. Man bekommt eine guten Überblick über das Leben in der damaligen Zeit.
Der Schreibstil dieses Buches ist flüssig zu lesen und sehr anschaulich. Durch unverhoffte Wendungen kam auch immer wieder Spannung in die Geschichte.
Ein empfehlenswertes Buch!
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