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Benutzername: MaWiOr
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Insgesamt 2446 Bewertungen
Bewertung vom 16.01.2019
Dichterland Brandenburg

Dichterland Brandenburg


ausgezeichnet

Jenseits von Berlin hat sich der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Werner Liersch auf eine Entdeckungsreise zu den Schaffungsorten im „Dichterland Brandenburg“ gemacht. So ist eine märkische Literaturgeschichte entstanden.

Nach einem kurzen Abriss der brandenburgischen Geschichte begibt sich Liersch zunächst auf die Spuren von Theodor Fontane, der mit seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ der Region ihren „Goldenen Fond“ schrieb. Am Ende sollten es fünf Bände werden und auch sein Roman „Der Stechlin“ ist hier beheimatet. Nächste Station ist der „königliche“ Dichter Friedrich II., der „Voltaire des Nordens“, der seine Jugend auf Schloss Rheinsberg verbrachte; doch später führte der Schöngeist drei Kriege gegen seine Rivalin Maria Theresia.

In Rheinsberg weilte einst auch Kurt Tucholsky mit seiner Jugendliebe Else Weil und erlebte einige glückliche Tage, die ihren Niederschlag in seinem „Bilderbuch für Verliebte“ fanden. Neben den dichtenden König schrieb auch sein preußischer Offizier Ewald von Kleist Gedichte, die immerhin zahlreiche Auflagen erlebten. Und Ludwig Tieck, der „König der Romantik“ verkehrte häufig auf dem Musenhof Madlitz, wo sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bedeutende deutsche Denker und Dichter trafen. Mit Adalbert von Chamisso, den beiden Arnims und Friedrich de la Motte Fouqué stellt Liersch noch weitere Romantiker vor, die einen märkischen Lebensbezug hatten.

Daneben begegnen dem Leser Heinrich von Kleist, Heinrich Heine, Theodor Storm, Gerhart Hauptmann, Georg Kaiser, Gottfried Benn, Hans Fallada, Bertolt Brecht oder Erich Mühsam. Die 280 Seiten sind ein lesenswertes Panorama märkischer Literaturgeschichte, in der auch die bewegte Geschichte Brandenburgs nicht zu kurz kommt. Die einfühlsame Einleitung stammt von Wolfgang de Bruyn - natürlich auch ein Brandenburger.

Bewertung vom 12.01.2019
Wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen
Böhnke, Gunter

Wo die schönen Mädchen auf den Bäumen wachsen


ausgezeichnet

Der Sachse ist „zufrieden … ruhig … und glücklich“ - so sang es zumindest Jürgen Hart in seiner berühmten Sachsen-Hymne. Die sächsische Gemütlichkeit ist ebenfalls sprichwörtlich … und der sächsische Dialekt sowieso.

Doch was zeichnet nun Sachsen oder den Sachsen besonders aus? Das Kabarett-Urgestein Gunter Böhnke berichtet über bemerkenswerte Dinge, die wir unbedingt über Sachsen wissen sollten. Dabei geht er gemeinsam mit dem Leser auf eine interessante Suche. Bei einem Kabarettisten versteht es sich, dass dies auf höchst humorvolle und unterhaltsame Weise geschieht.

Zunächst nähert sich der Autor dem Sachsen als unbekanntes Wesen „Der Sachse im Deutschen und der Deutsche im Sachsen“. Später beleuchtet er auch die „uralte“ und gegenseitige Abneigung der Sachsen und Preußen. Und dann ist Böhnke auch schon bei der sächsischen Sprache, deren Musikalität und Dehnbarkeit wohl einmalig ist. Auch mit sächsischen Erfindern macht er bekannt. Wussten Sie z.B., dass hier der Bierdeckel, der Teebeutel, der Büstenhalter oder der Herrnhuter Stern erfunden wurden?

Überhaupt hat Sachsen eine Menge berühmter Persönlichkeiten hervorgebracht, von August dem Starken bis Karl May oder von Johann Sebastian Bach bis Moritz Schreber, dem Erfinder der Schrebergartenbewegung. Was machte und macht Sachsen sonst noch berühmt in der Welt? Natürlich der Dresdner Christstollen, der Trabi - die Rennpappe aus Zwickau -, der Thomaner- und der Kreuzchor, die Frauenkirche, das Leipziger Allerlei und nicht zuletzt die schönen Sächsinnen mit ihren körperlichen Reizen.

Geschichtlich hat Sachsen ebenfalls einiges zu bieten: Böhnke erinnert hier nur an die Völkerschlacht von 1813 oder an die Wendeereignisse im Herbst 1989 auf dem Leipziger Ring. Ach ja, die Messestadt Leipzig und die Landeshauptstadt Dresden - das ist fast eine ähnlich schwierige Liaison wie Sachsen und Preußen. Abschließend weiß der Autor auch über sächsischen Weinbau, Silberbergbau, Fußball oder Höflichkeit viel Aufschlussreiches zu erzählen.

Die Neuerscheinung ist eine komplett überarbeitete und erweiterte Neuausgabe des Buches „50 einfache Dinge, die Sie über Sachsen wissen sollten“, das 2012 ebenfalls im Westend Verlag erschien. Dass es nun zu dieser Neuauflage kam, zeigt, wie unterhaltsam und kurzweilig die 240 Seiten sind. Eine Lektüre, an deren Ende man nicht nur zum Böhnke-Fan sondern auch zum Sachsen-Fan werden kann.

Bewertung vom 30.12.2018
Moby Dick, 10 Audio-CDs
Melville, Herman

Moby Dick, 10 Audio-CDs


ausgezeichnet

Den Roman „Moby-Dick“ von Herman Melville kennt wohl jeder - zumindest in der Verfilmung mit Gregory Peck. Das Hauptwerk des großen Erzählers ist einer der Gipfel der amerikanischen Literatur, ja der Weltliteratur überhaupt. Melville erzählt darin in atemberaubender Großartigkeit die Jagd der Mannschaft des Walfängers „Pequod“ nach dem weißen Wal Moby Dick. Besessen vom Gedanken, den weißen Wal zu töten, der ihm in einem zurückliegenden Kampf ein Bein abriss, verfolgt der von Hass getriebene Kapitän Ahab ihn durch alle Weltmeere, bis zum bitteren Ende. Der Roman ist eine Hommage an die unbedingte Willenskraft, die Grenzen überschreitet, und an die Natur mit ihrem Zauber und ihrer Größe, Weite und Tiefe - aber gleichzeitig eine Warnung vor der menschlichen Hybris.

Der Regisseur Klaus Buhlert hat diese grandiose Weltmetapher zu einem Hörspiel mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 9 Stunden auf zehn Audio-CDs gestaltet, auch Komposition und Regie hat er übernommen. Die Produktion des Bayerischen Rundfunks ist eine opulente Hörspielfassung mit rund vierzig Stimmen, darunter so bekannte wie Rufus Beck (Ismael, 1. Erzähler), Felix von Manteuffel (Melville, 2. Erzähler), Manfred Zapatka (Ahab) oder Ulrich Matthes (Starbuck, 1. Offizier). Ein absoluter Hörgenuss für einige lange Winterabende.

Bewertung vom 30.12.2018
Schöne neue Welt, 6 Audio-CDs
Huxley, Aldous

Schöne neue Welt, 6 Audio-CDs


ausgezeichnet

„Schöne neue Welt“ ist ein Zukunftsroman von Aldous Huxley (1894-1963) aus dem Jahr 1932. Geschildert wird ein futuristischer Staat mit einem totalitären System, in dem alle Menschen glücklich sein sollen. Eine Welt ohne Gewalt. Außerdem sind alle Leiden abgeschafft – keine Armut, kein Alter, keine Krankheit … o du schöne neue Welt.

Der Roman spielt im Jahr 632 nach Ford (2540 n. Chr.). Die neue Zeitrechnung begann im Jahr 1908, dem Jahr, als der erste Ford Model T in Detroit produziert wurde. Schauplätze sind London und Surrey im „Weltstaat“ sowie ein Reservat in Neu-Mexiko. Doch diese heile Welt ist in Kasten eingeteilt: da gibt es die perfekte Alpha-Klasse, die Beta-Klasse sowie die Ureinwohner. Bernard Marx, ein Außenseiter, entzieht sich immer mehr dem Diktat der Herrschenden. Gemeinsam mit Lenina Crown aus der Beta-Klasse unternimmt er eine Expedition in das Eingeborenen-Reservat, in dem die Menschen frei von staatlicher Kontrolle leben – mit Leiden und Krankheit, aber auch beseelt durch Fantasie und Leidenschaft. In der Reservation treffen Lenina und Bernard auf den Ureinwohner John, den sie mit in die „Schöne neue Welt“ mitnehmen, damit er den modernen Weltstaat kennenlernt.

Die ungekürzte Lesung (Laufzeit ca. 8 Std.) basiert auf einer Neuübersetzung des Romans von Uda Strätling. Der Sprecher Matthias Brandt trägt den Text mit einer überzeugenden Intensität vor, dass der Hörer unwillkürlich in den Bann der Geschichte gezogen wird. Brandt versteht es, sowohl Realität als auch Wahnsinn und Wut hörbar zu machen. Vielleicht hätte man sich noch ein Booklet mit einigen Informationen gewünscht.

Bewertung vom 30.12.2018
Auf den Spuren von Theodor Fontane durch die Mark Brandenburg
Jung, Georg

Auf den Spuren von Theodor Fontane durch die Mark Brandenburg


ausgezeichnet

Das Fontane-Jubiläum (200. Geburtstag) im Dezember 2019 wirft schon seine Schatten voraus. Neben seinen Romanen wie „Effi Briest“, „Frau Jenny Treibel“ oder „Irrungen, Wirrungen“ gehörten seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ zu seinen bekanntesten Werken. Sie waren gewissermaßen sein „literarisches Testament“. Fünfundzwanzig Jahre arbeitete er an dem Projekt: vier Bände, in denen sich Landschaftsbeschreibungen, Historien-, Sitten- und Charakterschilderungen zu einem bunten Bild vereinen - mal im unterhaltsamen Plauderton, mal in sachlicher Beschreibung. Schon zu Fontanes Zeiten waren die „Wanderungen“ eine vielbeachtete Lektüre.

Nun hat sich der Fotograf und Autor Georg Jung auf die Spuren von Theodor Fontane durch die ehemalige Mark Brandenburg gemacht und führt den Leser zu den Sehenswürdigkeiten und Landschaften, die Fontane einst bereist hatte. Doch zunächst beschreibt Jung die Entstehungsgeschichte der Fontane-„Wanderungen“. Der zweite Teil ist dann als Reiseführer ausgelegt, dabei sind die neuen „Jung“-Wanderungen wie bei seinem Vorbild in verschiedene Regionen unterteilt: Land zwischen Elbe und Oder, Ruppiner Land, Oderland und Märkische Schweiz, Havel und Spreewald. Neben den anschaulichen Beschreibungen werden auch viele touristische Informationen (Adressen, TelefonNr., Öffnungszeiten oder Webseiten) vermittelt.

Das Buch ist natürlich mit vielen Farbfotos des Autors ausgestattet und im Anhang gibt es eine Kurzbiografie von Theodor Fontane. Der Reiseführer eignet sich prima zur persönlichen Entdeckung der Mark Brandenburg. Die Buchseiten sind recht stabil, sodass mehrfachen Ausflügen und Reisen nichts im Wege steht.

Bewertung vom 28.12.2018
Heinrich Reinhold

Heinrich Reinhold


ausgezeichnet

Johann Heinrich Carl Reinhold (1788-1825) gehörte zu den deutschen Malern, Zeichnern und Graphikern des frühen 19. Jahrhunderts, die in Italien die Erfüllung ihres künstlerischen Schaffens erlebten. Obwohl er mit nur 36 Jahren selbst für seine Zeit allzu jung verstarb, hat er ein umfangreiches Oeuvre hinterlassen. Die Hamburger Kunsthalle würdigt (gemeinsam mit der Klassik Stiftung Weimar) mit einer Ausstellung (7.12.2018-10.3.2019) das facettenreiche Schaffen von Heinrich Reinhold. Es ist die erste umfassende Retrospektive zu diesem Künstler; sie umfasst rund 130 Werke aus allen Lebens- und Schaffensperioden. Neben den beiden Sammlungen in Hamburg und Weimar konnten Werke aus Liechtenstein, Wien, Kopenhagen, Bremen, Berlin, Leipzig, München, Dresden, Hannover, Wuppertal und aus Privatbesitz hinzugezogen werden.

Im Hirmer Verlag ist der umfangreiche und reich illustrierte Begleitkatalog zu dieser Ausstellung erschienen. Die für die Ausstellung ausgewählten Gemälde, Ölskizzen, Zeichnungen und graphischen Blätter, die sich alle im Katalog wiederfinden, erlauben einen neuen Blick auf Reinhold und seine künstlerische Stellung. Viele dieser kunsthistorischen Aspekte werden in den Essays vertiefend behandelt. So beleuchtet der Kunsthistoriker Helmut Börsch-Supan die Malerfamilie Reinhold, die im 18. und 19. Jahrhundert in Deutschland und Österreich tätig war. Andere Aufsätze befassen sich mit einzelnen Lebensstationen des Künstler, z.B. „Heinrich Reinhold in Paris“ oder „Heinrich Reinhold in Olevano“.

Der Kunstwissenschaftler Andreas Stolzenberg dagegen setzt sich mit dem fünfjährigen und prägenden Rom-Aufenthalt auseinander, wo Reinhold zum Kreis der deutschen Künstler in der Stadt am Tiber gehörte. Hier widmete er sich intensiv und fast ausschließlich der Landschaftsmalerei und unternahm zahlreiche Ausflüge in die nähere Umgebung. Der Kunsthistoriker Reinhard Wegner untersucht in seinem Beitrag die „Farbe und Linie in den Studien Heinrich Reinholds“, die Auskunft über das bildnerische Denken des Künstlers geben.

Neben den Abbildungen der Ausstellungswerke im Katalogteil bereichern noch weitere Reproduktionen die informativen Begleittexte. Im Anhang findet man eine Kurzbiografie des Künstlers sowie ein Verzeichnis der ausgestellten Werke und eine umfangreiche Bibliographie.

Bewertung vom 27.12.2018
Da fällt mir noch was ein ...
Heldt, Dora

Da fällt mir noch was ein ...


ausgezeichnet

„Da fällt mir noch was ein …“ ist der dritte dtv-Band mit Kolumnen von Dora Heldt. Die Autorin schreibt darin humorvoll über Alltagsthemen. Gleich in der ersten Kolumne berichtet sie von Vorsätzen, die man schon nach wenigen Tagen vergisst. Übrigens hat sich Dora Heldt selbst vorgenommen, sich weniger aufzuregen. Andere Fragen, die Heldt meist auch selbstkritisch beleuchtet, sind „Ein Hauch von Rosa“, „Frauen und Kleider“ oder „Abenteuer Shoppen“. Haushalts- und Familienstress, Macken, Marotten und Manieren, Freunde und Verwandte oder Läster-Schwestern sind die Themen der überspitzten Betrachtungen. 53 Kolumnen umfasst die Auswahl, für jede Woche des Jahres eine. Und garantiert findet jede/r Leser/in mindestens eine Geschichte, die auf ihn zutrifft.

Bewertung vom 27.12.2018
Roter Rabe / Max Heller Bd.4
Goldammer, Frank

Roter Rabe / Max Heller Bd.4


sehr gut

Kriminaloberkommissar Max Heller ermittelt wieder. Nach „Der Angstmann“ (dtv 21696), „Tausend Teufel“ (dtv 21756) und „Vergessene Seelen“ (dtv 26201) führt der aktuelle Fall wieder in die ersten Nachkriegsjahre, in die junge DDR. Spätsommer 1951 - Seine Frau hat die Erlaubnis, ihren Sohn im Westen zu besuchen. Heller dagegen beschäftigt ein neuer Fall. Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, außerdem Zeugen Jehovas, sind im Gefängnis verstorben.

Die offizielle Version heißt Selbstmord. Doch als Heller mit den Ermittlungen beginnt, taucht sein alter Freund Alexej Saizev wieder auf, der jetzt für den Geheimdienst MGB arbeitet und einen amerikanischen Topspion jagt. Außerdem gibt es weitere mysteriöse Todesfälle und eine Explosion in einem Kraftwerk. Ist vielleicht die ganze Stadt das Angriffsziel? Schließlich sollte schon 1945 Dresden durch eine Atombombe vernichtet werden. Am Ende wird Heller die Fäden entwirren und den Fall lösen. Auch im vierten Teil seiner Besteller-Krimireihe gelingt Frank Goldammer ein eindrucksvolles Porträt des geteilten Deutschlands. Ein spannender und vielschichtiger Krimi, der auch durch die Beschreibungen der Zeitumstände punktet.

Bewertung vom 27.12.2018
Im Schatten des Mangrovenbaums
Winterberg, Liv

Im Schatten des Mangrovenbaums


sehr gut

Der exotische Roman entführt ins Jahr 1820. Vor der malerischen Küste von Sumatra geht ein Schiff in Flammen auf. An Bord waren auch die junge Lilian, ihr um einige Jahre älterer Mann Joseph, ein Handelsagent der East India Company, und ihr gemeinsamer Freund, der Botaniker Elliot. Die Drei können sich zwar retten, doch nun beginnt ein beschwerlicher und abenteuerlicher Marsch durch die Insel.

Das Trio hat jedoch nicht nur mit den Unbilden der Natur zu kämpfen, offen brechen jetzt auch die Probleme einer Dreiecksbeziehung auf. Schließlich zweifelt Lilian sogar, dass sie aus dem Dschungel herausfinden. Neben der sensiblen Beschreibung der Beziehungen untereinander punktet der Roman auch durch die Beschreibung der exotischen Pflanzenwelt, womit die Autorin auch auf das aktuelle Öko-Thema „Regenwald“ aufmerksam ma-chen will.

Bewertung vom 11.12.2018
Das Herrenhaus im Moor
Whitmore, Felicity

Das Herrenhaus im Moor


sehr gut

Ein verfallenes Herrenhaus im englischen Exmoor birgt ein dunkles Familiengeheimnis. Laura Milton ist überzeugt, dass ihr Mann nicht durch einen Unfall ums Leben kam, sondern ermordet wurde. Da entdeckt sie unter seinen Sachen einen anonymen Liebesbrief mit einer mysteriösen Warnung. Laura macht sich auf die Suche nach der Verfasserin. Die Spur führt in ein verfallenes, leerstehendes Anwesen, das früher als Irrenanstalt gedient hat.

Hier stößt Laura auf die Geschichte von Victoria, Franks Urgroßmutter, die hier Ende des 19. Jahrhunderts Patientin war und des Mordes an zwei Menschen angeklagt wurde. Immer tiefer dringt Laura in die Familiengeschichte ein, dabei stößt sie auf ein Gespinst von Intrigen, Lügen und Geheimnissen.