Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1 - Bazell, Josh
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Josh Bazell 

Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2010 (2. Platz)

Übersetzung: Malte Krutzsch
Broschiertes Buch
 
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Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1

Pietro ist clever und smart und war Killer für die New Yorker Mafia. Er stieg aus und glaubt sich sicher - er ist erstens im Zeugenschutzprogramm und zweitens Arzt in einem Krankenhaus. Bis einer der alten Feinde eingeliefert wird. Diagnose: Krebs im Endstadium. Wenn er stirbt, ist Pietro geliefert. Die nächsten acht Stunden im Tollhaus der Klinik werden zum atemlosen Wettkampf um sein Leben...»Schneller als der Tod« ist ein adrenalingeladener Thriller mit Dialogen, so scharf geschliffen wie ein Skalpell. Josh Bazell schreibt extrem cool und schockierend unterhaltsam - so zynisch und komisch, als hätte Tarantino bei Dr. House Regie geführt.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 318 S. 190 mm
  • Seitenzahl: 320
  • Fischer Taschenbücher Bd.18416
  • Deutsch
  • Abmessung: 191mm x 126mm x 27mm
  • Gewicht: 281g
  • ISBN-13: 9783596184163
  • ISBN-10: 3596184169
  • Best.Nr.: 32562335
Doktorserienkiller

Ballern, bis der Arzt kommt: Josh Bazell schießt sich mit seinem furiosen Debütroman den Weg frei – „Schneller als der Tod” ist das literarische Äquivalent eines Maschinengewehrs

Wie baut man eigentlich ein Maschinengewehr? Wie nimmt man es auseinander und setzt es wieder zusammen? Wo lernt man so was? Am Leipziger Literaturinstitut eher nicht. An amerikanischen Universitäten eher schon. Josh Bazells Debütroman „Schneller als der Tod” jedenfalls ist das literarische Äquivalent eines Maschinengewehrs.

Satz um Satz feuert Bazell los, und man hört ihn fast aufjauchzen bei jeder Pointe, jedem Treffer, bei jedem Twist in seinem aberwitzigen Plot. Schuss um Schuss erledigt er ein literarisches Genre nach dem anderen: Er lässt den Krankenhausroman zerfetzt am Boden liegen, er pulverisiert die Mafia-Saga, und auch vom Holocaust-Memoir bleibt nicht viel übrig. Am ehesten könnte man diesen rasenden Roman wohl einen soft-boiled Post-Auschwitz-Thriller nennen, in dem Bazell die Ironie so genüsslich und grausam in den Zynismus kippen lässt wie seinen Helden Pietro Brwna in einen Wassertank voll hungriger Haie.

Wenn man die „Sopranos” auf Schnellvorlauf schaut, dabei die Stimme von Larry David aus „Curb Your Enthusiasm” voll aufdreht und an „Schindlers Liste” denken muss, obwohl man irgendwelche Psychopharmaka oder eine Prise Heroin genommen hat, und wenn man den Wahn nur für eine besonders interessante Form von Intelligenz hält, dann kommt man ungefähr dort raus, wo Josh Bazell auf uns wartet. Und bamm, bamm, bamm, schon wieder alle Erwartungen einfach über den Haufen schießt.

Bazell ist unsentimental, temposicher, komisch, er kann einen Plot konstruieren, der verwirrend ist, ohne zu nerven, er schafft Figuren, die einem im Kopf bleiben, selbst wenn sie den Gesetzen einer Pulp-Psychologie unterliegen. Es hat etwas Comic-haftes, was Bazell da tut, es spritzt Blut, es krachen Knochen, es geht gleich ordentlich gewalttätig los und steigert sich dann rasch zu einem literarischen Blutbad. „Ich umfasse seinen Ellbogen und reiße ihn hoch, sodass die Bänder krachen wie Sektkorken”, so heißt es in der deutschen Übersetzung, die leider gleich zu Beginn mit dem schrecklichen Wort „Dödel” ankommt, wo Bazell das schöne „fuckhead” verwendet, und auch sonst etwas unschlüssig reagiert auf Bazells eigentlich sehr klare und extrem plastische Sprache.

Peter Brown, wie Pietro Brwna sich nennt, ist also Doktor, das merkt man schon an der anatomischen Genauigkeit, mit der er schildert, wie er den Fuckhead erledigt, der ihn wegen ein paar Medikamenten ausrauben will. Ein ganz normaler Tag, so scheint es, im Leben eines Krankenhausarztes, der schon deshalb sauer auf den Fuckhead reagiert, weil er seine Narkotika ja selbst dringend konsumieren will. Wie sonst soll er das alles aushalten? Den pulsierenden Irrsinn des Krankenhausalltags, das hübsche Mädchen, dem das Bein amputiert werden soll und das noch schnell einen Kuss will, den Patienten, der aus dem Zimmer verschwindet, eine Spritze mit irgendwie ansteckender Substanz, die sich in seinen Arm bohrt, worauf der wie verrückt anfängt zu jucken. Und dann ist da ja noch Eddy Squillante. Der hat Krebs. Vor allem aber hat er noch eine Rechnung offen. Squillante ist eine Figur aus Brwnas früherem Leben als Mafiakiller. Und damit eine echte Gefahr.

Alles kaputt, Leser glücklich

Das ist der Punkt, an dem der Roman Gefahr läuft, aus der Kurve zu fliegen. Und es ist ein fast so großes Vergnügen, Bazell als Schreiber dabei zu beobachten, wie er jedes Schlingern vermeidet, und Brwna zu verfolgen, wie er durch die Windungen der Handlung schlittert. Wir wissen zu dem Zeitpunkt schon, dass Brwnas Mutter ein Hippie war und er bei seinen Großeltern aufwuchs, die erst den Holocaust überlebten und dann 1991 von zwei Mafia-Schwachköpfen ermordet wurden, einfach so, so scheint es, aber nichts ist, wie es scheint, alte Thriller-Regel. Und so nimmt die Handlung, die Bazell virtuos auf zwei Zeitebenen erzählt und aus ungefähr fünf Richtungen, immer klaustrophobischere, komischere, katastrophalere Züge an. Am Ende sind die Großeltern nicht Opfer, sondern Täter, Brwnas große Liebe gerät unter die Haie, nur die Juden von Auschwitz bleiben tot. Wie zwei Autos, die aufeinander zu rasen, so funktioniert dieser Roman, und schließlich liegt fast alles in Trümmern, nur der Leser triumphiert.

„Schneller als der Tod” ist verspielt bis an den Rand der Kohärenz, es ist so blutig, dass es nur ein Spiel sein kann, es ist so ernst, dass es lustig ist, es ist absolut nicht unmoralisch, obwohl sich das so anhören mag. Aber das Gegenteil ist der Fall. Josh Bazell nimmt die Moral wie ein Kind, er schaut sie sich von allen Seiten an, er dreht sie in der Hand, er wirft sie zu Boden, um zu schauen, ob sie zerbricht. Er schlägt sie gegen die Stirn seines Helden Brwna, um zu sehen, was mehr aushält, der Mensch oder die Moral. Es ist, am Ende, der Mensch, der mehr aushält, was nur bedingt eine gute Nachricht ist. Aber wie soll man sich sonst seinen Weg aus Ironie und Verspiegelung bahnen, aus Medialisierung und Medikalisierung, aus Trauer-Routine und den Ritualen der Verlogenheit? Man schießt sich am besten den Weg frei, mit Worten, die in alle möglichen Richtungen zielen.

„Wem gibt man die Schuld am großen Brand? Den Juden! An der Pest? Den Juden! Daran, dass ganz Europa von antisemitischen Scheißkerlen regiert wird? Den Juden!” So führt Bazell auf den Auschwitz-Ausflug hin, der Pietro Brwna bis an die verschlossenen Drahttore von Monnowitz führt und ins Wohnzimmer einer Frau, die seine Großeltern kannte, als die noch keine Juden waren. „Es riecht nach Kanalisation, weil die Toiletten nicht gereinigt werden, und auf den Fotos sehen die Tätowierungen noch nicht mal wie die der Großeltern aus.” So ist das in Auschwitz heute. „An einem zwanzig Meter hohen Hohlkreuz hinter dem Tor verteilt ein Haufen Nonnen und Skinheads Flugblätter über das Bestreben von Juden aus aller Welt, den katholischen Gottesdienst in Auschwitz zu verbieten, obwohl Polen ein katholisches Land ist. Da juckt es einen in den Fingern, so einem Skinhead den Hals umzudrehen, und man muss an Freuds Maxime denken, dass das Einzige, was uns im Leben wirklich glücklich macht, die Erfüllung von Kindheitswünschen ist.”

Und leider wird es auch genau damit nichts für Pietro Brwna, der seine Kindheit ungefähr dreimal verloren hat, bevor er auch noch den Rest seiner Biographie einbüßt, weil er im Zeugenschutzprogramm des FBI gelandet ist. Aber wie das genau passiert ist, lesen Sie lieber selbst. GEORG DIEZ

JOSH BAZELL: Schneller als der Tod. Roman. S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main. 304 Seiten, 18,95 Euro.

Josh Bazell studierte englische Literatur und Medizin. „Schneller als der Tod” entstand in seiner Zeit am Krankenhaus. Zurzeit schreibt er an seinem zweiten Roman. Foto: Tamar Hurwitz

SZdigital: Alle Rechte vorbehalten - Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung exklusiv über www.sz-content.de

Josh Bazell studierte Literatur und ist ausgebildeter Arzt. Außerdem wurde er 2010 mit dem Deutschen Krimi-Preis ausgezeichnet. Josh Bazell lebt in Brooklyn.

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Kundenbewertungen zu "Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen **** sehr gut)
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Bewertung von Nazena aus Göttingen am 20.12.2012 ***** ausgezeichnet
Dr. Peter Brown arbeitet als Assistenzarzt im Manhattan Catholic Hospital, dem schrecklichsten Krankenhaus in New York. Der Tag beginnt schon schlecht mit einem versuchten Raubüberfall, den Dr. Brown aber problemlos abwehrt. Auf der Station dann der Schock: einer der Patienten erkennt ihn. An und für sich kein Grund zur Besorgnis, aber Dr. Peter Brown heißt eigentlich Pietro Brwna und war ein Auftragskiller der Mafia. Er sagte gegen die Mafia aus und kam in ein Zeugenschutzprogramm.
Bevor er reagieren kann, hat der Mobster schon einen Freund angerufen: sollte er im Krankenhaus sterben, wird die Mafia erfahren, wo sich Peter aufhält. Zu dumm nur, dass der Mafiosi wegen seiner Krankheit schon fast tot ist. Noch schlimmer: der operierende Arzt ist ein Trottel. Peter darf sich mit übereifrigen Studenten, pedantischen Oberärzten, nörgelnden Patienten und dem ganz alltäglichen bürokratischem Wahnsinn eines Krankenhaus herumschlagen- und die ganze Zeit sitzt ihm buchstäblich die Pistole im Nacken...

Die Idee, aus einem Killer einen Arzt zu machen, fand ich sehr innovativ und interessant. Peter oder Pietro, von der Familie Bärenpratze genannt, ist ein zynischer und abgehärteter Mann, der aber trotzdem seinen Idealismus bewahrt hat. Nach dem Tod seiner Großeltern baute er Kontakte zur Mafia auf, blieb aber ein "rechtschaffener" Killer, da er nur Leute tötete, die es auch verdient hatten.
Doch eines Tages geht etwas schief und seine Blitzkarriere fällt steil bergab. Man kann aus der Mafia nicht einfach so aussteigen, wie er bald sehr schmerzhaft erfahren muss. Trotz großer persönlicher Verluste versucht er ein besserer Mensch zu sein und stellt das Wohl seiner Patienten über sein eigenes.
Josh Bazell ist selbst Arzt und hat großes medizinisches Fachwissen in den Roman hineinfließen lassen, welches durchweg interessant ist, aber nie belehrend wirkt. Die Krankenhaus-Verwaltung ist das reinste Irrenhaus und jeder versucht so gut wie möglich seinen Arbeitstag zu überstehen- und mit etwas Glück vielleicht sogar mal einem Patienten zu helfen. Der Roman übt starke Kritik am Gesundheitswesen, aber auf humorvolle Art, auch wenn dieser häufig Galgenhumor ist. Jeder kennt Horrorberichte aus dem Krankenhaus: Ärzte, die 48 Stunden Dienst hatten und dann eine Not-OP an einem Patienten durchführen müssen, vergessene Tupfer und falsch dosiere Medikamente. Bazell spricht diese Problematik deutlich aus.

Was das Buch so besonders macht, ist sein Humor und seine Grundstimmung. Es macht einfach großen Spaß, Peters Klinikalltag zu verfolgen. Ungefähr ein Drittel des Romans erzählt in Rückblenden sein Mafialeben und wie er im Zeugenschutzprogramm landete. Im Vergleich zu den Krankenhausepisoden sind sie nicht ganz so spannend, aber wichtig, um den Charakter zu verstehen. Peter ist zwar deutlich überzeichnet und mutiert teilweise zu einer Mischung aus MacGyver und Superman, aber dies tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.
Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und kann es jedem Fan von schwarzhumorigen Romanen empfehlen- nur vielleicht nicht unbedingt, wenn man selbst ins Krankenhaus muss... 5 von 5 Sterne.

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Bewertung von TheSilencer aus Berlin am 06.02.2012 ***** ausgezeichnet
Anschnallen, Herrschaften! Hier kommt ein Thriller, der die Gutmenschen-Kaffeekränzchen aufmischt und die politische Korrektheit plattwalzt.

Dr. Peter Brown ist zynisch, sarkastisch, grob, jüdisch - und ein ehemaliger Mafia-Killer im Zeugenschutzprogramm.

Der Sinn seines Zeugenschutzprogrammes löst sich in Wohlgefallen auf, als auf seiner Station ein alter Mafiosi eingeliefert wird. Der kennt Browns ehemaliges Handwerk sehr gut und ist schlichtweg davon überzeugt, Brown soll ihn ausschalten. Um dies zu verhindern, setzt der Mafiosi alle Hebel in Bewegung; sollte er sterben, steht Brown auf der Abschußliste an erster Stelle. Doof, wenn es einen Behandlungsfehler gibt.

Josh Bazell erzählt auf zwei Zeitebenen das Leben des Ex-Killers - die Gegenwart und den Werdegang.

Im harten Machoton, der wohl nicht jedermanns Sache ist, schreibt Bazell damit einen testosterongetränkten Thriller, der hart, schnell, sexy, vulgär und auch mal widerlich ist.
Einer der wenigen Romane der letzten Jahre, die ich nicht aus der Hand legen konnte.

Definitiv ein Männerroman.
Alles andere ist nur Pussy-Poesie.

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Bewertung von maxibiene aus Erfurt am 06.01.2012 ***** gut
Pietro Brnwa bzw. Dr. Peter Brown ist Assistenzarzt in einer großen Klinik von New York, genau genommen in Manhattan. Er hat sich seinen größten Wunsch, den er seit seinem 9. Lebensjahr hat, erfüllt und ist nun Arzt. Als ehemaliger Killer der Mafia, genießt er seinen neuen Status, dem er einem Zeugenschutzprogramm zu verdanken hat. Doch seine Deckung bleibt nicht lange im Verborgenen. Ausgerechnet seinem Mafiaboss Eddy Squillante soll er mitteilen, dass er Krebs im Endstadium hat. Doch Eddy erkennt ihn sofort und gibt ihn zum „Abschuss“ frei.

Josh Bazell hat seine Geschichte „Schneller als der Tod“ in zwei verschiedenen Handlungssträngen, aus Sicht von Pietro in der Ich-Perspektive erzählt. Den Wechsel zwischen den Handlungen in der Vergangenheit und der Gegenwart fand ich teilweise etwas verwirrend.

Allgemein finde ich den Schreibstil von Bazell etwas gewöhnungsbedürftig. Seine Kraftausdrücke fand ich ziemlich unpassend. Entweder habe ich den falschen Humor oder ich habe Bazell nicht verstanden. Über die „humoristischen“ Einlagen konnte ich nämlich überhaupt nicht lachen. Zumal das Thema, welches er verarbeitet hat, für derartige Witze gar nicht geeignet ist.

Aber nichts desto trotz habe ich mich durch die Seiten gearbeitet und habe dabei eine neue Erfahrung, was Schreibstil und Humor betrifft, gemacht. Positiv zu erwähnen ist auf alle Fälle, die Erläuterung verschiedener Begriffe als Fußnote auf den jeweiligen Seiten. So braucht man bei den ganzen medizinischen Fachbegriffen wenigstens nicht zu googeln.

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Bewertung von Isabel von Belles Leseinsel aus Mainz am 25.10.2011 ***** gut
Zur falschen Zeit am falschen Ort

Dr. Peter Brown arbeitet als Assistenzarzt in der Notaufnahme eines Manhattaner Krankenhauses. Was niemand weiß, früher war Peter Mitglied der Mafia und lebt heute in einem Zeugenschutzprogramm. Dummerweise wird eines Tages ein ehemaliges Mobster-Kollege eingeliefert und Peter ist der behandelnde Arzt. Seine neue Identität ist somit aufgeflogen und Peter muss alles unternehmen, damit der krebskranke Mafia-Kollege überlebt, denn nur dann wahrt er sein Geheimnis.

Nach und nach erzählt Josh Bazell, der seinen Protagonisten selbst seine Geschichte erzählen lässt, wie Peter erst zum Mafia-Mitglied und anschließend zum Assistenzarzt wurde. Dies ist in die laufende Geschichte durch unterschiedlich lange Rückblenden eingefügt. Die Wechsel sind gut gelegt und sorgen auch für eine gewisse Spannung.

Der Sprachstil von Josh Bazell ist sehr direkt, bissig, schonungslos offen und durchweg mit richtig schwarzem Humor und medizinischen Begriffen durchsetzt. Diese medizinischen Fachausdrücke wie auch andere Informationen erklärt der Autor mit reichlich Fußnoten, die jedoch mit der Zeit den Lesefluss etwas hemmen, mit dem Ergebnis, dass ich sie teilweise überhaupt nicht mehr gelesen habe. Und seine Beschreibungen des Alltags eines Arztes in einem amerikanischen Krankenhaus lässt einen nur wünschen, niemals dort eingeliefert zu werden.

Sein Protagonist Peter wirkt stellenweise ziemlich gefühlskalt und abgebrüht, wenn er beispielsweise über die verschiedenen Morde während seiner „Mafia-Karriere“ berichtet, zeigt aber auch einen durchaus zu Gefühlen neigenden Menschen. Um seinen stressigen Alltag im Krankenhaus durchzustehen, schiebt sich Peter auch immer mal wieder Tabletten ein, um dem ganzen Druck standzuhalten. Dies fand ich dann doch etwas klischeehaft.

Fazit: Ein durchaus gelungenes Debüt und wenn man einen direkten, zynischen Schreibstil mag, liegt man bei der unterhaltsamen und auch recht spannenden Story genau richtig.

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Bewertung von Buchfan276 aus Oberbayern am 18.09.2011 ***** gut
Pietro ist dank eines Zeugenschutzprogramms Assistenzarzt in einer Klinik. Früher war er bei der Mafia, jetzt fühlt er sich auf der richtigen Seite. Doch alte Gewohnheiten lassen sich eben nicht so leicht abschütteln und ein unprofessioneller Räuber wird von ihm schon mal gerne in seine Einzelteile zerlegt. Zumindest bringt er ihn noch ins Krankenhaus.

Doch dann macht ihm jemand einen Strich durch die Rechnung: Ein alter Mafia-Bekannter wird auf seiner Station eingeliefert. Und sollte er sterben - wird Pietro es auch. Ist er schneller als der Tod?

Mit seiner frechen und sarkastischen Schreibweise kann man sich gut in Pietro - und somit in das Leben eines Serienkillers - hineindenken. Leider hat das Buch wenig Handlung, sprich: Das Buch ist dominiert von Berichten aus seiner Vergangenheit, das Geschehen an sich wird bedauernswerter Weise in den Hintergrund gedrängt. Ein Buch, das ich zwar witzig finde. Auch die Idee an sich ist gut. Weiterempfehlen würde ich es aber nicht unbedingt.

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** weniger gut
Nicht Fisch- nicht Fleisch
mir hat das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Vom Klappentext her hatte ich einen Thriller erwartet und wurde enttäuscht.

Die Sprache ist viel zu flapsig und die Beschreibungen im Krankenhaus lassen einen hoffen, dass man niemals mehr ins eins gehen muss.

Sicher, manche Äußerungen sind wirklich ganz nett und lustig, aber entweder ich schreib nen Thriller, dann soll der aber auch fesseln oder ich schreib ne Komödie.

Was mich auch gestört hat: die vielen Fußtexte. Die lenken vom fließenden Lesen einfach ab

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