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Benutzername: TheSilencer
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Bewertungen

Insgesamt 287 Bewertungen
Bewertung vom 20.09.2018
Der Anhalter / Jack Reacher Bd.17
Child, Lee

Der Anhalter / Jack Reacher Bd.17


sehr gut

Jack Reacher will nach Virginia. Immerhin möchte er noch immer Susan Turner kennenlernen.

Steht kein Greyhound zur Verfügung, streckt er auch gerne den Daumen in den Wind und fährt per Anhalter durch das Land. Reacher wäre nicht Reacher, würde er nicht in das falsche Auto einsteigen.

Zwei Männer und eine Frau. Und eine ziemlich miese Stimmung an Bord. Wenngleich Reacher diesmal eigentlich nur von A nach B kommen möchte, kommt er nicht drum herum, ein klein wenig neugierig zu werden.

Child liefert mit "Der Anhalter" den 17. Jack-Reacher-Thriller ab. Das tut er so nonchalant, daß man Routine entdecken kann. Aber: das ist Klagen auf hohem Niveau. Reacher ist und bleibt einer der coolsten Serien-Helden der Gegenwart.

Bewertung vom 26.08.2018
Was der Nebel verbirgt
Seese, Maximilian

Was der Nebel verbirgt


weniger gut

Alles fängt so gut an. Ein Prolog, der mysteriös zwei Charaktere einführt. Undurchsichtig, spannend.
Und kaum ist der Prolog vorbei, stürzt das Buch ab. So als hätte Seese diesen Prolog vor Urzeiten geschrieben und wollte nun einen ganzen Roman hinten dranstricken.

Ein grauenhaftes Timing in überlangen Beschreibungen, die völlig unnötig sind. Absurde Handlungsentwicklungen. Mal eben neu eingeführte Charaktere. Saublöde Buddydioaloge, bei denen scheinbar ein Textverarbeitungsprogramm wahllos Klischeesprüche aneinandergereiht hat. Und, und, und.

Ob der titelgebende Nebel irgendwann nach dem Prolog noch Sinn macht, konnte ich nicht mehr feststellen, ich habe das Buch bis Seite 190 ertragen und dann abgebrochen.

Manchmal ist es eben doch noch von Vorteil, wenn ein renommierter Verlag hinter einem Werk steht. So mit Lektor und so. Diese Amazon-Selbstverlegungen haben da ein kleines Geschmäckle …

Bewertung vom 20.08.2018
Um Leben und Tod
Robotham, Michael

Um Leben und Tod


ausgezeichnet

Robotham ist zu einer sicheren Bank geworden. Dies ist der elfte Thriller den ich von ihm lese und bis auf einen Durchhänger ("Der Insider") verfehlt Robotham nie das Ziel: den Thrill.

"Um Leben und Tod" beginnt mit einer scheinbar sinnlosen Aktion: Audie könnte Stunden später aus seiner zehnjährigen Haft entlassen werden, und doch zieht er eine Flucht aus dem Gefängnis vor. Irrwitzig. Denn nicht nur die Behörden sind ratlos, niemand scheint Gefallen an seiner Flucht zu finden.

Robotham schreibt diesen Standalone-Roman in einem harmonischen Wechsel der Zeitebenen. Gewohnt wortgewandt baut er die Story auf, ohne zu viel preiszugeben. In einem Tempo, das ich liebe.

Wer ein Kopf-Roadmovie um Liebe und Vergebung, Haß und Selbstzweifel, Freund- und Feindschaft, eben um Leben und Tod sucht, einen Urlaubsthriller, der ein kleines bißchen nachhallt, sucht, sollte sich dieses Buch gönnen.

Bewertung vom 10.08.2018
Eisige Schwestern
Tremayne, S. K.

Eisige Schwestern


sehr gut

Wer einen blutrünstigen Psychothriller im klassischen Sinne erwartet, ist hier falsch. Denn dieser Roman geht in eine andere Richtung.

Was geschied mit einer Familie, wenn sie ein Kind verliert? Was geschied, wenn dieses Kind eines von eineiigen Zwillingen war? Wenn die Vorwürfe beginnen. Wenn Psychen zerbrechen. Wenn es Geheimnisse gibt. Wenn jeder der Familie ein Geheimnis hat.

Auch ich war auf Mord und Totschlag vorbereitet, ließ mich aber gerne in das Psychospiel des Autors entführen. Insbesondere vor der urigen, maritimen Kulisse.

Bewertung vom 10.08.2018
Hexensarg
Serno, Wolf

Hexensarg


sehr gut

Lapidius, der Alchimist aus "Hexenkammer" (2005), ist am Ende. Als Alkoholiker fristet er seinem Dasein.
Mit einem billigen Trick haut man ihn übers Ohr und er wird zum Schellenknecht; dem Versorger einer Lepra-Insel.
Auf dieser Insel hat sich ein Mikro-Kosmos gebildet, in dem nichts so ist wie es scheint.

Wer den Vorgänger mochte, ist im Nachfolger genauso gut aufgehoben. Serno weiß, wie er einen historischen Krimi spannend vorantreibt. Zudem bleibt Lapidius auch im zweiten Teil der sympathische Held jenseits des gottfürchtigen Zeitgeistes damaliger Dekaden.

Bewertung vom 18.07.2018
Ich bin die Nacht / Francis Ackerman junior Bd.1
Cross, Ethan

Ich bin die Nacht / Francis Ackerman junior Bd.1


gut

Zweifellos: der vorliegende Thriller ist empfehlenswert.

Das vielzitierte Ende - von vielen einfach mal auf verschiedenen Portalen gespoilert; vielen Dank dafür! - mag nicht jedermanns Sache sein, ist in sich aber schlüssig und rundet das Buch ab. Nicht ohne mit dem Holzhammer darauf hinzuweisen, daß man sich auf eine Serie eingelassen hat.

Ich hätte dem Thriller mehr Sterne gegeben, wenn da nicht ...

Ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte, das Buch ist für mich ein Mix aus der Straw-Men-Trilogie von Michael Marshall und der Dexter-Morgan-Serie von Jeff Lindsay. Diese Reihen entstanden auch noch lange vor der Ackerman-Serie, womit ein abkupfern zumindest möglich war. Möglicherweise ist das auch nur ein blöder Zufall, mir nahm es ein wenig den Spaß.

Wie auch immer: Teil 2 habe ich auf dem Schirm.

Bewertung vom 05.07.2018
Nirgends wirst du sicher sein / Detective Rafferty Bd.1
Bush, Nancy

Nirgends wirst du sicher sein / Detective Rafferty Bd.1


weniger gut

Ja, es gibt ihn noch. Den Schmonzetten-Krimi, den Von-Frauen-für-Frauen-Spannungsroman.
Nein, ich werde dieses Werk nicht "Thriller" nennen, denn er ist keiner.

Ja, er geht spannend los: ein kleiner Prolog, der Böses ahnen läßt. Ein Päckchen, das aus der Vergangenheit zu kommen scheint. Ein Foto, das eindeutig zeigt, daß der Abgebildete nicht fotografiert werden wollte.
Spätestens aber ab dem Zeitpunkt, wenn die Heldin ihren zukünftigen Beischlafpartner kennenlernt, driftet die ganze Chose in den besagten Frauen-Love-Story-Krimi ab. Das langweilt.

Die Verantwortlichen vom KNAUR-Verlag möchte ich auch gerne fragen, was sie geritten hat, einen ganz netten Handlungsfaden, der in den 120er-Seiten aufgeklärt wird (von 350 Seiten!), bereits auf dem Covertext zu spoilern. Echt jetzt?

Ich habe mich fast einen Monat durch dieses Buch gequält. Die anderen Teile sehen mich nicht.

Bewertung vom 06.06.2018
Das Nebelhaus
Berg, Eric

Das Nebelhaus


sehr gut

Ein netter Krimi aus deutscher Feder.

Das Buch zieht seine Spannung nicht nur das dem "Wie", sondern auch aus dem "Wer". Aber nicht nur wer der Täter ist, sondern wer die Opfer sind. Clever gemacht.

Einige Handlungsstränge finde ich arg überstrapaziert, aber bis zum Ende bleiben sie notwendig, um den Leser an der Nase herumzuführen.

Der Rosamunde-Pilcher-Anteil ist mir persönlich etwas zu hoch, dafür einen Stern Abzug. Aber das ist Geschmackssache.

Bewertung vom 23.05.2018
Der Todesflieger / Dirk Pitt Bd.1 (eBook, ePUB)
Cussler, Clive

Der Todesflieger / Dirk Pitt Bd.1 (eBook, ePUB)


schlecht

Verstehen Sie mich nicht falsch: die Aktionen "metoo" und "Timesup" empfinde ich als überzogen und scheinheilig.

Wenn es allerdings ein Roman von '73 für den (positiven) Helden vorsieht, daß er einer Frau mit dem Handrücken "hart ins Gesicht" und diese dafür aus Dankbarkeit dahinfließt - und wir reden hier von keiner SM-Technik, sondern einem schlichten positiv-besetzten Strafe - dann ist das nicht aus heutiger Sicht sexistisch, sondern war schon immer frauenverachtend. Auch 1973.

Da wirkt selbst die Macho-Literatur um James Bond blaß.

Sorry, das brauche ich nicht.

Bewertung vom 23.05.2018
Wenn es dämmert
Beck, Zoë

Wenn es dämmert


gut

Henrike Heiland schreibt seit 2008 unter dem Namen Zoe Beck. Demnach ist "Wenn es dämmert" nicht ihr erster Krimi.

Der Plot ist einfach: Mira wacht neben einer Leiche auf und steht unter Mordverdacht. Während das Ermittler-Pärchen sich als guter Cop/ böser Cop gibt, versucht Mira sich zu erinnern, wie sie in diese Situation gekommen ist.

Der Cover-Text ist ein wenig steril gehalten und lenkt vom eigentlichen Buch ab.

Die Geschichte startet mit Vollgas durch, um dann im Mittelteil etwas durchzuhängen. Erst zum Ende hin, wenn sich die Story auflöst, darf es noch mal etwas klarer und zielstrebiger werden.

Zu diesem Zeitpunkt, muß ich gestehen, verlor ich aber schon das Interesse, wenngleich ich das Buch zu Ende gelesen habe.

Insbesondere das Entheddern der Zusammenhänge war mir zu klassisch und gefiel mir in dieser Form nicht. Das liegt aber nicht am Schreibstil der Autorin, sondern daß ich es nicht mag, wenn man in diese Schublade greift.

Für mich kein Thriller-Highlight, aber auch kein Grund, Beck nicht mehr zu lesen. "Das alte Kind" - das zweite Thriller unter dem Namen Zoe Beck - lauert ohnehin noch in meinem Bücherregal ...