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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: TheSilencer
Wohnort: Berlin
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Danksagungen: 91 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 270 Bewertungen
Bewertung vom 10.01.2018
Feuchtgebiete
Roche, Charlotte

Feuchtgebiete


schlecht

In mir hallt die Frage nach: WARUM?

Auch wenn man noch so Publicity-geil ist ... muß man so einen Dreck schreiben? Jede Ekelgrenze überschreitend? Ohne daß es Not tut?

Kaufen Sie diesen Müll nicht. Spenden Sie das Geld. Kaufen Sie einen Blumenstrauß für einen lieben Menschen. Oder nehmen Sie das Geld und verbrennen es. Alles ist besser als diese Autorin mit Tantiemen zu unterstützen.

Bewertung vom 09.01.2018
Und morgen du / Fabian Risk Bd.1
Ahnhem, Stefan

Und morgen du / Fabian Risk Bd.1


ausgezeichnet

Eigentlich mag ich die Eckpfeiler zu so einem Krimi nicht. Viele Charaktere, persönlicher Bezug des Ermittlers zum Fall und das ganze über 500 Seiten gezerrt.

Und doch macht der Autor alles richtig. Sympathische Figuren, eine Handlung, die einfach Sinn macht und ein Erzähltempo, das auch weitere 200 Seiten ausgehalten hätte. Alles perfekt.

Ich freue mich auf Teil 2 und 3, die bereits erschienen sind.

Bewertung vom 03.01.2018
Der Fledermausmann / Harry Hole Bd.1
Nesbø, Jo

Der Fledermausmann / Harry Hole Bd.1


weniger gut

Das war er also. Der erste Harry "Holy" Hole.

Irgendwer hat hier geschrieben, daß der Roman diversen Ballast mit sich trägt, der komplett überflüssig ist. Stimmt. Ich habe mich schwer getan, durchzuhalten. Deswegen habe ich auch ewig gebraucht.

Ohne die weiteren Teile zu kennen, unterstelle ich mal, daß der Roman erst im letzten Drittel jenen Drive bekommt, den die Serie so beliebt macht. Denn erst ab da macht mir das Buch Spaß.

Kernfrage, die mein gesamtes Lesen umfaßte: warum ist die australische Polizei nicht in der Lage, den Mord an einer Norwegerin allein aufzuklären? Irgendwie scheint Nesbo einen Australienaufenthalt verarbeiten zu müssen und geht diesen völlig sinnfreien Weg, seine Figur zu installieren.

Mit "Kakerlaken" legte Nesbo '98 seinen zweiten Hole-Krimi vor. Eine Chance gebe ich ihm noch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 15.12.2017
Mad Rush
Steenbergen, Carsten

Mad Rush


schlecht

Der 3.497. Versuch, eine James-Bond-Kopie zu installieren.

Und das so langweilig und uninspiriert, daß die Story auf RTL2-Niveau hängenbleibt.

Man möge mich mit Fortsetzungen verschonen.

Bewertung vom 27.11.2017
Ragdoll - Dein letzter Tag
Cole, Daniel

Ragdoll - Dein letzter Tag


ausgezeichnet

Wolf ist wieder da. Zurück im Polizeidienst. Nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie. Dort saß er ein, weil er mit dem Freispruch der Gerichtsjury seines letzten Falles nicht klar kam und noch im Gerichtssaal seinem Gerechtigkeitssinn freien Lauf ließ, indem er dem Angeklagten zusammenschlug.

Noch immer leicht neben der Spur, nimmt er seinen Dienst wieder auf. Seine Kollegen beobachten ihn - argwöhnisch bis bewundernd.

Als die titelgebende Ragdoll auftaucht, gegenüber seines heruntergekommenen Appartements, ist schnell klar, daß da noch jemand eine alte Rechnung mit Wolf offen hat: auf einer Todesliste ist er der krönende Abschluß.

Genau das will ich lesen. Eine Story voller Thrill, mehr oder weniger knallharte Bullen und schwarzer Humor.

Für mich ein perfekter Thriller.

Im Januar erscheint Folge 2: "Hangman - Das Spiel des Mörders"

Bewertung vom 31.10.2017
Apartment 16 (eBook, ePUB)
Nevill, Adam

Apartment 16 (eBook, ePUB)


schlecht

Der Autor läßt sich dermaßen viel Zeit mit der Charakterstudie seiner Figuren, die nicht mal mehr detailverliebt, sondern kleinkariert sind, daß er einfach mal das Voranbringen der Story vergißt.

Das mag zwar in anderen Büchern ein Stilmittel sein, das funktioniert, hier wirkt es ermüdend.

Ich habe das ganze Spiel bis Seite 75 mitgemacht und bin dann an Langeweile gestorben. Zumal das Buch in eine Mysterieschiene abdriftet, die auch nicht mein Fall ist.

Schade. Eine gute Idee zäh wie eine Bedienungsanleitung umgesetzt.

Bewertung vom 27.10.2017
Murder Park
Winner, Jonas

Murder Park


ausgezeichnet

Dieser Thriller ist eine dicke Hommage an Edgar Wallace und Agatha Christie.

12 Menschen kommen für einen Wochenendpressetermin auf einer Insel zusammen, die früher ein Freizeitpark war.
Nach drei Morden durch einen Serienkiller war mit dem Park damals Schluß. Ein findiger Geschäftsmann möchte nun auf dieser Insel einen ähnlichen Park eröffnen: nur eben diesmal einen Serienmörder-Themenpark.

Doch irgendwann taucht die erste Leiche auf. Irgendwer nimmt den Themenpark sehr ernst. Ist der Serientäter von damals tatsächlich hingerichtet worden? Die folgenden Morde lassen daran zweifeln ...

Ein Psycho-Thriller, der einen selbst ab und an an sich selbst zweifeln läßt, folgt dem Who-done-it-Prinzip im Stil der "zehn kleinen Negerlein".

Das Ende, das in verschiedenen Rezensionen weswegen auch immer negativ dargestellt wird, hebt sich angenehm vom üblichen Thriller-Einerlei ab und hat mich einfach mal wieder geflasht.

Sehr gut.

Bewertung vom 09.10.2017
Es geschah in Berlin 1910 Kappe und die verkohlte Leiche
Bosetzky, Horst

Es geschah in Berlin 1910 Kappe und die verkohlte Leiche


gut

Mal ehrlich: so ein richtiger Krimi ist Kappes erster Fall gar nicht.

Ein Sittenbild, ein Zeitzeugnis von 1910, stimmungsvoll, plastisch. Aber die Krimikomponenten sind mal einfach zu gering eingesetzt. Auch wenn man letztendlich wissen will, wie und warum die Leiche eben verkohlte.

Bosetzky weiß dennoch zu unterhalten. Wenngleich einige Passagen etwas langatmig sind.

Wer geschichtsneugierig ist, der ist bei Bosetzky genau richtig.

Bewertung vom 29.09.2017
Der Federmann / Nils Trojan Bd.1
Bentow, Max

Der Federmann / Nils Trojan Bd.1


schlecht

Was für ein Schund!

Vorne weg: hierbei handelt es sich um alles, aber um keinen "Psychothriller". Vielmehr wird hier ein seichter Krimi, der ab und an mal blutig sein darf, unter falschem Etikett verkauft.

Der Held - Nils Trojan - ist ein Weichei im Polizeidienst, der zeitweise ausklinken darf. Das alles ist natürlich ungewollt und kein Stilmittel. Der Autor glaubt einen Bullen mit Panikattacken installieren zu können. Geschieden und depressiv. Heimlich verknallt in seine Psychotherapeutin.

Trojan ist immer ergriffen, wenn Tote auftauchen, tritt oder schießt ungestraft Türen im Minutentakt auf, setzt Zeugen unter Druck und sieht eigentlich in jedem einen potentiellen Täter.
Wohlbemerkt: das Ganze ist humorlos geschrieben und ernst gemeint. Daß eine fiktive Geschichte in die Phantasiekiste greifen darf, ist unbestritten. Wenn aber die gesamte Berliner Justiz oder der Berliner Polizeiapparat nebenbei als korrupt dargestellt wird - jedes Türeintreten oder Foltern wird im Nebensatz vom Vorgesetzten oder Staatsanwalt glattgebügelt - hört der Spaß auf. Hier darf ein Autor irgendwelchen Müll schreiben, wie er sich die Welt vorstellt.

Das alles mag es in cool und smart geben - man denke nur an "Schimanski" -, aber Bentow bekommt diesen Schlenker nicht hin, weil er sich und seinen Heulsusen-Helden zu ernst nimmt.

Die Story ist 08/15. Ein paar Morde und ein Täter, der sich ab der zweiten Hälfte andeutet. Die Motivation der Morde ist dann letztendlich nur der Phantasielosigkeit des Autoren geschuldet.

Und einen habe ich noch: einen Berlin-Krimi schreiben, der ohne Berliner auskommt, ist dann mal völlig blöde.

Wie bei Dorn oder Strobel frage ich mich, wie solche Doof-Werke, die die Substanz einer Wassersuppe haben, eine solche Fangemeinde um sich scharen können.

Es gibt derzeit wohl sechs Fortsetzungen. Nope. Dann wohl lieber die Printausgabe des örtlichen Telefonbuches ...

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 19.09.2017
Der Bienenmann / Kommissar Baer Bd.1
Mattay, Elias

Der Bienenmann / Kommissar Baer Bd.1


sehr gut

Ein vielschichtiger, verworrener Krimi. Viele Charaktere und eine Handlung, die nur mäßig in Gang kommt.

Und dennoch belohnt der Autor den Leser, der dran bleibt.

Denn neben einer Serie von Verbrechen, die wie ein Wollknäuel zu entwirren ist, herrscht im Leben der Polizisten auch kein eitel Sonnenschein. Vorneweg agiert der eigensinnige Berliner Kommissar Roman Baer.

Sollte eine zweite Folge erscheinen, bin ich dabei.

Einziges Manko: ein Hauch von Humor hätte dem Buch gutgetan.