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Benutzername: maxibiene
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Bewertungen

Insgesamt 21 Bewertungen
Bewertung vom 06.01.2012
Der Professor
Katzenbach, John

Der Professor


gut

Mit Professor Adrian Thomas ist dem Autor John Katzenbach eine hervorragende Figur gelungen. Als pensionierter Psychologieprofessor leidet Thomas an eine unheilbare Krankheit, die ihm so nach und nach jegliche Lebensgeister nehmen wird. Die besondere Art der Demenz, die ihn mit einer Schnelligkeit auffressen wird, veranlasst ihn dazu, über den schnellen Tod nachzudenken. Doch gerade bei seinen Überlegungen über den Selbstmord macht er eine unglaubliche Beobachtung. Er sieht, wie ein junges Mädchen gewaltsam entführt wird ohne dass er etwas unternehmen kann.
Doch das will er auf keinem Fall zulassen. Er will das Mädchen, das Jennifer heißt, unbedingt finden. Währenddessen erleidet Jennifer unheimliche psychische und physische Qualen. Als Opfer eines psychopathischen Pärchens wird die 16 Jährige in einem Keller gefangen gehalten und von Kameras beobachtet, die weltweit in das Internet übertragen, was in diesem Keller vorgeht. Und das ist bei Weitem nichts Gutes.

John Katzenbach hat sein Werk auf mehrere Handlungsstränge, die parallel und abwechselnd verlaufen, aufgebaut. Mit Spannung erzählt er das Geschehen um die Entführung von Jennifer und die ergebnislose Suche nach ihr durch die Polizei. Während die Polizei noch ins Blinde hinein fahndet, scheint der Professor besser voran zu kommen.
Das Gespür für die jeweiligen Situationen beschreibt Katzenbach mit vielen Emotionen. Er stellt seine Protagonisten so dar, dass deren Charakter gut zur Geltung kommen. Die Angst mit der Jennifer im Kellerverlies zu kämpfen hat verbunden mit der Einsamkeit oder die Gier nach Geld, Sex, und Demütigung durch das Entführerpärchen. Alles erscheint realistisch.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, doch fehlt meines Erachtens das Fesselnde. Der Plot ist teilweise von vielen Längen durchzogen und trotzdem wurde ich von John Katzenbach mit seinem Psychothriller „Der Professor“ gut unterhalten.

Bewertung vom 06.01.2012
Entsetzen / Atlanta Police Department Bd.2
Slaughter, Karin

Entsetzen / Atlanta Police Department Bd.2


gut

Karin Slaughter hat mit ihrem Thriller „Entsetzen“ wahres Entsetzen ausgelöst. Sie erzählt die Geschichte der millionenschweren Abigail Campano, die früher als gewöhnlich nach Hause kommt und völlig fassungslos feststellen musste, dass ihre Tochter tot und bestialisch zugerichtet im Flur zu ihrem Zimmer liegt. Über ihr steht ein junger Mann mit einem Messer in der Hand, der nun auch Abigail bedroht. In ihrer Wut und Angst stellt sie sich dem mutmaßlichen Mörder ihrer Tochter und schafft es schließlich, ihn in einem erbitterten Kampf mit ihren eigenen Händen zu strangulieren.
Special Agent Will Trent, der kurze Zeit später zusammen mit seiner neuen Partnerin Faith Mitchell den Tatort erreicht um diesen zu sichern und mit der verstörten Mutter zu reden, erfährt wenig später von ihrem Ehemann Paul, dass es sich bei der Toten nicht um Emma, ihrer Tochter handelt. Es ist die beste Freundin von Emma, Kayla. Doch von Emma fehlt jede Spur. Bei der Rekonstruktion des Tatherganges stellt Will fest, dass der junge Mann, den Abigail getötet hat, nicht der Mörder sein kann. Denn auch er wurde lebensbedrohlich verletzt. Abigail hat den jungen Mann getötet, bevor er starb. Sie hatte den Falschen getötet.

Karin Slaughter hätte ihren Plot nicht besser beginnen können, denn er lässt hochgradige Spannung vermuten. Doch so rasant wie der Prolog beginnt, führt die Geschichte leider nicht weiter. In abgeschwächter und etwas langatmiger Form beginnen die Ermittlungen nach der Suche um die verschwundene Tochter und der Aufklärung der beiden Tötungsdelikte und Will Trent setzt alles daran, Emma lebend zu finden. Bei seinen Ermittlungen stößt er jedoch des Öfteren an seine Grenzen, denn Will hat ein riesiges Problem. Er ist Legastheniker und nicht in der Lage, zu lesen und zu schreiben. Dies seiner neuen Partnerin auf Zeit zu verheimlichen, wird zusehends schwieriger, den Faith scheint der Lösung dieses Rätsels auf der Spur zu sein.

Die Autorin hat es glänzend verstanden, die Charaktere ihrer Protagonisten zu beschreiben, ihnen eine gewisse Einzigartigkeit zu verpassen, die sie von anderen abhebt. Jeder von ihnen wurde mit gewissen Macken, Fehlern und Liebenswürdigkeiten ausgestattet. Obwohl sie recht viele Figuren in ihrer Story unterbringt, gibt es kein Problem der Zuordnung, da sie ausführlich, manchmal auch etwas zu ausführlich die Beziehungen zu den jeweiligen Bezugspersonen darstellt. Zudem beleuchtet sie auch die Vergangenheiten ihrer Figuren, erzählt von ihren Problemen, von Schmerzen, ihrem Kummer, von Sehnsucht und Angst und vielem mehr. Nicht zu kurz kommen dabei auch die Muttersorgen und die Qualen, die die Protagonistin Abigail durchleidet.

Vom Schreibstil der Autorin war ich etwas enttäuscht. Es fehlt die gewohnte Spritzigkeit und die fesselnde Erzählung, nach denen ich mich in ihren früheren Werken regelrecht verzehrt habe. Lediglich der Prolog hat mich richtig in ihren Bann gezogen. Nichts desto trotz hat sie eine gut ausgereifte Story präsentiert, die vielleicht mit weniger Ausführlichkeit mehr gepunktet hätte.

Fazit: „Entsetzen“, der 2.Fall mit dem ungleichen Ermittlerduo Will Trent und Faith Mitchell ist auf alle Fälle ein lesenswerter Thriller. Selbst wer den 1.Fall „Verstummt“ nicht gelesen hat, findet sehr schnell in die Geschichte hinein. Obwohl dies nicht der beste „Slaughter-Thriller“ ist und die Autorin ihr Potential nicht ausgereizt hat, werde ich ihr treu bleiben und auch künftige Werke von ihr lesen.

4 von 5 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.01.2012
Watch Me - Blutige Spur
Novak, Brenda

Watch Me - Blutige Spur


ausgezeichnet

Brenda Novak erzählt die Geschichte von Sheridan Kohl, die mit 16 Jahren angeschossen wurde und nur knapp dem Tod entkam. Jetzt, 12 Jahre später, ringt sie erneut mit dem Tod. Dass sie noch am Leben ist, verdankt sie Cain Granger, der ihre Liebe zu ihm zwar nie erwidert hat aber trotzdem für sie da war, als sie ihn am nötigsten brauchte.
Als Sheridan vor 12 Jahren mit ansehen musste, wie Jason, Cains Stiefbruder, neben ihr durch eine Gewehrkugel starb und sie selbst in den Bauch geschossen worden ist, verließ sie nach ihrer Genesung ihren Heimatort Whiterock. Obwohl der Mörder nie gefasst worden ist, kehrt Sheridan zurück, um, nachdem das Gewehr wieder aufgetaucht ist, selbst die Ermittlungen in die Hand zu nehmen. Womit sie allerdings nicht gerechnet hat, wird ihr schließlich zum Verhängnis. Denn der Mörder von damals hat es auch dieses Mal wieder auf sie abgesehen.

„Watch Me – Blutige Spur“ ist der erste Thriller den ich von Brenda Novak gelesen habe. Ein durch und durch mit Spannung durchsetztes Werk, das zu keiner Zeit ermüdend wirkt. Die Autorin präsentiert mit viel Einfühlungsvermögen einen Thriller, der es in sich hat. Sie beginnt ihren Plot mit einem rasanten Tempo, der auch im Verlauf regelrecht mit Spannung durchtränkt ist. Der Leser wird von einem brutalen Schauplatz zum nächsten katapultiert ohne dass die Handlung an Energie verliert. Die Protagonisten und ihre Charaktere sind so gut dargestellt, dass man beim Lesen selbst gewisse Emotionen entwickelt und so manches Mal eingreifen möchte.
Zudem versteht es Brenda Novak hervorragend, den Leser mit einer Vielzahl von Verdächtigen zu verwirren. So fast jeder der Protagonisten kam für mich als potentieller Mörder in Frage, selbst Diejenigen, die harmlos erschienen, hatten sprichwörtlich „Leichen im Keller“ zu liegen. Schlecht weg gekommen ist dabei Cain, auf dem sich die ganze Stadt als Mörder eingeschossen zu haben scheint. Doch Sheridan glaubt an Cain´s Unschuld, auch wenn immer wieder leichte Zweifel, teilweise durch den Einfluss Dritter aufkommen. Die Beziehung zwischen den Beiden entwickelt sich indes zu einer Berg- und Talfahrt, wobei sich keiner die wahren Gefühle zueinander eingestehen will.
Mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil schafft es die Autorin, den Leser mit ihrem Werk durchweg am Ball zu halten. Erst wenn der Mörder entlarvt und das Happy End sich anbahnt, kann man das Buch beruhigt aus der Hand legen.

Fazit: „Watch me – Blutige Spur“ ist für mich eines der Highlights, von denen die ich bisher gelesen habe, ein Thriller gespickt mit viel Spannung, Aufregung, Konflikten, Liebe, Erotik, Rache, Hass, Verständnis, Unverständnis u.v.m. Das Buch bekommt von mir eine absolute Kaufempfehlung!

Bewertung vom 06.01.2012
Der Trakt
Strobel, Arno

Der Trakt


ausgezeichnet

Es gibt tatsächlich noch Autoren, die es schaffen, in ihren Psychothrillern ohne blutrünstiges Gemetzel auszukommen. Arno Strobel ist so einer. Und das Fantastische an seinem Werk „Der Trakt“ ist auch noch, dass es gut ist. Arno Strobel hat mich von Beginn an in seinen Bann gezogen. Er baut seine Geschichte ganz allmählich auf und hält den Spannungsbogen über den gesamten Plot hinweg aufrecht. Er erzählt die Geschichte von Sibylle Aurich, die vor 2 Monaten entführt worden ist damit an ihr Experimente durchgeführt werden können. So scheint es zumindest. Zudem bildet sich Sibylle ein, einen Sohn zu haben, der Lukas heißt. Doch sowohl ihr Mann, ihre Freunde und auch ihr Arbeitgeber können sie, nachdem sie sich befreien konnte, nicht erkennen. Welche Qualen Sibylle bei ihrer Odyssee nach ihrer Identität durchmachen muss, schildert Arno Strobel auf beeindruckende und spannende Weise.
Arno Strobel erzählt seine Handlung sowohl aus der Perspektive von Sibylle als auch aus der Sicht von Hans. Hans ist eine Person, die sich nur hin und wieder zu erkennen gibt und Sibylle stets auf der Spur ist. Stück für Stück entlarvt der Autor die Peiniger von Sibylle. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Verwirrung recht groß und man ist sich nicht sicher, wer zu den „Guten“ und wer zu „Bösen“ gehört. Auch wenn der Plot zur Auflösung hin etwas sciencefictionmäßiges an sich hat, ist er trotzdem in sich schlüssig.

Fazit: Wer „Splitter“ von Sebastian Fitzek mag, wird auch „Der Trakt“ von Arno Strobel mögen. Ein durch und durch gelungenes Werk, das Freude und Hoffnung auf weitere Thriller von ihm machen wird.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 06.01.2012
Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1
Bazell, Josh

Schneller als der Tod / Pietro-Reihe Bd.1


gut

Pietro Brnwa bzw. Dr. Peter Brown ist Assistenzarzt in einer großen Klinik von New York, genau genommen in Manhattan. Er hat sich seinen größten Wunsch, den er seit seinem 9. Lebensjahr hat, erfüllt und ist nun Arzt. Als ehemaliger Killer der Mafia, genießt er seinen neuen Status, dem er einem Zeugenschutzprogramm zu verdanken hat. Doch seine Deckung bleibt nicht lange im Verborgenen. Ausgerechnet seinem Mafiaboss Eddy Squillante soll er mitteilen, dass er Krebs im Endstadium hat. Doch Eddy erkennt ihn sofort und gibt ihn zum „Abschuss“ frei.

Josh Bazell hat seine Geschichte „Schneller als der Tod“ in zwei verschiedenen Handlungssträngen, aus Sicht von Pietro in der Ich-Perspektive erzählt. Den Wechsel zwischen den Handlungen in der Vergangenheit und der Gegenwart fand ich teilweise etwas verwirrend.

Allgemein finde ich den Schreibstil von Bazell etwas gewöhnungsbedürftig. Seine Kraftausdrücke fand ich ziemlich unpassend. Entweder habe ich den falschen Humor oder ich habe Bazell nicht verstanden. Über die „humoristischen“ Einlagen konnte ich nämlich überhaupt nicht lachen. Zumal das Thema, welches er verarbeitet hat, für derartige Witze gar nicht geeignet ist.

Aber nichts desto trotz habe ich mich durch die Seiten gearbeitet und habe dabei eine neue Erfahrung, was Schreibstil und Humor betrifft, gemacht. Positiv zu erwähnen ist auf alle Fälle, die Erläuterung verschiedener Begriffe als Fußnote auf den jeweiligen Seiten. So braucht man bei den ganzen medizinischen Fachbegriffen wenigstens nicht zu googeln.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.10.2011
Die Zahlen der Toten / Kate Burkholder Bd.1
Castillo, Linda

Die Zahlen der Toten / Kate Burkholder Bd.1


sehr gut

Die Leseprobe, die hier veröffentlichten Rezensionen mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4 bis 5 Sternen und die Ankündigung des 2. Romans von Linda Castillo haben mich dazu animiert, das Buch Zahlen der Toten zu kaufen, da ich immer auf der Suche nach neuen und guten Schriftstellern bin. Vor allem bin ich überzeugte Leserin von Serienbüchern. Wenn diese Bücher dann auch noch spannend geschrieben sind, kann mich nichts mehr halten. So war dann auch die Erwartungshaltung und Messlatte für dieses Buch, aufgrund der guten Bewertungen, ziemlich hoch angesetzt.

Doch worum geht es in diesem Buch? In der Amish-Gemeinde, in der einst auch die Hauptprotagonistin, die Polizeichefin Kate Burkholder, aufwuchs, wurde eine weibliche Leiche gefunden. Vor ihrem Tod wurde die junge Frau bestialisch gefoltert. Für Kate ist es wie ein Deja vu, denn vor 16 Jahren starben in dem kleinen beschaulichen Örtchen, Painters Mill, Frauen auf gleicher Weise und die Folterungen, die diese Leiche aufweist, sind übereinstimmend mit denen aus der neuesten Zeit. Kate weigert sich daran zu glauben, dass der Mörder von damals zurück gekehrt ist. Denn nur sie weiß, warum das nicht möglich ist. Sie versucht diesen und die folgenden Morde aufzuklären, gelangt aber wegen ihrer Unerfahrenheit, schnell an ihre Grenzen. Zwangsweise wird ihr der BCI-Agent John Tomasetti für ihre Ermittlungsarbeit zur Seite gestellt, der, obwohl depressiv, alkohol- und tablettenabhängig, schnell hinter ihr Geheimnis gelangt, dass sie solange versucht hat zu verbergen. Doch gemeinsam schaffen sie es, den Mörder dingfest zu machen. Ganz nebenbei bahnt sich zwischen den beiden noch eine kleine Liebesgeschichte an.

Das Buch beginnt mit einem atemberaubenden Prolog, Spannung und Entsetzen pur. Doch dann setzte eine gewisse Langatmigkeit ein, die sich so ziemlich bis in das zweite Drittel des Buches zog. Durchhalten lohnt sich, denn im letzten Drittel hat Linda Castillo noch mal richtig Gas gegeben und der Leser kommt dabei voll auf seine Kosten. Der Schreibstil von Linda Castillo ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt aus mehreren Perspektiven, die immer wieder wechseln. Trotzdem lässt sich das Buch, das ein beeindruckendes Cover hat, sehr flüssig lesen.

6 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.10.2011
Entrissen / Marina Esposito Bd.1
Carver, Tania

Entrissen / Marina Esposito Bd.1


ausgezeichnet

Entrissen, ein gewaltbeladener Thriller, der seinem Buchtitel "leider" alle Ehre macht. Ein Serienmörder hat es auf einen besonderen Typ von Frauen abgesehen. Sie werden nicht nur auf bestialische Weise getötet, sondern ihnen werden aus ihren Leibern im wahrsten Sinne des Wortes die ungeborenen Leben entrissen. Es beginnt eine nervenaufreibende Jagd nach dem Mörder, denen das Ermittlerteam um Phil Brennan und der hinzugezogenen Psychologin Marina Esposito ausgesetzt sind. Die Indizien, die sie an den Tatorten zusammentragen, lassen sie allerdings nur eine brauchbare Spur verfolgen. Doch Marina ahnt, dass es die falsche Fährte ist und begibt sich, bedingt durch ihre persönlichen Lebensumstände, später selbst in höchste Gefahr.

Tanja Carver hat mit ihrem Debütroman „Entrissen“ einen spannenden Thriller präsentiert, den sie in kleine, überschaubare Kapitel gegliedert hat. Dadurch lassen sich die fast 540 Seiten gut in einem Zug lesen. Die einzelnen Charaktere hat sie sehr bild- und glaubhaft dargestellt. Besonders gefiel mir jedoch die Darstellung eines Protagonisten, der seelisch hochgradig gestört ist. Als Nebenhandlung wird die Lovestory um zwei der Protagonisten erzählt, was ich persönlich gut finde, denn dadurch wird von der Brutalität der übrigen Handlung abgelenkt und der Puls kann sich so wieder etwas erholen. Obwohl sich das Ende gewissermaßen recht zeitig erahnen lässt, kommt absolut keine lange Weile beim Lesen auf.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 31.10.2011
Für immer und eh nicht
Wanner, Heike

Für immer und eh nicht


sehr gut

Wie im wahren Leben so auch im Himmel sind Meetings, Protokolle etc. auf der Tagesordnung. Vor allem dann, wenn es darum geht Erfolge oder Misserfolge einer Mission genau zu dokumentieren.

Während eines Streits beim wöchentlichen Himmelsmeeting kommt es zwischen Adam und Eva zu einer interessanten Wette. Eva behauptet, dass es den perfekten Traummann gibt, was Adam natürlich ganz anders sieht. Um das zu beweisen soll ein Schutzengel in Form eines absoluten Traummannes auf die Erde um eine "menschliche Frau" glücklich zu machen.

Raphael, der ab sofort der auserkorene Traummann von Teresa ist, landet schließlich „ganz zufällig“ in ihrer Nähe. Teresa, die glaubt am Ziel ihrer Wünsche zu sein, verliebt sich Hals über Kopf in Raphael. Doch im Laufe der Zeit muss sie feststellen, dass alles ganz anders ist, als sie es sich vorgestellt hat.

Schon beim Lesen der Leseprobe geriet ich in ein Wechselbad der Gefühle, das auch beim Gesamtwerk nicht ausblieb. Die anfängliche Skepsis zum Inhalt des Buches verschwand spätestens, nachdem ich in etwa die Hälfte dessen geschafft hatte. Obwohl ich mich bis zu diesem Zeitpunkt mehr recht als schlecht durch die Seiten quälte, wurde ich mit der überraschenden Wende der Story hell wach.

Heike Wanner hat es zumindest durch ihren flüssigen Schreibstil verstanden mich am „Ball“ zu halten, was sich letztendlich durch die vielen eingebauten Turbulenzen und Überraschungen zum Finale hin bezahlt gemacht hat.

Die von ihr geschaffenen Protagonisten wirken natürlich und sympathisch. Man erhält das Gefühl, jeden von ihnen zu kennen oder zumindest im Leben schon einmal begegnet zu sein. Besonders aber gefielen mir die Dialoge zwischen Teresa und ihrer Mutter, die einfach nur köstlich und amüsant waren.

Fazit: Es gibt einen Fan mehr von Heike Wanner und als hartgesottener Krimi- und Thrillerleser werde ich mir ab sofort mehr von dieser Art Büchern gönnen.

Bewertung vom 31.10.2011
Der Vollstrecker / Detective Robert Hunter Bd.2
Carter, Chris

Der Vollstrecker / Detective Robert Hunter Bd.2


ausgezeichnet

Es sind gerade noch 10 Tage bis Weihnachten als Robert Hunter, Detektiv im Mordderzernat I des Los Angeles Police Departements zusammen mit seinem Partner, Detektiv Carlos Garzia, zu einem Mordfall in eine Kirche gerufen werden. Immer dann, wenn es sich um ein besonders schweres Gewaltverbrechen handelt, das einem Serienmörder zuzuschreiben ist, kommen die beiden Detektivs zum Einsatz. Hunter und Garcia finden in der Kirche vor dem Beichtstuhl den enthaupteten Leichnam eines Mannes im Priestergewand. Auf seinem Rumpf wurde ihm ein Hundekopf „gepflanzt“. Während sie, völlig im Dunkeln tappend, nach einem Motiv und Täter suchen, geschieht wenige Tage später ein zweiter Mord. Vermutlich handelt es sich um denselben Täter, denn er hat sein Opfer, genau wie das Vorherige, nummeriert. Die Suche nach dem Motiv scheint sich schwieriger zu gestalten als gedacht, als den Detektivs unerwartete Hilfe durch ein Mädchen mit übersinnlichen Kräften zuteil wird. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie dann schließlich auf weitere Mordfälle und auf ein vermutliches Motiv, das 25 Jahre zurück liegt.

Chris Carter´s neuester Thriller „Der Vollstrecker“ mit dem schon aus seinem Debütroman bekannten Ermittlerduo Hunter und Garcia hat mir wesentlich besser gefallen, als sein Debütroman „Der Kruzifixkiller“. Zwar sind die Morde ebenfalls sehr detailliert und brutal beschrieben, aber dieses Mal ist Carter mehr auf die Opfer eingegangen, sodass man seine eigenen Sympathien und Antipathien schnell entwickeln konnte. Zudem empfand ich, dass sein Schreibstil durchaus flüssiger geworden ist. Von der ersten Seite an wurde die Spannung, bis auf wenige Textpassagen, bis zur letzten Seite aufrecht erhalten. Durch die Einteilung des Buches in kleine, übersichtliche Kapitel ließen sich die verschiedenen Handlungen und Szenenwechsel gut überschauen.

Das Einzige, was mich an dem ganzen Plot gestört hat, war die Vermischung der Handlung mit zwei verschiedenen Serientätern. Meiner Meinung nach war der Stoff für einen Serientäter und der Anzahl an Opfern schon ausreichend, so fand ich das Ganze ziemlich überladen.

Fazit: Obwohl ich aufgrund der Leseprobe, die mir nicht so gut gefiel, mit dem Kauf des Buches lange gehadert habe, muss ich sagen, es hat sich gelohnt. Die Seiten hingen wie an einem einzigen Faden, man konnte das Buch erst weg legen, bis alles ausgelesen war. Ich kann dieses Buch, wer gerade nicht so zart besaitet ist, nur empfehlen.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.