Schnitt - Raabe, Marc
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Marc Raabe 

Schnitt

Psychothriller. Originalausgabe

Broschiertes Buch
 
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Schnitt

Ein kleiner Junge beobachtet einen grausamen Mord. Und er vergisst. Dreißig Jahre lang. Bis seine Freundin in die Hände eines gefährlichen Psychopathen gerät. Nur wenn er sich erinnert, kann er sie retten. Doch das ist sein eigenes Todesurteil.


Produktinformation

  • Verlag: Ullstein Tb
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 447 S.
  • Seitenzahl: 448
  • Ullstein Taschenbuch Nr.28435
  • Deutsch
  • Abmessung: 211mm x 137mm x 37mm
  • Gewicht: 474g
  • ISBN-13: 9783548284354
  • ISBN-10: 3548284353
  • Best.Nr.: 34508936
"Marc Raabe hat mit diesem fulminanten Psychothriller seinen beachtenswerten ersten Roman vorgelegt - und gleich einen Treffer gelandet.", Krimi-couch.de, 01.05.2012
Marc Raabe, 1968 geboren, ist Geschäftsführer und Gesellschafter einer Fernsehproduktion. Schnitt ist sein erster Psychothriller. Marc Raabe lebt mit seiner Familie in Köln.


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Kundenbewertungen zu "Schnitt" von "Marc Raabe"

15 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 15 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Sandra am 13.01.2013 ***** ausgezeichnet
Selten das mich ein Buch so gefesselt hat!!! Unbedingt lesen!!

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Bewertung von allegra am 12.12.2012 ***** ausgezeichnet
Im Prolog, der 1979 spielt, begibt sich ein Junge in den verbotenen Bereich im Keller seines Wohnhauses. Er wurde nachts durch einen lauten Streit seiner Eltern geweckt und begibt sich in seinem Lieblingsschlafanzug mit Luke Skywalker auf der Brust ins „Labor“. Ein Raum im Keller, in den nur sein Vater Zutritt hat. Was der kleine Gabriel da sieht, prägt ihn für sein ganzes Leben. Sein Vater hat in seinem Labor eine für den damaligen Stand sehr fortgeschrittene Video/Fernseh-Ausstattung. Die Bilder, die Gabriel in einem Video sieht, sind für die Seele des kleinen Jungen sehr verstörend. Noch schrecklicher ist die Szene, die er kurz danach in seinem Elternhaus erleben muss, so dass er eine Amnesie erleidet und anstelle der Erinnerungen die Stimme von Luke Skywalker tritt, die ihn von da an fortwährend begleitet. In der alles verändernden Nacht verliert er seine Eltern und kann nur knapp mit seinem kleinen Bruder David aus seinem brennenden Elternhaus fliegen. Gabriel führt kein einfaches Leben. Er ist schwer traumatisiert und muss jahrelang in der Psychiatrie behandelt werden. Erst mit 40 Jahren führt er ein relativ normales Leben. Er arbeitet in einer Security-Firma in der Objektbewachung und wohnt zusammen mit seiner Freundin Liz, einer erfolgreichen Filmjournalistin. Zu seinem Bruder David, der bei einem Fernsehsender arbeitet und ein Kollege von Liz ist, ist der Kontakt abgebrochen.

Während eines Einsatzes nachts erreicht ihn ein verzweifelter Anruf seiner Freundin, die gerade in einem Park überfallen wurde. Sie scheint schwer verletzt zu sein. Gabriel ruft Notrufzentrale an und rast so schnell er kann zum Ort des Geschehens. Dort ist bereits die Polizei mit einer Leiche, aber es handelt sich um einen unbekannten Mann. Liz ist verschwunden. Aufgrund seiner schwierigen Vergangenheit wird Gabriel verdächtigt, den Mann umgebracht zu haben. Gabriel nimmt Kontakt zu seinem Bruder David auf, der die Krankenhäuser nach Liz absucht. Keine Spur. Liz wurde entführt. Damit beginnt eine rasante Jagd, bei der klar wird, dass Gabriel seiner Freundin nur helfen kann, wenn er sich an die Schreckensnacht vor 29 Jahren erinnert.

„Schnitt“ war für mich der Herbstschocker dieses Jahres. Ich habe diesen beklemmenden und spannenden Thriller innert weniger Tage gelesen. Er ist in einer sehr eingängigen, angenehm zu lesenden Sprache verfasst. Max Raabe erzählt seinen Thriller in der Gegenwart, was einen als Leser direkt am Geschehen teilnehmen lässt. Die handelnden Personen, die in einer überschaubaren Zahl vorkommen, sind anschaulich beschrieben. Die Hauptfiguren sind glaubhaft charakterisiert. Mit Gabriel, der von der inneren Stimme von Luke Skywalker getrieben wird, ist ihm eine ganz tolle Figur gelungen.
Die einzelnen, anfangs noch verworrenen Handlungsstränge sind sorgfältig angelegt und werden im Laufe der Geschichte entwirrt und aufgelöst. Es gibt kaum Nebenschauplätze, die am Ende nicht eine Rolle spielen würden und ich denke, dass man das Buch nach ein paar Jahren auch gut ein zweites Mal lesen kann, weil es nicht nur von der Frage des Täters getrieben wird, sondern viele Details, die man vielleicht überliest, am Ende doch eine Bedeutung haben.

Mein Fazit:

Max Raabe ist ein Autor, von dem wir bestimmt noch mehr zu lesen bekommen. Vielleicht ist es noch zu früh von einem neuen Stern am deutschten Thrillerfirmament zu sprechen. Aber zumindest eine Sternschnuppe ist da aufgegangen und ich hoffe, dass sie nicht zu schnell verglühen wird. Ich hätte gerne mehr davon.

Von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung für Thrillerfans mit einer Vorliebe für psychologische Feinheiten.

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Bewertung von anyways aus greifswald am 07.11.2012 ***** gut
Was geschah in der Nacht des 13. Oktobers 1979, an deren Ende zwei schwer traumatisierte minderjährigen Waisen, vor den Leichen ihrer Eltern und dem abgebrannten Haus stehen?
29 Jahre später kann sich der Ältere, Gabriel, immer noch nicht an diese schreckliche Nacht erinnern. Er hat in den vergangen Jahren eine wahre Odyssee, vom Kinderheim über die geschlossene Psychiatrie, bis ihn sein jetziger Chef dort rausholt. Seit 20 Jahren arbeitet er nun für ein Sicherheitsunternehmen, das Alarmanlagen baut und wartet. Zu seinem jüngeren Bruder David hat er keinen Kontakt, nur ein Lichtblick gibt es seit ein paar Monaten. Durch Zufall lernt er die Journalistin Liz kennen und lieben. Diesem Glück steht nur etwas im Wege: Der Person, die über die Ereignisse von vor 29 Jahren genauestens Bescheid weiß, und er hat was dagegen. Die dramatischen Ereignisse beginnen mit einer Alarmauslösung in einer alten Villa und enden mit der Entführung von Liz. Gabriel muss sich seiner Vergangenheit stellen um Liz zu retten.

Warum geht eine junge, schwangere Frau nachts, ohne Begleitung, durch den nahegelegenen Stadtpark spazieren? Das war der erste kleine Wermutstropfen der mir auffiel, denn wie in einem Horrorfilm möchte man jetzt die Protagonistin warnen sich nicht allzu sicher zu fühlen. Trotzdem verfügt dieses Debüt, um gut gesetzte Spannungsbögen, interessante Wendungen, zwielichtige und vielschichtige Persönlichkeiten. Zwischendurch weiß man nicht wer Feind oder Freund ist. Wichtig ist auch, dass ein Thriller, trotz einiger Schwächen, zu fesseln vermag. Das schafft der Autor zweifelsohne. Eine Sache ist mir neben ein paar kleinen Ungereimtheiten i n der Story noch negativ aufgefallen: Der Autor ist permanent am Vergleichen. Ein bildhafter Schreibstil ist durchaus abwechslungsreich und lockert das Ganze auf, wenn ich aber Sätze wie diesen lese: „… als berste ein trockener Holzstamm.“ oder „Der Himmel kotzt sich aus“, tja dann finde ich die eher gesagt missglückt.

Fazit: Ein rasantes Thriller Debüt mit einer wirklich fesselnden Story und einigen wenigen Wiedersprüchlichkeiten.

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Bewertung von MrsFabulous aus Berlin am 12.09.2012 ***** ausgezeichnet
Dieses Buch ist definitiv nichts für jedermann. Es ist sehr spannend, aber gleichzeitig auch grausam und hin und wieder abartig. Wer einen Hang zu wirklich gruseligen und aufregenden Kriminalromanen hat, wird hier seine Freude haben. Allerdings ist dies kein gewöhnlicher Kriminalroman. Die Polizei taucht zwar auf, hat aber keine wirklich große Rolle. Hin und wieder erinnerte mich die Art auch ein wenig an Dan Brown, da hier auch nur die Hauptfigur ermittelt und die Polizei eine untergeordnete Rolle spielt. Wer von Sakrileg und Co also angetan war, wird dieses Buch nicht unbedingt mögen (das der Marc Raabe nämlich ein gutes Buch geschrieben hat ;-) ), aber zumindest die Art.
Marc Raabe hat hier ein anspruchsvolles Buch geschrieben, dass aber dennoch einfach zu lesen ist. Man hat nicht das Gefühl, dass man hier auf stumpfsinnige Action und grausame Abschlachterei trifft (auch wenn es irgendwie so ist), weil er es geschafft hat, dass ganze irgendwie stilvoll zu verpacken und somit aus einem wirklich grausamen Buch noch etwas „höheres“ geschaffen hat.
Sein Schreibstil ist wirklich fesselnd, was meiner Meinung nach, auch durch den Wechsel der Erzähler verursacht wird. Seine Texte sind einfach zu verstehen, aber auch nicht unterstes Niveau.

Unterhaltsam ist dieses Buch definitiv. Ehrlich gesagt wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es auch relativ schnell durchgelesen, wenn man bedenkt, dass ich auch noch anderes zu tun habe. Hier sollte ich allerdings darauf verweisen, dass mir die Handlung ein wenig suspekt war. Natürlich hat es mich unterhalten, aber irgendwie wurde mir zu viel gemordet. Denn irgendwie hat jeder mal irgendjemanden umgebracht und ich glaube, wenn dieses Buch mal verfilmt werden sollte, wird man nur Blut sehen. Ständig wird gemordet, geklaut und verprügelt, was meiner Meinung nach doch schon recht heftig erscheint. Auch dieses übertriebene „unter gar keinen Umständen der Polizei vertrauen“ erscheint mir etwas hoch gegriffen. Aber hätte Raabe es nicht so getan, wäre es vermutlich auch nicht so fesselnd.
Auch die Spannung kommt hier nicht zu kurz. Man fiebert wirklich mit den Personen mit. Auch wenn ich sagen muss, dass ich nur bei Liz mitgefiebert habe,die anderen Personen waren mir irgendwie allesamt unsympathisch.
Humor ist hier keiner vorhanden. Jedenfalls keinen, den ich herauslesen konnte. Aber ich denke, dass würde diesem Werk auch nicht gut tun, also ist es schon ganz ok, dass hier der Humor zu kurz kommt.

Dieses Buch fesselnd einen, hält einen in Atem und reißt einen mit hinein in die Geschichte. Ich konnte nachts kaum schlafen, da die Handlungen so anschaulich beschrieben sind, dass ich nachts wirklich angst hatte (allerdings habe ich wegen so was ständig angst^^).
Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung und ich hoffe auf ein weiteres Werk dieses Autoren, da ich wirklich begeistert war. Die kleinen Kritikpunkte sind meiner Meinung nach auch keinen Stern Abzug wert, somit gibt es volle 5 Sterne!

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Bewertung von Aenna (www.buecherspleen.blogspot.com) aus Niedersachsen am 13.08.2012 ***** ausgezeichnet
Ein kleiner Junge geht eines Nachts in den Keller seines Elternhauses.
Das ist eigentlich streng verboten.
Und so sieht der elfjährige Gabriel, was er nicht sehen sollte.
Was er dort sieht und was danach passiert, ist so schrecklich, dass er es wieder vergisst.
30 lange Jahre lang verdrängt er die Geschehnisse von Damals in sein tiefstes Unterbewusstsein.
Dann verschwindet seine schwangere Freundin Liz, und die Vergangenheit holt ihn wieder ein.
Liz ist in großer Gefahr, und wenn er sie retten will, muss er sich erinnern...

"Schnitt" ist das schriftstellerische Debüt des Kölner Regisseurs Marc Raabe, der mit seinem Erstling beweist, dass er nicht nur Filme machen kann.

Er beginnt seine Geschichte mit einem absolut spannenden Prolog und setzt sie dann 30 Jahre später fort.
Dabei agiert er so geschickt, dass der Leser lange Zeit nicht weiß, ja, nicht einmal vermuten kann, auf was das Ganze letztendlich hinausläuft.

So unberechenbar wie die Geschichte ist auch Raabes Hauptfigur Gabriel, der dem Leser von Anfang an suspekt ist.
Hochgradig psychisch gestört und gewaltbereit, ist er zunächst nicht unbedingt der Sympathieträger, wie man ihn sich für seine Lektüre wünscht.
Dennoch stellt er einen sehr interessanten Charakter dar, der sich uns Stück für Stück offenbart.

Getragen wird das Ganze von einer enormen Spannung, die bereits zu Beginn des Buches mit dem Prolog einsetzt und sich im Verlauf der gesamten Geschichte immer noch zu steigern vermag.
So "flog" ich förmlich von Kapitel zu Kapitel, kaum in der Lage, das Buch aus der Hand zu legen.

"Schnitt" ist zwar als Psychothriller deklariert und an psychologischer Spannung auch kaum zu überbieten.
Dennoch verschont uns Raabe nicht mit blutigen Details und schockierender Brutalität, die mir einige Male die Gesichtszüge entgleisen ließ....
Die Mischung aus Beidem ist aber aus meiner Sicht perfekt portioniert.

Marc Raabe hat eine raffinierte, perfekt durchdachte und zudem recht außergewöhnliche Geschichte präsentiert, die mir sehr gut gefallen hat.

Ich hoffe sehr, dass sich der Autor von nun an vermehrt dem Schreiben zuwendet. denn gerne würde ich mehr von ihm lesen.

Kurz und knapp:
Intelligenter Schocker mit Gänsehautgarantie!

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Bewertung von Blacky (blacky-book@live.de) am 05.08.2012 ***** ausgezeichnet
Inhalt:
Ein kleiner Junge beobachtet einen grausamen Mord. Und er vergisst. Dreißig Jahre lang. Bis seine Freundin in die Hände eines gefährlichen Psychopathen gerät. Nur wenn er sich erinnert,kann er sie retten. Doch das ist sein eigenesTodesurteil...

Der Roman trägt die Bezeichnung "Psychothriller" und das ist er auf jeden Fall. Es ist so spannend (und das durchgehend) dass mir stellenweise die Luft wegblieb. Immer wenn man meint, jetzt hat er einen Ausweg gefunden, gibt es neue Probleme. Erst ganz am Ende ist klar wer dahintersteckt und warum. Megaspannend, teilweise der reinste Horror (im besten Sinne) und absolut empfehlenswert. Ich hoffe auf weitere Thriller dieses Autors.

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Bewertung von Claudias Bücherregal aus Schleswig-Holstein am 07.07.2012 ***** gut
Wenn die Vergangenheit dich wieder einholt, du dich aber nicht an sie erinnern kannst, dann hast du ein Problem, ein großes sogar! So ergeht es auch Gabriel. Als kleiner Junge hat er einen grausamen Mord beobachtet. Als nun seine Freundin Liz von einem Psychopathen entführt wird, spielt dieser auf genau dieses Verbrechen an, welches knapp 30 Jahre zurück liegt. Gabriel kann seine Freundin nur retten, wenn ihm die Geschehnisse wieder einfallen, aber seine Erinnerung bleiben trüb und erst recht die dringend benötigten Details fallen ihm einfach nicht ein.

Der Titel zum Debütroman von Marc Raabe könnte passender nicht sein. Schnitt - gravierende Einschnitte im Leben eines kleinen Jungen - Schnitt - brutale Messerschnitte am menschlichen Körper - Schnitt. Eine Kurzbeschreibung, die einen fulminanten Psychothriller verspricht, gepaart mit der Aussage von Sebastian Fitzek, dass dieser Roman eine "Alptraum-Gefahr" sei. Was soll da noch schief gehen ...

"Weißt du, es wäre schade, alles zu verraten, diese Angst, diese Ungewissheit in deinen Augen, dieses Zittern, wie eine Kerzenflamme, die nicht weiß, wie viel Wachs noch unter ihr ist. Das ist wunderschön anzusehen." (Seite 281)

Leider kann trotzdem noch so einiges schief. Der Roman fing ganz gut an, aber ein Thriller liest sich anders. Die Handlung an sich und der Schreibstil haben mir gefallen. Das Buch ist in kurze Kapitel aufgeteilt, die fast alle in chronologischer Reihenfolge stehen und hauptsächlich aus drei verschiedenen Sichten präsentiert werden. Da wären Gabriel, dessen Vergangenheit nicht gerade einfach war und welche sich ihm selbst zum Teil nicht offenbart, Liz, seine Freundin und erfolgreiche Journalistin, und David, Gabriels Bruder, dessen Leben extrem durcheinander gerät, nachdem Gabriel sich plötzlich bei ihm meldet. Der Roman lässt sich gut lesen, aber ich konnte keine Verbindung zu einer dieser drei Personen aufbauen. Mir fehlte einfach eine gewisse Tiefe bei der Ausarbeitung der Charaktere, somit konnte ich auch keine Sympathie oder Mitgefühl beim Lesen empfinden.

Marc Raabe hat es geschafft alle Fäden zu einem sinnvollen Ende zu verweben und auch die Aufklärung (Täter und Tatmotiv) waren stimmig und interessant. Trotzdem war der Roman für mich nur Mittelmaß, da so gut wie keinerlei Spannung aufkam. Das ist meiner Meinung nach das größte Manko dieses Debütromans, der mich somit lediglich inhaltlich überzeugen konnte.

Fazit: Inhaltlich interessant gestaltet, aber ohne große Spannung, daher leider kein Pageturner und nur für Leser zu empfehlen, die Thrillermaterial ohne Nervenkitzel lesen möchten.

Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (11. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548284353
ISBN-13: 978-3548284354

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Bewertung von KimVi aus Niedersachsen am 19.06.2012 ***** ausgezeichnet
Der elfjährige Gabriel weiß, dass er nichts im Labor seines Vater zu suchen hat. Doch als die Eltern streiten, scheint der Zeitpunkt günstig, endlich mal einen verbotenen Blick zu riskieren. Schritt für Schritt nähert er sich der sonst verschlossenen Tür im Keller des Hauses. Gabriel ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass diese Entscheidung sein ganzes Leben verändert wird. Denn das, was er im Keller sieht, ist so schrecklich, dass sein Gehirn die Erinnerung daran einfach löscht.

Fast dreißig Jahre später wird er sich den Schrecken der Vergangenheit stellen müssen. Denn sein mühsam aufgebautes Leben droht aus den Fugen zu geraten, als seine schwangere Freundin Liz in die Hände eines geheimnisvollen Psychopathen gerät. Ein spannendes Katz- und Mausspiel beginnt. Gabriel weiß, dass er es nur dann gewinnen kann, wenn die Erinnerungen zurückkehren....

In seinem Erstlingswerk versteht es Marc Raabe vom ersten Moment an Spannung aufzubauen. Denn im Prolog gewährt er einen kurzen Einblick in die schicksalhafte Nacht, in der der damals elfjährige Gabriel den Entschluss fasst, einen Blick in das verbotene Labor seines Vaters zu werfen. Man verfolgt gebannt, wie der Junge die Stufen hinabsteigt - doch was dann geschieht, bleibt lange im Dunkeln. Dadurch gelingt der Einstieg in den Thriller problemlos und das Interesse an der Handlung ist von Anfang an geweckt.

Nach dem spannenden Prolog folgt ein Zeitsprung, sodass man sich im Geschehen der Gegenwart, fast dreißig Jahre nach dem schicksalhaften Abend, wiederfindet. Dem Autor gelingt es mühelos, die aufgebaute Spannung zu halten und sie durch rasante Szenenwechsel und relativ kurze Kapitel, die an entscheidenden Stellen stoppen, noch zu steigern. Das aktuelle Geschehen wird im Präsens erzählt, dadurch hat man das Gefühl hautnah dabei zu sein und die Ereignisse genau zu beobachten. Rückblicke oder Erinnerungsfetzen heben sich durch die dort verwendete Vergangenheitsform von der aktuellen Erzählung ab.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Durch die detaillierten, aber keinesfalls ausufernden Beschreibungen, kann man sich Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen. Dadurch kann man mühelos in die Handlung eintauchen und sich nur schwer vom Gelesenen lösen. Marc Raabes Hauptakteure überzeugen durch ihre Lebendigkeit. Sie haben Stärken, aber auch Schwächen und wirken dadurch menschlich. Man entwickelt Sympathien und spontane Abneigungen. Doch manchmal fällt es auch schwer, die Protagonisten einzuschätzen. Allerdings erhöht diese Ungewissheit den Spannungslevel enorm. Der Autor gibt die Hintergründe des Thrillers nur ganz langsam und häppchenweise preis. Überraschende Wendungen sorgen außerdem dafür, dass man bis kurz vor Schluss im Dunkeln tappt.

Mich konnte dieses Debüt durch eine spannende Handlung, rasante Szenenwechsel, lebendige Charaktere und eine kaum vorhersehbare Auflösung überzeugen. Ich vergebe deshalb begeisterte fünf Sterne und freue mich bereits jetzt auf weitere Bücher des Autors.

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Bewertung von BlueNa aus Remchingen am 08.06.2012 ***** ausgezeichnet
Tief in deinen Erinnerungen lauert das Böse

Gabriel Naumanns Vergangenheit scheint ihn einzuholen, als er eines Nachts zu einem stillen Alarm in eine Villa in Berlin fährt. Dort findet er ein offenes Tor und Fußspuren im Staub der seit Jahrzehnten leerstehenden Villa. Als er ein pompöses Kleid im Keller entdeckt, klingelt sein Handy und Gabriels schwangere Freundin Liz fleht ihn an, ihr zu helfen weil sie überfallen wurde. Gabriel eilt schnell zur angegebenen Stelle, doch von Liz keine Spur und die Polizei glaubt ihm kein Wort. Liz befindet sich in den Fängen eines Psychopathen und der will, dass er sich um jeden Preis an jene Nacht am 13. Oktober 1979 erinnert, die so sorgfältig aus seinem Gedächtnis getilgt wurde. Was hat der damals 11-jährige Gabriel gesehen?

Nach einem spannenden, düsteren und lauter Fragen aufwerfenden Prolog startet der Thriller in Gabriels Leben, knapp 30 Jahre nach den Geschehnissen am 13. Oktober 1979. Er muss einen Alarm in einer Villa überprüfen, zu der sein Chef Yuri ihn eigentlich nicht fahren lassen will. Das allein sollte Gabriel schon merkwürdig vorkommen, doch die Villa toppt das dann nochmal an Merkwürdigkeit. Das tritt jedoch alles in den Hintergrund als Gabriels schwangere Freundin Liz plötzlich spurlos verschwindet, er von der Polizei des Mordes verdächtigt wird und ein Psychopath von ihm verlangt sich an den dunkelsten Tag seines Lebens zu erinnern. Ich bin wirklich hin und weg von der Story, die für mich nicht so leicht zu durchschauen war. Klar, hatten wir schon manch einen Protagonisten mit Amnesie (im „Seelenbrecher“ von Sebastian Fitzek und bei „Der Trakt“ von Arno Strobel), doch nie war der partielle Gedächtnisverlust so gut und plausibel erklärt wie hier.

Der Schreibstil in diesem spannenden Psychothriller ist sehr gut und flüssig zu lesen. Man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass man „nah dran“ am Geschehen ist. Dieses Gefühl entsteht dadurch, dass das Buch im Präsens geschrieben ist, was mir aber erst nach einigen Kapiteln wirklich auffiel. Ansonsten sind mir die Worte oft durch und durch gegangen, ich hatte Gänsehaut beim Lesen, hab mit den Protagonisten mitgefiebert und mitgerätselt und es manchmal vor Spannung kaum ausgehalten. Es fließt auch Blut in diesem Thriller, aber nicht im Übermaß, ich fand es genau richtig so.

Die Protagonisten selbst konnten mich schnell überzeugen. Sie haben alle Tiefgang und Charakter, jeder Einzelne von ihnen, selbst die Nebenfiguren. Gabriel ist kein typischer „Held“, er hat Probleme, hört eine Stimme, die zu ihm spricht und ihn „Luke“ nennt. Doch dann ist da plötzlich die junge Journalistin Liz in die er sich verliebt. Liz ist eine starke und neugierige Persönlichkeit, die nachts im Park spazieren geht und keine Story sausen lässt, sei sie auch noch so riskant. David, Gabriels Bruder, ist zu Beginn ein echtes Weichei, doch dann entwickelt er sich und wird immer sympathischer, er kämpft gegen seine Ängste, so wie Gabriel gegen die Stimme kämpft. Den Psychopath kann man wirklich nur als solchen bezeichnen. Er ist krank im Hirn, krank an der Seele und grausam.

Das Cover der hochwertigen Klappenbroschur ist in hellen Grautönen gehalten. Eine Biene ist auf dem unteren, blutigen Rand zu sehen und eine bluttriefende Messerspitze schneidet von hinten durch das Cover. Das blutige Messer und der Titel sind in Spotlackoptik aufgebracht. Das Messer spielt eine Rolle im Buch, deshalb finde ich das Cover einigermaßen passend gewählt.

Insgesamt kann ich dem spannenden, gut geschriebenen und nervenaufreiben Psychothriller „Schnitt“ von Marc Raabe volle fünf Punkte geben, denn dieses Debut hat mich voll und ganz überzeugt! Ein Buch mit Suchtpotenzial!

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Bewertung von Pharo72 aus Zittau am 06.06.2012 ***** ausgezeichnet
Erst elf Jahre ist Gabriel Naumann alt, als seine Neugier siegt und er in den Keller geht, dessen Betreten ihm sein Vater stets streng verboten hat. Er wird Zeuge eines grausamen Mordes und entkommt mit seinem kleinen Bruder David nur knapp aus dem brennenden Elternhaus. Seine schlimmen Erlebnisse verdrängt er komplett aus seinem Gedächtnis. Nunmehr 40 Jahre alt, lebt er glücklich mit der erfolgreichen Journalistin Liz Anders, die ein Baby von ihm erwartet. Dann wird Liz von einem Psychopathen entführt und die Erinnerung an jene verhängnisvolle Nacht ist seine einzige Chance, sie zu retten.

Meine Meinung:

Der in Köln lebende Marc Raabe legt hier mit „Schnitt“ seinen ersten Psychothriller vor und ihm gelingt damit ein sensationelles Debüt. Seine Erfahrungen im Bereich der Fernsehproduktion kann er dabei gekonnt einbringen. Überhaupt läuft der ganze Roman sehr bildhaft wie ein wahnsinnig spannender Film vor dem Auge des Lesers ab und es ist unmöglich das Buch wegzulegen, ist man einmal in der Handlung gefangen. Mit Berlin ist auch ein Schauplatz gewählt, der viel Wiedererkennungswert hat.

Relativ kurze Kapitel, die abwechselnd Einblick in die Situation von Gabriel, Daniel oder Liz bieten und oft mit einem Cliffhanger enden, verschaffen dem Roman ein gehöriges Tempo. Besonders gefallen hat mir, dass der Leser anfangs völlig im Dunklen tappt, was genau Gabriel nun eigentlich gesehen und erlebt hat. Diese Frage löst sich erst ganz zum Schluss. Auch bleibt lange ungewiss, inwieweit Gabriel, der ständig mit einer inneren Stimme in Person von Luke Skywalker, seinem Kindheitsheld, Zwiesprache hält, überhaupt zurechnungsfähig ist.

Polizeiarbeit wird im Roman allenfalls als stümperhaft beschrieben, was aber nicht schlimm ist, denn die Hauptfiguren, vor allem Liz, sind taff genug, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Die Grausamkeiten sind teilweise recht anschaulich beschrieben, weshalb der Leser hier nicht gar zu empfindsam sein sollte.

Insgesamt kann ich diesen Psychothriller nur wärmstens empfehlen. Endlich hatte ich mal wieder ein Buch in der Hand, dass mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte.

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