Autor im Porträt

Toptitel von Marc Raabe

Zimmer 19

Broschiertes Buch
Der neue Thriller von Bestsellerautor Marc Raabe!
MORD VOR LAUFENDER KAMERA
Auf der Eröffnungsveranstaltung der Berlinale wird zum Entsetzen aller ein Snuff-Film gezeigt. Das Opfer: die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller.
Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns ermitteln unter Hochdruck. Doch eine Gruppe von Prominenten um Keller mauert. Was hat der Bürgermeister zu verbergen? Und wer ist die Zeugin, die aussieht wie Tom Babylons vor Jahren verschwundene Schwester? Die Ereignisse überschlagen sich, als ein weiterer Mord passiert. Plötzlich stellt Sita Johanns fest, es gibt eine Verbindung zwischen ihr und den Opfern: Ein furchtbares Ereignis in ihrer Jugend - und die Zahl Neunzehn.…mehr

 

10,00 €

 

Die Hornisse / Tom Babylon Bd.3

Broschiertes Buch
Wer ist die Hornisse?
"I love you all", ruft der gefeierte Rockstar Brad Galloway seinen 22.000 Fans in der Berliner Waldbühne zu. Plötzlich tritt eine unbekannte Frau ins Scheinwerferlicht und überreicht ihm einen mysteriösen Umschlag. Am nächsten Abend wird Galloways ausgeblutete Leiche ans Bett gefesselt im Gästehaus der Polizei gefunden.
LKA-Ermittler Tom Babylon wird vom Babyschwimmen zum Tatort gerufen. Gemeinsam mit der Psychologin Sita Johanns fahndet er nach der unbekannten Frau. Die Spur führt dreißig Jahre zurück - zu einer heimtückischen Kindesentführung mit dem Decknamen "Hornisse" - und zu einer Frau, die zwischen zwei Männern stand. Beide waren bereit zu töten. Einer sinnt noch heute auf Rache.
Und das kann Tom Babylon alles kosten, was er liebt.
Der neue Thriller von Bestsellerautor Marc Raabe!
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14,99 €

 

Marc Raabe

Raabe, MarcMarc Raabe, 1968 geboren, ist Geschäftsführer und Gesellschafter einer TV- und Medienproduktion. Schlüssel 17, Auftakt der Thriller-Serie mit Kommissar Tom Babylon, war monatelang in den Top-Ten der LITERATUR SPIEGEL Paperback-Bestsellerliste. Raabes Romane sind in über zehn Sprachen übersetzt. Er lebt mit seiner Familie in Köln.

Krimi des Monats: "Zimmer 19"

Marc Raabe: Zimmer 19

Vor eineinhalb Jahren hatte es der LKA-Beamte Tom Babylon bereits mit einem spektakulären Fall zu tun. In der Kuppel des Berliner Doms hängend, war die mit schwarzen Flügeln geschmückte Leiche einer prominenten Pfarrerin gefunden worden. Ein Schlüssel mit der Nummer 17 diente Babylon damals als Ausgangspunkt seiner Ermittlungen. Nun beginnt auch der zweite Band der Tom-Babylon-Reihe des Kölner Autors und Filmproduzenten Marc Raabe mit einem schlagzeilenträchtigen Verbrechen. Oder zumindest mit dem Video eines möglicherweise tatsächlich begangenen Mordes. Es wird zu keinem geringeren Anlass gezeigt, als zur Eröffnung der Internationalen Filmfestspiele - und damit vor 3.000 geladenen Gästen. Unter ihnen befindet sich auch der Regierende Bürgermeister der Hauptstadt, Otto Keller. Er muss mit ansehen, wie seine eigene Tochter auf der Leinwand hingerichtet wird, verbunden mit der Drohung, dass sie nicht das letzte Opfer gewesen sei.

Das LKA hat einiges zu klären. Ist der Film echt? Sinje Keller arbeitete verbissen an ihrer Schauspielkarriere. Eine Mordszene glaubwürdig zu spielen, wäre ihr durchaus zuzutrauen. Wem galt die Drohung aufmehr

Interview: Marc Raabe - "Zimmer 19"

Interview mit Marc Raabe

Was ist eigentlich spannend? Wodurch entsteht Spannung?

Marc Raabe: Ich bin immer besonders gespannt, wenn ich neugierig auf etwas bin oder wenn ich jemanden mag und mit ihm fühle, weil er (oder sie) in Gefahr ist. Deshalb bringe ich auch die Figuren in meinen Büchern immer in so schwierige Situationen. Ich will dabei sein und zuschauen, wie sie sich da wieder herausretten. Ich glaube, es gibt viele Autor*innen, die ihre Geschichten planen. Ich mache das nur in Ausnahmefällen, weil ich beim Schreiben selbst etwas erleben will. Ich will neugierig bleiben, und manchmal gelingt es mir, mich in meinen Büchern mit einer Idee selbst zu überraschen. Das sind dann die spannendsten Momente.

Sie haben mit Ihrer Firma u. a. eine Doku über Stephen King produziert. Ist King jemand, der Sie zum Schreiben von Krimis und Thrillern inspiriert hat?

Marc Raabe: King ist ein toller Autor, und was ich inspirierend finde, ist seine unerschrockene schonungslose Art, mit dem Horror im Alltäglichen umzugehen. Ich mag seine Schreibweise, die immer so dicht an seinen Figuren ist. Ich glaube, dass King beimmehr

Kundenbewertungen

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Knopf am 10.10.2019
Tom Babylon und Sita Johanns ermitteln wieder! In Berlin dreht sich zur Zeit fast alles um die Berlinale. Es ist Eröffnung und viel Prominenz ist versammelt, um den Eröffnungsfilm zu sehen. Doch was da läuft ist ein Skandal - es handelt sich um einen Snuff-Film. Und bei der Ermordeten handelt es sich höchstwahrscheinlich um die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Tom Babylon möchte eigentlich Anne etwas unterstützen, denn ihr gemeinsamer Sohn Phillip zahnt gerade und macht eine schwierige Phase durch; raubt den Eltern ihren Schlaf. Doch es kommt anders und Tom soll im Berlinale Fall ermitteln. Unterstützt wird er wieder von der Psychologin Sita Johanns. Wie bereits bei Schlüssel 17 spielt die Handlung des öfteren in der Vergangenheit vor 20 Jahren. Diesmal stehen die Erlebnisse von Sita im Mittelpunkt. Aber auch Toms Dämonen kommen nicht zu kurz. Auch der zweite Band dieser Reihe mit dem sympathischen Ermittler-Team hat mir wieder gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten flogen nur so dahin. Die Handlung beginnt gleich spannend mit einem Mordfall und hält dieses Niveau bis zum Ende. Nimmt zum Ende hin sogar noch mal an Fahrt auf. Dem Autor ist es wieder sehr gut gelungen, die Ereignisse der Vergangenheit und die der Gegenwart zu verweben. Ich freue mich schon auf weitere Fälle dieser Krimireihe.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Baerbel82 am 02.09.2019
Tom Babylon ist zurück! Was für ein krasser Prolog: Ein Mord vor laufender Kamera. Marc Raabes Schreibstil, wie immer, kurz und knackig. Schnitt! Über das Wiedersehen mit Tom Babylon vom LKA habe ich mich gefreut, denn „Schlüssel 17“ hatte mich begeistert. Danach ein Rückblick in die Vergangenheit, 18 Jahre zuvor. Er handelt von der Psychologin Sita Johanns, halb Kubanerin, halb Deutsche. Wo ist die Verbindung? „Zimmer 19“ ist der 2. Band der Tom Babylon-Reihe und es empfiehlt sich, den Vorgänger gelesen zu haben. Denn es gibt viele Bezüge aus der Vergangenheit, die hier eine Rolle spielen. Marc Raabe hat seinen neuen Thriller wieder packend in Szene gesetzt. Schnelle Szenen- und Perspektivwechsel sorgen für Dynamik, dunkle Keller für Gänsehautgarantie. Ab und zu sind Rückblenden in das Jahr 2001 eingestreut. Es geht um ein furchtbares Ereignis in Sitas Jugend - und die Zahl Neunzehn. Die Figurenzeichnung ist glaubhaft und durchdacht. Tom und Sita sind mir inzwischen ans Herz gewachsen. Beide kämpfen mit den Dämonen der Vergangenheit. Wie schon in Band 1 erhält der Leser Einblicke in unvorstellbare Verbrechen, die in der ehemaligen DDR geschahen und auch nach der Maueröffnung nicht aufhörten. Fazit: Rasante Fortsetzung, die mich bestens unterhalten hat, auch wenn am Ende ein paar Fragen offen bleiben.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von ronina61 am 30.09.2019
Wie erwartet, hat mich auch dieses Mal der Autor mit der neuen Geschichte gefesselt. Die Kommissare Tom Babylon und Sita Johanns haben viele eigene Probleme, die so langsam aufgetrieselt werden und wie aus Geisterhand auch miteinander zu tun haben. Viele familiäre Eindrücke. Gut , dass ich Schlüssel 17 gelesen habe. Da konnte ich die Hauptpersonen wiedererkennen. Es gelingt dem Autor eine neue Geschichte zu erzählen, die mit dem bekannten Schreibstil, den Leser bei der Stange hält, um das Buch möglichst fix durchzulesen. Was mich störte waren anfangs die halberzählten Geschichten der Vergangenheit. Dazwischen Neuzeit. Das verwirrte mich. Später begriff ich die Zusammenhänge. Ein lesenswertes Buch.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von irmi aus aachen am 25.11.2019
Während der Eröffnungsfeier der Berlinale wird an Stelle eines der preiswürdigen Filme ein Snuff Video gezeigt, in dem eine junge Frau nach einer Vergewaltigung getötet wird. Alle geladenen Gäste müssen diese Gewaltorgie mitansehen. Die ermordete Frau ist dazu noch keine Unbekannte sondern die Tochter von Berlins Bürgermeister. Als Ermittler werdenTom Babylon und seine Kollegin, die Psychologin Sita Johanns auf den Plan gerufen. Es ist der zweite Band der Thrillerserie von Raabe, den man aber durchaus als Neueinsteiger lesen kann. Die Geschichte ist ein richtiger Pageturner, hochspannend! In diesem Band wird auch das Leben von Sita Johanns näher beleuchtet, immer wieder springt die Handlung in der Zeit zurück in die Vergangenheit der Psychologin. Bald stegt fest: die Geschehnisse auf der Berlinale hängen in irgendeiner Weise mit Sita zusammen. Mein Eindruck: Nach Schlüssel 17 ist dem Autoren Marc Raabe wieder ein äusserst spannender Thriller gelungen, den man spätestens nach dem ersten Drittel der Story nicht mehr aus der Hand legen kann Ich freue mich schon auf Tom Babylons nächsten Fall!

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Hennie aus Chemnitz am 03.10.2019
DIE OMINÖSE ZAHL 19 Von Beginn an war ich wie bei „Schlüssel 17“ auch hier vom fesselnden Geschehen gefangen genommen. „Zimmer 19“ beginnt im Prolog dramatisch mit einem riesigen Eklat bei der Eröffnungsveranstaltung zur Berlinale. Statt eines harmlosen Erstbeitrags wird dem größtenteils prominenten Megapublikum ein grausamer Mord vor laufender Kamera an einem jungen Mädchen gezeigt. Das ist der Anlaß, um die bewährte Soko Dom des LKA Berlin wieder zu aktivieren, mit den Hauptakteuren Tom Babylon und der Psychologin Sita Johanns. Tom wird aus einer sehr persönlichen Situation mit seinem kleinen Sohn gerissen und zum Einsatzort gerufen. Zudem erhält man schon erste Einblicke in sein Seelenleben, in die Schuldgefühle, die ihn noch immer quälen wegen seiner vor 20 Jahren spurlos verschwundenen Schwester Viola, genannt Vi. Es gibt in dem neuen Fall viele Beziehungen, Zusammenhänge, die in die Vergangenheit reichen und die verschiedensten Personen miteinander verbinden. Die Zahl 19 spielt dabei eine entscheidende, tragische Rolle! Der Thriller besteht aus Prolog sowie 74 kurzen Kapiteln, die gekennzeichnet sind mit Ort, Datum und Uhrzeit. Sie enden zumeist an der spannendsten Stelle, um darauf an einem anderen Ort weiterzugehen. Das ist ein äußerst geschickter Spannungsaufbau! Auf 510 Textseiten entwickelt Marc Raabe eine so komplexe Erzählstruktur, die mich wie gebannt am Lesen hielt. Die Abschnitte sind sowohl für den Gegenwartsverlauf wie auch für die Rückblenden in den August 2001 auf einer gesonderten Seite gekennzeichnet. Es beginnt Mittwochnacht über Donnerstagnacht, Freitag zum Samstag, Sonntag. Wenige Tage nur, in denen viel Ungeheuerliches passiert. Handlungsort ist Berlin, aber in verschiedenen Bezirken der Großstadt, auch mal in den Außenbezirken (Stahnsdorf) und in einer Ausnahme Potsdam. Die Schauplätze wechseln also in kurzen Kapiteln. Die Personen behielten aus „Schlüssel 17" ihre Besonderheiten und werden hier weiter entwickelt. Immer wieder wird in Sitas schlimme Vergangenheit zurückgeblendet. Das machte es für mich nochmal vertrackter. Wie paßt das Gestern zum Heute? Ich war ständig am Grübeln, glaubte Zusammenhänge erkennen zu können und lag dann doch wieder daneben. Die junge, willensstarke Frau gehört gemeinsam mit Tom zu meinen Lieblingsfiguren. Der leitende Ermittler Joseph Morten, genannt Jo, war mir in Band 1 suspekt – seinen Charakter, so wie er agierte, vor allem gegen Tom, mochte ich nicht. Hier hat sich das angespannte Verhältnis zwischen den Beiden etwas gewandelt, obwohl ich Jo immer noch nicht sympathisch finde. Vielleicht ändert sich das noch!? Für mich war es immer nachvollziehbar, wie der Autor die unheil- und verhängnisvollen Ereignisse aus der Vergangenheit mit der Gegenwart in Verbindung brachte. Das spektakuläre, unglaubliche Geheimnis um Zimmer 19 wurde am Ende gelüftet, aber neue gravierende Geheimnisse wurden aufgetan! Das läßt mich mit ungeheurer Neugier und Spannung auf Band 3 warten. Fazit: Ich mag den klaren, treffenden Schreibstil, die gut gesetzten Dialoge. Mit den unterschiedlichsten Charakteren kam ich sehr gut zurecht, da ich auch bereits den ersten Teil gelesen habe. „Zimmer 19" ist ein Thriller der Extraklasse, der immer dicht am Geschehen bleibt und die Spannung stets aufrecht erhält bis zum Schluß. Er erfüllt alle Ansprüche, die ich an dieses Genre stelle. Ich finde es genial, wie Marc Raabe sämtliche Fäden der Handlung vereinigt und seine authentischen Figuren in einen logisch nachvollziehbaren Kontext bringt. Ich erlebte sehr unterhaltsame Lesestunden. Von mir gibt es die Höchstbewertung und eine unbedingte Lese-/Kaufempfehlung.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Marie aus E. am 12.09.2019
Als ich "Schlüssel 17", Band eins der Reihe ausgelesen hatte, war ich etwas angesäuert, weil das Buch mit einem ganz üblen Cliffhanger geendet hatte. Eigentlich kann ich das gar nicht leiden und ich strafe solche Reihen mit knallhartem Leseentzug meinerseits. Tja. Soweit zur Theorie. Ich war viel zu neugierig auf die Fortsetzung und konnte meinen gefassten Vorsatz nicht durchhalten. Band 2 hat mir fast noch besser gefallen. Die Verknüpfung der aktuellen Ereignisse mit der Vergangenheit Tom Babylons (LKA Ermittler) und Sita Johanns (Psychologin) war richtig fesselnd. Ich fand insbesondere Sita sehr gut beschrieben, ihr Schicksal hat mich berührt. Leider hatte ich Band eins nicht mehr vollständig parat, es hat mich gestört, dass der Leseeindruck nicht mehr frisch war. Während ich sonst meist ohne Probleme in Reihen quereinsteige, wäre es hier tatsächlich besser, wenn man beide Bände hintereinander ohne großen Abstand liest. Natürlich endet auch Band Zwei wieder mit einem fiesen Cliffhanger, grrrr. Hoffentlich dauert es nicht allzu lang, bis Band Drei erscheint. Mein Fazit: temporeich, spannend, berührend samt einem Ermittlerteam mit Ecken und Kanten. So mag ich Thriller!

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von sleepwalker am 11.05.2020
Erst einmal vorneweg: „Zimmer 19“ war mein erstes Buch von Marc Raabe und tatsächlich fehlte mir manchmal ein bisschen Hintergrundwissen. Vor allem über seine Hauptfigur, den Berliner LKA-Beamten Tom Babylon, der sich selbst oft an den Fall aus dem Vorgänger „Schlüssel 17“ erinnert. Aber auch ohne die Vorkenntnisse findet man sich schnell und problemlos in die Geschichte ein, denn der rasanten Spannung kann man sich praktisch nicht entziehen. Die Geschichte beginnt auf der Berlinale. Statt des Animationsfilms wird dort allerdings sehr zum Entsetzen der Zuschauer ein Snuff-Film mit einer jungen Frau in der Hauptrolle gezeigt. Nach kurzer Recherche stellen Tom Babylon und sein Team fest, dass der Film echt ist. Die junge Frau ist die Tochter des Bürgermeisters – und sie wird vermisst. Tom beginnt zu ermitteln, ihm steht die Psychologin Sita Johanns zur Seite und zusammen versuchen sie in perfektem Zusammenspiel das Rätsel des Films und noch dazu das Verschwinden mehrerer Mädchen aufzuklären. Mehrere Handlungsstränge in Vergangenheit und Gegenwart verflechten sich im Laufe der Geschichte. Sitas eigene Geschichte und auch Toms Vergangenheit (seine Schwester verschwand vor 20 Jahren) spielen dabei ebenso eine Rolle wie die tatsächliche Geschichte der DDR samt Stasi und dem Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen, denn die Stasi-Vergangenheit einiger Charaktere spielt eine entscheidende Rolle. Fiktion trifft da auf Fakten und die Kombination gelingt dem Autor hervorragend. Die Geschichte ist gut durchdacht und hat eine klare Linie, zwar ist einiges ein bisschen sehr konstruiert und manchmal auch ein bisschen weit hergeholt, was der Spannung aber zu keiner Zeit einen Abbruch tut. Die Zahl 19 spielt eine immer wiederkehrende Rolle, ebenso alle möglichen offenen Rechnungen. Die Charaktere sind hervorragend und sehr deutlich beschrieben, sympathische ebenso wie sehr unangenehme Zeitgenossen. Und auch die Schauplätze kann man sich gut vorstellen, die Atmosphäre des Buchs pendelt zwischen entspannt (zum Beispiel Tom zusammen mit seinem kleinen Sohn Phil) und enorm bedrückend, zum Beispiel bei der Beschreibung von Sitas Vergangenheit. Spannung ist von der ersten Seite an vorhanden und der Spannungsbogen ist bis zur letzten Seite fast konstant hoch. Langeweile kommt nie auf, wenn, dann gönnt der Autor seinen Leser:innen höchstens ab und zu mal eine kurze Verschnaufpause. Seine Sprache ist schlicht und alltagsnah, das Buch ist flüssig geschrieben und hervorragend zu lesen. Der Schluss ist logisch und schlüssig – ein Hintertürchen für einen dritten Band der Reihe lässt sich Marc Raabe mit einem kleinen Cliffhanger offen (der aber nichts mit dem Kriminalfall an sich zu tun hat, dieser findet seinen Abschluss). Für mich der erste Babylon, aber nicht der letzte. Das Buch hat mir eindeutig Lust auf mehr gemacht und daher von mir 5 Punkte und eine klare Lese-Empfehlung.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Diana aus Moers am 07.09.2019
Ich kenne bereits „Schlüssel 17“, den direkten Vorgänger um den LKA-Ermittler Tom Babylon und die Psychologin Sita Johanns von Marc Raabe. Dieser Thriller kann eigenständig gelesen werden, auch wenn es Querverweise zum letzten Fall gibt und es leichter zu verstehen wäre, wenn man den Vorgänger kennt, es gibt jedoch einige Rückblicke. Auch hier schafft der Autor mich innerhalb kürzester Zeit mit seiner durchgängig spannenden, fesselnden und komplexen Story mitzureißen, sodass ich das Buch/Hörbuch verschlungen habe. Ich habe das Hörbuch gelesen von Sascha Rotermund sowie das Ebook parallel gelesen bzw. gehört, da die Lesung gekürzt war. Buch: Der Schreibstil ist flüssig und modern, sodass ich mich gut in die Geschichte fallen lassen konnte, die schnell zu einem Pageturner wird. Marc Raabe konnte erneut mit seiner Figurenausarbeitung punkten, die lebendig und facettenreich dargestellt wurden. Tom Babylon beugt hin und wieder das Gesetz, nicht zuletzt weil er in seiner Jugend selbst etwas schreckliches erlebt hat und sein Freund Bene ein Zuhälter und Clubbesitzer ist. Die beiden stehen sich nicht mehr so nah wie früher, aber trotzdem ist die Verbundenheit zwischen den beiden spürbar. Wie wir bereits aus dem ersten Fall wissen, sieht Tom seine kleine Schwester Viola, die in ihrer Kindheit verschwunden und wahrscheinlich ermordet worden ist, stets bei sich und sie erteilt ihm Ratschläge. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass die Schwester noch lebt, aber das wird in diesem Buch nicht geklärt. Tom ist gerade Vater geworden, es krieselt ein kleines bisschen mit seiner Lebensgefährtin aber dafür läuft es recht gut in seinem Job, mit den Kollegen versteht er sich, auch wenn sein direkter Vorgesetzter nicht immer leicht handzuhaben ist. Im letzten Band stand die Vergangenheit von Tom im Fokus, diesmal erfahren wir mehr über Sita und was sie als Jugendliche durchmachen musste. Ohne zu viel zu erzählen, hat mich ihre Vergangenheit sogar einen Touch mehr berühren können, als seinerzeit Tom, da sie es nicht leicht hat. In der Gegenwart ist Sita eine schlagfertige, toughe Psychologin, die das Herz am rechten Fleck hat, jedoch auch durchgreifen kann, wenn es nötig ist. Die Spannung wird schnell aufgebaut und wird durchgängig auf hohem Niveau gehalten. Die Geschichte ist in mehren Handlungssträngen aufgeteilt, dazu kommen die verschiedenen Zeitebenen, die gekonnt in die Geschichte eingebaut wurden und somit durch die kleineren Cliffhanger innerhalb der Story den Leser neugierig blieben ließ. Neben ein paar Sackgassen, unvorhersehbaren Wendungen und vielen Irrwegen gab es kleine Hinweise für den aufmerksamen Leser, wie das Finale wohl aussehen könnte. Doch es kommt anders als gedacht, und da dieser Fall in sich abgeschlossen, die Grundgeschichte aber offen bleibt, freue ich mich schon auf die Fortsetzung, die sicherlich spekakulär werden wird. Auch diesmal schafft es der Autor die Geschichte realistisch und glaubhaft darzustellen, den Leser mit in eine Welt von Gefahr und Gewalt mitzunehmen, ohne dass das Blut übertrieben nach allen Seiten spritzt. Die bedrückende und düstere Atmosphäre wird schnell aufgebaut, wirkt noch deutlich nach bei dem, was der Autor der Fantasie des Lesers überlässt. Für mich war es ein sehr gelungener Thriller, mit einer der Besten, die ich dieses Jahr gelesen oder gehört habe. Das Hörbuch Bei der Lesung handelt es sich um die gekürzte Fassung aus dem HörbucHHamburg Verlag mit ca 684 Minuten auf zwei MP3 CDs aufgeteilt. Sascha Rotermund, den ich bereits aus Film/Fernsehen und von anderen Hörbüchern kenne, hat mich wieder einmal mit seiner Stimme sofort abholen können. Er liest den Thriller mitreißend, gibt den verschiedenen Charakteren winzige Eigenheiten in Klangfarbe und Nuancen, was das Hörbuch zu einem Erlebnis macht. Mir gefällt, wie er stimmlich die Stimmung des Hörbuchs anheizt und das er sofort die Spannung aufbauen kann.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von Christina P. aus Hamburg am 02.10.2019
Spannender Fall mit schockierenden Hintergründen Eine Gewalttat erschüttert die Eröffnung der jährlichen Berlinale. Statt des angekündigten Films wird dem Publikum ein Snuff-Video präsentiert. Die Hauptdarstellerin: Sinje Keller, Tochter des amtierenden Bürgermeisters Otto Keller. Das Publikum ist schockiert. Ist das Ganze nur ein gut inszenierter Fake? Oder die junge Frau wirklich vor laufender Kamera ermordet worden? Die Prominenz fordert ein starkes Ermittlerteam. Mit dabei: Tom Babylon vom LKA und Psychologin Sita Johanns. Schnell müssen sie feststellen, dass ihre Untersuchungen von ganz oben in bestimmte Richtungen gelenkt werden sollen, einige Machthaber etwas verschleiern wollen. Selbst, als weitere Menschenleben auf dem Spiel stehen, wird versucht, sie auszubremsen. Besonders, wenn es um die Bedeutung der Zahl „19“ in diesem Fall geht. Doch Tom und Sita lassen sich nicht aufhalten… Spannend geht es weiter in der Reihe um LKA-Ermittler Tom Babylon. Wer den ersten Teil, Schlüssel 17, bereits kennt, wird vertraute Charaktere vorfinden, da das angeforderte Ermittlungsteam dasselbe ist. Hatte der erste Teil Toms Jugend zum Thema, wird nun die Vergangenheit von Psychologin Sita Johanns sowie Toms Jugendfreund Bene Czech beleuchtet. Der gesamte Fall entwickelt sich spannend. Wie es scheint, haben einige Mächtige der früheren DDR noch so ihre Leichen im Keller versteckt, welche sie um jeden Preis verbergen wollen. Auch die Rückblenden sind sehr interessant, teilweise schockierend, und ergänzen die Ermittlungen nach und nach in einigen Punkten. Zudem gibt es erneut Anspielungen, dass Tom Babylon mit seiner Vermutung richtig liegt, im Grab seiner Schwester Viola läge eine andere Person. Der Schreibstil des Autors ist dynamisch, es gibt keine unnötigen Längen oder Spannungslöcher in der Handlung. Auch thematisch kann sich der Roman sehen lassen und ist ein würdiger Nachfolger von „Schlüssel 17“. Bin schon gespannt, mit welchem Fall Tom Babylon als nächstes betraut wird.

Zimmer 19 / Tom Babylon Bd.2

Bewertung von badwoman aus Osterwald am 04.10.2019
Tom Babylon vom LKA Berlin und die Psychologin Sita Johanns ermitteln in einem besonders Aufsehen erregenden Fall: Der Eröffnungsfilm der Berlinale wurde ausgetauscht, an Stelle des Originalfilms wird ein schrecklicher Snuff-Film gezeigt. Das Opfer ist in der Stadt bekannt, es ist die Tochter des Bürgermeisters Otto Keller. Dementsprechend stehen die Ermittler unter hohem Druck, den Täter zu finden. Oder war das Video vielleicht doch nur ein Fake? Schließlich ist Kellers Tochter für schockierende PR- Aktionen bekannt. Doch einige Prominente der Stadt sind nicht zur Zusammenarbeit mit der Polizei bereit. Warum nur? Schnell überschlagen sich die Ereignisse, und Sita sieht Zusammenhänge zu ihrer eigenen Vergangenheit, die sie lieber verdrängt hätte… Der Thrillerautor Marc Raabe ist für mich eine tolle Neuentdeckung. „Zimmer 19“ ist von Anfang bis zum Ende ein spannendes und fesselndes Buch. In einem flüssigen, geradlinigen Stil webt der Autor eine komplexe Geschichte um seine Protagonisten. Tom und Sita sind engagierte Ermittler, die für die Gerechtigkeit einstehen, auch wenn sie das nicht immer mit ganz legalen Mitteln erreichen. Und sie haben ihre Schwächen, verlieren auch schon mal die Nerven, was ich sehr menschlich finde. Durch Rückblenden erfährt der Leser langsam, was in der Vergangenheit geschehen ist und kommt so kontinuierlich der Lösung näher. Gut finde ich, dass diese Rückblenden kursiv gedruckt sind, so dass sofort ersichtlich ist, in welchem Handlungsstrang der Leser sich gerade befindet. Das Vorgängerbuch „Schlüssel 17“ habe ich nicht gelesen, konnte dieser Geschichte dennoch problemlos folgen. Das blutrote Cover wirkt geheimnisvoll und etwas bedrohlich, es gefällt mir wirklich gut. Die erhabene silberfarbene Schrift wirkt fast schon edel. Der Titel passt sowohl zum Buch als auch zum ersten Band der Reihe. Ein sehr gelungenes Gesamtpaket!
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