Ich bin kein Serienkiller - Wells, Dan

Dan Wells 

Ich bin kein Serienkiller

Thriller

Übers. v. Jürgen Langowski
Broschiertes Buch
 
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Ich bin kein Serienkiller

Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Aber du weißt es besser. Du versuchst es mit allen Mitteln zurückzuhalten. Verbietest dir selbst den Kontakt zu Mädchen, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur - wann?


Produktinformation

  • Verlag: Piper
  • 2010
  • 2. Aufl.
  • Ausstattung/Bilder: 377 S.
  • Seitenzahl: 384
  • Serie Piper Bd.6771
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 35mm
  • Gewicht: 362g
  • ISBN-13: 9783492267717
  • ISBN-10: 3492267718
  • Best.Nr.: 29748914
»Sehr unterhaltsam. Ziemlich cool.« FHM . »Dan Wells ist mit seinem Debütroman ein Thriller der Superlative gelungen! Ein Pageturner, der nicht nur flüssig geschrieben ist, sondern auch mit einem originellen Plot aufwartet. Erst einmal angefangen zu lesen, muss man sich geradezu zwingen, Pausen einzulegen, sonst würde man bis zum Schluss an den Seiten kleben und sowohl Zeit als auch menschliche Bedürfnisse komplett vergessen. Dem Autor ist eine grandiose und gut recherchierte Mischung aus Horrorroman und Psychothriller gelungen, die nichts für schwache Nerven ist.« Literra

"Dan Wells ist mit seinem Debütroman ein Thriller der Superlative gelungen! Ein Pageturner, der nicht nur flüssig geschrieben ist, sondern auch mit einem originellen Plot aufwartet. Erst einmal angefangen zu lesen, muss man sich geradezu zwingen Pausen einzulegen, sonst würde man bis zum Schluss an den Seiten kleben, und sowohl Zeit als auch menschliche Bedürfnisse komplett vergessen. Dem Autor ist eine grandiose und gut recherchierte Mischung aus Horror-Roman und Psychothriller gelungen, die nichts für schwache Nerven ist." (Literra)

»Verstörend genial!« Goodreads.com  »Rasant geschrieben, mit ausgefeilten Charakteren.« New-York-Times-Bestsellerautor Brandon Sanderson
Dan Wells, Anfang dreißig, studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Seine Romane um den jungen Killer John Cleaver wurden zu Bestsellern. Mit »Du stirbst zuerst« stößt Dan Wells eine neue Tür zu den dunklen Tunneln unserer Seele auf.

Kundenbewertungen zu "Ich bin kein Serienkiller" von "Dan Wells"

37 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.1 von 5 Sterne bei 37 Bewertungen ***** sehr gut)
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Bewertung von Kerry aus Berlin am 02.05.2012 ***** sehr gut
John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter, deren eineiiger Zwillingsschwester Magaret und seiner Schwester Lauren Bacall Cleaver in Clayton Country. Sein Vater Sam hat die Familie früh verlassen. Familie Cleaver arbeitet in einem eher ungewöhnlichen Berufsfeld: Sie haben ein Bestattungsunternehmen, in dem alle Familiemitglieder tätig sind. John selbst geht zwar noch zu Schule, jedoch verbringt er seine gesamte Freizeit am liebsten bei den Toten und hilft bei deren Einbalsamierung. Auf den ersten Blick ist John ein ganz normaler Teenager mit einer etwas morbiden Faszination für Serienmörder, doch dieser Eindruck täuscht gewaltig, denn John ist ein Soziopath und er weiß, dass in ihm ein Serienkiller lauert. Die Anzeichen dafür lauern bereits in seinem Namen: John Wayne Cleaver = John Wayne [Gacy] (tötete in Chicago 33 Menschen), Cleaver (Hackmesser) und auf Grund seines Vaters = Son of Sam (Serienmörder in New York).

Mit Hilfe seines Therapeuten Dr. Ben Neblin versucht er, die düstere Seite in sich in Schach zu halten, doch die morbiden und gewalttätigen Gedanken kehren immer wieder in sein Bewusstsein zurück. Noch halten seine Abwehrmechanismen, doch die Frage ist, wie lange noch? Eines nachts dann wird der Mechaniker Jeb Jolley brutal ermordet. Ihm wurden die Eingeweide herausgerissen, bei der Autopsie wird später festgestellt, dass eine Niere fehlt. John ist natürlich sofort fasziniert, zumal in der Kleinstadt, in der er lebt, sonst nicht wirklich was passiert. Mit seinem Freund Maxwell versucht er die Beweggründe des Mörders zu ergründen, doch seine Faszination teilt niemand wirklich mit ihm. Etwa einen Monat später wird ein Farmer tot aufgefunden, auch er wurde ermordet und ihm wurde ein Arm abgerissen, der verschollen bleibt. Nunmehr ist sich John fast sicher, dass hier ein Serienkiller am Werk ist und auch die Medien werden auf den Fall aufmerksam. Allen voran der Reporter Ted Rask leitet die Berichterstattung um die Taten des Killers und dieser scheint tatsächlich auf eine heiße Spur gestoßen zu sein. Diese kündigt er noch in einem Beitrag an, doch bevor er seine Spur öffentlich machen kann, wird auch er ermordet aufgefunden - ihm wurde ein Bein abgerissen.

John weiß nun, dass er all seine selbstauferlegten Regeln aufgeben muss und dem Monster in seinem Inneren, dass er Mr. Monster nennt, mehr Freiheit geben muss, um herauszufinden, wer der Täter ist. Die Gefahr ist groß, dass Mr. Monster anschließend nicht mehr bereit ist, sich durch Regeln wegsperren zu lassen, doch John bleibt kaum eine Wahl, denn der Mörder schlägt in immer kürzeren Abständen zu. Bereits nach kurzer Zeit hat er einen ersten Verdacht, wer hinter den Morden stecken könnte, doch dann wird er Zeuge einer weiteren Tat und kann kaum glauben, wer wirklich hinter dieser bestialischen Mordserie steckt ...

Was für ein skurriler Thriller! Der Plot des Buches wurde interessant und mit unerwarteten Wendungen erarbeitet und auch den Schreibstil empfand ich als sehr ansprechend. Die Figuren, allen voran Protagonist John Wayne Cleaver, wurden sehr detailliert und facettenreich in Szene gesetzt. Gerade bei John hat mir diese innere Zerrissenheit, zum Einen möchte er ein ganz normaler Mensch sein, zum Anderen weiß er, dass ein Serienkiller und Soziopath in ihm steckt, gefallen. Alles in allem ein guter Auftakt zu einer interessanten Buchreihe um einen minderjähren Soziopathen der für kurzweiliges Lesevergnügen sorgt. Auf den 2. Band der Reihe "Mr. Monster" bin ich durchaus gespannt.

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Bewertung von bookgirl am 29.02.2012 ***** sehr gut
Die Geschichte handelt von dem 15jährigen John Cleaver, der auf alle normal wirkt, aber ein Soziophat ist. Seine Mutter betreibt ein Beerdigungsinstitut, sodass er schon als kleines Kind mit dem Tod in Verbindung kommt, wodurch er großes Interesse an Serienkillern und deren Motiven und Vorgehensweisen entwickelt. John ist überzeugt davon, dass ein Monster in ihm lebt, durch welches auch er zu einem Serienkiller werden könnte. Aus Sorge, dass dieses Monster - Mr. Monster von ihm genannt - ausbricht, hat er gewisse Regeln für sich aufgestellt.

Eines Tages bekommt die Mutter von John eine Leiche, der eine Niere fehlt. Zunächst glauben alle, dass der Mörder diese als Erinnerungsstück an seine Tat behalten hat, doch John findet heraus, dass sein Nachbar, die fehlenden Teile zu seiner Regeneration benötigt. Weitere Morde passieren, bei denen die Zeitspannen kürzer werden.

Ich hatte eine ganz andere Vorstellung von dem Buch und musste erst mal meine Erwartungshaltung ändern. Trotzdem war ich von dem Schreibstil begeistert und ich fand die Geschichte sehr spannend und fesselnd geschrieben.

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Bewertung von Toebi aus Beckum am 24.02.2012 ***** weniger gut
Da ich immer Probleme habe, mich mit dem Protagonisten zu identifizieren, wenn es sich bei diesem um einen Ich-Erzähler handelt, habe ich hier den Versuch mit einem Hörbuch gestartet. In diesem Fall hat mir der Sprecher sehr gut gefallen und so war das Zuhören sehr angenehm.
Warum es sich bei diesem (Hör)Buch um einen Thriller handelt, habe ich jedoch leider nicht verstanden. Es geht zwar um einen Serienkiller und die Beschreibung der Morde ist auch nichts für einen empfindlichen Magen, aber ansonsten fehlten jegliche Thrillerindizien. Der Mörder ist relativ schnell identifiziert und es bleibt nur die Frage, wie er zur Strecke gebracht wird / werden kann. Damit ist die Spannung sehr schnell raus .
Des Weiteren gibt es auch nur einen einzigen Handlungsstrang, wodurch die Spannung nicht wirklich gefördert wird. Einziger Pluspunkt war somit nur der sympathische Sprecher des Hörbuchs. Beim Lesen wäre ich vermutlich eingeschlafen.

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Bewertung von Ivonne Wiese aus Berlin am 31.12.2011 ***** ausgezeichnet
Ein 15-jähriger, der zu keinen Emotionen fähig ist, ein Soziopath, ist von Serienkillern fasziniert und ha Angst selber einer zu werden. Er hat Regeln aufgestellt um nicht in typische Verhaltensmuster zu verfallen. Zusätzlich betreibt seine Mutter ein Bestattungsinstitut und er hilft bereits seit Jahren beim Einbalsamieren. Doch ist das förderlich? Dann geschehen in der kleinen Stadt mehrere grausame Morde. Und anstatt Angst zu haben, steigt seine Faszination und er will dem Täter auf die Spur kommen.
Das Buch ist in der Ich-Form geschrieben und spiegelt sehr authentisch die innere Zerrissenheit wider. Anfangs ist es etwas eklig, wenn der Einbalsamierungsvorgang seitenweise detailliert beschrieben wird, aber dann erfolgt die Konzentration auf die Story. Sehr spannend geschrieben. Ich freu mich auf den nächsten Teil – Mr. Monster.

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Bewertung von harakiri aus Ostalb am 26.07.2011 ***** sehr gut
nicht bereut
Beim Lesen der Leseprobe dachte ich noch: nichts für mich und habe diese somit auch nicht bewertet.

Jetzt hat mir eine Kollegin das Buch ausgeliehen und ich muss sagen: das ist viel besser, als ich nach der LP erwartet hätte! Schon mal optisch macht das Buch was her, ist anders, auffälliger als andere. Das Buch soll aussehen wie ein Tagebuch des Schreibers und das wird durch einen etwas zerfledderten Schnitt mit schmäleren und breiteren Seiten dargestellt. Super Idee!

Das Buch würde ich jetzt eher im Bereich Horror als Thriller ansiedeln, weil die Grundidee mit dem Dämon ja eher in den Bereich der Fantasie, des Erfundenen abdriftet.

Das Buch ist alles in allem leicht und schnell zu lesen. Nach jedem Kapitel kommen erst mal drei leere Seiten und die Schrift ist auch recht groß und die Seiten nicht ganz gefüllt. Zudem sorgt eine rasante Sprache und einfache Sätze dafür, dass man sich schnell durch das Buch liest.

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Bewertung von Themistokeles am 09.06.2011 ***** ausgezeichnet
Inhalt: John Cleaver lebt in Clayton County. Er ist fünfzehn Jahr alt und lebt zusammen mit seiner Mutter über deren Leichenhaus, welches Johns Mutter und seine Tante betreiben. Nicht unbedingt normal für einen Fünfzehnjährigen hilft John so oft er kann seiner Mutter und seiner Tante, wenn sie mit den Leichen arbeiten, denn John ist vom Tod fasziniert. Das ist jedoch nicht das besondere an John, denn John ist zudem eine von Serienkillern faszinierter Soziopath, der versucht sich so normal wie möglich zu benehmen und niemanden zu töten.

Jedoch geschehen Morde in Clayton County und John vermutet schnell, dass es sich um die Taten eines Serienkillers handelt. Er beschäftigt sich immer mehr mit den Morden und dem vermeintlichen Mörder bis er selbst in Gefahr gerät. Als John ihm immer mehr auf die Spur kommt, muss er sich entscheiden, ob er sein inneres Monster freilassen will um den Clayton Killer zu erwischen.

Meinung: Ich muss ehrlich zugeben, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, so skurril es auch ist. Jedoch habe ich mich beim Lesen des öfteren gefragt, wie man als Autor auf eine solche Geschichte kommen kann und ob man dann nicht eventuell selbst schon ein wenig in diese Richtung gehen muss. Anders kann ich mir kaum vorstellen, dass man es schafft einen so glaubwürdigen und dabei so verrückten Charakter wie John zu erschaffen.

Auch die Geschichte war neben dem inneren Kampf Johns gegen seinen bösen Teil ziemlich gut ausgearbeitet, so dass man auch nicht sagen kann, dass die Darstellung Johns die Geschichte abgedämpft hätte.

Also alles in allem ist das echt ein ziemlich genial verrücktes Buch, das ich nur jedem wärmstens empfehlen kann, der es gern mal ein wenig skurriler und auch psychologisch wertvoll mag. Obwohl man das zweite eher kaum belehrend bemerkt, da es einfach passig in die Geschichte eingeflossen ist.

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Bewertung von blackbird aus Eilenburg am 04.06.2011 ***** ausgezeichnet
Dan Wells hat mit seinem Buch geschafft, was vielen Autoren versagt ist- man ist von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und kann das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Die Story verspricht viel- ein Soziopath, der sich seiner Identität bewusst ist und versucht, sein "böses Ich" zu unterdrücken und wie ein ganz normaler Teenager zu leben. Ein Dämon, der viele Menschen tötet und schließlich sein Leben verändert..

Fasziniert haben mich vor allem die inneren Handlungsstränge von John Cleaver, in denen immer wieder deutlich wird, wie sehr ein Mensch doch mit seiner Identität hadern kann. Wie sehr man versucht, ein Teil der Gesellschaft um einen herum zu sein und was diese von einem "guten" Menschen erwartet.

Sehr gut geschrieben, liest sich super und verspricht spannungserfüllte Abende und Nächte!!

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Bewertung von Bücherwurmolli aus Nürnberg am 12.05.2011 ***** gut
Der Versuch zu fühlen

Zu sagen , John sei ein ganz normaler Junge, welcher in Clayton Country aufwuchs und ein normales Familienleben führt, wäre gelogen. Der 15-jährige John ist Soziopath.Das heißt, er kann Mimik und Gestik anderer Menschen nicht deuten, und weiß nicht, wie er ihre Gefühle einzuschätzen hat, bzw. wie er auf diese reagieren soll. Einen Ausbruch aus diesem gefühlskargen Leben, bietet ihm das Einbalsamieren von Leichen, wo er seiner Mutter und seiner Tante Margareth hilft, die Toten für deren Angehörigen aufzubahren. Als in seiner sonst so friedlichen statt ein bestialischer Mord geschieht, welcher ganz Clayton Country in Angst und Schrecken versetzt, beginnt John die Jagt auf den vermeindlichen Serienmörder, in der Hoffnung, ihn zu verstehen und dadurch auf seine eigene Persönlichkeit und seinen Drang zum Morden zu schließen.

Das Buch hat mir seghr zugesagt, obwohl es eigentlich meinem Genre-Geschmack überhaupt nicht entspricht. Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass sich die Idee des Buches auch sehr gut ohne Fantasy Demonen hätte umsetzen lassen. An Spannung mangelte es dem Buch garantiert nicht, da man sicher sein konnte auf jeder 10ten Seite eine Verdopplung des Herzschlages zu erleben. Die Tatsache, dass John dem Dämon immer auf den Versen war, machte das Buch wirklich spannungsgeladen. Auch die Tatsache, dass nach den ersten 100 Seiten die Identität des Dämons preisgegeben wurde konnte dem nicht schaden, im Gegenteil. Durch das häufige Auftreten des Dämons in normaler Gestalt in Johns Umfeld, gab dem Buch eine konstant spannende Aura und dem Leser das Gefühl, dass es jeden Augenblick zum Showdown kommen könnte.

Als ich mir das Buch gekauft hatte, habe ich mich diesmal nur auf Leseeindrücke, Rezensionen und das Buchcover verlassen. Ich wurde nicht enttäuscht. Ich war auch sehr glücklich darüber, mir auch die beiden Vortsetzungsbände gleich mit zu kaufen, da ich gleich die Möglichkeit hatte weiter zu lesen. Das 2. und 3. Buch der Phantasy-Thriller Reihe sind ebenfalls sehr zu empfehlen.

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Bewertung von TrollMutti am 17.03.2011 ***** sehr gut
Ein 15-jähriger Jungen, der keine Emotionale Bindung zu Menschen aufweist und sie nur als "Es" sieht, als Dinge. Aber er lernt mit dieser Schwäche umzugehen und zwingt sich selber Regeln auf, damit er niemanden verletzt oder umbringt - was sein innerster Wunsch ist. Er weiß, dass seine Gefühle falsch sind und handelt so gegen seine eigentliche Natur - er versucht die Menschen in seinem Wohnort vor einem Serienkiller zu schützen.

Eine wahnsinnig interessante Geschichte und vor allem voller neuer Ideen, die meines Wissens nach noch nicht so in einem Buch auftauchen. Wer ist dieser Junge? Was steckt wirklich hinter seiner Fassade? Ist er wirklich ein geborener Serienkiller und schafft er es gegen sein Verlangen anzukämpfen? Man möchte als Leser immer mehr erfahren und hofft, dass alle diese Fragen beantwortet werden. Und genau so sollte ein Buch sein - einen mit jeder einzelnen Seite fesseln, sodass man beim Lesen alles um sich herum vergisst.

Auf den Inhalt gehe ich nicht weiter ein, damit ich nicht zu viel verrate und die Spannung nehme.
Beim Lesen erfährt man nach und nach immer mehr über den Protagonisten John und seine Gedankengänge (die nicht immer appetitlich sind). Auch über den Mörder weiß man recht schnell sehr viel, was die Spannung jedoch absolut nicht nimmt, ganz im Gegenteil.

Dem Autor ist es unglaublich gut gelungen das Zwischenmenschliche und die Jagd nach dem Killer in einer zusammenhängenden Geschichte darzustellen. Denn nicht nur die brutalen Morde werden behandelt, sondern auch der Umgang eines Soziopathen mit seinen Mitmenschen. Dadurch gewinnt das doch recht brutale Buch viel Tiefe. Dieses Zusammenspiel ist nicht einfach zu verfassen, aber Dan Wells hat es erfolgreich geschafft.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive des jungen John geschrieben. Dafür ist es doch recht anspruchsvoll vom Stil her, aber nicht unglaubwürdig oder unpassend. Da John ein sehr schlaues Köpfchen ist, wirkt die Sprachwahl nicht übertrieben. Leider gab es auch Momente beim Lesen, die ich alles andere als loben kann. Einige Szenen waren, meiner Meinung nach, zu sehr in den Vordergrund gerückt worden und somit zu gut beschrieben. Zum Beispiel brauchte ich die Einbalsamierungsrituale nicht soo genau nachzuvollziehen. Für die Geschichte sind sie wichtig, aber waren doch zu detailgetreu. Auch einige kleine Szenen fand ich merkwürdig und irgendwie unstimmig. Aber sie hielten sich doch in Grenzen. Und vielleicht kann man sie nachvollziehen, wenn man die Fortsetzung gelesen hat.

Alles in einem finde ich diesen ersten Teil der Trilogie sehr gelungen und lesenswert für alle Thriller/Fantasy Fans. Eine wirklich gute Arbeit, Mr. Wells!

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Bewertung von Isegrimm am 20.02.2011 ***** ausgezeichnet
John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt und lebt in einer amerikanischen Kleinstadt.

Er ist ein gut erzogen, höflich und liebt es seiner Mutter bei der Arbeit in ihrem Beerdigungsinstitut zu helfen.
Leider sind seine Probleme andere, als die gewöhnlicher Teenager. John ist auf bestem Wege, ein Serienkiller zu werden.
John ist Soziopath, er ist unfähig, die Gefühle seiner Mitmenschen zu empfinden. Er ist Bettnässer, fasziniert von Feuer und hat in seiner Kindheit Tiere gequält.
John ist sich sicher, dass sein Weg vorherbestimmt ist und daran verzweifelt er. Er stellt Regeln auf, die verhindern sollen, dass seine Neigung ausbricht. Da werden in der Stadt Morde begangen. Alles weist auf eine Mordserie hin und John wird klar, dass er möglicherweise der Einzige ist, der den Mörder finden kann - wenn er sein inneres Monster entfesselt.

Thrillerfans seien gewarnt, das Buch ist nicht umsonst in der Reihe Piper Fantasy erschienen.
So wird ziemlich schnell klar, das es sich hier nicht um einen klassischen Thriller handelt, auch wenn das Cover den Gedanken nahelegt.
Trotzdem sei das Buch jedem anempfohlen, denn die Geschichte lebt von der Hauptfigur.
John weiß, was mit ihm nicht stimmt und er kämpft hart darum, die Kontrolle über sein Leben zu behalten. Mit strengen Regeln will er seinen Platz in der Welt der Normalen behalten und weiß doch, dass ihm das nicht ewig gelingen kann. Seine Mutter, seine Familie sorgt sich und kann doch nicht zu ihm durchdringen.
Das ist es, was den Roman so lesenswert macht.
Wells gelingt es glaubhaft, die Gedankenwelt eines Soziopathen zu beschreiben und erstaunt stellt man fest, dass es eben kein Ungeheuer ist, dass in ihm lauert, sondern manchmal eben nur ein Junge, auch wenn uns so manches Monster menschlicher erscheint, als wir selbst.

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