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Benutzername: bookgirl
Danksagungen: 12 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 22.02.2017
Das Buch der Spiegel
Chirovici, Eugene O.

Das Buch der Spiegel


ausgezeichnet

E. O. Chirovici legt mit "Das Buch der Spiegel" einen Roman vor, der intelligent, atmosphärisch dicht und mit einigen überraschenden Wendungen konzipiert ist. Noch dazu ist er spannend und fesselt an die Handlung, die uns nicht nur von einem Erzähler nähergebracht. Nein, der Autor wählt direkt drei Protagonisten, die jeder für sich in einem der drei Teile des Buchs die Geschichte des Mordes um Professor Wieder widergeben.

"Das Buch der Spiegel" ist eines dieser Bücher, die den Leser sofort gefangen nehmen. Der Spannungsbogen ist von Anfang sehr hoch, sodass man kaum angefangen nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich habe mich fast durchgehend gefragt, was der Wahrheit entspricht und was Teil einer raffinierten Täuschung sein könnte. Genau dieses Zweifeln hat mich besonders an der Handlung fasziniert und nicht mehr losgelassen. Denn über weite Strecken wird man im Unklaren darüber gelassen, ob die Protagonisten sich nicht etwa durch ein Lügenkonstrukt hindurch navigieren. Eine besondere Rolle spielt hierbei auch das Forschungsprojekt über die Manipulierbarkeit der Erinnerungen an dem der Professor vor seinem Tod gearbeitet hat. Gerade dies hat immer wieder aufhorchen lassen, wenn eine der Figuren von den Ereignissen vor fast 30 Jahren berichtet hat, denn ist es denn so, dass auch hier Erinnerungen manipuliert wurden und wenn ja, in welcher Form?

Überraschend war die Auflösung, auch wenn man immer mal wieder etwas geahnt hat. Aber wie der Autor die einzelnen Teile wie ein Puzzel zusammengefügt hat, war geschickt gemacht, wenngleich er auch nicht alle Fragen beantwortet. Muss er aber auch nicht, weil so die Fantasie des Lesers angeregt wird, was mich in diesem Fall nicht gestört hat, weil es zu diesem Buch einfach gepasst hat.

Fazit
"Das Buch der Spiegel" ist ein kurzweiliges und spannendes Lese-Vergnügen, dem ich gerne volle 5 Sterne gebe.

Bewertung vom 24.04.2013
Ein ganzes halbes Jahr
Moyes, Jojo

Ein ganzes halbes Jahr


ausgezeichnet

"Es waren", erklärte ich ihm, "die besten sechs Monate meines Lebens". Darauf folgte ein langes Schweigen. "Komisch, Clark, bei mir ist es genauso". Und dann, einfach so, brach mir das Herz.

Inhalt

Lou und Will sind zwei Menschen, die sich wohl nie kennen gelernt hätten, wenn Will nicht durch einen Unfall querschnittsgelähmt geworden wäre. Beide leben in einer Kleinstadt, aber in unterschiedlichen gesellschaftlichen Stellungen. Er kommt aus einer wohlhabenden Familie, sie gehört zur Arbeiterschicht. Als Lou ihren Job in einem Cafe verliert, übernimmt sie die Betreuung von Will. Was zunächst nach einem Job für nur sechs Monate ausgelegt ist, wird ihr ganzes Leben verändern.



Meine Meinung

Ich habe vor ein paar Tagen das Buch ausgelesen und wenn ich zurück denke, dann bekomme ich sofort wieder Tränen in den Augen. Es kommt nur selten vor, dass ich eine Geschichte so intensiv am ganzen Körper spüre, wie es bei dieser hier der Fall war. Nicht nur die Liebesgeschichte geht unter die Haut und Mitten ins Herz. Nein, sie macht auch unglaublich nachdenklich und immer noch denke ich daran, wie ich mich entschieden hätte und wie schwer es auch für mich wäre, wenn ich das unmögliche akzeptieren müsste. So wie Lou würde auch mir das Herz brechen.

Jojo Moyes hat ein Thema in ihrem Buch aufgegriffen, welches wohl niemanden kalt lässt. Das Recht auf einen selbst bestimmten Tod und damit der Entscheidung als Freund oder Familienmitglied diesem zuzustimmen, ist wohl eine der härtesten Entscheidungen die Eltern, Geschwister oder auch die große Liebe treffen müssen. Dennoch ist sie eine Entscheidung, die nachvollziehbar ist. Wenn ein Mensch an den Rollstuhl gefesselt ist, starke Schmerzen sein Leben beherrschen und er weiß, dass es nicht besser sondern schlimmer wird, dann frage ich mich, ob es nicht sogar ein Akt der Liebe und Menschlichkeit ist, ihn gehen zu lassen. Leider bin ich ein Mensch, der genauso wie Lou alles versuchen würde, um den anderen für das Leben zu überzeugen. So wie Lou würde ich kämpfen.

Lou und Will sind zwei Charaktere, die man einfach lieben muss. Besonders Lou, die nie aufgeben wollte und alles menschenmögliche getan hat, fand ich großartig und ich konnte mich unglaublich gut mit ihr identifizieren. Beide haben Sätze ausgesprochen, die für akuten Taschentuch-Alarm gesorgt haben. Generell kann ich jedem bei diesem Buch nur empfehlen, einen ausreichenden Vorrat in griffnähe zu haben. Gerade bei dem Ende habe ich Rotz und Wasser geheult.

Nach wie vor fällt mir schwer von Lou und Will Abschied zu nehmen, was über die Qualität der Geschichte viel sagt. Denn wie oft kommt es vor, dass wir ein Buch beenden, zum nächsten greifen und das Gelesene schon fast wieder vergessen haben, weil es nett, aber nicht außergewöhnlich war. Hier ist es anders und gerade dieses nicht Abschied nehmen können, weil man sich gedanklich noch mit den Themen, die in der Geschichte vorkommen, beschäftigt, sagt viel über diesen großartigen Roman aus.

Fazit

"Ein ganzes halbes Jahr" ist für mich mit Abstand die schönste, emotionalste und wunderbarste Liebesgeschichte, die ich je gelesen habe.

5 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 25.03.2013
Ostfriesenmoor / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.7
Wolf, Klaus-Peter

Ostfriesenmoor / Ann Kathrin Klaasen ermittelt Bd.7


sehr gut

Inhalt

Ann-Kathrin Klaasen wird zu einem Mordfall gerufen. Auf einem Baum liegen Arm und Hand eines Kind, am Ufer der Rest der Körpers. Kurz danach wird vor einer Apotheke ein Zwilling entführt. Haben die beiden Begebenheiten eine Gemeinsamkeit und wenn ja, welche?

Meine Meinung

Ostfriesenmoor ist ein solider Krimi, dessen Ende mich überrascht und dazu geführt hat, dass ich 4 Sterne vergebe. Über weite Strecken war mir die Handlung jedoch ein wenig zu langsam und zu ruhig erzählt. Man kann das Buch zwar gut lesen, aber irgendwas hat gefehlt, um mich restlos zu fesseln. Das Ende hatte es dann jedoch in sich und hat Spannung pur geboten.

Die Protagonisten waren alle gut gezeichnet und ganz besonders hat mir die Beschreibung von Ostfriesland und der Moorlandschaft gefallen. Ein Regionalkrimi, der die Besonderheiten der Umgebung sehr gut vermitteln konnte.

Positiv finde ich auch, dass ich - obwohl ich die vorherigen Bücher von Klaus-Peter Wolf nicht kannte - gut in die Geschichte hereingekommen bin und man gar nicht gemerkt hat, dass es schon der siebte Fall um die Kommissarin Ann-Kathrin Klaasen ist.

Fazit

"Ostfriesenmoor" ist ein Regionalkrimi, der mir gut gefallen hat, auch wenn ich schon spannendere Bücher gelesen habe.

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 28.08.2012
Der Himmel über der Heide
Cramer, Sofie

Der Himmel über der Heide


gut

Inhalt
Kati muss zurück in die Lüneburger Heide, da ihr Vater ins Krankenhaus eingeliefert worden ist. Die Sorge ist groß, liegt er doch auf der Intensivstation. Dann muss sie auch noch von ihrer Großmutter erfahren, dass es um den Heidehof, der schon seit über 300 Jahren im Familienbesitz ist, schlecht bestellt ist und feststellen, dass ihre Stiefmutter diesen nun sogar verkaufen möchte. Zu allem Unglück geht auch noch die Beziehung zu ihrem Freund Simon in die Brüche. Nun beginnt nicht nur der Kampf um das Überleben des Vaters, sondern auch des Heidehofs und eine Zeit, die Kati alles abverlangt und auch eine starke Person aus ihr macht.

Meine Meinung
Das Buch zu lesen, ist wie sonntags im ZDF einen dieser Herz-Schmerz-Filme von Rosamunde Pilcher & Co. zu gucken. Ich konnte mir die einzelnen Charaktere und auch den Heidehof durch die detaillierte Schilderung sehr gut vorstellen. Auch zeichnet die Autorin Sofie Cramer ein wunderschönes Bild der Lüneburger Heide, die ich noch nicht kenne, nun aber gerne kennen lernen würde. Hier passt das Cover auch hervorragend. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Fenster zu einem der Zimmer des Heidehofs gehört und finde die Aussicht wirklich schön.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, allerdings auch keine hohe Literatur. Es ist ein nettes Buch für Zwischendurch. Unterhaltsam und warmherzig, wenn auch in mancher Hinsicht zu vorhersehbar.

Eine nette Idee sind die Rezepte, die am Ende des Buches aufgeführt sind. So kann man selber ausprobieren, was in der Lüdeburger Heide kredenzt wird.

Fazit
Wer Filme und Geschichten, wie die von Rosamunde Pilcher & Co. mag, wird "Der Himmel über der Heide" lieben. Für mich ist es ein nettes Buch, dass ich Zwischendurch gerne gelesen habe.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 23.07.2012
Das Herz einer Löwin
Scholes, Katherine

Das Herz einer Löwin


sehr gut

Laura und ihre Tochter Angel sind mit den Kamelen Mama Kitu und Matata auf dem Weg in die Stadt, als Laura von einer Schlange gebissen wird und an den Folgen stirbt. Angel bleibt alleine zurück und bekommt Hilfe und Schutz von einer Löwenfamilie. Zur gleichen Zeit kommt Emma in Tansania an. Sie hat eine Safari gebucht, möchte zunächst jedoch die Forschungsstation besuchen, bei der ihre Mutter gearbeitet hat, bis sie an einem tödlichen Virus starb. Dort lernt sie den Massai-Arzt Daniel kennen, der von den Kamelen Besuch erhält und auch Hinweise darauf, dass in der Wüste eine Leiche und ein vermisstes Mädchen zu finden sind. Die beiden machen sich auf den Weg - einem Weg, der vor allem Emmas Leben verändern wird.
Mir hat das Buch gut gefallen. Katherine Scholes gelingt es wunderbar den Zauber Afrikas zu vermitteln. Man sieht die Tierwelt und auch Landschaft so deutlich vor sich, als ob man einen Film sehen würde. Sie schreibt flüssig und unterhaltsam, wenngleich auch sehr vorhersehbar. Man weiß relativ schnell, wie die Geschichte ausgehen wird. Dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen, weil man in die Geschichte sehr schnell eintauchen und seine Umwelt vergessen kann. Wer einen gefühlvollen, unterhaltsamen und liebevoll geschriebenen Afrika-Roman lesen möchte, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt.

Bewertung vom 29.02.2012
Alle sieben Wellen
Glattauer, Daniel

Alle sieben Wellen


sehr gut

Was für ein schönes Buch! Habe sehnsüchtig darauf gewartet, wie es mit Emmi und Leo weiter geht und wurde nicht enttäuscht. Als Leser fiebert man mit und kann das Buch kaum aus der Hand legen. Eigentlich hat man auf den ersten Seiten den Eindruck, dass Glattauer nichts neues zu liefern hat. Die Email-Bekannschaft versteht allerdings auch dieses Mal zu fesseln. Glattauer schreibt mit sehr viel Charme und hat mich dadurch total überzeugt. Ein Buch nicht nur für Emmi und Leo-Fans ;-)

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.02.2012
Dem Tode nah
Barclay, Linwood

Dem Tode nah


sehr gut

Dem Tode nah ist ein würdiger Nachfolger von Ohne ein Wort. Ich mag Thriller, die schon auf den ersten Seiten eine Spannung erzeugen, die es einem schwer machen, das Buch aus der Hand zu legen. Dem Tode nah schafft das. Bereits nach den ersten Worten ahnt man das etwas schreckliches passieren und Derek Zeuge dessen wird. Schade fand ich nur, dass ich nicht bis zum Schluß rätseln musste, wer der Mörder ist, sonst dieser schon nach ca. 200 Seiten "verraten" worden ist. Trotzdem würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen.

Bewertung vom 29.02.2012
Das Haus in den Wolken
Lennox, Judith

Das Haus in den Wolken


sehr gut

Die Geschichte spielt zwischen 1909 und 1942 und ist ein für Judith Lennox typischer Familienroman. Ich habe schon einige Bücher von ihr gelesen und war natürlich gespannt darauf, wie ihr neues Buch ist. Anfänglich fiel es mir schwer das Buch zu lesen, weil es mich nicht so sehr fesseln konnte, wie die Vorgänger. Ab der Mitte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, weil die Geschichte immer mehr Spaß gemacht hat. Auch wenn immer wieder neue Charaktere hinzukommen, tut das dem Roman keinen Abbruch.

Insgesamt ist es eine wunderschöne und sehr gut erzählte Familiensaga mit gut ausgearbeiteten Charakteren.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.02.2012
Der Schuh auf dem Dach
Delecroix, Vincent

Der Schuh auf dem Dach


schlecht

Nach dem ich die Leseprobe gelesen habe, hatte ich mich sehr über das Buch gefreut. Leider war die Freude nach der ersten Geschichte verflogen. Das Buch ist sehr anstrengend und langatmig geschrieben, was den Lesegenuss leider überhaupt nicht fördert. Ich habe mich praktisch von Geschichte zu Geschichte gequält und war froh, als ich endlich das Buch aus der Hand legen konnte. Ich denke, dass man schon sehr Philosophie-begeistert sein muss, um an dem Thema Spaß zu haben.

0 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.