Benutzername: kleinbrina
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Bewertungen

Insgesamt 1117 Bewertungen
Bewertung vom 07.01.2017
Opfer / Spiel-Trilogie Bd.1
Menapace, Jeff

Opfer / Spiel-Trilogie Bd.1


sehr gut

Bücher aus dem Verlag Heyne Hardcore haben es mir schon immer angetan, von daher freue ich mich immer, wenn ich dort neue Autoren, bzw. neue Bücher entdecke, die mich spontan ansprechen. So erging es mir auch mit "Opfer", dem ersten Band der "Das Spiel"-Trilogie von Jeff Menapace.

Da ich schon häufiger gelesen habe, dass Jeff Menapace von den Ideen und dem Schreibstil her am ehesten mit dem leider viel zu früh verstorbenen Richard Laymon zu vergleichen ist, war ich auf "Opfer" besonders gespannt und ich muss sagen, dass der Vergleich wirklich sehr gut passt. Der Schreibstil ist zwar wenig anspruchslos, liest sich dafür aber besonders flüssig und stets spannend, sodass man relativ schnell in die Geschichte hineinfindet. Dazu sind die Figuren gut gezeichnet und ich konnte mit ihnen mitfiebern.

"Opfer" ist dabei schnell erzählt: Amy und Patrick sind mit ihren Kindern auf einem Ausflug zum Crescent Lake, wo sie sich entspannen und das Familienleben genießen möchten. Dabei treffen sie auch auf Arty und Jim Fannelli, die sich ebenfalls zu dem kleinen beschaulichen Ort aufgemacht haben. Auch sie wollen Entspannung, allerdings auf eine ganz andere Art, sodass dort schnell der ganz persönliche Horror ausbricht...

Während ich die Fannelli-Brüder auf ihre eigene Art und Weise interessant fand und mehr über die Hintergründe ihres Vorhaben erfahren wollte, hatte ich es mit Amy und Patrick dagegen ein wenig schwerer. Ich konnte zwar mit ihnen mitfiebern und sie wurden vom Autor auch gut gezeichnet, allerdings hat es mich doch enorm gestört, dass Patrick ständig nur "Baby" zu Amy sagt und die beiden sich eher wie Teenager benommen haben. Da hätte ich mir ehrlich gesagt ein wenig mehr versprochen.

Dennoch ist die Geschichte insgesamt verdammt gut und besitzt unheimlich viel Spannung, gleichzeitig aber auch sehr makabere und stellenweise sogar skurrile Momente. Auch das Ende hat mir gut gefallen und klingt sehr vielversprechend, sodass ich mich bereits jetzt auf den zweiten Band "Rache" freue, den ich schon bald lesen werde.

Die Covergestaltung ist sehr gelungen und passt nicht nur hervorragend zum Genre, sondern auch zur Geschichte selbst. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die mich direkt neugierig gemacht hat, sodass ich der Geschichte sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Jeff Menapace hat mit "Opfer" einen guten Auftakt der "Das Spiel"-Reihe geschaffen, der mit einer interessanten Handlung sowie enormer Spannung überzeugen konnte. Ich freue mich bereits auf die weiteren Bände und kann das Buch demnach nur empfehlen.

Bewertung vom 03.01.2017
Im Hause Longbourn
Baker, Jo

Im Hause Longbourn


sehr gut

Ich muss gestehen, dass ich nicht gerade der größte Fan von Jane Austen bin und mit "Stolz und Vorurteil" nie besonders warm geworden bin. Dementsprechend skeptisch war ich auch zunächst bei "Im Hause Longbourn", was jedoch nicht nötig war, denn trotz aller Vergleiche konnte mich das Buch durchaus unterhalten.

Jo Baker hat hier zwar nicht das Rad neu erfunden, allerdings durchaus eine interessante Geschichte erschaffen, die bis auf kleinere Schwächen ganz nett ist. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass die Geschichte etwas flüssiger und nicht so langatmig ist, allerdings kann man über die zwischenzeitlichen Längen gut hinwegsehen.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Während es in "Stolz und Vorurteil" meist nur um die stellenweise doch sehr ungesunde Liebesgeschichte zwischen Elizabeth und Mr. Darcy geht, geht es in "Im Hause Longbourn" um die Bediensteten, allen voran um das Dienstmädchen Sarah, das mit ihrem Leben unzufrieden ist und gerne mehr daraus machen möchte. Mehr könnte dabei auch zwischen ihr und dem neuen Butler James entstehen, doch dieser hat ein großes Geheimnis, sodass auch diese Geschichte nicht ohne große Dramen auskommen kann.

Dabei sind die Figuren allesamt sehr interessant und vor allem von der Autorin gut gezeichnet, aber nicht immer zwingend sympathisch. Dennoch habe ich die Geschichte rund um Sarah und James gerne gelesen, sodass ich "Im Hause Longbourn" tatsächlich besser als "Stolz und Vorurteil" finde.

Das Cover ist nicht nur schön anzusehen, sondern passt auch sonst sehr gut zur Geschichte. Auch die restliche Buchgestaltung ist mehr als gelungen, denn bei jedem Kapitelanfang gibt es ein Zitat aus "Stolz und Vorurteil". Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen, sodass ich dem Buch trotz Skepsis gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Im Hause Longbourn" ist eine interessante und oftmals dramatische Geschichte, die stets mit "Stolz und Vorurteil" verknüpft ist und mich gut unterhalten konnte. Somit ist diese Geschichte besonders für Fans von Jane Austen ein absolutes Muss.

Bewertung vom 30.12.2016
Der Verrat des Wikingers
Hagan, Ken

Der Verrat des Wikingers


weniger gut

Geschichten rund um Wikinger finde ich eigentlich immer ganz spannend, dies ist auch der Grund, weshalb ich "Der Verrat des Wikingers" unbedingt eine Chance geben wollte. Leider entpuppte sich die Geschichte für mich dann doch eher als Flop, da ich viel zu lange gebraucht habe, um überhaupt in die Geschichte hineinzufinden.

Schuld daran ist der Schreibstil, der mir leider gar nicht zugesagt hat, denn die Geschichte zieht sich wie Kaugummi und wird alles andere als flüssig oder gar spannend erzählt. Hier hatte ich eher das Gefühl, als wolle sich der Autor vom Leser distanzieren, denn der Schreibstil ist so nüchtern, wie er nur sein kann.

Ein Problem waren auch die Figuren. Die sind zwar der Zeit, in der die Geschichte spielt, an sich gut angepasst und wirken nicht zu modern, allerdings hatte ich auch hier das Gefühl, dass man sie nur sehr oberflächlich kennen lernt und somit konnte ich mit niemanden von ihnen wirklich warm werden, was doch sehr schade ist, denn die Geschichte besitzt so viel ungenutztes Potential, dass es einem schon fast weh tut.

Hätte man den Figuren mehr Zeit gegeben sich zu entwickeln und hätte man hier die Intrigen gegen Kregins Familie intensiver und spannender gestaltet, hätte die Geschichte durchaus etwas werden können. Stattdessen hat sich der Autor meist lieber u.a. mit unnötigen Details aufgehalten. So wird u.a. genauestens auf mehreren Seiten beschrieben, wie damals die Schiffe beladen wurden, etc. Bei einem Sachbuch hätte ich dies durchaus interessant gefunden, allerdings nicht bei einem historischen Roman.

Das Cover sieht dagegen sehr hübsch aus und hat direkt mein Interesse geweckt. Gleiches gilt auch für die Kurzbeschreibung, die dafür gesorgt hat, dass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: "Der Verrat des Wikingers" hätte so gut sein können, allerdings war die Geschichte so flach und zäh, dass leider nie die gewünschte Spannung aufkam und ich das Buch am Ende eher enttäuscht beendet habe. Somit kann ich auch keine Leseempfehlung aussprechen.

Bewertung vom 29.12.2016
Nothing less / After Bd.7
Todd, Anna

Nothing less / After Bd.7


gut

Als großer Fan von Anna Todd habe ich bislang all ihre Bücher gelesen. So auch "Nothing More", der erste Band, der sich erstmals ausführlicher mit Landon beschäftigt hat. Obwohl mich dessen Geschichte bislang absolut nicht umgehauen hat, wollte ich auch unbedingt den zweiten Band "Nothing Less" lesen und bin mit doch recht geringen Erwartungen an die Geschichte herangegangen, was auch letztendlich ganz gut war.

Anna Todds Schreibstil ist nach wie vor recht speziell und einfach gehalten, allerdings ist ihre Schreibweise auch in gewisser Hinsicht faszinierend, sodass ich von ihr wohl auch eine bedruckte Toilettenrolle lesen würde. Problem ist jedoch, dass Landon - wie schon seit Band 1 der "After"-Reihe - als Figur absolut nicht viel hergibt. Er ist lieb, er ist nett, er ist zuvorkommend, aber gleichzeitig ist seine Geschichte auch vollkommen belanglos, da mir bei ihm die Besonderheit fehlt und auch seine Geschichte nicht den gewünschten "WOW"-Effekt besitzt.

Landon, Nora und auch Dakota sind - wie auch schon in "Nothing More" einfach nur nett, allerdings fehlt mir bei ihnen die nötigen Ecken und Kanten, um sie tatsächlich liebenswert oder gar interessant zu finden. Ich finde es zwar schön, wie sich die Geschichte entwickelt und es auch das ein oder andere Geheimnis gibt und Landon auch zusehends ein besseres Verhältnis zu Hardin bekommt, allerdings war mir dies etwas zu wenig.

Ich habe mir für "Nothing Less" mehr Emotionen und vor allem mehr Überraschungen gewünscht, allerdings sollte dies einfach nicht sein. Ich fand zwar die Auflösung letztendlich ganz gelungen und habe da auch zum ersten Mal etwas mitfiebern können, allerdings ist "Nothing Less" nie an die ersten fünf Bände der "After"-Reihe herangekommen, was ich doch ein wenig schade finde.

Das Cover ist dagegen wieder einmal wunderschön und wirkt sehr edel, dazu passt es hervorragend zu den anderen Bänden, sodass es ein toller Hingucker ist. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls in Ordnung und war mit ein Auslöser, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: "Nothing Less" ist leider bereits wie sein Vorgänger "Nothing More", nämlich genau wie Landon selbst: Nett, aber oftmals viel zu belanglos. Zwar ist hier nicht alles schlecht und die Geschichte konnte mich durchaus stellenweise unterhalten, allerdings hat mir leider der erhoffte "WOW"-Effekt gefehlt. Für mich ist es somit leider ein enttäuschender Abschluss.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 29.12.2016
Belgravia
Fellowes, Julian

Belgravia


sehr gut

"Komm, schau doch endlich mal Downtown Abbey." Ich kann gar nicht sagen, wie oft ich diesen Satz bereits gehört habe und obwohl mich die Serie sehr anspricht, habe ich diese immer noch nicht gesehen. Umso gespannter war ich auf die Geschichte "Belgravia", die aus der Feder des Autors von "Downtown Abbey" stammt, sodass ich dem Buch sehr gerne eine Chance gegeben habe und ich muss sagen, dass meine Erwartungen übertroffen wurden.

Julian Fellowes besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich zwar nicht ganz so flott liest, aber dennoch durchaus unterhaltsam und spannend ist. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch alles rund um die Schlacht von Waterloo wurde bestens recherchiert, sodass man hier einen interessanten, historischen Roman erhält.

Wer Geschichten rund um den Adel mag und auch gerne Bücher zu alten Familiengeheimnissen liest, der wird hier bestens aufgehoben sein, denn hier geht es um einen prächtigen Ball, der einen Tag vor der Schlacht von Waterloo sttfindet und dabei darf der Adel, allen voran die Gastgeberin, die Herzogin von Richmond, nicht fehlen. Neben dem geschichtlichen Hintergrund erhält der Leser auch einen interessanten Blick in den Adel und erlebt dabei auch das ein oder andere Geheimnis, welches selbst Jahre später noch streng geheimgehalten werden soll.

Das Cover ist schön anzusehen und passt perfekt in das neunzehnte Jahrhundert und den Figuren der Geschichte, sodass die Covergestaltung rundum gelungen ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich direkt angesprochen, sodass ich sehr gerne mehr erfahren wollte.

Kurz gesagt: "Belgravia" ist eine interessante und spannende Geschichte über den Adel im 19. Jahrhundert, die mit interessanten Figuren und Familiengeheimnissen überzeugen kann. Für alle Fans von "Downtown Abbey" und Geschichten über den Adel bestens geeignet!

Bewertung vom 27.12.2016
Draußen im Moor
Greaves, Sandra

Draußen im Moor


weniger gut

"Draußen im Moor" gehört zu den Büchern, die relativ lange ungelesen im Regal stehen mussten. Da ich nun allerdings in der Stimmung für das Buch war, habe ich es endlich aus dem Regal befreit und hatte doch recht hohe Erwartungen, da ich das Setting sehr interessant fand. Leider entpuppte sich das Buch dann allerdings doch eher als Flop.

Der Schreibstil liest sich zwar an sich ganz angenehm, aber auch relativ anspruchslos, was ich sehr schade finde, da man hier deutlich mehr hätte herausholen können. Zwar muss man sagen, dass die Autorin es versucht hat, eine gewisse Spannung hier aufzubauen, allerdings empfand ich die Geschichte meistens nur als sehr vorhersehbar, sodass der Funke leider nicht überspringen wollte. Die Figuren sind dagegen gut gezeichnet und man lernt sie ausreichend kennen, allerdings muss ich leider zugeben, dass mir keiner von ihnen sympathisch war, was dafür gesorgt hat, dass ich auch nicht mit ihnen mitfiebern konnte.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Matt will nicht die Ferien bei seiner Mutter und ihrem neuen Freund verbringen und bittet deswegen seinen Onkel, ihn auf seiner Farm besuchen zu dürfen. Dieser ist wenig begeistert, nimmt seinen Neffen allerdings dennoch bei sich auf, was jedoch seiner Tochter Tilda alles andere als gefällt, sodass sie ihm mehr als deutlich zeigt, dass er nicht willkommen ist. Allerdings raufen sie sich immer wieder zusammen und finden im Wald einen Vogelschädel, bei dem allerdings schnell klar wird, dass damit etwas nicht stimmt, denn plötzlich gehen Veränderungen auf der abgelegenen Farm vor sich, die man sich nur schwer erklären kann...

Eine abgelegene Farm mitten im Wald und von Mooren umgeben, dazu ein uralter Fluch sowie ein Familiengeheimnis - es hätte so gut sein können. Was ich jedoch vorgefunden habe, besitzt zwar durchaus Potential, wirkte allerdings so, als hätte man es bereits hundertmal gelesen, bzw. als Film gesehen. Mir hat es hier an Besonderheit und Spannung gefehlt, sodass die Geschichte für mich eher vor sich hingeplätschert ist, mich allerdings nicht begeistern konnte.

Das Cover ist dagegen gelungen. Dieses passt hervorragend zur Moorlandschaft und zur Geschichte, sodass man sich hier absolut nicht beklagen kann. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und war für mich mit ein Grund, weshalb ich "Draußen im Moor" letztendlich eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Draußen im Moor" sehr vielversprechend und spannend klang, hat mich die Geschichte leider doch sehr enttäuscht, da ich mich oftmals nur gelangweilt habe und auch mit den Figuren nicht warm wurde. Sehr schade, aber manchmal soll es wohl einfach nicht sein.

Bewertung vom 27.12.2016
Paris, Clara und ich (eBook, ePUB)
Popescu, Adriana

Paris, Clara und ich (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Nachdem ich vor einigen Monaten "Paris, du und ich" von Adriana Popescu geradezu verschlungen habe und mir die Geschichte sehr gut gefallen hat, war ich schon sehr auf die Kurzgeschichte "Paris, Clara und ich" gespannt, in der man Emma und Vincent noch einmal im wunderschönen Paris erleben darf.

Da es sich hierbei um ein Goodie zu Weihnachten handelt, sollte einem bewusst sein, dass es sich hierbei lediglich um eine Kurzgeschichte handelt, die mich aber dennoch bestens unterhalten und in Weihnachtsstimmung versetzen konnte. Der Schreibstil liest sich dabei nicht nur sehr flott und leicht, sondern auch äußerst angenehm, denn die Autorin schafft es nicht nur die Stadt Paris zum Leser nach Hause zu bringen, sondern auch mit ihrem unverwechselbaren Humor und einer gewissen Melancholie zu begeistern.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Vincent und Emma wollen Weihnachten mit dem Concierge Jean-Luc verbringen, der die Weihnachtstage meistens alleine verbringen muss. Für den alten Mann, der froh über den Besuch ist, ist dies das schönste Geschenk und somit kommt er auch direkt ins Plaudern und erzählt den beiden seine ganz eigene Liebesgeschichte, die im Jahr 1950 mit Clara begann.

Obwohl die Geschichte leider recht kurz ist, steckt sie dennoch voller warmer Worte und Emotionen, sodass mich die Geschichte nicht nur berührt, sondern auch nachdenklich gestimmt hat. Somit hat Adriana Popescu meiner Meinung nach mal wieder eine wunderbare Geschichte geschrieben, die wohl noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Die Covergestaltung ist wunderschön und passt perfekt in die Jahreszeit und Weihnachten in Paris. Ebenfalls gelungen ist die Kurzbeschreibung, die die Kurzgeschichte perfekt beschreibt und mich direkt neugierig gemacht hat, sodass ich "Paris, Clara und ich" unbedingt lesen wollte.

Kurz gesagt: Adriana Popescu hat mit "Paris, Clara und ich" eine wunderschöne und melancholische Weihnachtsgeschichte geschaffen, die ich aufgrund von liebgewonnenen Figuren und einem tollen Setting innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe. Wer bereits "Paris, du und ich" gemocht hat, sollte auch unbedingt diese Kurzgeschichte lesen.

Bewertung vom 22.12.2016
Glückssterne
Winter, Claudia

Glückssterne


sehr gut

Geschichten, die in Schottland spielen, haben es mir schon immer sehr angetan, da ich die Landschaften und auch die Mentalität dort sehr mag, von daher war ich sehr gespannt auf Claudia Winters neuesten Roman "Glückssterne" und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde.

Claudia Winter besitzt einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und locker lesen lässt und dafür sorgt, dass man sich als Leser direkt wohlfühlt. Die Figuren sind gut gezeichnet, man lernt sie ausreichend kennen und auch die Dialoge sind gelungen. Die Autorin beschreibt Landschaften und Figuren so detailverliebt, sodass man sie nicht nur gut kennen lernt, sondern sich auch vieles bildlich vorstellen kann.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Justus und Josefine arbeiten nicht nur gemeinsam in einer Anwaltskanzlei, sondern sind auch miteinander verlobt. Für Josefine und Justus gelten im Leben klare Regeln, sodass sie auch ihre Hochzeit bereits bis ins kleinste Detail geplant hat. Diese scheint jedoch noch zu platzen, denn Josefines Cousine hat sich mit dem Familienring nach Schottland abgesetzt, was einer Katastrophe gleicht, denn Josefine besteht darauf, nur mit diesem Ring zu heiraten, da er Ehepaaren Glück bringen soll. Also folgt sie ihrer Cousine und möchte so schnell wie möglich den Ring zurück haben, um Justus heiraten zu können. Doch manchmal hat das Schicksal ganz andere Pläne mit einem und auch Josefine muss einiges überdenken...

Ich muss gestehen, dass Josefine und ich es am Anfang nicht leicht miteinander hatten, denn sie wirkte mir zunächst ein wenig zu distanziert, sodass ich nicht einschätzen konnte, ob ich sie nun mag oder eher nicht. Dies hat sich jedoch im Laufe der Geschichte geändert und ich mochte sie richtig gern, denn obwohl sie am Anfang eher kühl wirkte, ist sie eine herzensgute und interessante Frau, deren Suche nach dem Ring und sich selbst ich gerne verfolgt habe. Ihren Verlobten Justus mochte ich dagegen so gar nicht, denn dieser wirkt dauerhaft unterkühlt und steif, sodass er nicht zwingend eine Person ist, bei der man sich wohlfühlt. Umso schöner fand ich es, dass auch Josefine im Laufe der Geschichte immer mehr an der Beziehung gezweifelt hat.

Das Cover ist sehr schön anzusehen und sorgt direkt für eine Wohlfühlstimmung, die auch im Buch stets präsent ist. Auch die Kurzbeschreibung hat mich vom ersten Moment angesprochen, sodass ich das Buch bereits vor dem Erscheinungstag herbeigesehnt habe.

Kurz gesagt: "Glückssterne" ist eine wunderbare und emotionale Geschichte, die die Suche nach sich selbst und einen Umbruch bestens schildert und dazu noch mit einem angenehmen Schreibstil und interessanten Figuren bestückt ist. Ich habe das Buch wahnsinnig gern gelesen und freue mich bereits auf das nächste Werk von Claudia Winter.

Bewertung vom 21.12.2016
Das Frostmädchen
Lasthaus, Stefanie

Das Frostmädchen


sehr gut

"Das Frostmädchen" von Stefanie Lasthaus gehört wohl derzeit zu den Büchern, an dem sich die Geister schneiden: Einige lieben dieses Buch, andere können der Geschichte nichts abgewinnen, von daher war ich besonders gespannt darauf, wie ich die Geschichte letztendlich finden werde. Ich muss zwar sagen, dass die Geschichte auch für mich nicht der größte Kracher war, ich allerdings insgesamt trotz kleinerer Schwächen nicht enttäuscht wurde.

Ich muss zwar zugeben, dass es mir anfangs sehr schwer fiel in die Geschichte hineinzukommen, allerdings hat sich dieses Problem nach etwa dreißig Seiten aufgelöst. Dennoch liest sich "Das Frostmädchen" stellenweise doch recht holprig und besitzt die ein oder andere Länge, allerdings ist die Geschichte alles andere als schlecht. Die Figuren sind zum Großteil gut ausgearbeitet, die Dialoge sind in Ordnung und ich mochte die winterliche Atmosphäre hier sehr, sodass ich über die ein oder andere Schwäche im Schreibstil hinwegschauen kann.

Die Geschichte ist dabei schnell erzählt: Die 20-jährige Neve hat einen handgreiflichen Streit mit ihrem Freund Gideon und kann diesen nicht mehr ertragen, sodass sie direkt nach draußen flieht. Dabei verirrt sie sich jedoch und wird zu ihrem Glück mitten im Wald von Lauri gefunden, der sich direkt um sie kümmert. Obwohl Neve an sich sehr sympathisch ist, muss Lauri allerdings schnell erkennen, dass Neve anders als andere Frauen in ihrem Alter ist und scheinbar ungeahnte Kräfte besitzt, die auch vor anderen nicht unentdeckt bleiben...

Obwohl "Das Frostmädchen" manchmal ein wenig langatmig und holprig ist, muss man dennoch sagen, dass man mit Neve und auch Lauri hier interessante und sympathische Figuren erhält, die mir zwar nicht zwingend ans Herz gewachsen sind, deren Geschichte ich aber dennoch gerne verfolgt habe. Die Fantasyelemente sind glaubwürdig in die Geschichte eingebaut worden, sodass Fantasy-Fans hier definitiv ihren Spaß haben werden. Natürlich darf auch hier eine Liebesgeschichte nicht fehlen, allerdings empfand ich diese ein wenig als schwach, weil sie mir zu plötzlich kam und nicht immer authentisch war. Dennoch ist die Geschichte insgesamt alles andere als schlecht.

Das Cover ist für mich ein absoluter Hingucker und passend zur Geschichte, sodass ich mir das Buch im Regal immer wieder gerne anschaue. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen, sodass ich der Geschichte trotz so mancher Skepsis gerne eine Chance gegeben habe.

Kurz gesagt: Obwohl "Das Frostmädchen" hier und da gewisse Schwächen mit sich bringt, hat mir die Geschichte dennoch gut gefallen, sodass ich das Buch als eine schöne Wintergeschichte empfunden habe. Somit kann ich nur jedem empfehlen, das Buch trotz mancher Skepsis zu lesen, denn so schlecht, wie viele sagen, ist die Geschichte längst nicht.

Bewertung vom 21.12.2016
Tage wie diese
Green, John; Johnson, Maureen; Myracle, Lauren

Tage wie diese


ausgezeichnet

"Tage wie diese" habe ich bereits vor einigen Jahren gelesen, als das Buch noch frisch erschienen war. Da ich mal wieder Lust auf die drei Geschichten hatte, habe ich sie aus dem Regal gefischt und das Buch relativ zügig ausgelesen. Interessant war dabei für mich, ob ich die Geschichten noch genauso gut finden würde, wie schon vor vier bis fünf Jahren und ich muss sagen, dass mir "Tage wie diese" auch heute noch gefällt.

Hier erlebt man gleich drei Geschichten, die jeweils aus der Feder von Maureen Johnson, John Green und Lauren Myracle stammen. Das Buch beginnt mit "Der Jubilee-Express" von Mauren Johnson, geht weiter mit "Ein cheer unglaubliches Weihnachtswunder" von John Green und endet mit "Der Schutzheilige der Schweine" von der doch in Deutschland leider noch recht unbekannten Lauren Myracle.

Alle drei Geschichten sind an sich eigenständig, allerdings stellt man immer wieder fest, dass die drei Geschichten auch sehr gut zusammenpassen und sich stellenweise auch ergänzen. Obwohl mich John Green in "Tage wie diese" wieder einmal am meisten überzeugen konnte, haben mich auch die anderen beiden Autorinnen gut unterhalten. Alle Geschichten lesen sich leicht und flüssig, sind mal romantisch, mal humorvoll, aber stets passend zur Weihnachtszeit, sodass es für mich ein absolutes Weihnachtsbuch ist.

Das Cover ist schlicht, aber durchaus schön anzusehen. Hier mag ich besonders die Farbgestaltung und die vielen Sterne, die das Highlight des Covers sind. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und hat mich bereits vor etlichen Jahren neugierig gemacht, sodass ich "Tage wie diese" gerne ein zweites Mal gelesen habe.

Kurz gesagt: "Tage wie diese" umfasst insgesamt drei unterhaltsame und schöne Geschichten, die perfekt in die Weihnachtszeit passen und mich mit interessanten Figuren und tollen Ideen begeistern konnte. Ich kann dieses Buch somit nur empfehlen und hoffe, dass besonders Lauren Myracle in Deutschland ein wenig bekannter wird.