Torso - Fleischhauer, Wolfram

Wolfram Fleischhauer 

Torso

Roman

Gebundenes Buch
 
7 Kundenbewertungen
**** sehr gut
versandkostenfrei
innerhalb Deutschlands
20 ebmiles sammeln
EUR 19,99
Sofort lieferbar
Alle Preise inkl. MwSt.
Bewerten Empfehlen Merken Auf Lieblingsliste


Torso

Zwei Tote. Ein Rätsel. Keine Gnade. In einem leerstehenden Berliner Hochhaus macht die Polizei einen grausigen Fund. Ein makaber drapierter Frauentorso stellt alles in den Schatten, was Hauptkommissar Zollanger in seiner Laufbahn je zu sehen bekam. Anderswo in Berlin will eine verzweifelte junge Frau nicht an den »Selbstmord« ihres Bruders glauben - und sticht ahnungslos in ein Wespennest aus Gier, Verrat und Vertuschung übelster politischer Machenschaften. Der große Thriller von Wolfram Fleischhauer.

In einem verlassenen Plattenbau in Berlin-Lichtenberg macht die Polizei einen grausigen Fund: ein Frauentorso mit Ziegenkopf, gehüllt in blaugoldenes Tuch. Kurz darauf findet man in der Putzkammer eines Szene-Clubs ein totes Lamm, in das ein weiblicher Arm eingenäht ist. Kommissar Martin Zollanger befürchtet eine Mordserie oder ist es doch "nur" Leichenschändung, will jemand ein makabres künstlerisches Statement abgeben? Während Zollanger grübelt, wartet die junge Streetworkerin Elin Hilger auf dem Präsidium umsonst auf ihn. Sie ist überzeugt, dass ihr Bruder, der sich in Berlin das Leben genommen haben soll, ermordet wurde. Kurz vor seinem Tod hatte er schreckliche Angst doch warum sollte der allseits beliebte junge Mann einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein? Noch weiß niemand, dass die beiden Rätsel eng verknüpft sind. Und dass jemand sich aufgemacht hat, Rache zu nehmen für einen gesellschaftlichen Skandal ungeheuren Ausmaßes.


Produktinformation

  • Verlag: Droemer/Knaur
  • 2011
  • Ausstattung/Bilder: 2011. 429 S.
  • Seitenzahl: 432
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 151mm x 36mm
  • Gewicht: 621g
  • ISBN-13: 9783426198537
  • ISBN-10: 3426198533
  • Best.Nr.: 33357307
Wolfram Fleischhauer, geboren 1961 in Karlsruhe, studierte Literatur in Deutschland, Frankreich, den USA und Spanien. Für seine Tätigkeit als Konferenzdolmetscher pendelt er zwischen Brüssel und Berlin, wo er mit seiner Frau und seinem Sohn lebt. Wolfram Fleischhauer gehört zu den wenigen deutschen Autoren, die auch international erfolgreich sind.

Kundenbewertungen zu "Torso" von "Wolfram Fleischhauer"

7 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.3 von 5 Sterne bei 7 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
(4)
***** sehr gut
 
(1)
***** gut
 
(2)
***** weniger gut
***** schlecht
Schreiben Sie eine Kundenbewertung zu "Torso" und Gewinnen Sie mit etwas Glück einen 15 EUR buecher.de-Gutschein

Bewertung von Aenna (www.buecherspleen.blogspot.com) aus Niedersachsen am 24.04.2012 ***** gut
In einer einschlägigen Szenekneipe wird ein grotesk inszenierter Torso gefunden. So etwas haben selbst die Beamten der Berliner 7. Mordkommission um Hauptkommissar Martin Zollanger noch nicht gesehen. Und es soll nicht bei dem einen Fund bleiben. Auch an anderen Standorten werden menschliche Leichenteile, verziert mit Teilen von Tierkadavern, gefunden. Zollanger und seine hübsche Kollegin Sina arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung dieser Mysteriositäten und könen Störungen von aussen gar nicht brauchen.
Dennoch wird der Hauptkommissar abgelenkt von einer jungen Frau, die unbedingt den Kontakt zu ihm sucht.
Elin, deren Bruder Eric vor ein paar Wochen erhängt an einem Baum gefunden wurde, will nicht an einen Selbstmord glauben. Sie ist überzeugt davon, dass Eric ermordet wurde und legt sogar Beweise vor. Ihr Bruder verfügte über hochbrisante Informationen....


Während mich Mord und Totschlag in einem Thriller ganz sicher interessieren, begeistert mich Wirtschaftskriminalität dagegen gar nicht.
In "Torso" treffen diese beiden Themen aufeinander und lassen den Leser über ihre Zusammenhänge in der Geschichte rätseln.
Diese werden wohl im Verlauf erläutert, bedeuteten für mich aber schwer durchschaubare Kost, die zu einem eher unglaubwürdigen Ende führt.

Wolfram Fleischhauer ist einer guten Idee nachgegangen und hat sich für sein Thrillerdebüt eine komplexe Story ausgedacht, die vielversprechend und auch spannend beginnt.
Er lässt aber zu viele Komponenten einfließen, die mich als Leser dann fast überfordert und letztendlich mit zu vielen Fragen zurückgelassen haben.
Dabei lässt sich "Torso" durchaus flüssig lesen, entspannend ist die Lektüre trotzdem an vielen Stellen nicht, will man das Gelesene auch verstehen und die Zusammenhänge begreifen.

Was der Autor seiner Geschichte zu viel gegeben hat, hat er an seinen Mitwirkenden gespart.
Fleischhauer hat mit seinem Protagonisten Martin Zollanger, als "Fast-Pensionär" mit einer kleinen Schwäche für seine junge Kollegin, einen interessanten Charakter erfunden, den ich gerne noch etwas besser kennen gelernt hätte.
Auch die weiteren Personen hätten ein wenig mehr Farbe vertragen und waren für mich zum Teil kaum voneinander zu unterscheiden.
Lediglich von Elin hatte ich ein recht genaues Bild.

Nichtsdestotrotz hat mir der Schreibstil des Autors gut gefallen, so dass ich einem seiner Vorgängerbücher ( bsw. "Die Frau mit den Regenhänden" oder "Die Purpurlinie") durchaus eine Chance geben würde.

"Torso" hat mich jedoch leider nicht zu 100% überzeugen können, auch wenn die Geschichte einigen Stoff zum Nachdenken bietet. Doch selbst im Nachhinein fällt mir dies schwer....

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Netha_Nethas Schmökerkiste aus Hamburg am 12.11.2011 ***** ausgezeichnet
Zu diesem Buch habe ich eher aus Neugierde gegriffen. Habe ich doch schon drei andere Werke von Wolfram Fleischhauer gelesen.
Ich war sehr gespannt darauf, zu lesen, was sich der Autor hier für uns Leser ausgedacht hat. Es ist der erste Thriller aus seiner Feder.

In einem Abrisshaus wird der bizarre Fund eines Frauentorsos gemacht, der auch noch mit Teilen eine Tierkadavers ausgeschmückt wurde.
Die Bediensteten der 7. Mordkommission in Berlin sind durch die Bank weg geschockt von diesem Anblick. Kurze Zeit später werden andere Leichenteile, wieder in Verbindung mit Tierteilen, gefunden.

In einem zweiten Erzählstrang ermittelt eine junge Frau auf eigene Faust, da sie nicht an den Selbstmord ihres Bruders glauben kann.
Doch inwiefern sich beide Stränge annähern, möchte ich nicht weiter ausführen. Das solltet ihr wirklich selber lesen.

Der flüssige, gut zu lesende Schreibstil hatte mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Ich war sehr froh, dass in diesem Werk nicht so sehr auf den Ekelfaktor gesetzt wurde. Auch wenn die anfänglichen Beschreibungen nicht gerade appetitanregend waren.
Das Hauptaugenmerk wurden immer mehr die Machenschaften hochrangiger Politiker. Es wird dem Leser nahe gebracht, wie es möglich wäre, eine Stadt über Jahre hinaus zu ruinieren. Nur wenn es bemerkt werden würde, wäre es längst schon zu spät.
Die hohen Herren hätten die Taschen voll und wären längst nicht mehr im Amt. Denn der Autor betont, dass seine Geschichte noch reine Fiktion sei. Immer mit dabei war diese unterschwellige Spannung, die ich kaum beschreiben kann.

Als ich mir dachte, ich wisse, wer der Täter sei, legte diese Geschichte eine Kehrtwendung hin, die wirklich nicht zu glauben war.

Für mich absolut empfehlenswert.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Silke Schröder, hallo-buch.de aus Hannover am 14.10.2011 ***** ausgezeichnet
In Zeiten, in denen der Steuerzahler Banken und Staaten stützen muss, weil diese sich bei hochriskanten Geschäften verzockt haben oder ihr Geld einfach verprassen, gelingt Wolfram Fleischhauer mit „Torso“ ein fesselnder Thriller, der sich mit den mauscheligen Geschäftspraktiken hoch angesehener Banker beschäftigt. Dabei stellt er zwei Figuren in den Mittelpunkt seiner spannenden Story, die unterschiedlicher nicht sein können. Ermittler Zollinger, der der DDR-Zeit nachtrauert und dem System des Westens noch immer sehr skeptisch gegenübersteht, und die überzeugte Vegetarierin Elin, die Geld, Autos und anderen überflüssigen Konsum verachtet. In hohem Tempo jagt uns der Autor durch eine gut konstruierte Geschichte, die uns zu manchem skurrilen Ort in Berlin führt und die beiden parallelen Handlungsstränge immer mehr miteinander verschränkt. So ist Torso ein überzeugend geschriebener Berlin-Thriller mit hochaktuellem Hintergrund.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von Karthause am 09.10.2011 ***** sehr gut
In einem Abrisshaus im Osten von Berlin findet die Polizei einen grausig mit Tierteilen dekorierten zur Schau gestellten Frauentorso. Hauptkommissar Zollanger hat so etwas in seiner langjährigen Laufbahn als Kripo-Beamter, sowohl in der ehemaligen DDR als auch im vereinten Deutschland, noch nicht gesehen. Während er mitten in den Ermittlungen steckt, kämpft Elin Hilger darum, die Ermittlungen um den als Selbstmord abgetanen Tod ihres Bruders Eric, er war IT-Spezialist, wieder aufrollen zu lassen. Dazu braucht sie Zellangers Unterstützung, er war mit diesem Fall betraut. Gleichzeitig verschwindet die Bankierstochter Inga Zieten, deren Vater unter allen Umständen die Polizei aus den Ermittlungen heraushalten will.
Wolfram Fleischhauers Genre-Palette ist weit gefächert. Mit „Torso“ gab er sein Debüt als Thriller-Autor. Mit viel Thrill begann er auch die Handlung, die um das Jahr 2002 in Berlin angesiedelt ist. Die Beschreibung des makaber in Szene gesetzten Torsos ist sicher nichts für Zartbesaitete und Leser mit schwachen Nerven, sie ist ungeschönt, grauenhaft und dabei sehr gut vorstellbar. Dann baut er um die drei Handlungsstränge eine intelligent konstruierte, vielschichtige und gleichzeitig komplexe Geschichte auf. So werden Machenschaften in der Finanzwelt, Korruption, organisiertes Verbrechen, Stasivergangenheit thematisiert, ohne den Thriller damit zu überladen. Im Mittelpunkt von „Torso“ steht nicht wie üblich die Ermittlungsarbeit der Polizei, sie wird zwar nie aus dem Auge verloren, es geht aber um mehr, es geht um Moral, Ethik und Verantwortung. So ist auch die auf den ersten Blick recht skurril erscheinende Elin Hilger für diesen Roman in ihrer Andersartigkeit ein Glücksgriff. Weitgehende Konsumverweigerung steht konträr zu der Skrupellosigkeit und der maßlosen Gier der Banker. Auch an anderen Stellen kommt Fleischhauer in seinem Thriller – ungewohnt für dieses Genre, aber deshalb um so bemerkenswerter – ins Philosophieren. Die Charakterisierung der Personen fand ich sehr gelungen. Alle wirkten in ihrem Auftreten ehrlich, echt und glaubwürdig, wenn auch mitunter kauzig, sonderbar und bizarr. Ein wenig vermisst habe ich diesem Thriller den von mir so geschätzten ausgefeilten Sprachstil des Autors, das ist aber wohl eher dem Genre anzulasten als der Schreibkunst Wolfram Fleischhauers. Mich hat dieser Thriller, einschließlich des Nachwortes, sehr gut unterhalten. Lediglich das Ende fand ich etwas zu konstruiert und auch etwas zu schnell herbeigeführt. Nicht alle Fragen wurden direkt geklärt, aber da sei es der Fantasie des Lesers überlassen, die eigenen Schlüsse zu ziehen. Eine Bewertung fiel mir nicht leicht, gern hätte ich 4,5 Sterne vergeben.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von evelynmartina am 04.10.2011 ***** gut
„Torso“ war das erste Buch von Wolfram Fleischhauer, das ich gelesen habe.
Cover, Titel, und besonders die Inhaltsangabe hatten mich neugierig gemacht.

Der Roman startet vielversprechend und gibt sofort Rätsel auf. Als in Berlin kurz nach der Wende ein Frauentorso, dem ein Ziegenkopf aufgesetzt wurde, entdeckt wird, sehen sich Kommissar Zollanger und sein Team mit einem ungewöhnlichen Fall konfrontiert und ermitteln in die unterschiedlichsten Richtungen. Zeitgleich stellt die junge Elin Nachforschungen zum Selbstmord ihres Bruders an, an den sie nicht glauben will.

Die Handlung wird in einfacher Sprach- und Erzählweise durch kurze Kapitel, Cliffhänger und immer neue Informationen, die nach und nach auf den Leser einprasseln, vorangetrieben. Man ahnt schnell, dass es Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Handlungssträngen geben muss, und findet sich bald in der Banken- und Finanzwelt wieder, in illegalen Machen- und Seilschaften, die bis in die Kreise von Wirtschaft und Politik reichen, die für mich als Laien trotz der sicherlich gut gemeinten Erklärungsversuche des Autors nicht vollkommen zu verstehen und zu durchschauen sind. Aufgrund der häufigen Szenenwechsel ist es mir zudem bisweilen schwer gefallen, den roten Faden nicht zu verlieren.
Ins eigentliche Geschehen, das sich manchmal zu verlieren scheint, werden eine Menge gesellschafts- und sozialkritischer Themen eingebaut, aktuelle und brisante Probleme, die nur angeschnitten und nicht vertieft werden, was bei mir einen unbefriedigenden Eindruck hinterlässt, denn wer gackert, muss auch legen, bei dieser Fülle hingegen schier unmöglich. Hier wäre vermutlich weniger mehr gewesen.
Obwohl sich Wolfram Fleischhauer bemüht, seine ziemlich eigenwilligen Figuren glaubwürdig und echt darzustellen, herrscht aus meiner Sicht eine gewisse Emotionslosigkeit und Distanziertheit zwischen den Zeilen, so dass mir die Personen überwiegend fremd und unnahbar geblieben sind.
Zum Ende hin wirkt die durchdachte Handlung etwas überkonstruiert und zusammengeschustert, überrascht hat mich dann aber doch die in sich logische Auflösung, mit der ich so nicht gerechnet habe.

„Torso“ ist meiner Meinung nach ein Roman, der durchaus spannend aufgebaut ist, der die Aufmerksamkeit des Lesers fordert, in den aber einfach zu viel hineingepackt wurde.
Da mich Wirtschaftskriminalität an sich und ihre Auswirkung auf Politik und Gesellschaft, mit der sich die Geschichte ja nun hauptsächlich beschäftigt, nur wenig interessiert, konnte mich der Thriller, den ich in keinem Abschnitt des Buches als solchen empfunden habe, leider nicht in dem Maße begeistern, wie ich es erhofft habe.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 04.10.2011 ***** ausgezeichnet
6.12.2003, Berlin: In einem abbruchreifen Plattenbau wird der Torso einer unbekannten Frau mit einen aufmontierten Ziegenkopf gefunden. Kommissar Martin Zollanger steht vor einem kniffligen Fall, denn weder die Tatzeit, noch er Tatort noch die Identität des Opfers sind bekannt.
Ist diese Inszenierung eine Hinrichtung mit Symbolcharakter oder doch nur ein geschmackloser Streich durchgeknallter Medizinstudenten? Handelt es sich um ein Gewaltverbrechen oder nur um groben Unfug, eine Leichenschändung mit Tierquälerei? Oder schlimmer noch, um einen künstlerischen Akt eines Tabubrechers der Leichenteile als Kunstwerk arrangiert?
Schon bald zieht dieser Fall politische Kreise und Erpresserschreiben auf Lateinisch tauchen auf.

Was wie ein normaler Kriminalroman beginnt, mit dem klassischen Fund einer Leiche und den dazugehörigen Ermittlungen, entwickelt sich schon bald zu einem Politkrimi, der von Berliner Bankenskandal 2001 inspiriert wurde. Damals verursachte der Zusammenbruch der landeseigenen Bankgesellschaft Berlin, denn fast Bankrott der Stadt und belastete deren Haushalt in Milliardenhöhe.
In diesem Roman konnte ein Informatiker brisante Informationen sichern, die Martin Zollanger vor langer Zeit bereits zugespielt wurden, und schon bald wird ihm klar, dass es hier um die Aufklärung eines Verbrechens geht, das weit über seinen ermittlerischen Möglichkeiten ist. Eine Erkenntnis, die den Ex-DDR Polizisten noch mehr frustriert als er ohnehin schon ist. Der Kapitalismus ekelt ihn an, das korrupte System geht ihm an die Nieren und langsam verliert er die Lust, nach den Regeln zu spielen.
Wer einen klassischen Krimi sucht, sollte von diesem Buch die Finger lassen, denn die vordergründige Kriminalhandlung ist nur schmückendes Beiwerk und die Zusammenhänge waren zumindest mir schon recht bald klar. Alle Hinweise werden teilweise recht auffällig präsentiert, so dass es hier keine Überraschungen gibt.
Dieses Buch klagt vielmehr die Banken und ihre Machenschaften auf unterhaltsame Art an. Es geht um die Kunst, beim Jonglieren mit öffentlichen Geldern reich zu werden. Es geht darum, dass Banken ihren Daseinszweck darin sehen, ihr eignes Geld zu vermehren, und nicht das ihrer Kunden. Es geht darum, dass Banken Länder mit hochspekulativen Geschäften an den Rand des Ruins bringen und der Steuerzahler dafür haftet. Es geht um die komplexen Geschäfte großer Banken und der Regierung, also um Politik.
Das Ostflair, der frustrierte Ost-Cop und ein bisschen Honeckers Verbrechen, sind gut gemacht, jedoch waren es mir teilweise zu viele authentische Details, vor allem, was Örtlichkeiten angeht. Der Autor beschreibt ganze Autofahrten mit Straßennahmen, das wäre nicht nötig gewesen, denn ich habe nicht vor die Strecke in nächster Zeit abzufahren.

Fazit: Ein Gelungenes Beispiel, dass Politkrimis auch in Deutschland spielen können und trotzdem spannend sind. Ich wünschte mehr deutsche Autoren hätten den Mut dazu deutsche Politik und deutsche Schauplätze für ihre Geschichten zu verwenden.

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Bewertung von narnia aus Alt Ruppin am 09.09.2011 ***** ausgezeichnet
Mitten in Berlin, in einem Hochhaus, findet die Polizei einen Frauenkörper. Dieser Torso mit aufgesetztem Ziegenkopf bleibt nicht das einzige Mordopfer. Wenig später steht Hauptkommissar Zollanger vor der nächsten Leiche.

Im Grunde genommen steckt in diesem vorzüglich geschriebenen Krimi eine brisante und hochaktuelle Gesellschaftskritik. Wolfram Fleischhauer malt ein Bild, dass wir alle nur zu gut aus der Gegenwart kennen: Die Polizei hat nur von Nichts eine Ahnung. Ebenso wichtig wie die Suche nach dem Mörder ist in dieser Story auch die Stadt Berlin und ihr krimineller Sumpf, der sich hinter Nobelkulissen verborgen hält.

Dieser Roman hat alles was ihn zu einem Bestseller werden lassen kann. Jeder Leser kann sich an einer Stelle der Geschichte selbst finden, durch den geschickten Mix von Politik, Bankgeschäften und krimineller Energie scheint er nicht einmal weit hergeholt zu sein.

Unbedingte Leseempfehlung!

Christian Döring

War diese Bewertung für Sie hilfreich?
JA NEIN

Dem Autor für die Bewertung danken
Verstoß melden
Kommentieren Sie diese Bewertung

Sie kennen "Torso" von Wolfram Fleischhauer ?
Tipp: Stöbern Sie doch mal ein wenig durch ausgewählte aktuelle Bewertungen in unserem Shop

19 Marktplatz-Angebote für "Torso" ab EUR 6,45

Zustand Preis Porto Zahlung Verkäufer Rating
wie neu 6,45 1,60 Banküberweisung purzelbaum6 98,5% ansehen
wie neu 6,70 1,80 PayPal, Banküberweisung sw-insha 100,0% ansehen
wie neu 6,75 1,80 Banküberweisung, PayPal, Selbstabholung und Barzahlung Friedelv 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 7,00 1,80 Banküberweisung, Selbstabholung und Barzahlung prolissi 100,0% ansehen
wie neu 7,00 2,00 Banküberweisung freexy 100,0% ansehen
wie neu 7,49 2,00 Banküberweisung Buch-Uli 100,0% ansehen
wie neu 7,50 4,50 Banküberweisung mamataxi 100,0% ansehen
wie neu 7,79 2,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung caprina 100,0% ansehen
wie neu 7,90 3,00 Banküberweisung presseprompt 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,00 1,70 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung diamond1808 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,60 2,20 Banküberweisung Alexandra82 100,0% ansehen
leichte Gebrauchsspuren 8,90 2,00 Banküberweisung readingthrills2 100,0% ansehen
gebraucht; sehr gut 8,95 2,00 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), PayPal, Banküberweisung primatexxt Buchversand 99,8% ansehen
wie neu 9,00 2,00 Banküberweisung silke694 100,0% ansehen
12,00 1,90 offene Rechnung (Vorkasse vorbehalten), Banküberweisung Antiquariat Wolfgang Rüger 99,8% ansehen
wie neu 14,00 2,00 Banküberweisung lady310185 100,0% ansehen
wie verlagsneu, Umschlag: mit Schutzumsc 17,00 1,50 sofortueberweisung.de, Selbstabholung und Barzahlung, PayPal, Banküberweisung buchkuttig 99,4% ansehen
wie neu 18,80 0,00 Selbstabholung und Barzahlung, Banküberweisung Buchversand Zorneding 97,3% ansehen
wie neu 19,19 0,00 Banküberweisung robo-buch 97,6% ansehen