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Netha
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Hamburg
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Bücher sind mein Lebenselixier

Bewertungen

Insgesamt 130 Bewertungen
Bewertung vom 07.09.2022
Die Erbin von Clashmore House
Michéle, Rebecca

Die Erbin von Clashmore House


ausgezeichnet

Mit diesem Buch nahm ich für mich das 22 Buch dieser Autorin zur Hand. Meine Erwartung war hoch. Und ich wurde mit keiner Zeile enttäuscht.

Diese spannende Geschichte wurde in zwei Zeiten erzählt, zum einen 1997 und zum zweiten 60 Jahre früher. Pamela reist für ihre Großmutter von Amerika nach Schottland, um ein altes Haus in ihrem Namen zu verkaufen. Und sie soll unbedingt vor dem Verkauf eine versteckte Kassette vernichten ohne den Inhalt zu lesen. Pamela ist darüber sehr verwundert und möchte umso mehr wissen was es mit dieser Kassette zu tun hat.
Doch in Schottland angekommen muss sie feststellen das dieses Vorhaben nicht so einfach sein wird. Das Haus, was sich als Herrenhaus herausstellt, ist von ungewöhnlichen Leuten bewohnt, die wollen niemanden ins Haus lassen und werden sehr unfreundlich als sie den Grund von Pamelas Besuch erfahren.

Im zweiten Strang erfahren wir von dem Leben der Müllerstochter Ayleen, welches alles andere als harmonisch ist, ihr Vater verheiratet sie an einen wesentlich älteren Mann. Als Ayleen mit ihm nach Hause fährt muss sie feststellen das dort einiges nicht normal ist. Wie eine Gefangene wird Ayleen dort gehalten, jeder Versuch mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen wird unterbunden.

Sehr gut recherchiert bekommt man wieder einiges der Englischen und Schottischen Geschichte zu lesen, sehr interessant sind auch die Verbindungen zwischen Schottland und England zu den jeweiligen Zeiten. Auch eine Episode fürs Herz fehlt in dieser Geschichte nicht. Auch wenn die ganz anders vonstatten geht als man vielleicht meinen mag.

Völlig zufrieden habe ich dieses Buch geschlossen, keine meiner Fragen blieb offen und ich habe wieder einiges lernen durften über die Geschichte England und Schottlands.

So spannend verpackt lerne ich gerne schottische Geschichte.

Bewertung vom 13.12.2021
Das Geheimnis des blauen Skarabäus
Michéle, Rebecca

Das Geheimnis des blauen Skarabäus


ausgezeichnet

Mit diesem Werk von Rebecca Michéle machte ich mich auf die Reise ins historische England und nach Ägypten.
Cleopatra, die von allen nur Cleo genannt wird, sitzt in England bei ihrer Tante und wartet auf ihren Vater. Diese ist Archäologe und sie sieht ihn nur sehr wenig. In den Wirren des ersten Weltkriegs verliert sich der Kontakt völlig und Cleo sorgt sich sehr. Als auch noch ein Unglück geschieht, wird sie von der herrschaftlichen Familie Tredennick aufgenommen. Mit der Tochter des Hauses hatte sich Cleo angefreundet, als ihre Tante als Schneiderin für die Lady des Hauses gearbeitet hat.

Auch wenn das Schicksal es nicht gut mit Cleo meinte, so hat diese ihre Träume nie aufgegeben. Durch den Sohn der Tredennicks konnte sie auch Ägypten bereisen und sich auf die Suche nach ihrem Vater machen.
Doch auch in Ägypten sollte es nicht so werden wie es sich die Reisegruppe gedacht hatte.

Eine spannende und sehr interessante Geschichte, die sehr flüssig zu lesen war und einem immer weiter zog. Einige Wendungen in diesem Werk hatte es wirklich in sich, sodass ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte. So macht Geschichte Spaß, denn ich konnte noch etwas mehr lernen über das alte Ägypten und seine Pharaonen sowie über Land und Leute.
Mit jedem Werk, das ich bisher von Rebecca Michéle gelesen habe, konnte sie mich fesseln und begeistern. Und ich habe schon so einige Bücher von ihr regelrecht inhaliert.

Bewertung vom 17.11.2021
Die Angst der alten Dame
Michéle, Rebecca

Die Angst der alten Dame


ausgezeichnet

Der fünfte Fall für Sandra Flemming hatte es wieder in sich. Denn sie bekommt es mit einem Hilferuf zu tun, den sie sich kaum erklären kann. Und doch trifft sie sich mir einer alten Dame, die der Meinung ist von ihrem Mann vergiftet zu werden. Niemand glaubt der Dame und auch Sandra ist am zweifeln das dies wirklich so ist. Doch als die Dame dann wirklich stirbt macht sie sich so ihre Gedanken und geht der Sache nach. Von ihrem Freund, der Polizisten ist, kann sie diesmal nicht wirklich Hilfe erwarten. Er wälzt irgendein Problem und gibt sich ziemlich verschlossen. Auch wenn er in den vorigen Fällen immer wieder dagegen war, dass Sandra ermittelt, so hatte er ihr doch immer etwas Hilfe gegeben um weiter zu kommen.

Dieser Fall scheint sehr verzwickt zu sein, auch wenn der Täter eigentlich klar sein sollte. Doch so einfach macht und das Rebecca Michéle nicht. Immer wieder kommt ein kleines aber feines Detail ans Licht, das mir als Leser sagte, war es wirklich der Ehemann?
Die Wendungen und deren Ergebnisse zogen mich weiter, ich wollte unbedingt wissen wie diese Geschichte ausgeht und hatte dieses Buch sehr schnell zu ende gelesen. Die Aufklärung des Falls ließ mich dann wirklich den Kopf schütteln. Es kam wirklich fast alles anders als gedacht.
Sandra Flemming ist ein sehr sympathischer Protagonist, sie weiß was sie will und ist auch etwas leichtsinnig wenn sie einen neuen Fall vermutet, aber das macht es bei mir auch irgendwie aus. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Fälle aus der Feder von Rebecca Michéle.

Bewertung vom 01.10.2021
Eis. Kalt. Tot.
Nordby, Anne

Eis. Kalt. Tot.


ausgezeichnet

Dieses Werk war für mich das erste von Anne Nørdby, aber ganz bestimmt nicht mein letztes.
Dieser Thriller spielt in Kopenhagen und auf Grönland und das im tiefsten Winter. Für schwache Nerven oder sensible Menschen ist diese Geschichte nicht geeignet, denn was sich hier ereignet ist teils schon sehr grausam. Die Chefin der Mordkommission hält auch kein Blatt vor dem Mund und ihr Gebaren ist nicht wirklich die feine englische Art. Aber diese Story spielt ja auch nicht in England und vielleicht ist es ihre Art diese Grausamkeiten für sich selber zu verarbeiten. Mit von der Partie ist auch Marit, sie ist Grönländerin, fast schon ein Albino und sie hat die Gabe niemals ein Gesicht zu vergessen, dass sie einmal gesehen hat.
Dieses Buch konnte ich nicht länger an einem Stück lesen, es war für mich wirklich schön sehr heftig, was sich dort zugetragen hat. Es war von Anbeginn sehr spannend, ob es um den Fall ging oder um die Mordkommission, den auch dort gab es Dinge die alle am liebsten nicht auch noch an der Backe haben wollten. Für alle Protagonisten ging es hier ans Limit.
Je weiter die Geschichte ging, desto rasanter wurde sie dann auch. Zum Schluss vergaß ich die Zeit und las, bis ich wusste wie das alles ausging.
Ich werde auf alle Fälle weiter verfolgen was die Autorin auf den Markt bringt. Bisher gibt es drei Bücher, von denen zwei zu einer Reihe gehören.
Dieses Buch steht bis jetzt einzeln da.

Bewertung vom 21.11.2019
Wicca - Tödlicher Kult / Hannah Peters Bd.5
Thiemeyer, Thomas

Wicca - Tödlicher Kult / Hannah Peters Bd.5


ausgezeichnet

Mit diesem Roman entführt uns Thomas Thiemeyer wieder in die Welt der Archäologie und Mysterien dieser Welt.
Es ist das fünfte Abenteuer mit der Archäologin Hannah Peters.
Thomas Thiemeyer nimmt sich in jedem Abenteuer mit Hannah Peters eines anderen Themas an, welches immer auch in Bezug zu unserer heutigen Welt steht. In dieser Geschichte hat er das Thema Sekten aufgegriffen, welches in unserer Zeit immer noch ein großes Thema darstellt, ob öffentlich oder im Verborgenen.

Hannah Peters ist im Urwald von Honduras auf unterirdische Tempel gestoßen. Mit ihrem Kollegen nimmt sie erste Untersuchungen vor. Als sie zurück ins Camp kommt, wird dem Team mitgeteilt, dass sie so schnell wie möglich das Land verlassen müssen. Es seien Unruhen ausgebrochen, die bis zum Bürgerkrieg gehen könnten. So verlässt das Forschungsteam Hals über Kopf das Land. Hannah will zu ihrer Familie, die im Mittelmeer forscht. Doch bevor sie dort hinfliegen kann, erreicht sie ein Hilferuf ihrer alten Freundin Leslie Rickert. Leslie ist Journalistin und ist an einem Fall dran, bei dem junge Frauen einfach verschwinden. Bei ihren Recherchen stößt sie auf einen uralten Kult, der anscheinend in Südengland im Untergrund immer noch aktiv ist.
Hannah kennt sich mit Kulten sehr gut aus, und der Fall weckt ihr Interesse, so lässt sie alles stehen und liegen und fliegt zu Leslie nach England.

Mich hatte diese Geschichte, und der unnachahmliche Schreibstil von Thomas Thiemeyer, wieder nach wenigen Seiten gefesselt. Die schon fast plastischen Beschreibungen von Land und Leuten sowie die Erläuterungen um verschiedene Kulte ließen bei mir die Seiten nur so fliegen. Mein Kopfkino war im vollen Umfang in Farbe mit dabei.
Die Spannung wurde Stück für Stück aufgebaut und teils durch eingestreuten Humor etwas gemildert, bevor es dann rasant weiterging.
Es war nicht nur die filmreife Action, die mich so fasziniert hat, sondern auch die Erklärungen über Sekten und Okkultismus, sodass ich mich im Internet auch in diese Richtung informiert habe. Es war wirklich erstaunlich, wie viele Sekten es heute noch gibt oder welche neu belebt wurden, obwohl diese schon längst als erloschen gegolten hatten.
Die Antworten auf meine Frage, „warum geben sich Menschen für so etwas eigentlich noch her in unserer aufgeklärten Welt“ waren mannigfach und teils erschütternd.
Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, und ich bin gespannt auf die nächsten Abenteuer mit Hannah Peters.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2019
Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit
Michéle, Rebecca

Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit


ausgezeichnet

Dieses Werk beschreibt das Schicksal von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Eine Nonne, die seit Kindesbeinen schon im Kloster lebt, eine mittellose Frau die ohne Mann ein Kind zur Welt bringt und eine junge Frau aus der Oberschicht, die den Willen ihres Vaters nicht folgen möchte.

Diese drei treffen sich in der Magdalenen Wäscherei, und das ist kein normaler Arbeitsplatz, das ist ein „Gefängnis“ der katholischen Kirche in Irland.
Dort erfahren die Frauen Demütigung, Gewalt, sexuellen Missbrauch durch Geistliche Herrn, und auch den Tod.

Mich hat dieser Roman nicht nur berührt, er hat meine Synapsen fast zum überschäumen gebracht. Anfangs konnte ich diesen Roman, in dem nicht alles Fiktion ist, nicht fließend weg lesen. Immer wieder legte ich ihn zur Seite.
Doch ab einem gewissen Punkt konnte ich dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen.
So ungeheuerlich die Zustände waren, so spannender wurde es für mich und ich musste unbedingt wissen wie es weiter und schließlich aus geht.
Zu wissen das diese Zustände bis 1996 weiter bestanden, war für mich kaum vorstellbar.
Am Ende fand ich es großartig, dass ein Autor sich mal diesem heiklen Thema angenommen hat.

Eine Achterbahn der Emotionen, aber großartig verfasst und sehr spannend geschrieben. Für mich das Highlight des Jahres 2019.

Bewertung vom 07.07.2019
Provenzalischer Rosenkrieg / Pierre Durand Bd.6
Bonnet, Sophie

Provenzalischer Rosenkrieg / Pierre Durand Bd.6


ausgezeichnet

Der sechste Fall für Pierre Durand begann richtig schön beschaulich. Er war mit sich und seiner Welt zufrieden, lebte er doch nun mit seiner Freundin Charlotte zusammen auf seinem kleinen aber feinen Bauernhof.
In seiner kleinen Polizeistation gab es auch auch eine sehr positive Veränderung. Endlich bekamen sie eine Sekretärin. Was wollte Pierre den mehr.
Doch der Frieden sollte nicht lange währen, eine alte Schulfreundin von Charlotte, Anouk, kam überraschend zu Besuch, und nach einem unerfreulichen Anruf musste die Freundin schnell wieder fahren. Ihr Nachbar wurde tot in seinem Haus aufgefunden und Anouk wird als dringend verdächtigt in Untersuchungshaft gesteckt.
Pierre nimmt sich dessen Fall an und gerät dann bei dem neuen Bürgermeister von Sainte-Valerie in Ungnade. Also alles nicht so einfach für Pierre.

Sophie Bonnet nahm mich mit in die Welt der Parfüms, der Fall wurde immer spannender und ich konnte einiges lernen aus der Welt der Parfümherstellung. Fieberte regelrecht mit, wer den nun der Täter hätte sein können. Doch durch einigen Wendungen in der Geschichte war es gar nicht so einfach dahinter zu kommen. Einige Protagonisten hätte gute Gründe gehabt, aber reichten die um einen Mord zu begehen?

Auch in diesem Fall brachte mir die Autorin die wunderschöne Landschaft der Provence wieder näher, der fast schon plastische Schreibstil ließen mein Kopfkino wieder sehr früh anspringen. Es ist immer wieder, wie nach Hause kommen. Ich fühle mich in Saint-Valerie sehr wohl, die Menschen wissen wie man lebt und auch wie man sehr lecker speist. Schade das es diesen Ort nicht wirklich gibt. Dort würde ich gern mal Urlaub machen. Kulinarisch kann ich jedenfalls mit jedem Band dieser Serie dorthin reisen, denn wieder befinden sich am Ende des Buches zwei sehr schmackhaft klingende Rezepte.

Bewertung vom 18.09.2018
Die Spiegel von Kettlewood Hall
Ilisch, Maja

Die Spiegel von Kettlewood Hall


sehr gut

Iris lebt 1886 in England, sie ist 14 Jahre alt und arbeitet bis zur Erschöpfung in einer riesigen Weberei. Seit dem Tod ihrer Mutter muss sie sich und ihre Großmutter durchbringen. Zur Schule gehen kann sie nur zwei Stunden pro Tag, doch dort wird nicht wirklich Wissen vermittelt.
Das einzige Erbe ihrer Mutter ist eine recht große Schachfigur. Und der Name eines Herrenhauses. Ihre Großmutter will über dieses Haus aber nicht reden, sie wird sehr böse, sobald der Name nur fällt. Doch Iris gibt nicht auf und findet Unterstützung bei ihrem Lehrer. Dieser bringt ihr die ersten Regeln des Schachspielens bei. Iris findet Gefallen an dem Spiel und ahnt nicht, wie wichtig das noch für ihre Zukunft sein wird.

Dieses Werk war für mich das erste von Maja Ilisch, es hat mir gut gefallen. Auch wenn es zu Beginn etwas langatmig war, so nahm die Geschichte doch noch Fahrt auf und hat mich immer weitergezogen.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht habe ich dieses Buch dann beendet.
Der flüssige Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch bekommt der Leser einen kleinen Einblick in die Arbeit in den riesigen Fabriken zu dieser Zeit in England. Kinderarbeit wurde ohne Skrupel ausgenutzt.

Ich denke, dass dieses Werk nicht das letzte aus der Feder von Maja Ilisch für mich war.

Bewertung vom 06.05.2018
Der Himmel über unseren Träumen
Rehn, Heidi

Der Himmel über unseren Träumen


ausgezeichnet

Mit dem Himmel über unseren Träumen habe ich das 13. Werk von Heidi Rehn gelesen. Und wieder konnte mich die Autorin positiv überraschen. Knapp 10 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs kehrt Vera, eine halb Jüdin, nach München zurück. Ihre Eltern flohen mit ihr gerade noch rechtzeitig erst nach Paris und dann in die USA. So viel Glück hatten nicht alle Mitglieder ihrer Familie.
Als ausgebildete Architektin bekam sie schnell eine Stelle bei einer renommierten Firma, was als Frau doch in dieser Zeit recht ungewöhnlich war. Veras Ideen stießen aber nicht bei allen Kollegen auf fruchtbaren Boden. Sie war denen um einiges vor raus.
Als Vera Arthur kennen und auch lieben lernt, gerät ihr Leben aus den Fugen, sie kann sich nicht von den Gedanken freimachen, ob Arthur nicht auch zu denen gehörte die in der Nazizeit unvorstellbares gemacht haben. Denn Arthur schweigt sich aus über die Zeit von Schulende bis Kriegsende. Als es zum Bruch kommt ist es für Vera nicht möglich sich gedanklich von Arthur zu trennen. Immer weiter muss Vera graben bis sie fündig wird und Arthur nebst seinen besten Freund Lutger zur Rede stellt.

Diese Geschichte hat mich berührt, eine junge Frau möchte um alles auf der Welt zurück nach München, denn hier hatte sie die besten Jahre ihres Lebens. Als Frau in einer Männerdomäne zu arbeiten kann nicht leicht gewesen sein. Auch wenn Vera nicht so verstockt ist wie ihre Mutter, so kann sie doch nicht ganz loslassen und möchte wissen was war. Ihre Gefühlswelt geriet mächtig ins wanken. Waren das alles Hirngespinste oder war wirklich was dran. Aber nichts wird besser wenn alles totgeschwiegen wird. Diese schlimme Zeit gehört nun mal zur Geschichte Deutschlands und muss verarbeitet werden. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, und als ich die letzte Seite umschlug war ich mit allen im reinen. Keiner meiner Fragen blieb offen. Auch wenn mir das Ende ein wenig zu schnell kam, so hat Heidi Rehn alles aufgeklärt. Ich bin mir sicher, dass ich auch das nächste Werk von ihr wieder zur Hand nehmen werde.

Bewertung vom 21.04.2018
Spanische Delikatessen / Barcelona-Krimi Bd.1
Ferrera, Catalina

Spanische Delikatessen / Barcelona-Krimi Bd.1


sehr gut

Sehr angesprochen hat mich bei diesem Buch das wundervolle Cover: ein Blick auf die Sagrada Familia und das Häusermeer drum herum in der Abenddämmerung. Da ich Spanien schätze und auch dessen kulinarischen Erlebnisse, musste ich dieses Werk einfach lesen. Die Autorin war mir bis dahin völlig unbekannt.

Karl Lindberg ist seiner Frau nach Barcelona gefolgt, die dort eine Apotheke führt, die seit Jahren in Familienbesitz ist. Er hat sich in Berlin beurlauben lassen und fühlt sich fast schon wie ein Rentner. Er ist aber alles andere als das. Als sein Schwager Alex einen Fall übertragen bekommt, der ihn schlichtweg überfordert, bittet er Karl, ihm zu helfen und gibt ihn als Praktikant aus, was Karl nun wirklich nicht erfreut.
In einem sehr bekannten Delikatessengeschäft wird ein Schinken gefunden, der laut Stempel aus Menschenfleisch bestehen soll. Als die Tests im Labor positiv ausfallen, steht Alex vor einem mächtigen Berg und weiß nicht, wie er den erklimmen soll. Karl muss helfen, das tut er dann aber auch gerne, da er sich doch etwas langweilt in Barcelona.

Während der Ermittlungen legt die Polizeichefin Alex immer wieder Steine in den Weg, sie will ihn einfach scheitern sehen, da sie ihn für unfähig hält. Sie will immer den einfachsten Weg gehen und steckt dafür sogar einen Menschen ins Gefängnis, der unschuldig ist . Doch Alex und Karl können dabei nicht einfach zusehen und ermitteln weiter.
Es kamen Wendungen zum Vorschein, die ich so nie erwartet hätte.
Der Spannungsbogen ist doch recht flach, aber das schadet der Geschichte überhaupt nicht. Für mich war es auch ungewohnt, dass während eines Dialogs immer wieder Gedanken von Karl eingeschoben wurden. Als ich mich daran gewöhnt hatte, war dieses Buch sehr schön flüssig zu lesen und es zog mich immer weiter.
Man erfährt auch einiges über Barcelona und seine Bewohner, seine Sitten und Delikatessen. Am Ende des Buches sind fünf Rezepte abgedruckt von sehr leckeren Delikatessen aus der Region und ein Glossar mit einigen spanischen Ausdrücken.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich denke, wenn es eine Fortsetzung geben sollte mit diesen beiden Ermittlern, werde ich diese bestimmt lesen.

Ich vergebe vier von fünf Sternen