Benutzername: Silke Schröder, hallo-buch.de
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Bewertungen

Insgesamt 1199 Bewertungen
Bewertung vom 11.12.2017
Das Mädchen, das Weihnachten rettete
Haig, Matt

Das Mädchen, das Weihnachten rettete


ausgezeichnet

“Das Mädchen, das Weihnachten rettete” ist ein wunderschön gestaltetes Buch von dem Autor Matt Haig und dem Illustrator Chris Mould. In einer spannenden und rührigen Geschichte geht es um die achtjährige Amelia, die in einer aussichtslosen Lage steckt und am Ende dennoch für das Weihnachtswunder sorgt. Matt Haigs Einfälle sind kreativ, manchmal bedrückend-traurig, aber trotzdem humorvoll und voller Überraschungen. Besonders schön ist seine Idee, Charles Dickens, den Autor der Weihnachtsgeschichte “A Christmas Carol“, mit in die Story einzubauen. Chris Moulds Schwarz-Weiß-Illustrationen passen perfekt zu der fantasievollen Geschichte, konkretisieren die Charaktere angemessen und beflügeln gleichzeitig die Phantasie. So ist „Das Mädchen, das Weihnachten rettete“ ein schönes Weihnachtsgeschenk für Kids ab zehn Jahren – und für alle, die auf besondere Weihnachtsgeschichten stehen.

Bewertung vom 11.12.2017
Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog
Lewycka, Marina

Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog


ausgezeichnet

Mit einem gehörigen Schuss schwarzem Humor nimmt sich die englische Schriftstellerin Marina Lewycka in ihrem neuen Roman “Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog” die prekäre Miet- und Wohnsituation in einer der teuersten europäischen Hauptstädte vor. Mit viel Sympathie und Liebe zum Detail stellt sie uns Berthold Sidebottom vor, der es mit seinen fünfzig Jahren als Schauspieler immer noch nicht geschafft hat und weiter bei seiner Mutter lebt. Oder die 23 jährige Violet, die ihr Leben mit viel Elan und Ehrgeiz anpackt und merkt, dass der Preis für ein klein wenig beruflichen Erfolg hoch ist: Wer nach oben will, muss mitmachen beim schiefen Deal um Steuerschlupflöcher, Gefälligkeiten und windige Geschäftsmodelle. Fast wie nebenbei zeigt die Autorin auf, wie die Steuermodelle Marke Panama Papers funktionieren, während immer mehr Menschen im sozialen System Englands auf der Strecke bleiben. Doch sie zeigt auch, wie man durch etwas Menschlichkeit anderen helfen kann. Vielleicht manchmal etwas arg schrill gestrickt, ist “Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog” ein Stück wunderbare Sozialromantik – Ken Loach hätte seine Freude daran. Laut Wikipedia war Berthold Lubetkin übrigens ein russischer Architekt, der nach England emigrierte und dort in den 1930er Jahren zu einem der Pioniere des Sozialen Wohnungsbaus wurde.

Bewertung vom 11.12.2017
Das Grauenvolle Grab / Lockwood & Co. Bd.5
Stroud, Jonathan

Das Grauenvolle Grab / Lockwood & Co. Bd.5


ausgezeichnet

In seinem fünften und letzten Abenteuer rund um die Geisterjäger von Lockwood & Co geht Jonathan Stroud aufs Ganze. Fesselnder denn je nimmt er uns mit in die verspukte Welt von Lucy Carlyle, Anthony Lockwood und ihren Kollegen. Dieses Mal baut er seinen fantastischen All-Age-Roman durch einen besonderen Kniff noch subjektiver auf, denn die Story kommt wie Lucys ganz persönliches Tagebuch daher und lässt uns dadurch sehr mitreißend und emotional an ihrem letzten Abenteuer teilhaben. Der Plot ist packend erzählt, die Akzente sind an der richtigen Stelle gesetzt. So ist „Lockwood & Co. - Das Grauenvolle Grab“ ein mehr als würdiger Abschluss. Und vielleicht erbarmt sich Jonathan Stroud ja und legt noch eine Schippe drauf. Mir sind die Abenteuer mit Lucy, Holly, George, Kipps, Lockwood und dem Schädel jedenfalls sehr ans Herz gewachsen!

Bewertung vom 05.12.2017
Obsidian - Kammer des Bösen / Pendergast Bd.16
Preston, Douglas; Child, Lincoln

Obsidian - Kammer des Bösen / Pendergast Bd.16


sehr gut

“Obsidian - Kammer des Bösen” ist das 16. Abenteuer mit dem stinkreichen und extravaganten Special Agent Aloysius Pendergast. Doch im Gegensatz zu den früheren Bänden entwickelt sich die Story von Douglas Preston und Lincoln Child seit einiger Zeit weg von den ursprünglichen Thriller-Fällen und hin zu der eher persönlichen Geschichte des Agenten. Und in dieser ist scheinbar alles möglich: Ewiges Leben, Auferstehung von den Toten, Familiengeheimnisse und mysteriöse Geschehnisse, das alles gepaart mit spannenden Action und, jawohl, Thrillereinlagen. So ist auch der neue Pendergast-Thriller wieder etwas anders, als wie ihn kennengelernt haben, doch die Familiengeschichte entwickelt sich äußerst unterhaltsam weiter.

Bewertung vom 05.12.2017
Der talentierte Mörder / Lincoln Rhyme Bd.12 (6 Audio-CDs)
Deaver, Jeffery

Der talentierte Mörder / Lincoln Rhyme Bd.12 (6 Audio-CDs)


sehr gut

In seinem neuen Thriller „Der talentierte Mörder“ verquickt Jefferey Deaver gleich mehrere Handlungsstränge miteinander. Im Mittelpunkt steht aber die Lösung des Rätsels um den Shopping-Mall-Mörder. Wie schon aus Deavers anderen Krimis mit dem Ermittlerpärchen Lincoln Rymes und Amilia Sachs gewohnt, gibt es auch hier wieder detaillierte Beschreibungen der Tatorte, Indizien und Beweise, so dass wir uns selbst ein perfektes Bild von den Recherchen der beiden machen können. Dabei weiß der Autor immer wieder zu überraschen und gibt seiner Handlung mehrfach eine neue Wendung. Im aktuellen Fall lernen wir seine Figuren Sachs und Rymes auch durch die Nebenhandlungen etwas besser kennen. Wer auf einen klassisch-bewährten Deaver-Thriller steht, kann mit “Der talentierte Mörder” nur zufrieden sein.

Bewertung vom 05.12.2017
Leere Herzen
Zeh, Juli

Leere Herzen


ausgezeichnet

Juli Zehs neuer Roman „Leere Herzen“ ist eine bissige Abrechnung mit der nahen Zukunft. In ausgesprochen lakonisch-sarkastischer Weise beschreibt sie die Zustände in der Republik, nachdem die BBB, die sicher nicht von ungefähr an die AFD erinnert, an die Macht gekommen ist und nach und nach die parlamentarische Demokratie abschafft. Im Mittelpunkt steht die desillusionierte Unternehmerin Britta, die mit ihrem Unternehmen „Die Brücke“ jene Lücke füllt, die das Versiegen des Stroms dschihadistischer Selbstmordattentäter hinterlassen hat. Auch wenn uns das Ende ihrer Story ein wenig ratlos zurücklässt, birgt “Leere Herzen” viel Wahres, spinnt anregend-zynische Gedanken über die Zukunft unseres Landes und ist auch eine Mahnung an jene, die unsere demokratischen politischen Verhältnisse einfach so als gegeben hinnehmen.

Bewertung vom 30.11.2017
Kryptogramm
Nolet, Donald

Kryptogramm


sehr gut

Kryptologie, die Entschlüsselung von Zeichen, Symbolen und Schriften, ist immer reizvoll für eine spannungsreiche Story mit vielen Mythen und Geheimnissen. So ist es auch in dem neuen Roman “Kryptogramm” des niederländischen Autors Donald Nolet. Nach ein paar anfänglichen Rucklern erzählt er seine packende Story um die brillante, aber manchmal etwas eigene Mathematikerin Zina Welter mit Schwung herunter. Gewürzt mit aufregenden Jagden durch halb Europa, undurchsichtigen Gegenspielern, jeder Menge geheimer Botschaften und einem fiesen Verräter, liefert Nolet einen ebenso interessanten und wie spannenden Kryptologieroman ab, bei dem Fans von Dan Brown oder Gerd Schilddorfer voll auf ihre Kosten kommen.

Bewertung vom 28.11.2017
Blutzeuge / Jane Rizzoli Bd.12
Gerritsen, Tess

Blutzeuge / Jane Rizzoli Bd.12


ausgezeichnet

“Blutzeuge” ist der mittlerweile zwölfte Thriller der Grand Dame der US-amerikanischen Spannungsliteratur, Tess Gerritsen mit ihren beiden Figuren Jane Rizzoli und Maura Isles. Und wieder gelingt ihr ein fesselnder Krimi voller Überraschungen. Dabei vergisst sie auch nicht, das Privatleben ihrer beiden “Ladies of the Dead” weiter voranzubringen, denn während Jane feststellen muss, dass sich ihre Mutter immer mehr von ihrer alten Rolle emanzipiert, trifft Maura ihre alte Liebe wieder. So ist “Blutzeuge” unterhaltsame und aufregende Thrillerkost – ungemein fesselnd gelesen von Tanja Geke und Britta Steffenhagen.

Bewertung vom 28.11.2017
Der Zerberus-Schlüssel
Schilddorfer, Gerd

Der Zerberus-Schlüssel


ausgezeichnet

Gerd Schilddorfer zeigt in seinen John Finch-Romanen, dass spannende Unterhaltung und sorgfältig recherchierte wissenschaftliche oder historische Fakten gut zusammen passen können. Und so geht es in seinem neuen Thriller „Der Zerberus-Schlüssel“ auch um nichts geringeres als um den Mythos vom Zerberus, dem Höllenhund, der nach der griechischen Mythologie bis heute den Eingang zur Unterwelt bewacht. Es geht aber auch um die englische Kolonialgeschichte in China, um das Schicksal deutscher Schiffe während des Zweiten Weltkriegs im Pazifik, um die chinesische Mafiabande der Triaden und um noch viel mehr spannende und informative Hintergrundgeschichte(n). Der Autor erzählt seine überaus unterhaltsame Story aus mehreren Perspektiven und switcht dabei immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin & her. So ist “Der Zerberus-Schlüssel” packende Fiction, gepaart mit vielen interessanten Fakten.

Bewertung vom 28.11.2017
Bios
Suarez, Daniel

Bios


sehr gut

Im Jahr 2045, so die Vision des Autors Daniel Suarez, ist die Genmanipulation längst Alltag geworden. Vor allem in Südostasien feiert die biologische Moderne einen Durchbruch nach dem anderen: Algen und Pilze fügen Maschinenteile zusammen, Bäume leuchten wie Straßenlaternen, genveränderte Embryonen versprechen den perfekten Nachwuchs. Da ist es vielen Eltern egal, ob sie ihr Wunschkind auf legalem oder illegalem Weg bekommen. In dieser brizzeligen Atmosphäre entrollt der Autor seinen Jump-And-Run-Thriller, der neben einer spannenden Handlung viel Informatives über die zwiespältige Kunst der Genmanipulation im Gepäck hat. Im Mittelpunkt steht der aufrichtige Interpol-Polizist Kenneth Durand, der am eigenen Leib erfahren muss, wie weit diese Wissenschaft bereits gediehen ist. Ein spannender Blick auf eine beunruhigende Zukunft, in der Menschen ihr Aussehen wie ihre Kleidung wechseln können. Wer auf actionreiche Science-Thriller mit zukunftsnahen Utopien steht, ist bei Daniel Suarez “Bios” genau richtig.