Under Ground - Grey, S. L.
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Wie tief sitzt deine Angst?
Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker - das Sanctum -, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.…mehr

Produktbeschreibung
Wie tief sitzt deine Angst?

Ein tödliches Grippevirus grassiert in den USA. Während Chaos um sich greift, flieht eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen in einen unterirdischen Luxusbunker - das Sanctum -, ihre eigene, sich selbst versorgende Welt. Doch schon bald befeuern Abschottung und Enge erste Spannungen unter den Bewohnern. Als der Erbauer des Bunkers tot aufgefunden wird, bricht Panik aus. Mit ihm ist der Code zum Öffnen der Türen verloren. Der Sauerstoff wird knapp. Die Wasservorräte schwinden. Der Kampf ums Überleben beginnt.
  • Produktdetails
  • Heyne Bücher Bd.43810
  • Verlag: Heyne
  • Seitenzahl: 384
  • Erscheinungstermin: 14. November 2016
  • Deutsch
  • Abmessung: 205mm x 135mm x 40mm
  • Gewicht: 505g
  • ISBN-13: 9783453438101
  • ISBN-10: 3453438108
  • Artikelnr.: 44943827
Autorenporträt
S. L. Grey ist ein Pseudonym, hinter dem sich die südafrikanischen Autoren Sarah Lotz und Louis Greenberg verbergen. Ihr erstes Buch "The Mall" erschien 2011 und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt; in deutscher Übersetzung wurde es unter dem Titel "Labyrinth der Puppen" 2014 veröffentlicht. Zusammen mit den folgenden Büchern "The Ward" (2012) und "The New Girl" (2013) bildet es eine Reihe, die unter dem Namen "Downside-Trilogie" bekannt ist. "Under Ground", das im Herbst 2016 in deutscher Übersetzung im Heyne Verlag erscheint, ist der mittlerweile vierte gemeinsame Roman des Duos.

Ob Thriller, Kriminal- oder Horrorromane - beide Autoren veröffentlichen erfolgreich auch unter eigenem Namen Bücher. Bestsellerautorin Sarah Lotz lebt in Kapstadt und verfasst Kriminalromane, Thriller und Drehbücher. Ihren Thriller "Die Drei" lobte bereits Stephen King als "wundervoll. Eine Mischung aus Michael Crichton und Shirley Jackson. Man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Großartige Unterhaltung!". Unter dem Pseudonym Lily Herne frönt Lotz außerdem ihrer seit Jugendtagen bestehenden Passion für Zombies und schreibt zusammen mit ihrer Tochter Savannah die Zombieserie "Deadland" für jugendliche Leser.

Louis Greenberg wiederum hat lange Zeit im Buchhandel gearbeitet; heute lebt er als Schriftsteller, Herausgeber und Lektor in Johannesburg. Er hat seinen Master über Vampir-Literatur und eine Doktorarbeit über postreligiöse-apokalyptische Literatur geschrieben. Nachdem sich Lotz und Greenberg zum ersten Mal getroffen und festgestellt haben, dass sie gemeinsame Interessen - hier eine Leidenschaft für Zombies, da ein akademisches Interesse an Vampiren - teilen, beschlossen sie, zusammen etwas zu schreiben. Heraus kam "The Mall", bei dem sie die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven abwechselnd gemeinsam entwickelt und sich die Kapitel per E-Mail zugeschickt haben. Bis heute haben S. L. Grey außerdem zahlreiche Kurzgeschichten veröffentlicht.

"Under Ground" ist nun ihre Hommage an Agatha Christie, wie Greenberg in einem Interview sagte - und eine Hommage an das "locked-up-mystery"-Genre à la "Mord im Orientexpress". Fünf Familien und zwei Einzelpersonen sind gefangen in einem Bunker, einer wird ermordet. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Protogonisten auf diese Krise reagieren. Dabei spielen S. L. Grey virtuos mit ihren Figuren einerseits und ihren Lesern andererseits, indem sie deren Erwartungen durch überraschende Wendungen und eine erstaunliche Auflösung der packenden Geschichte durchkreuzen. Die britische Zeitung Guardian urteilte begeistert: "S. L. Grey ziehen die Spannungsschraube bis zum Äußersten an - unglaublich!"
Buchbesprechung

"Under Ground" - Gefangen im Luxus



"Sarita schlägt die Augen auf, sieht aber immer noch nichts." Schon der erste Satz des Prologs des Romans "Under Ground" des südafrikanischen Autorenteams S. L. Grey führt direkt in die klaustrophobische Welt des "Sanctum", eines luxuriös ausgestatteten Katastrophenbunkers. Während die Welt draußen von einer tödlichen Grippeepidemie heimgesucht wird und schreckliche Bilder von Leichensäcken und Verkehrsstaus, von Panik und Chaos in der Öffentlichkeit kursieren, findet sich eine Gruppe Flüchtender in diesem vornehmen Refugium für die Reichen und Paranoiden zusammen, abgelegen zwischen Wäldern und Wiesen in Maine, um das Ende der Krise abzuwarten.

Es ist eine illustre Gemeinschaft, die sich in der unterirdischen Sicherheitsanlage versammelt hat. Da ist der geheimnisvolle, leicht passiv-aggressive Tyson, ein verwitweter amerikanischer Millionär, mit seiner kleinen Tochter Sarita und dem südafrikanischen Au-pair Cait. In der Etage unter ihnen wohnt eine koreanisch-amerikanische Familie - die Zahnärztin Stella, ihr Mann Yoo-jin und der hilfsbereite Sohn Jae-Lin, der ein begeisterter "Gamer" ist. Gleich nebenan leben die Guthries, richtige "Hinterwäldler"; Vater Cam und Sohn Brett sind sturköpfige Waffennarren, Tochter Gina befindet sich ständig im Konflikt mit ihrer fanatisch-religiösen Mutter. Unter ihnen wohnen Victoria und James Maddox, ein reiches Anwaltspärchen, Snobs aus Boston, sowie die Dannhausers - Caroline und Leo, ein älteres Paar mit seiner Tochter Trudi, 42 Jahre, einer gescheiterten Primaballerina. Fünf Familien, die sich diesen teuren Zufluchtsort leisten können, sowie der Besitzer des Sanctum, Greg Fuller, und dessen Bauleiter Will Boucher müssen ab sofort auf engstem Raum miteinander auskommen.

Dass das nicht gut gehen kann, wird schnell klar. Freuen sich die Flüchtenden anfangs noch, Schutz gefunden zu haben, zeigt das Miteinander schon bald erste Risse, vor allem als klar wird, dass die Katastrophenschutzanlage zwar noble Appartements mit LED-Bildschirmen, einen Swimmingpool und einen Fitnessraum hat, aber nur bedingt betriebsbereit ist. Die Fahrstühle sind noch nicht eingebaut und die versprochene Krankenstation hat noch nicht einmal ein Bett. In der Abschottung und Enge des Bunkers steigert sich die gegenseitige Abneigung der Protagonisten langsam, aus ersten Spannungen wird Misstrauen, aus Misstrauen offener Hass.

Als Fuller ermordet in seiner Blutlache, daneben ein abgebrochenes Stück Kupferrohr, aufgefunden wird, wird die Lage für alle Bewohner wirklich bedrohlich, denn nur er wusste den Code zum Öffnen der Eingangstür. Nun sind die verbliebenen 16 Protagonisten eingeschlossen im Sanctum und damit - wie es der Titel andeutet - wie in einem Grab.

Wie würden Sie in so einer Situation reagieren? Das ist die Frage, die das Autorenteam den Lesern stellt. Und darum geht es in diesem Buch: Wie Menschen in extremen Situationen handeln, wenn der Sauerstoff und die Wasservorräte knapp werden und das eigene Leben in Gefahr ist. In gewisser Weise funktioniert "Under Ground" dabei wie eine soziale Versuchsanordnung. In 36 Kapiteln, die mit durchschnittlich zehn Seiten relativ knapp gehalten sind, wird die Geschichte der Bewohner erzählt. Dabei wechselt der Blickwinkel mit jedem Kapitel, denn die Handlung wird aus sechs verschiedenen Perspektiven geschildert. Zwei Personen erzählen sogar aus der Ichperspektive, während die anderen Kapitel in der dritten Person geschildert werden. Ein Hinweis auf das Ende der Geschichte? Oder gar auf den Mörder?

Die Erzählweise der Autoren, der ständige Wechsel der Einzelperspektiven, die ja unvollständig sind, da keiner genau weiß, was in den Anderen vorgeht, treibt die Grundstimmung der Paranoia, der Klaustrophobie und der Ungewissheit, wem man hier noch vertrauen kann, langsam auf die Spitze. Bedrohliche Krisen unterschiedlichster Art - bedingt durch ideologische, religiöse und persönliche Gegensätze - treten zutage. Einige Bewohner müssen ihre persönlichen Grenzen überwinden, um zu überleben, andere, das wird bald klar, kommen hier nicht lebend raus. Mit immer wieder erstaunlichen Wendungen durchkreuzen die Autoren die Erwartungen der Figuren und der Leser. Das furiose Ende überrascht dabei gleich in doppelter Hinsicht.

Rezensionen
"Ein Ausnahme-Thriller mit Klassiker-Potenzial!" Starburst