Das Washington-Dekret - Adler-Olsen, Jussi
Zur Bildergalerie
10,95 €
versandkostenfrei*

inkl. MwSt.
Sofort lieferbar
0 °P sammeln

    Broschiertes Buch

8 Kundenbewertungen

Die atemberaubende Vision vom Zerfall einer Gesellschaft
Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das 'Washington Dekret' - eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung. Amerika im Ausnahmezustand ... Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock - nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit…mehr

Produktbeschreibung
Die atemberaubende Vision vom Zerfall einer Gesellschaft

Durch den kaltblütigen Mord an seiner Ehefrau und dem ungeborenen Kind gerät der neu gewählte amerikanische Präsident Bruce Jansen völlig aus dem Gleichgewicht. Er erlässt das 'Washington Dekret' - eine politische Entscheidung, die schwerwiegende Folgen nach sich zieht für die gesamte amerikanische Bevölkerung.
Amerika im Ausnahmezustand ...
Doggie Rogers, Mitarbeiterin im Stab des Präsidenten, steht nach dem Attentat unter Schock - nicht zuletzt, weil ihr eigener Vater nun des Mordes angeklagt wird. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Doggie zur meistgesuchten Frau der USA. Mit Hilfe von Freunden versucht sie das Komplott aufzudecken. Alles ruht nun auf ihren Schultern ...
  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher 21935
  • Verlag: Dtv
  • Originaltitel: Washington dekretet
  • Seitenzahl: 645
  • Erscheinungstermin: Oktober 2020
  • Deutsch
  • Abmessung: 193mm x 124mm x 40mm
  • Gewicht: 456g
  • ISBN-13: 9783423219358
  • ISBN-10: 3423219351
  • Artikelnr.: 57491932
Autorenporträt
Wer Jussi Adler-Olsen erlebt - live oder im Radio/Fernsehen, dem fällt sofort auf, wie präsent der Bestsellerautor ist. Präsent und geistreich, wach und witzig. Er flirtet gerne mit seinem Publikum, seinen Lesern und erzählt erfrischend uneitel. Und er wirkt wie einer, der seinen Platz im Leben, der Welt gefunden hat und umgehen kann mit all den Widrigkeiten und Brüchen, dem Dunklen und dem Hellen, und er weiß, dass "Gut" und "Böse" in uns allen schlummern. Ob sein Aufwachsen im Umfeld von psychiatrischen Kliniken - sein Vater war dort Arzt - dazu beitrug? Jussi Adler-Olsen bekennt, dass er sich gern mit "Verrückten" umgibt und auch viele Freunde hat, die eben einen Tick anders seien als der Durchschnitt. Die Grenzen seien sowieso fließend.
Jussi, der offiziell mit Vornamen Carl Valdemar Jussi Henry heißt, ist Kopenhagener. Dort wurde er am 2. August 1950 geboren, und er lebt bis heute mit seiner Frau Hanne in der Nähe der Stadt. Privat erzählt Adler-Olsen, der Vater eines erwachsenen Sohnes ist, dass er gerne musiziert und es liebt, mit den Händen zu arbeiten, was seiner Leidenschaft, alte Häuser zu renovieren, sehr entgegenkommt. Doch auch mit dem Kopf arbeitet der 62-Jährige gerne - früher wie heute. Damals, als Student, hat er sich für Medizin und Soziologie, Politische Geschichte und Filmwissenschaft interessiert. Später hat er komponiert und in den unterschiedlichsten Berufen und Zusammenhängen gearbeitet. Er war Redakteur und Koordinator der dänischen Friedensbewegung, Verlagschef und Aufsichtsratsvorsitzender in Energiekonzernen. Ein Vielfältiger ist er also, dieser Jussi Adler-Olsen, obwohl er von sich sagt, dass er faul sei.
Doch seine Neugierde scheint einen Tick stärker zu sein - und so ist es eine wunderbare Fügung, dass er seit 1995 ganz seiner schriftstellerischen Berufung folgt und all seine Interessen und all die Themen, die er wichtig findet, immer wieder in Bücher packt. Nun können viele Menschen diese Geschichte lesen - und sie tundas. Als 1997 "Das Alphabethaus" erscheint, wird es sofort ein Bestseller. Zwei internationale Politthriller, ebenfalls Bestseller, folgten und 2007 erobert Ermittler Carl Mørck mit der Veröffentlichung von "Erbarmen" die Herzen der Leser in Dänemark, Deutschland und unzähligen anderen Ländern. Es folgen "Schändung", "Erlösung" - für das er mehrere Krimipreise erhielt - und "Verachtung" (2012). Die Leser freut es, dass Jussi Adler-Olsen seine Carl-Mørck-Reihe von Anfang an auf etwa zehn Bände festgelegt hat. Es gibt also noch viele Geschichten von Carl, Assad und Rose zu lesen. Und Carl Valdemar, genannt Jussi, wird all diese Geschichten schreiben. Für sich selbst und natürlich für uns!
Das meint die buecher.de-Redaktion: Jussi Adler-Olsens schafft es immer wieder brillant, real geschehenes Unrecht in seinen Büchern zu thematisieren - und liefert dabei feinste Thriller-Kost. Die Leser lieben die Carl Mørck-Reihe um das schräge Ermittler-Trio Carl, Assad und Rose genauso wie seine Einzeltitel. "Das Alphabethaus" stand von Erscheinen an auf den Bestsellerlisten.
Rezensionen

buecher-magazin.de - Rezension
buecher-magazin.de

Jussi Adler-Olsen kann also auch Popcorn-Kino. Schwer zu sagen, ob der Däne mit der faszinierenden Idee eines Polizeistaates in den USA hintergründigere Ziele hatte als Unterhaltung (als er das Buch bereits 2006 verfasste). Sollte Letzteres der Fall gewesen sein, ist dieses Hörbuch durchaus gelungen. Auch dank Wolfram Koch, der angesichts der vielen Brandherde, die Adler-Olsen zündet, souverän liest, das Tempo jedoch an den richtigen Stellen anzieht und seine Stimme so verstellt, dass dem Hörer die Unterscheidung des üppigen Personals leichtfällt. Nur die Frauenstimmen wirken wenig überzeugend.

Nach dem Mord an seiner Frau und seinem ungeborenen Kind ist der neue US-Präsident traumatisiert und reagiert auf radikale Weise. Per "Washington-Dekret" will er das Land sicherer machen - und erlässt Sperrstunden, Waffenverbote, ein Verbot von Trash-TV, und Todeskandidaten sollen hingerichtet, alle anderen Häftlinge freigelassen werden. Die Bevölkerung rebelliert mit gewaltsamem Aufruhr - mittendrin eine Ex-Mitarbeiterin des Präsidenten, deren Vater der Attentäter sein soll. Sie will seine Unschuld beweisen und macht dabei eine unglaubliche Entdeckung. Interessantes Szenario, allerdings zu überladen inszeniert.

© BÜCHERmagazin, Christian Bärmann (bär)
"Er gilt als Meister der skandinavischen Thriller." Martin Scholz, Welt am Sonntag 14.01.2018

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Den hanebüchenen Plot, den sich der dänische Bestseller-Autor Jussi Adler-Olsen hier zurechtgesponnen hat, umreißt Rezensent Jörg Häntzschel so: Ein amerikanischer Präsident dreht durch und errichtet ein kryptofaschistisches Regime, gegen das sich noch faschistischere Milizen formieren. Bemerkenswert findet Häntzschel zwei Dinge: Dass jemand so zäh und mit solche "glanzloser Prosa" von sich überschlagenden Ereignissen erzählen kann. Und dass ein auf dem linken Ticket reisender Autor einen Unsinn fabriziert, der dem Gedankengut der Tea Party bedenklich nahesteht.

© Perlentaucher Medien GmbH

Süddeutsche Zeitung - Rezension
Süddeutsche Zeitung | Besprechung von 08.04.2013

DIE KRIMI-KOLUMNE
Unrecht und
Unordnung
Jussi Adler-Olsen exekutiert
„Das Washington-Dekret“
Bruce Jansen hat alles, was ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat braucht: Er ist steinreich, sieht gut aus und ist mit einer hübschen, klugen Frau verheiratet. Wie erwartet, triumphiert er haushoch über seinen republikanischen Konkurrenten. Dennoch endet der Wahlabend in einer Tragödie. Ein Unbekannter eröffnet bei der Siegesfeier in einem Luxushotel das Feuer und tötet Jansens Frau. Es ist bereits die zweite Lebensgefährtin, die er verliert. 16 Jahre zuvor kam seine erste Ehefrau bei einem mysteriösen Messerattentat in China ums Leben.
  Für Jansen ist dieser zweite Mord einer zu viel. Kaum ist er ins Weiße Haus eingezogen, macht er sich daran, in seinem vermeintlich in Gewalt und Frivolität untergehenden Land aufzuräumen. Nach wenigen Wochen ist es kaum mehr wiederzukennen. Mit einer Serie von „executive orders“, die Teil seines Programms „Für eine sichere Zukunft“ sind, entwaffnet er die Bürger, entmachtet den Kongress, schafft die Pressefreiheit ab, lässt Todeskandidaten im Schnellverfahren hinrichten und das Militär auf die eigene Bevölkerung schießen. Fast alle seiner Minister und Stabschefs machen trotz leiser Bedenken mit.
  Jussi Adler-Olsen, der irrwitzig erfolgreiche dänische Autor der Carl-Mørck-Krimis, versucht sich hier – mit offensichtlich großem Vergnügen – an einer hitzigen Breitwand-Verschwörung Hollywoodscher Machart. Nur sind es keine Aliens, die Amerika unterjochen, sondern eine paranoide Führungsclique.
  Mit perverser Befriedigung sehen Jansen und seine Getreuen zu, wie die Dynamik, die sie in Gang gesetzt haben, immer radikalere Maßnahmen rechtfertigt. Überall im Land formieren sich Milizen gegen Jansens Staatsstreich. Attentate auf den Justizminister und den Vorsitzenden des Supreme Court und ein Bombenanschlag auf das Hauptquartier der Demokraten heizen die Lage zusätzlich auf; und zu alldem schlägt in New York täglich der „Dachmörder“ zu, ein Scharfschütze, der aus sicherer Position heraus wahllos Passanten abknallt.
  Doch obwohl sich die Ereignisse überschlagen, wird die Lektüre zäh und zäher. Es liegt nicht nur an der schieren Länge – 650 glanzlos geschriebene Seiten – sondern vor allem am Mangel an authentischem Kolorit, an den Widersprüchen und Ungereimtheiten, kurz, an der Unglaubwürdigkeit dieser Verschwörungsklamotte. In den USA sinken die Verbrechensquoten Jahr für Jahr auf neue Tiefststände; Presse, Parteien, Institutionen würden sich kaum widerstandslos entmachten lassen; und ein Präsident, der offensichtlich den Verstand verloren hat, würde zügig beiseitegeräumt.
  2006, als das Buch im Original erschien, mag sich das noch anders gelesen haben. George W. Bush, auf dubiose Weise an die Macht gekommen, war zum zweiten Mal gewählt worden, der „Krieg gegen den Terror“ war in vollem Gange, und viele, auch sehr besonnene Menschen fürchteten mit guten Gründen, er und die Republikaner würden die Macht nicht mehr abgeben. Ein neuerlicher Terroranschlag, ein Attentat könnten den willkommenen Vorwand liefern, um ein kryptofaschistisches Regime zu installieren, wie es hier beschrieben wird.
  Doch inzwischen ist Bush kleinlaut von der Bühne abgetreten, abgelöst von einem liberalen Nachfolger. Die Macht des Präsidenten ist seit 9/11 gewachsen, unbegrenzt ist sie beileibe nicht.
  Hinzu kommt noch etwas anderes: Adler-Olsen, der vor seiner Karriere als Bestsellerautor unter anderem als Koordinator der dänischen Friedensbewegung arbeitete, schreibt hier als besorgter Europäer. Seine dystopische Vision eines amerikanischen Law-and-Order-Regimes ähnelt aber in vielem den hysterischen Ängsten des amerikanischen rechten Rands der Ayn-Rand-Leser, Tea-Party-Aktivisten und Waffennarren, mit denen er vermutlich nichts zu tun haben will. All das bleibt unausgesprochen. Für das bloße Vergnügen, einmal im amerikanischen Thrillergenre Urlaub zu machen, wäre er mit einem etwas bescheideneren Sujet besser bedient gewesen.
JÖRG HÄNTZSCHEL
  
Jussi Adler-Olsen: Das Washington-Dekret. Aus dem Dänischen von Hannes Thiess und Marieke Heimburger. dtv, München 2013. 656 Seiten, 19,90 Euro.
DIZdigital: Alle Rechte vorbehalten – Süddeutsche Zeitung GmbH, München
Jegliche Veröffentlichung und nicht-private Nutzung exklusiv über www.sz-content.de
…mehr
»Unbestritten: Ein Thriller mit Bestsellerpotential!« Weekendavisen