Lindbergh - Kuhlmann, Torben
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In this German language edition of Lindbergh: The Tale of a Flying Mouse, these are dark times . . . for a small mouse. A new invention-the mechanical mousetrap-has caused all the mice but one to flee to America, the land of the free. But with cats guarding the steamships, trans-Atlantic crossings are no longer safe. In the bleakest of places . . . the one remaining mouse has a brilliant idea. He must learn to fly! Torben Kuhlmann's inventive tale and stunning illustrations will capture the imagination of readers-young and old-with the death-defying feats of this courageous young mouse.…mehr

Produktbeschreibung
In this German language edition of Lindbergh: The Tale of a Flying Mouse, these are dark times . . . for a small mouse. A new invention-the mechanical mousetrap-has caused all the mice but one to flee to America, the land of the free. But with cats guarding the steamships, trans-Atlantic crossings are no longer safe. In the bleakest of places . . . the one remaining mouse has a brilliant idea. He must learn to fly! Torben Kuhlmann's inventive tale and stunning illustrations will capture the imagination of readers-young and old-with the death-defying feats of this courageous young mouse.
  • Produktdetails
  • Mäuseabenteuer .1
  • Verlag: Nordsüd Verlag
  • Seitenzahl: 96
  • Altersempfehlung: ab 8 Jahren
  • Erscheinungstermin: Januar 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 287mm x 219mm x 15mm
  • Gewicht: 666g
  • ISBN-13: 9783314102103
  • ISBN-10: 3314102100
  • Artikelnr.: 39970894
Autorenporträt
Kuhlmann, Torben
Torben Kuhlmann, geboren 1982 im niedersächsischen Sulingen.Torben Kuhlmann studierte Illustration und Kommunikationsdesign an der HAW Hamburg, mit Schwerpunkt Buchillustration. Im Juni 2012 schloss er seinen Studiengang mit dem Kinderbuch 'Lindbergh - Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus' ab. 'Lindbergh' ist Kuhlmanns erstes Bilderbuch und verdankt seinen Ideenreichtum Kuhlmanns großer Begeisterung für kuriose Erfindungen.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur Süddeutsche Zeitung-Rezension

Für Kinder ab 5 und Rezensenten mit Faible für fliegende Hamburger Mäuse ist das Buch von Torben Kuhlmann bestens geeignet. Carsten Matthäus nämlich hat es gründlich satt, Geschichten von Kuschelmonstern vorzulesen oder von Süßmäusen mit Kulleraugen und Happy End. Besser gefällt ihm (und hoffentlich auch dem kleinen Zuhörer) das hier. Eine Maus mit Pilotenambitionen, die Hamburg von oben sehen will und Fluggeräte erfindet wie Charles Lindbergh - genial, findet Matthäus. Vor allem, weil der Autor die Wahrzeichen so gut in Szene setzt und so das Vorkriegs-Hamburg mit dem heutigen verbindet. Hoher Wiedererkennungswert, meint Matthäus. Und erst die Konstruktionszeichnungen der findigen Maus. Erinnern den Rezensenten an da Vinci. Diese Geschichte verströmt Abenteuerluft, versichert uns der Rezensent, eine Verfolgungsjagd zwischen Maus und Eulen am grauen Himmel über Hamburg inklusive.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 28.12.2013
Na, ihr Eulen, wie schmeckt euch das?

Der lange Weg aus dem Land der Katzen und Fallen: In seiner Examensarbeit schickt Torben Kuhlmann ein Flugzeug über den Ozean und beschert der Pilotin einen triumphalen Empfang.

Ein bisschen irritiert das schon: Links oben auf der sonst fast leeren Doppelseite sitzt eine Maus und hält einen Stift in den Vorderpfoten. Irgendjemand muss sie ja gezeichnet haben, dazu die Schachtel mit abgebrannten und noch ungebrauchten Streichhölzern, die angeschnitten ins Bild hinein ragt. Doch nun hat sie die Regie übernommen, sie hat das Werkzeug, mit dem sich ihre Geschichte erzählen lässt. So in etwa kann man sich den Prolog von Torben Kuhlmanns "Lindbergh" deuten, und für ein Buch, das von einer unerhört kühnen Maus handeln soll, verspricht ein solcher Auftakt viel. Auch deshalb, weil in diesem ersten Bild nichts weiter verraten wird und so die implizite Aufforderung der Maus an den Leser, einfach umzublättern, umso dringlicher wirkt.

Eine der unerfreulichsten Erscheinungen in Bilderbüchern, gleichviel ob sie sich an Kinder oder Erwachsene richten, ist die verdoppelnde Engführung zwischen Text und Bild, wenn man also beispielsweise "Tom setzt seine rote Mütze auf und spielt auf der Wiese" unter einem Bild liest, auf dem ein kleiner Junge mit roter Mütze im Gras gezeigt wird. Umso beglückender ist, wie Torben Kuhlmann die Dinge in "Lindbergh" handhabt. Das Buch, entstanden 2012 als Abschlussarbeit an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg, lässt Text und Bild zu je eigenem Recht kommen. Kuhlmanns künstlerischer Alleinflug (beim Text ließ er sich immerhin von Suzanne Levesque helfen) erscheint am 20. Januar als Buch beim NordSüd Verlag. Die Originale können vom 23. Januar an im Altonaer Museum in Hamburg besichtigt werden.

Das Buch erzählt von einer Maus, an der zunächst einzig ihre Belesenheit auffällt. "Sie verkroch sich oft für viele Monate in düstere Bibliotheken, um heimlich in den Büchern der Menschen zu lesen", schreibt Kuhlmann, nur dass die Maus, die er auf einem Stapel von aufgeschlagenen Bänden zeichnet, wahrscheinlich gerade einmal nicht liest, sondern über das Gelesene nachdenkt. Im Hintergrund zitiert ein Porträtbild Leonardo da Vinci, darunter ein großes "L"-Initial, und von hier ist es nur noch ein kleiner Schritt zu der Frage, was Lindbergh, Lilienthal und Leonardo außer dem Anfangsbuchstaben noch gemeinsam haben.

Um die Maus aber wird es zunächst stiller. Ihre Freunde sind sämtlich verschwunden, von Apparaturen ist die Rede, die plötzlich in der Heimatstadt der Maus gegen die Nager eingesetzt werden, und auf dem nächsten Doppelblatt sieht sich das Tier plötzlich von einer Batterie käsebestückter Mausefallen umgeben. Der Blick von oben unterstreicht die Gefahr, in der die Maus schwebt, und gleichzeitig, dass sie unbesorgt sein kann, solange sie der Verlockung nicht nachgibt, und dafür zumindest sind die langen Stunden über den Mechanikbüchern der Bibliothek gut: Sie erkennt die Falle und entgeht so dem Schicksal der anderen Mäuse. Hinschreiben muss Kuhlmann das nicht, eben weil er diese Wendung exzellent vorbereitet hat.

In diesem Miteinander von Bild und Text geht es weiter, und Kuhlmanns Geschichte, die angenehm klar und hin und wieder schön verrätselt ist, gewinnt durch diese erzählerische Entscheidung ungemein. Wir folgen der Maus, die sich zur Emigration nach Amerika entschließt und durch immer neue wachsame Katzen daran gehindert wird, ein Auswandererschiff zu besteigen. Wir sind dabei, wenn sie Alternativen erwägt und durch die Begegnung mit einer Schar Fledermäuse auf den Gedanken kommt, den Luftweg nach Amerika anzutreten. Und wir erleben Schritt für Schritt, wie aus der Ausgangsidee und vielen Begegnungen allmählich die Konstruktion eines dampfbetriebenen Flugzeugs erwächst, während allerlei dazu notwendige Gebrauchsgegenstände aus der Umgebung der Maus verschwinden.

Allerdings bleiben ihre Flugversuche nicht unbemerkt, und während sie ihr Vehikel für den langen Weg über den Ozean perfektioniert, stellen ihr Eulen nach. Eine Doppelseite zeigt die Vögel, wie sie starr, wachsam, unerbittlich und wahrscheinlich sehr hungrig auf den Schornsteinen der nach dem Vorbild von Hamburg entworfenen Hafenstadt sitzen. Sie scheinen immer zu ahnen, wo sich die Maus gerade aufhält, und kommen trotzdem immer zu spät, um sie an der Flucht zu hindern.

Am Ende entkommt sie mit ihrem Flugzeug gerade noch den ausgestreckten Krallen der Eulen, die sie im Kirchturm entdeckt haben. Und so ist die anschließende Überquerung des Ozeans zwar ein technisches Bravourstück, für das die Maus bei ihrer Ankunft in New York auch angemessen gefeiert wird, sie ist aber auch deutlich als aus der Not geboren markiert. Und wenn es heißt, dass die Maus in der Neuen Welt alle ihre Freunde wiedergetroffen habe, dann wird man das als einen Wunschtraum werten, den Auswanderer naturgemäß hegen und der, wenn die Migration nicht wie mitunter im 19. Jahrhundert dörferweise erfolgt, unerfüllt bleiben muss. Umso deutlicher wird aber, was die Maus in "Lindbergh" hinter sich gelassen hat, als ihr Flugzeug landet: die Mausefallen, die Katzen und die Eulen der Alten Welt. Damit gibt sie ein Beispiel - nicht zuletzt für einen kleinen Jungen, der sich eines Tages mit der "Spirit of St. Louis" auf den umgekehrten Weg machen wird.

TILMAN SPRECKELSEN

Torben Kuhlmann: "Lindbergh".

NordSüd Verlag, Zürich 2014. 96 S., geb., 17,95 [Euro]. Ab 6 J.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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Besprechung von 15.04.2014
Flugpionier Maus
Der Flug von Hamburg nach New York als ein Bilderbuchabenteuer.
Voller Gefahren und mit glücklichem Ausgang
VON CARSTEN MATTHÄUS
Wer zum zigten Mal seinem Kind die Geschichten von den Hasen, den Bären, den Kühen, den Katzen und den Kuschelmonstern vorgetragen hat, bekommt – seien wir mal ehrlich – langsam einen Vogel. Oder man gähnt sich halt doch wieder durch die Seiten, weil das Kind es so will. Wie wohltuend wäre es, wenn die Geschichte auch für Erwachsene interessant wäre, wenn zumindest die Zeichnungen nicht so banal wären, wenn!! Um zu ermessen, welches Glück dem Rezensenten beim Vorlesen des Buches Lindbergh – die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus widerfuhr, muss man wissen: er wollte als Kind selbst Pilot werden und er hat ein paar Jahre in Hamburg gearbeitet.
  Torben Kuhlmann, ein junger Buchillustrator erzählt in seinem Erstlingswerk von einer Maus, die in Hamburg lebt. Nicht von einer kitschigen Süßmaus mit Kulleraugen, sondern von einer grauen, schlauen Lesemaus. Und diese Maus – die übrigens glücklicherweise keinen Namen mit „i“ am Ende trägt – bekommt echte Probleme. Nicht diesen Hab-dich-nicht-mehr-lieb-Quatsch, sondern Mäusefallen und Fressfeinde. Und nein, sie rennt jetzt nicht zu Mama und alles wird gut. Sie erfindet Flugmaschinen – mitten in Hamburg, testet sie etwa in der Halle vom Hauptbahnhof. Um das ganze Glück des Vaters zu ermessen, muss man wissen, dass er zufällig gerade mit seinem Sohn in Hamburg war und der beim Vorlesen die historische Halle des Hauptbahnhofs wiedererkennt.
  Die Bildsprache von Torben Kuhlmann ist in mehrfacher Weise genial. Er versetzt seine Geschichte in die Jahre vor dem ersten Weltkrieg, benutzt aber Orte, die damals wie heute Wahrzeichen Hamburgs sind: Den Hauptbahnhof, den Hamburger Michel, das Hafenviertel. Das verleiht dem Buch eine Patina und macht die Bilder in malerischer Weise sehr glaubwürdig. Kuhlmann spielt dabei wunderbar mit Vogel-, Mäuse- und Menschenperspektiven. Und schafft dazu noch wunderbare Panoramabilder, die den Eindruck einer vergangenen Zeit noch verstärken. Die Anfänge der Luftfahrt verkleinert er ins Mäuseformat, wodurch das Improvisieren der frühen Flugpioniere grandios in Szene gesetzt wird. Manche der Mäuseskizzen erinnern an Leonardo da Vincis Flugmaschinen. Die Dynamik einer spannenden Erzählung bekommt Lindbergh, die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus dadurch, dass sich die Maus ihre Bauteile unter den Augen ihrer Feinde zusammenklaut.
  Das schlaue Kleintier versucht es zuerst wie Otto Lilienthal. Die Maus stürzt ab, stirbt dabei aber nicht (ein Los, das Lilienthal bei einem seiner Testflüge ereilte, was Kuhlmann in einer kurzen Geschichte im Anhang erläutert) und baut weiter. Testet Dampfmaschinen, flexible und starre Flügel, stürzt sich von hohen Zinnen in die Tiefe, baut weiter. Sie wird bei ihren Tests von Journalisten fotografiert, und das ist gar nicht gut. Denn aus der Zeitung werden Eulen auf den fliegenden Leckerbissen aufmerksam und wollen ihn vom Hamburger Himmel holen. Eine Verfolgungsjagd im regnerischen Hamburg folgt.
  Wie und wohin die Maus entkommen kann und was das alles mit Charles Lindbergh zu tun hat, das darf man auf keinen Fall verraten. Sonst wäre das doppelte Vergnügen, ein Kinderbuch für sich selbst vorzulesen und sich gemeinsam mit seinem Kind daran zu begeistern, nur noch halb so groß. (ab 5 Jahre und Erwachsene)
Torben Kuhlmann: Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus. NordSüd 2014. 96 Seiten, 17,95 Euro.
Illustration aus Torben Kuhlmann: Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer Maus
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"Die Hörfassung des Bilderbuchs von Torben Kuhlmann, ist keine akustische Zugabe, sondern ein eigenständiges Kunstwerk, das im raffiniert konstruierten Dialog von Zeichner, Autor und ihrem Geschöpf die Handlung vorantreibt." Jurybegründung für den BEO 2016