Benutzername: Engel1974
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Bewertungen

Insgesamt 429 Bewertungen
Bewertung vom 18.08.2017
Die Gejagten
Bäurle, Marc

Die Gejagten


gut

„Die Gejagten“ ist ein Roman mit Thrillerelementen aus der Feder des Autoren Marc Bäurle.

Um was geht es?

Lucas und seine Schwester Sarah haben eine sensationelle Entdeckung gemacht, die den Walfang für immer stoppen könnte. Einem Großindustriellen ist dies allerdings ein Dorn im Auge, zumal er mit dem Walfang enorm viel Geld verdient. Jedes Mittel ist ihm daher recht Lucas und seine Schwester von der Walrettungsmission abzuhalten. Selbst vor Mord schreckt er nicht zurück.

Meinung:

Marc Bäurle erzählt eine Geschichte, mit einer sehr wichtigen Thematik, dem Walfang. Eine Thematik, über die man sich viel zu wenig Gedanken machte, wenn man nicht gerade mit der Nase darauf gestoßen wird.

Leider liefert der Autor uns auch eine Geschichte, die noch sehr viel Potential nach oben hat. Das fängt bereits beim sehr unscheinbar wirkenden Cover an, was eher auf ein Buch für Kinder schließen lässt. Die Aufmachung motiviert nicht gerade zum Kauf und lässt auch keinem Roman mit solcher Hintergrundthematik vermuten.

Der gesamten Handlung mangelt es an Tiefe, die Auseinandersetzung des Autoren mit dem Thema fehlt ebenfalls und so wirkt der ganze Roman einfach „nur“ so dahin geschrieben. Ebenfalls fehlen mir im Anhang Informationen zum Walfang und warum dieser unbedingt gestoppt werden sollte. Genauso fehlen Zahlen und Fakten, die darauf hindeuten, dass der Autor sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt hat.

Der Schreibstil ist geprägt von vielen abrupt und abgehackt wirkenden Sätzen. Ebenfalls mangelt es an Gefühlen und Persönlichkeit der Protagonisten, die einen Bezug aufbau möglich machen. Insgesamt würde auch die Handlung spannender wirken, wenn der Schreibstil „bildlicher“ wäre und sich der Leser so manche Szene besser vorstellen kann.

Fazit: ein Roman mit Potential aber sehr wichtiger Thematik, vor der wir die Augen nicht verschließen sollten

Bewertung vom 16.08.2017
Das übertherapierte Geschlecht
Marschall, Luitgard; Wolfrum, Christine

Das übertherapierte Geschlecht


sehr gut

In ihrem Buch „Das übertherapierte Geschlecht“ geben die Autoren Luitgard Marschall und Christine Wolfrum einen „kritischen Leitfaden für die Frauenmedizin“ und zeigen dabei, dass viel nicht immer hilft, sondern sogar schaden kann.

Aufbau des Buches:

Die beiden Autoren beleuchten zusätzliche ärztliche Leistungen für Frauen, angefangen von der ersten Periode bis hin u den Wechseljahren. Das Buch ist in 9 Hauptthemen mit ihren jeweiligen Unterthemen unterteil. Mit dabei sind u.a. Schwangerschaft, Igel Leistungen, Schönheitsmedizin, Mammografie-Screening und Depression.

Meinung:

Hervorragend stellen die Autoren dar, wie die Medizin als Wirtschaftsfaktor genutzt wird und belegen ihre Ausführungen anhand von Statistiken, Zahlen und Fallbeispielen. Für den Leser ist es schon interessant Hintergrundinformationen, Vor- und Nachteile der angebotenen medizinischen Leistungen zu erhalten und in diesem Buch erfährt er jede Menge.

Sehr intensiv haben sich beide Autoren mit der Thematik auseinander gesetzt, was man bei Lesen auch sofort merkt. Die angeführten Fallbeispiele, Zitate von Betroffenen und Zahlen lassen zudem alles noch verständlicher und glaubwürdiger wirken.

Leider ist das Buch nicht vollständig, vergeblich suchte ich u.a. nach Nahrungsergänzungsmittel oder stark beworbenen Diätmitteln. Mag sein das dies den Rahmen des Buches sprengen würde, aber auch diese Betrachtungseise hätte ich mir in solch einem Buch gewünscht.

Fazit: interessante Hintergrundinformationen über den Wirtschaftszweig Medizin, belegt mit Fallbeispielen, Statistiken und Zitaten von Betroffenen

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 16.08.2017
Dieser Schmerz ist nicht meiner
Wolynn, Mark

Dieser Schmerz ist nicht meiner


ausgezeichnet

Wie wir uns mit dem seelischen Erbe unserer Familie aussähe können, sagt uns der Autor Mark Wolyunn in seinem Buch „Dieser Schmerz ist nicht meiner“.

Autoreninfo:

Der Autor ist im Alter von 34 Jahren fast erblindet und die Diagnose auf Heilung war schlecht. In seiner Not und auf der Suche nach Heilung reiste er um die Welt und traf dabei auf einen spirituellen Lehrer, der ihm den Rat gab, sich mit seiner Mutter auszusöhnen.

Das „Wunder“ geschah, denn durch die Versöhnung mit seinen Eltern und die Erforschung seiner Familiengeschichte verhalf ihm wieder zu seinem Augenlicht. Nach dieser einzigartigen Erfahrung entwickelte er eine Methode, die erfolgreich mehrfach erprobt wurde und u.a. Traumata auflösen kann.

Zur Thematik:

Bekannt ist, das Schicksalsschläge und Traumafolgen, wie unverarbeitete Kriegserlebnisse, unnatürliche Todesfälle, selbst verschwiegenen Familiengeschehnisse von einer Generation an die nächste weitergegeben werden können. Dies ist weitläufig unter dem Begriff „familiäre Traumata“ bekannt. Selbst wenn die Person, die diese erlebt hat, schon lange verstorben ist, können Fragment dieser Erlebnisse, Erinnerungen und Körperempfindungen aus diesem Leben in der nachfolgenden Generation weiterleben. Hier hoffen sie auf Er- und Auflösung. An diese Thematik schließt nun das Buch des Autoren an und bietet eine Anleitung zur Selbsthilfe.

Buchinfo:

Das Buch ist in 3 Teile mit jeweiligen Unterthemen eingeteilt:

Teil I – das seelische Erbe unserer Familie

Teil II – die Erforschung unserer Schlüsselsprache

Teil III – die Verbindung wieder herstellen

Ein Glossar und zwei Anhänge mit Fragen zur Familiengeschichte und früheren Traumata schließen sich an.

Meinung:

Mit seinem Buch zeigt der Autor einen Weg auf, wie man das Erbe seiner Familie lösen und Familientraumata heilen kann. Dass dies kein leichter Weg ist und manchmal auch mit erschreckenden Antworten einhergehen kann sollte jedem Leser von Anfang an klar sein.

Das erlebte Traumata unserer Vorfahren Auswirkungen auf unser heutiges Leben haben können, ist kein Geheimnis. Mit seinen Erkenntnissen und Modell bietet der Autor uns einen wirksamen Weg zur Selbsthilfe. Seine Ausführungen sind dabei gut verständlich und einleuchtend.

Zudem ist das Buch ebenfalls interessant für Jene, die sich für diese Thematik interessieren und die mehr über ihre Vorfahren erfahren möchten.

Fazit: fundiertes Wissen und wertvolle Hilfe für Menschen die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wollen

Bewertung vom 15.08.2017
Wach auf - dein Leben wartet
Werner, Kerstin

Wach auf - dein Leben wartet


ausgezeichnet

„Wach auf Dein Leben wartet“ von Kerstin Werner ist eine Einladung an die Leser, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, selbstverantwortlich zu handeln und dem Ruf des Herzens zu folgen. Denn „das tägliche Leben in eine neue, positive Richtung zu lenken kann ganz einfach sein – sobald man die Angst vor Veränderung ablegt und endlich den Mut fasst, einen neuen Weg einzuschlagen. Oft reichen dafür ein paar kleine, aber wesentliche Hinweise“. Diese gibt Kerstin Werner mit 50 Kurzgeschichten oder wie sie es selber nennt Impulsen.

Da geht es u.a. ums Erlauben unserer Träume, Öffnen der Herztür, das Kinder ein Geschenk sind und dem Reichtum des Herzens. Kerstin Werners Texte laden zum nach- und umdenken ein, sind motivierend und inspirierend. Dabei öffnen sie ihren Leser nicht nur die Augen sondern berühren auch deren Seele. Die Inspirationen laden ein, zeigen Wege auf, lassen den Leser zum Schluss aber alleine entscheiden, d.h. ihm wird der Weg zur „Erkenntnis“ geebnet, den Rest muss er dann allein bewerkstelligen.

Und dieses Buch kann viele Wege ebnen und die dabei die Augen für bisher ungeahnte Möglichkeiten öffnen. Wichtig ist es isch für jede einzelne Inspiration Zeit zu nehmen, sich auf sie einzulassen und sie wirken zu lassen. Insgesamt sollte man dieses Buch also nicht einfach nur neben bei lesen, denn es kann „wahre Wunder“ bewirken.

Dies kann ich bestätigen, denn ich habe dieses Buch in einer Zeit gelesen, in der es mit aus verschiedenen Gründen psychisch und physisch nicht gut ging. Die Autorin hat mich mit jeder einzelnen ihrer Inspirationen berührt, ihre Texte und Worte waren einfühlsam und haben mir Kraft gegeben, sprichwörtlich mein Herz und meine Seele berührt. Ich vermag sogar zu sagen, das es mir nach dem Lesen deutlich besser ging, viele Dinge die ich vorher als belastend fand, denen ich vorher viel Raum gegeben habe, die mich Zeit und Kraft gekostet haben waren später einfach nicht mehr wichtig. Ich konnte vieles deutlicher und klarer betrachten. So möchte und kann ich für dieses Buch eine deutliche Leseempfehlung aussprechen.

Enden möchte ich meine Rezension mit einem Zitat aus dem Buch, „... du bist Schöpfer deines Lebens. Du kannst alles so lassen, wie es ist, oder dich JETZT neu entscheiden. Du musst dich nicht deinem Leid hingeben, wenn du JA zu dem sagst, wie es ist. Wenn etwas für dich nicht gut ist, ist es eben nicht gut. Dann mach es anders!“ (Seite 14)

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 13.08.2017
Ich lebe mit meiner Trauer
Paul, Chris

Ich lebe mit meiner Trauer


ausgezeichnet

„Trauern ist die Lösung, nicht das Problem!“, ist ein Satz aus dem Ratgeber „Ich lebe mit meiner Trauer“, der renommierten Psychotherapeutin und Trauerbegleiterin Chris Paul. In ihrem Buch präsentiert sie einen ganz neuen Ansatz des Trauerns und bezeichnet ihn als „Kaleidoskop des Trauerns“.

Hiermit bietet sie Trauernden ein lebensnahes, verständliches Bild an und zeigt viele unterschiedliche Reaktionen und Gestaltungsmöglichkeiten eines Trauerweges.

Meinung:

Der Tod ist die „dunkle“ Seite unseres Lebens, mit intensiven Gefühlen, Ohnmacht, Sehnsucht und Schmerz bei den Hinterbliebenen verbunden. Trauernde suchen Antworten auf das „Warum?“ eines Todes und fragen sich nach dem Sinn des eigenen Weiterlebens.

Viele Trauernde wissen oft nicht mehr wie es nach dem Tod eines geliebten Menschen weitergehen soll. Mir erging es ähnlich, innerhalb kürzester Zeit verlor ich einige mir nahestehende Menschen. Lange Zeit wusste ich nicht wohin mit meiner Trauer, meinem Schmerz, ja ich bin förmlich in ein „schwarzes, tiefes Loch“ gefallen. Da bin ich auf das Buch der Autorin gestoßen. Sie zeigte mir die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten eines Trauerweges auf und das dieser nicht nur mit Leid und Schmerz, sondern auch mit Dankbarkeit und Liebe verbunden sein kann.

Beim Lesen des Buches fühlte ich mich plötzlich nicht mehr alleingelassen mit meiner Trauer, es war jemand da, der mich an die Hand nahm und mich auf meinen Trauerweg begleitete. Ich denke hilfreicher kann ein Buch nicht sein und dafür bin ich der Autorin dankbar.

Bewertung vom 12.08.2017
Dachbodenkinder
Weber, Simone

Dachbodenkinder


ausgezeichnet

Simone Weber schreit Geschichten, die schon einmal ein Gänsehautfealing hervorrufen können. So werden auch ihre 5 Kurzgeschichten aus dem Buch „Dachbodenkinder“, den einen oder anderen Leser um seine Nachtruhe bringen.

Es sind Geschichten aus den Gebiet Crime, Horror, Grusel und Surreales. Da werden sich u.a. die Fragen gestellt, ob es einen perfekten Mord gibt, wie man es umgehen kann, dass seine Kinder älter und flügge werden und nicht mehr so „niedlich“, wie im Kleinkindalter sind und ob nicht Jeder Angst davor hat, vergessen zu werden.

Simone Webers Geschichten sind mal nachdenklich, mal grusselig, aber sie haben alle haben eins gemeinsam, zum Schluss verblüffen sie ihren Leser. denn mit ihren Ausgang rechnet man so nicht.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm, gut und flüssig zu lesen, sie versteht es die Handlung genau auf den Punkt zu bringen und die Spannung in ihre Geschichten genau richtig zu verteilen. Jede einzelnen Geschichte liest man schnell und mag das Buch erst am Ende zu Seite legen, da man unbedingt wissen muss, wie es ausgeht.

Insgesamt ein Buch, das seine Leser mitnimmt, sie gut unterhält und deren Geschichten man so schnell nicht vergessen wird.

Bewertung vom 11.08.2017
Aufrecht und geschmeidig
Noll, Susanne

Aufrecht und geschmeidig


ausgezeichnet

Jeder kennt es, wie oft sind Nacken und Schultern verspannt, manchmal schmerzt sogar der komplette Rücken. Durch Schonhaltung, mangelnde Bewegung und meist einseitige Beanspruchung unseres Körpers leidet die Gesundheit unserer Faszien. Dies führt zu Schmerzen in Rücken, Nacken und Schultern, chronischen Verspannungen und Steifheit. Wie wir schmerzfrei und beweglich durch gesunde Faszien werden und bleiben zeigt die Autorin und Rolfing-Therapeutin Susanne Noll in ihrem Buch „Aufrecht und geschmeidig mit gesunden Faszien beweglich und schmerzfrei bleiben“ aus dem Scorpio Verlag.

Aufbau des Buches:

Das Buch beginnt mit einem Vorwort des Direktors der Fascia Research Group Universität Ulm, Dr. Robert Schleip, eine Einführung der Autorin schließt sich diesen an. Insgesamt ist das Buch in 4 Oberteile mit vielen Unterthemen gegliedert. Die vier Teile sind:

1. Teil: Körperhaltung – ein komplexes Zusammenspiel

2. Teil: Faszien- vom Schattendasein ins Rampenlicht

3. Teil: Rolfinger und Co. – Körperarbeit für gesunde Haltung und Beweglichkeit

4. Themen und Übungen für eine gesunde Körperhaltung und geschmeidige Bewegung

Meinung:

Den Begriff „Faszien“ hört man in letzter Zeit immer öfters, Faszien sind Gewebe und können nicht Zuletzt auch der Schlüssel für ein Leben ohne Verletzungen und Schmerzen sein. Verständlich das nun das wissenschaftliche und öffentliche Interesse an ihnen in den vergangen Jahren zugenommen hat. Auch die Bücherwelt hat hier eine Vielzahl von Exemplaren zu verbuchen und manche werden sich sicherlich fragen ist es nötig wieder ein Buch zu diesem Thema auf den Markt zu bringen?

Beginnen wir der Reihe nach das Gute ist, unser Körper ist formbar und so haben wir die Chance seine Entwicklung auch wieder in eine positive Richtung lenken zu können. Dabei müssen wir allerdings wissen, welche Gewohnheiten uns schaden, welche Umstände unseres Lebens wir verändern müssen. Klingt nach harter Arbeit und wir wollen uns nichts vormachen, das ist es auch, zumindest der Anfang. Vom Lesen des Buches allein wird uns sicherlich nicht geholfen sein, die aufgezeigten Veränderungen und auch die jeweiligen Übungen müssen wir schon selber machen und das jeden Tag. Da ist Überwindung unseres „inneren Schweinehundes“ gefragt. Die Autorin kann uns nur einen Weg aufzeigen und Methoden mit an die Hand geben und das macht sie mit ihrem Buch hervorragend.

Mit ihrem Buch gibt sie aber nicht nur hilfreiche Einblicke in die Welt der Faszien und der Rolfinger-Methode, sondern regt zusätzlich an, wie man aufmerksamer in seinen Körper hineinspüren kann und unvorteilhafte Muster erkennen kann. Das habe ich in noch keinem Buch über Faszien so richtig gefunden, wie in diesem hier.

Sehr schön finde ich an diesem Buch ebenfalls, dass die Autorin die Themen von mehreren Seiten angeht und beleuchtet. Denn auch wir wissen schon lange, dass Seele und Körper im Einklang sein sollten, damit wir uns rundum wohlfühlen. Und so gibt es auch einen psychischen Grund, warum unsere Körperhaltung anders it. Hier trifft die Autorin es genau auf den Punkt und lässt ihre Leser nach und umdenken. Die von ihr dabei vorgeschlagenen Übungen sind einfach und im Alltag hervorragend zu integrieren.

Fassen wir nun zusammen, ja es gibt viele Bücher zu diesem Thema auf den Büchermarkt, doch dieses hier ist anders, es betrachtet die Thematik nicht nur von einer sondern von vielen Seiten und bezieht unsere Seele mit ein.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 10.08.2017
Der Baum
Spilsbury, Richard

Der Baum


ausgezeichnet

Das ein Baum nicht nur ein „Baum“, sondern Lebensraum für viele Lebewesen sein kann, zeigt euch das Buch „Der Baum“ aus der Reihe „unter die Lupe genommen“ aus dem ARS Scribendi Verlag. Hier werden u.a. Fragen geklärt wie es unter einem Baum aussieht, wer unter der Baumrinde lebt, welche Tiere ihre Nester im Baum bauen und wie Dachst ihre Höhlen unter Baumstämmen graben. Gedacht ist das Sachbuch für Kinder ab 5 Jahren.
Um was geht es?
Wie der Titel bereits verrät wird hier der Lebensraum „Baum“ genauer unter die Lupe genommen. Dabei bekommt man spannende Einblicke in Alles was es am, im, um, auf und unter einem Baum zu entdecken gibt.
Aufbau des Buches:
Begonnen wird mit dem Thema „Zwischen den Ästen“, hier geht es u.a. um Meisen, Bienen und Eichhörnchen. Das Thema „Im Stamm“ mit Nestern und Baumhöhlen schließt sich an. Es folgen die Themen „Unten am Stamm“, „Zwischen den Wurzeln“ und zum Schluss wird noch einmal der Lebensraum Baum in Laufe der Jahreszeiten betrachtet. Ein kurzes Glossar schließt sich am Ende an.
Besonderheiten des Buches:
Das Buch ist unter dem Namen „Corina“ erschienen, dies ist eine Sachbuchreihe für Kinder von 4 bis 14 Jahren. Diese bietet Erstlesern, Leseschwachen Kindern sowie Lehrern und Lehrerinnen online zusätzliche Hilfen zum Buch an.
Meinung:
Auf über 30 Seiten wird den kleinen und großen Lesern der Lebensraum Baum mit einzigartigen fotographischen Bildern nahegebracht. Da kommt man regelrecht ins Stauen, was es doch so alles an und um eine Baum zu betrachten und entdecken gibt.
Meine Kinder und auch die Kinder meiner Kindergartenlesegruppe, sowie die Schulkinder meines Leseclubs waren von diesem Buch fasziniert. Die Fotos zeigen dabei detailliert, was man so eigentlich gar nicht zu Gesicht bekommt. Da gibt es Eichhörnchenjunge in ihrem Kobel, Käferlarven und Tausendfüßler zu bestaunen. Sogar die einzelnen Beine kann man ganz genau betrachten.
Mich persönlich hat neben der sehr schönen Aufmachung des Buches die sehr gute kindgerechte Aufbereitung des Themas angesprochen. Kurzer, verständlicher auf den Punkt gebrachter Text, Erklärungen wichtiger Begriffe im Glossar und eine große, dicke Schrift lassen dieses Buch zusätzlich interessant auch für Leseanfänger werden.
Fazit: Kindgerechte Aufmachung, wunderschöne, einzigartige Fotografien lassen kleine und große Leser einen sehr interessanten Lebensraum entdecken

Bewertung vom 09.08.2017
Der Duft des Teufels
Jasmund, Birgit

Der Duft des Teufels


weniger gut

„Der Duft des Teufels“ ist ein weiterer historischer Roman aus der Feder der Autorin Birgit Jasmud und zeigt „die dunkle Seite des Kölnisch Wassers auf“.

Um was geht es?

Die Autorin greift in ihrem Roman den Mythus die Entstehung des weltbekannten Eu de Toilette „Kölnisch Wasser“ auf. Dabei lässt sie ihre Protagnisten in Köln des Jahres 1695 agieren. Hier versetzt ein Duftwasser die gesamt Stadt in Hysterie, seine enthemmende Wirkung wird dem Teufel zugeschrieben.

Die Hebamme und junge Witwe Katharina, war zur falschen Zeit am falschen Ort und wird als Handlangerin des Teufels bezichtigt. Einzig ihr Geliebter, der Kaufmannssohn David, glaubt an ihre Unschuld und versucht mit Hilfe des Parfümeurs Giovanni Paolo Feminis, Katharina zu retten.

Meinung:

Dies war mein zweiter Roman, den ich von der Autorin gelesen habe und da mich der erste Roman gut unterhalten hat, hatte ich mich im Vorfeld bereits auf diese Lektüre gefreut. Leider wurde ich sehr schnell enttäuscht, denn dieser Roman kann bei weitem nicht mit seinem Vorgänger mithalten. Lese ich dazu auch noch die bis dato veröffentlichen positiven Rezensionen mit 5 Sternen frage ich mich doch tatsächlich ob ich einen anderen Roman gelesen habe, als diese Leser. Dies war sicherlich nicht der Fall und so möchte ich der Reihe nach beginnen.

Der Roman fängt mit einem Vorfall in einer Kirche an, bei der ich den Parfümeur und ein Familien kennenlernen durfte. In weiteren Kapiteln lernte ich das Leben von Katharina, ihre erste Begegnung mit Davie, sowie die Verkupplungsversuche seiner Mutter mit einer anderen Frau kenn. Das Ganze zog sich über 200 Seiten mit mangelnder Tiefe, null Spannung und Langeweile pur hin.

Schafft man es dann doch tatsächlich nicht aufzugeben und das Buch nicht zu Seite zu legen baut sich ganz allmählich Spannung auf. Das interessanteste an diesem Roman sind die Hintergrundinformationen zum Kölnisch Wasser, wozu es im Anhang noch ein Nachwort der Autorin gibt.

Aufgrund des sehr langatmigen und langweiligen Einstieges, bei denen die Protagonisten einfach zu oberflächlich beschrieben wurden, war mir ein Bezugsaufbau zu ihnen kaum möglich. Dies mag aber auch zum Teil dem Schreibstil der Autorin geschuldet sein, der sich zwar gut und flüssig liest, dem es insgesamt aber an Gefühlen und persönlichen Dialogen sowie „bildlichen“ Beschreibungen fehlt.

Fazit: ein historischer Roman ohne Tiefgang mit langatmigen Einstig und Protagonisten in die man sich kaum hineinzuversetzen mag

3 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 07.08.2017
Im Bann des keltischen Tigers - Tíogaír hÉireann
Skydla, Lisa

Im Bann des keltischen Tigers - Tíogaír hÉireann


ausgezeichnet

Mit „Im Bann des keltischen Kriegers“, erzählt die Autorin, Lisa Skydla, eine fesselnde, erotische Geschichte mit Paranormalen – und SM – Anteilen. Dabei entführt sie ihre Leser in die irischen Landschaften und lässt ein wunderschönes keltisches Feeling durch ihre einzigartigen Landschaftsbeschreibungen entstehen.

Um was geht es?

Sophie will unbedingt herausfinden, was an der alten Legende um die Ruinen von Clonmacnoise dran ist. Hier sollen sich einmal im Jahr Gestaltenwandler treffen und um die Clanvorherschaft kämpfen. Jeder Außenstehende, der Zeuge dieses Rituales wird, wird getötet. Trotz aller Warnungen ihrer Freundinnen möchte Sophie diesen Mythos wiederlegen und begibt sich nachts an jenem Ort.

Hier beobachtet sie einen atemberaubenden Kampf mehrerer Gestaltenwandler. Ganz besonders fasziniert ist sie vom jenem Mann, der ein weißer Tiger ist und den Sieg für sich entscheiden kann. Doch dann kommt es wie es kommen musste, Sophie wird entdeckt und ihr droht der Tod. In dem Connor, der Sieger des Kampfes, Sophie für sich beansprucht rettet er ihr das Leben. Von nun an darf sie keinen Schritt mehr von seiner Seite weichen, ganz zum Unmut von Angus, dem Ältesten der Gestaltenwandler, der ihren Tod fordert. Aber nicht nur ihr Leben ist in Gefahr sondern auch das ihrer Freundinnen.

Meinung:

Im Vordergrund des Romans steht die Liebesgeschichte von Sophie und Connor. Die Autorin hat es dabei hervorragend verstanden mich als ihren Leser von der ersten Seite an mitzureißen und bietet eine spannende und fesselnde Story, bei der die Erotik nicht zu kurz kommt. Die bereits erwähnten SM-Elemente sind nicht zu überzogen und wirken auch nicht zu aufdringlich, so dass man auch Lesern, die mit SM nicht viel am „Hut“ haben beruhigt diesen Roman empfehlen kann.

Auch mit ihren Protagonisten bietet die Autorin eine interessante Mischung an. Auf der einen Seite die willensstarke, etwas trotzköpfige Sophie und auf der anderen Seite den mysteriös und dominant wirkenden Connor. Beide sind sehr gegensätzlich, dennoch kann man beim Lesen förmlich die Anziehungskraft und das Knistern zwischen den Beiden spüren.

Der Schreibstil der Autorin ist nicht nur angenehm und flüssig zu lesen, sondern vermochte mich zusätzlich von der ersten Seite an mitzunehmen. Zusätzlich hat die Autorin einen sehr bildgewaltigen Schreibstil, bei dem das Kopfkino der Leser sofort in Gang gesetzt wird, jede einzelne Szene kann man sich sehr gut vorstellen.

Liebesromane und gerade solche aus der SM – Szene habe ich noch nicht viele gelesen, hier konnte mich die Autorin durch ihre Handlung, den Schreibstil und die gefühlvolle Beschreibung der Protagonistin auf ganzer Linie überzeugen, mit Genuss habe ich ihren Roman gelesen und kann Euch die Bücher der Autorin nur wärmstens empfehlen. Ich für meinen Teil freue mich schon sehr auf weitere Romane der Autorin.