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Benutzername: Engel1974
Wohnort: Güstrow
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Bewertungen

Insgesamt 466 Bewertungen
Bewertung vom 10.01.2018
Klopf! Klopf! Klopf! Wo ist der Honigtopf?
Hauenschild, Lydia

Klopf! Klopf! Klopf! Wo ist der Honigtopf?


ausgezeichnet

„Klopf! Klopf! Klopf! Wo ist der Honigtopf?“ von Lydia Hauenschild ist ein faszinierendes Geräusche-Mitmach-Buch für Kinder ab 2 Jahren.
Erzählt wird die Geschichte eines Bären, der wie Bären ja so sind, auf der Suche nach Honig ist. Dabei wird das Kind zum aktiven mitmachen eingeladen, es darf gefühlt, gerubbelt und gelauscht werden.
Kinder sind fasziniert von Büchern, besonders solchen, wo es jede Menge zu entdecken und erkunden gibt, so lieben sie auch dieses Buch. Selbst beim Betrachten der recht farbenfrohen Illustrationen kommt keine Langweile auf. So oft man sich das Buch auch anschaut, irgendwie gibt es immer wieder etwas Neues zu entdecken.
Zum Schluss möchte ich noch die schöne, stabile Aufmachung des Pappbuches erwähnen. Die Ecken sind dabei hervorragend abgerundet. Insgesamt ein Buch das Kinder sehr gern und vor allem immer wieder in die Hand nehmen werden.
Fazit: ein tolles Geräusche-Mitmach-Buch, bei dem es viel zu entdecken gibt

Bewertung vom 10.01.2018
Alle kommen mit ins Bett
Niessen, Susan

Alle kommen mit ins Bett


ausgezeichnet

Davon, dass e sin Mama und Papas Bett zusammen mit jeder Menge Kuscheltiere doch immer noch am gemütlichsten ist, erzählt das Buch „Alle kommen mit ins Bett“ von Susan Niessen. Es ist ein lustig, gereimte Geschichte für Kinder ab 2 Jahren.
Die Aufmachung als stabiles Pappbuch ist hervorragend für kleine Kinderhände geeignet. Die Illustrationen sind farblich nicht so überladen, lassen die Kinder auf eine tolle Entdeckungsreise gehen und sind einfach schön. Da macht es mir als Erwachsene sogar Freude das Buch zur Hand zu nehmen.
Die Geschichte ist kindgerecht, kurz und knapp und für Kinder der empfohlenen Altersstufe sehr gut verständlich. Das schönste allerdings ist die Erzählweise in Reimen, die kleinen Kinder sind einfach fasziniert davon.
Fazit: ein wunderschön gestaltetes Kinderbuch in Reimen, meine Kids lieben es und ihre werden es auch mögen

Bewertung vom 26.12.2017
Die Tochter des Klosterschmieds
Dempf, Peter

Die Tochter des Klosterschmieds


gut

„Die Tochter des Klosterschmieds“ ist ein weiterer historischer Roman aus der Feder des Autoren Peter Dempf.

Um was geht es?

Erzählt wird die Geschichte einer außergewöhnlichen Frau, die eigentlich für die Arbeit in der schmiede ihres Vaters viel zu schwach, zu klein und zu zart ist. Doch als ihrem Vater die Hand als Strafe für ein brüchiges Schwert abgeschlagen wurde muss sie ihn Unterstützen wo sie nur kann.

Durch Zufall lernt sie ein Metall kennen, das ihr ermöglicht ein Schwert zu schmieden, wie es die Welt noch nicht gesehen hat. Ein Schwert, das so hat ist, das es andere Klingen einfach zerschellen lässt. Doch dieses Geheimniss hat auch seinen Preis, denn wer möchte nicht solch ein Schwert besitzen?

Meinung:

Ich habe schon einige historische Romane von Peter Dempf gelesen und war immer wieder sehr überrascht wie er reale Hintergründe mit Fiktionen mischt. Herausgekommen ist immer ein spannender, mitreißender Roman. Mag sein das dadurch meine Ansprüche an seine Folgeromane gestiegen sind, mag auch sein, das ich hier bei diesem Roman zu viel erwartet habe, denn die Ernüchterung kam sehr schnell.

Der Einstieg war so langweilig, das ich schon nach 50 Seiten überlegt habe dieses Buch zur Seite zu legen. Die Protagonisten wirkten meist doch sehr unglaubwürdig und konnten mich einfach nicht mitreißen. Dann habe ich das Buch einige Tage zur Seite gelegt und von neuem Begonnen doch auch dieses Mal konnten die Protagonisten mich nicht begeistern. Ula wirkte mir stellenweise doch sehr naiv und so unglaubwürdig das ich am liebsten das Buch für immer zur Seite gelegt hatte.

Letztendlich konnten mich nur noch die historischen Geschehnisse und das Geheimnis um das Ulfberht-Schwert beim Lesen halten. Diese waren wie immer sehr interessant aufgebaut.

Insgesamt muss ich leider sagen konnte mich der Autor mit diesem Roman nicht mitnehmen. Über die Protagonisten habe ich mich stellenweise schon sehr geärgert und die Spannung leider vergeblich gesucht.

Fazit: sehr zäher Einstieg, Protagonisten über die ich stellenweise den Kopf geschüttelt habe, mangelnde Spannung, das Einzige was mir gefallen hat waren die Ausarbeitung der historischen Fakten

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.12.2017
Fjord
Beck, Halvar

Fjord


gut

Fjord“ ist ein Thriller aus der Feder des Autoren Halvar Beck.

Um was geht es?

Im Fjord wird die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mädchens gefunden. Dabei handelt es sich um die Tochter des Bürgermeisters, eines kleinen abgelegenen Dorfes. Da das Mädchen nichts anbrennen ließ und anscheinend mit den meisten Männern im Dorf, egal welche Altersklasse, ein Verhältnis hatte, verdächtigt hier nun jeder jeden.

Der junge Polizist Hetland, der ebenfalls ein Verhältnis mit dem Mädchen hatte, scheint der letzte gewesen zu sein, der sie lebend gesehen hat. Er bittet seine Vorgänger ihm bei der Aufklärung behilflich zu sein, denn die Verstärkung aus Trondheim lässt auf sich warten.

Als dann noch der Bäcker beobachtet wird, wie er orientierungslos und verwirrt durchs Dorf rennt, wenig später sein Haus in Flammen aufgeht und seine kleine Nichte entführt wird, spitzen sich die Ereignisse zu.

Meinung:

Der Autor hat hier einen Thriller zur Papier gebracht, der sich gut liest, deren Handlung allerdings nichts Neues, nichts Bewegendes und nichts Besonderes ist. Vieles davon kommt einem beim Lesen bekannt vor und man denkt, das hatten wir schon alles einmal in einem anderen Roman.

Insgesamt wirkt die Handlung leider nur so niedergeschrieben, es mangelt an Tiefgang und Gefühlen, es mangelt insbesondere daran, dass die Wut, Hilflosigkeit aber auch Angst und Ohnmacht der Dorfbevölkerung zum Ausdruck bringt. Hier lässt sich all dies nur sehr gering erahnen.

So sind die Hauptprotagonisten von Anfang bis Ende leider sehr oberflächlich und farblos. Ein Hineinversetzen ist nicht möglich.

Was dem Autor trotz aller Kritikpunkte sehr gut gelungen ist, ist die überraschende, dennoch nachvollziehbare Präsentation des Täters.

Zusammenfassend kann man sagen, es ist ein Thriller, den man zwischen durch gut lesen kann. Wer allerdings mehr Tiefgang und Spannung erwartet wird hier vergeblich auf der Suche sein.

2 von 3 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 14.11.2017
Der Wasserdieb
Hajaj, Claire

Der Wasserdieb


schlecht

„Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung. Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten“

„Der Wasserdieb“ ist ein Roman aus der Feder der 1973 in London geborenen Autorin Claire Hajaja.

Um was geht es?

Nick ist Ingenieur in England, dem es nach dem Tod seines Vaters nach Afrika zieht, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Dabei lässt er in London seine Verlobte zurück.

In Afrika angekommen stürzt er sich voller Eifer in die Arbeit, stellt aber bald fest, dass sein Auftraggeber korrupt ist und die Dorfbevölkerung darunter zu leiden hat. Nick trifft eine Entscheidung, mit der er zwar eine wohlgemeinte Tat begeht, die allerdings schwerwiegende Folgen, nicht nur für ihn haben soll.

Meinung:

Als erstes möchte ich hier das sehr schön gestaltete Cover und die schöne Aufmachung des Hardcoverbuches, versehen mit einem Lesebändchen erwähnen, all dies ist sehr ansprechend und gefällt mir gut.

Leider ist dies auch alles, was ich am Ender der Lektüre an diesem Roman toll fand. Der Klapptext klang so interessant und vielversprechend und deutete auf einen bewegenden Roman hin. Dier Ernüchterung kam jedoch sehr schnell und ich muss sagen, schon lange habe ich mich mit einem Roman wie diesem hier so schwer getan. Ich musste mich regelrecht zum zu Ende lesen zwingen. Beginnen will ich allerdings am Anfang, erzählt wird aus der Sichtweise zweier Personen, einmal aus der von Nick und einmal von jemand aus der Dorfbevölkerung. Und schon hier beginnt das Chaos, die Übergänge sind fließend, es ist also auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wer nun erzählt, beim Lesen ist man so natürlich erst einmal irritiert, geht wieder einige Sätze zurück um nicht den Faden zu verlieren.

Dann die Handlung, die sich lang zieht wie ein Kaugummi, viele überflüssige Szenen beschreibt und es überhaupt nicht vermag den Leser mitzunehmen. Im Gegenteil, von Seite zu Seite wird es schwieriger sich zu konzentrieren, immer wieder schweifen die Gedanken ab und es fällt schwer den Faden nicht zu verlieren. All dies sollte bei einem guten Roman nicht der Fall sein.

Die Idee zu diesem Roman muss man allerdings sagen ist hervorragend und hätte eine vielversprechende, spannende Story werden können, doch leider hat die Autorin hier all ihr Potential verschenkt. Selbst die Protagonisten vermochten es nicht mich zu überzeugen, stellenweise haben sich mich mit ihrem Verhalten verärgert uns zum Kopfschütteln gebracht.

Wie soll man nun einen solchen Roman bewerten? Einem Roman, bei dem man sich am Ende ärgert ihn gelesen zu haben und seine Zeit dafür verschwendet hat? Einen Roman, bei dem das Potential nicht einmal im Anfang ausgeschöpft wurde? Hier tue ich mich wirklich schwer und ich habe lange überlegt. Da mich das Cover und die Aufmachung des Buches allerdings angesprochen haben vergebe ich hierfür insgesamt einen Stern.

Fazit: auf den ersten Blick interessant und vielversprechend, später verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 09.11.2017
Kulinarische Weihnachts Reise
Buchhop, Sonja

Kulinarische Weihnachts Reise


ausgezeichnet

Wie die Festtage in unseren heimischen Länderküchen aussehen kann, zeigt das Buch „Kulinarische Weihnachtsreise“ von Sonja Buchhop. Hier gibt es kulinarische Festtagsporträts von Norddeutschland bis hin zu den Alpen. Insgesamt „plaudern“ 16 Landsleute von ihrem Weihnachten, geben Familien- und Lieblingsrezepte preis, erzählen von regionalen Besonderheiten und ihren persönlichen Weihnachtstraditionen. Entstanden ist so ein Buch mit vielfältigen Rezepten, das seinen Lesern ein richtiges Weihnachtsfealing vermittelt und zum Schmökern einlädt.

Buchinfo:

Die Autorin hat verschiedene Landsleute befragt und stellt uns für jedes Bundesland einen davon vor u.a.

Baden Württemberg – Irina Zimmermann – als die Biersommeliére

Brandenburg – Cordula Schoenegger – als die Kräuterfrau

Bremen – Silke Meyer – als Gemüsegroßhändlerin

Mecklenburg – Maik Kavelmann – als Chefkoch

Rheinland – Pfalz – Lena Endesfelder – als Weinkönigin

So unterschiedlich wie die vorgestellten Menschen sind auch ihre Rezepte, mit dabei u.a. Kaninchenbraten, Tiramisu, Rotweingulasch mit Pumpernickel, Marzipankekse, Ente süß, Entenbrust mit Ingwer.

Meinung:

Es gibt zahlreiche Weihnachts- und Backbücher auf dem Buchmarkt doch dieses hier ist anders und deshalb sticht es auch mit seiner Einzigartigkeit hervor. Es ist nämlich nicht „nur“ ein Koch- und Backbuch, sondern viel mehr. Es bringt uns die Menschen aus den einzelnen Bundesländern nahe, zeigt uns ihre Weihnachtstraditionen und liefert leckere Gerichtsideen, die nicht nur schnell und einfach realisierbar sind, sondern bei denen einem schon beim Lesen das Wasser sprichwörtlich im Munde zusammenläuft. „Lecker“ und ansprechende Fotos ergänzen das Gesamtwerk.

Auf Grund der ausgewogenen Vielfalt der Rezepte, die nicht so extravagant sind und die man als „Hausmannskost“ betrachten kann, habe ich mich von diesem Buch auf Anhieb angesprochen gefühlt. Zudem fand ich es sehr interessant von den Weihnachtstraditionen und regionalen Besonderheiten anderer Menschen zu lesen. All dies hat für mich das Buch zu etwas Besonderen gemacht. Insgesamt wirkt es zudem sehr Persönlich, was mir sehr gefallen hat.

Wem kann ich dieses Buch nun empfehlen?

Empfehlen kann ich es Menschen, die Hausmannskost lieben, Menschen die schnell und einfach etwas Leckeres „zaubern“ möchten, Menschen die beim Kochen kein Schnick – Schnack mögen, eigentlich allen Hobbyköchen und –bäckern.

Fazit: ein schönes Buch das mit einer Vielfalt leckerer Rezepte aufwartet und zum Schmökern einlädt, es vermittelt ein richtiges Weihnachtsfealing

Bewertung vom 07.11.2017
Der Meisterkoch
Ersin, Saygin

Der Meisterkoch


sehr gut

„Der Meisterkoch“ ist ein historischer Roman aus der Feder des 1975 in Manisa / Westanatolien geborenen Autoren Saygin Ersin.

Um was geht es?

Istanbul um 1600, in der Küche des Sultans zieht ein neuer Koch ein. Da er soviel Talent hat und genau herausschmecken kann welche und wie viele Gewürze in die jeweiligen Speisen gehören wird er von Allen nur der „Meisterkoch“ genannt.

Mit seinen Speisen verzaubert er regelrecht die Menschen, doch nicht sein kulinarischer Ehrgeiz hat ihn in die Küche des Sultans geführt, seine Absichten sind ganz anderer Natur.

Meinung:

Das Cover in rot- und Gold-Tönen ausgestattet ist wunderschön und erinnert an ein Märchenbuch aus „1001 Nacht“. Und so wie dieses Buch an ein Märchenbuch erinnert ist auch die Handlung eine Mischung aus historischen Roman und Märchen, es wird mit viel Poesie, „Zauber“ und am Ende Fantasy aufgewartet.

Dennoch ist die Lektüre nicht einfach so nebenbei zu lesen, der Roman ist schon aufgrund des schwerfälligen und gewöhnungsbedürftigen Schreibstiles keine „leichte Kost“.

Der Protagonist ist so wie die Handlung anfangs sehr geheimnisvoll. Leider wird er bis weit über den Mittelteil hinaus nur als der „Meisterkoch“ bezeichnet. Einen Namen bekommt er erst später. So blieb er mir leider sehr „Gesichtslos“, es viel mir schwer mir ein Bild von ihm zumachen, geschweige denn mich richtig in ihn hineinzuversetzen. Im ganzen Roman blieb er mir leider sehr farblos und fern.

Was dem Autoren hervorragend in diesem Roman gelungen ist, mich, als Leser von kulinarischen Gerichten träumen zu lassen. Immer wenn von kochen, Speisen und Gerichten die Rede war, konnte ich den Duft dieser förmlich in der Luft riechen.

Fazit: Mischung aus historischen Roman und Märchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 03.11.2017
Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden
Gounelle, Laurent

Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden


weniger gut

In seinem Roman „Und du wirst den verborgenen Schatz in dir finden“ nimmt der Bestsellerautor Laurent Gonnelle seine Leser mit auf eine „Sinnsuchen und die Suche nach der persönlichen Entfaltung“.

Um was geht es?

Jeré ist Priester und mit seinem Amt unzufrieden, immer weniger Menschen kommen zum Gottesdienst und bleiben auch sonst der Kirche fern. Als er dann Alice, seine Jugendfreundin trifft klag er ihr sein Leid. Die erfolgreiche Kommunikationsberaterin verspricht ihm zu helfen. Dabei begibt sie sich auf die Suche nach der universellen Wahrheit und beginnt in die Welt der Spiritualität einzutauchen. Liest die Bibel, beschäftigt sich mit Daoismus, Hinduismus und Buddhismus...

Meinung:

Cover:

Das Cover ist sehr ansprechend und schön gestaltet, lässt aber eher ein Sachbuch, als einen Roman vermuten.

Erwartungen:

Der Autor hat hier versucht ein religiöses und schwieriges Thema in einen Roman zu verpacken. Bei einem Roman allerdings erwartet man ein flüssiges Lesen, man erwartet Charaktere, die begeistern und in die man sich hineinversetzten kann. Was man allerdings nicht erwartet ist mit philosophischen Abhandlungen, wie es hier der Fall ist „bombardiert“ zu werden.

Handlung, Inhalt, Protagonisten:

Der Autor versucht in seinem Roman u.a. die Frage zu klären was passiert, wenn Religion auf Marketing trifft und geht der Frage nach der universellen Wahrheit nach. Dazu bedient er sich sehr vieler philosophischer, aber auch religiöser Ansätze. All dies lässt den eigentlichen Roman schnell in den Hintergrund rücken und ihn uninteressant werden. Die beiden Protagonisten rücken so sehr ins Abseits, das es hier besser gewesen wäre, der Autor hätte seine Ausführungen in einem Sachbuch, statt in einem Roman verpackt.

Was mich am meisten gestört hat, ist die klischeehafte Herangehensweise des Autoren und des es für ihn kein Links und Rechts, sondern nur eine Wahrheit gibt. Sympathisch lässt es ihn bei mir als Leser so nicht werden.

Fazit: der Autor wartet hier mit jeder Menge philosophischer und religiöser Aspekte auf, die in einem Sachbuch besser aufgehoben wären

Bewertung vom 18.10.2017
Die Widerspenstige
Lorentz, Iny

Die Widerspenstige


sehr gut

Mit ihrem neuen Epos „Die Widerspenstige“ entführt uns das Autorenpaar Elmar und Iny Lorentz in die Zeit der Türkenkriege, im 17. Jahrhundert. Das Autorenpaar, vereint unter den Namen Iny Lorentz, steht seit vielen Jahren als Garantie für spannende Unterhaltung im historischen Genre. So haben sie bereits über 13 Millionen Bücher verkauft und auch zahlreiche Auszeichnungen erhalten.

Buchinfo:

In ihrem neuen Roman steht die Zeit der Türkenkriege im Mittelpunkt, eingebettet wurden dazu natürlich noch eine Liebesgeschichte und so einige Menschenschicksale. Nach dem Tod ihres Vaters werden die Zwillinge Karl und Johanna von ihrer Stiefmutter und ihrem Halbbruder um ihr Erbe gebracht. Das gefälschte Testament sieht für Johanna eine Ehe mit einem wesentlich älteren Mann und für Karl ein Leben im Kloster vor. Keine gute Perspektive für die Beiden, so beschließen sie ihr Elternhaus heimlich zu verlassen und Zuflucht bei polnischen Verwandten zu suchen. Da Johanna auf der Flucht erkannt werden könnte, verwandelt sie sich in Jan.

In Polen finden sie bei einem Cousin Unterschlupft, doch Johanna verpasst den perfekten Zeitpunkt ihr Geheimnis preis zu geben und beschließt ihre Tarnung weiterhin aufrecht zu erhalten. Gemeinsam mit ihrem Bruder wird sie zum „Kämpfer“ ausgebildet und erreicht sogar viel Ansehen unter den Männern der Truppe ihres Cousins. Dabei ahnt sie nicht, dass dieser von Anfang an über ihre wahre Identität Bescheid weiß.

Als ein Befehl des Königs die Truppe ereilt und sie aufgefordert werden sich dem Heer des Königs anzuschließen ist es für Johanna fast zu spät ihr Geheimnis zu offenbaren.

Meinung:

Wie immer ist auch dieser Roman des Autorenduos hervorragend recherchiert, wobei man merkt dass sehr viel Liebe und Aufmerksamkeit auch auf die kleinsten Details gelegt wurde. Der Roman ist wie jeder andere aus der Hand der Autoren mit einer sehr geballten Handlung und einem angenehmen Schreibstil ausgestattet, so dass eine gute Unterhaltung gewährleistet ist.

Was mir nicht so gefallen hat ist die Ähnlichkeit mit vielen seiner Vorgänger, da wird jemand um sein Erbe gebracht, begibt sich auf die Flucht und muss sich als Junge verkleiden, viele werden jetzt schon beipflichten all das hatten wir schon mal und nicht nur einmal, da hätte ich mir dann doch mehr Einfallsreichtum der Autoren gewünscht.

Einen weiteren Kritikpunkt muss ich dieses Mal leider der Namenswahl bei den Protagonisten aussprechen. Wir befinden uns zwar in polnischem Gebiet und es liegt auch auf der Hand das hier polnische Namen verwendet werden, doch die hier gewählten sind nicht immer leicht auszusprechen. So stolpert man beim Lesen immer wieder über diese Namen, was den Lesefluss doch etwas einschränkt.

Da die Autoren es trotz meiner Kritikpunkte geschafft haben für mich die Zeit der Türkenkriege lebendig werden zu lassen, ich mit den Protagonisten mit fiebern konnte und der Roman mich gut unterhalten vergebe ich diesem Roman dennoch 4 Sterne.

Fazit: wieder einmal schafft es das Autorenpaar Geschichte lebendig werden zu lassen, die Hintergrundgeschichte ähnelt dabei leider vielen anderen Romanen der Autoren

Bewertung vom 16.10.2017
Seelenkinder / Marnie Rome Bd.2
Hilary, Sarah

Seelenkinder / Marnie Rome Bd.2


weniger gut

„Seelenkinder“ ist der 2. Band einer Thrillerserie mit den Ermittlern Detective Marnie und Noah. Geschrieben hat sie die englische Schriftstellerin Sarah Hilary.

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Um was geht es?

In einem alten Londoner Bunker werden die Leichen zwei kleiner Kinder entdeckt. Diese sind schon stark verwest und scheinen mehrere Jahre dort unten gelegen zu haben. Doch niemand hat damals vermisst Kinder gemeldet. Ein schweres Rätzel, das es für die Detective zu lösen gilt.

Meinung:

Vom Titel und Klapptext her war ich neugierig und gespannt auf diesen Thriller, wozu ich allerdings sagen muss das ich den Vorband nicht kenne. Da jeder Band vom Fall her in sich abgeschlossen ist stellte dies im Vorfeld allerdings kein Problem dar. Doch leider wurde ich sehr schnell enttäuscht und wenn ich die vielen positiven Rezensionen zu diesem Buch lese, muss ich mich fragen, ob ich ein anderes Buch, als diese Leser gelesen habe, aber das war sicherlich nicht der Fall.

Die Autorin warte hier mit nichts Neuen auf und so sticht dieser Thriller auch nicht aus der Masse von Büchern dieses Genres auf den Buchmarkt heraus. Das Gegenteil ist hier der Fall, er ist verwirrend von der ersten Seite an, sehr zäh und langatmig vom Schreibstil her und die Protagonisten ist reicht eigenwillig, wirkt regelrecht verkorkst.

Zum Anfang bis weit über den Mittelteil gibt es zwei verschiedene „Erzählstränge“ (wenn man sie überhaupt als solche bezeichnen kann), einmal geht es um die Ermittlungen der Detective und dann gibt es sehr verwirrende Szenen aus einem Gefängnis / psychiatrischer Anstalt. Sehr schnell habe ich in diesem Wirrwarr den Faden verloren und von Lesegenuss war kaum die Rede.

Mit den beiden Hauptprotagonisten wird man schon aufgrund des Schreibstils nicht warm, sie sind insgesamt sehr unnahbar und fern dargestellt worden, was sie vielleicht etwas geheimnisumwittert dastehen lassen soll, für mich waren sie zum Schluss ebenfalls nur verwirrend.

Der Schreibstil ist, wie bereits oben erwähnt, nicht gerade flüssig zu lesen, er ist verwirrend und stellenweise auch sehr weit ausholend.

Insgesamt muss ich leider sagen hat die Autoren es nicht geschafft mich mit diesen Thriller zu fesseln, im Gegenteil er war für mich doch sehr chaotisch.

Fazit: was auf den ersten Blick sehr vielversprechend klang, endetet schnell in einem Chaos aus verwirrender Handlung

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.