Finsterau - Schenkel, Andrea Maria
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Ein Dorf im Bayerischen Wald, 1944: Schwanger kehrt Afra in die ärmliche Enge ihres Elternhauses zurück, das sie Jahre zuvor verlassen hat. Für ihren streng katholischen Vater ist das ein ständiger Stein des Anstoßes und die Auseinandersetzungen nehmen noch zu, nachdem das »Kind der Sünde« geboren ist. Eines Tages liegt Afra erschlagen in der Stube neben ihrem blutüberströmten Sohn … Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen spannenden Krimi verwandelt, die beklemmende Atmosphäre in der Häuslerfamilie und die missgünstige Stimmung im Dorf brillant eingefangen.…mehr

Produktbeschreibung
Ein Dorf im Bayerischen Wald, 1944: Schwanger kehrt Afra in die ärmliche Enge ihres Elternhauses zurück, das sie Jahre zuvor verlassen hat. Für ihren streng katholischen Vater ist das ein ständiger Stein des Anstoßes und die Auseinandersetzungen nehmen noch zu, nachdem das »Kind der Sünde« geboren ist. Eines Tages liegt Afra erschlagen in der Stube neben ihrem blutüberströmten Sohn … Einmal mehr hat Andrea Maria Schenkel einen historischen Mordfall in einen spannenden Krimi verwandelt, die beklemmende Atmosphäre in der Häuslerfamilie und die missgünstige Stimmung im Dorf brillant eingefangen.

  • Produktdetails
  • dtv Taschenbücher Bd.21496
  • Verlag: Dtv
  • Seitenzahl: 124
  • Erscheinungstermin: 1. März 2014
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 121mm x 15mm
  • Gewicht: 132g
  • ISBN-13: 9783423214964
  • ISBN-10: 3423214961
  • Artikelnr.: 38062742
Autorenporträt
Schenkel, Andrea Maria
Andrea Maria Schenkel, geboren 1962, ist freie Schriftstellerin, lebt in Regensburg und zeitweise in New York. Ihr Debütroman 'Tannöd', erschienen 2006, war ein Überraschungserfolg und wurde ein vielfach preisgekrönter Bestseller.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Am liebsten mag der Rezensenten an Andrea Maria Schenkels Krimis die schön alten bäuerlichen Wörter: "Dupfen, Hatschern, Schweiben und Gneißen". Und wenn Schenkel dann auch noch moderne Erzähltechniken mit einem archaischen Stoff unter einen Hut bringt, findet Martin halter dies ganz reizvoll. Aber am Ende nicht genug. Die Geschichte um einen brutalen Bauern, der beschuldigt wird, seine Tochter und ihr uneheliches Kind umgebracht zu haben, ist ihm vor allem zu kurz. Da habe sich Schenkel zu wenig Platz eingeräumt, auszuholen, den Figuren Farbe zu geben und Spannung aufzubauen, wie Halter beklagt.

© Perlentaucher Medien GmbH
"Finsterau' ist die gekonnt erzählte Geschichte eines Justizirrtums, hinter dem sich eine menschliche Tragödie verbirgt." Joachim Feldmann DIE WELT Kompakt, 04.04.2012
Besprechung von 26.03.2012
KURZKRITIK
Rushhour im
Herrgottswinkel
Andrea Maria Schenkels „Finsterau“
Wieder mal hat Andrea Maria Schenkel aus den Pilzen, die im Schatten der Heimatidylle gedeihen, ein giftiges Süppchen angerührt. Wäre sie nicht die Waldfee des rustikalen Bayern-Krimis, sondern Agatha Christie, dann müssten sich am Ende ihres neuen Romans „Finsterau“ die Verdächtigen im Stuhlkreis versammeln und ein detektivisches Genie würde den Täter überführen. Doch erstens gibt es in „Finsterau“ keinen Ermittler, zweitens war der Mörder geständig, und drittens spielt das Buch nicht auf einem Nil-Dampfer oder im Orient-Express, sondern unter lauter verlorenen Landeiern auf einem abgelegenen Hof im Bayerischen Wald kurz nach dem Krieg. Doch die Unwahrscheinlichkeit, dass hier im selben Zeitfenster gleich fünf Männer unabhängig voneinander aufgetaucht sein sollen, von denen jeder die 24-jährige Afra und ihren kleinen Sohn mit dem Hackebeilchen erschlagen haben könnte, kompensiert die Autorin durch eine Bröckchen-Technik aus dem literarischen Hauswirtschaftskurs. Multiperspektivisch und achronologisch wird die simple Geschichte eines wahren Justizirrtums übermäßig kompliziert erzählt. Schenkel benutzt das Krimi-Genre als Köder, um von verstockten Menschen, den Härten des Landlebens und den Wirren der Nachkriegszeit zu handeln – und mit dem demenzkranken Vater, der zu Unrecht verurteilt wurde, ein aktuelles Thema einzuschleusen. Dabei hat sie die Figuren so flach mit dem Quast der Bauernmalerei hingepinselt, muffeln die Requisiten, die Zeit- und Lokalkolorit herbeirufen, so stark nach Theaterstadl, ist zumal die Sprache in ihrer herzhaft dampfenden Hauptsatz-Archaik so manieriert, dass man sagen muss: Diesmal ist die Ursuppe reichlich dünn geraten.
CHRISTOPHER SCHMIDT
ANDREA MARIA SCHENKEL: Finsterau. Roman. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2012. 126 S., 16,99 Euro.
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