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Bewertung von Maulwurf aus Werdau am 28.03.2019
tax 2019

tax 2019


ausgezeichnet

Benutze Tax-Steuersoftware schon mehrer Jahre. Eingaben sind leicht verständlich und übersichtlich durch das Programm geführt. Gesetzesänderungen werden vor jedem Neubeginn automatisch aktualisiert. Die aktuelle Steuerberechnung ( Veränderung nach Eingabe), wird auf jeder Seite angezeigt. Gut finde ich, dass Unstimmigkeiten bei der Eingabe angezeigt werden und man diese sofort richtig stellen kann. Das ermittelte Ergebnis stimmte in den vergangenen Jahren, bis auf wenige Cent, mit der Berechnung des Finanzamtes stets überein. Daher kann ich Tax-Steuer nur empfehlen.

6 von 7 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Stanzick aus Ober-Ramstadt am 15.05.2019
Altern. Sterben. Tod
Müller, Oliver

Altern. Sterben. Tod


ausgezeichnet

Oliver Müller, Altern. Sterben. Tod. Die Vergänglichkeit des Menschen aus der Sicht der Naturwissenschaften, Gütersloher Verlagshaus 2019, ISBN 978-3-579-01471-5

Mit dem eigenen Altern, erst recht mit dem eigenen Sterben und dem eigenen Tod beschäftigt sich niemand gerne. Es sind schon lange Fragen, die in den Gesprächen, die wir mit anderen, auch unseren nächsten Angehörigen, führen, mit hohen und starken Tabus belegt sind.
Erst dann, wenn wir persönlich damit konfrontiert werden, etwa durch das Sterben und den Tod von Freunden oder nahen Verwandten, rücken uns diese Themen auf den Leib und sickern in unsere Seele. Wir können ihnen dann nicht mehr ausweichen und verdrängen doch. Es ist ganz erstaunlich, wie sehr selbst im Falle persönlicher Betroffenheit Sterbende und Angehörige nicht über das sprechen, was gerade geschieht, wahrscheinlich aus Angst den anderen zu verletzen. Ich war als Pfarrer lange der Meinung, es sei auf jeden Fall besser, immer über alles zu sprechen. Doch mittlerweile bin ich mir nach Sterbefällen in der eigenen Familie nicht mehr so sicher.

Das hat vielleicht auch mit dem eigenen fortgeschrittenen Alter zu tun und der langsam sich bemerkbar machenden eigenen Angst davor, irgendwann nicht mehr da zu sein, die ich vorher niemals verspürt habe.

Wie auch immer: es ist diese mehr oder minder stark ausgeprägte Angst vor er eigenen Vergänglichkeit und die Angst um diejenigen, die ohne mich zurückbleiben werden, die die meisten Menschen vor den Themen Alter, Sterben und Tod zurückschrecken lässt.

Das vorliegende Buch des Theologen, Mediziners und Naturwissenschaftlers Oliver Müller möchte hier aufklärend und unterstützend helfen. Mit einer auch für wissenschaftliche Laien meist verständlichen Sprache beschreibt er naturwissenschaftlich, was eigentlich passiert mit uns, wenn wir Menschen alt werden, wenn wir sterben und dann, wenn wir tot sind.

Ohne große Sentimentalität wirft Oliver Müller einen nüchternen Blick auf die Biologie alles Lebendigen, erhellend und klug. Doch er tut es nicht ohne Empathie. Er will durch Wissensvermittlung das Tabu brechen und die Angst vor dem Thema lindern. Das wirkt auch deshalb tröstlich, weil er auch die spirituelle und theologische Dimension der beschriebenen biologischen Vorgänge im Auge behält.

Er geht davon aus, dass man sich vor dem, was man kennt, nicht mehr so sehr fürchten muss. Ich bin jedoch sicher, es gibt Menschen, bei denen genau das Gegenteil der Fall ist.

Seine Zusammenfassung jedoch sollten sich alle zu Herzen nehmen, weil sie meiner Meinung nach nicht nur richtig ist, sondern der einzige Weg, die quälenden Fragen nach dem Tod durch ein eigenes gelebtes Leben zu beantworten:
„Die jedem Menschen geschenkte Zeit … ist begrenzt. Deshalb ist das eigene Leben genau wie auch das Leben jedes anderen Menschen unschätzbar wertvoll. Konsequenz dieser Erkenntnis muss eine zu jedem Zeitpunkt bewusste Lebensführung zum eigenen Wohl und zum Wohl anderer Menschen sein.“

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von unbekanntem Benutzer am 18.03.2019
Bohemian Rhapsody

Bohemian Rhapsody


ausgezeichnet

Mit „Bohemian Rhapsody“ wurde der Band Queen und ihrem charismatischen Frontmann Freddie Mercury ein filmisches Denkmal gesetzt, das man immer wieder anschauen kann. Die Geschichte ist emotional, mitreißend, bild- und tongewaltig umgesetzt, einfach fantastische Unterhaltung! Und der Hauptdarsteller Rami Malek hat zu Recht den Oscar bekommen, denn wie er Mercury in Gestik und Körpersprache darstellt, ist perfekt. Großartiger Film!

5 von 8 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Liebeslenchen am 26.04.2019
The Mister
James, E L

The Mister


ausgezeichnet

Wer befürchtet, mit «THE MISTER» einen weiteren BDSM-Roman in den Händen zu halten, darf sich entspannen.
Mit «THE MISTER» erzählt EL James eine herzerwärmende und romantische Liebesgeschichte mit einigen leidenschaftlichen Momenten ja sogar spannenden Thrillerelementen und beweist, dass sie jede Art von Romantik erzählen kann. Die Story selbst hat beinahe etwas von einem modernen Cinderella-Märchen.

Selbstverständlich liegt es nahe, den neuen Roman von EL James mit der megaerfolgreichen und stark polarisierenden «SHADES OF GREY»-Trilogie zu vergleichen. Schließlich ist es ihr erster Roman nach dem internationalen Erfolg und dem Hype, der mit den Verfilmungen einherging. Doch man sollte «THE MISTER» nicht schon im Vorfeld verurteilen und sich möglichst neutral auf diese Liebesgeschichte, die mir trotz starker Zweifel sehr gut gefallen hat, einlassen.

Auch wenn der Schreibstil gewohnt einfach ist, übte die eindringliche Erzählweise einen unbeschreiblichen Sog auf mich aus. Genau wie die Reihe um Mr. Grey und seiner naiven Ana habe ich auch «THE MISTER» an einem Stück verschlungen und mit den Protagonisten geliebt und gelitten.

Interessant ist, dass dieses Mal der männliche Protagonist die direkte Hauptperson ist und die Geschichte aus seiner Perspektive heraus erzählt. Dabei wechselt er sich in kurzen Kapiteln mit der weiblichen Figur ab, die zurückhaltender und distanzierter ist. Beide Erzählstile passen perfekt auf die Rollen, die die Charaktere in dieser Geschichte einnehmen. Verwirrend ist der ständige Perspektivenwechsel überhaupt nicht, er ist sogar mehr als gelungen und bereichert die Story.

Die Handlung selbst hat einige düstere Momente und die Schwierigkeiten, mit denen die weibliche Protagonistin Alessia zu kämpfen hat, sind ehrlich tragisch und leider ein reales Problem. Wie sensibel und einfühlsam der schwerreiche Maxim auf sie eingeht, obwohl er selbst in einer schweren persönlichen Krise steckt, lässt das Herz jedes Romantikers höher schlagen.

Es gibt einige etwas unglaubwürdige Dinge und unnötige Längen im Mittelteil, über die man hinwegsehen muss, doch im Groß und Ganzen hat EL James wirklich einen wunderschönen Liebesroman geschaffen, der mich ausgesprochen gut unterhalten und mehr als positiv überrascht hat. Von der ersten bis zur letzten Seite!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für alle Liebesroman-Fans, die kein Problem mit einigen anständigen und stilvollen Liebesszenen haben!

## Lesen und lesen lassen!

Da bereits wenige Minuten nach Erscheinen der eBook-Ausgabe die ersten 1-Sterne-Bewertungen online gestellt wurden, muss ich diesen Satz einfach meiner Rezension hinzufügen:
Leser, die grundsätzlich etwas gegen EL James haben, sollen sich einfach nach einem anderen Buch umsehen und «THE MISTER» ignorieren!!!

4 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von tassieteufel am 07.03.2019
Der Insider / Joe O'Loughlin & Vincent Ruiz Bd.6
Robotham, Michael

Der Insider / Joe O'Loughlin & Vincent Ruiz Bd.6


sehr gut

Vincent Ruiz wird in einer Bar Zeuge, wie eine junge Frau brutal von ihrem Freund geschlagen wird. Spontan bietet er Hilfe an und läßt die junge Frau, die plötzlich ohne Geld und Bleibe dasteht, bei sich übernachten. Nur um am nächsten Morgen festzustellen, dass er Opfer eines geschickt ausgeklügelten Raubzuges wurde. Das meiste von dem was gestohlen wurde, kann er leicht ersetzen, doch unter dem Diebesgut befindet sich auch alter Schmucke seiner verstorbenen Frau, den seine Tochter zur Hochzeit bekommen sollte und die ist in wenigen Tagen! Bei seinem Versuch die junge Frau aufzuspüren gerät er in eine große Verschwörung mit politischen Dimensionen und Beteiligten aus Politik, organisiertem Verbrechen, der Finanzwelt und der Geheimdienste.

Mit "Der Insider" greift der Autor zwei politische brisante Themen auf, die Bankenkrise und den Irakkrieg und legt somit ein gänzlich anderes Buch vor als man es aus den bisherigen Joe O`Loughlin Büchern kennt, denn der Professor agiert hier nur am Rande, als Ruiz Freund. Somit wird auch weniger Augenmerk auf die psychologischen Aspekte gelegt und es geht viel actiongeladener zu als sonst, was mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat. Denn typisch für Ruiz, verbeißt sich der pensionierte Polizist mit der Hartnäckigkeit eines Pitbulls in den Fall und läßt auch nach reichlich Drohungen und Einschüchterungen nicht locker.
Während Vincent Ruiz für einen pensionierten Polizisten vielleicht ein wenig naiv in die Falle des Gaunerpärchens tappt, ermittelt Journalist Luca Terracini in einer Reihe von Banküberfällen im Irak und zeitgleich verschwindet der Londoner Banker Richard North. Diese 3 unabhängigen Handlungsstränge scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben, doch schon bald zeigen sich erste Verbindungen und während Ruiz als erfahrener Polizist sehr schnell auf die Spur der jungen Diebin gelangt, zeigen sich bald weitere Parallelen und am Ende werden alle Handlungsstränge auf stimmige Weise zusammen geführt und ergeben ein sehr erschreckendes Bild, das vermutlich sehr realistisch ist.
Auf Grund der vielen Schauplätze und der unterschiedlichen Handlungsebenen fehlt dem Buch allerdings die Intensität der anderen Bände, in denen die detaillierte Charakterdarstellung seiner Figuren eigentlich immer das Highlight ist und so ist der Insider zwar durchaus spannend und bietet eine hochkomplexe Story, die gelungen konstruiert ist, aber der letzten Endes das gewisse Etwas fehlt, das die "richtigen" O'Loughlin Bücher aber bisher immer hatten.

FaziT: spannend konstruiert, bietet der "Insider" eine sehr komplexe Story, die am Ende die verschiedenen Handlungsstränge sehr gelungen zusammen führt, allerdings fehlt dem Buch die charakterliche Intensität, die die anderen Bücher bisher auszeichnete. Das ist wohl der Komplexität der Story und den schnellen Szenenwechseln geschuldet, aber so kann "Der Insider" eben nicht ganz mit den anderen Büchern mithalten.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Wuestentraum am 28.02.2019
Deine kalten Hände
Kang, Han

Deine kalten Hände


ausgezeichnet

Der Schriftstellerin H., die durch Zufall innerhalb von drei Jahren mehrere Ausstellungsstücke des Bildhauers Jang Unhyong sieht, wird von seiner Schwester eine Art Tagebuch des Künstlers zugesandt, nachdem er spurlos verschwunden ist. Dieses Manuskript hat er betitelt mit "Deine kalten Hände".

Dieser Roman handelt von Jang Unhyong. Er ist ein nicht sehr berühmter und nicht sehr erfolgreicher Bildhauer. Er modelliert hauptsächlich Abdrücke von menschlichen Körperteilen, Hände, Brüste, Becken, Gesicht. Sein erstes Modell für die Hände ist L. L. ist stark übergewichtig und nachdem Unhyong viele Abdrücke ihrer Hände genommen hat, möchte er eine Ganzkörperhülle von L. erstellen. Unhyong reizen keine schönen, makellosen und schlanken Körper, ihn interessieren mehr die nicht perfekten Frauen, die Makel haben.

Als nächstes lernt er E. kennen, eine wunderschöne Innenarchitektin. Obwohl ihn die Schönheit einer Frau nicht reizt, interessiert ihn E. sehr, er weiß selbst nicht warum und versucht dies herauszufinden und ihr näherzukommen. Bis sie beide auf einmal spurlos verschwunden sind.

Han Kang schreibt wundervoll, poetisch, intensiv. Dieser Roman dreht sich um Masken, die jeder Mensch zu tragen scheint und was sich dahinter verbirgt. Unyhong ist sein Leben lang auf der Suche. Nach Nähe, nach Wahrhaftigkeit. Er ist ein Außenseiter, der die Menschen beobachtet, sie studiert, um herauszufinden, was sich hinter ihren Gesichtern, ihrem Lächeln verbirgt. Und er findet oft genug heraus, dass der wahre Mensch hinter der Maske ein ganz anderer ist, als er den anderen Menschen weismachen will.

Han Kang hat mit "Deine kalten Hände" einen wundervollen, eindringlichen Roman geschrieben, über Einsamkeit und Nähe, über Menschen mit Masken, und was sich dahinter verbergen kann. Dieser Roman war mein erster von Han Kang und ich bin von ihrem Schreibstil sehr begeistert. "Deine kalten Hände" hat mich begeistert, verwirrt und mit hoher Meinung von der Autorin zurückgelassen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, wegen der Geschichte und des poetischen Schreibstils, es hat mich einfach gefesselt und begeistert. Ein etwas anderer Roman, der mir wahrscheinlich gerade deshalb so gefallen hat.

Fazit:

Ein wundervoller Roman über Nähe und Einsamkeit sowie darüber, was sich hinter den menschlichen Gesichtern wirklich verbirgt. Poetisch und intensiv geschrieben, hat mich dieser Roman gefesselt und begeistert.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von tassieteufel am 28.02.2019
Selfies / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.7
Adler-Olsen, Jussi

Selfies / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.7


sehr gut

Eigentlich beschäftigt sich das Sonderdezernat Q um Vizepolizeikommissar Carl Mørck nur mit alten, ungeklärten Fällen. Doch ein Mordfall an einer alten Dame in einem Kopenhagener Park, weist Parallelen zu einem ungeklärten Mord an einer Lehrerin auf. Da die Polizei zudem mehrere Fälle von Fahrerflucht mit tödlichem Ausgang beschäftigen, können Carl und Assad nicht nur in dem alten Mordfall sondern auch in dem aktuellen ermitteln. Doch ihnen fehlt Rose, die von ihrer Vergangenheit heimgesucht wird und mit schweren psychischen Problemen zu kämpfen hat.

Nachdem mir der 6. Teil der Reihe „Verheissung“ nicht ganz so gut gefallen hat, hat mir „Selfies“ wieder deutlich besser zugesagt. Zugegeben, das Buch ist sehr vollgepackt mit diversen Handlungssträngen und die Verknüpfung all dieser einzelnen Nebenhandlungen wirkt doch etwas überkonstruiert, trotzdem gelingt es dem Autor, seinen Spannungsbogen hoch zu halten und alle Einzelstorys sehr unterhaltsam und spannend zu erzählen. Hauptaugenmerk liegt diesmal auf Rose und ihrer schwierigen Vergangenheit, die zu dramatischen psychischen Problemen geführt haben. Dass selbst dieser Handlungsstrang mit den Mordfällen verknüpft wird, mag nicht so ganz plausibel erscheinen, vielleicht ein paar Zufälle zuviel, steigert aber die Spannung und führt zu einem sehr dramatischen Finale, vor allem weil der Leser Carl und Assad einige Informationen voraus hat und die beiden gern in die richtige Richtung schubsen würde.
Vieles was Assad und Carl betrifft, bleibt weiter ungeklärt, ebenso die Frage wer auf Hardy schoß, da muß man sich als Leser wohl weiter gedulden und auf die nächsten Bände hoffen. Dafür erfährt man wie schon erwähnt sehr viel über Rose und deren bedrückende Vergangenheit, was der Autor mit viel Einfühlungsvermögen erzählt. Als krasser Gegensatz dazu erscheint Anne-Linne Svendson, die den Großteil ihres Lebens als Sozialarbeiterin verbracht hat und zunehmend vom System und von den Sozialschmarotzern genervt ist. Als sie eine Krebsdiagnose erhält, ist das für sie ein Grund aus ihrem tretmühlenartigen Leben auszubrechen. Hier driftet der Autor schon ziemlich ins Klischeehafte ab, sicher gibt es in jedem Land Menschen die sich auf Kosten anderer durchlavieren und auch reichlich Sozialarbeiter die am System verzweifeln, aber ganz so schwarz/weiß ist es dann eben doch nicht. Trotzdem ist auch dieser Handlungsstrang sehr spannend, weil der Autor hier aus Sicht der Täterin, bzw. der Sozialhilfeempfängerinnen berichtet und der Leser so hautnah mit dabei ist und eben auch deren Gedankengänge mitverfolgen kann und so den Ermittlern voraus ist.
Durch die Sorge um Rose wächst das Team Carl, Assad und Gordon weiter zusammen und die kleinen Kabbeleien zwischen Carl und Assad bringen auch ein klein wenig Humor in die ansonsten recht düstere Geschichte.
Sicher ist es auch möglich die Bücher einzeln zu lesen, aber zum besseren Verständnis und in Bezug auf die Entwicklung der Charaktere kann ich jedem nur empfehlen, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

FaziT: auch wenn diesmal sehr viele Handlungsstränge die Story ein wenig unübersichtlich machen und die Gesamtverknüpfung doch etwas arg konstruiert wirkt, so macht der Autor das wett durch seine zwar eckigen aber trotzdem sympathischen Charaktere und einen dichten Spannungsbogen. Nicht der Beste Teil der Reihe hat mir aber deutlich besser gefallen als der Vorgänger.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von Karola Genewsky aus Dachau am 28.02.2019
Der Ernährungskompass - Das Kochbuch
Kast, Bas

Der Ernährungskompass - Das Kochbuch


ausgezeichnet

Ich bin total überwältigt von diesem Kochbuch. Besitze auch den ernährungskompass. Was mir sehr gefällt ist die grosse Auswahl für morgens, mittags und abends. Gut zu verstehen, sehr gesund abgestimmt. Hut ab. Ich habe schon einige, auch gute ernährungsbücher, gelesen das will ich nicht absprechen. Ich kann nur von mir reden. Lohnt sich sehr, dieses Buch zu kaufen. Gutes gelingen.

4 von 6 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung von karl aus Ilmenau am 25.02.2019
Afrotopia
Sarr, Felwine

Afrotopia


weniger gut

Erstaunlich, dass sich ein Autor aus dem Senegal bemüßigt fühlt über „den Afrikaner“ zu philosophieren.
Der Mann aus Eritrea hat mit jenem aus Ghana nur eins gemein: man lebt auf demselben Kontinent.
Der Enthusiasmus über das „Humankapital“ des Kontinents ist schwerlich nachvollziehbar. Schon heute reicht es nicht (mehr) zu einer (gebührenfreien) Schulbildung, das Gesundheitswesen wird vernachlässigt. Eine Wirtschaft, die diesem „Humankapital“ Arbeitsplätze böte, ist nicht in Sicht. Und wie die exponentiell wachsende Bevölkerung ernährt werden soll, bleibt ein Rätsel.
Landflucht ist ein gigantisches Problem. Das Frohlocken über afrikanische Megastädte kann man nicht begreifen: zunehmende Slums, eine Bevölkerung, die unter dem Existenzminimum lebend sich im informellen Sektor durchschlagen muss. Unwahrscheinlich, dass Rückbesinnung auf afrikanische Kultur, Musik oder tradierte Verhaltensweisen hieran etwas ändern kann und wird.
Richtig ist, dass es Ansätze gibt, die aufhorchen lassen. Dies gilt z. B. für Ruanda oder Äthiopien.
Richtig ist auch, dass „wir“ es waren, die den Kolonialismus über den Kontinent gebracht haben, mit Massenmord und Versklavung. Auch weiterhin sind „wir“ es, die afrikanische Despoten korrumpieren um uns Ressourcen zu stehlen; Landgrabbing ist nur ein Beispiel.
Dieses Buch liest sich schon wegen seiner (gewollt?) elitären Ausdrucksweise ausgesprochen schwer. Ob diese Art des Ausdrückens – und sei es auch in der jeweiligen Landessprache –auch von einer gebildeten Elite wird verstanden werden können, steht dahin.

4 von 4 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.