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Iny Lorentz
Iny Lorentz ist ein Pseudonym des deutschen Schriftstellerehepaares Ingrid Klocke und Elmar Wohlrath. Weitere Pseudonyme der beiden Autoren sind u.a. Eric Maron sowie Anni Lechner. Ingrid Klocke wurde 1949 in Köln geboren. Sie besuchte dort die Schule und machte eine Ausbildung zur Arzthelferin. Ihr Abitur holte sie am Abendgymnasium nach. Sie ließ sich zur Programmiererin ausbilden. 1980 zog sie aus persönlichen Gründen nach München und war dort bei einer Versicherung beschäftigt. Sie begann schon früh mit dem Schreiben und hatte später die Gelegenheit, Kurzgeschichten in Zeitschriften zu veröffentlichen. Ihren Weg als Autorin markierte ein Kinderbuch, das sie mit ihrem Mann verfasst hat, wie auch mehrere Bücher zu Fernsehserien. Ihr Ehemann Elmar Wohlrath stammt aus Bayern und arbeitete bei demselben Unternehmen. Sie sind seit 1982 verheiratet und haben keine Kinder.
Kundenbewertungen
Der Schreibstil ist flüssig und lebendig und fängt die Atmosphäre der Epoche sehr gut ein. Das pulsierende Trier und auch die Herausforderungen der damaligen Zeit –die Autorin Iny Lorentz beschreibt die Schauplätze und deren Stimmung lebendig werden. Die Dialoge sind authentisch und glaubwürdig, die Handlung ist...
Der Schreibstil ist flüssig und lebendig und fängt die Atmosphäre der Epoche sehr gut ein. Das pulsierende Trier und auch die Herausforderungen der damaligen Zeit –die Autorin Iny Lorentz beschreibt die Schauplätze und deren Stimmung lebendig werden. Die Dialoge sind authentisch und glaubwürdig, die Handlung ist bewegend, vielschichtig und regt zum Nachdenken an
Die zentralen Themen des Romans – Drama & Liebe, Historie im Südwesten Deutschlands, 1590 , das Überwinden von Konflikten – sind sehr gut miteinander verwoben. Der Roman regt dazu an, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, wie die Vergangenheit unsere Identität und unsere Lebensentscheidungen prägt (so jedenfalls habe ich das interpretiert).
Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet, mit Stärken und Schwächen, was sehr authentisch wirkt. Insgesamt habe ich den Roman mit großem Interesse gelesen und kann ihn wärmstens weiterempfehlen.
Es gibt wieder ein tolles Buch aus der Feder des Autorenehepaars Iny Lorenz.
Schon das Cover ist ausdrucksstark. Eine stolze Frau auf dem Pferd spielt im Buch eine gewichtige Rolle. Und um was es im Testament geht, ist im Hintergrund zu erkennen. Der Schreibstil ist unverkennbar. Es ließt sich klasse. Ich sehe es b...
Es gibt wieder ein tolles Buch aus der Feder des Autorenehepaars Iny Lorenz.
Schon das Cover ist ausdrucksstark. Eine stolze Frau auf dem Pferd spielt im Buch eine gewichtige Rolle. Und um was es im Testament geht, ist im Hintergrund zu erkennen. Der Schreibstil ist unverkennbar. Es ließt sich klasse. Ich sehe es beim lesen vor mir , fiebere mit. Das Leben zur damaligen Zeit ist spürbar. Die Charaktere lernen wir nach und nach kennen und schätzen oder manchmal auch nicht. Auch das Geschichtliche kommt nicht zu kurz , spannend in die Geschichte eingewoben.
Ein Buch das ich empfehlen kann.
Ein historisches Highlight - sehr lesenswert
Welch ein Drama gleich zu Beginn des Buches. Welch ein Auftakt! Der Ehemann von Elisabeth
ist gestorben. Nun geht es an das Erbe. Leider nur an einen männlichen Nachkommen, wie es früher so war. Aktuell ist sie schwanger, weiss aber im voraus nicht, ob es ein Mädch...
Ein historisches Highlight - sehr lesenswert
Welch ein Drama gleich zu Beginn des Buches. Welch ein Auftakt! Der Ehemann von Elisabeth
ist gestorben. Nun geht es an das Erbe. Leider nur an einen männlichen Nachkommen, wie es früher so war. Aktuell ist sie schwanger, weiss aber im voraus nicht, ob es ein Mädchen oder Jungen wird. Sie hofft und bangt, denn sonst fällt alles , die ganzen Ländereien, an den Bischoff zu Trier.
Was für ein Druck. Die arme Witwe. Ihr bleibt auch gar nichts erspart. Mir tut die Hauptfigur schon von Beginn an leid. Denn man weiß ja, dass Frauen zu dieser Zeit keine/kaum Rechte hatten.
Die Brüder Kellheim stechen sofort ins Auge. Soooo viel Boshaftigkeit und das gleich doppelt. - unglaublich. Erhard von Kellheim ist sogar Priester. der alles daran setzt, den Besitz Thannberg in seine Finger zu bekommen. Ich habe sehr oft nur den Kopfgeschüttelt und mich sogar regelrecht aufgeregt, wie man so sein kann. Ja, man fühlt sich als Leser/in total in die Geschichte involviert. Man lebt und leider regelrecht mit.
Elisabeth hofft immer noch auf einen Sohn, den sie gebären wird. Der Druck steigt weiter & die Spannung auch.
Auch fiebert man mit anderen Charakteren mit. Wie zum Beispiel Anna und Hans. Anna ist die Cousine von Elisabeth, die zu ihrer Unterstützung aus Köln anreist. Sie ist klug und absolut symphatisch dargestellt, vor allem ihr Humor fällt auf und das gefällt mir. Das Buch ist in meinen Augen sehr unterhaltsam, auch wenn manche Szenen vorhersehbar waren.
Ich muss sagen, das Buch zeigt in einigen Abschnitten Wendungen, die mich fasziniert haben. Denn ich hatte damit überhaupt nicht gerechnet. Hut ab für den Einfall.
Der Schreibstil ist sehr locker, leicht und flüssig, so dass man zügig beim lesen voran kommt.
Ich kann das Buch nur empfehlen. Denn man sollte das neue Buch nicht mit den anderen, wie z.B die Wanderhure oder die verkaufte Sängerin, vergleichen. Jedes Buch hat was für sich. Alleine schon die historischen Hintergründe. Das ist super, authentisch recherchiert. Einfach genial. Von mir gibt es Vollpunktzahl!
Iny Lorentz ist das Pseudonym des Autorenehepaares Iny Klocke und Elmar Wohlrath, das seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich historische Romane schreibt und regelmäßig die vorderen Plätze auf den Bestsellerlisten belegt. Ihre ‚Wanderhure‘ und fünf weitere ihrer Romane wurden verfilmt und drei als Theaterst...
Iny Lorentz ist das Pseudonym des Autorenehepaares Iny Klocke und Elmar Wohlrath, das seit mehr als zwei Jahrzehnten erfolgreich historische Romane schreibt und regelmäßig die vorderen Plätze auf den Bestsellerlisten belegt. Ihre ‚Wanderhure‘ und fünf weitere ihrer Romane wurden verfilmt und drei als Theaterstücke umgesetzt. Viele ihrer Romane wurden zudem in andere Sprachen übersetzt.
1590 im Südwesten Deutschlands,versucht die junge Witwe Elisabeth von Thannberg des Ritter Leopold von Thannberg ihren Besitz für ihre Tochter zu halten.Sie ist schwanger von ihrem verstorbenen Mann und hofft auf einen Sohn.Den in grauer Vorzeit hat ein Vorfahre des Thannberger Rittergeschlechts mit dem Kurfürsten von Trier einen unseligen Vertrag geschlossen.Der Vertrag besagt das bis in die siebte Generation immer nur ein männlicher Nachkomme erben kann, sonst verliert die Familie ihren Besitz an das Kurfürstentum.Dem Geistlichen Erhard von Kellheim, birgt die Entdeckung dieses Dokuments eine willkommene Gelegenheit, für sich und seine Familie an Reichtum und Einfluss zu kommen.Und so macht er sich auf zur Burg mit seinem Bruder, um den Besitz des todkranken Burgherren zu übernehmen.Um den Besitz zu retten und anders zu sichern, ruft Elisabeth ihre kluge Cousine Anna zu Hilfe. Auch das Anna ihr gegen die zwei aufdringlichen Kellheimer Geier beizustehen kann.Anna ist selbstbewusst und nimmt kein Blatt vor den Mund.Sie übernimmt es, die Dokumente der Familie durch zu sehen, um das Unheil vielleicht abwenden zu können…..
Iny Lorentz -die Autoren haben einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Spannend folgt man ihnen ins 16.Jahrhundert,und ist fassungslos wie damals mit den Frauen umgegangen wurde.Ich fand das sehr interrisannt und auch geschichtlich habe ich so einiges erfahren.Sehr gerne 5 Sterne und ich bin schon jetzt gespannt was neues von Iny Lorentz zu lesen.
Das Cover des Buches gefällt mir, die junge Frau auf dem Pferd sieht stark und selbstbewusst aus. Ich kenne bereits viele Bücher des Autorenpaares Iny Lorentz und war sehr gespannt auf den neuen, historischen Roman.
Das Buch spielt in Südwesten Deutschlands um 1590. Elisabeth von Thannberg muss einen schweren Ver...
Das Cover des Buches gefällt mir, die junge Frau auf dem Pferd sieht stark und selbstbewusst aus. Ich kenne bereits viele Bücher des Autorenpaares Iny Lorentz und war sehr gespannt auf den neuen, historischen Roman.
Das Buch spielt in Südwesten Deutschlands um 1590. Elisabeth von Thannberg muss einen schweren Verlust ertragen, ihr Ehemann Leopold ist verstorben und sie bleibt schwanger zurück. Zeit zum Trauern bleibt jedoch nicht.Aufgrund eines alten Vertrages fallen die Ländereien und der Besitz der Familie Thannberg an das Kurfürstentum von Trier. Es sei denn, es gibt einen männlichen Erben. Elisabeth´s Cousine Anna steht ihr zur Seite. Elisabeth betet für einen Sohn, Anna hingegen forscht und findet vielleicht eine Lösung, um den Besitz und die Zukunft der Thannberg´s zu retten. Im Familienstammbuch findet sie eine Nebenlinie und ein Herr von Hagenstein könnte die Rettung sein.
Das Buch hat mich sehr gepackt. Ich finde den Schreibstil sehr unterhaltsam und die Handlung war spannend. Für mich war Anna die beste Person in dem Roman. Mir hat ihre Art am besten gefallen. Die vielen Intrigen und Boshaftigkeiten wurden geschickt in die Handlung eingewebt. Für mich ein toller, historischer Roman, den ich auf jeden Fall weiterempfehlen werde.
Hat mich gut unterhalten
Früher habe ich sehr gerne historische Romane gelesen, dann war irgendwann irgendwie alles ein Einheitsbrei und ich habe jahrelang kein historisches Buch mehr in die Hand genommen. Irgendwann habe ich immerhin Krimis aus fernen Zeiten gelesen, dann hatte ich auch wieder Lust auf Romane. Nun...
Hat mich gut unterhalten
Früher habe ich sehr gerne historische Romane gelesen, dann war irgendwann irgendwie alles ein Einheitsbrei und ich habe jahrelang kein historisches Buch mehr in die Hand genommen. Irgendwann habe ich immerhin Krimis aus fernen Zeiten gelesen, dann hatte ich auch wieder Lust auf Romane. Nun der neue Roman von Iny Lorentz, da war ich natürlich neugierig. Die Bücher des Autorenpaars habe ich früher mit großer Begeisterung gelesen und tatsächlich war es hier auch wieder so.
Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen, vor allem Anna als Hauptfigur hatte es mir angetan. Sie ist witzig, unterhaltsam und mutig. So kann man herrlich mitfiebern bei ihrem Kampf um das Erbe ihrer Cousine. Die Widersacher geben nicht auf und kommen immer wieder in verschiedenen Gestalten und Figuren, das macht das Buch total interessant. Bis zum Schluss ist es spannend und dann sogar noch mit einer kleinen Überraschung.
Besonders gut gefallen hat mir hat mir der humorvolle Ton des Buchs und die Sprache, die gleichzeitig modern ist und trotzdem mit vielen Ausdrücken altmodisch wirkt und zur Geschichte im Jahr 1590 passt. Man hat das Gefühl, man begibt sich auf eine kleine Zeitreise, das war sehr unterhaltsam. Gerne mehr davon!
Ich finde, dieser lesenswerte historische Roman des Erfolgsduos Iny Lorentz ist wieder sehr gut gelungen. Spannend, mit einer Prise Humor und interessanten Details über viele Gepflogenheiten aus der damaligen Zeit, weiß er die Leser bestens zu unterhalten.
Die Protagonisten sind gut getroffen und nicht immer ...
Ich finde, dieser lesenswerte historische Roman des Erfolgsduos Iny Lorentz ist wieder sehr gut gelungen. Spannend, mit einer Prise Humor und interessanten Details über viele Gepflogenheiten aus der damaligen Zeit, weiß er die Leser bestens zu unterhalten.
Die Protagonisten sind gut getroffen und nicht immer nur positiv oder negativ. Bei einigen zeigt sich im Laufe relativ kurzer Zeit auch ein Wandel.
Es war kein einfaches Leben im sechzehnten Jahrhundert in Deutschland, nicht einmal unbedingt für die reichen Leute. Das kommt hier auch rüber.
Als Elisabeth von Thannbergs Mann stirbt, steht diese kurz davor ihren kompletten Besitz zu verlieren. Ein alter Vertrag regelt die Nachfolge, die nur durch einen männlichen Erben weitergeführt werden kann. Als Elisabeths Cousine Anna eine Unregelmäßigkeit in diesem Vertrag entdeckt, scheint es ein rettendes Ufer z...
Als Elisabeth von Thannbergs Mann stirbt, steht diese kurz davor ihren kompletten Besitz zu verlieren. Ein alter Vertrag regelt die Nachfolge, die nur durch einen männlichen Erben weitergeführt werden kann. Als Elisabeths Cousine Anna eine Unregelmäßigkeit in diesem Vertrag entdeckt, scheint es ein rettendes Ufer zu geben. Doch so einfach ist es nicht und die Frauen sehen sich nicht nur einer Hürde gegenüber. Gegen jede Widrigkeit, gegen alle Männer kämpfen die beiden um den Erhalt von Elisabeths Besitz und geraten dabei in Lebensgefahr.
Lange ist es her, dass ich ein Buch von Iny Lorentz gelesen habe. "Die Wanderhure" ist wohl vielen ein Begriff und ich erinnere mich noch sehr gut, dass ich die Reihe damals sehr geliebt habe. Auch gab es eine Zeit in der ich sehr viele historische Romane gelesen habe. Irgendwann habe ich damit aufgehört, habe aber nun das Gefühl gehabt, dass es vielleicht wieder Zeit wäre damit anzufangen. Und was eignet sich besser dafür, als das neueste Buch des Autorenduos Iny Lorentz.
Ich muss zugeben, dass ich am Anfang kurz gebraucht habe, wieder in die historische Welt reinzufinden und mich an den Sprachgebrauch zu gewöhnen, der damals üblich war. Wenn man lange nicht mit Geschichten aus diesem Genre konfrontiert wurde, so birgt das eventuell kurz eine kleine Herausforderung. Doch es dauerte nicht lange und die Art des Erzählens kam mir völlig natürlich vor und ich kam gut in der Geschichte voran.
Historische Romane habe in der Regel recht viele handelnde Personen, die auch alle in irgendeiner Weise miteinander verbunden sind. Sei es verwandtschaftlich oder auch auf andere Art und Weise. Auch hier ist das der Fall, doch dafür gibt es am Ende ein Personenregister, das hierbei sehr hilfreich ist. Die schöne Übersicht gibt einen guten Überblick über alle handelnden Personen und in welcher Beziehung diese zueinander stehen. Aber Achtung, tatsächlich ist es bei diesem Buch so, dass das Personenregister einen kleinen Spoiler enthält, der bis ungefähr zur Hälfte es Buches eigentlich nicht klar ist. Da ich das Personenregister allerdings erst später entdeckt habe, war das für mich nicht schlimm.
Was ich besonders an den Protagonisten mag, sind die sehr starken Frauenfiguren, allen voran Anna. Ich liebe es, wie sie den Männern die Stirn bietet und sich niemals unterkriegen lässt, egal wie oft ihr ein Stein in den Weg gelegt wird oder ein Mann ihr wieder klarmachen will, dass sie nur eine Frau ist, die nichts kann. Die starken Frauenfiguren sind in dieser Geschichte sehr wichtig und sehr stark herausgearbeitet und das mag ich sehr.
Relativ klar getrennt ist hier gut und böse, aber auch das ist recht typisch für historische Romane. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sehr man an Büchern mit historischem Hintergrund merkt, wie wichtig Bildung ist und wie leicht sich die bildungsfernen Menschen, die nicht mal lesen und schreiben konnten, haben beeinflussen und vom Geld locken lassen. All dies ist hier sehr gut dargestellt.
Der Plot gefällt mir ebenfalls sehr gut, auch wenn das ein oder andere doch vorhersehbar ist. Sobald ich gut in der Geschichte drin war, kam ich auch sehr gut voran und war immer mehr gefesselt vom Geschehen. Auch wenn ich manches ahnte, wollte ich doch unbedingt wissen, wie es weitergeht. Auch weil mir die Protagonisten sehr ans Herz gewachsen waren, fieberte ich sehr mit ihnen mit. Stellenweise hätte ich mir tatsächlich noch etwas mehr Spannung, etwas mehr Intrigen und Drama gewünscht, was vielleicht auch nicht so vorhersehbar ist. Ich mag es, wenn man von einem Charakter total überrascht wird, weil man ihn völlig falsch eingeschätzt hat oder auch wenn die Handlung plötzlich in eine Richtung geht mit der man so gar nicht gerechnet hat. Dies war hier tatsächlich kaum der Fall, was ich ein bisschen schade finde.
Das ist aber auch der einzige Punkt, den ich etwas ausbaufähig finde. Ansonsten habe ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen. Der angenehme Schreibstil, die tollen Protagonisten und die authentischen Beschreibungen des sechzehnten Jahrhunderts haben in mir wieder die Lust geweckt, mehr historische Romane zu lesen. Denn es ist doch immer wieder ein Ausflug in eine spannende Zeit, deren Gegebenheiten uns so fremd sind und die uns aufzeigen, was sich alles seitdem verändert hat. Gut, dass ich noch einige historische Romane auf meinem Sub habe.
"Ein verhängnisvolles Testament" unterhält über weite Strecken mit sehr leisen Tönen, punktet aber vor allem durch die sehr selbstbewusste Anna und die vielen starken weiblichen Hauptfiguren.
Als Anna bei ihrer Cousine Elisabeth einen Unterschlupf sucht, kommt sie gerade richtig. Denn Elisabeth benötigt dringend deren Hilfe, als es nach dem Tod ihres Mannes zu einen Erbstreit kommt, der die Existenz ihrer Familie gefährdet.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei das Hauptaug...
Als Anna bei ihrer Cousine Elisabeth einen Unterschlupf sucht, kommt sie gerade richtig. Denn Elisabeth benötigt dringend deren Hilfe, als es nach dem Tod ihres Mannes zu einen Erbstreit kommt, der die Existenz ihrer Familie gefährdet.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei das Hauptaugenmerk auf Anna liegt. Diese lässt sich nicht so leicht unterkriegen und lockert die Situationen immer wieder mit selbst gereimten Spottversen auf. Die anderen Charaktere bleiben etwas blasser, aber werden dennoch ausreichend beschrieben, sodass man sie sich gut vorstellen kann.
Die Geschichte konnte mich sehr gut unterhalten. Sie wartet mit ein paar Wendungen auf und es gibt einige Intrigen und Überfälle auf Personen.
Zwischendurch hätte ich gerne noch etwas mehr vom Zeitgeschehen gehabt, aber ansonsten hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen.
Das Ende ging dann zwar etwas schnell, aber hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte wurde schön abgerundet, auch wenn ich gerne noch ein paar zusätzliche Details gehabt hätte.
Insgesamt also ein toller historischer Roman, den ich auf jeden Fall Fans des Genres und natürlich des Autorenduos weiterempfehlen kann.
Ein Geier kommt selten allein
In grauer Vorzeit hat ein Vorfahre des Thannberger Rittergeschlechts mit dem Kurfürsten von Trier einen unseligen Vertrag geschlossen. Er besagt, das bis in die siebte Generation immer nur ein männlicher Nachkomme erben kann, sonst verliert die Familie ihren Besitz an das Kurfürsten...
Ein Geier kommt selten allein
In grauer Vorzeit hat ein Vorfahre des Thannberger Rittergeschlechts mit dem Kurfürsten von Trier einen unseligen Vertrag geschlossen. Er besagt, das bis in die siebte Generation immer nur ein männlicher Nachkomme erben kann, sonst verliert die Familie ihren Besitz an das Kurfürstentum. Dem Geistlichen Erhard von Kellheim, birgt die Entdeckung dieses Dokuments eine willkommene Gelegenheit, für sich und seine Familie an Reichtum und Einfluss zu kommen. Mit der Absicht den Besitz des todkranken Burgherren zu übernehmen klopften die Kellheimer an das Burgtor der Thannberger. Doch so ganz einfach ist die Sache dann doch nicht, denn die Frau von Ritter Leopold ist schwanger und ihre Hoffnung groß noch für männlichen Nachwuchs zu sorgen. Um den Besitz vielleicht auch anderweitig zu sichern, ruft Elisabeth auch noch ihre kluge Cousine Anna zu Hilfe, um ihr gegen die zwei unsäglich aufdringlichen Kellheimer Geier beizustehen.
„Ein verhängnisvolles Testament“ ist ein unter dem bekannten Pseudonym Iny Lorenz verfasster historischer Roman, der in der Zeit um 1590 spielt. Es geht um die Erbfolge einer Ritterfamilie und weist dabei besonders auf die geringe Wertschätzung des weiblichen Geschlechts hin. Nicht nur was das Erben, sondern auch was Selbstbestimmung oder Klugheit anbelangt, wurden Frauen damals rigoros unterschätzt, benachteiligt und unterdrückt. Dieses Unrecht wird in einer spannenden Geschichte sichtbar gemacht, in der neben der schwangeren Elisabeth auch ihre Cousine Anna eine tragende Rolle spielt. Mit den Kellheimer Brüdern gibt es zwei unfassbar üble Gesellen, über die man sich ordentlich ärgern kann! Es gibt unzählige Attacken auf die armen Frauen sowie andere Überraschungen und die ganze Angelegenheit bleibt bis zum Schluss eine spannende Sache. Besonders den Charakter und Humor von Cousine Anna hat mir sehr gut gefallen. Die Seiten sind nur so dahingeflogen und ich habe mich trotz ein paar Längen gut unterhalten gefühlt.
Mein Fazit:
Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit einem starken Frauencharakter und einem gelungenen Ausflug in die Spätrenaissance.