Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Annabell
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 112 Bewertungen
Bewertung vom 21.02.2021
Die letzte Lüge
Croft, Kathryn

Die letzte Lüge


sehr gut

Fünf Jahre sind nun nach Zachs Tod vergangen. Mia Hamilton hat es nach dem Suizid endlich geschafft wieder in ihr Leben zurückzufinden. An ihrer Seite ihre kleine Tochter und ihr neuer Lebensgefährte. Sie konnte endlich die Vergangenheit ruhen lassen, bis die psychisch labile und mysteriöse Alison in ihr Leben tritt. Alison wirft neue Fragen um den Tod von Zach in jener schicksalhaften Nacht auf und bei einem ist sie sich sicher: es war kein Selbstmord. Mia fängt an Nachforschungen anzustellen, wem kann sie trauen und was ist Lüge und was ist Wahrheit? Schwebt sie vielleicht selbst in Gefahr?

Die Handlung ist in der Ich-Erzählperspektive geschrieben. Es gibt zwei Handlungsstränge. Der eine ist aus Sicht von Mia geschrieben und der andere aus Sicht von Josie, der damaligen Mitstudentin von Alison.

Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen, dennoch fand ich ihn nicht unbedingt fesselnd. Da hat mir das gewisse Etwas gefehlt.

Die Idee der Handlung war jetzt nicht unbedingt was Neues. In der Richtung habe ich schon einiges gelesen gehabt, was auch weitaus besser war.

Es war ein ewiges Hin und Her, teils mit Wiederholungen bis es zum Schluss noch eine unerwartete Wendung gab. Dennoch war es sehr geheimnisvoll und interessant, da man als Leser nicht wirklich herausfiltern konnte was Lüge ist und was Wahrheit. Außerdem hat man immer mit sich gehadert, ob man den Charakteren trauen kann oder nicht.

Mein Fazit:
Es war gut, ließ sich gut lesen, aber dennoch war es jetzt nichts Besonderes. Daher gibt es von mir 3,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 20.02.2021
Das gezeichnete Opfer / Cold Case Bd.2
Frennstedt, Tina

Das gezeichnete Opfer / Cold Case Bd.2


sehr gut

Der COLD CASE um den vor 15 Jahren ermordeten Pianisten Max Lund wird neu aufgerollt als an einem nebligen Morgen in Südschweden die wohl provokanteste Künstlerin Schwedens tot an einem Leuchtturm aufgefunden wird. An ihrer Leiche wurde genau wie damals bei Max eine besondere Sorte Lehm gefunden. Tess Hjalmarsson muss unter Hochdruck ermitteln. Sie muss die Verbindungen finden und einen weiteren Mord verhindern... Außerdem hat sie zusätzlichen Druck von oben. Ihr wurde ein Zeitlimit gesetzt, denn die Cold Case - Abteilung soll aufgelöst werden.

Bei dem "Cold Case - Das gezeichnete Opfer" handelt es sich um den zweiten Band mit der Ermittlerin Tess Hjalmarsson. Er lässt sich aber auch ohne Vorkenntnisse lesen.

Den Beginn des Buches fand ich sehr schleppend. Hier war fast nur privates Rumgeplänkel um Tess bis endlich mal der eigentliche Fall nach ungefähr 100 / 120 Seiten anfing. An dieser Stelle und auch an einigen anderen Stellen war mir das zu viel Privates. Es hat vom eigentlichen Fall abgelenkt und die Ermittlungsarbeit kam etwas zu kurz.

Wie bereits auch in dem Vorgängerband war die Autorin bei den Namen der Protagonisten nicht wirklich einfallsreich. Bei den Nachnamen Lund, Lundberg und Lindberg kommt man schnell mal ins Rudern um nicht durcheinanderzukommen. Man konzentriert sich dann mehr darauf nicht drucheinander zukommen als auf den Fall.

Ansonsten aber lies es sich sehr gut lesen. Der Schreibstil war flüssig und angenehm. Die unterschiedlichen Perspektivwechsel haben für Abwechslung und Spannung gesorgt. Auch die Sache mit der seltenen Lehmsorte war mal was Anderes.

Mein Fazit:
Ein ruhiger Schwedenkrimi ohne Action, der 3,5 von 5 Sternen verdient hat.

Bewertung vom 14.02.2021
Grenzfall - Der Tod in ihren Augen / Jahn und Krammer ermitteln Bd.1
Schneider, Anna

Grenzfall - Der Tod in ihren Augen / Jahn und Krammer ermitteln Bd.1


ausgezeichnet

Ein herrenloser Rucksack steht am Wanderweg in Lenggries. Die Suche nach einer vermissten Person beginnt. Schon kurze Zeit später wird eine Frauenleiche aufgehängt an einer Felswand am Brauneck gefunden. Die Leiche wurde zerstückelt. Der Unterkörper fehlt. Kurz darauf werden im Achensee in Tirol Beine gefunden. Sind diese von derselben Frau? Kommissarin Alexa Jahns und ihr Team stellen sich die Frage, wer Leichenteile über zwei Länder verteilen sollte. Für die junge engaierte Oberkommissarin Alexa ist es ihr erster großer Fall nach ihrem Dienstantritt in ihrer neuen Dienststelle in Weilheim. Die Jagd nach dem Täter beginnt und gleichzeitig muss sie sich in ihrem neuen Team durchsetzen.

Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leich gefallen. Mit dem Prolog fing es schon sehr spannend an. Es war quasi ein Aufhänger, der mich an das Buch gefesselt hat, weil ich gespannt auf den Rest und auf die Zusammenhänge war.

Da es der erste Fall für Alexa Jahn und Bernard ist, gab es eine sehr gute Einführung ist Buch sowie zu den Charakteren. Die Charaktere wurden super ausgearbeitet. Durch die Beschreibungen sind sie sehr lebendig. Man hat also das Gefühl, als wenn man mit von der Partie ist.
Ein kleines Manko an dieser Stelle fand ich, dass manche Beschreibungen zu ausführlich waren, sodass nach dem starken Beginn mal kurz vor der Hälfte die Spannung verloren gegangen ist.

Der Schreibstil ist flüssig und auch fesselnd. Die unterschiedlichen Perspektiven zwischen den einzelnen Protagonisten und sogar die tätereigene Perspektive haben für Abwechslung und auch Spannung gesorgt.

Mein Fazit:
Ein spannender Auftakt in eine neue Reihe mit lebendigen Charakteren und grenzübergreifenden Fällen. Eine klare Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 06.02.2021
Kein Entkommen / Trauma Bd.1
Wortberg, Christoph

Kein Entkommen / Trauma Bd.1


sehr gut

Kindheitstraumata

In einem See wird eine Leiche gefunden, scheinbar ertrunken. Kurze Zeit später wird die nächste Leiche gefunden, erstickt in einem Kühlschrank im Wald. In beiden Fällen ist ein schwer traumatisierter Mann ums Leben gekommen. Die Obduktion ergibt Suizid, doch die Münchener Mordermittlerin Katja Sand bezweifelt dies. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Rudi Dorfmüller begibt sie sich auf Spurensuche. Sie stoßen auf einen Skandal der Bundesmarine und je mehr sie graben, desto mehr wächst der Druck von oben. Schon bald wird ihnen der Fall entzogen, doch Katja gibt nicht auf...

"Trauma - Kein Entkommen" ist der Auftakt einer neuen Trilogie.

Der Schreibstil ist fesselnd und die Handlungen und Orte sehr gut und detailreich beschrieben. Man hat quasi das Gefühl, dass man mit vor Ort ist.

Es gibt immer wieder Perspektivwechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit. In der Vergangenheit begleitet man ein namenloses Kind. Es erfährt mit drei Jahren schwerste häusliche Gewalt. Als Leser versucht man immer herauszufinden, wer dieses Kind in der Gegenwart heute ist. Man wird lange im Dunkeln gelassen, bis endlich die Lösung kommt.

Das Buch ist ein guter Misch aus Ermittlungarbeit und einem Psychothriller. Es läd zum Miträtseln ein, gibt aber auch gleichzeitig die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche auf.

Die Hauptprotagonisten sind gut ausgearbeitet. Ihre Emotionen und sie als Person werden greifbar dargestellt. Bei Katja Sand begleitet man sie auch sehr stark in ihrem Privatleben. Sie ist geheimnisvoll. Irgendetwas ist auch in ihrer Kindheit vorgefallen, aber da wird der Leser bislang noch im Dunkeln gelassen.

Teilweise war es mir aber auch etwas zu viel von dem Privatleben. Das hat dann ein bisschen die Spannung weggenommen.
Ansonsten war das Buch mit Cliffhängern an Kapitelenden von Anfang an spannend und unterhaltsam zu lesen. Zum Ende wurde die Spannung mit einem krassen Showdown nochmals gesteigert. Da habe ich richtig mitgefiebert.

Mein Fazit:
Ein toller Auftakt in eine neue Trilogie mit einem Misch aus Psychothriller und Ermittlungsarbeit. Ich bin schon ganz gespannt auf die nächsten Teile.

Bewertung vom 31.01.2021
Hinter der roten Tür
Collins, Megan

Hinter der roten Tür


gut

Fern hat eine eher lieblose Beziehung zu ihren Eltern. Es stand immer die Arbeit der beiden an erster Stelle. Ihr Vater Ted hat sie sogar für seine Angst-Experimente benutzt. Vor zwanzig Jahren wurde die damals 14 jährige Astrid Sullivan entführt und ist nach einer Woche plötzlich wieder aufgetaucht. Heute ist sie wieder spurlos verschwunden und als Fern ihr Gesicht in den Nachrichten sieht, glaubt sie ihr Gesicht zu kennen. Sie reist in ihre Heimatstadt um mehr über Astrid und über ihre eigene Vergangenheit herauszufinden. Fern leidet an Gedächtnislücken und hat immer wieder Erinnerungsträume. In ihrem Träumen kommt immer wieder eine rote Kellertür vor. Was ist damals mit Fern passiert und welche Bedeutung hat diese Tür?

Der Schreibstil ist zwar gut und flüssig, doch ich konnte mich mit der ICH-Erzählperspektive aus Ferns Sicht nicht wirklich anfreunden. In Fern konnte ich mich nicht wirklich hineinversetzen und ihre Handlungen auch nicht wirklich nachvollziehen.

Die Handlung war gespickt mit ständigen Wiederholungen. Bei mir kam kaum Spannung auf und alles war sehr vorhersehbar. Die Theorie, die ich mir am Anfang gebildet habe, ist auch so eingetroffen.

Die ein oder andere unerwartete Wendung hat meine Theorie vielleicht nochmal kurz in Frage gestellt, doch letzten Endes kam doch alles so wie ich vermutet habe. Es waren keine große Überraschungen in dem Buch.

Das zentrale Thema "Angst und Kindheitstraumata" wird in der Handlung intensiv und düster bearbeitet, Die Dialoge zwischen den einzelnen Protagonisten sind fast keine Dialoge mehr, das sie durch lange Erinnerungsflashbacks von Fern unterbrochen werden.

Mein Fazit:
Schade, ich habe mir hier einen richtig guten Psychothriller erhofft, aber leider nicht bekommen. Das Buch war leider nicht ganz so meins, daher gebe ich auch nur 2,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 31.01.2021
Hexenjäger
Seeck, Max

Hexenjäger


sehr gut

Der Mörder hat einen Plan. Er mordet nach einer Bestseller-Trilogie. Er stellt die Morde detailgetreu nach und sie sind äußerst brutal und erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Ist es ein Fan der hinter dieser Mordserie steckt? Kommissarin Jessica Niemi und ihr Team müssen unter Hochdruck ermitteln, immer ist der Mörder ihnen ein Schritt voraus und Jessica ahnt gar nicht, dass sie selbst in Gefahr schwebt, bis das Team feststellt, dass die Opfer eine gewisse Ähnlichkeit mit Jessica haben.

"Hexenjäger" ist der Auftakt einer neuen skandinavischen Thriller-Reihe.

Mit der üblichen skandinavischen Spannung kann dieser Thriller leider noch nicht mithalten, aber er hat viel Potenzial nach oben.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen, ist aber nicht ganz so fesselnd wie erhofft. Meine Gedanken sind immer etwas abgeschweift.

Der Anfang ist düster und spannend. Leider flacht die Handlung und die Spannung danach ab. Erst ungefähr nach der Hälfte nimmt es dann wieder an Spannung zu. Der Autor hat sich an Cliffhängern an Kapitelenden versucht. Cliffhänger schön und gut, nur leider ist es ihm nicht ganz gelungen. Man hat sofort weitergelesen in der Hoffung auf Nervenkitzel, dass es im nächsten Kapitel richtig spannend wird, aber leider war dann schon alles gelaufen und der Nervenkitzel war wieder weg.

In der Mitte gibt es viele unnötige Lückenfüller bspw. auch die Kapitel mit Jessicas Vergangenheit, die ich anfangs gar nicht einordnen konnte. Ich habe mich gefragt welche Auswirkungen auf den eigentlichen Fall haben. Die Gegenwart und die Vergangenheit hätten in meinen Augen noch besser von einander abgerenzt werden sollen z.B. durch Orts- und Zeitangaben an den Kapitelanfängen.

Die Handlung ist in unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, das hat mir ganz gut gefallen. Außerdem bringt es Abwechslung rein, auch wenn sich vieles dadurch wiederholt.

Zum Ende hin wurde es wieder düster und mystisch, aber das große Finale blieb aus. Irgendwie hatte ich das Gefühl, als wenn etwas gefehlt hat. Das Spannenste wurde quasi rausgeschnitten.

Mein Fazit:
Eine tolle Idee mit den mittelalterlichen Foltermethoden nur leider ist das Potenzial verloren gegangen. Da ist auf jeden Fall Luft nach oben. Wem die unnötigen Lückenfüller nichts ausmacht, der kann das Buch lesen.
Ich gebe dem "Hexenjäger" 3,5 von 5 Sternen.

Bewertung vom 24.01.2021
Krone der Welt
Weiß, Sabine

Krone der Welt


ausgezeichnet

Amsterdam, Ende 16. Jh. / Anfang 17. Jh.. Zusammen sind die drei Geschwister Vincent, Ruben und Betje in Amsterdam gestrandet, nachdem sie aus Antwerpen von den Spanieren vertrieben worden sind. Amsterdam ist zu der Zeit der Ort der verschiedensten Möglichkeiten. Vincent möchte ein großartiger Architekt werden, Ruben will die Welt entdecken und Betje wird eine begnadete Köchin. Doch es ist auch die Zeit der Auseinandersetzungen. England und Spanien streiten sich um das Land an der See und die Katholiken und Calvinisten streiten sich um den rechten Glauben. Die drei Geschwister haben es in der Zeit sehr schwer, schaffen sie ihren Aufstieg von ganz unten?

Wer schon einmal in Amsterdam war, sieht die Stadt während des Lesens mit anderen Augen. Dank des recht flüssigen Schreibstils und der ausführlichen Beschreibungen kann man sich die Stadt zur damaligen Zeit sehr gut vorstellen. An der ein oder anderen Stelle sind mir die ausführlichen Beschreibungen etwas langatmig geworden.

Anfangs war der Sprach- bzw. Erzählstil etwas gewöhnungsbedürftig mit den holländischen Wörtern und der zeitgemessen Sprache. Aber man gewöhnt sich schnell dran und taucht ab in die damalige Zeit. Man kann das Elend, das Leid und den Schmutz so richtig spüren.

Es kommen recht viele Personen in der Handlung vor, wodurch man mal sehr leicht den Überblick verlieren kann mit den Nebencharakteren und die Beziehungen zueinander. Der Misch aus fiktiven Charakteren und wirklich mal existierenden Charakteren hat mir sehr gut gefallen. Hier bekommt man noch ein wenig Geschichtsunterricht mitgeliefert.

Doch die Hauptprotagonisten sind sehr gut ausgearbeitet worden. Man entwickelt Hass, Freude, Schadenfreude und auch Mitgefühl zu den einzelnen Protagonisten. Vincent ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich wollte ihm nicht mehr von der Seite weichen.

Mein Fazit:
Ein wirklich toller und lesenswerter historischer Roman über den Aufstieg Amsterdams zur Weltmetropole. Man bekommt alles geliefert: Liebe, Hass, Leid und den Drang die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Bewertung vom 10.01.2021
Die gefährliche Mrs. Miller
Dickson, Allison

Die gefährliche Mrs. Miller


gut

Jeden Tag beobachtet Phoebe das blaue Auto, das in ihrer Straße steht. Sie entwickelt sogar schon Paranoia und führt ein Notizheft wann das Auto da steht. Dann ziehen eines Tages im Haus gegenüber eine Familie ein. Zu dem 18-jährigen Sohn Jake fühlt Phoebe sich sofort angezogen. Sie kommen sich näher und Phoebe fängt an das blaue Auto zu vernachlässigen. Doch das war ein Fehler...

"Thriller" ist für dieses Buch wohl das falsche Wort. Er ist es ein Roman mit einem Hauch Thrill ab der zweiten Buchhälfte.

Das Buch teilt sich in zwei Teile. Im ersten Teil ist aus der Sicht von Phoebe erzählt. Ihr ganzes Leben, ihr Tagesablauf und über die Paranoia, die sie entwickelt zum blauen Auto, sowie ihre Nachlässigkeit als im Haus gegenüber die Familie einzieht. Ich fand das alles sehr langatmig. Hier war kaum Spannung.
Auf der Hälfte, als es in den 2. Teil des Buches ging, gab es eine unerwartete Wendung. Ab hier hat die Autorin auch immer wieder falsche Fährten gelegt um den Leser zu verwirren. Da kam dann auch mal Spannung auf.

Die Hauptprotagonistin Phoebe mag zwar sehr authentisch rüber kommen, aber mir war sie ab dem ersten Moment total unsympatisch. Durch ihre Sichtweisen, ihr Verhalten und Handlungen, auch ihrem Ehemann Wyatt gegenüber, habe ich sogar im Laufe der Handlung eine Abneigung gegen sie entwickelt. Ich konnte mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren.

Der Schreibstil bzw. Erzählstil hat mir gut gefallen. Es ließ sich flüssig lesen.

Mein Fazit:
Ich habe nach dem Titel und Klappentext ein bisschen was anderes erwartet. Dank des zweiten Teils des Buches war es dann zum Glück doch nicht so schlecht, sonst hätte ich es wahrscheinlich doch noch abgebrochen. Man kann es lesen, aber man verpasst auch nichts wenn man es nicht tut.

Bewertung vom 09.01.2021
Blutzahl / Alexander Blix und Emma Ramm Bd.1
Enger, Thomas;Horst, Jørn Lier

Blutzahl / Alexander Blix und Emma Ramm Bd.1


ausgezeichnet

Die Autorin Sonja Nordstøm verschwindet an dem Tag, wo sie eigentlich zur Premiere ihres Buches "Ewige Erste" erscheinen sollte. Die junge Promi-Reporterin Emma Ramm versucht sie daher zu Hause aufzusuchen. Doch das Haus ist verlassen. Nur auf dem Fernseher findet sie eine #1. Emma alarmiert die Osloer Polizei. Kommissar Alexander Blix und sein Team machen sich auf die Vermissetensuche. Nur wenige Zeit später finden sie eine männliche Leiche an Nordstrøms Sommerhaus. Die Leiche ist die Nummer sieben. Blix und Emma wissen nicht, das der Mörder in einem Countdown mordet....

"Blutzahl" ist der Auftakt in eine neue Thriller-Reihe mit dem Kommissar Alexander Blix und Journalistin Emma Ramm.

Die Handlung ist in zwei unterschiedlichen Strängen aufgeteilt. Man begleitet Kommissar Blix in dem einem und in dem anderen Emma. Die Stränge laufen parallel nebeneinander her und an der ein oder anderen Stelle auch wieder auseinander. Die Perpektiven sind meist immer abwechselnd mit vielen Cliffhängern am Kapitelende. Das sorgt natürlich für immense Spannung, da man dazu verleitet wird immer weiterzulesen.

Die beiden Hauptprotagonisten, der Kommissar Alexander Blix und die junge Journalistin Emma Ramm, sind beide total sympatisch. Beide schleppen ein Laster mit sich rum. Das Privatleben der beiden wurde sehr gut in die Handlung eingewoben. So hat man Stück für Stück etwas über sie erfahren.

Die Ermittlungsarbeit war quasi ein Marathon. Das Team steht unter Zeitdruck und das bekommt man als Leser auch zu spüren. Mit jeder gelesenen Seite wurde das Buch spannender und am Ende gab es nochmal eine unerwartete Wendung für mich.

Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd.

Mein Fazit:
Ein klasse Auftakt in eine neue Thriller-Reihe. Es wird mit jeder Seite noch spannender und ist ein MUSS für alle skandinavischen Thriller-Fans.

Bewertung vom 03.01.2021
Der Bruder
Katzenbach, John

Der Bruder


sehr gut

Die junge angehende Architektin Sloane Conolly trifft der Schlag, als ihre exzentrische Mutter auf einmal spurlos verschwunden ist. Alles deutet darauf hin, dass sie sich selbst umgebracht hat. Vorher hat sie Sloane noch einen merkwürdigen Brief geschrieben und ihr Geld und Dokumente als Geburtstagsgeschenk hinterlassen. Zur selben Zeit wird sie von einen anonymen Auftraggeber angeheuert. Er möchte, dass Sloane für ihn ein Denkmal für sechs, ihm wichtige, Personen erschafft. Ihre Aufgabe dabei: herauszufinden welche Rolle diese Personen im Leben des Auftraggebers gespielt haben. Um sich von der Sorge um ihrer Mutter abzulenken, nimmt Sloane den Auftrag an. Sie stellt fest, dass alle sechs Personen bereits verstorben sind und dass nicht an Altersschwäche. Sie ahnt gar nicht auf welch perfides Spiel sie sich eingelassen hat...

Anfangs habe ich den Psychothriller gesucht aber nicht wirklich gefunden. Es dreht sich alles um die sechs Personen, die eine wichtige Rolle im Leben des Auftraggebers gespielt haben. Sloane recherchiert jede Person ausgiebig. Die ein oder andere Szene kann dann schon mal etwas länger werden, aber es bleibt trotzdem interessant.

Ungefähr ab Seite 200 wird das Ganze dann etwas spannender und der Leser bekommt hier eine unerwartete Wendung, die die Handlung in eine ganz andere Richtung führt. Man wird als Leser quasi an der Nase herumgeführt.

Sloane war mir von Anfang an sympatisch und ich habe eine Verbindung zu ihr aufbauen können. Auch wenn mir vielleicht manche Handlungen von ihr nicht gefallen haben oder ich sie nicht ganz nachvollziehen konnte, habe ich dennoch mit ihr mitfühlen können.

Katzenbachs Schreibstil ist schön flüssig und lässt sich angenehm lesen. So waren auch die etwas in die Länge gezogenenen Szenen gut lesbar.

Mein Fazit:
Unerwartete Wendungen haben es doch noch zu einem guten Psychothriller gemacht, nur leider ist das Finale etwas zu kurz gekommen. Trotzdem ist es empfehlenswert zu lesen.