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Annabell

Bewertungen

Insgesamt 397 Bewertungen
Bewertung vom 30.06.2024
Die verkaufte Sängerin / Cristina Bd.1
Lorentz, Iny

Die verkaufte Sängerin / Cristina Bd.1


ausgezeichnet

Singendes Gauklermädchen
Thüringen um 1796: Das junge Gauklermädchen ist in ihrer Gaukler-Familie durch ihr blondes Haar eine Außenseiterin. Sie unterscheidet sich dadurch zu sehr von ihren aus Italien stammenden Verwandten. Oftmals wird sie auch für ein entführtes Kind gehalten. Christina hat es sehr schwer in ihrer Familie, ihr Vater ist unbekannt und ihre Mutter schon verstorben. Ihre Tante Alfonsina versucht jede Gelegenheit zu nutzen Christina loszuwerden. Da kommt ihr Christinas Talent, das Singen, zu Gute. Sie verkauft sie an den Herzog von Sachsen-Meiningen. Der Herzog möchte eine Sängerin an seinem Hof und Christina soll dort zu einer Sängerin ausgebildet werden. Trotz dass ihre Ausbildung mit militärischem Drill erfolgt, verliert sie nicht die Liebe zur Musik. Ihre Stimme stößt auf Bewunderung aber auch auf Neid. Die Dame Kordelia will ihre Tochter als Hofsängerin sehen und tut sich mit jemanden zusammen und schmieden einen böswilligen Plan Christina zu entführen.

"Die verkaufte Sängerin" ist der Auftakt in eine neue historische Trilogie von Iny Lorentz.

Das Autorenpaar überzeugt wie immer mit ihrem tollen, flüssigen Schreibstil. Mit den tollen Beschreibungen der Charaktere, aber auch der Handlungsorte kann man sich alles bildlich vorstellen und richtig in das Geschehen eintauchen.

Die handelnden Charaktere sind sehr facettenreich. Es gibt einen guten Misch aus sympathischen guten Protagonisten, aber auch Bösewichte und unsympathischen Protagonistin. Die junge Sängerin Christina kann einem wirklich Leid tun. Erst stößt sie auf Ablehnung in ihrer eigenen Familie und die Tante versucht sie loszuwerden und dann wird sie auch noch verkauft um Hofsängerin zu werden. Dort bekommt sie auch noch eine Ausbildung, die beim Miliär gleicht, wo sie kaum Zeit für sich selbst hat um mal durchzuatmen und einfach ihr junges Leben zu genießen.

Die Story um Christina herum ist sehr spannend und interessant. Man ist geneigt immer weiterzulesen, weil man wissen will wie es weitergeht wird. Die geschichtlichen Hintergründe zu der Zeit wurden sehr gut recherchiert und in die Handlung eingebunden.

Mein Fazit:
Der historische Roman ist auf jeden Fall sehr lesenswert. Facettenreiche Charaktere, eine tolle Kulisse und eine spannende Story um die junge Sängerin, mit der man mitfiebert. Ich bin schon sehr gespannt wie es mit Christina weitergeht. Ganz klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 30.06.2024
Vermisst - Der Fall Anna
Brand, Christine

Vermisst - Der Fall Anna


sehr gut

Malou Löwenberg ist Kommissarin beim Morddezernat in Bern. Als sie Dario über Tinder kennenlernt und seine Geschichte über seine vermisste Mutter seit seinem 5. Lebensjahr, ist sie davon fasziniert und möchte unbedingt herausfinden was geschehen ist. Seine Geschichte erinnert sie an ihre eigene, denn sie ist selbst ein Findelkind und weiß nichts von ihren Eltern. Malou beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei auf mehr Vermisstenfällen von Müttern, die am fünften Geburtstag ihres Kindes verschwanden. Alle Kinder ebenso wie Dario erhalten noch heute an jedem Geburtstag eine Geburtstagskarte.

"Vermisst - Der Fall Anna" ist der Auftakt in eine neue Reihe mit Kommissarin Malou Löwenberg. Trotz dass es der erste Band ist, hatte ich das Gefühl, dass mir ein Stück Vorkenntnisse fehlen, da diese Reihe mit bekannten Protagonisten aus der anderen Buchreihe um Mila Nova & Sandro Bandini spielt, was ich ein bisschen schade finde für Leser:innen, die diese Reihe noch nicht kennen.

Trotzdem konnte es mich von Anfang bis Ende fesseln. Immer neue und unerwartete Wendungen haben die Spannung hoch gehalten. Ein Teil der Handlung war mir trotzdem ein wenig zu offensichtlich, doch der andere Teil war bis zum Schluss rätselhaft. Man konnte hier auch sehr gut mit Malou miträtseln, was mit den vermissten Frauen passiert sein könnte.

Malou finde ich eine interessante Protagonisten mit ihrer eigenen faszinierenden Geschichte als Findelkind. Sie ist sehr ehrgeizig, doch einige Aktionen von ihr fand ich sehr leichtsinnig, unbedarft und eigensinnig. Trotzdem mochte ich sie irgendwie und bin neugierig geworden, was es mit ihrer persönlichen Geschichte auf sich hat.

Mein Fazit:
Die Story konnte mich von Anfang bis Ende fesseln, auch wenn ich es zum Teil etwas sehr offensichtlich fand. Mit Malou Löwenberg hat die Autorin eine sehr interessante Protagonistin geschaffen und ich möchte unbedingt weitere Teile von ihr lesen. Das Buch finde ich sehr lesenswert.

Bewertung vom 30.06.2024
Vergebens / Ermittlungen im Spreewald Bd.4
Dieckerhoff, Christiane

Vergebens / Ermittlungen im Spreewald Bd.4


sehr gut

Im Spreewald wird eine Leiche des Gerichtsvollziehers Willi Rollenhagen von einer Pilzsammlerin gefunden. Offenbar wurde er erschlagen und er schien rech viele Feinde gehabt zu haben. Doch wer hatte so einen Hass auf ihn, dass er ihn ermordet hat? War es einer der überschuldeten Menschen oder doch seine Ehefrau, da er ein Verhältnis mit einer Jüngeren hatte? Die Kommissarin Klaudia Wagner und ihr Team übernehmen die Ermittlungen und decken dabei Geheimnisse auf, durch die selbst in Lebensgefahr geraten.

"Vergebens" ist bereits der achte Fall für die Kommissarin Klaudia Wagner. Der Fall ist in sich selbst abgeschlossen, jedoch empfiehlt es sich auch die Vorgänger zu kennen, da auf dem persönlichen Umfeld der Kommissarin von Band zu Band aufgebaut wird.

Dieser Krimi ist sehr ruhig. Der Spannungsaufbau ist gemächlich, bekommt aber kurzzeitig viel Tempo um danach wieder gemächlich weiterzugehen. Erzählt wird die Handlung in zwei Strängen, zum einem der Hauptstrang um den Tod von Willi Rollenhagen und dann der Nebenstrang um Klaudias persönlichem Umfeld und ihrer möglichen Beförderung. Beide sind spannend und interessant zu lesen. Durch einige überraschende Wendungen kam die Auflösung zwar ein wenig plötzlich, aber dennoch wurde es schlüssig aufgelöst. Es eignet sich über die ganze Handlung hinweg auch gut zum Miträtseln.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und alles wird recht gut beschrieben mit viel Lokalkolorit, sodass man sich sehr gut in die Idylle des Spreewalds hineindenken kann. Dadurch entsteht eine sehr authentische Hintergrundkulisse.

Die Charaktere wurden sehr lebendig dargestellt. Da sehr viele Charaktere in der Handlung vorkamen, bin ich manchmal etwas mit den Namen durcheinander geraten. Die Hauptprotagonistin Klaudia ist mir bereits aus den Vorgängern bekannt und mir sehr sympathisch auch ihre persönliche Geschichte und Entwicklung gefällt mir.

Mein Fazit:
Ein ruhiger Spreewald-Krimi mit viel Lokalkolorit, lebendigen Charakteren und einer authentischen Hintergrundkulisse. Ein schöner Krimi mit einer kurzweiligen Spannung für zwischendurch. Ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es mit Klaudia & co. weitergehen wird.

Bewertung vom 30.06.2024
Verheißung - Der Grenzenlose / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.6
Adler-Olsen, Jussi

Verheißung - Der Grenzenlose / Carl Mørck. Sonderdezernat Q Bd.6


sehr gut

Vor siebzehn Jahren hing eine junge Frau kopfüber tot im Baum und niemand konnte herausfinden was damals geschah. Polizeikommissar Christian Habersaat hat versucht diesen Tod aufzuklären, doch war bislang nicht erfolgreich. Deswegen bittet er nun das Sonderdezernat Q um Hilfe. Nur kurze Zeit später kommt er auf tragische Art und Weise ums Leben. Auf Drängen von Rose übernehmen Carl Mørck und Assad den Fall. Ihre Recherchen bringen das Team auf die Insel Öland und zu einem Fall, der sie alle in Gefahr bringt.

"Verheißung" ist der sechste Band des Sonderdezernats Q. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen. Jedoch empfiehlt es sich die vorherigen Bände zu kennen, da sich die persönlichen Geschichten der Ermittler hier weiterentwickeln.

Nach wie vor finde ich sie sympathisch und sie werden von Band zu Band toll weiterentwickelt. Kommissar Carl Mørck ist einfach ein schrulliger Ermittler und sehr eigensinnig. Er hat seine eigenen Methoden, was die Ermittlungsarbeit angeht. Was er sich in den Kopf gesetzt hat, das setzt er auch durch. Man kann das ganze Team einfach nur gern haben und ich finde es spannend sie bei ihrer Ermittlungsarbeit zu begleiten. Durch die schrulligen Sprüche des Ermittlertrios wird die Handlung sehr schön aufgelockert und man muss beim Lesen immer mal wieder schmunzeln, auch wenn sie dieses Mal im Gegensatz zu den letzten Bänden nicht ganz so ausgeprägt waren. In diesem Band erfährt man schon ein Stück mehr um die persönliche Geschichte von Assad und Rose.

Die Handlung wird wieder in wechselnden Perspektiven erzählt. Dieses Mal hatte die Handlung allerdings ein paar Längen drin, wodurch es sich etwas gezogen hat. Die Spannung baute sich hier nur langsam auf. Zum Schluss wurde es aber nochmal richtig spannend.

Mein Fazit:
Trotz ein paar Längen und nur einem langsamen Spannungsaufbau war dieser Fall wieder sehr spannend. Spannend war dieses Mal mehr das persönliche Umfeld der Charaktere. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.

Bewertung vom 09.06.2024
Das letzte Bild / Cold Case Bd.4
Frennstedt, Tina

Das letzte Bild / Cold Case Bd.4


gut

Von einigen jungen Frauen, die seit ein paar Jahren als vermisst gelten, tauchen nun auf der Plattform "murderpix" Fotos von ihnen auf. Auf einem ist Jenny Ramsvik am Tag ihres Verschwindens zu sehen. Jenny gehört zu einem der ungelösten Fälle von Kommissarin Tess Hjalmarsson. Sie möchte den Angehörigen schon seit Jahren gerne sagen, was mit Jenny passiert ist, dass diese ihre Trauer bewältigen können. Kurze Zeit später tauchen weitere Fotos von verschwundenen Frauen auf. Alle wurden offenbar im selben Fahrzeug fotografiert. Dank der neusten Technik können Tess und der dänische Profiler Carsten Morris auf eine neue Spur kommen, die zum Mörder führt. Sie müssen aber schnell sein, denn dieser hat schon sein nächstes Opfer im Visier.

"Cold Case - Das letzte Bild" ist der vierte Teil mit der Kommissarin Tess Hjalmarsson. Auch wenn der eigentliche Fall in sich abgeschlossen ist, empfiehlt es sich die Vorgängerbände zu kennen. Es wird hier viel von Tess privater Geschichte erzählt, die auf den Vorgängern aufbaut. Trotz dass ich die Vorgänger bereits kennen, fiel es mir schwer wieder in die private Geschichte von Tess hineinzufinden. Ich habe mich hier so reingeworfen gefühlt. Da hätte ich es mir gewünscht, wenn nochmal aus den Vorgängern aufgegriffen worden wäre, warum Tess suspendiert worden ist.

Allgemein bin ich recht schwer in die Handlung gekommen. Der Schreibstil war zwar flüssig zu lesen, aber wir fehlte irgendwie so der letzte Kick, dass er mich fesseln konnte. Ich musste immer aufpassen, dass meine Gedanken nicht zu sehr abschweifen.

Von der Handlung her war es gut aufgebaut. Es wurden immer wieder versucht falsche Fährten zu legen. Ein geübter Krimileser kann aber ziemlich schnell dahinter kommen. Einiges in der Handlung erschien mir auch als unlogisch oder zu sehr übertrieben. Um es näher zu erklären, müsste ich jetzt spoilern. Das letzte Viertel fand ich sehr spannend und da habe ich mich dann auch endlich etwas ins Buch finden können. Die Auflösung kam dann sehr unerwartet mit der Lösung als Täter. Jedoch fand ich auch die etwas an den Haaren herbeigezogen.

Mein Fazit:
Es konnte mich leider nicht so mitreißen wie gewünscht. Die Handlung hatte noch Luft nach oben. Ob ich die Folgebände lesen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen.

Bewertung vom 02.06.2024
Extinction. Wenn das Böse erwacht
Preston, Douglas

Extinction. Wenn das Böse erwacht


ausgezeichnet

Das gigantische Ferienresort "Erebus" liegt tief in den Rocky Mountains. Hier können die Feriengäste zum Leben erweckte Wollhaarmamuts und andere Wesen aus der Steinzeit erleben. Das junge Ehepaar, der Milliardärssohn Mark und seine Frau Olivia, will hier seine Flitterwochen verbringen. Doch sie werden dort nachts entführt und später ermordet aufgefunden. FBI-Agentin Frances Cash und Sheriff James Colcord sollen den Fall schnellstmöglich aufklären. Zunächst gerät eine Öko-Truppe in Verdacht. Jedoch häufen sich dann die Morde im Ferienresort und der Park muss evakuiert werden. Sie werden in dieser prähistorischen Park mit etwas Bösem konfrontiert.

Mit dem Verschwinden des jungen Ehepaars fing die Story gleich sehr spannend an. Die Spannung wurde auch bis zur Auflösung hoch gehalten. Man stellte sich immer wieder die Frage wer es getan haben könnte. Unerwartete Wendungen und die Cliffhänger sowie die wechselnden Perspektiven haben dafür gesorgt, dass man immer weiterlesen wollte um zu erfahren wie es zu den Morden kam und wer dahinter steckt. Der Schreibstil war fesselnd und mitreißend. Am Ende strotzte der Showdown nur so vor Spannung und Nervenkitzel. Man hat regelrecht mitgefiebert.

Der Plot ist sehr ungewöhnlich und außergewöhnlich in dem hier die Steinzeitlebewesen per De-Extinction wieder zum Leben erweckt worden sind. Es war auch wissenschaftlich sehr interessant wie so etwas gemacht wird. Ich fand es auch erschreckend nah an der Realität. Wer weiß wann die Forschung soweit ist, dass wirklich diese Lebewesen wieder lebendig gemacht werden können. Der Autor hat es aber auch sehr gut und detailliert beschrieben, sodass es auch ein Laie versteht. Trotz teilweiser ausführlicher Beschreibungen riss die Spannung aber nicht ab. Teilweise sind die detaillierten Beschreibungen nichts für schwache Nerven (blutig / eklig).

Manchmal bin ich während der Handlung ein wenig mit den Personen durcheinander gekommen, weil es so viele waren. Die Hauptprotagonistin Frances Cash fand ich sehr sympatisch, aber noch ein wenig blass. Da fehlte mir etwas um mich komplett in sie hineinversetzen zu können. Das Abschlusskapitel fand ich nach der ganzen Spannung etwas langgezogen.

Mein Fazit:
Ein außergewöhnlicher Wissenschaftsthriller - hochspannend und äußerst interessant. Normal lese ich so gut wie nie das Nachwort eines Autors, aber hier gab es nochmal viele interessante Infos und selbst das fand ich nochmal spannend zu lesen. Das Buch muss man auf jeden Fall lesen.

Bewertung vom 26.05.2024
Absturz
Newman, T. J.

Absturz


ausgezeichnet

Die Horrorvorstellung jeder Flugzeugcrew tritt ein. Nur wenige Minuten nach dem Start fängt ein Triebwerk von Flug 1421 an zu brennen und die Maschine muss notwassern. Die Überlebenden glauben an ein Wunder, doch dann sinkt die Maschine auf den Ozeangrund. Zwölf Passagiere sind nun eingeschlossen und für sie gibt es kein Entkommen. Die Zeit läuft gegen sie. Nur für wenige Stunden haben sie dort unten noch Luft zum Atmen. Trotz minimaler Chancen auf Rettung wird ein Großeinsatz unter Wasser geplant.

Vorneweg, das Buch sollte niemand lesen, der sowieso schon Hemmungen hat in ein Flugzeug zu steigen. Hier wird ein echtes Horrorszenario beschrieben.
Die Handlung startet sofort mit Nervenkitzel und Spannung bei dem Flugzeugabsturz und hält diesen auch bis zum Schluss. Durch Cliffhänger an den Kapitelenden und die sowieso kurzen Kapitel wird man dazu verleitet immer weiter zu lesen. Also es ist ein richtiger Pageturner. Erzählt wurde die Handlung in wechselnden Perspektiven zwischen den Hauptprotagonisten.

Mich hat die Story gefesselt und ich habe mit den Hauptprotagonisten mitgefiebert und hatte auch richtig Adrenalin bekommen beim Lesen. Die Autorin hat es geschafft mit ihrem Schreibstil den Leser richtig mitzureißen. Man hatte beim Lesen selbst das Gefühl, dass man als Passagier im Flugzeug unter Wasser eingeschlossen ist. Durch die schnelle Abfolge der Geschehnissen und dem Zeitdruck war die Handlung auch sehr temporeich. Einige Beschreibungen waren auch sehr blutrünstig und nicht so für schwache Nerven.

Mein Fazit:
Dieser Thriller bringt alles mit, was ein Thriller haben sollte. Nervenkitzel, Adrenalin, temporeich, Hochspannung und Gänsehautfeeling. Mein absolutes Highlight diesen Monat. Daher eine ganz klare Leseempfehlung aber nur für diejenigen ohne Flugangst.

Bewertung vom 20.05.2024
Der Sturm - Verachtet / Engelhardt & Krieger ermitteln Bd.5 (eBook, ePUB)
Sander, Karen

Der Sturm - Verachtet / Engelhardt & Krieger ermitteln Bd.5 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Der Fall auf dem Darß geht weiter. Vor ungefähr einer Woche wurden bei einer Sturmflut zwei Sklette freigelegt. Die beiden Toten konnten noch nicht identifiziert werden und auch die CD, die bei den Toten gelegen hatte, konnte noch nicht weiterhelfen. Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger und das Team sind weiterhin dran den Fall zu lösen. Durch einen Ring lässt sich die Identität der Frau ermitteln. Angeblich soll sie vor Jahren in die USA ausgewandert sein. Hat der Ehemann vielleicht etwas mit dem Tod zu tun? Die Ermittler wollen ihn mit diesem Verdacht konfrontieren, doch dann verschwindet auch dieser spurlos. Mascha gelingt es endlich die CD zu entschlüsseln und der Fall erscheint dann nochmal in einem ganz anderen Licht.

"Der Sturm: Verachtet" ist der 5. Teil aus der Reihe mit KHK Tom Engelhardt und der Kryptologin Mascha Krieger und der 2. Teil der "Sturm-Trilogie". Dadurch sollte man den Vorgängerband kennen, denn der Fall um die zwei Skelette baut auf den Vorgänger auf und wird auch noch nicht abgeschlossen. Zudem ist es sowieso empfehlenswert alle Vorgänger zu kennen, da auch die persönliche Geschichte der beiden Ermittler von mal zu mal weitererzählt.

Die Handlung fängt mitten im Geschehen an und trotz dass eine gewisse Zeitspanne zwischen den beiden Bänden lag, war ich sofort wieder drin und wieder gefesselt von den Ermittlungen. Die Spannung ist zwar eher ruhig. Doch hier ist eher die Ermittlungsarbeit ausschlaggebend. Viele ungeklärte Fragen werden gelöst, doch immer wieder tauchen neue Fragen und Geheimnisse auf, die bis zum Schluss auch noch nicht geklärt werden könnnen.

Der fesselnde Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen zudem dafür, dass man quasi nur so durch die Seiten fliegt und das Buch nicht aus der Hand legen kann. Durch die wechselnden Perspektiven will man auch immer wissen wie es weitergeht und liest automatisch Kapitel für Kapitel.

Die beiden Hauptprotagonisten Tom & Mascha sind mir bereits aus den Vorgängern bekannt und beide habe ich ins Herz geschlossen. Ich mag ihre persönliche Geschichte und finde es schön wie diese von Teil zu Teil auch immer weiterentwickelt wird.

Mein Fazit:
Ruhige Spannung aber trotzdem sehr fesselnd durch die spannende Ermittlungsarbeit. Die noch vielen ungeklärten Fragen und Geheimnisse lassen die Vorfreude auf den Folgeband steigen. Ganz klare Leseempfelung (aber nur wenn man die Vorgänger auch bereits kennt).

Bewertung vom 19.05.2024
Krähentage
Cors, Benjamin

Krähentage


sehr gut

Krähenmorde
Das neue Ermittlerduo Jakob Krogh und Mila Weiss stehen schon an ihrem ersten Arbeitstag vor einem Rätsel. Sie stoßen auf die Leiche einer älteren Frau, nach ihrem Tod noch lebendig gesehen worden ist. Wie kann das sein? Kurz darauf wird ein junger Student tot in seiner Wohnung gefunden. Auch er war offenbar nach seinem Tod noch an der Uni. An allen Tatorten werden Krähen gefunden, die total ausgehungert sind und eine unheilvolle Botschaft haben. Das neue Team "Gruppe 4" jagen praktisch einen Geist, der jeder sein könnte um die Mordserie zu beenden.

"Krähentage" ist der Auftakt in eine neue Serie mit dem Ermittlerduo Jakob Krogh und Mila Weiss sowie ihrem Team "Gruppe 4".

Die neue "Gruppe 4" ist bunt zusammengewürfelt aus Ermittlern, die Tag & Nacht versuchen soll Serienkiller zu jagen. Die beiden Hauptprotagonisten Jakob und Mila wurden interessant dargestellt. Beide scheinen eine geheimnisvolle Vergangenheit zu haben, über die noch nicht ganz so viel erzählt wird. Mila ist mir durch ihre forsche, stachelige Art, wie sie mit anderen umgeht, noch unsympathisch. Zudem sie hier auch noch recht blass geblieben ist im Gegensatz zu Jakob.

Nichtsdestotrotz konnte mich die Handlung von Anfang bis Ende fesseln. Die Handlung wurde aus verschiedenen Perspektiven im Wechsel erzählt. Es gibt hier auch eine Sicht des Täters, wodurch dieser dem Leser schon früh bekannt ist. Dennoch hält sich dadurch die Spannung dadurch, weil man sich hier die Frage nach dem "Warum tut er das?" stellt. Außerdem bleibt es spannend zu verfolgen, wie das Ermittlerteam versucht ihm auf die Spur zu kommen.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und fesselnd. Durch sehr bildhafte und detaillierte Beschreibungen ist es an der ein oder anderen Stelle nichts für schwache Nerven (es wird manchmal eklig). Bei der Täter-Perspektive bekommt man immer Gänsehautfeeling. Durch unerwartete Wendungen und einige Überraschungen sowie Cliffhängern wird die Spannung bis zum Schluss immer hochgehalten.

Mein Fazit:
Endlich mal wieder einen gutes Buch, genau nach meinem Geschmack. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Mir war Mila zwar noch etwas unsympathisch und blass, aber ich hoffe das gibt sich in den nachfolgenden Bänden. Klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 18.05.2024
Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück
Kvensler, Ulf

Der Ausflug - Nur einer kehrt zurück


gut

In der Wildnis
Jedes Jahr im Sommer fahren Anna, ihr Verlobter Henrik und ihre beste Freundin Milena in den Norden Schwedens zum Wandern. Dieses Jahr ist Milenas neuer Freund Jakob mit dabei. Sein Vorschlag ist von der üblichen Route abzuweichen und stattdessen im wilden, einsamen Nationalpark zu wandern. Er stiftet die Gruppe immer wieder zu weiteren gefährlichen Herausforderungen an und schon bald wird klar, dass es alles andere ist als ein gemütlicher Ausflug unter Freunden. Die Dynamik unter ihnen verändert sich drastisch, die Nerven liegen blank und lange verdeckte Geheimnisse kommen ans Licht. Es entwickelt sich zu einem Kampf um Leben und Tod.

Ich war etwas enttäuscht von der Handlung. Die Idee war nicht schlecht, nur die Umsetzung hat mir nicht so ganz gefallen. Die Handlung plätscherte so ein bisschen vor sich hin und es brauchte anfangs sehr lange bis es endlich in Gang gekommen ist und die Wandertour endlich losgegangen ist.

Der Schreibstil war flüssig zu lesen und die Wanderroute war landschaftlich sehr ausführlich beschrieben, dass man es sich gut bildlich vorstellen konnte. Ich fand es teilweise nur zu ausführlich beschrieben und es hat dadurch etwas die Spannung weggenommen.

Erzählt wird hier als ICH-Erzähler aus Sicht von Anna. Unterbrochen wird es immer mal durch Rückblenden und Vernehmungsprotokollen aus dem Krankenhaus. Sympathisch war mir die Hauptprotagonisten Anna leider nicht. Gefühlt hat sie alles gestört. Aber auch die anderen Protagonisten waren mir nicht wirklich sympathisch, dass ich eine Verbindung hätte aufbauen können.

Mein Fazit:
Ist leider kein Must-read. Die Idee der Handlung fand ich toll, nur leider plätscherte es alles so ein wenig vor sich hin, dass mir die Umsetzung der Idee nicht wirklich gefallen hat.