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Katharina Peters
Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin und lebt heute als freie Autorin am Rande von Berlin.
Kundenbewertungen
Sarah Pirohl, Verbindungsbeamtin des BKA in Dänemark, überlegt wie es beruflich mit ihr weiter gehen soll. Nachdem sie sich mit ihren Alleingängen als wenig teamfähig erwiesen hat, ist das Verhältnis zu ihren Kollegen auf Bornholm angespannt. Als die Flensburgerin Monica Seffgen auf dem Weg zum Strand ermordet auf...
Sarah Pirohl, Verbindungsbeamtin des BKA in Dänemark, überlegt wie es beruflich mit ihr weiter gehen soll. Nachdem sie sich mit ihren Alleingängen als wenig teamfähig erwiesen hat, ist das Verhältnis zu ihren Kollegen auf Bornholm angespannt. Als die Flensburgerin Monica Seffgen auf dem Weg zum Strand ermordet aufgefunden wird, fällt der fall in Sarahs Zuständigkeit. Monica war Altenpflegerin und hat vermögende Patienten exclusiv betreut. Die Luxusreisen, Schmuck und viel Bargeld kann sie alleine mit ihrem Beruf nicht verdient haben.
Das Cover und der Titel passen zu diesem neuen Fall um Sarah Pirol. Die Protagonisten sind bekannt. Es tauchen nach und nach bekannte und geheimnisvolle Personen aus vorherigen Büchern wieder auf. Die Handlung greift ein brisantes Thema auf und die Spannung steigt ständig.
1 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Im Kreidemuseum in Gummanz wird die Leiche der ehemaligen Polizistin Julia Schorrer entdeckt. Bizarr zur Schau gestellt und grausam mit dem Kopf in die Kreide gestaucht. Vor zwölf Jahren war sie in einem Fall von Korruption mit der OK in Verbindung gebracht worden und seitdem untergetaucht. Zwei ihrer Kollegen wurden ...
Im Kreidemuseum in Gummanz wird die Leiche der ehemaligen Polizistin Julia Schorrer entdeckt. Bizarr zur Schau gestellt und grausam mit dem Kopf in die Kreide gestaucht. Vor zwölf Jahren war sie in einem Fall von Korruption mit der OK in Verbindung gebracht worden und seitdem untergetaucht. Zwei ihrer Kollegen wurden wurden ertrunken in der Ostsee gefunden und einer ist ebenfalls noch auf der Flucht. Hauptkommissarin Romy Beccare ermittelt auf Rügen und hat Schwierigkeiten sich mit ihrem neuen recht eigenbrötlerischen Kollegen Reymann anzufreunden, Ihr Mann leitet den fall von Stralsund aus und gerät ins Visier der internen Ermittler. Er hatte mit Julia Schorrer vor dem Bekanntwerden der Anschuldigungen ein Verhältnis mit ihr. Nun tauchen Fotos auf, die Julia und ihn in jüngster Vergangenheit zeigen. Wem kann Romy trauen?
Das Cover zeigt die typischen Kreidefelsen auf Rügen und gefällt mir zusammen mit dem Titel sehr gut. Die Protagonisten sind bekannt. Die Handlungsorte werden sehr schön beschrieben und ich fühle mich gleich wieder heimisch. Die Handlung ist spannend und nimmt immer neue Wendungen. Jedes kleine Detail ist gut durchdacht und passt in das Puzzle um diesen Fall.
Im Kreidemuseum wird eine Leiche gefunden, in Kreide erstickt. Die Frau, Julia Schurrer, ist für die Polizei keine Unbekannte. Sie war selbst Polizistin bis sie unter Korruptionsverdacht geriet und vor ihrer Festnahme verschwand. Einer der Ermittler damals war Jan Riechter. Aber das Ganze liegt 12 Jahre zurück und wo...
Im Kreidemuseum wird eine Leiche gefunden, in Kreide erstickt. Die Frau, Julia Schurrer, ist für die Polizei keine Unbekannte. Sie war selbst Polizistin bis sie unter Korruptionsverdacht geriet und vor ihrer Festnahme verschwand. Einer der Ermittler damals war Jan Riechter. Aber das Ganze liegt 12 Jahre zurück und wo war Julia Schurrer die ganzen Jahre über? Jan und Romy Beccare nehmen die Ermittlungen auf ….
Ich fand es wieder super spannend diese beiden mir so sympathischen Ermittler zu erleben. Vor allem ist diese Ermittlung ein sehr persönlicher Fall für Jan. Denn damals kurz vor den Ermittlungen gegen insgesamt 4 Polizisten, darunter auch Julia Schurrer, war Jan ihr Julia zusammen. Die vier standen unter dem Verdacht geheime polizeiliche Informationen an Mitglieder der OK weitergegeben zu haben sollen. Und plötzlich tauchen jetzt auch noch Fotos auf die belegen, dass Julia und Jan sich erst vor Kurzem getroffen haben. Wer will ihn hier mit Fake-Material diskreditieren? Nicht alle glauben Jans Beteuerungen, dass es sich um bearbeitete Bilder handeln muss. Und selbst bei Romy kommen Zweifel auf, besonders als Jan wegen der persönlichen Kontakte zur Toten beurlaubt wird und Jan beginnt allein zu ermitteln. Ihre Beziehung wird dabei auf eine harte Probe gestellt.
In meinen Augen hat Katharina Peters hier wieder ein super spannenden Ostseekrimi, der den Leser in seinen Bann zieht, geschrieben. Die Aufklärung beinhaltet so viele unvorhersehbare Wendungen, dass die Spannung an keiner Stelle nachgelassen hat. Was diese Autorin besonders auszeichnet, ist die lebendige Darstellung der unterschiedlichen Charaktere wie auch der zwischenmenschlichen Konflikte. Den neuen Kollegen, Gregor Reymann, dem ein zweifelhafter Ruf vorauseilt und der von Dienststelle zu Dienststelle weitergereicht wird, fand erfrischend. Ich denke, mit ihm, dass er im Team bleibt setze ich mal voraus, werden Romys Team und wir Leser noch einige Überraschungen erleben können.
Von mir gibt’s eine 100% Leseempfehlung und 5 wohlverdiente Lese-Sterne.
Mörderisches Lübeck! Die Autorin für Spannungsliteratur Katharina Peters hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag atb den Regionalkrimi „Todesflut“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut zur Geschichte, in die Reihe und in das Genre. Es handelt sich um den 10. Band der Reihe mit der Ermittlerin Emma Klar...
Mörderisches Lübeck! Die Autorin für Spannungsliteratur Katharina Peters hat im Oktober 2025 gemeinsam mit dem Verlag atb den Regionalkrimi „Todesflut“ herausgebracht. Titel und Cover passen gut zur Geschichte, in die Reihe und in das Genre. Es handelt sich um den 10. Band der Reihe mit der Ermittlerin Emma Klar. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Von Katharina Peters habe ich schon einige Kriminalromane gelesen. Die Reihe mit Emma Klar ist neu für mich. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen. Die Autorin hat an den richtigen Stellen ein wenig aus Emmas Vergangenheit erzählt, so hatte ich immer den Eindruck, gut informiert zu sein.
In Lübeck bricht Karina Pohl aus der Strafvollzugsanstalt aus. Sie wurde verurteilt, ihren Ex-Freund Stefan Mahler umgebracht zu haben. Es gab kein erkennbares Motiv und somit drängt sich der Gedanke auf, Karina war es vielleicht gar nicht. Emma wird als Privatdetektivin gebeten, Karina zu suchen. Sie stößt bei ihren Ermittlungen auf einen alten Fall. Eine Freundin von Karina wurde in einem Wald bei Lübeck ermordet aufgefunden. Der Fall wurde nie aufgeklärt. Emma kommt das komisch vor und sie fragt sich, ob beide Morde vielleicht miteinander zusammenhängen.
Es hat nur ein paar Sätze gedauert, da bin ich tief in die Geschichte versunken. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi unglaublich spannend. Die Autorin schafft es spielend leicht, mich in ihren Seiten zu halten. Sie sorgt mit stets neuen Hinweisen für Stoff zum Nachdenken. Mit unerwarteten Wendungen an den richtigen Stellen lässt sie mich alle bisherigen Gedanken verwerfen und neu denken. Am Ende überrascht sie mich mit einem richtig guten Plot, der das i-Tüpfelchen für die ca. 395 Seiten Geschichte ist.
Alles in allem hat Katharina Peters mit „Todesflut“ einen Regionalkrimi aus Lübeck auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Ein spannender Fall, meisterhaft erzählt, lädt seinen Leser zum Mitdenken ein und sorgt für beste Krimiunterhaltung. Von mir bekommt die Autorin 5 verdiente Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
11.12.2024
Ein außergewöhnlicher Fall
Sarah Pirohl, die als Verbindungsbeamtin des BKA auf Bornholm arbeitet, denkt über einen Wechsel nach. Vielleicht sollte sie doch wieder nach Berlin zurückkehren, da ihr ein Angebot für einen Wechsel in die LKA-Sonderkommission vorliegt. Doch sie hat nicht lange Zeit, darüber nachzud...
Ein außergewöhnlicher Fall
Sarah Pirohl, die als Verbindungsbeamtin des BKA auf Bornholm arbeitet, denkt über einen Wechsel nach. Vielleicht sollte sie doch wieder nach Berlin zurückkehren, da ihr ein Angebot für einen Wechsel in die LKA-Sonderkommission vorliegt. Doch sie hat nicht lange Zeit, darüber nachzudenken, denn ein aktueller Mordfall auf Bornholm fordert ihre volle Aufmerksamkeit.
Das Opfer ist eine deutsche Touristin: Monika Seffgen, eine wohlhabende Frau aus Flensburg, die überfallen und ermordet wurde. Sie lebte zurückgezogen und hatte auf der Insel keine engen Bekanntschaften. Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass sie für einen Senioren-Service tätig war, dessen Dienste sich nur sehr wohlhabende Senioren leisten konnten. Ihr letzter größerer Auftrag war die Betreuung eines pensionierten Marineoffiziers, und es wird deutlich, dass die Tote auffallend an Informationen aus dessen Kreisen interessiert war. Ein ähnliches Muster zeigt sich auch bei weiteren Klienten, die sie betreut hatte. Könnte das ein mögliches Mordmotiv sein?
Bei Katharina Peters bin ich mir immer sicher, dass sich ein Krimi nie so entwickelt, wie man es zu Beginn denkt. Sie versteht es meisterhaft, mich beim Lesen aufs Glatteis zu führen. Ich lese ihre Kriminalreihen sehr gerne, in denen stets verschiedene Ermittler die Hauptrolle spielen. Auch Sarah Pirohl kenne ich aus vorherigen Büchern und freue mich, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickelt. Ihr persönliches Umfeld wird dabei nie vernachlässigt. In diesem Fall ist es Krolle, der zwar eine zwielichtige Rolle spielt, mir aber aufgrund seiner Eigenheiten trotzdem sympathisch ist. Er unterstützt Sarah aus dem Untergrund – oft weiß sie nicht einmal direkt, dass er es tut.
Für mich war dieser Krimi wieder absolut spannend und unterhaltsam. Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
Trügt der Schein?
Dies ist bereits der 14. Band aus der Rügen-Reihe mit Hauptkommissarin Romy Beccare. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, konnte ich ihn auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Im Kreidemuseum wird die Leiche der vor 12 Jahren untergetauchten Julia Schorrer gefunden. Die ehemalige Polizistin ...
Trügt der Schein?
Dies ist bereits der 14. Band aus der Rügen-Reihe mit Hauptkommissarin Romy Beccare. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, konnte ich ihn auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Im Kreidemuseum wird die Leiche der vor 12 Jahren untergetauchten Julia Schorrer gefunden. Die ehemalige Polizistin hatte sich mit der organisierten Kriminalität eingelassen, war aber aufgeflogen. Romys Vorgesetzter und gleichzeitig ihr Ehemann Jan Riechter übernimmt die Ermittlungen, nicht ahnend, dass ihm der Fall bald um die Ohren fliegen wird.
Jan und Romy waren mir auf Anhieb sympathisch. Mir gefiel mit welcher Akribie sich Romy trotz vermehrter Hiobsbotschaften in die Ermittlungen stürzt und noch jedem kleinsten Hinweis nachgeht. Erstaunlicherweise wird sie dabei von dem neuen Kollegen Gregor Reymann unterstützt, denn Romy würde den Neuen am liebsten in die Wüste schicken. Reymann macht es seinem Umfeld aber auch schwer, ihn zu mögen. Er ist scharfzüngig und haut seinen Mitmenschen gerne Sprüche um die Ohren. Als Ermittler macht er in diesem Fall aber eine gute Figur und ein weiterer Pluspunkt: er ist loyal.
Die Autorin schreibt fesselnd und weiß ihre Leserschaft auch durch unerwartete Wendungen bei der Stange zu halten. Das Thema Deepfakes, was hier zugrunde liegt, ist ja topaktuell und machte für mich diesen Krimi noch interessanter. Schön fand ich zudem wie die Landschaftsbeschreibungen von Rügen in den Fall eingeflossen sind. Da ich schon auf Rügen war, formten sich Bilder vor meinem inneren Auge.
Für mich war es nicht nur die erste Begegnung mit Romy Beccare, sondern auch mein erster Krimi von Katharina Peters. Ich denke, ich habe für mich eine neue Autorin gefunden.
Wenn nichts ist wie es scheint
Im Kreidemuseum in Gummanz auf der Insel Rügen wird angekettet an die Buddelkiste für die jüngsten Besucher eine Frau gefunden. Julia Schorrer ist mit dem Kopf in der Kreide daran erstickt. Vor 12 Jahren war sie noch Polizistin; dann hat sie die Seiten gewechselt und war seitdem au...
Wenn nichts ist wie es scheint
Im Kreidemuseum in Gummanz auf der Insel Rügen wird angekettet an die Buddelkiste für die jüngsten Besucher eine Frau gefunden. Julia Schorrer ist mit dem Kopf in der Kreide daran erstickt. Vor 12 Jahren war sie noch Polizistin; dann hat sie die Seiten gewechselt und war seitdem auf der Flucht.
Der Chef des Stralsunder Kriminalkommissariats Jan Riechter, der vor dem Untertauchen von Julia Schorrer eine kurze Affäre mit ihr hatte, übernimmt offiziell die Ermittlungen. Seine Frau Hauptkommissarin Romy Beccare ermittelt mit ihrem Team bis Fotos aus neuerer Zeit von Julia und Jan und DNA Material von Jan auftauchen. Da ist er erst mal gezwungen Abstand von dem Fall zu nehmen. Romy glaubt fest an die Unschuld ihres Mannes. Doch wer hat ein Interesse ihm dermaßen böse mitzuspielen? Wer will ihn hier mit einer solchen Intrige vorführen? Das zerrt ganz schön an Romys Nerven.
Das Team um Romy Beccare kenne ich schon aus anderen Fällen, die ich mit ihr zusammen gelöst habe. Neu ist hier der Kollege HK Gregor Reymann, ein scharfzüngiger, maulfauler, meist schlecht gelaunter Zyniker, der ihrem Team zugeordnet wurde. Ich konnte Romy sehr gut verstehen, dass sie manches mal nahe dran war, ihm an den Hals zu gehen. Aber seine Wandlung, die er während der Ermittlungen durch macht, hat mir gut gefallen.
Ich war bisher nur einmal auf der Insel Rügen und die Beschreibungen der Landschaft, der Orte und auch der Menschen haben in mir den Wunsch geweckt, dort mal wieder hin zu reisen. Katharina Peters gelingt es mühelos, mir die Schönheit der Insel nahe zu bringen und diese Beschreibungen locker im Fall einzufügen.
Die angespannte Atmosphäre im Team und auch zwischen Romy und Jan ist so aufgeladen. Aber jeder weiß was er zu tun hat und so vervollständigt sich das Puzzle ganz langsam zu einem großen Ganzen. Und obwohl ich dem Täter hier und da schon begegnet bin, hätte ich mit dieser Auflösung nicht gerechnet.
Packend, spannend, fesselnd, mit unerwarteten Wendungen und einem hohen Unterhaltungswert. Mich hat Katharina Peters auch diesmal absolut in ihren Bann gezogen.
Wieder sehr spannend
Der Fund einer Leiche im Kreidemuseum in Gummanz auf Rügen sorgt für Entsetzen und Verwirrung bei den ermittelnden Polizisten. Bei der Toten handelt es sich um Julia Schorrer, eine ehemalige Kollegin, die zusammen mit drei weiteren Mitarbeitern nach Korruptionsverdacht untertauchte. Seitdem wa...
Wieder sehr spannend
Der Fund einer Leiche im Kreidemuseum in Gummanz auf Rügen sorgt für Entsetzen und Verwirrung bei den ermittelnden Polizisten. Bei der Toten handelt es sich um Julia Schorrer, eine ehemalige Kollegin, die zusammen mit drei weiteren Mitarbeitern nach Korruptionsverdacht untertauchte. Seitdem waren sie verschwunden, und zwei der Kollegen wurden später ermordet aufgefunden.
Dieser Fall ist besonders außergewöhnlich, da es sich um eine abtrünnige Kollegin handelt. Zudem stellt sich heraus, dass Jan Riechter, der Ehemann von Romy Beccare, damals kurzfristig ein Verhältnis mit Julia hatte. Doch die Situation eskaliert weiter, als eindeutige Beweise auftauchen, die belegen, dass die beiden immer wieder Kontakt hatten – und das erst vor kurzem.
Der Fall entwickelt sich von Anfang an dramatisch, und so liest sich der Krimi auch: flüssig und fesselnd, da ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Besonders interessant ist die Entwicklung der Protagonisten. Das bekannte Team um Romy Beccare, dass man bereits aus den vorherigen Fällen kennt, ermittelt erneut. Neu im Team ist Gregor Reymann, der den pensionierten Kaspar Schneider ersetzt. Reymann ist jedoch der unsympathischste Kollege, den man sich vorstellen kann, was auch der Grund für seine häufigen Dienststellenwechsel ist. Obwohl Romy anfangs große Probleme mit ihm hat, zeigt sich im Laufe der Handlung eine bemerkenswerte Wandlung, die man gut miterleben kann. Ich bin mir sicher, dass Gregor Reymann im Kommissariat auf Rügen seinen Platz gefunden hat und wir weiterhin von ihm hören werden.
Durchweg spannend und mit vielen unerwarteten Wendungen lässt sich dieser Krimi ausgesprochen gut lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.
„Kreidemord“ ist der Titel des neuen Rügen-Krimis von Katharina Peters. Der 14. Fall verlangt von Kommissarin Romy Beccare, ihrem Team und ihrem Ehemann Jan Riechter einiges ab, denn er ist sehr persönlich. Die Leserschaft erwartet ein spannender Krimi mit vielen Verdächtigen und mindestens genauso vielen mögli...
„Kreidemord“ ist der Titel des neuen Rügen-Krimis von Katharina Peters. Der 14. Fall verlangt von Kommissarin Romy Beccare, ihrem Team und ihrem Ehemann Jan Riechter einiges ab, denn er ist sehr persönlich. Die Leserschaft erwartet ein spannender Krimi mit vielen Verdächtigen und mindestens genauso vielen möglichen Motiven.
Aber von vorn.
Im Kreidemuseum in Gummanz auf Rügen wird eine Leiche gefunden. Die Frau kniete vor der Buddelkiste, an diese war sie so gefesselt worden, dass ihr Gesicht tief in der Kreide steckte und sie qualvoll erstickte. Nach dem DNA-Abgleich ist klar, dass es sich bei der Toten um eine ehemalige Polizistin handelt, die unter falschem Namen lebte. Karola Passau hieß eigentlich Julia Schorrer und vor 12 Jahren war gegen sie und drei Kollegen wegen des Korruptionsverdachts ermittelt worden. Das Quartett hat nach Auffassung der Ermittlungsbehörden Aufträge aus der Organisierten Kriminalität angenommen, unter anderem hatten sie Termine von Razzien verraten, dazu bei Identitätsdiebstählen und der Beschaffung von Waffen geholfen und auch Interna zu hochrangingen Beamten weitergegeben. Zwei der damals verdächtigen Beamten sind tot, sie wurden möglicherweise schon vor zwölf Jahren ermordet. Julia Schorrer war davongekommen, jetzt ist sie ebenfalls tot. Pikant an diesem Fall ist, dass sie eine Affäre mit Romy Beccares Mann, Hauptkommissar Jan Riechter hatte, der seinerzeit gegen sie ermittelte. Kurz nachdem Romy und ihr Team mit ihren Ermittlungen beginnen, tauchen Fotos und Videos von Jan und Julia auf. Und diese zeigen die beiden nicht nur in sehr vertrauten, sogar intimen Situationen, sie sind auch neueren Datums. Jan beteuert, dass er Julia seit über zehn Jahren nicht gesehen hat. Will ihm jemand mit Fälschungen schaden? Wenn ja, wer und warum? Und welche Bedeutung hat ihr Tod in der Kreidekiste?
Es ist wie das Treffen mit alten Bekannten, wenn man Katharina Peters‘ Romy Beccare-Krimis liest. Ihr Team ist aus den Vorgänger-Bänden bekannt: Maximilian Breder, Marco Buhl und Finn Maurer bilden zusammen mit der Kommissarin ein Team, auf das Romy sich verlassen kann. Neu ist hingegen Gregor Reymann. Der Hauptkommissar ist Anfang 50 und ihm eilt ein eher schlechter Ruf voraus, was dazu führt, dass Romy manches, was er sagt und vorschlägt, von vornherein ablehnt, obwohl es eigentlich Hand und Fuß hat. Jan Riechter bezeichnet Reymann als „richtigen K**zbrocken“, der „auf der Beliebtheitsskala immer ganz unten“ steht. Die Charaktere sind gründlich ausgearbeitet. Allerdings haderte ich ein wenig mit Romy und ihrem Verhältnis zu Reymann. Natürlich sind auch Polizeibeamt:innen Menschen, aber bei so viel Abneigung scheint die Professionalität zu leiden. Der neue Kollege wirkt zwar äußerst unsympathisch, aber durchaus kompetent. Nach und nach fügt er sich besser ins Team ein und ich vermute, nach einigen Dienststellenwechseln ist er gekommen, um zu bleiben.
Sprachlich ist das Buch wie ich es von der Autorin gewöhnt bin: ruhig, unblutig und flüssig zu lesen. Der Spannungsbogen wird nach ein paar Längen am Anfang gekonnt aufgebaut und die Lösung des Falls beinhaltet einige Überraschungen. Aktuelle Themen wie „Fake News“ und Manipulation von Video- und Bildmaterial werden in dem Fall aufgegriffen. Vertrauen spielt eine große Rolle, denn die Ehe von Romy und Jan wird auf eine harte Probe gestellt und Romy muss auch erst einmal ausloten, was sie von Reymann zu halten hat. Das Lokalkolorit kommt für mich ein bisschen kurz, das Kreidemuseum samt Buddelkiste gibt es jedoch wirklich, das Museum ist in Europa einzigartig. Abgesehen davon könnte die Handlung überall sonst spielen.
Ich habe das Buch gern gelesen und gern mitgerätselt. Man kann es ohne Vorkenntnisse aus den anderen Teilen lesen, ich empfehle aber, wie so oft, diese auch zu lesen, denn vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte werden klarer, wenn man die Entwicklung der Charaktere mitverfolgt hat. Von mir eine klare Lese-Empfehlung und fünf Sterne.
Ganz nach meinem Geschmack
Die aus Flensburg stammende deutsche Seniorenpflegerin Monica Steffgen wird auf der Dänischen Insel Bornholm auf einem einsam liegenden Strandabschnitt nahe ihres Hotels tot aufgefunden. Sarah Pirohl, die als Verbindungskommissarin des BKA arbeitet, wird von der deutschen Polizei beauftra...
Ganz nach meinem Geschmack
Die aus Flensburg stammende deutsche Seniorenpflegerin Monica Steffgen wird auf der Dänischen Insel Bornholm auf einem einsam liegenden Strandabschnitt nahe ihres Hotels tot aufgefunden. Sarah Pirohl, die als Verbindungskommissarin des BKA arbeitet, wird von der deutschen Polizei beauftragt, sich dieses Falles zusammen mit ihren dänischen Kollegen anzunehmen. Schnell findet sie heraus, dass Frau Steffgen über ein ansehnliches Vermögen verfügt. Wie kommt eine Seniorenpflegerin zu so viel Geld, zu einem solch luxuriösen Lebensstil. Bei Sarahs Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass Monica immer wieder auch hochrangige männliche Personen gepflegt hat. Ganz langsam macht sich bei Sarah eine Ahnung breit.
Ich liebe die Krimis vom Katharina Peters, egal aus welcher Reihe. Und auch die Bornholm-Serie verfolge ich von Anfang an. Dies ist nun schon der 5. Fall, den ich zusammen mit der sympathischen Sarah Pirohl, die immer wieder ihr eigenes Ding durchzieht, was nicht jedem passt, gelöst habe. Und der war diesmal richtig knifflig. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass Sarah immer wieder frustriert ist, da ihr Geheimdienste in die Quere kommen und sich die Auflösung des Falles auch daher sehr kompliziert gestaltet. Nie darf sie zu viel preis geben, muss ihr Wissen, auch wenn es sie weiterbringen würde, zurück halten. Ich fand es auch sehr interessant, wie sie bei Befragungen die Gespräche immer wieder in eine Richtung lenkt, ohne dass die Tatverdächtigen es bemerken. Ganz besonders hat mir hier auch ein Mann gefallen, der im Dunklen agiert, der ein ganz besonderes Gespür für Recht und Unrecht hat und dies mit aller Härte durchsetzt.
Durch die vielen Menschen, die ich hier kennenlerne, von denen die meisten mit irgendwelchen Geheimnissen oder Geheimaufträgen zu tun haben, wurde ich immer wieder ganz schön gefordert. Die meisten von ihnen kann ich mir dank der charakterlichen Beschreibungen sehr gut vorstellen und habe damit mein Kopfkino zu Höchstleistungen angestachelt. Im Nachhinein kann ich mir das alles auch sehr gut vorstellen, was mich allerdings auch erschüttert.
Katharina Perters hat es auch diesmal verstanden, ein heikles Thema, das immer wieder aktuell ist, gekonnt in dieser Geschichte zu verpacken. Die unerwarteten Wendungen und die immer weiter ansteigende Spannung haben mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Die vielen Fragen, die sich im Laufe der Geschichte in meinem Kopf verfangen hatten, wurden restlos aufgeklärt.
Für mich hat es sich absolut gelohnt, mit diesem spannenden und fesselnden Krimi meine kleine Auszeit zu füllen.