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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Ameland
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Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 28.06.2020
Jella hat genug!
Hoßfeld, Dagmar

Jella hat genug!


ausgezeichnet

Es gibt keine zweite Welt in Reserve

Jella ist ein toughes elfjähriges Mädchen, die vor allem genug hat von der Gedankenlosigkeit und Respektlosigkeit der Menschen gegenüber der Natur. Sie erkennt, dass nur darüber zu reden, nichts bringt. Jeder kann seinen Beitrag leisten. Trotz aller Widerstände und anfänglicher Schwierigkeiten packt Jella das Problem an.

Jella ist ein sympathischer und liebenswerter Charakter. Sie ist sehr realistisch beschrieben und die jungen Leser können sich sicherlich mindestens teilweise mit ihr identifizieren. In ihrem Denken und Handeln in Sachen Umwelt ist sie meines Erachtens aber vielen Gleichaltrigen ein Stück voraus. Sie kann gut als Vorbild dienen und die unterschiedlichen Aktionen liefern Denkanstöße was jeder Einzelne tun kann.

Die Schreibweise ist genau wie die Handlung auf die Zielgruppe der jungen Leser ab ca. 10 Jahre ausgerichtet.

Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die zum Nachdenken anregen kann und sollte. Von mir gibt es dafür fünf Sterne.

Bewertung vom 25.06.2020
Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14
Bergmann, Renate

Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14


ausgezeichnet

Angriff auf die Lachmuskeln

Ich liebe die Bücher von und mit der Online-Omi und habe mich daher auf dieses neue Werk gefreut.

Campen mit Renate, Ilse und Kurt ist ja besser als jeder Abenteuerurlaub. Und bei ihren Berichten kommt Renate Bergmann zwischendurch wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen. Aber gerade das macht es so abwechslungsreich und amüsant. Die drei Rentner haben so ihre Probleme mit der modernen Technik, der aktuellen Mode und den Vorschriften auf dem Campingplatz.

Der Schreibstil ist einfach und teilweise wie gesprochen so geschrieben. Manche Worte muss man sich einfach mehr oder minder laut (je nachdem wo man sich befindet) vorsprechen, um zu wissen was gemeint ist – einfach köstlich.

Die drei Rentner kommen total sympathisch rüber. Und ich konnte sie mir lebhaft bei ihrem Campingurlaub vorstellen. Natürlich sind viele Situationen total überzogen, aber diese Art von Humor ist typisch für die Reihe und ich mag ihn.

Für mich war es wieder ein Angriff auf meine Lachmuskeln und ein sehr unterhaltsames Lesevergnügen, daher gibt es volle fünf Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 12.06.2020
Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2
Bomann, Corina

Die Farben der Schönheit - Sophias Träume / Sophia Bd.2


ausgezeichnet

Die Fortsetzung ist gelungen!

Sophias Träume ist Band zwei der Trilogie und mindestens ebenso fesselnd wie der Vorgänger. Bevor man sich an diesen Wälzer mit nicht ganz 600 Seiten heranmacht, sollte man aber unbedingt den ersten Band lesen.

Ich hatte schon mit Spannung auf die Fortsetzung gewartet und muss sagen, das Warten hat sich gelohnt. Mich hat Sophias Geschichte sofort wieder in ihren Bann gezogen. Vor allen Dingen eine Information hat mich ziemlich geschockt.

Auch in der Fortsetzung wird der Leser mit der ganzen Bandbreite an Gefühlen konfrontiert. Ich habe oft mit Sophia mitgefiebert, gehofft, gefreut, aber auch gelitten. Corina Bomann versteht es hervorragend auf der Klaviatur der Emotionen zu spielen.

Sophias kurzer Besuch im mittlerweile von Hitler regierten Deutschland war nicht nur für sie sehr bedrückend. Aufgrund der eindringlich geschilderten Vorkommnisse und der Beklemmung von Sophia und Darren hat sich dieses Gefühl auch auf mich ausgedehnt.

Interessant war es auch das Verhältnis zwischen Elizabeth Arden und Helena Rubinstein jetzt von der anderen Seite aus zu sehen.

Den Schreibstil der Autorin finde ich einfach genial. Er ist flüssig, fesselnd und eindringlich. Es dauert nie lange bis mich eine ihrer Geschichten förmlich absorbiert hat und ich die Welt um mich herum vergesse.

Gemeinerweise lässt mich auch Band zwei mit einigen offen Fragen zurück und ich muss mich wohl oder übel gedulden und auf den letzten Band warten. Gerne vergebe ich fünf fette Sterne für das Buch.

Bewertung vom 03.06.2020
Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11
McDermid, Val

Der Knochengarten / Tony Hill & Carol Jordan Bd.11


sehr gut

Wenn es keinen interessiert

„Der Knochengarten“ ist bereits Band 11 der Reihe mit Tony Hill und Carol Jordan, kann aber auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Es fehlen einem nur einige Informationen auf der zwischenmenschlichen Ebene der Personen, die für den Fall keine große Bedeutung haben.

Val McDermid hat wieder einen komplexen Thriller geschaffen, in dem dieses Mal Personen, die im Leben im Abseits stehen eine Hauptrolle spielen. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich sage, dass es um Obdachlose und Waisenkinder geht.

Da ich keinen der Vorgängerbände kenne, waren mir die Protagonisten unbekannt. Einige waren mir auf Anhieb sympathisch und andere mochte ich nicht besonders. Aber die Charaktere waren alle sehr gut angelegt und realistisch in ihren Handlungen.

Kurze Kapitel und Perspektivwechsel sorgten für Kurzweiligkeit, aber erhöhten auch die Spannung. Ich habe aufmerksam die akribische Ermittlungsarbeit des Teams verfolgt und manchmal hätte ich ihnen gerne zugerufen, dass sie sich auf dem Holzweg befinden.

Das etwas andere Ende hat mich überrascht und ich weiß immer noch nicht ob es mir gefällt oder nicht. Insgesamt ist das Konstrukt gut aufgebaut und schlüssig.

Mich hat das Thema bewegt und auch zum Nachdenken gebracht, was bei einem Thriller nicht so oft geschieht. Gerne vergebe ich vier Sterne.

Bewertung vom 01.06.2020
Als der Wolf den Wald verließ
Parry, Rosanne

Als der Wolf den Wald verließ


ausgezeichnet

Ohne mein Rudel ist es nicht mehr mein Zuhause

Rosanne Parry schildert in dieser Geschichte das Leben von Flink (später nennt er sich Wanderer) fast von der Geburt bis zur Gründung eines eigenen Rudels. Wir sind hautnah dabei, wenn er an seiner ersten Jagd teilnimmt, mit seinen Geschwistern balgt, sich auf eine lange Wanderschaft mit vielen Abenteuern begibt, aber auch in für ihn lebensbedrohlichen Situationen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des Wolfes. Sie ist spannend und sehr informativ. Als Leser erfährt man sehr viel über das Leben der Wölfe und deren Lebensraum und Gepflogenheiten. Ergänzt wird das noch durch kurze Sachinformationen zu Wölfen sowie Flora und Fauna ihres Lebensraums am Ende des Buches.

Aufgewertet wird das Buch noch durch die vielen sehr detaillierten und naturgetreuen Zeichnungen, die das Ganze noch anschaulicher machen.

Da es teilweise blutige und auch lebensgefährliche Szenen im Buch gibt, ist es m. E. erst für etwas ältere Kinder geeignet. Der empfohlenen Altersangabe von 9 Jahren schließe ich mich an. Mir hat die Geschichte, die auf eine wahre Begebenheit beruht sehr gut gefallen und so vergebe ich gerne fünf Sterne.

Bewertung vom 28.05.2020
Der Sommer der Islandtöchter
Baldvinsson, Karin

Der Sommer der Islandtöchter


sehr gut

Schicksalhaftes und wunderschönes Island

Die Geschichte spielt jeweils im Sommer in zwei unterschiedlichen Zeitebenen – 1978 bzw. 2018. Handlungsort ist Island.

Dieses Buch hat so viele Erinnerungen in mir geweckt. Im älteren Strang spielt Monika die Hauptrolle und ich war zu jener Zeit fast im gleichen Alter wie sie. Durch die tolle Beschreibung hatte ich sofort Bilder vor meinem inneren Auge von der Kleidung, den Möbeln wie z. B. Nierentisch und Musikkassetten.

Im aktuellen Strang geht es um Monikas Tochter Hannah. Auch sie verschlägt es nach Island. Noch weiß sie nicht, dass damit das Schicksal seinen Lauf nimmt und ihr bisheriges Leben auf den Kopf gestellt wird.

Die Beschreibungen der Landschaft und Natur sowie der bunten Häuser auf Island haben ebenfalls viele Erinnerungen an meinen Islandurlaub lebendig werden lassen. Irgendwie habe ich Hannah beneidet, die sich (wenn auch vorerst nur für ein Sabbatical) entschlossen hat, ihren Lebensmittelpunkt nach Island zu verlegen.

Insgesamt eine Geschichte mit vielen Emotionen und einem Familiengeheimnis, die mich gut unterhalten hat. Von mir gibt’s daher vier Sterne.

Bewertung vom 10.05.2020
Blutige Düne / Liv Lammers Bd.4
Weiß, Sabine

Blutige Düne / Liv Lammers Bd.4


sehr gut

Mordserie mit Nordseeflair

„Blutige Düne“ ist bereits der vierte Band mit der Ermittlerin Liv Lammers. Ich hatte jetzt zum ersten Mal das Vergnügen mit ihr. Auch als Neuling bei dieser Serie hatte ich keinerlei Verständnisprobleme.

Da ich ein absoluter Nordsee-Fan bin, liebe ich Küsten- bzw. Inselkrimis. In dieser Hinsicht bin ich bei dem Buch auch nicht zu kurz gekommen, denn die landschaftlichen Beschreibungen vermittelten mir Nordseefeeling.

Ich mag es, wenn in Krimis auch das Privatleben der Ermittler zur Sprache kommt, was hier der Fall ist. Die Mischung zwischen Privatem und dem Fall war ausgewogen und das Privatleben war ebenfalls spannend.

Bei den Taten ging es mir ähnlich wie den Mitarbeitern des LKA und der Mordkommission … ich tappte lange im Dunkeln und folgte Fährten, die im Sande verliefen. Rockerbanden, Rotlichtmilieu, Umweltschützer, Rentnerin … wo liegt hier die Gemeinsamkeit? Oder gibt es mehrere Täter?

Mit den Charakteren haderte ich etwas, denn sie waren von Beginn an einer Schublade zu sortiert – gut oder böse, sympathisch oder unsympathisch. Es gab nichts dazwischen und ich musste meine anfängliche Meinung auch niemals revidieren.

Der Schreibstil ist flüssig, angenehm zu lesen und fesselnd.

Mir hat der spannende Krimi gut gefallen und hat meiner Meinung nach vier Sterne verdient.

Bewertung vom 02.05.2020
Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11
Mayer, Gina

Hilfe per Eulenpost / Der magische Blumenladen Bd.11


ausgezeichnet

Aktuelles Thema kindgerecht verpackt

Ich mag diese Serie sehr gerne. Jeder Band erzählt von einem spannenden Abenteuer, welches die drei Freunde Violet, Jack und Zack erleben. Durch die magischen Zauberkräfte der unterschiedlichen Blumen ist es zudem fantasievoll.

Diese Geschichte hat mir ganz besonders gefallen, weil mit der Verschmutzung der Meere ein aktuelles Umweltthema angepackt wird. In einer unterhaltsamen und spannenden Geschichte wird das Problem aufgezeigt, aber auch wie mit Hartnäckigkeit und etwas Mut selbst Kinder dagegen etwas ausrichten können. Es erinnert mich an Friday-for-future.

Der Schreibstil von Gina Mayer ist dem Alter der Zielgruppe entsprechend einfach und flüssig zu lesen. Die Protagonisten sind sympathisch und liebenswert dargestellt.

Für die unterhaltsame, spannende und lehrreiche Geschichte vergebe ich gerne fünf Sterne.

Bewertung vom 18.04.2020
Die Prüfung / Das Internat der bösen Tiere Bd.1
Mayer, Gina

Die Prüfung / Das Internat der bösen Tiere Bd.1


ausgezeichnet

Fantastische Abenteuergeschichte

Mit „Die Prüfung“ startet die neue Reihe zum Internat der bösen Tiere. Ich bin durch das tolle Cover mit dem Durchbruch, durch den ein Leopard guckt aufmerksam geworden. Ich denke, dass es nicht nur mir so ergangen ist bzw. ergeht.

Gina Mayer hat hier wirklich einen fantastischen und sehr phantasievollen Abenteuerroman erschaffen, der nicht nur Jugendliche begeistern dürfte. Auch wenn es sich bei den beiden Protagonisten um Jungen handelt, ist das Buch auch für Mädchen geeignet.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, gut zu lesen und sehr fesselnd. Über mangelnde Spannung konnte ich mich wirklich nicht beklagen.

Aufgeteilt ist das Buch in drei Kapitel mit verschiedenen von der Länge her übersichtlichen Kapitel. Schöne in schwarz-weiß gehaltene Zeichnungen lockern das Ganze hin und wieder auf.

Mir hat die spannende Geschichte gut gefallen. Daher gibt’s von mir fünf Sterne.

Bewertung vom 15.04.2020
Die Toten vom Lärchensee / Ein Fall für Arno Bussi Bd.2
Fischler, Joe

Die Toten vom Lärchensee / Ein Fall für Arno Bussi Bd.2


gut

Ein Krimi mit Spaßfaktor

„Die Toten vom Lärchensee“ ist bereits der zweite Band der Tirolreihe um den Ermittler Arno Bussi. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, kann er auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Ich jedenfalls hatte keine Schwierigkeiten. Über wichtige Begebenheiten aus dem vorherigen Band wurde ich in Kenntnis gesetzt.

Zu Beginn musste ich mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen. Sehr ungewöhnlich für mich war der bestimmte Artikel vor den Namen bei der Erzählung aus der Perspektive eines Dritten. Dies ist aber wohl ein „Markenzeichen“ des österreichischen Raums. Ansonsten handelt es sich um einen einfache, aber flüssige Schreibweise mit einer guten Portion Humor.

Die Protagonisten sind landestypisch (nach meiner Vorstellung) gezeichnet und sympathisch. Sowohl bei Arno Bussi (der Name passt sehr gut) als auch dem ortsansässigen Polizisten am Lärchensee handelt es sich allerdings eher nicht um den aus anderen Kriminalromanen bekannten Ermittlertyp.

Insgesamt ein Krimi, der ohne großes Blutvergießen auskommt und ganz unterhaltsam ist.