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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Rebecca1120
Wohnort: Oranineburg
Über mich: bin eine absolute Leseratte; besonders gerne lese ich Krimis, Thriller und historische Romane
Danksagungen: 8 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 281 Bewertungen
Bewertung vom 03.08.2020
Schicksalssterne
Lark, Sarah

Schicksalssterne


sehr gut

Julius von Gerstorf lernt während seiner Armeezeit, er ist in der Reiterabteilung, Mia Gutermann kennen. Sie ist nicht wie andere junge Frauen. Sie ist genauso ein Pferdenarr wie er, ist unverstellt, pfiffig und erobert sein Herz im Sturm. Um sich eine gemeinsame Zukunft aufzubauen, wandern sie nach Neuseeland aus, um dort eine eigene Pferdezucht aufzubauen. Ihre Pläne lassen sich in Neuseeland, genauer gesagt in Onehunga, recht gut an, bis sich die Auswirkungen des ersten Weltkrieges auch auf diesen so weit entfernten Zipfel der Welt auswirken und ihrer beider Leben völlig aus der Bahn gerät….
Ich muss zugeben, anfangs haben mich dich ausführlichen Beschreibungen zu den Pferden der Armee, deren Ausbildung und Dressuren etwas genervt. Aber dann, wenn man als Laie alles notwendige gegoogelt hat, nahm die Handlung mich gefangen.
Mia ist ein wunderbarer Mensch, herrlich erfrischend, setzt auch mal verrückte Ideen in die Tat um. Auf der anderen Seite ist sie aber auch sehr einfühlsam. Man muss sie mögen. Spannung kommt in die Handlung durch Willie, eigentlich Wilhelmina. Auch sie ist eine Pferdenärrin und sieht in Epona Station, der Pferdefarm der Familie von Gerstorf ihren Lebenssinn. Willie ist eine Figur, die in dieser Geschichte eine krasse Wendung nimmt. Aus armseligen Verhältnissen stammend, tritt sie anfangs bescheiden auf und ist sich für keine Arbeit zu schade. Sie ist aber auch intelligent und wissensdurstig. Ihr größter Trumpf ist ihr schauspielerisches Talent. Ein Talent, das anfangs die Farm von Julius und Mia rettet, dass sie aber später auch gegen Mia einsetzt. Streckenweise haben mich Willies Taten richtig wütend gemacht. Ja, mir hat das Buch gefallen und darum gibt’s von mir 4,5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 02.08.2020
Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie / Golden Cage Bd.2
Läckberg, Camilla

Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie / Golden Cage Bd.2


ausgezeichnet

Faye hat alles erreicht. Sie ist Geschäftsführerin von Revenge einem in Stockholm angesiedelten expandierendem Kosmetikunternehmen und plant nun sogar den amerikanischen Markt zu erobern. Jack, ihr Ex-Mann, sitzt im Gefängnis. Doch Jäck gelingt die Flucht und für Faye beginnt eine Zeit der Angst vor seiner Rache. Gleichzeitig muss sie aber auch feststellen, dass jemand im Verborgenen versucht sich durch Aktienkäufe die Mehrheit an Revenge zu sichern. Für sie beginnt ein Kampf an vielen Fronten…
Mit diesem Buch ist Camilla Läckberg eine spannende und damit kurzweilige Fortsetzung gelungen. Dabei habe ich die Spannung biss zum Schluss immer auf sehr hohem Niveau empfunden. Ja, Faye ist eine sehr kuragierte, intelligente Frau die bei der Durchsetzung ihrer Interessen und denen ihrer Lieben im wahrsten Sinne über Leichen geht. Dabei setzt sie Kopf, Charme und Geld gleichermaßen ein. Was mich beim Lesen dann doch überrascht hat, waren die Kapitel mit den Rückblenden nach Fjällbacka in ihre Jugendzeit. Daraus wird ersichtlich, wie früh im Leben Faye bereits für sich und ihre Lieben kämpfen musste. Und bereits damals Stärke und Einfallsreichtum bewiesen hat.
Von mir gibt’s für dieses Buch 5 wohlverdiente Lese-Sterne, eine 100%ige Leseempfehlung eingeschlossen.

Bewertung vom 02.08.2020
Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11
Carter, Chris

Bluthölle / Detective Robert Hunter Bd.11


ausgezeichnet

Robert Hunter wird ein Tagebuch zugespielt, ein Tagebuch des Todes. Darin beschreibt der Verfasser haargenau wen er auf welche Art und Weise umgebracht hat. Selbst Bilder der Opfer fehlen darin nicht. Leider finden sich auf den ersten Blick aber keine konkreten Hinweise dazu wer der Tagebuchschreiber ist. Für Hunter und Garcia beginnen knifflige Ermittlungen bei denen sie mehrfach unter massiven Zeitdruck geraten…
Ich habe das Buch verschlungen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen, so spannend fand ich es. Ja Chris Carter hat hier >in Persona von Hunter< viele psychologischen Facetten des menschlichen Gehirns und der davon bestimmten Handlungen offengelegt. Oft ging es mir wie Carlos Garcia, Hunters Partner. Da konnte ich seine brillanten Gedankengänge, seine Schlussfolgerungen aus den geringen Fakten, kaum nachvollziehen. Aber als Hunter es Garcia dann näher erklärte, hat es mich auch wieder als Leser eingefangen.
Die Tagebucheinträge des Psychos sind so krass, merkt man doch beim Lesen wie krank sein Hirn ist und wie egal ihm die Opfer sind. Im Prinzip ist fremdgesteuert von „den Stimmen“. Seinen Stimmen im Kopf? Auch diese Frage klärt Hunter im Laufe seiner Ermittlungen.
Mich beeindruckt immer wieder, wie Hunter aus einzelnen Worten, Randbemerkungen, Nebensätzen Schlüsse auf den Täter zieht. Gleichzeitig bewundere ich aber natürlich den Autor, der dies so spannend in seine Handlung einbettet.
Ich kann dieses Buch, welches von mir 5 Lese-Sterne bekommt, allen Krimi-/Thriller-Fans uneingeschränkt weiterempfehlen.

Bewertung vom 27.07.2020
Die verstummte Frau / Georgia Bd.8
Slaughter, Karin

Die verstummte Frau / Georgia Bd.8


sehr gut

Wieder ermitteln Dr. Sara Linton und Will Trent gemeinsam – er als polizeilicher Ermittler und sie als Pathologin. Privat sind sie ebenfalls ein Paar. Haben aber beide so einige Probleme beim offenen Umgang miteinander und auch was die Bewältigung vergangener, bitterer Erfahrungen betrifft. So bleibt es nicht aus, dass in ihrer Beziehung die Stimmung oftmals nicht zum Besten steht.
Ja, Sara wurde vor Jahren während der Arbeit brutal vergewaltigt, kann dadurch auch keine Kinder mehr bekommen. Aber bisher hat sie Will davon nichts erzählt, obwohl die beiden heiraten wollen. Das macht sie in meinen Augen nicht sympathisch. Aber die „Minuspunkte“ macht sie allemal wieder damit wett, dass sie so starke Nerven zeigt, als sie die Gespräche mit den Opfern über deren Vergewaltigung führt.
So verzwickt wie ihre Beziehung ist auch der aktuelle Fall: eine Gefängnisrevolte mit Totem, ein Insasse, der versucht mit der Polizei einen Deal auszuhandeln und eine tote Studentin bei der Sara Übereinstimmungen mit älteren Fällen feststellt. Fälle, bei denen sie damals mit ihrem ersten, inzwischen verstorbenen, Ehemann Jeffrey Tolliver erfolglos ermittelt hatte.
Der Thriller wechselt darum auch immer zwischen den aktuellen und den vor fast 10 Jahren durchgeführten Ermittlungen. Das macht das Lesen abwechslungsreich.
Wer die Autorin kennt weiß, dass sie die Verletzungen sehr detailliert schildert. Es ist also nichts für schwache Nerven. Ich fand dieses Buch spannend und unterhaltsam und vergebe 4 Lese-Sterne.

Bewertung vom 26.07.2020
Alles, was das Herz begehrt / Wunderfrauen-Trilogie Bd.1
Schuster, Stephanie

Alles, was das Herz begehrt / Wunderfrauen-Trilogie Bd.1


ausgezeichnet

Luise Dahlmann hat einen Traum: sie möchte ihren eigenen Lebensmittel-Laden. Als sie ihren Job als Köchin verliert und dann auch noch von ihrer Schwiegermutter etwas Geld erbt, kann sie nichts mehr von der Umsetzung abhalten. Da ihr Mann Hans dem zustimmt, damals mussten die Männer noch die Berufstätigkeit ihrer Frauen genehmigen, beginnt sie eifrig den Laden zu planen und einzurichten, verhandelt mit Großhändlern und lässt auch viele kleine wie große Ideen in die Ausgestaltung mit einfließen. Gerade Luises Einfallsreichtum beim Anlocken von Kunden, schließlich muss sie sich ja erst einen Kundenstamm aufbauen, fand ich wunderbar beschrieben. Luises Liebe zu ihrem Laden, aber auch ihre Schwierigkeiten ihn rentabel zu bekommen, sind von Stephanie Schuster liebevoll und glaubwürdig in die Geschichte eingebettet. Dabei ist Luise voller Energie und hat immer neue Ideen, die es umzusetzen gilt. Manchmal hat sie mich an einen Duracell-Hasen erinnert. Natürlich hat Luise auch Hilfe. Da gibt es Marie Wagner, die aus Niederschlesien von ihrem elterlichen Gut vertrieben wurde, die sich nun aber auf dem Bauernhof von Luises Bruder Martin mit einbringt. Und dann gibt es noch Helga Knaup, Tochter reicher Eltern. Sie will mit ihren Eltern, die nur in einer angemessenen Ehe Helgas Zukunft sehen, nichts mehr zu tun haben und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Leider läuft es nicht immer so, wie sie es sich gewünscht …. Die letzte im Bunde ist die Arztfrau Annabel von Thaler, die immer wieder versucht den jungen Frauen Steine in den Weg zu legen.
Wenn ich jetzt sagen müsste, wer mir am besten gefällt, könnte ich das gar nicht sagen. Ich fand alle sehr gut und lebensnah beschrieben. Das liegt auch sicher am lebendigen Erzählstil der Autorin. Da gab es zwischendurch immer wieder Auszüge aus Luises Notizbuch, die gingen von noch offenen Arbeiten am Laden bis hin zu Verhaltensregeln gegenüber Kunden und Rezepten. Das fand ich toll.
Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine 100%ige Lese-Empfehlung. Ich freue mich schon auf die beiden Fortsetzungen.

Bewertung vom 25.07.2020
Verschollen in Palma
Kallentoft, Mons

Verschollen in Palma


schlecht

Emme (16 Jahre) fliegt mit ihren Freundinnen nach Mallorca, um dort Urlaub zu machen. Ein Urlaub, aus dem sie nicht wiederkehrt…..
Ich habe mich mit diesem Buch sehr schwergetan. Der Schreibstil des Autors lag mir überhaupt nicht. Darum ist es mir auch nicht gelungen einfach in die Handlung einzutauchen. Dafür springt die Handlung in meinen Augen zu sehr hin und her. Zwar sind über einigen Kapiteln Zeitangaben gemacht, aber zwischendrin erfolgt dann oft noch ein zeitlicher Wechsel. Da gibt es zeitliche Sprünge von vor dem Verschwinden von Emme in die aktuelle Zeit der väterlichen Suche, dann zu den Gedanken der Mutter. Soll dieser Erzählstil die Ungewissheit der Eltern verdeutlichen, die sich daraus erwachsene Krise in der Ehe skizzieren, so hat dies bei mir nicht geklappt, sondern nur Verwirrung und Widerwillen ausgelöst. Keinesfalls aber Mitleid mit den Eltern. Dafür waren die Ab- und Ausschweifungen auch zu ausufernd. Die Beharrlichkeit des Vaters war zwar beeindruckend, gibt er doch seinen Job in Schweden auf, um in Mallorca als Versicherungsdetektiv seinen Unterhalt zu verdienen. Aber in erster Linie tut er das, um Vor-Ort nach dem Verbleib von Emme weiterzuforschen.
Ich hatte mir mehr Spannung beim Lesen erhofft. Die habe ich beim Lesen aber gar nicht gespürt. Darum möchte auch keine Leseempfehlung aussprechen und vergebe nur 1 Lese-Stern.

Bewertung vom 21.07.2020
Die Maitresse
Jasmund, Birgit

Die Maitresse


ausgezeichnet

In Dresden bricht 1705 im Hause Hoym ein Feuer aus. Gräfin Cosel, die damals noch eine verheiratete Hoym war, behält einen kühlen Kopf, gibt gezielt Anweisungen und kann so das Schlimmste, dem Übergriff auf andere Häuser verhindern. Friedrich August I., der damalige Kurfürst von Sachsen und König von Polen eilt zum Unglücksort und beobachtet die mutig agierende junge Frau. Er will sie näher kennenlernen. Damit beginnen für Gräfin Cosel Jahre der Liebe, des Glücks und enden mit jahrelanger Gefangenschaft.
Das Schicksal der Gräfin Cosel war mir bereits vor dem Lesen dieses Buchs bekannt, da ich bereits 1986 ein gleichnamiges Buch gelesen habe. Aber dieser Roman hier muss den Vergleich nicht scheuen. Birgit Jasmund hat in meinen Augen die damaligen Zustände in Europa insbesondere am sächsischen Hof wunderbar in diese Geschichte eingebettet. Besonders gefallen hat mir wie gut sie die Charaktere von der Cosel und von August dem Starken herausgearbeitet hat.
In meinen Augen ist die Gräfin Cosel bis ins hohe Alter und auch noch nach jahrelanger Gefangenschaft geblendet von ihrer bedingungslosen Liebe zu August von Sachsen. Wie sie sich immer wieder schönredet keine Maitresse, sondern die Ehefrau zur Linken. Welch Augenwäscherei und welch Selbstbetrug. Auf der anderen Seite ist sie aber auch geschickt genug ihm kostbare Dinge abzuschmeicheln und für die Sicherheit ihres eigenen Lebensstandards zu sorgen.
Friedrich August braucht Menschen um sich die ihn bewundern, so ist ihm die ihn anhimmelnde Cosel für eine gewisse Zeit recht angenehm. Mit Kritik kann er dagegen gar nicht umgehen, mit Schmeicheleien kommt man bei ihm dagegen wesentlich weiter. Das weiß auch Gräfin Cosel und setzt dies geschickt für ihre Zwecke ein. Ich fand die Geschichte um das Schicksal der Gräfin Cosel sehr unterhaltsam und kurzweilig. Damit gibt es von mir auch eine 100%ige Lese-Empfehlung und 5 Lese-Sterne.

Bewertung vom 21.07.2020
Schatten der Welt
Izquierdo, Andreas

Schatten der Welt


ausgezeichnet

Thorn (heute Polen) 1910: Carl und Artur gehen noch zur Schule und sind eng befreundet. Artur ist mit seinen 13 Jahren bereits sehr groß und weiß sich zu verteidigen, im Gegensatz zu Carl der eher schmächtig und ein wenig verträumt ist. Isi macht mit ihren spritzigen Ideen, wenn‘s brenzlig wird, das Trio perfekt. Isi ist eine Frau (Mädchen), die nicht nach den Regeln der Welt spielt und die bei Problemen nicht den Kopüf in den Sand steckt.
Auch wenn der Ernst des Lebens noch vor ihnen liegt, so zeigt sich Artur bereits jetzt sehr geschäftstüchtig. Zeitung an Leser vermieten, Kometenpillen gegen Erstickungsgefahr. Arturs Einfallsreichtum um an Geld zu kommen zeichnet sich durch „unverfrorenem Aktionismus“ aus und wird nur noch durch Isas Geschäftstüchtigkeit übertroffen. Carls macht zwar alles mit, ist aber mehr der Mitläufer. Das Geschäft ihres Lebens machen die drei mit Gasmasken gegen Kometen-Gifte. Hört sich unrealistisch an, habe ich beim Lesen auch so empfunden. Aber was danach kommt, wie Artur die technische Entwicklung richtig einschätzt und ihr Kometen-Geld in einen neuen Markt investiert, ist schon sehr realistisch. Der Autor zeigt auf, wie stark die Unterschiede zwischen Arm und Reich, die daraus resultierenden Ungerechtigkeiten bilden die Hintergründe dieses Romans.
In meinen Augen ist es Andreas Izquierdo sehr gut gelungen das schwindende Denkvermögen des an Alzheimer erkrankten Vaters von Carl in Worte zu fassen. Er vergleicht es mit einem Blick durch eine stark gesprungene Glasscheibe. Überhaupt hat mich der liebevolle Umgang zwischen Carl und seinem Vater stark berührt.
Mit Kriegsausbruch trennen sich die Wege der drei Freunde. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen mit dem Krieg, dem Töten, dem Verlust und der Trauer machen. Es zeigt sich immer deutlicher, dass die, die vor Kriegsausbruch schon in Saus und Braus gelebt haben, dies immer noch tun und ihre Macht dazu nutzen noch mehr Reichtum anzusammeln. Menschlichkeit bleibt auf der Strecke.
Mir hat das Buch kurzweilige Lesestunden verschafft. Isi, Carl und Arthur habe ich in mein Herz geschlossen. Das Ende des Buches bedeutet für mich: es geht weiter mit den dreien – würde mich sehr freuen.
Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

Bewertung vom 05.07.2020
Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14
Bergmann, Renate

Ans Vorzelt kommen Geranien dran / Online-Omi Bd.14


sehr gut

Renate Bergmann, 82 Jahre, lebt in Berlin Spandau. Sie ist für ihr Alter noch sehr rege und unternehmungslustig und so will sie nun gemeinsam mit Kurt und Ilse einen Campingurlaub machen. Eigentlich ist es mehr betreutes Camping, denn das Wohnmobil wird von ihrem Neffen Stefan zum Platz gefahren und Kontrollen während des Aufenthaltes sind avisiert. Doch da bleibt Renate von genügend Zeit um ein „wenig“ Leben in das Campingleben zu bringen….
Es ist mein erstes Buch aus der schon recht zahlreichen Renate-Reihe und ich muss sagen: kurzweilig und humorvoll brachte es mich bereits auf den ersten Seiten zum Lachen. Eins ist Renate – eine absolute Plaudertasche, die vom Hundertsten zum Tausendsten kommt. Ja sie laminiert, ach nein lamentiert über Gott und die Welt. Jedem, ob er es hören will oder nicht, gibt sie ihre Lebensweisheiten zum Besten. Dabei steht sie auch der modernen Technik positiv gegenüber, kann mit dem Händi umgehen und kennt sich mit dem Interweb aus.

Bewertung vom 05.07.2020
Ein Wort, um dich zu retten
Musso, Guillaume

Ein Wort, um dich zu retten


gut

Ja ich habe mich mit dem Erzählstil des Autors am Anfang recht schwergetan. Da gibt es zu Beginn von Kapiteln sinnhafte Zitate von namhaften Persönlichkeiten, dann einige andeutende Worte des Ich-Erzählers und dann erst entrollt sich die eigentliche Geschichte des Romans. Da gibt es Nathan Fawles, ehemals erfolgreicher Schriftsteller, der nun auf der französischen Insel Beaumont völlig zurückgezogen lebt und die Schriftstellerei seit 20 Jahren an den Nagel gehängt hat. Aber auch die Menschen, sollten sie versuchen mit Fragen in ihn zu dringen weist er ab und führt auf seinem abgeschotteten Anwesen ein sehr einsames Leben. Nur Raphael Batille (24 Jahre und aufstrebender wenn auch noch völlig unerfahrener Schriftsteller) lässt sich von Nathans Abweisungen nicht entmutigen. Er hofft auf Tipps und Anregungen von Nathan zu seinem Erstlingswerk „Die Unnahbarkeit der Baumkronen“. Ganz andere Beweggründe hat Mathilde Monney, die ebenfalls versucht mit Nathan in Kontakt zu treten. Es entspinnt sich eine Geschichte um einen Fotoapparat der Jahrzehnte verschollen war, der einen Weg über die halbe Welt zurückgelegt hat und auf dessen Chip brisante Bilder über jahreslang gehütete Geheimnisse und schlussendlich das Geheimnis um Nathans Zurückgezogenheit zu finden sind. Insofern war die Geschichte sehr wendungsreich und nicht vorhersehbar, was ich gut fand. Wenn da nicht diese vielen Aus- und Abschweifungen gewesen wären. Insgesamt betrachtet gibt’s von mir 3,5 Lese-Sterne.