Autor im Porträt

Toptitel von Castle Freeman

Auf die sanfte Tour

Auf die sanfte Tour

Broschiertes Buch
"Keine Frage, das wäre eine Rolle für den alten John Wayne gewesen."
Rainer Moritz in 'Die Welt'
Aus einer abgelegenen Villa in Vermont, USA, wird ein Safe gestohlen, der dummerweise der Russenmafia gehört. Sheriff Wing will das Verbrechen aufklären, bevor die Russen den Dieb erwischen. Das bedeutet eine harte Probe für seine oberste Regel: Im Wettlauf gegen die Zeit ist die wichtigste Fähigkeit Geduld. Der übereifrige Deputy Keen, der Wing unbedingt ablösen will, sieht das völlig anders und verspricht, hart durchzugreifen.…mehr
10,90
Männer mit Erfahrung

Männer mit Erfahrung

Broschiertes Buch
Schräger Humor, ungleiche Helden - ein Meisterstück!
Lillian fühlt sich von einem undurchsichtigen Typen namens Blackway verfolgt. Eines Morgens liegt ihre Katze tot vor der Tür. Der Sheriff kann nichts für sie tun, deshalb sucht sie Hilfe bei einem Club kauziger alter Männer. Beeindruckt von ihrem Mut, stellen diese ihr den betagten Lester und den hünenhaften, etwas beschränkten Nate als Schutz zur Seite. Lillian traut den beiden nichts zu, aber sie lassen sich nicht abwimmeln, und so verfolgen sie Blackway schließlich gemeinsam durch die Wälder von Vermont. Ein extrem spannender und vibrierend lustiger Roman mit einer wie nebenbei eingeträufelten gehörigen Portion Lebensklugheit.…mehr
10,90

Castle Freeman

Castle Freeman jr., geboren 1944, wuchs in Chicago auf, studierte an der Columbia University und zog 1972 nach Vermont. Er arbeitete als Korrektor, Redakteur, Lektor und Autor für Zeitschriften. Er verfasste über ein halbes Dutzend Bücher und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Castle Freeman: "Der Klügere lädt nach"

Castle Freeman: "Der Klügere lädt nach"

In den Wäldern von Vermont treibt ein riesiger Killerhund sein Unwesen, nachdem er seinem Züchter, einem pensionierten Polizisten namens Clabrese, durchgebrannt ist. Der italienische Mastiff reißt Schafe, Schweine, sogar Rinder. Sheriff Wing und die anderen Männer nennen ihn Don Corleone. Wings Frau hält das Tier für eine Legende - bis es eines Abends tatsächlich um ihr Haus streift.

Mit welcher Ironie und gleichzeitig wie realitätstreu eine Nebenhandlung hier auf Arthur Conan Doyles Klassiker "Der Hund von Baskerville" verweist, ist typisch für den US-amerikanischen Autor Castle Freeman. Stilsicher nutzt er für seine kurzen Spannungsromane Elemente aus dem Krimi- und Thrillergenre, kombiniert sie mit viel lakonischem Humor sowie makabren Momente. Daraus strickt er dichte, dialogreiche Provinzlerporträts, die er in seiner Heimat Neuengland ansiedelt.

Sein dritter auf Deutsch erschienener Roman dreht sich wie die Vorgänger "Männer mit Erfahrung" und "Auf die sanfte Tour" um schrullige Hinterwäldler. Wie im letzten Band steht Sheriff Lucian Wing als Icherzähler im Mittelpunkt der Handlung. Diemehr

Interview mit Castle Freeman zu "Der Klügere lädt nach"

Interview mit Castle Freeman zu "Der Klügere lädt nach"

Ihre Romane sind geprägt von unkonventionellen Charakteren und einer provinziellen Atmosphäre. Würden Sie sie dennoch als Kriminalromane oder gar Thriller bezeichnen?

Castle Freeman
: Eher nicht. Ich sehe meine Romane als so etwas wie Komödien über eine gewisse Lebensweise im ländlichen Amerika. Sie haben etwas Dokumentarisches. Ihre Energie ziehen sie aus erzählerischen Elementen, die man aus Thrillern und Kriminalromanen kennt. Ihr Kern aber sind nicht Action, Spannung und Rätsel, sondern Szenerie, Humor und Stil.

Wie wichtig sind die Schauplätze Ihrer Romane? Sind es reale Orte?

Castle Freeman
: Die Bedeutung von Orten und Schauplätzen für mich kann gar nicht zu hoch eingeschätzt werden. Jeder der das ländliche nördliche Neuengland kennt, wird die Szenerien wieder erkennen. Dennoch beziehe ich mich nicht auf reale Plätze. Genauso beziehen sich die Charaktere nicht auf reale Personen.


Ihr neues Buch "Der Klügere lädt nach" (im Original: "Old Number Five") beginnt mit einem Bibelzitat: dem vierten Gebot (ursprünglich das fünfte), man solle
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Kundenbewertungen

Der Klügere lädt nach

Bewertung von Iamnomorningperson am 10.09.2018
Nachdem ich "Männer mit Erfahrung", "Auf die sanfte Tour" und vor allem den lakonischen Sheriff Lucian Wing heiß und innig liebe, musste auch der dritte Teil der losen Reihe bei mir einziehen. Und ich habe es keinen Buchstaben lang bereut. Castle Freeman ist ein Meister, der es versteht, seine Leser bei der Zeile zu halten :) Meine Meinung Was für ein fulminanter dritter Teil der Reihe um den gemächlichen Sheriff Wing! Seine geliebte Clemmie hat sich einem anderen Mann zugewandt und sogar er selbst wird kräftig umworben, was dem Leser das ein oder andere breite Grinsen ins Gesicht treibt. Das Verbrechen schläft natürlich auch nicht und diesmal kann sich Lucian nicht wie gewohnt mit seiner ruhigen, abwartenden Art bis zur Auflösung des Falles kämpfen ... Diesmal arbeitet nämlich DAS GESETZ gegen ihn bzw. seine Überzeugungen. Ich möchte eigentlich gar nicht zu viel von der Handlung verraten, weil man das Buch einfach selbst gelesen haben muss! Ich sage nur, dass alte Bekannte zurückkehren und noch mal einen ganz großen, bedeutenden Auftritt bekommen. Man erfährt einmal mehr etwas über Lucians Vergangenheit und wie er zu seinem Posten als Sheriff kam. Das war herzerwärmend und höchst amüsant zu lesen. Ich liebe die Dynamik zwischen den Agierenden und ich liebe Sheriff Wingate. Hoffentlich kommt da noch mehr! Geschrieben ist es in Freemans gewohnt lakonischer Art, die mir so gut gefällt. Und wieder gibt es lustige Dialoge zwischen den Alten, die sich wie ein Film vor dem geistigen Auge abspielen. Da wird zackig geliefert, ähnlich Pistolenschüssen. Ob wirklich geschossen wird, müsst ihr selbst nachlesen! Bewertung und mein Fazit zu "Der Klügere lädt nach" Ein fulminanter dritter Teil, der noch mehr Einblicke in Sheriff Lucian Wings Werdegang gibt und mit einer spannenden Handlung aufwartet, die sich in einem ganz großen Knall löst! Wie immer herrlich amüsant, spannend und liebevoll geschrieben! ABSOLUT LESENSWERT!

Der Klügere lädt nach

Bewertung von gagamaus aus München am 09.02.2018
Für meinen Geschmack verrät der Klappentext eindeutig zu viel vom Plot des neuen Buches von Castle Freeman. „Der Klügere lädt nach“ ist das dritte auf Deutsch veröffentlichte Werk dieses nordamerikanischen Autors. Allesamt sind bei Nagel und Kimche in schlanker, hochwertiger Form erschienen. Freeman gehört zu den Autoren, die ihre Erzählstruktur auf das Wesentliche reduziert haben und mit wenigen Worten nicht nur Landschaften und gesellschaftliche Strukturen treffend und eindringlich beschreiben können, sondern deren Stärke auch die scharfe Zeichnung facettenreicher Charaktere ist. Sheriff Lucian Wings wirkt auf den ersten Blick wie ein tiefenentspanntes Landei. Ein Gesetzeshüter, der wenig zu tun hat, einer, der aus Langeweile und um seinen Verdienst aufzubessern jede Art von Handwerkerjobs annimmt. Einer, der weder besonders gut im Schießen ist noch ein begnadeter Ermittler. Außerdem hat ihn seine Frau vor die Tür gesetzt um sich mit einem anderen zu vergnügen. Jeder in der Gemeinde weiß Bescheid und bemitleidet den Sheriff der gute Mine zum bösen Spiel macht. Gleiches tut er scheinbar auch bei einigen seltsamen Unfällen bei denen über die Jahre mehrere Männer Opfer von Verstümmelungen werden und häufig kurz darauf spurlos verschwinden. Dies ist dem Stadtratsvorsitzenden ein Dorn im Auge und der beschließt, dem Sheriff Dampf zu machen. Ruhig und fast beschaulich kommt das Buch anfangs daher. Aber der Eindruck täuscht. In der kleinen Gemeinde im Herzen der USA brodelt es ganz gehörig. Erst mit der Zeit erkennt man, dass der Sheriff nicht auf den Kopf gefallen ist aber seine ganz eigene Art hat, mit den seltsamen Vorfällen und auch mit der Untreue seiner Frau umzugehen. Freeman ist ein Meister der Reduktion. Seine Geschichten sind auf wie komprimiert, voller Sarkasmus aber auch voller Liebe für die Unzulänglichkeiten seiner Hauptdarsteller. Seine Sprache ist klar und präzise, seine lakonischen Dialoge gehören mit zum Besten was es in diesem Genre gibt und könnten eins zu eins verfilmt werden. Ich habe den Eindruck Castle Freeman steigert sich noch mit diesem Buch und kann das Buch mit großer Begeisterung empfehlen.