Autor im Porträt

Toptitel von Arno Geiger

Der Hahnenschrei. Drei Reden

Broschiertes Buch
"Mitten im Schreiben lerne ich, wie ich leben muss." - Arno Geiger über sein Leben, sein Schreiben und seine Romane
"Beim Schreiben nehme ich meine Figuren als das an, was sie sind, Helden und Hasenfüße in einem - ob´s mir gefällt oder nicht. Das ist auf der inhaltlichen Ebene meine Form der angestrebten schriftstellerischen Integrität." Diese Integrität hat Arno Geiger - mit Büchern wie Es geht uns gut, Der alte König in seinem Exil und Unter der Drachenwand - zu einem der bedeutenden Autoren der deutschsprachigen Literatur der Gegenwart gemacht. Hier schreibt er über die eigene Sprache, über "den Ort, an dem ich anfing, das Leben zu erlernen", über einen Mann, der nicht mehr will als den Krieg zu überleben. Seine Reden sind Auskünfte eines Autors, der von sich selbst wissen will, was sein Schreiben bedeutet.…mehr

 

12,00 €

 

Unter der Drachenwand

Broschiertes Buch
»Ein Glanzstück der Gegenwartsliteratur.« Dirk Knipphals in 'die tageszeitung'
Veit Kolbe, Soldat auf Heimaturlaub, verbringt ein paar Monate am Mondsee, in der Nähe von Salzburg, und trifft hier zwei junge Frauen. Was Margot und Margarete mit ihm teilen, ist seine Hoffnung, dass irgendwann wieder das Leben beginnt. Es ist 1944, der Weltkrieg fast sicher verloren, doch wie lang dauert er noch? Arno Geiger erzählt von Veits Albträumen, vom »Brasilianer«, der so gerne nach Rio de Janeiro zurückkehren würde, von der seltsamen Normalität in diesem Dorf in Österreich - und von der Liebe. Ein herausragender Roman über den Einzelnen und die Macht der Geschichte, über die Toten und die Überlebenden, über das, was den Menschen und den Krieg ausmacht.
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12,90 €

 

Arno Geiger

Geiger, ArnoArno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017), den Joseph-Breitbach-Preis (2018) und den Bremer Literaturpreis (2019).

Interview mit Arno Geiger

Interview Arno Geiger, Selbstporträt mit Flusspferd



Wie kamen Sie in "Selbstporträt mit Flusspferd" auf ein Zwergflusspferd als wichtige "Figur" und welche anderen Tiere kamen auch noch in die engere Auswahl?


Arno Geiger: Ich hatte einen Freund, der 2013 an einem Gehirntumor gestorben ist. Ein sehr guter Freund, Kinderarzt. Er hatte mir einige Dinge aus seiner Kindheit und Jugend erzählt, das Buch hat damit zu tun. Der Freund hat darunter gelitten, dass er als Kind dick gewesen war. Davon merkte man nichts mehr, er war schlank und sportlich, aber er hatte Angst, dass das dicke Kind zurückkehrt. Und irgendwie bin ich auf das Zwergflusspferd gekommen und hatte so ein Bauchgefühl, ja, das ist es, das fehlt mir. Und in dem Moment, als ich ein Zwergflusspferd vor Augen hatte, wusste ich auch, dass ich das Buch jetzt schreiben will. Dieses Gefühl hatte ich bei anderen Tieren nicht, überhaupt nicht.



Der Roman spielt in Wien im Jahr 2004, die Hauptfigur, Julian, ist 22 und auf der Suche nach Stabilität - innerer wie äußerer. Ist ihm dabei das standhafte Flusspferd ein guter Lehrmeister?


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