Autor im Porträt

Toptitel von Arno Geiger

Schöne Freunde

Broschiertes Buch
Ein Junge muss losziehen, um erwachsen zu werden
Inmitten eines Dorfes sitzen ein stummer Akkordeonspieler und Carlos, ein sonderbarer, elternloser Junge, vor einem Bergwerk - jeden Tag, bis ein schweres Grubenunglück die überlebenden Bewohner zwingt, den Ort zu verlassen. Auf seinem Weg ins Ungewisse beginnt er zu erzählen, von seiner beklagenswerten Kindheit, der erträumten Zukunft und Hoffnung auf eine große Liebe, die ihn irgendwo erwartet. Ein Roman voll sprudelnder Sprachfantasie und Komik, der tief in die menschliche Seele eindringt.
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11,00 €

Das glückliche Geheimnis

Broschiertes Buch
»Ein literarisches Ereignis!« Denis Scheck, WDR 2
Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oft ist er glücklich. Jahrzehntelang hat Arno Geiger ein Doppelleben geführt. Jetzt erzählt er davon, pointiert, auch voller Witz und mit großer Offenheit. Wie er Dinge tat, die andere unterlassen. Wie gewunden, schmerzhaft und überraschend Lebenswege sein können, auch der Weg zur großen Liebe. Wie er als Schriftsteller gegen eine Mauer rannte, bevor der Erfolg kam. Und von der wachsenden Sorge um die Eltern. Ein Buch voller Lebens- und Straßenerfahrung, voller Menschenkenntnis, Liebe und Trauer.
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14,00 €

Arno Geiger

Geiger, ArnoArno Geiger, 1968 geboren, lebt in Wolfurt und Wien. Sein Werk erscheint bei Hanser, zuletzt Alles über Sally (Roman, 2010), Der alte König in seinem Exil (2011), Grenzgehen (Drei Reden, 2011), Selbstporträt mit Flusspferd (Roman, 2015) und Unter der Drachenwand (Roman, 2018). Er erhielt u. a. den Deutschen Buchpreis (2005), den Hebel-Preis (2008), den Hölderlin-Preis (2011), den Literaturpreis der Adenauer-Stiftung (2011), den Alemannischen Literaturpreis (2017), den Joseph-Breitbach-Preis (2018) und den Bremer Literaturpreis (2019).

Interview mit Arno Geiger

Interview Arno Geiger, Selbstporträt mit Flusspferd



Wie kamen Sie in "Selbstporträt mit Flusspferd" auf ein Zwergflusspferd als wichtige "Figur" und welche anderen Tiere kamen auch noch in die engere Auswahl?


Arno Geiger: Ich hatte einen Freund, der 2013 an einem Gehirntumor gestorben ist. Ein sehr guter Freund, Kinderarzt. Er hatte mir einige Dinge aus seiner Kindheit und Jugend erzählt, das Buch hat damit zu tun. Der Freund hat darunter gelitten, dass er als Kind dick gewesen war. Davon merkte man nichts mehr, er war schlank und sportlich, aber er hatte Angst, dass das dicke Kind zurückkehrt. Und irgendwie bin ich auf das Zwergflusspferd gekommen und hatte so ein Bauchgefühl, ja, das ist es, das fehlt mir. Und in dem Moment, als ich ein Zwergflusspferd vor Augen hatte, wusste ich auch, dass ich das Buch jetzt schreiben will. Dieses Gefühl hatte ich bei anderen Tieren nicht, überhaupt nicht.



Der Roman spielt in Wien im Jahr 2004, die Hauptfigur, Julian, ist 22 und auf der Suche nach Stabilität - innerer wie äußerer. Ist ihm dabei das standhafte Flusspferd ein guter Lehrmeister?


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