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Die 28-jährige Ayami ist Assistentin im einzigen Hörtheater von Seoul, nun wird es für immer geschlossen. Ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie ihr Leben künftig aussehen soll, streift sie bis spät in die Nacht mit dem Theaterdirektor durch die Straßen der Stadt, sie suchen nach einer gemeinsamen verschollenen Freundin und sprechen über Lyrik, Teilzeitjobs und die Vergeblichkeit von Liebe. Am nächsten Tag verdingt sie sich als Dolmetscherin eines gerade angereisten Krimiautors, sie sprechen über Literatur, Fotografie und die Vergeblichkeit, in den Norden zu reisen. Und während di...
Die 28-jährige Ayami ist Assistentin im einzigen Hörtheater von Seoul, nun wird es für immer geschlossen. Ohne eine Vorstellung davon zu haben, wie ihr Leben künftig aussehen soll, streift sie bis spät in die Nacht mit dem Theaterdirektor durch die Straßen der Stadt, sie suchen nach einer gemeinsamen verschollenen Freundin und sprechen über Lyrik, Teilzeitjobs und die Vergeblichkeit von Liebe. Am nächsten Tag verdingt sie sich als Dolmetscherin eines gerade angereisten Krimiautors, sie sprechen über Literatur, Fotografie und die Vergeblichkeit, in den Norden zu reisen. Und während die Sommerhitze Seoul in einen Tempel betäubender Mattigkeit verwandelt, hält allmählich die Vergangenheit Einzug und lässt die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Traum zerfließen.
Weiße Nacht ist ein flirrender Fiebertraum, in dem wir eine Welt eintauchen, die unter dem Sichtbaren liegt. Eine Welt, in der mehrere Versionen unserer selbst gleichzeitig existieren und die von Schönheit und Güte und Abgründigem bewohnt ist.
Weiße Nacht ist ein flirrender Fiebertraum, in dem wir eine Welt eintauchen, die unter dem Sichtbaren liegt. Eine Welt, in der mehrere Versionen unserer selbst gleichzeitig existieren und die von Schönheit und Güte und Abgründigem bewohnt ist.
Bae Suah, geboren 1965 in Seoul, studierte Chemie und schrieb versehentlich ihre erste Kurzgeschichte, als sie das 10-Fingersystem am Computer lernte. Heute gilt sie als die originellste Stimme der koreanischen Gegenwartsliteratur. Sie hat u.a. Kafka, W.G. Sebald und Christian Kracht ins Koreanische übersetzt und hat zahlreiche Romane und Erzählungsbände veröffentlicht. Weiße Nacht ist ihr erster Roman auf Deutsch. Bae Suah lebt in Seoul und Berlin.
Produktdetails
- Verlag: Suhrkamp
- Originaltitel: Allyeojiji anh-eun bamgwa haru
- Seitenzahl: 159
- Erscheinungstermin: 11. August 2021
- Deutsch
- Abmessung: 215mm x 133mm x 20mm
- Gewicht: 302g
- ISBN-13: 9783518430170
- ISBN-10: 3518430173
- Artikelnr.: 61382687
Herstellerkennzeichnung
Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
info@suhrkamp.de
»Die koreanische Schriftstellerin Bae Suah entführt uns in ein surreales Seoul.« Roman Lach DIE ZEIT 20211222
Verwirrender Traum
"Weisse Nacht" von Bae Suah ist ein Roman wie ein Traum. Teilweise findet er sehr schöne beschreibende Worte, teilweise hat er mich total verwirrt zurück gelassen.
Ayami arbeitet in einem Hörtheater in Seoul, dass nun endgültig geschlossen werden …
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Verwirrender Traum
"Weisse Nacht" von Bae Suah ist ein Roman wie ein Traum. Teilweise findet er sehr schöne beschreibende Worte, teilweise hat er mich total verwirrt zurück gelassen.
Ayami arbeitet in einem Hörtheater in Seoul, dass nun endgültig geschlossen werden soll. Wir begleiten hier sie und ihre Gedanken an ihrem letzten Tag und auf dem Weg in eine noch unbekannte Zukunft.
Ich habe diesen Roman als Hörbuch gehört und weiss nicht, ob das der Grund ist, dass ich der Handlung so schlecht folgen konnte. Mein Gefühl war, als ob ich Fieberfantasien und Halluzinationen folgte, denen man gar nicht folgen kann.
Teilweise fand ich es sehr interessant, wenn es um das Land und das Leben darin ging und dann war man schon wieder ganz woanders. Die Hitze in Seoul, die Abgeschiedenheit Ayamis, das alles war fast greifbar beschrieben, aber die Geschichte blieb mir fremd, ich bekam den Kern nicht zu fassen. Diese Sinnestäuschungen und Spiegelungen sind gewollt und waren grandios beschrieben, für mich bliebe es farblos und fremd.
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Baes Roman gleicht dem Blick in ein Kaleidoskop, das regelmäßig bewegt wird. Es entstehen immer neue Welten in Raum und Zeit, nur um sich kurz darauf wieder aufzulösen. Die Figuren in diesen Welten ähneln sich und sind doch unterschiedlich. Die einzige Konstante ist die …
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Baes Roman gleicht dem Blick in ein Kaleidoskop, das regelmäßig bewegt wird. Es entstehen immer neue Welten in Raum und Zeit, nur um sich kurz darauf wieder aufzulösen. Die Figuren in diesen Welten ähneln sich und sind doch unterschiedlich. Die einzige Konstante ist die drückende Hitze Seouls, eine allgegenwärtige Protagonistin, die die übersinnliche Wahrnehmung steigert und uns womöglich halluzinieren lässt.
Wir folgen Ayami, einer jungen Frau mit freiem Geist, auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und sich selbst. Währenddessen wird das Buch zu einer Meditation über den Ursprung des menschlichen Daseins, unsere Vergänglichkeit und die Vergänglichkeit unserer Beziehungen. Sind wir vielleicht nur das Produkt der Vorstellung eines anderen? Was, wenn der Schlaf desjenigen, der uns träumt, allmählich schwächer wird?
Bae verwebt kunstvoll immer wiederkehrende Motive in ihren fantastischen Welten bis sie uns gänzlich verwirrt, aber auch unglaublich bezaubert hat. Ein außergewöhnlicher Roman!
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Das Cover ist sehr passend gewählt für das Buch und dessen Inhalt. Ayami ist eigentlich eine Schauspielerin, arbeitet aber bis zu dessen Schließung in einem Hörtheater in Seoul. Der letzte Arbeitstag endet und gemeinsam mit ihrem ehemaligen Chef, dem Theaterdirektor streift sie …
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Das Cover ist sehr passend gewählt für das Buch und dessen Inhalt. Ayami ist eigentlich eine Schauspielerin, arbeitet aber bis zu dessen Schließung in einem Hörtheater in Seoul. Der letzte Arbeitstag endet und gemeinsam mit ihrem ehemaligen Chef, dem Theaterdirektor streift sie durch die Stadt……
Man weiß beim lesen absolut nicht was wahr ist oder der Phantasie entsprungen und man findet es auch nicht wirklich heraus.
An manchen Stellen war es mir zu sprunghaft im Szenenwechsel, da konnte ich nicht ganz folgen, was vermutlich beabsichtigt ist.
Der Schreibstil ist surreal und sprunghaft und für mich leider nicht ganz optimal.
Diese Art Buch ist mir ein Hauch zu abgedreht obwohl ich es an sich ganz gut geschrieben fand und ich denke das man es entweder liebt oder halt nicht ganz was damit anfangen kann. Ich gehöre wohl leider zu letzterem - die Beschreibung „flirrender Fiebertraum“ kann ich voll und ganz unterschreiben
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Außerordentlich!
Außerordentlich, weil nichts mehr geordnet ist; alles in Auflösung; surrealistisch anmutende Szenarien; nichts ist, wie es scheint! Was denkt man da als Leser:in? Genialer Text oder das Schreibresultat einer zerrütteten, womöglich unter Drogeneinfluss …
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Außerordentlich!
Außerordentlich, weil nichts mehr geordnet ist; alles in Auflösung; surrealistisch anmutende Szenarien; nichts ist, wie es scheint! Was denkt man da als Leser:in? Genialer Text oder das Schreibresultat einer zerrütteten, womöglich unter Drogeneinfluss stehenden Seele. Ich denke: Das Durchhalten bis zur letzten Seite ist absolut lohnenswert! Ist doch der Text auch ein Spiegelbild unserer zerrütteten Welt, in der ja schließlich auch auf nichts & niemanden mehr Verlass ist. Und immer wieder das Radio, welches in unterschiedlichsten Situationen zwischentönt; sich ständig wiederholende Szenarien - der geschirrtuchartige Rock, hochgeblasen durch den Wind; die Menschen sind nicht die, für die man sie hält; das Irreale hält Einzug in eine Welt, die vor Hitze vergeht; Dichter schreiben Kriminalromane; Yoni ist nicht Yoni und zudem noch verschwunden; und die Hörbuchbibliothek schließt, deren letztes Hörstück aber überall auftaucht. Es hat sich etwas verrückt in der Welt - die Seltsamkeit ist zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Und das große Rätsel kondensiert sich in einem handbeschrifteten Zettel, den ein Nicht-Taschendieb den Passanten in die Taschen schmuggelt: "Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?" Ein wunderbar verstörendes Buch - auf dass nam sich aber einlassen muss!
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Ein surrealer Sommer in Seoul
Koreanische Literatur kann für westliche Lesern häufig ungewöhnlich sein, man denke z.B. an Han Kang (Die Vegetarerin), Bae Suah erinnert mich latent an diese Autorin. Auch in Weisse Nacht sind manche Passagen durchaus rätselhaft und …
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Ein surrealer Sommer in Seoul
Koreanische Literatur kann für westliche Lesern häufig ungewöhnlich sein, man denke z.B. an Han Kang (Die Vegetarerin), Bae Suah erinnert mich latent an diese Autorin. Auch in Weisse Nacht sind manche Passagen durchaus rätselhaft und außergewöhnlich. Das hat einen eigenen Reiz!
Weisse Nacht wurde von Sebastian Bring aus dem koreanischen übersetzt.
Zur Handlung:
Ayami war eine erfolglose Schauspielerin, die daher als Angestellte in einem Hörtheater arbeitete, das jetzt leider schließen muss. Für Ayami droht Arbeitslosgkeit.
Ayami ist eine verschlossene, zurückhaltende Frau, die rätselhafte Dinge und Menschen anzuziehen scheint. Meistens ist sie für sich, außer ab und zu mit dem Direktor des Hörtheaters und einer Lehrerin. Ein Thema ist daher auch die Einsamkeit.
Ich mag die Gespräche. Es sind reflektive, bedeutungsvolle Dialoge.
Eine weitere wichtige Figur im Mittelteil ist Buha, der Dichter werden möchte.
Ayami holt dann für eine Freundin einen Schriftsteller vom Flughafen ab. Der Grat zwischen Fiktion und Realität wird immer schmaler. Eine gewisse Desorientierung durchzieht den Roman.
Bae Suah verfügt über einen eigenwilligen Stil, den ich sehr schätze und bei dem sie häufig mit Themen und Motiven spielt, die im Roman immer wieder in leicht veränderter Form auftauchen und es gibt auch surreale Momente.
Ich hoffe auf weitere Büchern von Bae Suah in Deutscher Übersetzung.
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Meine Meinung:
leider konnte mich dieses Buch so gar nicht erreichen. Es ist insgesamt eine Aneinanderkettung von Verwirrungen, Fieberträumen und surrealen Geschehnissen.
Ich habe zu keiner Zeit so wirklich in dieses Buch rein gefunden. Der Klappentext hatte mich ja ursprünglich sehr …
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Meine Meinung:
leider konnte mich dieses Buch so gar nicht erreichen. Es ist insgesamt eine Aneinanderkettung von Verwirrungen, Fieberträumen und surrealen Geschehnissen.
Ich habe zu keiner Zeit so wirklich in dieses Buch rein gefunden. Der Klappentext hatte mich ja ursprünglich sehr neugierig gemacht, allerdings hat sich das, als ich mit dem Lesen begonnen hatte schnell gelegt. Immer wieder habe ich mich während des Lesens gefragt, was ist jetzt Realität, was ist Spinnerei. Auch wurde vieles im laufe des Buches wiederholt, was auch echt störend war. Da es sich ja um ein relativ dünnes Buch handelt, war das wirklich erstaunlich. Hier hätte ich mir echt mehr Abwechslung gewünscht. Leider konnten mich auch die einzelnen Charaktere nicht wirklich erreichen, was aber wahrscheinlich der Gesamtsituation geschuldet ist.
Insgesamt ist mir dieses Buch zu Wirr, zu Farblos, zu Surreal, leider einfach nicht meins.
Mein Fazit:
Leider nur 2 Sterne.
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Traumcollage in der Hitze Seouls
In „Weiße Nacht“ begleiten die Leser*innen 5 Protagonist*innen durch die Hitze Seouls. Es sind eine Schauspielerin, die zwei Jahre lang im einzigen Hörtheater Seouls assistierte, der (ehemalige) Direktor des Hörtheaters, eine …
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Traumcollage in der Hitze Seouls
In „Weiße Nacht“ begleiten die Leser*innen 5 Protagonist*innen durch die Hitze Seouls. Es sind eine Schauspielerin, die zwei Jahre lang im einzigen Hörtheater Seouls assistierte, der (ehemalige) Direktor des Hörtheaters, eine Deutschlehrerin, ein deutscher Schriftsteller und ein koreanischer Dichter, der noch nie ein Gedicht verfasst hat. Sie alle verbindet eine gewisse Einsamkeit und Ziellosigkeit.
Weiße Nacht wurde als „flirrender Fiebertraum“ angekündigt. Diese Beschreibung fängt die Atmosphäre sehr gut ein. Die Szenen folgen der Logik eines Traums: Vertrautes existiert neben Befremdlichem. Der Text ist voller Sprünge, die Sprache häufig bildlich, die Dialoge sind zuweilen seltsam, nichts scheint greifbar. Den Protagonist*innen haftet etwas Unwirkliches, Geisterhaftes an. Immer wieder verschwimmen Zeiten und Perspektiven.
Bae Suahs Erzählweise ist durch Wiederholungen geprägt, die beim Lesen stutzig machen, einen Déjà-vu-Effekt auslösen und auffordern Verbindungen herzustellen. Aber auch diese Verbindungen entziehen sich einer Logik und lassen sich, wenn überhaupt, eher intuitiv begreifen. Zu den immer wiederkehrenden Elementen gehören ein Radio, das sich selbst an und abschaltet, um dann mehr oder weniger dieselbe Botschaft zu übermitteln, Gerüche, dasselbe Kleidungsstück, eine Geste, gleißend helle Objekte, ein pockennarbiges Gesicht und viele weitere. „Weiße Nacht“ ist voller Andeutungen, bleibt aber vage und geheimnisvoll. Immer wieder wird auf „Die Blinde Eule“, ein Werk des iranischen Schriftstellers Sadegh Hedayat verwiesen. Der deutsche Schriftsteller, der nach Seoul reiste, um einen Kriminalroman zu schreiben, erläutert in einer Szene seine Arbeitsweise wie folgt: „Wenn ich ein Buch schreibe, plane ich verschiedene alternative Versionen und versuche, so viele wie möglich davon aufzuschreiben.“ (S. 146). „Weiße Nacht“ liest sich fast so als hätte Bae Suah genauso gearbeitet, keine Auswahl getroffen und alle Versionen in einer Collage angeordnet.
Ihr Roman lässt sich flüssig lesen, fasziniert und irritiert. Ich habe mich irgendwie in diesen Traumsequenzen verloren. Nach Beendigung der Lektüre herrscht bei mir vor allem Ratlosigkeit. Ich weiß nicht so recht, was ich mit der Lektüre und den Traumbildern anfangen soll. Vielleicht fehlt mir dazu das kulturelle Hintergrundwissen. Ich fühle mich wie nach einem rätselhaften Traum, der ohne starke Emotionen dahinplätscherte und dadurch für mich auch leider keine Bedeutung erlangen konnte.
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Dies ist kein Wohlfühlbuch. Man liest sich durch diesen Roman wie durch ein Labyrinth verwinkelter schmaler Gassen, während ständig der Boden wegzukippen droht. Das anfänglich langsam ansteigende Summen wird schnell zu einem Gefühl permanenter Schieflage. Unaufhaltsam geht …
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Dies ist kein Wohlfühlbuch. Man liest sich durch diesen Roman wie durch ein Labyrinth verwinkelter schmaler Gassen, während ständig der Boden wegzukippen droht. Das anfänglich langsam ansteigende Summen wird schnell zu einem Gefühl permanenter Schieflage. Unaufhaltsam geht es weiter, während man hat keine Ahnung hat, wohin eigentlich.
Ayami hat ihren letzen Arbeitstag an einem Hörtheater in Seoul, bevor es für immer schließt. Sie weiß nicht, wohin das Leben sie führen wird, nach dieser nass-heißen Nacht, die gefüllt ist mit Freunden, Fremden, Doppelgängern und Geistern, die sich ineinander auflösen.
Mantraartige Wiederholungen und Überschneidungen verschieben die Grenzen zwischen Realität und Fiktion ins Unerklärbare. Befinden wir uns in einem Roman, einem Film, einer reality-tv-show?
Es ist schwierig, etwas Genaues zum Inhalt dieses Romans zu formulieren. Sicher sagen kann ich nur eines: diesen Roman wie eine klassische Erzählung im Sinne des Entwicklungsromans begreifen zu wollen, wäre falsch. Natürlich gibt es eine Handlung. Was mir aber besonderes oft bei Rezensionen auffällt, ist, dass viele Leser enttäuscht sind, wenn sie keine runde, zuende erzählte Geschichte mit Problemstellung und Auflösung erwartet. Diese gibt es hier nicht, vieles bleibt unklar und assoziativ, wie ein Fiebertraum.
Dafür erlebt man eine atmosphärische Dichte, die nachhallt, wenn man bereit ist, dieses kurze Buch als eine Art Gedicht anzunehmen. Es zeigt (wie zum Beispiel bei Han Kangs DIE VEGETARIERIN) eine andere Seite des Bildes vom technologisierten, hippen, reichen und immer jungen Seoul, das man sonst oft in den Medien findet. Eine gar nicht durchschnittliche Geschichte über eine durchschnittliche Frau.
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Erneut eine traumhafte Geschichte aus Korea! Das vorliegende Buch "Weisse Nacht" ist in jedem
Lesemoment packend und mitreißend.
Überzeugen konnte mich neben der originellen und wunderbar divers interpretierbaren Geschichte vor allem der total angenehm zu lesende …
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Erneut eine traumhafte Geschichte aus Korea! Das vorliegende Buch "Weisse Nacht" ist in jedem
Lesemoment packend und mitreißend.
Überzeugen konnte mich neben der originellen und wunderbar divers interpretierbaren Geschichte vor allem der total angenehm zu lesende Schreibstil. Auch wenn das Buch nur knapp 160 Seiten vorweisen kann, wird man sofort in das Geschehen einbezogen und folgt der literarischen Reise der Protagonisten. Stellenweise wird für Verwirrung gesorgt, da nicht zwischen Realität und „Traum“ unterschieden werden kann. Das spiegelt wiederum wunderbar das Cover wieder. Auch hier greift das Symbol der Hypnose.
Aus der Geschichte können verschiedenste Lehren gezogen, die ebenfalls nachdenklich machen, da aus dem echten und sehe authentisch gehaltenem Leben einer jungen Frau erzählt wird, obwohl dies eine Fiktion ist.
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Auf der Suche sich treiben lassen und alles fließt
Korea ist ein fernes für viele vielleicht auch exotisches und in seinem gesellschaftlichen Gefüge sehr fremdes Land und diese irgendwie im Raum schwebende Geschichte öffnet eine Welt, die tief hinein geht in das Innerste …
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Auf der Suche sich treiben lassen und alles fließt
Korea ist ein fernes für viele vielleicht auch exotisches und in seinem gesellschaftlichen Gefüge sehr fremdes Land und diese irgendwie im Raum schwebende Geschichte öffnet eine Welt, die tief hinein geht in das Innerste seiner Menschen. Auf jeden Fall kommt es mir so vor.
Der eine Mensch, der hier für viele steht, heißt Ayami. Schauspielerin ist die junge Frau gewesen, aber irgendwie ist ihr der Beruf auf ihrem Weg verloren gegangen, vielleicht auch durch ihre neue Arbeit als Mädchen für alles in einem Hörtheater in Seoul. Dort hat sie sich zwei Jahre darum gekümmert, dass der tägliche Ablauf 'funktioniert' und die einzige Person, die dort noch agierte, war ein Direktor, ein hochgebildeter Mann mit Studium, der jedoch jetzt genauso perspektivlos und mit wenig Hoffnung auf eine neue Anstellung auf der Straße steht, denn heute wird das Theater endgültig geschlossen.
Und nun treten diese Personen, sozusagen aus dem festen Fundament der geregelten Arbeit, hinaus auf die Straße und lassen sich Stück für Stück verschlingen von der siedend heißen Nacht der Stadt. Ganz langsam werden sie ihrer Konturen entledigt und zusammen mit anderen zu einem ineinander fließenden Traum, so faszinierend anders und erzählt mit einer zarten feinen von einer unterschwelligen Poesie getragenen Sprache, die uns einfach mitnimmt in diesen flirrenden Menschentraum.
Es ist etwas wirklich besonderes, sich diese ganz und gar koreanisch dargebotene Geschichte erlesen zu dürfen, mit all ihrer Traurigkeit, der Einsamkeit ihrer Menschen und einer berührenden Fremdheit, in einen aber dennoch sehr 'mitgenommen' hat.
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