Benutzername: Dartmaus
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Bewertungen

Insgesamt 43 Bewertungen
Bewertung vom 19.09.2017
Drei Tage und ein Leben
Lemaitre, Pierre

Drei Tage und ein Leben


ausgezeichnet

Das Cover des Buches zeigt einen Jungen der zusammengesunken da sitzt. Ich nehme der Junge soll Antoine darstellen. Es würde auf jeden Fall zum Inhalt passen.

Inhalt: Der zwölfjährige Antoine führt eigentlich ein ganz normales Leben. Doch eine Playstation und ein Mord verändern sein ganzes Leben. Nachdem er von seiner äußerst strengen Mutter das Verbot erhalten hat, sich mit seinen Freunden zum Playstation spielen zu treffen, verbringt er immer mehr Zeit alleine in seinem Baumhaus. Sein einziger verbliebener Freund ist Osysseus, der Hund der Nachbarn. Doch dann wird dieser von seinem Herrchen erschossen und Antoine muß das ganze mit ansehen. Aus blanker Wut und Trauer schlägt er dem sechsjährigen Remi einen Stock vor den Kopf. Antoine verlässt Beauval.
12 Jahre später, Antoines Leben hat sich insgesamt sehr positiv entwickelt, kehrt er nach Beauval zurück. Dort suchen ihn Schuldgefühle und Alpträume erneut heim. Und dann passiert eine weitere Katastrophe.

Meine Meinung: Dem Autor ist es gelungen mit seinem etwas außergewöhnlichen Schreibstil, das man als Leser tief in die Gefühle von Antoine sehen konnte. Alles was Antoine erlebt, fühlt man als Leser ganz deutlich mit. Auch die Wandlung von Antoine wird sehr deutlich dargestellt. Gelungen ist dem Autor auch die Darstellung, das ein falscher Schritt, ein ganzes Leben verändern kann. Schockiert war ich allerdings von dem Hass, den Antoine entwickelt hat. Aber leider ist es ja wirklich so, das bereits 12 jährige solche Taten ausüben. Doch diese Kaltschnäuzigkeit die Leiche dann auch noch verschwinden zu lassen, ist echt heavy.
Insgesamt ein sehr gelungenes Werk, das ich gerne weiterempfehle.

Mein Fazit: Grausam und mitreisend. Meine absolute Leseempfehlung.

Bewertung vom 13.09.2017
Irresistible - Ein Baby kommt selten allein (eBook, ePUB)
Martin, Lex

Irresistible - Ein Baby kommt selten allein (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Das Cover des Buch hat etwas anziehendes. Allerdings nicht wirklich passend zum Klappentext. Allerdings nachdem ich das Buch gelesen habe, passt es irgendwie.

Inhalt: Nach dem Tod seines Bruders, bekommt Brady das Sorgerecht für seine kleine Nichte Izzy. Brady und Katherine kümmern sich rührend um die Kleine und versuchen gleichzeitig ihre Farm am Laufen zu halten. Doch auch über ihre On/Off Beziehung hält die Beiden in Atem.

Meine Meinung: Mir hat die Geschichte insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, interessant und sehr gefühlvoll. Besonders gefallen hat mir, das abwechselnd aus Bradys und Katherines Sicht erzählt wird. So hat man immer einen Einblick, wo die Beiden Gemeinsamkeiten haben und wo sie sich unterscheiden oder die Situationen anders beurteilen. Brady und Katherine hatte ich vom ersten Moment an ins Herz geschlossen. Vorallem Brady ist nicht der sogenannte Bad Boy. So liebevoll wie er sich um die kleine Izzy kümmert, erkennt man ganz schnell den weichen Kern in ihm. Auch Katherine ist in meinen Augen eine ganz tolle Frau, die wirklich übermenschliches leistet. Und man erkennt in vielen Situationen die enorme Anziehungskraft zwischen den Beiden. Die Trauer um seinen Bruder kommt etwas zu kurz, doch das ist vielleicht der ganzen Situation geschuldet. Aber die Beziehungsentwicklung ist wirklich sehr ausführlich und realistisch dargestellt. Und man spürt in vielen Abschnitten einfach die Anziehungskraft der Beiden aufeinander. Man kann das Prickeln in der Luft förmlich spüren.

Mein Fazit: Ein gelungener Liebesroman, mit einigen erotischen Einblicken und ganz viel Liebe für ein kleines Mädchen das seine Eltern verloren hat. Bitte mehr davon.

Bewertung vom 01.09.2017
Sonntags in Trondheim / Die Lügenhaus-Serie Bd.4
Ragde, Anne B.

Sonntags in Trondheim / Die Lügenhaus-Serie Bd.4


ausgezeichnet

Das Cover des Buches ist schon etwas außergewöhnlich mit dem Schwein auf dem Felsen. Aber wie schon bei den vorhergehenden Bänden ein absoluter Hinkucker.

Inhalt: Die doch sehr außergewöhnliche und ziemlich schräge Familie Neshov ist zurück. Bruder Margido weiterhin um das Bestattungsunternehmen und den Bruder Tor, während der Vater im Altersheim sitzt und dort sein Leben genießt und Bruder Erlend mit Krumme und mittlererweile drei Kindern in einer glücklichen Familie in Kopenhagen lebt und keinerlei Gedanken mehr an seine „alte“ Familie verschwendet. Und dann taucht auf einmal wieder die uneheliche Tochter Tors auf, die vor Jahren vom Hof flüchtete. Und alles wird ganz anders als erwartet.

Meine Meinung: Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite sehr gut unterhalten. Insgesamt ist es nicht das Beste Buch der Serie, aber auch nicht das schlechteste. Besonders hat mir gefallen, das endlich auch das Geheimnis um Torunns Flucht gelüftet wird. Auch weitere Geheimnisse kommen ans Tageslicht, die ich so nicht erwartet hätte. Und Torunn selbst ist mir regelrecht ans Herz gewachsen, denn sie hatte es echt nicht leicht und hat dann den Mut nochmal ganz von vorne zu starten.
Der Schreibstil der Autorin ist wie bei allen anderen Büchern der Reihe interessant, flüssig und humorvoll. Man kann sich auch sehr gut in die einzelnen Situationen rein versetzen und fühlt sich dadurch den Familienmitgliedern noch näher.
Wieder mal eine tolle Geschichte mit der Familie Neshov und ich hoffe auf weitere Geschichten.

Mein Fazit: Absolut unterhaltsam und lesenswert, allerdings sollte man die ersten drei Bücher gelesen haben.

Bewertung vom 01.09.2017
Und du kommst auch drin vor
Bronsky, Alina

Und du kommst auch drin vor


ausgezeichnet

Das Cover des Buches ist erfrischend und bunt gestaltet. Insgesamt zwar schlicht aber doch auch besonders.

Inhalt: Die 15-jährige Kim steht eigentlich voll unter der Fuchtel ihrer Freundin Petrowa. Diese gibt immer den Ton an und Kim fügt. Als beide während des Unterrichts an einer Lesung teilnehmen, traut kim ihren eigenen Ohren kaum. Leah, die Autorin erzählt genau Kims Geschichte. Doch das Ende der Geschichte macht Kim zu schaffen und sie will alles dran setzen, dies zu ändern. Und nebenbei die Autorin dazu zubewegen, das Ende des Buches umzuschreiben.

Meine Meinung: Ein durchweg gelungener Jugendroman, der es mit einfachem, flüssigem und interessanten Schreibstil den Leser förmlich durch das Buch fliegen lässt. Man fiebert regelrecht mit Kim mit, als sie ihre eigene Geschichte liest und sich immer wieder wundert voher die Autorin das alles weiß. Besonders gefallen hat mir Kims Wandlung, die die Autorin auch sehr gut aufzeigt. Vom schüchternen und unsicheren Mädchen zu einem selbstbewußten Teenager, der weiß was er will. Fast gefühlvoll hat die Autorin die Beziehung zwischen Kim und Jasper beschrieben, die sich während des gemeinsamen Referats entwickelt.
Ich kann dieses Buch über das Erwachsenwerden, Freundschaft und die erste Liebe wirklich bedingungslos empfehlen und würde mich über weitere Bücher der Autorin freuen.

Mein Fazit: Tolles Jugendbuch über Liebe, Freundschaft und Erwachsenwerden.

Bewertung vom 30.08.2017
Wildfutter / Kommissar Vitus Pangratz Bd.1
Bayer, Alma

Wildfutter / Kommissar Vitus Pangratz Bd.1


ausgezeichnet

Das Cover des Buches ist schonmal der Hammer. Es deutet auf einen humorvollen bayrischen Regionalkrimi hin und was soll ich sagen, es wurde mir bestätigt.

Inhalt: Kommissar a.D. Vitus Pangratz geht in seinem (Un)Ruhestand seinem Hobby der Fotografie nach. Bei einem seiner nächtlichen Einsätze im Wildpark Blindham macht er im Wildschweingehege eine grausame Entdeckung. Er findet eine menschliche Hand. Nach den ersten Ermittlungen wird klar, das es sich um die Hand des Jugendtrainers Tiger Wild handelt. Da Vitus seinem Nachfolger bei der Kripo nicht vertraut, startet er mit seiner Tochter, der Reporterin Jo Coleman, seine eigenen Ermittlungen. Dabei bekommt er heimliche Unterstützung von seiner ehemaligen Sekretärin Liesel, die ihn nach wie vor vergöttert und ihm so immer wieder die gewünschten Informationen besorgt.


Meine Meinung: Ein wirklich gelungener, humorvoller, wenn auch nicht ganz so spannender Krimi, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Der Autorin ist es mit ihrem Schreibstil gelungen, das man sofort mitten in der Geschichte ist und oft immer das Gefühl hat, man ist mitten auf dem Sportplatz, im Tierpark etc. dabei. Man hat manchmal das Gefühl eine der verrückten Fußballmutter steht neben einem und schreit einem ins Ohr. Oder man hört Tigers Nachfolger Alois auf dem Platz rum schreien. Allerdings kommen natürlich auch die Intrigen unter den Eltern sehr gut rüber, denn natürlich möchte jede der Mütter das ihr Sprößling irgendwann bei Bayern München spielen kann und von den Talentscouts entdeckt wird. Die Ermittlungen nehmen zum Teil überraschende Wendungen und auch die Liebe kommt in diesem Buch nicht zu kurz. Denn irgendwie sind alle Protagonisten sexuell sehr aktiv und das nicht nur mit dem Partner. Und über allem thront der „Fußballgott“ Tiger Wild. Etwas überzogen war mir dann aber Tigers Trauerfeier mit der Fussballurne und den Söhnen in Bayern München Trikots. Aber für die Unterhaltung war es passend.
Ich hoffe das „Wildfutter“ der Anfang einer neuen Krimireihe um Vitus Pangratz und seine Tochter Jo ist und das weitere Fortsetzungen folgen werden.


Mein Fazit: Gelungener Regionalkrimi, in dem sich fast alles um Fussball dreht.

Bewertung vom 02.08.2017
Sieh mich an
Krügel, Mareike

Sieh mich an


weniger gut

Das Cover ist schonmal ein Eyecatscher. Der Fuchs, der einen anschaut, echt tolle Idee.

Inhalt: Katharina, die mit ihrem Mann eine Wochenendbeziehung führt, ist mit ihrem gesamten Leben ziemlich unzufrieden. Ihre Tochter leidet an ADHS und tyranisiert Lehrer, Freunde und Familie. Kurz und gut Katharina ist überfordert, fühlt sich von ihrem Ehemann immer wieder im Stich gelassen. Und dann entdeckt sie auch noch einen Knoten in der Brust, der ihren schlimmsten Alptraum wahr werden lässt. Doch bevor sie sich für weitere Untersuchungen entscheidet, lässt sie ein Teil ihres Lebens Revue passieren.

Meine Meinung: Bei diesem Buch bin ich echt etwas zwiegespalten. Ich hatte im Großen und Ganzen etwas anderes erwartet. Allerdings hat mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen und ich konnte das Buch relativ zügig lesen.
Katharina war mir schon ziemlich am Anfang ziemlich suspekt, so wirklich konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden. Auf der einen Seite vertraut sie ihrem Ehemann nicht mehr und fühlt sich mehr und mehr im Stich gelassen, auf der anderen Seite trennt sie sich nicht von ihm. Auch das Umgehen mit ihrer vermuteten Krankheit kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Statt einen Arzt aufzusuchen, macht sie sich Listen, was sie noch machen möchte, was sie noch lesen möchte (Die Schatzinsel etc.), was sie Verbrennen möchte etc. Also völlig sinnlose Dinge. Allerdings denke ich, das Katharina auch durch die Totgeburt ihres dritten Kindes psychisch sehr angeschlagen ist und diesen Verlust nie verdaut hat.
Leider muß ich echt sagen, das ich doch sehr angenervt war, aber vielleicht auch weil ich ein etwas anderes Buch erwartet hatte.

Mein Fazit: War leider nicht meins, aber dank des echt flüssigen Schreibstils habe ich das Buch doch zu Ende gelesen.

Bewertung vom 30.06.2017
Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8
Löhnig, Inge

Sieh nichts Böses / Kommissar Dühnfort Bd.8


ausgezeichnet

Das Cover des Buches ist typisch für Inge Löhnig und ihre Dühnfort Reihe. Gelungen und ansprechend und für jeden Dühnfort Fan unübersehbar.

Inhalt: Während Kommissar Dühnfort und Gina gerade ihre Flitterwochen und die Beerdigung von George (Lebensgefährte von Dühnforts Mutter) hinter sich haben und sich auf ihr erstes Kind freuen, wird während einer Prüfung für Polizeihunde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, denn die Eltern der Toten blockieren auf ihre Weise. Während sich Dühnfort und sein Team scheinbar in einer Sackgasse befinden, ereilt ihn ein weiterer Schicksalsschlag, denn er und Gina müssen die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Und dann wird eine weitere Leiche gefunden.

Meine Meinung: Wie nicht anders zu erwarten ist auch Dühnforts 8. Fall absolut fesselnd und spannend. Inge Löhnig gelingt es immer wieder mich zu begeistern. Gelungen ist ihre klare Struktur, die nachvollziehbaren Handlungsstränge, die Ermittlungswege und das Privatleben der einzelnen Personen. Man leidet und fiebert in vielen Abschnitten mit Tino und Gina mit und gerade bei ihrer schwierigen Entscheidung möchte man sie manchmal einfach nur in den Arm nehmen.
Auch in diesem Band hat die Autorin die einzelnen Themen sehr gut recherchiert und ausgearbeitet. Gerade das Thema „Down Syndrom“ hat sie sehr gefühlvoll und mitfühlend in die Geschichte einfließen lassen.
In so manchen Situationen habe ich Tino sehr bewundert, gerade bei den Besuchen bei Veronikas Eltern die sich in keinster Weise am Tod ihrer Tochter zu stören scheinen, bleibt er äußerlich cool, obwohl ihm das ganze schwer an die Nieren geht.

Mein Fazit: Wieder ein absolutes Meisterwerk von Inge Löhnig, das ich bedingungslos empfehlen kann.

Bewertung vom 30.06.2017
Dem Kroisleitner sein Vater / Polizeiobermeister Frassek Bd.1
Schult, Martin

Dem Kroisleitner sein Vater / Polizeiobermeister Frassek Bd.1


weniger gut

Das Cover des Buches ist zwar ansprechend gestaltet, allerdings deutet es mehr auf einen Heimatroman hin und nicht auf einen Krimi.

Inhalt: Der 104 jährige Alois Kroisleitner wird am Toten Mann tot aufgefunden. Eigentlich nichts ungewöhnliches bei einem 104-jährigen, doch alles sieht nach Mord aus. Während der Ermittlungen kommen viele Geheimnisse ans Licht, die auch Geschehnisse der Weltkriege aufs Trapez bringen und außerdem einen Fluch der vor ewigen Zeiten ausgesprochen wurde und an den noch immer viele in St. Margrethen denken.

Meine Meinung: Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Ich habe mich regelrecht durch die Seiten geqäult. Der Schreibstil des Autors ist zwar sehr flüssig und abwechslungsreich, doch leider ist die ganze Geschichte zu verworren und langatmig. Da hilft auch der tolle Schreibstil des Autors nichts. Alles wirkt irgendwie zusammengewürfelt und ziemlich unstukturiert. Da mehrere Handlungsstränge parallel laufen verliert man sehr schnell den Überblick und auch über die einzelnen Personen erfährt man so sehr wenig und kann sich nicht in sie rein versetzen und ihre Handlungen nachvollziehen.
Auch als Krimi kann ich dieses Buch nicht wirklich einstufen, dafür wurde dem eigentlichen Fall und den Ermittlungen zu wenig Aufmerksamkeit gewidmet.
Bei diesem Buch trifft leider zu „weniger ist manchmal mehr“. Man hätte sich, da als Krimi angegeben, mehr auf den Fall konzentrieren sollen und verschiedene andere Abläufe in einem anderen Roman ( z.B. Drama) unterbringen können.

Mein Fazit: Sorry aber leider zu verworren und langatmig.

Bewertung vom 24.05.2017
Das Panama-Erbe
Aernecke, Susanne

Das Panama-Erbe


sehr gut

Das Cover des Buches ist mir insgesamt etwas düster und auch unscheinbar. Wenn es sich nicht um den zweiten teil der Drachenbaumreihe gehandelt hätte, hätte ich das Buch gar nicht in die Hand genommen.

Inhalt: Die Waise Sina wurde nach dem Tod ihrer Eltern von ihrer Großmutter in Panama groß gezogen. Ihr Studium absolviert sie in Harvard, doch ein kleiner Stoffesel bringt ihr ganzes Leben durcheinander. Kurzerhand bricht sie ihr Studium ab und reist zurück nach Panama. Um sich von ihrer Krankheit zu erholen, begibt sie sich in die Hände der Kunas. Schon bald kann sie sich wieder erinnern und kommt einem ungeheuerlichen Komplott auf die Spur, der ihr ganzes Leben nochmal komplett verändert.

Meine Meinung: Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Allerdings denke ich sollte man bereits den ersten Teil gelesen haben, damit man besser in die Geschichte rein findet und die Zusammenhänge besser nachvollziehen kann.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und interessant und man fühlt regelrecht mit Sina mit. Besonders gut gefallen hat mir der ständige Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit. So war man immer neugierig was bei Tamanca oder bei Sina passiert und man musste einfach weiter lesen. Auch konnte man so die Reaktionen der einzelnen Personen besser nachvollziehen. Auch in diesem Band gelingt es der Autorin wieder die Traditionen und das Leben der Naturvölker näher zu bringen. Auch die Landschaftsbeschreibungen sind sehr detailliert und Bildlich. Eine wirklich tolle Fortsetzung der Tochter des Drachenbaums.

Mein Fazit. Absolut lesenswert, allerdings sollte man auch den ersten Teil kennen.

Bewertung vom 24.05.2017
Demnächst in Tokio
Seewald, Katharina

Demnächst in Tokio


sehr gut

Das Cover des Buches ist ansprechend gestaltet. Die drei Personen, die sich auf den Weg machen, einfach absolut passend zum Titel.

Inhalt: Die 18 jährige Elisabeth muss den deutlich älteren Ernst Wilhelm heiraten. Obwohl sich beide recht gut verstehen, führen sie keine wirklich gute Ehe. Als ihr Mann als Diplomat nach Tokio versetzt wird muss sich Elisabeth mit vielen Frauen aus höheren Kreisen zurecht finden. So schwer es ihr auch fällt, sie arrangiert sich mit ihrem Schicksal und Gott sei Dank gibt es ja noch Ernsts Freund Alexander.

Meine Meinung: Ein wirklich gelungener Roman über das Leben einer Frau, die eine Zweckgemeinschaft gezwungen wurde und aus dieser Beziehung stärker denn je heraus ging. Der Schreibstil ist sehr flüssig, interessant, teilweise etwas melancholisch. Besonders hat mir gefallen, das die Situation in den Kriegszeiten aus Elisabeths Sicht geschrieben ist. Man konnte sich vom ersten Moment in Elisabeth rein versetzen und hat regelrecht mit ihr mit gelitten. Ihre Wandlung vom schüchternen Mädchen zu einer starken Frau konnte man förmlich spüren. Auch die Situation während der Krieges sowohl in Deutschland als auch im verbündeten Japan wurde sehr realistisch beschrieben.

Mein Fazit: Absolut gelungen. Ich kann das Buch bedingungslos empfehlen.