Lou Bihl
Gebundenes Buch
Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben
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Der Roman handelt vom Sterben und feiert das Leben. Er erzählt von Freundschaft bis zum letzten Atemzug - und über die Macht der Liebe und Erotik angesichts des Todes.Als Marlene mit Anfang fünfzig unheilbar an Krebs erkrankt, ist sie fest entschlossen, die verbleibende Zeit mit dem Mann ihres Lebens intensiv zu genießen. Doch dafür braucht sie die Option, selbstbestimmt zu sterben, falls ihr Leiden unerträglich wird. Mit diesem Anliegen stürzt sie Helena, ihre langjährige beste Freundin und behandelnde Ärztin, in innere Konflikte. Gemeinsam und mitunter kontrovers setzen sie sich mit...
Der Roman handelt vom Sterben und feiert das Leben. Er erzählt von Freundschaft bis zum letzten Atemzug - und über die Macht der Liebe und Erotik angesichts des Todes.Als Marlene mit Anfang fünfzig unheilbar an Krebs erkrankt, ist sie fest entschlossen, die verbleibende Zeit mit dem Mann ihres Lebens intensiv zu genießen. Doch dafür braucht sie die Option, selbstbestimmt zu sterben, falls ihr Leiden unerträglich wird. Mit diesem Anliegen stürzt sie Helena, ihre langjährige beste Freundin und behandelnde Ärztin, in innere Konflikte. Gemeinsam und mitunter kontrovers setzen sie sich mit den ethischen, rechtlichen und menschlichen Aspekten von assistiertem Suizid und Sterbefasten auseinander.Für die Ärztin und Palliativmedizinerin Helena werden selbstbestimmtes Sterben und assistierter Suizid unverhofft zum persönlichen Thema, als ihre beste Freundin Marlene auch ihre Patientin wird. Sie leidet unter einer besonders bösartigen Form von Brustkrebs, kurz nach der Erstbehandlung lassenMetastasen die Hoffnung auf Heilung schwinden.Die lebenslustige Marlene ist entschlossen, ihr Dasein und die Liebe noch einmal bis zur Neige auszukosten. Doch sie bittet Helena, ihr als letzten Freundschaftsdienst einen assistierten Suizid zu Hause zu ermöglichen, falls der Krebs ihre Lebensqualität in unerträglichem Maße mindern sollte. Sie hatte dies schmerzlich bei ihrer Zwillingsschwester erlebt, die wegen einer unheilbaren Nervenerkrankung Sterbehilfe in der Schweiz suchte, da eine Suizid-Assistenz in Deutschland nach § 217 StGB strafbar ist. Diese Rechtslage stellt auch Helena vor ein Dilemma. Doch dann setzt das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen außer Kraft.
Lou Bihl wurde 1951 in Freiburg geboren. Sie ist Ärztin und Verfasserin zahlreicher wissenschaftlicher Artikel und Buchbeiträge. Die langjährige Betreuung von Krebspatienten verschaffte ihr Einsicht in unterschiedliche Fachbereiche der Medizin, vor allem aber in die Komplexität der menschlichen Psyche. Seit dem Rückzug ins Privatleben widmet sie sich dem literarischen Schreiben. Presse- und Leserstimmen zu "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben": "In dem von Lou Bihl beispielhaft geschilderten Prozess, den ihre Protagonistin Marlene nach der Diagnose Brustkrebs durchlebt, gelingt es der Autorin den Leser durch einen höchst emotionalen Prozess zu führen, der das gesamte Umfeld der Todeskandidatin miteinbezieht. Dadurch entsteht ein überaus komplexes Szenario, dass durch die teilweise überraschenden Reaktionen der Protagonisten zusätzliche Dynamik erfährt. Absolute Leseempfehlung - nicht nur für Betroffene und Angehörige." Buchregal - das Echo vom Alpenrand "Lou Bihl erzählt eine spannende, in der ärztlichen/medizinischen Realität angesiedelte Geschichte, die wesentlich dadurch charakterisiert ist, dass man sich nicht allein in Spekulationen ergehen kann, sondern praktisch handeln muss. Und genau das macht diesen Roman zu etwas Unüblichem, ausgesprochen Erfreulichem und überaus Berührendem. Fazit: Packende, bewegende und überaus hilfreiche Aufklärung." Hans Durrer "Es sind Figuren, die einen so schnell nicht loslassen. Legt man das Buch aus der Hand, fragt man sich, wie es wohl mit ihnen weitergeht, und ist die Lektüre abgeschlossen, klingen einem manche ihrer Sätze nach. Die quirlige Marlene mit ihren amerikanischen Einsprengseln; die reflektierte Helena mit ihren Selbstzweifeln - und die Höhen und Tiefen ihrer Freundschaft. Von diesen beiden Figuren lebt der neue Roman von Lou Bihl - und von ihrer berührenden Geschichte, die trotz schwieriger Momente nie den Leser oder die Leserin herunterzieht." KNA - Katholische Nachrichten-Agentur "Bihl - selbst Ärztin a.D. - führt souverän durch die juristischen Untiefen um §217 StGB und entfaltet dabei eine luzide Argumentation, die Leser:innen nicht belehrt, sondern mitnimmt. Ihre Figuren debattieren nicht aus der Theorie, sondern aus bitterer Praxis - und genau darin liegt die Kraft des Romans. Etwa wenn Helena von der Widerspruchslösung in der Organspende spricht - nicht als Betroffene, sondern als Beobachterin eines Systems, das Freiheit predigt und Kontrolle ausübt. Die medizinischen Diskurse wirken nie aufgesetzt, weil sie dramaturgisch elegant eingebettet sind: etwa in Form eines protokollierten Streitgesprächs unter Ärzten, das zeigt, wie heterogen selbst Fachleute argumentieren. ... Trotz - oder gerade wegen - dieser Spannungen gelingt Bihl ein berührendes, aufrichtiges Werk. Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben ist ein kluges, empathisches Buch über Lebenskunst im Angesicht des Verfalls. Über das, was bleibt, wenn nichts mehr bleibt ..." Carola Quint, lesenmitcarola.de "Mit ihrem vierten Roman "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben" legt die Autorin und ehemalige Chefärztin Lou Bihl ein zutiefst bewegendes Werk über Freundschaft, selbstbestimmtes Sterben und den Umgang mit unheilbarer Krankheit vor. Wie schon in ihren vorherigen Büchern verbindet Bihl medizinische Expertise mit erzählerischer Empathie - und macht daraus eine fesselnde Geschichte, die sowohl berührt als auch zum Nachdenken anregt ... "Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben" ist ein eindrucksvolles Buch über Lebensmut, Freundschaft und Würde. Es fragt, was am Ende wirklich zählt - und liefert keine einfachen Antworten, sondern eine Einladung zum Dialog. Für Leser, die sich für existenzielle Themen interessieren, aber auch für alle, die bewegende Literatur mit authentischem medizinischem Hintergrund schätzen, ist dieser Roman eine klare Empfehlung." Quotenmeter Magazin, quotenmeter.de
Produktdetails
- Verlag: Unken, Karlsruhe
- Seitenzahl: 272
- Erscheinungstermin: 30. Mai 2025
- Deutsch
- Abmessung: 194mm x 126mm x 26mm
- Gewicht: 374g
- ISBN-13: 9783949286131
- ISBN-10: 3949286136
- Artikelnr.: 73419146
Herstellerkennzeichnung
Unken Verlag GmbH
Seewiesenäckerweg 49
76199 Karlsruhe
info@unken-verlag.de
Als Lene an Krebs erkrankt drängt sie ihre Freundin Lena in eine Gewissenskrise. Als Ärztin ist es ihr zu diesem Zeitpunkt verboten ihr den Wunsch nach Sterbehilfe zu gewähren. Doch bald schon ändert sich die rechtliche Lage.
Dieser Roman hat mich zutiefst aufgewühlt und …
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Als Lene an Krebs erkrankt drängt sie ihre Freundin Lena in eine Gewissenskrise. Als Ärztin ist es ihr zu diesem Zeitpunkt verboten ihr den Wunsch nach Sterbehilfe zu gewähren. Doch bald schon ändert sich die rechtliche Lage.
Dieser Roman hat mich zutiefst aufgewühlt und bewegt. Obwohl er eher sachlich und in etwas anspruchsvollerem Ton (Erklärungen zu medizinischen Fachbegriffen befinden sich am Ende des Buchs) geschrieben ist, transportiert er die Emotionen sehr stark. Und zugleich klärt er auch auf, macht die Sterblichkeit präsent und lässt den Leser sich mit der Option der Sterbebegleitung/Sterbehilfe auseinandersetzen. Im Buch wird dies sowohl in Form von Tonis Abschied als auch Lenes ringen mit der Krebserkrankung hervorragend beschrieben und umgesetzt. Besonders interessant fand ich hierbei, dass für diesen Roman die Sicht der Ärztin und Freundin im Mittelpunkt stand. Ihr Gewissenskonflikt ist absolut nachvollziehbar und die Handlung logisch und für mein Empfinden realitätsnah aufgebaut. Ich habe diesen Weg dieser beiden Frauen gern, voller Interesse und unterschiedlichster Emotionen begleitet. Nur gegen Ende kam für mich ein Aspekt zum Tragen, der mir persönlich nicht ganz so gut gefiel, der jedoch die Botschaft des Buches unterstrich.
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Emotionaler Wegbereiter für ein tabuisiertes Thema!
Lou Bihl greift in ihrem Roman „Nicht Tod zu sein, ist noch kein Leben“ sehr wichtige, aber immer noch tabuisierte Themen auf - selbstbestimmtes Sterben und Suizidassistenz. Sie erzählt die sowohl emotionale, als auch …
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Emotionaler Wegbereiter für ein tabuisiertes Thema!
Lou Bihl greift in ihrem Roman „Nicht Tod zu sein, ist noch kein Leben“ sehr wichtige, aber immer noch tabuisierte Themen auf - selbstbestimmtes Sterben und Suizidassistenz. Sie erzählt die sowohl emotionale, als auch konfliktbelade Geschichte zweier Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite Marlene, die lebenshungrige Journalistin und auf der anderen Seite Helene, sie solide und leidenschaftliche Ärztin. Als Marlene schließlich an Krebs erkrankt, begeben sich die beiden Frauen auf eine letzte gemeinsame Reise, „bis zum letzten Atemzug“.
In der letzten Zeit war ich, aufgrund aktueller Anlässe, leider sehr häufig gezwungen, über das Sterben, den Tod und auch Suizidassistenz nachzudenken. Wichtige Themen, die uns zwar alle irgendwo und irgendwann betreffen, aber dennoch weitestgehend totgeschwiegen werden. Um so überraschter war ich, erstmalig in einem Roman darauf zu stoßen. Zumal die Autorin die Thematik von zwei Seiten beleuchtet und beschreibt, was ich sehr interessant finde. Auf der einen Seite haben wir die Erkrankte(n), auf der anderen Seite haben wir die Freundin, Ärztin und auch die Angehörigen. Besonders bemerkenswert ist dabei, die zwar berührende und emotionale, aber dennoch sachliche und leichte Herangehensweise. Trotz der „Schwere“ des Themas, liest sich der Roman zu keiner Zeit „erdrückend“, sondern mit einer außergewöhnlichen Leichtigkeit, wie ich finde.
Die Story ist realistisch und hervorragend recherchiert, die Protagonisten wirklich sehr gut beschrieben und ebenso herausgearbeitet - auch wenn sie für mich nicht unbedingt alle Sympathieträger waren. In ihre Anliegen, Emotionen und auch in die Konflikte konnte ich mich jedenfalls mit Leichtigkeit hineinfühlen und -denken. In Sachen Denken und Verstehen hat mir das Glossar am Ende des Buches auch sehr gut gefallen. Dort ließen sich nicht nur, in alphabetischer Reihenfolge, nochmal alle medizinischen Fachbegriffe nachlesen, sondern auch Quellenangaben und weiterführende Literatur. Schade fand ich, dass in der zweiten Hälfte des Buches, das eigentliche Thema der Suizidassistenz, ziemlich verloren gegangen ist und auch den Schluss empfand ich ein wenig zu „idealisiert“, wenn man in dem Zusammenhang überhaupt davon sprechen kann.
Fazit: Zunächst einmal empfinde ich größte Hochachtung für Lou Bihl, dass sie sich diesem umstrittenen Thema angenommen hat - darüber wird viel zu wenig geredet und geschrieben!
Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen! Dass ich mit der zweiten Buchhälfte ein Problem habe, bzw. mir der Schluss nicht so gefallen hat, ist reine Geschmacksache. Das Buch ist schlichtweg wohldurchdacht, hat mich emotional berührt, zum nachdenken gebracht, mir eine andere Sichtweise vor Augen gehalten und mir viel Neues - gerade in Sachen Rechtsprechung - vermittelt. Gerade bei Romanen schätze ich es sehr, wenn ich nach einem Buch klüger bin als vor einem Buch. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung!
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Ich kenne bereits Romane der Autorin und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und harmonisch gestaltet, die Illustration ist sehr hübsch und der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig gemacht.
In diesem Buch geht es um das Thema Tod. …
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Ich kenne bereits Romane der Autorin und war sehr gespannt auf dieses Buch. Das Cover finde ich wieder sehr ansprechend und harmonisch gestaltet, die Illustration ist sehr hübsch und der Titel ist gut gewählt und hat mich neugierig gemacht.
In diesem Buch geht es um das Thema Tod. Marlene ist Anfang 50 als sie die schlimme Krebsdiagnose bekommen. Sie möchte ihre Zeit genießen, an der Seite ihrer großen Liebe Julian.
Helena und Marlene kennen sich von von früher, sie waren während des Studiums Mitbewohnerinnen und wurde beste Freundinnen, genannt haben sie sich selber "das Doppelte-Lenchen" Helena ist Ärztin für Palliativmedizin geworden und Marlene Wissenschaftsjournalistin. Als Marlene Julian heiratet, kann Helena ihre Gefühle für Julian nicht mehr zügeln und beide machen vor der Hochzeit miteinander rum. Das führt dazu, dass die Frauen lange keinen Kontakt mehr haben, dies ändert sich aber nach der Diagnose. Es beginnt ein Auf- und Ab. Es geht um Sterbehilfe und das Recht auf einen würdevollen Tod. Wie kann Helena es vereinbaren Ärztin und Freundin zu sein? Und wie wird sie mit Julian umgehen?
Das Buch hat mich sehr bewegt. Der Schreibstil war angenehm zu lesen. Die Charaktere hatten Ecken und Kanten. Die angesprochenen Themen wurde detailliert und verständlich umgesetzt. Ein Buch, das für Diskussionen und Überlegungen sorgt. Ich fand es toll und empfehle es auf jeden Fall weiter.
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Ein Buch, das vom Leser viel abfordert und sehr in die Tiefe geht und große Emotionen auslöst. Es beginnt 1988 und führt uns bis 2024. Marlene und Lena lernen sich während des Studiums kennen und sind zeitlebes befreundet, auch ein Umzug Marlenes in die USA läßt die …
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Ein Buch, das vom Leser viel abfordert und sehr in die Tiefe geht und große Emotionen auslöst. Es beginnt 1988 und führt uns bis 2024. Marlene und Lena lernen sich während des Studiums kennen und sind zeitlebes befreundet, auch ein Umzug Marlenes in die USA läßt die Verbindung nicht abbrechen. Marlene kommt wieder zurück in ihre Heimat, findet die Liebe ihres Lebens und ist rundum glücklich, bis sie mit Anfang 50 die Diagnose erhält: Brustkrebst in sehr agressiver Form. Sie beschließt das Glück mit ihrem Mann auszukosten und zu leben, so lange ihr noch Zeit bleibt. Gleichzeitig erkundigt sie sich nach dem Tod auf Verlangen. Lene, die auch zugleich ihre Ärztin ist, kann und will dies aus ethischen, rechtlichen und moralischen Gründen nicht machen, wird aber durch Marlenes Wunsch in einen tiefen Gewissenskonflikt getrieben, da sie diese Fort von Suizid auf Verlangen nicht zulassen kann. Marlene erträgt die Chemo und Bestrahlungen stoistisch, bis sie der Krebs aufgefressen hat. In dem Buch werden aber auch die persönlcichen Belange, auch die Erotik, angesprochen. Man sieht Monat für Monat, wie Marlene schwächer wird, mit welchen Nebenwirkungen sie zu kämpfen hat. Doch die tiefe Freundschaft der beiden Frauen macht alles erträglicher und solange es möglich war, hat Marlene ihr Leben nochmal genossen. Die Autorin schreibt in wunderbarer Weise und läßt den Leser mehr als Nahe an das Thema herankommen. Ihre Ausdruckweise ist sehr gekonnt, sie fesselt den Leser mit ihrer Geschichte. Das Nachwort ist sehr erläuternd und aufschlußreich. Am Ende ist ein Glossar angebracht über die medizinischen Begriffe und deren Bedeutung. Das Cover ist wunderbar gestaltet. Es zeigt einen Sternenhimmel und mittig eine weiße Blume, an deren Rand eine kleine Gestalt steht. Mich läßt das Buch sehr nachdenklich zurück. Vielleicht ist es gut, dass wir dieses Thema gerne übersehen und uns das Leben mit all seinen Freuden und Ärger in Atem hält.
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Die Ärztin Helena ist in der Palliativmedizin tätig. Ihre beste Freundin Marlene ist Wissenschaftsjournalistin. Doch dann ist Marlene plötzlich ihre Patientin und das Leben ändert sich schlagartig für die beiden Frauen. Die Frage um einen assistierten Suizid zu Hause steht …
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Die Ärztin Helena ist in der Palliativmedizin tätig. Ihre beste Freundin Marlene ist Wissenschaftsjournalistin. Doch dann ist Marlene plötzlich ihre Patientin und das Leben ändert sich schlagartig für die beiden Frauen. Die Frage um einen assistierten Suizid zu Hause steht im Raum. Wir die Freundschaft der beiden dies überstehen?
Das Buch hat mich mit den Emotionen der beiden Frauen sehr mitgerissen. Trotz des schweren Themas ist es flüssig geschrieben und ich konnte mich in die Protagonistinnen einfühlen. Da ich mich vorher noch nicht mit dem Thema auseinander gesetzt habe, habe ich auch viel gelernt. Es regt zum Nachdenken an und wird mir lange in Erinnerung bleiben.
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Sterben - mit oder ohne Hilfe?
Seit dem Studium sind sie das „doppelte Lenchen“ und beste Freundinnen: Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin, Marlene Wissenschaftsjournalistin. Nach einer gescheiterten Ehe verliebt sich Marlene in den attraktiven Lektor Julian, dessen …
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Sterben - mit oder ohne Hilfe?
Seit dem Studium sind sie das „doppelte Lenchen“ und beste Freundinnen: Helena wird Ärztin und Palliativmedizinerin, Marlene Wissenschaftsjournalistin. Nach einer gescheiterten Ehe verliebt sich Marlene in den attraktiven Lektor Julian, dessen Charme auch Helena beinahe erliegt. Für Helena werden selbstbestimmtes Sterben und assistierter Suizid unverhofft zum persönlichen Thema, als Marlene auch ihre Patientin wird. Sie leidet unter einer besonders bösartigen Form von Brustkrebs, kurz nach der Erstbehandlung schwindet die Hoffnung auf Heilung. Die lebenslustige Marlene ist entschlossen, ihr Dasein und die Liebe bis zur Neige auszukosten. Doch sie bittet Helena, ihr als letzten Freundschaftsdienst einen assistierten Suizid zu Hause zu ermöglichen, falls der Krebs ihre Lebensqualität in unerträglichem Maße mindern sollte. Sie hatte dies schmerzlich bei ihrer Zwillingsschwester erlebt, die wegen einer unheilbaren Nervenerkrankung Sterbehilfe in der Schweiz suchte, da eine Suizid-Assistenz in Deutschland nach § 217 StGB strafbar ist. Diese Rechtslage stellt auch Helena vor ein Dilemma. Doch dann setzt das Bundesverfassungsgericht den Paragrafen außer Kraft...
Die Autorin Lou Bihl geleitet uns Leser durch das Buch, voller Wärme, Authentizität, mit Gefühl und auch mit deutlichen Worten.
Darf man als beste Freundin und Ärztin den letzten Wunsch der Freundin erfüllen und ihr beim Sterben helfen? Nicht nur aus rechtlicher Sicht, auch aus menschlicher Sicht? Diese wichtige Frage nimmt einen Teil des Buches ein.
Nicht nur ein sensibles Thema, sondern ein sehr wichtiges, wie ich finde.
Das Buch ist keine leichte Kost, das sollte dem Leser vorher klar sein.
Ich fand das Buch sehr lesenwert und empfehle es auf jeden Fall weiter.
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Selbstbestimmung bis zum Ende
Die beiden Hauptfiguren, Helene und Marlene, werden während des Studiums beste Freundinnen, sie gelten als das doppelte Lenchen. Helena wird Allgemeinmedizinerin in einer Gemeinschaftspraxis und spezialisiert sich auf Palliativmedizin. Marlene wird …
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Selbstbestimmung bis zum Ende
Die beiden Hauptfiguren, Helene und Marlene, werden während des Studiums beste Freundinnen, sie gelten als das doppelte Lenchen. Helena wird Allgemeinmedizinerin in einer Gemeinschaftspraxis und spezialisiert sich auf Palliativmedizin. Marlene wird Wissenschaftsjournalisten. Nach dem Studium trennen sich die Lebenswege der Beiden, aber sie halten immer mehr oder weniger intensiven Kontakt, dies bildet sich im Buch häufig durch E-Mails ab, die ausgetauscht werden.Als Marlene nach Jahren in den USA zurück nach Deutschland zieht, intensiviert sich die Freundschaft wieder.
Marlenes Schwester Toni erkrankt sehr schwer und wählt den Weg der Sterbehilfe in der Schweiz. Für Marlene ist das schwer aushaltbar, und sie wählt für sich einen anderen Weg, als sie auch unheilbar erkrankt. Für Helena wird diese Freundschaft nun zu einer Zerreißprobe, denn sie ist Freundin, Hausärztin und Palliativmedizinerin, die Marlene begleitet. Da Marlene Charakter sehr manipulativ ist, sind die Schwierigkeiten hier vorprogrammiert. Die Ehepartner der beiden bringen ebenfalls Ihre Ansichten zu der Thematik mit ein, ebenso wie der Arbeitskreis der Palliativmedizin, über den rechtliche Grundlagen und Diskussionen mit eingesteuert werden.
Das Buch verbindet geschickt die emotionalen Geschichten der Figuren mit fundierter Sachkenntnis zum Thema, auch die Auswirkungen werden thematisiert. Die Figuren waren mir tatsächlich eher fern und eher unsympathisch, dennoch konnte ich gut mitfühlen und die schwierigen Situationen nachempfinden.
Die medizinischen Fakten werden am Ende des Buches in einem Glossar erklärt, in dem man jederzeit auch nachschlagen kann.
Ein berührendes Buch zu einem wichtigen Thema, dass gerne tot geschieden wird und daher besonders betroffen macht, wenn es plötzlich über einen herein bricht. Auf jeden Fall regt dieses Buch zum Nach- und Weiterdenken an. Lesenswert!
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Bewegende Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe
Lou Bihls Roman Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben ist eine bewegende und tiefgründige Auseinandersetzung mit einem der sensibelsten Themen unserer Gesellschaft: der Frage nach selbstbestimmtem Sterben und assistiertem Suizid. Im …
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Bewegende Auseinandersetzung mit dem Thema Sterbehilfe
Lou Bihls Roman Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben ist eine bewegende und tiefgründige Auseinandersetzung mit einem der sensibelsten Themen unserer Gesellschaft: der Frage nach selbstbestimmtem Sterben und assistiertem Suizid. Im Zentrum stehen die Freundinnen Helena und Marlene, die sich seit dem Studium eng verbunden fühlen. Doch Marlenes schwere Erkrankung und ihr Wunsch nach Sterbehilfe bringen Helena als Ärztin und Freundin in eine Gewissenskrise.
Das Buch schildert eindrucksvoll, wie persönliche, ethische und rechtliche Aspekte ineinandergreifen, wenn es um das Recht auf einen würdevollen Tod geht. Marlenes Lebenslust und ihr bewusster Umgang mit ihrer Krankheit kontrastieren die schwierige Debatte um Sterbehilfe in Deutschland. Besonders berührend ist, wie ihre Zwillingsschwester bereits den gleichen schweren Weg gegangen ist – ein Umstand, der Marlenes Entscheidung mit persönlichen Erfahrungen untermauert.
Die Geschichte überzeugt nicht nur durch eine fundierte Darstellung der medizinischen und rechtlichen Hintergründe, sondern auch durch die tiefgehende Charakterzeichnung. Helena wird als Palliativärztin in einen moralischen Konflikt geworfen, der sie herausfordert und ihr eigenes Weltbild infrage stellt. Die Freundschaft zwischen Helena und Marlene gibt dem Thema eine emotionale Tiefe, die den Leser mitten ins Geschehen zieht.
Das Buch macht deutlich, dass Sterben nicht gleich Leben ist – und dass der Diskurs um Selbstbestimmung und Lebensqualität keinesfalls nur eine rechtliche Frage ist. Es zeigt ein mögliches Szenario, in dem trotz schwerer Erkrankung noch Lebensfreude existieren kann. Aber es hinterfragt auch, ob das Ende wirklich so "ideal" sein muss, wie es manchmal dargestellt wird. Die Schlussszene hinterlässt einen nachdenklichen Beigeschmack, der zum Weiterdiskutieren anregt.
Ein absolut lesenswertes Buch, das Emotionen, Fakten und moralische Fragen gleichermaßen vereint. Es rüttelt auf, hinterlässt Spuren und zwingt einen dazu, sich mit einem oft verdrängten Thema auseinanderzusetzen.
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"Der selbstbestimmte Tod ist das Ende der Mühe“
Dieses Buch hat mich zunächst wütend, dann voller Fragen zurückgelassen. Schon lange wird die Möglichkeit eines assistierter Suizid kontrovers diskutiert, und ein Weg scheint in weiter Ferne zu sein. Ein bekanntes …
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"Der selbstbestimmte Tod ist das Ende der Mühe“
Dieses Buch hat mich zunächst wütend, dann voller Fragen zurückgelassen. Schon lange wird die Möglichkeit eines assistierter Suizid kontrovers diskutiert, und ein Weg scheint in weiter Ferne zu sein. Ein bekanntes Zitat heißt Hilfe zur Selbsttötung sollte nicht bestraft, sondern mit Respekt behandelt werden. Hier geht es nicht um eine ärztliche Dienstleistung es geht um Lebensqualität und Autonomie in schmerzhaften, qualvollen Lebenssituationen. Die Geschichte in diesem Buch schildert ein Lebensweg zweier Frauen und ihrer Familien, ein Weg vom Studium, danach ein sich aus den Augen verlieren bis das jemand schwer Erkrankt und die Hilfe des anderen sucht. Wie weit kann eine Freundschaft gehen, wenn die schwerkranke Freundin nach einem assistierten Suizid fragt. Hier wird eigentlich eine Geschichte aufgezeigt die einen Idealfall bietet, die Protagonisten sind eingebettet in Familiäre- ,Soziale-, Gesellschaftliche- und finanziell Sicherheit und dann kommt eine schwere Erkrankung. Letztendlich zeigt die Geschichte einen Weg der trotz schwer Erkrankt aber palliativ gut begleitet gar nicht so schwer sein muss, dass man selbst in Situationen wo man schwer krank ist noch ganz viel Leben genießen kann und sollte. Wird von der Verantwortung da nicht zu sehr weggesehen, nicht jeder stirbt nach einem aufregenden Leben im Kreise seiner Familie, wie hier im Buch bei Blick in den Garten mit Vogelgezwitscher. Schmerzen muss heutzutage niemand mehr haben heißt es oft, aber das nehmen von Schmerzen ist nicht alles. Das Thema Suizid wird in unserer Gesellschaft immer noch als Tabuthema behandelt dabei gibt es wie Statistiken zeigen sehr viele Menschen die aus Not in einen Suizid gehen den sie selber gestalten müssen, viele Personen schädigen sich dabei schwer und nachhaltig körperlich und oft auch geistig, mit schwersten emotionellen und finanziellen Folgen für sich selbst. Ein Suizid ist nichts Feiges, ein Suizid benötigt viel Mut und er wird leichter, wenn er unterstützt würde, womit sich hier der Kreis der Debatte um assistierten Suizid schließt, haben wir einen Antwort gefunden? Ein bekanntes Zitat heißt Hilfe zur Selbsttötung sollte nicht bestraft, sondern mit Respekt behandelt werden. Vielen Dank.
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In diesem Buch geht es um begleiteten Suizid, um Sterbefasten. Definitiv ein Thema, das sich bisher noch in wenigen Büchern findet.
Man merkt dem Buch aber an, dass es von einer Ärztin geschrieben wurde. Fachlich ist es sicherlich korrekt - man bekommt auch viele medizinische und …
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In diesem Buch geht es um begleiteten Suizid, um Sterbefasten. Definitiv ein Thema, das sich bisher noch in wenigen Büchern findet.
Man merkt dem Buch aber an, dass es von einer Ärztin geschrieben wurde. Fachlich ist es sicherlich korrekt - man bekommt auch viele medizinische und rechtliche Informationen. Doch für mein Empfinden kam die emotionale Seite nicht gut rüber. Die Protagonisten blieben mir zu oberflächlich, und auch emotional konnte mich der Schreibstil nicht catchen. Die ganze Zeit über blieb die Geschichte in sicherer Distanz, was ich sehr enttäuschend fand. Ich hätte mir gewünscht, mehr Sympathie zu den Charakteren entwickeln zu können.
Sehr störend fand ich, dass zwar die Fachbrgriffe erklärt wurden, aber erst am Ende des Buches. Da ich das Buch als E-Book gelesen habe, war es sehr nervig und störend, immer wieder dorthin springen zu müssen. Das hat den Lesefluss extrem gestört, und ich höätte mir gewünscht, dass stattdessen die Erklärungen im Text eingebaut oder als #Fußnoten eingefügt worden wären.
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