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Er stilisiert sich nicht als Opfer widriger Lebensumstände und wurde auch nicht von raffinierten Funktionären verführt: "Ich hatte unzählige andere Möglichkeiten, aber ich wollte Nazi werden." Was muss geschehen, damit aus einem gewöhnlichen jungen Mann ein Neonazi wird? Also ein Mensch, der extreme Anschauungen vertritt, Kompromisse verabscheut, sich auserwählt glaubt und meint eine Mission zu haben? Weißgerber zeigt, wie die Abscheu vor dem politischen Alltagsgeschehen, das Misstrauen gegenüber dem gesellschaftlichen Establishment sowie die "gewöhnlichen" Alltagsrassismen eine Welt...
Er stilisiert sich nicht als Opfer widriger Lebensumstände und wurde auch nicht von raffinierten Funktionären verführt: "Ich hatte unzählige andere Möglichkeiten, aber ich wollte Nazi werden."
Was muss geschehen, damit aus einem gewöhnlichen jungen Mann ein Neonazi wird? Also ein Mensch, der extreme Anschauungen vertritt, Kompromisse verabscheut, sich auserwählt glaubt und meint eine Mission zu haben? Weißgerber zeigt, wie die Abscheu vor dem politischen Alltagsgeschehen, das Misstrauen gegenüber dem gesellschaftlichen Establishment sowie die "gewöhnlichen" Alltagsrassismen eine Weltsicht hervorbringen, die am Ende nur noch eine Sichtweise erlaubt: Entweder die oder wir!
In einer Mischung aus autobiografischen Episoden und politisch-psychologischer Analyse liefert Weißgerber eine einzigartige Studie der Selbstradikalisierung, insbesondere in den ostdeutschen Ländern der Nachwendezeit bis hin zu den Wutbürgern in Ost und West.
Ein Buch von beklemmender Aktualität.
Was muss geschehen, damit aus einem gewöhnlichen jungen Mann ein Neonazi wird? Also ein Mensch, der extreme Anschauungen vertritt, Kompromisse verabscheut, sich auserwählt glaubt und meint eine Mission zu haben? Weißgerber zeigt, wie die Abscheu vor dem politischen Alltagsgeschehen, das Misstrauen gegenüber dem gesellschaftlichen Establishment sowie die "gewöhnlichen" Alltagsrassismen eine Weltsicht hervorbringen, die am Ende nur noch eine Sichtweise erlaubt: Entweder die oder wir!
In einer Mischung aus autobiografischen Episoden und politisch-psychologischer Analyse liefert Weißgerber eine einzigartige Studie der Selbstradikalisierung, insbesondere in den ostdeutschen Ländern der Nachwendezeit bis hin zu den Wutbürgern in Ost und West.
Ein Buch von beklemmender Aktualität.
Weißgerber, Christian E.Jg. 1989, gehörte bis 2010 zur Führung der militanten Neonazi-Splittergruppe der »Autonomen Nationalisten« in Thüringen. Eine elitäre Gruppierung, die eine gewisse inhaltliche Nähe zu den »Identitären« aufweist. Weissgerber zog sich 2010 aus der rechten Szene zurück. Seit 2012 klärt er in Schulen, Universitäten und Abendveranstaltungen über die extreme Rechte und ihre moderateren Ausläufer auf.Weißgerber studierte in Jena, Paris und Berlin und arbeitet an seiner Promotion. Er lebt in Berlin und ist als Übersetzer und Bildungsreferent tätig.
Produktdetails
- Verlag: Orell Füssli
- Auflage
- Seitenzahl: 224
- Erscheinungstermin: 18. März 2019
- Deutsch
- Abmessung: 215mm x 139mm x 23mm
- Gewicht: 343g
- ISBN-13: 9783280056967
- ISBN-10: 3280056969
- Artikelnr.: 54500140
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
In diesem Buch bekennt Christian sich dazu dass er Neonazi war . Er beschreibt warum und wieso er in diese Szene gerutscht ist und wie er sich schließlich von ihr befreit.
Erwartet habe ich mehr von Christian persönlich . Er erzählt uns sehr ausführlich wie er groß …
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In diesem Buch bekennt Christian sich dazu dass er Neonazi war . Er beschreibt warum und wieso er in diese Szene gerutscht ist und wie er sich schließlich von ihr befreit.
Erwartet habe ich mehr von Christian persönlich . Er erzählt uns sehr ausführlich wie er groß geworden ist . Doch dann wird das Buch mehr und mehr politisch . In diesem Teil vermisse ich das biografische von Christian . Sicherlich ist es zum Teil auch interessant zu hören, was für Gedanken er sich so gemacht hat. Aber letztendlich wird dadurch das Buch auch sehr schwer .
Schade, ich war wirklich neugierig gewesen und bin jetzt doch ein wenig enttäuscht. Wie gesagt, mir ist in dem Buch viel zu viel politisch. Sicherlich gehört es dazu und man kann es davon nicht frei machen, aber ich hätte mir gewünscht mehr von Christians Leben zu erfahren.
Letztendlich finde ich es aber dennoch sehr mutig, dieses Buch zu veröffentlichen.
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Ich habe dieses Buch bekommen und sofort zum Lesen begonnen. Trotz des doch etwas anspruchsvollen Themas ,nicht aus der Hand legen können.
Das Buch ist sehr authentisch geschrieben und man merkt dem Autor an, das er bereut, was er getan hat und zugleich eindringlich davor warnt, in die …
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Ich habe dieses Buch bekommen und sofort zum Lesen begonnen. Trotz des doch etwas anspruchsvollen Themas ,nicht aus der Hand legen können.
Das Buch ist sehr authentisch geschrieben und man merkt dem Autor an, das er bereut, was er getan hat und zugleich eindringlich davor warnt, in die rechtsradikale Szene hinein zu rutschen.
Christian Weißgerber berichtet, wie er zum Neonazi würde und wie klein der Schritt in diese Szene doch oftmals sein kann.
Der Autor hat als Kind selbst sehr viel Gewalt erfahren und fühlte sich in der rechtsradikalen Szene angenommen und respektiert.
Er gibt viel Hintergrundwissen über die Szene weiter und berichtet, wie Gewalt gerechtfertigt wird, auch über den Zusammenhalt der Mitglieder, der junge Menschen anzieht.
Das Buch ist trotz der sehr ernsten Themas sehr gut zu lesen , da es trotz allem doch etwas Humor enthält.
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Christian Weißgerber schildert in seinem Werk "Mein Vaterland!" analytisch und äußerst selbstkritisch, welche Umstände und Entscheidungen zu seinem menschenverachtenden Leben als Neonazi beigetragen haben. Er erwartet mit seinen Schilderungen weder eine Freisprechung …
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Christian Weißgerber schildert in seinem Werk "Mein Vaterland!" analytisch und äußerst selbstkritisch, welche Umstände und Entscheidungen zu seinem menschenverachtenden Leben als Neonazi beigetragen haben. Er erwartet mit seinen Schilderungen weder eine Freisprechung von seinen damaligen Verfehlungen, noch will er Mitleid. Wichtig ist im vorwiegend, für seine Taten und Gedanken Verantwortung zu übernehmen, was ihm mit seiner biografischen Geschichte bestens gelungen ist. Offen und dabei auch ehrlich zu sich selbst, legt er dar, was ihn zu seinen Entscheindungen bewogen hat, ein Leben im rechten Rand zu führen. Bewundernswert ist, dass sich Christian Weißgerber zu keinem Zeitpunkt in eine Opferrolle zwängt. Er steht zu allen Fehlern, die er aus blinden Hass und menschenverachtender Gesinnung begangen hat, was wahrlich selten und zudem keine Selbstverständlichkeit ist. Auch liefert Weißgerber in seinem Buch detaillierte und aufschlussreich Einblicke in die verschiedenen Bereiche und Schichten der rechten Szene, welche für Außenstehende nicht nur informativ sondern zugleich auch aufklärend sein können. Zudem könnte sein Werk auch motivierend und enorm ermutigend für jene sein, die einen sogenannten Exit oder auch Ausstieg genannt, in Erwägung ziehen. Christian Weißgerber ist mit "Mein Vaterland!" ein Buch von beklemmender Aktualität gelungen, welches in jedem Fall verdient hat, dass man ihm Aufmerksamkeit schenkt. Zwar hatte ich stellenweise Probleme, der Handlung zu folgen, da mir der Schreibstil zeitweilig sehr zäh erschien, dennoch empfand ich den sprachlichen Ausdruck sowie die Schreibweise überwiegend aufschlussreich und authentisch. Die äußere Gestaltung des 256 Seiten starken Werkes ist nicht nur sehr ansprechend, sondern zugleich äußerst treffend zur Thematik gewählt, sind Heimatliebe und Patriotismus wichtige Tugenden, welche sich viele Personen aus dem rechten Spektrum zu Eigen machen. Die gedeckten Farben, welche auf mich persönlich, stellenweise braunstichig wirken, unterstreichen zudem Inhalt und Botschaft des Buches, welche lautet: "Niemand muss ein Nazi sein. Es steht jedem frei, sich zu entscheiden."
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Sehr eindrucksvoll beschreibt Christian E. Weißgerber seinen Lebensweg und wie er in die Neonaziszene geriet. Als sogenanntes Wendekind 1989 geboren, lässt er den Leser an seinem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen teilhaben. Immer auf der Suche nach Orientierung, Respekt und …
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Sehr eindrucksvoll beschreibt Christian E. Weißgerber seinen Lebensweg und wie er in die Neonaziszene geriet. Als sogenanntes Wendekind 1989 geboren, lässt er den Leser an seinem Leben mit all seinen Höhen und Tiefen teilhaben. Immer auf der Suche nach Orientierung, Respekt und Anerkennung.
Dabei berichtet er sehr offen und ehrlich von sich. Und betont immer wieder, dass nur er allein und niemand anderes sonst für seine Taten Verantwortung zu übernehmen hat. Selbst aus einem gestörten Elternhaus stammend, zählt das für ihn nicht als Grund in die Szene zu geraten. Kritisch reflektiert er seine Entwicklung und gibt interessante Einblicke in die rechte Szene. So erklärt er Details, wie zum Beispiel Musik, Symbolik und auch Strategien derselben.
Spannend fand ich auch die Anmerkungen zur heutigen, praktizierten Politik der rechten Parteien. Ein Thema, welches nach wie vor brandaktuell ist.
Lesenswert!
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In diesem Buch offenbart der Autor neben seinen traumatischen Kindheitserfahrungen wie sein gesamtes Umfeld ihn "zu dem gemacht hat" was er wurde - ein Neonazi.
Mich beeindruckt mit welcher Offenheit und Mut er die Öffentlichkeit an den Machtstrukturen innerhalb der radikalen …
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In diesem Buch offenbart der Autor neben seinen traumatischen Kindheitserfahrungen wie sein gesamtes Umfeld ihn "zu dem gemacht hat" was er wurde - ein Neonazi.
Mich beeindruckt mit welcher Offenheit und Mut er die Öffentlichkeit an den Machtstrukturen innerhalb der radikalen Gruppierungen teilhaben lässt.
Die nüchterne Schreibweise hilft einem beim Lesen Abstand zu halten und trotzdem mit fühlen zu können. Daher finde ich, ist dieses Buch für Leute die sich aus radikalen Gruppen heraus distanzieren wollen ein guter Ratgeber und für alle anderen ein gesellschaftsrelevantes Werk zum besseren Verständnis wie es zur Radikalisierung kommen kann, und wie dies weitgehend verhindert werden könnte.
Auch sollte meiner Meinung nach dieses Buch als Schullektüre für die oberen Klassen verpflichtend sein.
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Mutig & ehrlich
„Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war“ ist ein selbstkritischer, autobiografischer Roman des Autors Christian E. Weißgerber.
Offen erzählt der Autor wie es dazu kam, dass er in die Naziszene rein gerutscht ist – eine von Gewalt geprägte …
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Mutig & ehrlich
„Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war“ ist ein selbstkritischer, autobiografischer Roman des Autors Christian E. Weißgerber.
Offen erzählt der Autor wie es dazu kam, dass er in die Naziszene rein gerutscht ist – eine von Gewalt geprägte Kindheit und der spätere Wunsch nach Orientierung. Dabei versucht er keineswegs sich zu rechtfertigen oder etwas schön zu reden, sondern berichtet ganz sachlich und nüchtern welche Umstände dazu geführt haben und wie sich seine Einstellung verändert hat.
Neben dem persönlichen Teil erfährt man noch interessante Fakten und einiges an Hintergrundwissen über die Szene und dabei macht der Autor deutlich welche Strategien verwendet werden, um die Menschen gezielt zu beeinflussen. Es ist erschreckend, wie viel Gewalt vorherrscht und wie diese legitimiert wird.
Die Thematik des Buches ist brisant und erschreckend aktuell. Obwohl der Autor selbst mitten drin steckte, gelingt es ihm sehr sachlich eine objektive Sichtweise zu vermitteln.
Insgesamt ist es ein offenes und ehrliches Buch bei dem auch ab und zu der Humor des Autors durchblitzt. Trotzdem war der Schreibstil an einigen stellen ein wenig anstrengend und umständlich, weshalb ich bei meiner Bewertung einen Stern abziehe.
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„Mein Vaterland“ ist eine Exkursion zu den Grundzügen des politisch rechten Spektrums. Neben dem persönlichen Werdegang des Autors, stehen in diesem Buch auch die alltäglichen Berührungspunkte mit rassistischem Gedankengut im Fokus. Popkulturelle Bezüge, …
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„Mein Vaterland“ ist eine Exkursion zu den Grundzügen des politisch rechten Spektrums. Neben dem persönlichen Werdegang des Autors, stehen in diesem Buch auch die alltäglichen Berührungspunkte mit rassistischem Gedankengut im Fokus. Popkulturelle Bezüge, geschichtliche Symbolik und die „50 Shades of Braun“ vermitteln, worum es bei nationalsozialistischem Gedankengut geht – sachlich, fundiert und ohne dauerhaftes, emotionsgeladendes „Nazi-Bashing“.
Das Buch ist mit dem Anspruch verfasst, sich selbst nicht als Opfer darzustellen, sondern vielmehr die gänzliche Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen zu wollen, in vollem Bewusstsein, all die Entscheidungen, die schließlich die Führungsposition einer militanten Neonazi-Splittergruppe zur Konsequenz hatten, selbstverantwortlich getroffen zu haben.
Dieses Selbstverständnis des Autors zieht sich positiver weise durch das ganze Buch. Dabei zeigt er geschickt, dass schon alltägliche Dinge wie Musik ein erster Berührungspunkt mit der rechten Szene sein können und Alltagsrassismus keineswegs nur in bestimmten Milieus zu finden ist. Hierbei wird ebenfalls stark auf die Macht der Sprache und einer unbedachten Wortwahl eingegangen, sei es in Nachrichten („Flüchtlinge“ vs. „Asylurlauber“) oder im allgemeinen Sprachgebrauch („Wir gehen zum Chinesen“). Auch wenn mir der sehr belesene und intelligente Schreibstil äußerst gut gefallen hat, empfand ich gerade das recht philosophische Ende des Buches dadurch etwas zu anstrengend.
Ich persönlich fand aber vor allem den tiefen Einblick in die komplexen und verwurzelten Strukturen der rechten Szene bemerkenswert. Als jemand, der sich selbst eher auf dem anderen Ende des politischen Spektrums einordnen würde, war mir beispielsweise nicht bewusst, wie viele teils doch sehr unterschiedliche Untergruppierungen in der rechten Szene existieren (bspw. Tattoo Befürworter vs. solche, die diese als „unrein“ ansehen). Auch vereinzelte Exkurse in die Bedeutung der nordischen Mythologie und ihrer Symbolik für die rechte Szene sind hier sehr interessant und lehrreich gestaltet.
Fazit
Ich habe den größten Respekt vor Herrn Weißgerber für diese schamlose Selbstanalyse und hätte mir sein Buch damals in der Oberstufe als „Zwangslektüre“ gewünscht. Gerade der popkulturelle Bezug und dessen Tücken könnten für Jugendliche und junge Erwachsene sehr aufschlussreich – und wohl auch etwas erschreckend - sein. Abgesehen davon, dass wohl jeder - egal ob politisch Links, Rechts oder Mitte - etwas aus diesem Buch lernen kann, würde ich es vor allem denen empfehlen, die bereit sind, einmal einen Blick über ihren eigenen (politischen) Tellerrand zu werfen.
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