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Insgesamt 118 Bewertungen
Bewertung vom 21.11.2022
Das letzte Versprechen
Lind, Hera

Das letzte Versprechen


sehr gut

Das Cover passt zum Buch und auch der Titel. Das weiß man allerdings erst, wenn man es gelesen hat, oder sich zumindest die Inhaltsangabe angeschaut hat.
Ich war von der Familiengeschichte der kleinen Anni zunächst völlig erschlagen. Wie können Menschen so grausam sein. Pure Gewalt und die Meinung besser zu sein als die anderen, lassen unvorstellbare Grausamkeiten passieren. Leider haben wir das ja nun wieder in Russland und der Ukraine, aber das gehört hier nicht her.
Die Familie von Anni hat aber trotz allem noch großes Glück, bis auf den Vater überleben alle die schreckliche Zeit. Allerdings tragen sie ihre Wunden zum Teil das ganze Leben mit sich rum. Was auch mehr als verständlich ist. Die Art und Weise wie man dann in Bayern mit der Anni verfährt, ist heute unvorstellbar und würde so nicht mehr ablaufen. Damals hat man es halt nicht besser gewusst.
Es ist schon ein ergreifendes Buch.

Bewertung vom 10.11.2022
Die Töchter der Ärztin
Sommerfeld, Helene

Die Töchter der Ärztin


sehr gut

Schon das Cover ist wieder wunderschön. Das Bild von Afrika und den Tieren ist gut gewählt.
Ich hatte so ein bisschen die Befürchtung, dass die Fortsetzung nur so ein Nachklang ist, aber weit gefehlt. Die Geschichte von Ricarda mit ihrer Frauenarztpraxis in Berlin, weiterverfolgen zu können hat mir großen Spaß gemacht. Da sind jetzt die beiden Töchter, die beide die medizinische Laufbahn eingeschlagen haben. Henny hat sich für ein Leben in Berlin und damit in der Nähe der Mutter entschieden. Antonia fühlt sich von Afrika angezogen und möchte dort ihr praktisches Jahr als Ärztin verbringen. Davon ist Ricarda nicht wirklich angetan. Doch Toni setzt sich durch. Sie lernt dort einen Mann kennen und ist dann mit einem Mal verschwunden. Mehr will ich hier nicht verraten.
Wie auch schon die anderen Bände macht das Lesen auf Grund des schönen und flüssigen Schreibstil großen Spaß.

Bewertung vom 03.11.2022
Der Fußgänger
Boning, Wigald

Der Fußgänger


sehr gut

Das Cover ziert ein wunderschönes Bild. Ein Blick in die Natur, wer bekommt da keine Lust sich zu bewegen.
Das Buch ist sehr hochwertig. Schwere, dicke Seiten. Das ganze versehen mit Bilder aus der Privatschatulle von Wigald Boning. Wir erhalten Einblick in sein Leben und seine Vorstellungen von dem selbigen. Wer denkt, es handelt sich "nur" um ein Buch zum Thema Wandern, der irrt. Das ganze Werk ist schon einer Biografie sehr ähnlich.
Wir erfahren bzw. lesen von Wigalds Kindheit. Auch dort war das Thema Wandern sehr groß und so wundert es nicht, dass er damit aufgewachsen ist. Urlaubsfahrten waren immer mit dem Wandern verbunden. Als Erwachsener hat er die Lust daran nicht verloren. Er beschreibt seine verschiedenen Touren. Allerdings wäre Wigald nicht Wigald, wenn nicht auch so schräge Wanderungen dabei wären, wie mit Holzbotten ohne Stöckelschuhen.
Der Schreibstil ist so, wie man ihn kennt, immer ein wenig schräg.
Fazit: Wer Wigald mag, dem gefällt auch das Buch.

Bewertung vom 17.10.2022
Der Klang von Licht
Bagus, Clara Maria

Der Klang von Licht


gut

Das Cover ist wunderschön. Die fliegenden Kraniche und das machen sie jetzt ja auch gerade wieder, sind sehr schön dargestellt.
Die Inhaltsangabe hatte mich neugierig gemacht und damit ihr Ziel erreicht.
Allerdings bin ich von dem Schreibstil hin und her gerissen. Er ist sehr blumig, mit vielen Abschweifungen und Formulierungen, die ein wenig gewöhnungsbedürftig sind. Der ein oder andere wird es lieben, meins war es leider nicht. Allerdings werden die so mittig des Buches weniger.
Ich hatte dadurch auch ganz große Schwierigkeiten der eigentlich Geschichte zu folgen. Es sind mir auch zu viele Verwicklungen und Zufälle in dem Roman. Hermes findet mit einem Mal seine Mutter und auch Jean-Pierre findet einen Hinweis auf seine leibliche Mutter und vor allem auf seinen Vater. Juliette findet ihre Zwillingsschwester und alles passiert irgendwie so nebenbei.

Bewertung vom 02.10.2022
Ein Alman feiert selten allein
Atmaca, Aylin

Ein Alman feiert selten allein


gut

Bei dem Cover sieht man erst auf dem zweiten Blick, dass es sich um viele kleine Geschenke handelt. Durch die Farben fällt das Buch schon sehr auf. Die Inhaltsangabe verrät uns um was es geht.
Inhalt des Buches ist Weihnachten in Deutschland und damit natürlich bei den Deutschen. Wie klischeehaft ist Weihnachten behaftet und wie sind wir alle darin verstrickt. Über weite Strecken fand ich das Buch sehr lustig. Nun ist auch die Zielfamilie, wenn es um Weihnachten geht, Experte. Genau getimed und jedem ist sein Part zugewiesen worden, läuft Weihnachten nach einer Excel-Liste ab.
Ab und an gab es jedoch einen Satz, wo ich ein wenig schlucken musste. Da fühlte ich mich dann doch schon ein wenig getroffen und das nicht im positiven Sinne. Es ist halt nicht einfach, wenn man über Klischees schreibt. Zum großen Teil ist es eine Gratwanderung. Meistens ist es hier aber sehr gut geglückt.

Bewertung vom 27.09.2022
Ein Kind namens Hoffnung
Sand, Marie

Ein Kind namens Hoffnung


gut

Cover und Titel passen zusammen und geben einen guten Hinweis auf den Inhalt des Buches. Erst recht, wenn man den Untertitel liest.
Elly, eigentlich die Haushaltshilfe bei den Sternbergs, ist jedoch schon fast ein Familienmitglied.
1938 beschließt Sara Sternberg auch gegen den Willen ihres Mannes Hanns zu flüchten. Leider kommt diese Entscheidung zu passt und das Ehepaar wird festgenommen. Das Schicksal ist lange Zeit ungewiss.
Ohne zu zögern gibt Elly Leon als ihren Jungen aus. Sie fährt mit ihm zu ihren Eltern. Sie findet dort jedoch nicht den Schutz den sie sich erhofft hat und will eigentlich zurück nach Berlin. In dem Bahnhof lernt sie jedoch Stephan Bauer kennen und alles kommt anders.
Das Buch lässt sich leicht lesen, dank des angenehmen Schreibstil. Ich vermisse jedoch die Dramatik der Zeit und des Geschehens. Es plätschert so dahin, dabei war es doch ein ganz furchtbare Zeit und man muss doch permanent Angst gehabt haben. Leider kommt das jedoch nicht rüber.

Bewertung vom 31.08.2022
Das siebte Mädchen
Willingham, Stacy

Das siebte Mädchen


gut

Das Cover gefällt mir gut, mit den mystischen Farben und dem Motiv. Passt zum Titel und auch zu der Inhaltsangabe. Die Inhaltsangabe hat mich auf den Thriller neugierig gemacht.
Leider hat mich das Buch so gar nicht mitgenommen oder gefesselt. Die Morde der Mädchen werden über die Tochter Chloe, ihr Vater soll die ersten sechs Mädchen ermordet haben, dargestellt. Was sie durchgemacht hat und durchmacht, wie sie sich fühlt und wie sie versucht damit umzugehen. Chloe ist verlobt. Zunächst wirkt Daniel als der liebende, führsorgliche Partner, dann sieht es so aus, als wenn er etwas mit den neuen Morden zu tun hat. Die Mutter, die nach einem Selbstmordversuch, im Pflegeheim liegt, scheint etwas zu wissen. Allerdings kann sie nicht sprechen. Chloe versucht einen Weg der Verständigung zu finden.
Das Rätsel wird erst, logisch, zum Ende des Buches gelöst. Will ich hier aber nichts von verraten.
Wie gesagt, mich hat der Thriller nicht mitgenommen.

Bewertung vom 24.08.2022
Sanfte Einführung ins Chaos
Orriols, Marta

Sanfte Einführung ins Chaos


gut

Das Cover wirkt eigentlich sehr trist und eintönig. Man kann auch sagen, es wirkt unaufgeregt.
Der Klappentext hatte mich aber angesprochen und neugierig gemacht. Ist doch ein interessantes Thema. Ungeplante Schwangerschaft, noch nie wirklich über Kinder gesprochen und nun?
Erwartet hatte ich die Auseinandersetzung eines Paares mit dem Thema. Darlegung von Gründen oder auch nur Gedanken von beiden, dafür, dagegen. Es ging zwar in die Richtung, aber mehr als dezent und eigentlich auch nur von Daniels Seite aus. Er macht sich so seine Gedanken zu einer Vaterschaft. Das vermisse ich von Marta. Sie will wohl eher nur verdrängen.
Von daher ist es eher ein ruhiges Buch, was diese sechs Tage bis zu dem Schwangerschaftsabbruch widerspiegelt. Ich wartete dann eigentlich nur noch auf eine Entscheidung, die aber nicht gefallen ist.
Mein Fazit, hätte man sicher mehr draus machen können.

Bewertung vom 12.08.2022
Drei Helden für ein Honigbrot / Detektei für magisches Unwesen Bd.1
Schweizer, Lotte

Drei Helden für ein Honigbrot / Detektei für magisches Unwesen Bd.1


ausgezeichnet

Schon das Cover macht Lust auf das Buch. Farbenfroh und mit einigen Details, so dass man auch einen zweiten Blick riskieren kann. Die Inhaltsangabe zeigt um was es geht. Gleich beim Aufschlagen werden einem die Hauptdarsteller mit Bild vorgestellt. Das gefällt mir, so kann Kind sich gleich die Figuren vor Augen halten.
Das Buch ist mit den Illustrationen wirklich eine Augenweide und sie sind immer passend zum Text untergebracht. Lockern das Ganze natürlich kindgerecht auf.
Die Story ist fantasievoll und man kann dem Roman sehr gut folgen, auch wenn schon sehr früh feststeht, wer der Täter ist. Der Schreibstil ist kindgerecht, ohne Fremdwörter und verschachtelten Sätzen.
Auch die Länge des Buches halte ich für richtig. Die Schrift ist nicht zu klein und die Kapitel sind kurz gehalten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Bewertung vom 05.08.2022
Drei Tage im August
Stern, Anne

Drei Tage im August


sehr gut

Das Cover passt meiner Meinung nach nicht zu dem Buch. Es sei denn, man nimmt das "Unaufgeregte" zum Anlass für ein stilles Bild.
Der Titel gibt genau wieder, was auch Inhalt des Romans ist. Es werden drei Tage im Leben von Elfie wieder gegeben. Wäre so nichts besonders, wenn man nicht auf das Datum achten würde. August 1936. Wir wissen was kommt, die Hauptakteure in den Buch allerdings nicht.
Elfie neigt zu Depressionen auf Grund ihren harten Erziehung durch die Großmutter. Ihr Umfeld ist sehr begrenzt. Die Arbeit in der Chocolaterie Sawade ist so ganz ihrs. Ordnung, ansonsten hat sie damit ihre Probleme. Da neben gibt es nichts weiter für sie.
Daneben lernen wir doch den Buchhändler kennen, der allerdings ein Jude ist und schon ahnt, dass es nicht gut für ihn aussieht. Er überlegt was er tun soll. Dann gibt es auch noch den Barbesitzer, ein Ausländer und bei ihm gibt es auch noch Swing-Musik. Wie lange wohl noch.
Die bisher heile und normale Welt fängt an zu zerbrechen. Da darf der Leser teilhaben. Gerade jetzt fängt aber die Elfie doch an, aus ihrem normalen Leben auszubrechen um auch mal etwas zu erleben.
Es ist ein Buch der leisen Töne und klingt, vielleicht gerade deshalb, nach.