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'Henning Saalbach führt ein erfülltes Leben, er ist verheiratet und hat einen Sohn. Dann wird alles anders. Innerhalb von Sekunden zerstört ein Fremder sein Glück: Der Mann dringt in das Haus der Familie ein und tötet den sechsjährigen Marc. Seit diesem Tag ist nichts mehr, wie es war, und nur der Gedanke an Rache hält Henning am Leben. Es bleiben ihm zwölf Jahre, um sich vorzubereiten. Auf den Tag, an dem der Täter entlassen wird. Doch dann beginnt Henning zu zweifeln: Wer ist Feind, wer Freund? Wer der Täter, wer das Opfer? Und schon ist er mittendrin in einem perfiden Spiel. Einem...
'Henning Saalbach führt ein erfülltes Leben, er ist verheiratet und hat einen Sohn. Dann wird alles anders. Innerhalb von Sekunden zerstört ein Fremder sein Glück: Der Mann dringt in das Haus der Familie ein und tötet den sechsjährigen Marc. Seit diesem Tag ist nichts mehr, wie es war, und nur der Gedanke an Rache hält Henning am Leben. Es bleiben ihm zwölf Jahre, um sich vorzubereiten. Auf den Tag, an dem der Täter entlassen wird. Doch dann beginnt Henning zu zweifeln: Wer ist Feind, wer Freund? Wer der Täter, wer das Opfer? Und schon ist er mittendrin in einem perfiden Spiel. Einem Spiel ohne Regeln. Und es hat gerade erst begonnen.
Raimon Weber, geboren 1961, ist Schriftsteller, Hörspielautor und Medientrainer. Er leistet regelmäßig Beiträge zum Krimifestival "Mord am Hellweg". Bei seinen Lesungen trägt der Autor die merkwürdigsten Methoden vor, wie man ums Leben kommen kann und plaudert aus seinem Berufsleben als Autor. Schließlich treibt ihn die Recherche auf hohe Schornsteine und in die geschlossene Forensik oder er lässt sich von Spezialisten vor Ort über die Entsorgung amputierter Gliedmaßen aufklären. Raimon Weber lebt in Kamen.
Produktdetails
- Ullstein Taschenbuch 28533
- Verlag: Ullstein TB
- Originaltitel: Eis bricht
- Seitenzahl: 208
- Erscheinungstermin: 29. November 2013
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 122mm x 20mm
- Gewicht: 228g
- ISBN-13: 9783548285337
- ISBN-10: 3548285333
- Artikelnr.: 38055069
Herstellerkennzeichnung
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In Raimon Webers Thriller „Eis bricht“ erlebt Henning Saalbach, wie langsam die Zeit vergehen kann. Zwölf lange Jahre hat er gewartet. In wenigen Tagen wird der Mörder seines achtjährigen Sohnes Marc aus der Haft entlassen. Eines Abends vor zwölf Jahren ist Henning …
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In Raimon Webers Thriller „Eis bricht“ erlebt Henning Saalbach, wie langsam die Zeit vergehen kann. Zwölf lange Jahre hat er gewartet. In wenigen Tagen wird der Mörder seines achtjährigen Sohnes Marc aus der Haft entlassen. Eines Abends vor zwölf Jahren ist Henning mit seiner Frau Judith bei Carsten Brunner, einem einflussreichen Mann beim ZDF, eingeladen. Marc bleibt allein im Haus zurück. Henning, ein erfolgreicher Drehbuchautor, vergisst eine Mappe mit den Entwürfen für die ersten Folgen einer neuen Fernsehserie und kehrt nach Hause zurück. Dort findet er seinen tödlich verletzten Sohn. Jede Hilfe kommt für ihn zu spät. Er stirbt in seinen Armen. Henning kämpft mit dem Mörder und erkennt ihn. Es ist Erwin George. Er bekommt 12 Jahre wegen angeblichen Totschlags. Danach ist für Henning nichts mehr so wie früher. Seine Ehe zerbricht, er kann nicht mehr arbeiten, wird depressiv, beginnt langsam zu verwahrlosen und verfällt dem Alkohol. Er fiebert dem Tag entgegen, an dem George entlassen werden soll, denn dann bekommt der Mann endlich seine gerechte Strafe: den Tod. „Es ist das Einzige, was mich in der ganzen Zeit am Leben gehalten hat. Ohne dieses Ziel hätte ich mich längst aufgehängt.“ (S. 54) Und dieser Tag ist jetzt gekommen. Öfters fährt Henning zum Gefängnis nach Werl, wo er vor elf Jahren den Justizvollzugsbeamten Thorsten Koch kennengelernt hat, der ihn die letzten Jahre über den Gefangenen auf dem laufenden gehalten hat. Koch ist es, der Saalbach mit seinen Freunden bekannt macht, die sich als „Humanisten“ bezeichnen und ihm eine Waffe besorgen. Obwohl alles gut vorbereitet ist, läuft an dem Tag der Entlassung von Erwin George alles aus dem Ruder, und es kommt anders als gedacht.
„Eis bricht“ von Raimon Weber liest sich gut. Der Autor hat einen ungewöhnlichen Thriller geschrieben, den man auch als Kriminaldrama bezeichnen kann. Die Figur des Henning Saalbach ist sehr authentisch, sein geplantes Vorhaben glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt. Erzählt wird anfangs auf zwei Zeitebenen, einmal in der Gegenwart, in der der Protagonist heute lebt und in der Vergangenheit vor 12 Jahren, bis die Geschichte dann in der Gegenwart bleibt. Die Übergänge sind gut gewählt, und auch das Ende der Story ist für den Leser unvorhersehbar. Die Geschichte ist packend erzählt und bietet zwar düstere, aber interessante Unterhaltung. Ich empfehle das Buch gerne weiter.
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Henning Saalbach ist ein erfolgreicher Drehbuchautor. Er hat keine Geldsorgen und führt eine glückliche Ehe. Der gemeinsame Sohn Marc rundet das perfekte Leben ab. Doch innerhalb weniger Augenblicke zerrinnt ihm das Glück zwischen den Fingern. Denn ein Unbekannter dringt ins Haus ein …
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Henning Saalbach ist ein erfolgreicher Drehbuchautor. Er hat keine Geldsorgen und führt eine glückliche Ehe. Der gemeinsame Sohn Marc rundet das perfekte Leben ab. Doch innerhalb weniger Augenblicke zerrinnt ihm das Glück zwischen den Fingern. Denn ein Unbekannter dringt ins Haus ein und tötet den kleinen Marc. Von diesem Moment an ist Hennings Leben vorbei. Seine Ehe zerbricht, für den Job fehlt ihm jeglicher Antrieb und im Laufe der Zeit droht er dem Alkohol komplett zu verfallen. Ein Gedanke hält ihn in allerdings halbwegs am Leben: Der tiefe Wunsch nach Rache! Henning lebt nur noch für den Augenblick, an dem der Mörder seines Sohnes aus der Haft entlassen wird. Nach zwölf Jahren steht dieser Tag nun unmittelbar bevor....
|| Meine Meinung ||
Raimon Webers Thriller beginnt mit einem Prolog, in dem man einen jungen Mann dabei beobachtet, wie er ein schreckliches Verbrechen begeht. Ohne große Vorbereitungszeit befindet man sich also mitten im Geschehen. Das Interesse an der Identität des Täters und seinem Motiv ist damit unmittelbar geweckt.
Danach wechselt die Perspektive in die Gegenwart. Hier lernt man Henning Saalbach kennen. Der früher so erfolgreiche Drehbuchautor ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Er vegetiert in einer verwahrlosten Wohnung vor sich hin und versucht seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. Durch die intensiven Beschreibungen kann man sich den Zustand der Wohnung und auch Hennings ungepflegtes Äußeres lebhaft vorstellen. Dadurch wirkt der Hauptprotagonist zwar nicht sehr sympathisch, doch seine Verzweiflung, seinen aufgestauten Kummer und auch seinen unbändigen Zorn kann man glaubhaft nachempfinden. Ohne es richtig zu bemerken, gerät man so in den Sog der Handlung und stellt sich die Frage, ob das was Henning plant, tatsächlich gerechtfertigt ist. Darf man den Mörder des eigenen Kindes töten?
Der Einstieg in die Handlung gelingt dadurch mühelos. Hin- und hergerissen beobachtet man Hennings Rachepläne. Der Grundstein für einen atemlosen Psychothriller über Schuld und Rache, wie er im Klappentext beschrieben wird, ist damit also gelegt. Doch leider lässt die gemächliche aufgebaute Spannung schnell nach. Denn die Handlung beginnt relativ emotionslos vor sich hin zu plätschern. Man verfolgt das Geschehen zwar interessiert, ist allerdings nicht unbedingt davon gefesselt. Im weiteren Verlauf der Handlung hat der Zufall leider auch ziemlich oft seine Hände im Spiel, sodass das Gelesene stark konstruiert wirkt.
Das Ende liefert endlich die lang erhoffte Spannung. Doch leider wirkt es ziemlich abrupt und gehetzt. Ein paar Seiten mehr hätten der Handlung hier gut getan. Da das gesamte Buch ja auch nur wenig mehr als 200 Seiten umfasst, wäre da noch Luft für mehr gewesen.
Insgesamt gesehen habe ich die Handlung zwar interessiert verfolgt, doch richtig fesseln konnte sie mich leider nicht. Aufgrund des spannenden Einstiegs und der über allem schwebenden Frage, wie weit man wohl selbst gehen würde, wenn jemand das eigene Kind ermordet hätte, hatte ich mir deutlich mehr von diesem Thriller versprochen.
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Die Apothekerin Jana Jeschke ist in Besitz der originalen Schatzkarte El Dorado. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, diesen Schatz zu finden. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Conrad Pfeiffer macht sie sich auf die lange Reise nach Amerika. Schon auf der Überfahrt fangen die Probleme an und Conrad …
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Die Apothekerin Jana Jeschke ist in Besitz der originalen Schatzkarte El Dorado. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, diesen Schatz zu finden. Gemeinsam mit ihrem Verlobten Conrad Pfeiffer macht sie sich auf die lange Reise nach Amerika. Schon auf der Überfahrt fangen die Probleme an und Conrad macht es ihnen auch nicht leichter, da er ständig mit dem Schiffsarzt aneinander gerät. Er merkt nämlich, dass dieser keine richtige Ausbildung dafür hat und er als studierter Arzt lässt das nicht auf sich sitzen. Verfolgt werden sie ständig von einem geheimnisvollen Mönch, der die Schatzkarte haben will. Wer findet den Schatz zuerst?
Da ich den ersten Band schon gelesen hatte, waren mir die Protagonisten gut bekannt. Jana ist mit Conrad unterwegs und immer ist ihnen der Mönch mit der Kapuze auf den Fersen. Die Autorin hat eine schöne Schreibweise. Man kann sich gut in die Situationen hineinversetzen und durch die bildliche Beschreibung entstehen gleich Bilder im Kopf. Dadurch, dass der Mönch immer hinter Jana her ist, bleibt es durchweg spannend, ob er sie erwischt. Die Autorin hat viel recherchiert über die damaligen gesellschaftlichen Zustände. Das Buch enthält keine heile Welt Geschichte, sondern es werden offen Themen wie Sklaverei, Piraterie, falsches Handeln der katholischen Kirche, Ausbeutung der Menschen usw. angesprochen. Außerdem lernt man noch was über Land und Leute. Der zweite Band des Sündenbuchs war wieder ein Lesegenuß.
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„Er schüttelte sich, öffnete die trockenen Lippen und schnappte nach Luft. Er fror. Der Traum war von Geräuschen, schlimmen Geräuschen, erfüllt gewesen. Knirschen, Brechen, Splittern. Als würde in seinem Schädel Glas zerspringen. Er konnte sich nur noch an …
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„Er schüttelte sich, öffnete die trockenen Lippen und schnappte nach Luft. Er fror. Der Traum war von Geräuschen, schlimmen Geräuschen, erfüllt gewesen. Knirschen, Brechen, Splittern. Als würde in seinem Schädel Glas zerspringen. Er konnte sich nur noch an das Gefühl von Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein erinnern. Es waren keine Bilder geblieben. Henning Saalbach schlief immer unruhig, wälzte sich im Minutentakt in den Laken bis ihn ein neuer Alptraum überfiel. Aber niemals zuvor hatte ihn sein Unterbewusstsein etwas ähnlich Schlimmem ausgesetzt.“
Vor 12 Jahren war Henning Saalbach ein glücklicher Mann.
Vor 12 Jahren hatte er eine Frau und einen kleinen Sohn.
Vor 12 Jahren war er ein erfolgreicher Autor.
Vor 12 Jahren ließen Henning und seine Frau ihren Sohn Marc abends alleine zuhause und gingen aus.
Vor 12 Jahren wurde Marc an eben diesem Abend im Schlafzimmer seiner Eltern ermordet.
Seit 12 Jahren sitzt sein Mörder im Gefängnis.
Seit 12 Jahren ist in Hennings Leben nichts mehr, wie es war.
Seit 12 Jahren lebt Henning allein. Denn nach Marcs Tod ging auch seine Ehe in die Brüche.
Seit 12 Jahren trinkt Henning viel zu viel.
Seit 12 Jahren hält ihn nur noch der Gedanke an Rache am Leben.
Seit 12 Jahren wartet er auf den Tag, an dem Marcs Mörder entlassen wird.
Dieser Tag ist nun da.
Dieser Thriller hat mich wirklich positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass auf 200 Seiten so viel Tiefe entwickelt werden kann. Aber genau das war der Fall.
Sensibel wird Hennings Gefühlsleben beleuchtet. Anfangs pendelt die Handlung zwischen Jetzt-Zeit und Rückblicken. Die Rückblicke befassen sich natürlich mit der Nacht des Mordes und machten mich sehr betroffen. Niemanden, der Kinder hat, lässt eine solche Schilderung kalt! Unvorstellbar, wie man danach weiterleben soll! Und sehr gut vorstellbar, dass man sich mit Rachegedanken trägt.
Aber was passiert mit diesen Gedanken, wenn der erwartete Tag da ist? Henning befallen Zweifel: Ist das, was er tut, richtig? Was, wenn er sich irrt? Schließlich hat der Täter stets behauptet, dass er Marc nie töten wollte. Henning beginnt, nachzuforschen…
Meine Güte, wie oft habe ich mich während des Lesens gefragt, was ich tun würde. Henning war mir sehr sympathisch und ich habe mich ihm immer sehr nah gefühlt. Spannend wurde es auch noch und die 200 Seiten lasen sich wie nichts weg.
Manchem Leser wird in diesem Thriller vielleicht zu wenig Blut fließen. Aber für mich persönlich war durch die Thematik des Kindermordes wahrlich genug „thrill“ in dem Buch.
Fazit: Spannend, mit berührender Thematik. Schnell zu lesen und daher ideal für „zwischendurch“.
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Henning Saalbach musste vor 12 Jahren erleben, wie sein Sohn ermordet wurde. Darauf zerbricht sein Leben: seine Ehe, sein Beruf. Jetzt denkt er nur noch an Rache und ertränkt seinen Kummer in Alkohol.
Der Täter wird nach 12 Jahren entlassen. Saalbach besorgt sich eine Pistole über …
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Henning Saalbach musste vor 12 Jahren erleben, wie sein Sohn ermordet wurde. Darauf zerbricht sein Leben: seine Ehe, sein Beruf. Jetzt denkt er nur noch an Rache und ertränkt seinen Kummer in Alkohol.
Der Täter wird nach 12 Jahren entlassen. Saalbach besorgt sich eine Pistole über eine merkwürdige Gruppe, die wohl eigene Interessen verfolgt. Dann passieren Sachen, die Saalbach aus seiner Erstarrung herausreißen.
Das Buch liest sich schnell und leicht. Es werden schwierige Themen aufgegriffen – wie Trauerbewältigung, Zivilcourage, Selbstjustiz – aber alles bleibt ein wenig an der Oberfläche. Ein Buch, was man schnell liest und wieder vergisst.
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Ein fesselnder Thriller mit sehr viel Tiefgang... Unglaublich spannend!
Was, wenn dir jemand das Wichtigste in deinem Leben nimmt? Wenn dein Kind gewaltsam zu Tode kommt und du daran zerbrichst? Wenn du nur noch auf den Tag wartest, an dem du die Ungerechtigkeit des Mordes mit gleichem …
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Ein fesselnder Thriller mit sehr viel Tiefgang... Unglaublich spannend!
Was, wenn dir jemand das Wichtigste in deinem Leben nimmt? Wenn dein Kind gewaltsam zu Tode kommt und du daran zerbrichst? Wenn du nur noch auf den Tag wartest, an dem du die Ungerechtigkeit des Mordes mit gleichem beantworten wirst?! ... Raimon Weber legt mit „Eis bricht“ einen grandiosen Thriller zu einem sehr sensiblen Thema vor. Ein Thriller, der unter die Haut geht und gleichzeitig betroffen macht - der sich inhaltlich mit dem steten Verdacht der Pädophilie auseinandersetzt...
Henning Saalbach nennt sich der Hauptprotagonist. Ein Vater, der dem potenziellem Verbrechen, dem sein Sohn Marc 12 Jahre zuvor zum Opfer fiel, nachhängt und der seither unentwegt auf Rache sinnt. „Gerechtigkeit“ ist alles, woran Saalbach nach dem vermeintlich gewaltsamen Tod seines Sohnes noch denken kann. Doch was ist damals wirklich vorgefallen? Was geschah an jenem Abend, der das Leben der Betroffenen, der Eltern also aus den Fugen geraten ließ? Erinnerung, Realität oder Irrtum? Saalbach stellen sich tiefgreifende Fragen – und doch ist er getrieben von dem Wunsch nach abschließender Rache..
Raimon Weber schreibt in seinem aktuellen Thriller unglaublich fesselnd und lässt den Leser tief eintauchen in seine Figuren. Es ist, als schlüpfe man vorübergehend selber in die Haut des Protagonisten. Der Schreibstil bleibt durchgängig recht unaufgeregt. Und auch inhaltlich wirkt der Verlauf zunächst nur subtil spannend, steigert sich jedoch mit Beginn des hauptsächlichen Erzählstrangs (nach kurzem Prolog) immens. Mehr und mehr nimmt das Buch dann an Dichte zu und birgt im weiteren Verlauf eine große Portion Gänsehaut-Feeling (nicht zuletzt wegen des Grundthemas). Ich fand die Inhalte und Thematik des Thrillers schockierend authentisch dargestellt und die Figuren durchweg gut konzipiert. Der Roman lässt sich einerseits leicht lesen, die Protagonisten sind äußerst überschaubar und doch wiegt das Gelesene schwer. Man kann nicht anders, als durchgängig mit Henning Saalbach mitzufühlen. Permanent zieht man neue Schlüsse zum Hergang und wird von unerwarteten Wendungen überrascht. Wissen, Verunsicherung und Empathie vermischen sich. Weber versteht es unglaublich gut, den Leser beinahe "manipulativ" und emotional bindend durch seine sehr authentisch wirkende Erzählung zu führen. Wahnsinnig spannend, stellenweise bedrückend und doch insgesamt ein eher leises Buch, das ohne viel Action auskommt. Ein starkes Buch also mit furiosem Ende, absolut lesenswert und von meiner Seite definitiv eine Leseempfehlung! 5 Sterne.
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