Julia Adrian
Broschiertes Buch
Das Tagebuch der Jenna Blue
PAYBACK Punkte
0 °P sammeln!
Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben.Jenna und Scarlett sind Schwestern - und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?
Suchende. Wortfinderin. Schriftstellerin. Julia Adrian schreibt und lebt an der Nordsee. Mit ihrem Debüt "Die Dreizehnte Fee" eroberte sie die Herzen ihrer Leser im Sturm. Auch abseits der fantastischen Literatur bleibt sie ihrem Stil treu und verwebt feinsinnig düstere Märchenmotive mit ungewöhnlichen Charakteren, die - wie sie selbst - mit sich hadern, kämpfen und niemals aufgeben. Klassische Happy Ends finden sich in Adrians Büchern selten, dafür sähen sie Hoffnung selbst an den finstersten Orten. In diesem Sinne: Lasst euch verzaubern!
Produktdetails
- Verlag: Drachenmond Verlag
- Seitenzahl: 259
- Altersempfehlung: ab 14 Jahren
- Erscheinungstermin: 18. August 2021
- Deutsch
- Abmessung: 209mm x 147mm x 23mm
- Gewicht: 324g
- ISBN-13: 9783959913058
- ISBN-10: 3959913052
- Artikelnr.: 62086821
Herstellerkennzeichnung
Drachenmond-Verlag
Auf der Weide 6
50354 Hürth
astrid@drachenmond.de
Kurzbeschreibung
Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben.
Jenna und Scarlett sind Schwestern – und Feinde bis aufs Blut. …
Mehr
Kurzbeschreibung
Ich denke darüber nach, meine Schwester zu töten. Ein gespanntes Nylonseil an der Treppe. Eine gelockerte Schindel. Es gibt so viele Arten, den Halt zu verlieren und gleichsam das Leben.
Jenna und Scarlett sind Schwestern – und Feinde bis aufs Blut. Zwischen ihnen entbrennt ein Kampf um Macht und die Wahrheit. Was geschah wirklich, damals vor zehn Jahren, als ihre Mutter am helllichten Tag und ohne eine Spur verschwand? Jenna kämpft gegen das Vergessen und das Schweigen in ihrem eigenen Haus. Doch wenn sie sich selbst schon nicht trauen kann, wem dann?
Meinung
"Das Tagebuch der Jenna Blue" ist eine neue Geschichte von Julia Adrian. Das Buch ist am 18. August 2021 im Drachenmond Verlag erschienen, umfasst 259 Seiten, ist als ebook oder als Klappenbroschur erhältlich und wird ab 14 Jahren empfohlen. Julia Adrian hat mich mit ihren märchenhaften Adaptionen rund um die Dreizehnte Fee und Winters zerbrechlichem Fluch begeistert. Ich habe mich gefreut als ich hörte, dass ein neues Buch von ihr erscheint. Diesmal aber in anderem Genre, was mich umso neugieriger werden ließ. Thriller lese ich sehr selten. Jugendthriller schon eher. Dieser ist ohne darüber nachzudenken auf meiner Wunschliste gelandet. Die Kurzbeschreibung ist sehr neugierig machend. Zwei Schwestern die sich derart hassen, dass sich mörderische Gedanken in ihren Köpfen festsetzen. Eine Mutter die spurlos verschwand und ihre kleinen Mädchen einfach zurückließ. Ein Heim in welchem diese Ereignisse totgeschwiegen werden und welches zusehends verfällt, wie auch seine Bewohner.
Geschwisterbeziehungen überdauern meist die Beziehung zu den Eltern, zu vielen Freunden, manchmal auch die zum Partner. Oft weiß man über niemand anderen so viel wie über Schwester oder Bruder. Man ist zusammen aufgewachsen, hat miteinander gespielt, sich getröstet und geholfen. Man hat sich verpetzt und verletzt, den anderen alleingelassen oder ausgeschlossen. Manchmal schlägt Geschwisterliebe in Geschwisterhass um. Gespannt habe ich zu lesen begonnen und die Grundsituation kennenzulernen fand ich interessant. Gepackt hat es mich allerdings nicht ganz. Doch nach dem ersten Viertel entwickelte sich langsam ein Sog. Man lernt die Protagonisten besser kennen und es werden viele Fragen aufgeworfen. Alles scheint ein Rätsel zu sein. Es ist nicht wirklich greifbar, wohin die Autorin den Bücherliebhaber führen will. Spürbar ist eine Düsternis, Niedergeschlagenheit und Rivalität. Jenna ist ruhig, zurückgezogen und einsam. Sie verschwindet im Schatten ihrer jüngeren Schwester. Scarlett ist ein richtiges Biest und spielt gerne mit Jenna Gefühlen.
So auch als zwei Jungs in Jennas Leben treten und sie zum ersten Mal Schmetterlinge im Bauch spürt. Ihr Auftauchen hebt die Stimmung. Die Konkurrenz der beiden Schwestern tritt dann etwas in den Hintergrund und das Verschwinden der Mutter wird zum zentralen Thema. Jenna gräbt in der Vergangenheit und will endlich die Wahrheit wissen. Wenn ich auch die eine oder andere Ahnung hatte, so wurde ich mit der Auflösung doch überrascht. Zum Ende hin nimmt die Spannung zu und der Leser ist neugierig auf die endgültige Enthüllung. Auch wenn es sich diesmal um keine wundersame Begebenheit handelt, hat die Autorin trotzdem ein Märchen eine kleine Rolle spielen lassen, was ich sehr gerne mochte. Ich persönlich würde die Geschichte nicht als Jugendthriller einordnen. Für mich war es eher ein Familiendrama, auch wenn das Ende etwas Nervenkitzel beinhaltet. Insgesamt eine düstere Erzählung, die tief blicken lässt und in der sich Abgründe auftun.
Erzählt wird die Geschichte von Jenna. Den Schreibstil der Autorin habe ich bereits kennen und lieben gelernt. Fantasievoll, poetisch, ein wenig besonders und flüssig, so hatte ich ihn in Erinnerung. Für märchenhafte Erzählungen wunderbar, aber ich war gespannt, wie sich das in einem anderen Genre gestaltet. Für mich hat er auch hier einwandfrei funktioniert. Ich kann mir aber
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Wenn Julia Adrian und der Drachenmondverlag zusammenkommen, kann nicht viel schiefgehen. Ich kenne von ihr bereits einige Fantasy-Romane und war begeistert, dass sich der märchenhafte Erzählstil zum Teil auch hier findet. Das mag sich abgehoben anhören, ist aber wunderbar gelöst …
Mehr
Wenn Julia Adrian und der Drachenmondverlag zusammenkommen, kann nicht viel schiefgehen. Ich kenne von ihr bereits einige Fantasy-Romane und war begeistert, dass sich der märchenhafte Erzählstil zum Teil auch hier findet. Das mag sich abgehoben anhören, ist aber wunderbar gelöst und passt einfach hervorragend zur düsteren Stimmung dieses Jugend-Thrillers. Hinzu kommt die wunderschöne Innenausstattung, die bei jedem "Drachen" zum Pflichtprogramm gehört. In diesem Fall ist es aber doppelt gut gelungen. Denn die eingestreuten Tagebuch-Seiten sind tatsächlich wie solche gestaltet, und das giftige Pflänzchen, dass sich auf jeder linken Seite als Zeichnung findet, ist von Bedeutung für die Geschichte.
Jenna und Scarlett sind sind zwar Schwestern, aber dennoch Konkurrentinnen, ja regelrecht verfeindet. Nur die ältere Halbschwester Anna scheint die Famile noch zusammenzuhalten, nachdem Scarletts und Jennas Mutter vor Jahren verschwand und sich der Vater in sein Inneres zurückzog. Als zwei fremde Jungen im mysteriösen Spukhaus nebenan auftauchen, geraten nicht nur Jennas Gefühle durcheinander, sondern auch das fragile Gleichgewicht zwischen den Schwestern gerät in ernsthafte Gefahr. Und über allem lastet die drückende Frage, was aus der verschwundenen Mutter wurde...
Mit der eindringlichen, atmosphärisch dichten Erzählweise, den Märchenanklängen und der Unvorhersehbarkeit der Geschichte konnte mich Lara Adrian wieder einmal vollends überzeugen.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Rezension „Das Tagebuch der Jenna Blue“ von Julia Adrian
Meinung
Vor über 10 Jahren konnte ich von einem Genre nicht die Finger lassen: Thriller. Doch kehrte ich ihm irgendwann den Rücken. Zu viel war vorhersehbar und es schien nichts neues mehr zu geben. Doch so …
Mehr
Rezension „Das Tagebuch der Jenna Blue“ von Julia Adrian
Meinung
Vor über 10 Jahren konnte ich von einem Genre nicht die Finger lassen: Thriller. Doch kehrte ich ihm irgendwann den Rücken. Zu viel war vorhersehbar und es schien nichts neues mehr zu geben. Doch so langsam kehrt mein Interesse zurück und da ich insbesondere in diesem Jahr vermehrt Drachen lesen will, stand diese Geschichte ganz weit oben.
Wie jeder Drache ist auch dieses Buch von einer wunderschönen Aufmachung. Begleitet von Tagebucheinträgen und liebevollen Zeichnungen, die sich als detailreich, düster und faszinierend zeigten, machte es die Geschichte noch greifbarer und lebendiger. Seite um Seite versank ich in der Atmosphäre und Handlung, die sich zum einen märchenhaft und melancholisch, aber auch intensiv und dicht verwoben zeigte.
Julia Adrian schafft ein Netz aus Lügen und Intrigen und doch war die Handlung magisch, ebenso aber auch eindringlich und mystisch. Besonders zu Anfang stand ich endlosen Rätseln entgegen, die sich sehr dicht und schwer zu greifen zeigten. Und doch versank ich in den dunklen, bedrückenden Geheimnissen der Familie. In den Gedanken von Jenna. Wie sie erkannte ich die Wahrheit erst spät und so war die Spannung nervenaufreibend.
Die Charaktere waren undurchschaubar, wie eigentlich das gesamte Buch. Jennas Gefühle, ihr Schmerz, waren zu Beginn nicht so ausdrucksstark, wie im späteren Verlauf, was bei ihrer Schwester deutlich anders ausfiel. Scarlet brachte eine namenlose Dunkelheit mit sich. Schatten und tiefste Schwärze. Den Lichtblick brachten Lee und Yakub, die mit ihrer positiven Art Leichtigkeit in der Schwere erzeugten.
Das Ende kam für mich etwas zu rasch und ich hätte mir die Auflösung etwas ausführlicher gewünscht. Dies jedoch schmälert die Faszination nur minimal, denn wie oben bereits beschrieben erwartet einen hier ein schauriges Setting mit einer eindrucksvollen Atmosphäre.
Fazit
„Das Tagebuch der Jenna Blue“ präsentiert sich atmosphärisch, düster und voller Geheimnisse. Julia Adrian webt ein dichtes Netz, in dem die Emotionen und Protagonisten zu Anfang nicht so ausdrucksstark und eindringlich waren, wie im späteren Verlauf. Dennoch ist diese Geschichte intensiv und bedrückend, was die Seiten zu einem Leseerlebnis macht, welches noch lange nachhallt.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird aus Jenna's Sicht in Ich-Form geschrieben. Wir tauchen ein in ihre intimsten und tiefstverborgenen Gedanken. Leider griffen keine Emotionen bei mir über. Jenna war für mich nicht richtig greifbar und konnte mich nicht mit ihr identifizieren. …
Mehr
Sichtweise/Erzählstil: Die Geschichte wird aus Jenna's Sicht in Ich-Form geschrieben. Wir tauchen ein in ihre intimsten und tiefstverborgenen Gedanken. Leider griffen keine Emotionen bei mir über. Jenna war für mich nicht richtig greifbar und konnte mich nicht mit ihr identifizieren. Ihre Darstellung war sehr gut und auch die Gedankengänge sehr aufreibend, jedoch fehlte einfach der überspringende Funke zwischen uns.
Story/Spannung: Ohne große Reden stolpern wir mitten in das Leben der 17 jährigen Jenna Blue. Es scheint ein sehr einsames und stilles Leben zu sein, völlig eingenommen vom Trauma durch das verschwinden der Mutter.
Die Geschichte ist anders als ich erwartet habe. Dadurch das mir eine tiefere Verbinung zu Jenna fehlte, habe ich auch lange gebraucht um in die Geschichte zu finden. Zeitweise war ich auch am überlegen abzubrechen, habe aber dann dem Buch noch eine zweite Chance gegeben.
Julia Adrian beschreibt eine sehr toxische Beziehung zwischen zwei Schwestern. Man ist sich nicht sicher, was man von ihrem Umgang untereinander halten soll und auch die Wahl der Freunde. Mir tat Jenna immer sehr Leid und ich hoffte für sie irgendwann ihr Glück zu finden.
Die Entwicklung der Geschichte hatte ich so nicht erwartet. Das spurlose Verschwinden der Mutter umgibt diese Geschichte wie eine Nebelwand. Das Verlangen nach Vergessen, Verdrängung und Verstehen wurde anschaulich dargestellt. Wie trügerisch Erinnerungen seien können, kam hier deutlich zum vorschein.
Spannung kam für mich leider erst später auf, dadurch das Anfangs der Fokus auf die Beziehung zwischen Jenna und Scarlett gelegt wurde. Die Auflösung war unerwartet, jedoch schlüßig. Umgehauen hat es mich jedoch leider nicht.
Die Geschichte hat potenzial und greift aufjedenfall gut bestimmte Themen auf, die Jugendliche anspricht und zum Nachdenken anregt.
Fazit: Ein Jugendthriller, der anderen Art. Mich nur leider nicht komplett überzeugen konnte, jedoch eine interessante Darstellung von schwesterliche Liebe aufzeigt.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Jenna und Scarlett sind Schwestern und hassen sich. Seit die Mutter vor zehn Jahren verschwunden ist, ist die Familie nicht mehr das, was sie einst war. Jenna glaubt bis heute nicht daran, dass ihre Mutter einfach so gegangen ist. Was also geschah damals wirklich?
Eines muss man vorweg sagen: …
Mehr
Jenna und Scarlett sind Schwestern und hassen sich. Seit die Mutter vor zehn Jahren verschwunden ist, ist die Familie nicht mehr das, was sie einst war. Jenna glaubt bis heute nicht daran, dass ihre Mutter einfach so gegangen ist. Was also geschah damals wirklich?
Eines muss man vorweg sagen: Dieses Buch fordert die ganze Aufmerksamkeit seines Lesers, es zieht ihn völlig in seinen Bann und man kann sich nur schwer davon trennen. Anders als von der Inhaltsangabe erwartet, geht es hier nicht vordergründig darum, dass Jenna ihre Schwester töten will, sondern hier steht das damalige plötzliche Verschwinden der Mutter im Vordergrund.
In diesem Buch tun sich ganze Familienabgründe auf und wenn man denkt, schlimmer geht nicht mehr, kommt doch was Neues auf einen zu. Scarlett und Jenna sind zwei völlig gegensätzliche Charaktere und man weiß nie genau, wer wen mehr hasst und wer wie weit gehen würde.
Das Buch wird aus der Sicht Jennas erzählt und enthält einzelne Tagebuchseiten von ihr. Dabei sind die Kapitelanfänge von Zeichnungen der Autorin versehen und die Seiten mit Blumen geschmückt, welche eine tragende Rolle im Buch spielen. Der Schreibstil erschafft eine wunderbar düstere und leicht entrückte Atmosphäre und lässt einen tief in Jennas Geschichte eintauchen. Dabei baut sich mit jedem gelüfteten Geheimnis mehr Spannung auf und man hofft auf ein gutes Ende. Wenn man dann am Ende angekommen ist, lassen einen die letzten Seiten stutzig werden und man überdenkt das Gelesene plötzlich noch einmal neu. Somit gibt es hier ein Ende, dass viel Interpretationsspielraum lässt.
Für dieses Buch habe ich meine Fantasy-Komfortzone verlassen und es nicht bereut. Aber allein schon für diesen außergewöhnlichen Schreibstil lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Von mir daher eine ganz klare Leseempfehlung!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Wie es mir gefallen hat:
Schon seit dem Lesen der „Dreizehnten Fee" wusste ich, dass Julia Adrian eine besondere Erzählerin ist und besondere Erzählstimmen erschafft. Und genau das sehe ich auch bei ihrem neusten Werk wieder bestätigt. Genauso einzigartig wie die …
Mehr
Wie es mir gefallen hat:
Schon seit dem Lesen der „Dreizehnten Fee" wusste ich, dass Julia Adrian eine besondere Erzählerin ist und besondere Erzählstimmen erschafft. Und genau das sehe ich auch bei ihrem neusten Werk wieder bestätigt. Genauso einzigartig wie die detailverliebte, stimmungsvolle Innengestaltung ist auch die Geschichte, die bekannte Stoffe und Motive in ein viel weniger vertrautes Gewand hüllt. Die Tagebucheinträge und ebenfalls aus der Ich-Perspektive erzählten Kapitel ergeben ein schönes Zusammenspiel und man kann ausgiebig über die Verbindungen dazwischen rätseln.
„Das Tagebuch der Jenna Blue" konnte ich trotz und vielleicht auch mit wegen der konfliktgeladenen Handlung nicht so schnell weglesen, weil die Sprache, die Atmosphäre und die Plotentwicklungen so dicht sind und wie statisch aufgeladen. Die ganze Zeit habe ich zwischen den Zeilen alle möglichen mitschwingenden Nuancen gespürt und einzuordnen versucht. Der Sprachstil scheint seine ganz eigene Melodie zu haben und wird oft spielerisch. Es fällt mir schwer, das Besondere daran zu benennen, aber die Sprache fühlt sich irgendwie an wie das Aufziehen von Sommergewitterwolken.
Die Genre-Zuordnung als Jugendthriller finde ich ein wenig irreführend. Ich habe das Buch eher als düster-geheimnisvolles Drama empfunden, als Spannungsmärchen, aber nicht als atemlos machenden Pageturner, sondern vielmehr eine Geschichte, die ihren Sog eher untergründig, in dunkler Tiefe entfaltet.
Dieser Roman ist alles andere als eine Feelgood-Lektüre, das Ende hinterlässt garantiert kein Glücksgefühl im Bauch, aber gerade das ist erfrischend. Man bekommt es mit einer äußerst raffinierten Twist zu tun, über den ich immer noch nicht ganz hinweg bin. Hut ab dafür!
In einem Satz:
„Das Tagebuch der Jenna Blue" beschert ein intensives, am Schluss sehr ins Grübeln bringendes Leseerlebnis, ist düster, atmosphärisch und auf bedrohlich-ruhige Weise packend.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Aussergewöhnlich gestalteter Jugendthriller
Mit diesem Buch bietet Julia Adrian einen Jugendthriller, welcher mit poetischen Formulierungen ebenso wie mit Märchenelementen auf eine ungewöhnliche Art angereichert ist. So gibt es die Konstellation der zwei Schwestern samt …
Mehr
Aussergewöhnlich gestalteter Jugendthriller
Mit diesem Buch bietet Julia Adrian einen Jugendthriller, welcher mit poetischen Formulierungen ebenso wie mit Märchenelementen auf eine ungewöhnliche Art angereichert ist. So gibt es die Konstellation der zwei Schwestern samt Stiefschwester wie bei Aschenputtel, einen „Prinzen mit seinem Jäger“, ein hinter Ranken verstecktes Herrenhaus ähnlich dem Schloss von Dornröschen oder einen verlorenen Schuh. Ebenso tendiert die Erzählerin und Tagebuchschreiberin Jenna zu poetischen und bildhaften Formulierungen und Vergleichen, welche recht ausdrucksstark, stellenweise schon fast pathetisch daherkommen.
Inhaltlich geht es um die Schwestern Jenna Blue und Scarlett, blau und rot und so unterschiedlich wie Tag und Nacht, in denen ein unbändiger Hass aufeinander über die Jahre gewachsen ist. Überschattet wird dies vom spurlosen Verschwinden der Mutter vor 10 Jahren, deren Verbleib im Laufe des Romans aufgeklärt wird.
Tatsächlich hatte ich zunächst Schwierigkeiten, mich zu entscheiden, welche der beiden Mädchen ich nun sympathischer finden soll, Jenna oder Scarlett - eigenwillige Charaktere sind beide. Warum sie zu den jeweiligen Personen wurden, die sie heute sind, wird von Kapitel zu Kapitel immer deutlicher, entsprechend tendierte ich nach einer Weile immer mehr zu einer der beiden. Dieses langsame Entwickeln und Beleuchten der Charaktere gefiel mir ebenso sehr wie Jennas Versuch, endlich den Verbleib ihrer Mutter aufzuklären.
Emotional aufwühlend und wortgewaltig ist dieser aussergewöhnlich gestaltete Jugendthriller eine ganz klare Leseempfehlung
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Jenna und ihre Schwester haben keine geschwisterlichen Gefühle oder etwa eine Beziehung zueinander. Sie können sich nicht ausstehen. Das geht so weit das Jenna sogar mit den Gedanken spielt Scarlett zu töten. Sie bekämpfen sich und Jenna möchte endlich herausfinden warum ihr …
Mehr
Jenna und ihre Schwester haben keine geschwisterlichen Gefühle oder etwa eine Beziehung zueinander. Sie können sich nicht ausstehen. Das geht so weit das Jenna sogar mit den Gedanken spielt Scarlett zu töten. Sie bekämpfen sich und Jenna möchte endlich herausfinden warum ihr Mutter einfach gegangen ist. Was geschah damals wirklich, wieso spricht keiner über diesen Vorfall und wieso gibt es überhaupt so viele Geheimnisse?
Was für ein toller Jugendthriller! Ich bin hin und weg, absolut begeistert! Der Schreibstil ist einfach klasse. Er ist wie in " Winters zerbrechlicher Fluch" und ich finde es super das die Autorin sich da treu bleibt. Jenna hat es nicht leicht. Ihre Schwester Scarlett steht immer im Mittelpunkt und für sie bleibt nur ein Dasein am Rande übrig. Sie möchte unbedingt das Verschwinden ihrer Mutter aufklären und langsam kommt sie der Wahrheit immer näher. Scarlett hingegen ist egoistisch, wirklich boshaft veranlagt und unsympathisch bis zum geht nicht mehr. Die Situation zwischen den beiden spitzt sich immer mehr zu und das macht diese Geschichte richtig spannend. Dazu kommen immer mehr Geheimnisse ans Licht mit denen man einfach nicht rechnet. Das Ende hat mich dann auch regelrecht kalt erwischt. Ich war total überrascht wie alles zusammenhängt. Julia Adrian präsentiert hier einen wirklich gelungenen Jugendthriller, der nie langweilig ist doch dafür um so spannender. Auf das nächste Buch der Autorin freue ich mich jetzt schon und bin gespannt welche Geschichte da auf mich zukommen wird.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
eBook, ePUB
Dies ist nicht mein erstes Buch der Autorin, allerdings eins das mich nicht gänzlich begeistern konnte. Es geht natürlich um Jenna. Sie & ihre Schwester Scarlett hassen sich Mal so richtig. Für Jenna steht fest das ihre Mutter sie vor zehn Jahren nicht einfach so verlassen hat …
Mehr
Dies ist nicht mein erstes Buch der Autorin, allerdings eins das mich nicht gänzlich begeistern konnte. Es geht natürlich um Jenna. Sie & ihre Schwester Scarlett hassen sich Mal so richtig. Für Jenna steht fest das ihre Mutter sie vor zehn Jahren nicht einfach so verlassen hat & gegangen ist. Die Frage bleibt was früher wohl passiert sein mag. Das klärt sich im Laufer der Geschichte allerdings auf. Irgendwie fragt man sich immer welche der Schwestern man sympathisch finden soll. Ich konnte mit beiden nicht richtig warm werden. Das ist allerdings mein Problem. Die Thriller - & Märchenelemente haben mich dann etwas besänftigt. Das Gute war, dass die Kapitel recht kurz sind & dass man dadurch schnell durch das Buch kommt. Nun hat das Buch auch nur 260 Seiten. Der Schreibstil an sich war leicht, angenehm & locker.
Wie immer, wenn mich ein Buch nicht besonders begeistern kann, macht euch bitte ein eigenes Bild.
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Andere Kunden interessierten sich für