Schachnovelle - Zweig, Stefan

Stefan Zweig 

Schachnovelle

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Produktbeschreibung zu Schachnovelle

Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.

Produktinformation


  • Verlag: FISCHER (TB.), FRANKFURT
  • 1974
  • 1974.
  • Ausstattung/Bilder: 109 S.
  • Seitenzahl: 112
  • Fischer Taschenbücher Bd.1522
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 120mm x 10mm
  • Gewicht: 122g
  • ISBN-13: 9783596215225
  • ISBN-10: 3596215226
  • Best.Nr.: 00836545
"Diese Novelle ist ein Vermächtnis. Die Erzählerleidenschaft eines Autors, der in unersättlich produktiver Neugierde die Weltgeschichte durcheilte und mit unfehlbarem Instinkt überall da haltmachte, wo ein verborgener Schatz zu heben, ein psychologisches Rätsel zu lösen war...findet man auf den noch nicht hundert kleinen Seiten dieses Büchleins beispielhaft komprimiert." (Der Tagesspiegel)

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.06.2010

DAS HÖRBUCH
Eine Meisterpartie
Stefan Zweigs „Schachnovelle“
als glänzend gelungenes Hörspiel
Nachdem Stefan Zweig gemeinsam mit seiner Frau Lotte im September 1941 ein winziges Häuschen in einem Vorort von Petrópolis bezogen hatte, schrieb er an seine erste Frau, Friderike, wie froh er sei, „America entronnen zu sein, ich passe nicht hin durch meine Ungeschäftlichkeit“. Er korrigiere jetzt, teilte er aus brasilianischen Exil mit, „viel an der Autobiografie“ und habe „eine kleine Schachnovelle entworfen, angeregt davon, dass ich mir für die Abgeschiedenheit ein Schachbuch gekauft habe und mit Lotte täglich die Partien der grossen Meister nachspiele“. Er würde bis zuletzt an dieser Novelle arbeiten, aus Vorsicht ließ er mehrere Typoskripte anfertigen, schickte sie nach Rio de Janeiro, New York und Buenos Aires, bevor er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.
Man hat die „Schachnovelle“ oft als eine Art Abschiedsbrief Zweigs gelesen. Sie ist es wenigstens so sehr wie die Erinnerungen an die „Welt von Gestern“. Der Unterschied der Zeiten wie der Fortschritt zum Schlechteren werden im …


Schach dem Terror Eine Gruppe Reisender ist um das Jahr 1940 per Schiff von New York nach Buenos Aires unterwegs. Unter ihnen befindet sich auch der Schachweltmeister Czentovic. Einige Mitreisende fordern ihn zu einer Schachpartie heraus, die Czentovic ohne Anstrengung gewinnt. Erst als ein gewisser Dr. B. gegen ihn antritt, wendet sich das Blatt. Die Schachkünste dieses Herrn haben jedoch eine düstere Vorgeschichte, die in das von den Nazis besetzte Österreich zurückführt und im Lauf der Novelle aufgedeckt wird. Am Ende werden die Figuren erneut aufgestellt, und eine letzte dramatische Partie nimmt ihren Lauf ... Stefan Zweig, der selbst vor den Nazis nach Südamerika floh, schildert in der Schachnovelle auf eindringliche Weise die subtilen Foltermethoden der Nazidiktatur und die psychischen Folgen für die Opfer. Die Erzählung vermag mit ihrer eindringlichen Handlung und der eleganten Sprache auch Jahrzehnte nach ihrem ersten Erscheinen den Leser in ihren Bann zu ziehen.
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Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.

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Bewertung von Katharina aus Gerolstein am 03.05.2010 ***** ausgezeichnet
Dr. B. wird während der Nazi-Schreckensherrschaft von der Gestapo verhaftet und monatelang in Einzelhaft in einem Hotelzimmer festgehalten. Ohne jeden Kontakt zur Außenwelt und ohne jede Möglichkeit der Kommunikation oder der Ablenkung, droht er vollkommen irre zu werden und beginnt im Kopf mehr als 150 Schachpartien blind zu spielen um sich seinen Geist und seine Widerstandskraft zu erhalten. Durch die hohe geistige Anstrengung erleidet er eine Art Schachvergiftung, ein Nervenfieber, wegen dem er schließlich aus der Haft entlassen wird.
Jahre später mischt er sich helfend in eine Schachpartie, die der Schachweltmeister Czentovic gegen alle Hobbyspieler eines Passagierdampfers spielt, ein und holt durch seine Genialität noch ein Remie aus der eigentlich schon verlorenen Partie heraus. Als er sich aber von Czentovic zu einer neuen Partie herausfordern lässt, erfasst ihn wieder das Nervenfieber. Er bricht die Partie ab und fasst nie wieder eine Schachfigur an.
William Somerset Maugham sagte einmal: Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben-leider sind sie unbekannt.
Dem kann ich nicht ganz zustimmen, denn Zweig scheint sie gekannt zu haben. Eine wunderbare Novelle. Definitiv eines der 100 Bücher, die man im Leben gelesen haben sollte.

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Bewertung von Salikaro am 14.03.2010 ***** ausgezeichnet
Ich muss meinem Vorschreiber widersprechen. Dieses Buch, diese Novelle die kein Roman ist,
ist hervorragend geschrieben. Reduziert man es auf Schach, so hat man den Sinn nicht begriffen.
Diese Novelle gibt Einblicke in eine gefolterte Seele. Eine Kurzbeschreibung auf ein menschliches
Matyrium, einem Menschen, dessen Geist versucht, sich selbst zu besiegen, sich am Rande der
Schizophrenie befindet. Der Leser wird mitgerissen, immer mehr, immer schneller, wird er
mit Dr. B. in diesen Strudel gezogen und erleidet eine 'Schachvergiftung', von der er fast nicht mehr loskommt.

2 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.
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Bewertung von Schwink aus Essen am 03.11.2000 ***** gut
Das Buch ist nicht schlecht, jedoch fängt der Leser sich nach kurzer Zeit an zu langweilen. Die Schachbegriffe und die andauernd auftretenden Schachpositionen und Spielzüge erinnern mehr an ein Lehrbuch als an einen Roman. Es ist sicherlich für manche Leser interessant, jedoch kann ich dieses Buch nicht jedem empfehlen. Lesen sie lieber "Die Entdeckung der Langsamkeit", diese ist tiefsinniger, wesentlich besser geschrieben und überzeugt und fesselt den Leser von Beginn.

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Bewertung von Sach aus Essen am 01.11.2000 ***** ausgezeichnet
Die Schachnovelle- ein spannendes Buch, das den Leser fesselt.
Er möchte schnellstmöglich den dramatischen Ausgang der Lebensgeschichte eines brillianten Schachspielers, der dies nur durch Zwang wurde, erfahren.

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Schachnovelle

Schachnovelle - Zweig, Stefan

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  • Verlag: FISCHER (TB.), FRANKFURT
  • 1974
  • 1974.
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  • Seitenzahl: 112
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  • Gewicht: 122g
  • ISBN-13: 9783596215225
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Produktbeschreibung zu "Schachnovelle"

Beschreibung

Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.

18.06.2010

DAS HÖRBUCH
Eine Meisterpartie
Stefan Zweigs „Schachnovelle“
als glänzend gelungenes Hörspiel
Nachdem Stefan Zweig gemeinsam mit seiner Frau Lotte im September 1941 ein winziges Häuschen in einem Vorort von Petrópolis bezogen hatte, schrieb er an seine erste Frau, Friderike, wie froh er sei, „America entronnen zu sein, ich passe nicht hin durch meine Ungeschäftlichkeit“. Er korrigiere jetzt, teilte er aus brasilianischen Exil mit, „viel an der Autobiografie“ und habe „eine kleine Schachnovelle entworfen, angeregt davon, dass ich mir für die Abgeschiedenheit ein Schachbuch gekauft habe und mit Lotte täglich die Partien der grossen Meister nachspiele“. Er würde bis zuletzt an dieser Novelle arbeiten, aus Vorsicht ließ er mehrere Typoskripte anfertigen, schickte sie nach Rio de Janeiro, New York und Buenos Aires, bevor er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.
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Jahre später mischt er sich helfend in eine Schachpartie, die der Schachweltmeister Czentovic gegen alle Hobbyspieler eines Passagierdampfers spielt, ein und holt durch seine Genialität noch ein Remie aus der eigentlich schon verlorenen Partie heraus. Als er sich aber von Czentovic zu einer neuen Partie herausfordern lässt, erfasst ihn wieder das Nervenfieber. Er bricht die Partie ab und fasst nie wieder eine Schachfigur an.
William Somerset Maugham sagte einmal: Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben-leider sind sie unbekannt.
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Diese Novelle gibt Einblicke in eine gefolterte Seele. Eine Kurzbeschreibung auf ein menschliches
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"Diese Novelle ist ein Vermächtnis. Die Erzählerleidenschaft eines Autors, der in unersättlich produktiver Neugierde die Weltgeschichte durcheilte und mit unfehlbarem Instinkt überall da haltmachte, wo ein verborgener Schatz zu heben, ein psychologisches Rätsel zu lösen war...findet man auf den noch nicht hundert kleinen Seiten dieses Büchleins beispielhaft komprimiert." (Der Tagesspiegel)

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Schach dem Terror Eine Gruppe Reisender ist um das Jahr 1940 per Schiff von New York nach Buenos Aires unterwegs. Unter ihnen befindet sich auch der Schachweltmeister Czentovic. Einige Mitreisende fordern ihn zu einer Schachpartie heraus, die Czentovic ohne Anstrengung gewinnt. Erst als ein gewisser Dr. B. gegen ihn antritt, wendet sich das Blatt. Die Schachkünste dieses Herrn haben jedoch eine düstere Vorgeschichte, die in das von den Nazis besetzte Österreich zurückführt und im Lauf der Novelle aufgedeckt wird. Am Ende werden die Figuren erneut aufgestellt, und eine letzte dramatische Partie nimmt ihren Lauf ... Stefan Zweig, der selbst vor den Nazis nach Südamerika floh, schildert in der Schachnovelle auf eindringliche Weise die subtilen Foltermethoden der Nazidiktatur und die psychischen Folgen für die Opfer. Die Erzählung vermag mit ihrer eindringlichen Handlung und der eleganten Sprache auch Jahrzehnte nach ihrem ersten Erscheinen den Leser in ihren Bann zu ziehen.


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Autorenporträt zu "Stefan Zweig"

Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.

59 Marktplatz-Angebote für "Schachnovelle" ab EUR 0,25
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