Schachnovelle - Zweig, Stefan

Schachnovelle

Stefan Zweig 

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Schachnovelle

Auf einem Passagierdampfer, der von New York nach Buenos Aires unterwegs ist, fordert ein Millionär gegen Honorar den mit einer Art mechanischer Präzision spielenden Schachweltmeister Mirko Czentovic zu einer Partie heraus. Der mitreisende Dr. B., ein österreichischer Emigrant, greift beratend ein und erreicht so ein Remis für den Herausforderer. Er hat sich, von der Gestapo, die ihn verhaftete, in ein Hotelzimmer gesperrt und von der Außenwelt hermetisch abgeschlossen, monatelang mit dem blinden Spiel von 150 Partien beschäftigt, um sich so seine intellektuelle Widerstandskraft zu erhalten. Durch diese einseitige geistige Anstrengung ergriff ihn ein Nervenfieber, dessentwegen man ihn entließ. Jetzt spielt Dr. B. zum ersten Mal wieder gegen einen tatsächlichen, freilich roboterhaft reagierenden Gegner. Es geht ihm bei dieser Partie lediglich darum, festzustellen, ob sein Tun damals während seiner Haft noch Spiel oder bereits Wahnsinn gewesen ist. Er schlägt den Weltmeister in der ersten Partie souverän, läßt sich aber, eigentlich gegen seinen Willen, auf eine Revanche ein. Während dieser zweiten Partie ergreift ihn wieder das Nervenfieber: er bricht die Partie ab und wird nie wieder ein Schachbrett berühren.


Produktinformation

  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 118mm x 12mm
  • Gewicht: 122g
  • ISBN-13: 9783596215225
  • ISBN-10: 3596215226
  • Best.Nr.: 00836545
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.06.2010

DAS HÖRBUCH
Eine Meisterpartie
Stefan Zweigs „Schachnovelle“
als glänzend gelungenes Hörspiel
Nachdem Stefan Zweig gemeinsam mit seiner Frau Lotte im September 1941 ein winziges Häuschen in einem Vorort von Petrópolis bezogen hatte, schrieb er an seine erste Frau, Friderike, wie froh er sei, „America entronnen zu sein, ich passe nicht hin durch meine Ungeschäftlichkeit“. Er korrigiere jetzt, teilte er aus brasilianischen Exil mit, „viel an der Autobiografie“ und habe „eine kleine Schachnovelle entworfen, angeregt davon, dass ich mir für die Abgeschiedenheit ein Schachbuch gekauft habe und mit Lotte täglich die Partien der grossen Meister nachspiele“. Er würde bis zuletzt an dieser Novelle arbeiten, aus Vorsicht ließ er mehrere Typoskripte anfertigen, schickte sie nach Rio de Janeiro, New York und Buenos Aires, bevor er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.
Man hat die „Schachnovelle“ oft als eine Art Abschiedsbrief Zweigs gelesen. Sie ist es wenigstens so sehr wie die Erinnerungen an die „Welt von Gestern“. Der Unterschied der Zeiten wie der Fortschritt zum Schlechteren werden im …

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Stefan Zweig (1881-1942) wuchs als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien auf. Er schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Essays, die 1933 der Bücherverbrennung der Nazis zum Opfer fielen. Er lebte von 1919 bis 1934 in Salzburg, emigrierte von dort nach England und 1941 nach Brasilien. Sein episches Werk machte ihn ebenso berühmt wie seine historischen Miniaturen und die biographischen Arbeiten. Am 23. Februar 1942 schied er in Petrópolis, Brasilien, freiwillig aus dem Leben.


Kundenbewertungen zu "Schachnovelle" von "Stefan Zweig"

8 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.8 von 5 Sterne bei 8 Bewertungen   ausgezeichnet)
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Bewertung von OrientalPearl aus Weiden am 16.01.2015   ausgezeichnet
Ganz tolles Buch, sehr fesselnd.

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Bewertung von Igelmanu aus Mülheim am 30.12.2014   ausgezeichnet
Ich habe mal wieder eine Schullektüre meiner Kinder mitgelesen. Die Schachnovelle ist zu meiner eigenen Schulzeit an mir vorbeigegangen. Heute habe ich es mit großem Interesse gelesen.

Der Ich-Erzähler berichtet, wie auf einem Passagierdampfer von New York nach Buenos Aires drei sehr unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen: Da ist zum einen der amtierende Schachweltmeister, ein aus einer unteren Gesellschaftsschicht stammender junger Mann, der sich nur dadurch auszeichnet, dass er mit einer unglaublichen Präzision und geradezu roboterartig Schach zu spielen vermag. Der zweite Charakter ist ein reichlich arroganter Öl-Millionär und der dritte ist ein österreichischer Emigrant namens Dr. B.

Dieser Dr. B. hat Furchtbares erlebt. Von der Gestapo wurde er einer Isolationsfolter unterzogen, in deren Verlauf er viele imaginäre Schachpartien durchspielte. Das tat er in der Hoffnung, durch die geistige Betätigung nicht dem Wahnsinn zu verfallen. Tatsächlich erleidet er eine Art Persönlichkeitsspaltung, die zu einem heftigen Nervenfieber führt. Aufgrund dessen wird er aus der Haft entlassen und des Landes verwiesen. Von einem Arzt wurde er dringend gewarnt, sich auf kein Schachspiel mehr einzulassen…

Erwartet hatte ich aufgrund des Titels, dass ein Schachspiel im Mittelpunkt der Geschichte steht. Tatsächlich geht es aber wirklich um ganz andere Dinge.

Da sind – natürlich wieder einmal – die Schrecken der Nazi-Zeit. Im aktuellen Fall geht es um die Themen Isolationsfolter und Verhöre. Beides wird sehr eindringlich beschrieben und ich konnte sehr intensiv mitfühlen, wie sich Dr. B. in seiner Gefangenschaft fühlen musste! Wie verzweifelt er sich anfangs an die Beschäftigung mit den imaginären Schachpartien klammert. Wie ihm das zunächst hilft, ihm Hoffnung verleiht! Und dann der Wandel, die sich anbahnende Persönlichkeitsspaltung!

Aber auch die anderen Charaktere sind interessant und bilden starke Kontraste zueinander. Sie verbindet eigentlich nur das Schachspiel, doch aus völlig verschiedenen Gründen. Für den Weltmeister ist es aufgrund seiner Herkunft die einzige Möglichkeit, zu Ansehen zu kommen. Und zudem auch das einzige Gebiet, auf dem er wirklich gut ist. Der Öl-Millionär sieht im Schachspiel nur einen Zeitvertreib, den er möglichst gewinnen will, weil verlieren nicht zu seinem Wortschatz gehört. Und für Dr. B. war das Schachspiel zunächst Hilfe und wird später zum Fluch.

Ein tolles Buch! Und obwohl die Personen natürlich viel Schach spielen, muss man das Spiel nicht beherrschen, um der Handlung zu folgen. Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, muss Stefan Zweig selbst ein lausiger Schachspieler gewesen sein.

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Bewertung von DieOma aus Berlin am 14.11.2012   ausgezeichnet
In der Schachnovelle geht es einen österreichischen Emigranten namens Dr. B und seine Geschichte. Das Buch wird aus der Sicht von Mirko Czentovic, ein Passagier auf dem Schiff nach Buenos Aires, der an Dr. B interessiert ist, erzählt. Als Mirko Dr. B fragt, ob er vielleicht eine Schachpartie spielen möchte lehnt Dr. B diese seltsam ab und er beginnt seine Geschichte zu erzählen, wie er damals Schach im Kopf gegen sich allein gespielt hatte als er in einem Zimmer eingesperrt war. Diese Schachspiele machten ihn verrückt.
Fast am Ende des Buches spielt Dr. B jedoch mehrere Schachpartie, wodurch er kurz vor dem Verrücktsein war. Doch dann stoppt ihn Mirko und es endet.
Mir hats sehr gefallen, weil man nach und bei dem Buchlesen ziemlich nachdenken muss, was mir persönlich gefällt. Es ist ziemlich spannend, wie jemand mit sich alleine Schach spielt - im Kopf! Sehr zu empfehlen!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 09.07.2010   ausgezeichnet
super Geschichte - nur zu empfehlen

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Bewertung von Katharina aus Gerolstein am 03.05.2010   ausgezeichnet
Dr. B. wird während der Nazi-Schreckensherrschaft von der Gestapo verhaftet und monatelang in Einzelhaft in einem Hotelzimmer festgehalten. Ohne jeden Kontakt zur Außenwelt und ohne jede Möglichkeit der Kommunikation oder der Ablenkung, droht er vollkommen irre zu werden und beginnt im Kopf mehr als 150 Schachpartien blind zu spielen um sich seinen Geist und seine Widerstandskraft zu erhalten. Durch die hohe geistige Anstrengung erleidet er eine Art Schachvergiftung, ein Nervenfieber, wegen dem er schließlich aus der Haft entlassen wird.
Jahre später mischt er sich helfend in eine Schachpartie, die der Schachweltmeister Czentovic gegen alle Hobbyspieler eines Passagierdampfers spielt, ein und holt durch seine Genialität noch ein Remie aus der eigentlich schon verlorenen Partie heraus. Als er sich aber von Czentovic zu einer neuen Partie herausfordern lässt, erfasst ihn wieder das Nervenfieber. Er bricht die Partie ab und fasst nie wieder eine Schachfigur an.
William Somerset Maugham sagte einmal: Es gibt drei goldene Regeln, um eine Novelle zu schreiben-leider sind sie unbekannt.
Dem kann ich nicht ganz zustimmen, denn Zweig scheint sie gekannt zu haben. Eine wunderbare Novelle. Definitiv eines der 100 Bücher, die man im Leben gelesen haben sollte.

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Bewertung von Salikaro am 14.03.2010   ausgezeichnet
Ich muss meinem Vorschreiber widersprechen. Dieses Buch, diese Novelle die kein Roman ist,
ist hervorragend geschrieben. Reduziert man es auf Schach, so hat man den Sinn nicht begriffen.
Diese Novelle gibt Einblicke in eine gefolterte Seele. Eine Kurzbeschreibung auf ein menschliches
Matyrium, einem Menschen, dessen Geist versucht, sich selbst zu besiegen, sich am Rande der
Schizophrenie befindet. Der Leser wird mitgerissen, immer mehr, immer schneller, wird er
mit Dr. B. in diesen Strudel gezogen und erleidet eine 'Schachvergiftung', von der er fast nicht mehr loskommt.

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Bewertung von Schwink aus Essen am 03.11.2000   gut
Das Buch ist nicht schlecht, jedoch fängt der Leser sich nach kurzer Zeit an zu langweilen. Die Schachbegriffe und die andauernd auftretenden Schachpositionen und Spielzüge erinnern mehr an ein Lehrbuch als an einen Roman. Es ist sicherlich für manche Leser interessant, jedoch kann ich dieses Buch nicht jedem empfehlen. Lesen sie lieber "Die Entdeckung der Langsamkeit", diese ist tiefsinniger, wesentlich besser geschrieben und überzeugt und fesselt den Leser von Beginn.

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Bewertung von Sach aus Essen am 01.11.2000   ausgezeichnet
Die Schachnovelle- ein spannendes Buch, das den Leser fesselt.
Er möchte schnellstmöglich den dramatischen Ausgang der Lebensgeschichte eines brillianten Schachspielers, der dies nur durch Zwang wurde, erfahren.

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